Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1919-02-07 · Heft 10 (7.2.1919) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 10 (7.2.1919)
Date
1919-02-07
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2651273-2652135-2652145--12022-2669607
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

■ Nr. 10 JUED18CHE RUNDSCHAU Seite 81 üb« inten Nachrichten Berlin. Im ״Zionistischen Jugendvern“, Heiligegeiststr. 52, spricht am Dienstag, den Febr., 8 Uhr abends, Herr Rieh. Lich t he im jber: ״Sozialistische Theorien und Palästinakolonisation“. Berlin. Der von Dr. Leie wer begonnene Kursus!ber Einführung in das Nationaljudentum wird von >, Fritz Loewenstein fortgesetzt werden. Er findet jedem Montag, 9 Uhr abends, im Zionistischen Zenlalbüro, Sächsische Str. 8, statt. Berlin, ln der ״Misrachi-Jugendgemcincha f t“ spricht am Sonntag, den 9. Febr., nachm. 1«. Uhr, im Saale der Loge, Rosenthaler Str. 56, Siegfr. .'ehmann über: ״Das Wesen der Jugendgemeinchaft“. — Gäste willkommen. Berlin. Der poale-zionktische Kulturverein ״Bo- . .ochow“ veranstaltet am Sonntag, den 9. Februar, SIC"! ׳ Uhr abends, Ü1 seinen Räumen Linienstr. 159. einen ' iterarischen Abend. Berlin. Bezirksgruppe Berlin-West der erliner Zionistischen• Vereinigung. Konrtituierende Versammlung: Montag, den 10. Februar Uhr abends, im Cafe Viktoria-Luise, Viktoria-Luisen- )!atz. Referent Dr. F. A. T h e i, 1 h a b e r. Freie Aus-;prache. Wahl des Vorstandes. Hierauf: Zwangloses feisammensem. — Montag, den 17. Februar, 7 Uhr abds., Vachtsäle des Westens, Spichernstr. 3. Referent: Rudolf jamuej, ״Grundlagen des Nationalismus“. Berlin. Öer nächste Vortrag in dem vom Hapoel i a 1 a I r veranstalteten Palästina-Kursus findet Dienstag, len 11. Februar, von 1/g7 bis yg8 Uhr, im Vereinsheim, Ip&enthaler Str. 16/17, statt Berlin. Der ״Ostjüdische Jugendverein b r i a h“ hat unter reger Beteiligung die Arbeit wieder «?genommen. Das Ziel ist dasselbe wie früher: Verinigung der ostjüdischen Jugend Berlins zur Selbster- :iehung in jüdischem Sinne, in Form von hebräischen (ursen und Konversationsabenden, von Vorträgen und Diskussionen auf den! Gebiete der jüdischen Geschichte md Kunst. Ferner ist die Errichtung eines hebräischen Chores, sowie einer Bibliothek in Aussicht genommen ind die Einführung von Talmudabenden geplant. Eine 1'dinungskommission ist gegenwärtig bemüht, ein :igenes Heim für den Verein einzurichten. Beitrittserklä- ■ungen nehmen die Herren Adolf Kraus, Große Frankürterstr. 112, und cand. med. Leo Kanaer, Hagenauer- :traße 6, entgegen. Berlin. Am 30. Januar sprach in einer JVtitgliederersammlung, die von etwa 75—100 Personen besucht rar, Herr K.-A. Dr. Albert Baer über das Thema: ,Warum verlangen wir die Nationalisierung des Bolens für Erez Israel?“ Der Redner gab eine eingehende Darlegung aller der Gründe, die für die Nationalisierung prechen, wobei er besonders auf die wissenschaftlichen Jrundlagcn der modernen Bodenreformbewegung hinries. Zum Schlüsse forderte er zur praktischen Tätig- ... Jteit für die Nationalisierung des Lodens auf, d. h , zu uirze 1pcnden für den Nationalfonds. Die Zeichnungen für den deB Jüdischen Nationalfond“ ergaben die Summe von 435 »Plei i ch tthot 'er weit. >b Herr : m m :r a! ״׳ppe ndert und 1eut« ver• .ebej iweiz :hi aus hkeit lg«״. 41 ui leier ent■ tzem) :bräi■ Auf• von übet turen und ü n st chrift pftrs au* sdh-er turze Mark für Selbstbesteuerung. ü g sisch ׳ationaler Jugendorganisationen Berlins gnet. jü• ► als ächst u n g •hnf: lat nunmehr begonnen, neben ihren großen Propaganda- 'ersammlungen, die sich an die gesamte jüdische Jugend Berlins wenden, auch solche Versammlungen zu organiieren, zu denen nur ein kleinerer Kreis von unserer lache nahestehender Personen geladen wird. Sie glaubt, n solchen Veranstaltungen besser, als es in großen Massenversammlungen möglich ist, auf die einzelnen m national-jüdischen Sinne wirken zu können. Die rste dieser Versammlungen fand am 29. Jan. in den ro w u. a. von den“ che“ idels- )atea 1 erregs) eiche sich t 476 ,u der us“, 1, hat ״La erste Berlin. Die Arbeitsgemeinschaft jüdisch mehr Liguste-Viktoria-Sälen statt. Herr Goslar referierte iber Grundprobleme des Zionismus und über die lntitutionen der Zionistischen Weltorganisation. Der Ein- Iruck, den dieser Vortrag hervorrief, äußerte sich in :iner großen Anzahl von Anfragen, die aus der Verammlung heraus gestellt wurden, und die eine lebhafte Diskussion bis über den offiziellen Schluß der Ver-!ammlung hinaus hervorriefen. Breslau. Die Soldatenriege des Jüdischen Turnver ins Breslau lud am 15. Januar die jüdischen Soldaten fer Breslauer Garnison zu einer öffentlichen Versammung mit dem Thema: ״Unser Verhältnis zum üdisehen Volk“ ein. Die Redner des Abends, Oberarzt Dr. Rosenbaum und Feldwebel Mar k 11 s schilderten das zionistische Ideal einer jüdischen Einigung im Palästinagedanken. Reicher Beifall folgte fliesen Ausführungen, denen sich eine Diskussion anschloß. . Es wurden eine ganze Anzahl neuer Mitglieder Wr den Verein gewonnen. Im neuen Heim, Carlstr. 15, wird die Zeit, da infolge Hallenbelegung nicht geturnt werden kann, dazu ausgenutzt, sich intensiv mit jüdisehen Dingen zu beschäftigen. Breslau. Am 21. Jan. versammelten sich die He- »raisten Breslaus zur Gründung dps ״Vereins zur Pflege der hebräischen Sprache, Uri ah“, In einem hebräischen Referate legte Herr *•׳r. Taubenhaus die Notwendigkeit dar, die Hebraisten zu organisieren, und wies daraf hin, daß in Erez Israel bereits heute die hebräische Sprache ein unentbehrlicher Lebensfaktor geworden sei. Der Verein will durch Versammlungen, Vorträge, Gründung einer üder uj'Eräisehen Bibliothek, Kurse und literarische Abende (tag p Verbreitung der hebräischen Sprache sorgen. Es wurde ein Ausschuß gebildet, in den folgende Herren , יא jewählt wurden: Dr. Taubenhaus, Hifel Schach *cneu te 1 (Vorsitzende), Ben Israel und Klotz (Schrifterg hihi er), Dr. Badt Zwi als Schatzmeister. Mit einer denk- Schlußrede des Herrn Ben Israel schloß die Versamm üder, ׳ung. :rden ... Leipzig. Am 23. Januar sprach im Saale des yädtischen Kaufhauses vor einer überaus zahlreichen!:Hörerschaft Herr Prof. Dr. Loewe über ״Der Zioismus vor dem Ziel e“. Seine Ausführungen atten starken Beifall. An der lebhaften Diskussion WWUllltUIUIItlliaUUIMUHtlUUiniUHtHnUIIUUIHmilttHHHIIIIIUIIIinillllUIIUUimllllUllllllllUIlMlIIIIIUIlltlll Versammlungskalender der Berliner Zionistischen Vereinigung Büro: Berlin C, Burgstr. 30. Telefon Norden 9023—9038. Besuchszeit täglich au&er Sonnabends von 10—2 Uhr, Sonnabend abends nach Sabbathausgang bis 8 Uhr. Wir bitten die Versammlungsankündlgungen der Berliner Zionistischen Vereinigung an den Säulen und In der Jüdischen Rundschau zu beachten. Montag, 10. Februar: Versammlung der neuen Mitglieder der Berliner Zionistischen Vereinigung Rosenthalerhof, Rosenthalerstr. 11. Beginn 7 Uhr. MDie Grundlagen des Zionismus/' Referent: Parteisekretär Kurl Rosenbaum. Sonntag, 16. Februar: Die angekündigte Kongre&versammlung fällt aus. mnniiHHiiniiimimHiiiimimiiHiHiiiiiiiimiiiiiiimiiiiiuiiimmiiiniiimiiiiimuiiiimiHiiiiiiiiniiiiiiiiiiiimiiH beteiligt sich zunächst Herr Herz, Welcher sich zwar als Zionist bekannte, aber trotzdem den starken jüdischen Nationalismus in einem freien Deutschland abzulehnen meinte, ferner sprach je ein A g u d i s t und B u n d i s t, letzterer im Sinne der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei. Der Referent widerlegte in seinem Schlußworte sämtliche vorgetragene Bedenken. Die Versammlung war ein starker Erfolg, der sich auch durch zahlreiche Neuanmeldungen zur zionistischen Ortsgruppe dokumentierte. Leipzig. Im Zionistischen Jugendbund hielt am 18. Jan. Herr Davis T r i e t s c h einen Vortrag über ״Jüdische Berufsfragen in Palästina“. Ausgehend von der Tatsache, daß der Krieg den Juden die Anerkennung als politischer Faktor und die Anerkennung Palästinas als jüdisches Land gebracht habe, betonte der Referent die Notwendigkeit einer schnellen Besiedlung Palästinas, um dort 80 rasch wie möglich die Majorität zu erlangen. Es sei nicht nötig, bloß Iandwirtschaftlich geschulte Kräfte anzusiedeln; selbst alte schwache Leute, die ihren Lebensabend in Erez Israel verbringen wollten, sowie Schüler, die im Lande ausgebildet werden, könnten dazu beitragen, die zahlenmäßige Ueberlegenheit zu erringen. Ebenso sollen imgelernte Arbeiter nicht an der Einwanderung gehü!dert werden, da diese Leute in Kürze in den verschiedensten Berufen angelernt werden könnten. Als Ideal der Kolonisationsform bezeichnete der Redner die großzügige Anlage von Gartenstädten. Viele Hunderttausende von Ostjuden haben die Absicht, am Neuaufbau des Landes teils mit ihrem Kapital, teils mit ihrer Arbeitskraft mitzuwirken. Kapitalisten sollten nicht abgeschreckt werden einzuwandern, die Kaufmannschaft müsse in der ersten Zeit organisierend wirken und kann nach und nach produktiver Tätigkeit zugeführt werden, ln der sich an den Vortrag anschließenden Diskussion wurde teils gegen eine Industrialisierung Palästinas gesprechen, teils wurde die Jugend aufgefordert, schon jetzt zu dem Problem Sozialismus oder Kapitalismus In Hinblick auf Palästina Stellung zu nehmen. Herr Tri et sch führte in seinem Schlußwort aus, daß in Palästina Landwirtschaft nur in hochentwickelter Form betrieben werden solle. Soziale Fragen in einem Vortrag,' der die Berufsfragen betrifft, zu behandeln, sei nicht möglich, auch wies Herr T r i e t s c h darauf hin, daß wir, bevor wir nicht in Palästina seien., keine sozialen Fragen lösen könnten. Dresden. Einen schönen Erfolg erzielte eine Sammlung des jüdischen Frauenvereins ״Agudas nos c h i m“, die eine Summe von 3000 Mark ergab. Das Geld wurde zu Gunsten der Hilfsaktion für die notleidenden Juden in Galizien und Polen der Israelitischen Religionsgemeinde überwiesen. Dresden. Am 25. Januar wurde hier unter Teilndhme des Vorstandes der zionistischen Ortsgruppe und der orthodoxen Vereine eine Misrachigruppe mit 53 Mitgliedern gegründet. Zum 1. Vorsitzenden wurde Herr Neumaier gewählt Dem Vorstande gehören ferner an die Herren: Schiffmann, Burg, Loheit. Hausmann, Holländer, Kästen, Langermann und Schwarz. Neuanmeldungen nimmt Herr Burg, Serrestr. 2, entgegen. Dem Misrachi ist auch eine jugendgruppe angegliedert worden. Eine größere Versammlung wird geplant. Chemnitz. In einer Generalversammlung der zionistischen Ortsgruppe wurde ein neuer Vorstand gewählt. Den ersten Vorsitz hat Herr Dr. M. Sichel übernommen. — Treffpunkt jder Zionisten allwöchentlieh, Donnerstag Abemi, ״Jüdische Lesehalle“, Brücken straße 1, 2 Treppen. # Stuttgart. Am 28. Januar veranstaltete die Stutt■ garte r ״Israelitische Gemeinde“ eine große Gemeindeversammlung. Den Vorsitz führte Herr Ober■ kirchenrat, Rabbiner Dr. Kroner. Zweck der Versammlung war, Stellung zu nehmen zur Trennung von Kirche una Staat, und zur künftigen Gestaltung der jüdischen Gemeinde in Stuttgart. Die sehr ausführlichen Referate, die hauptsächlich vergleichende Daten brachten, erstatteten Dr. Gunzenhauser und Dr. Lepmann. In der Diskussion fegte Herr Lichtinger die Forderungen der Zionisten über Umgestaltung der Gemeinden in Volksgemeinden dar; er wurde jedoch von einem Teil der Nichtzionisten mehreremals unterbrochen, während ein großer Teil der Versammlung verlangte, <Jen Redner weiter sprechen zu lassen. Es entstand allmählieh eine derartige Unruhe, daß es Herrn Lichtinger nicht möglich war, weiterzureden. Als nächster Redner sprach Herr Horowitz, welcher die Gemeinde unter Hinweis auf die undemokratischen Wahlen aufforderte, zuerst im Innern reinen Tisch zu machen und dann erst mit Forderungen der Parität der jiidsehen Konfession .mit den christlichen an die Oeffentlichkeit zu treten. Als in der weiteren Debatte Herr Dr. Caesar Hirsch betonte, daß Leute, die ״nicht einmal richtig deutsch, geschweige denn schwäbisch“ sprechen könten, kein Recht hätten, hier in der deutschen Gemeinde zu sprechen (Lichtinger und Horowitz), entstand ein Entrüstungssturm, der kein Ende zu nehmen schien. Erst als die weiteren Redner, insbesondere Herr Rechtsrat Hirsch, S. Preß bürge r und die beiden Referenten betonten, daß man den Zionismus mit geistigen Waffen bekämpfen müsse, kam die Versammlung wieder in ruhige Bahnen. Herr Sally Preßburger sprach sodann als Vertreter der zionistischen Jugend. In den Schlußworten erwiderten die Referenten auf verschiedene Einwände. Die Resolution, welche die Gleichstellung aller Konfessionen forderte, wurde sodann gegen ganz vereinzelte Stimmen angenommen. Von verschiedenen Seiten wurde betont, daß die zu wählenden Gemeinderatsmitgliedcr, ihre Aufgabe darin sehen müßten, sofort ein neues Wahlrecht auszuarbeiten, und neue Wahlen auszuschreiben. Pforzheim. Dank den Bemühungen eines Komitees, bestehend aus Frl. Rose Sommer, Fabrikant Loebenberg, Stern mul Kaplansky ist in Pforzheim eine zionistische Ortsgruppe im Entstehen begriffen. Am 29. Januar referierte Herr R.-A. Dr. Julius Ros e 11 f e 1 d (Karlsruhe) vor etwa 200 Personen unter Vorsitz des Herrn Loebenberg über die ״Gegenwartsaufgäben des jüdischen Volkes“. Der Referent wies zuerst auf die durch die jetzigen weltumstürzenden Ereignisse geschaffene Lage der Juden hin. Der zionistische Gedanke sei der Verwirklichung nahegerüekt und werde Auch ohne Hinzutun der ״deutschnationalen“ Juden seinen eigenen Weg gehen. Der jüdische Kongreß werde die Fragen des jüdischen Volkes irn Galuth regeln. Die Juden werden als deutsche Staatsbürger dem jüdischen Volk treu bleiben. Nach dem mit großem Beifall aufgenommenen Referate traten die Herren Dr. K and er und Lehrer Sommer für den ״Zentralverein“ ein. Dr. Taubes erteilte die gebührende Antwort und! setzte den Begriff Staat und Nation auseinander. Frl. Thalmann und Herr Landkutsch traten für die Gründung der zionistischen Ortsgruppe ein. Nach dem Schlußwort, das Herr Dr. Rosenfeld hielt, war eine im Sinne des Referates geschaffene Orientierung zu konstatieren. Der neugeschaffenen Ortsgruppe sind 54 Mitglieder beigetreten. Für die nächsten Wochen sind mehrere zionistische Vorträge in Aussicht genommen. Ahlem. Nach 4V2 jährigem Bestehen ist jetzt das Reserve-Lazarett im Mädchenheim der ״I s r a e 1 i t i - s c he n Erziehungs-Anstalt Ah lern“, das Tausenden von Soldaten als Genesungsstätte gedient hat, aufgehoben worden. Damit ist dem Institut die Möglichkeit gegeben, seine Arbeit im alten Umfange wieder aufzunehmen. Dem außerordentlichen Interesse folgend, das der jüdischen Berufsumschichtung zugunsten der Bodenkultur und des Handwerks entgegengebracht wird, soll ״Ahlem“ von Grund auf neu organisiert Und ausgebaut werden. So werden in Zukunft auch junge Mädchen, die neben guter Schulbildung körperliche Eignung und Liebe zum Beruf besitzen, als Gärtnerinnen ausgebildet. Nachdem ein ehemaliger Schüler der Anstalt, der die Gartenbau-Hochschule absolviert hat, die Leitung des gärtnerischen Betriebes übernommen hat, ruht die gesamte Ausbildüng in jüdischen Händen. Durch Vergrößerung des Bodenareals wird die Möglichkeit geboten, neben dem gärtnerischen auch den landwirtschaftlichen Betrieb kennen zu lernen. Die Anstalt umfaßt nach vollendeter Neuprganisation folgende Abteilungen: 1. Landheimschule für Schulpflichtige mit Ausbildung in Händlertjgkeit 1und Schulgartenbau, 2. Gartenbauschule für miinnliehe und weibliche Lehrlinge einschließlich des Unterrichts in Bienenzucht, Kleintierzucht, Milchwirtschaft, Obstverwertung, 3. Handwerkliche Lehrwerkstätten. 4. allgemeine una fachliche Fortbildungsschule, 5• Haushaitungsschule mit Ausbildung im Hauswarten, in Geflügel- und Kleintierzucht, Kinderpflege. — Die geplanten großen Neubauten werden es gestatten, dem öemeinschaftsleben der Lernenden alles ״Anstaltsmäßige“ zu nehmen und die modernen pädagogischen Forderungen (Gruppenbildung usw.) zu erfüllen. — Anfragen sind ausscnließlieh zu richten an Direktor A. Silberberg, Ahlem, Post Hannover-Linden 2. Stettin. Am 21. Jan. sprach Herr Bruno Löwenb e r g aus Jerusalem vor einer sehr stark besuchten Versammlung der Zionistischen Ortsgruppe in einem ausführlichen Vortrage über seine ״Erlebnisse in Palästina“. Lebhafter Beifall folgte dem interessanten Referate des Redners. Stettin. Zionisten treffen sich an jedem Freitag abend beim Vorsitzenden der Ortsgruppe, Hermann Jacob, Turner Str. 101, Eingang Arndtstr. Auswärtige Zionisten stets willkommen. Bremen. Der letzte Bericht über die jüdisdie Tätigkeit in Bremen ist dahin zu berichtigen, daß es sich bei den genannten Veranstaltungen um den dort gegründeten Ortsausschuß für die Vorbereitung eines jü-, d is che 11 K.ongresses handelte, ln der dritten Versammlung des Ortsausschusses Bremen für die Vorbereitung eines jüdischen Kongresses in Deutschland sprach am 27. Jan. Herr Professor Heinrich Loewe über das Thema: ״Der Antisemitismus und der jüdische Volksgedanke.“ Von dem Prinzip, die Arbeit im Ortsausschuß als in- Die Selbstbesteuerang ist die Einkommensteuer des Jüdischen Volkes!

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.