Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 10 (7.2.1919)
- Date
- 1919-02-07
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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ik Sil; s Seite 82 IÜEDISCHE RU1NDSC HAU Nr. 10 lerne Angelegenheit derjenigen zu betrachten, «׳eiche wirklich positiv-jüdisch arbeiten wollen, und vo!1 der Regel, demgemäß nur solche Interessenten einzuladen, wurde mit Rücksicht auf die Person des Vortragenden eine gewisse Ausnahme gemacht. Dieses garantierte einen besetzten Saal und einen äußerst harmonischen Verlauf der Versammlung. Spontaner Beifall folgte den Worten des Redners. Es erfolgten viele Netianmeldungen. Der Ausbreitung des Kongreßgedankens ist mit diesem Vorträge viel gedient worden. Königsberg i. Pr. Kürzlich fand in Königsberg eine Mitgliederversammlung der Ortsgruppe des Zent r a 1 v׳ c r e ins deutscher Staatsbürger j ü d i - sehen Glaubens statt. Nach Eröffnung der Versammlung durch den Vorsitzenden, Herrn Geheimrat Falke n h e i ni, referierte Herr Rabbiner Dr. Vo - g e 1 s t e 1 n und legte zunächst die gegenwärtige Lage in Deutschland dar. Auf die jüdisch-politischen Fragen eingehend, sprach er über die Kongreßfrage und das von der zionistischen Organisation aufgestcllte Programm, würdigte anerkennend den Kern dieser Forderungen, lehnte aber eine Teilnahme an diesen Bestrebungen, da sie eine zu stark nationaljüdische Färbung hätten, ah. In der Diskussion verlas Herr Referendar Dr. Lazar als Sprecher einer Gruppe von K. C.ern einige Leitsätze, die die Gemeinsamkeit der Abstammung, der Geschichte und der Wesensart aller Juden in der Welt betonen, gleichzeitig aber eine Bekämpfung des zionistischen Parteiprogramms fordern. Stadtrat Licht, Charlottcnburg, bekämpfte diese Leitsätze, soweit sie eine gleiche Wesensart der Juden Ijehaupten, die er durchaus bestritt, und warnte vor dieser Auffassung, da sie den Antisemitismus fördere. Waisenhausdirektor P c r i t z protestierte gegen die undemokratische Kooptation neuer Vorstandsmitglieder, ein ,Vorgehen, das heute nicht mehr am Platze sei. Die jüdisch-politischen Fragen müßten im Zentralverein mit der gleichen Wärme behandelt werden wie die deutschen. Die Erfahrungen in der deutschen Politik sollten die Juden zu etwas größerer Zurückhaltung veranlassen. Nachdem noch mehrere Redner für und gegen die Lazarsehen Thesen gesprochen hatten, brachte der Vorsitzende plötzlich eine Resolution ein, die die unzertrennliche Zugehörigkeit der Juden zum deutschen Volke betonte uncl in ihrem zweiten Teile sich gegen den Zionismus richtete. Eine Diskussion über den Inhalt der Resolution fand auf Vorschlag des Vorsitzenden trotz erhobenen Einspruches nicht statt. Auf die Aufforderung des Vorsitzenden, daß vor der Abstimmung Nichtmitglieder den Saal verlassen möchten, gingen nur einige junge Zionisten heraus. Die zurückbleibende ״MitgUederversammlung“ nahm die Resolution an. Am 7. Januar referierte in der zionistischen Ortsgruppe Herr Referendar Podbi elsky über ״Die Kongreßbewegung in anderen Ländern und in Deutschland“. & waren mehre re Herren vom Vorstande der hiesigen Zentralvereins- Ortsgruppe erschienen, darunter die Herren Rabbiner Dr. Vogelstein und Herr Landsberger. Vor Beginn der Diskussion teilte der Vorsitzende, Herr Dr. Öt Ri Stein, mit, daß zurzeit von gegnerisch interessiert« Seite in Königsberg dadurch gegen den Kongre Stimmung zu machen versucht werde, daß ve! breitet werde, die von den Zionisten über Kongreßbewegung gemachten Angaben seien falsch• so hätten in Amerika nicht eine Million Jude! sich an den Wahlen beteiligt, sondern nur einige Hi* derttausend, und ähnliche Unwahrheiten mehr. Di( Versammlung nahm diese Mitteilungen mit Heiterkeit entgegen. In der darauffolgenden Diskussion erklärt! Herr Dr. Vogelstein, sich nicht zu einem Kongrel beteiligen zu können, der das Bekenntnis zum jü<£ sehen Volke verlange. Der Redner hob hervor, er sich zwar mit dem Gesamtjudentum, nicht aber mit dem jüdischen Volke verbunden fühle, sondern sich als deutschnational bezeichnen müßte. Demzufolge vernein( er auch den Begriff des ״Galus“. Ihm erwiderte j! längeren Darlegungen Herr Referendar Ginsburg, dal diese Auffassung auf einer nicht genügend scharfe! Trennung der Begriffe Volk und Staat beruhe. Ei! jüngeres Mitglied des Zentralvereinsvorstandes, "Herr Dr Febba, polemisierte gegen die Ausführungen des Herr» Ginsburg die auf die erschienenen Gäste sichtlich einen tiefen Eindruck gemacht hatten. Wochenkalender, Sonnabend 8. Februar, 8 Adar I, 5679, Th’rumah, Nacht 5,47, Freitag 14. Februar 14. Adar I, Purim katan (Kleim-Purim) Schluß des redaktionellen Teils. r K. David Bojarsky Pola Bojarsky geb. Weinberg Vermählte Charlottcnburg. J Anna Salz Edmund Levy Verlobte ץ" Berlin, %. Zt Kopenhagen Adar 5670 — Februar 1919. Lüneburg r Giselia Poliers Jakob Bendiner ץ" v Verlobte Berlin, im Januar 1910 J r Prenzlau Julie Liebredit Max Pinczower Verlobte Ratibor O-S. J Aus dem Felde zurück ffisii Allenstein. Vom Heere zurück: Dr. Nothmann Kinderarzt Uhlandstr.136 Uhland 5070 €s kostet Sie nichts wenn 8i» bei Einholung *ob Offerten, Einfordern ▼ob Preislisten eto. Aal 4l6,JädiBch0ßandichau' צ Besag aohmeiif aber Wir suchen für unser Büro eine gut erhaltene Schreibmaschine (Remington oder Ideal) und einen Registratur schrank zu kaufen. Zionistische Vereinigung für Deutschland Berlin W. 15. Sächsische Str. 8. Sie intzen ans viei Empfehle mich zur Anfertigung eleganter Herren• Garderobe aller Art, sowie Xu. 0־ Beinkleider. Langjährige Tätigkeit in erst en Geschäften i. In-wie i, Auslande Bürge für guten Sitz und Verarbeitung. Oskar FQIIenbaum SchneidarmeUter Berlin 43, Barnimstrasse 14. Telephon: Alexander 2546. SIMONSCHES SEMINAR FÜR GARTENBAU / UND HANDFERTIGKEIT ZU PEINE. / Wiedereröffnung Frühjahr 1919. 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Im rechten Augenblick formuliert der bekannte Schriftsteller und langjährige Verfechter der jüdischen Paiästinakolonisation, Dr. AlfredNoss’g, eine Reihe von Vorschlägen, die anstelle allgemein gehaltener Programme einen vollständigen, festgefügten Plan der Neugestaltung Palästinas als Zentrum des jüdischen Vo kos wetzen. Kossigs Plan gipfelt in dem Gedanken, dass das Heilige Land, um allen künftigen Konflikten vorzubeugen, als unverletzlich und ewig neutral *a erklären und unter den Schutz des Völkerbundes zu stellen wäre, in den auch das jüdische Volk aufgenommen werdän 8011. In Neuauflage gelangte zur Ausgabe: Dr. Nathan Birnbaum GOTTES VOLK. Preis broschiert zwei Mark. Bias# Schrift gibt ttberwlltlgcndes Zengnis lürdie größte Intuition der Weltgeschichte, die jüdische Gtotiesorkenntnis, und für die religiöse Disziplin des jüdischen Volkes. Eine vom heiligen Zorn durohglühte Generalabrechnung mit den Hoiden-Jaden als einer Trappo der europäischen HeidenrebeU.n gegen die altjüdisohe Revolution der Geister. Ihnen stellt Birnbaum da« gläubige jüdisoho Volk (namentlich des Osten) als ״Gottes Volk“ entgegen. R. LÖWIT-VERLAG Wien, Fleischmarkt 1 :: Leipzig, Talstraße 3 Berliner Auslieferung: Jüdischer Verlag, W. 15, Sächsischestr. 8 Wo wäre die Niederlassung eines unverheirateten, jüdische! =■•=׳=.. Zahnarztes erwünscht? Offerten unter A. 16 an den Welt-Verlag G. m. b. 1 Kurfürstenstr 150. In unserer Gemeinde ist die Stelle eines - Caniors, Schochei, Bal-Kore und Lehrers — zn besetzen. Das feste Jahresgehalt beträgt 4000 Mk, ausschlieSli Nebeneinnahmen, Bewerbungen sind baldigst einzureichen an den Vors tan! der Synagogen-Gemeinde Tarnowitz Bekanntmachung. Zum Jüdischen Osterfest 1919 hat die Kriegskommission für rituelle Lebensmittel die He! Stellung und Verteilung der nachstehend verzeichnet»: Nahrungsmittel in die Wege geleitet: K.-C. Pllanzenmargarlne Zucker Kartoffelmehl Kunsthonig Kaffee-Ersatz Wer die vorgenannten Nahrungsmittel beziehen will hat seinen Bedarf bis spätestens zum ts. Februar 1919 beim Vorstand der zuständigen israelitischen Gemeinde od« einem von diesem mit dem Verkauf der Osterwaren betraut« Kleinhändler anzutnelden. Die näheren Bedingungen sind beim Vorstand de israelitischen Gemeinde zu erfahren. Die Verkaufspreise ns die pro Kopf zur Verteilung gelangenden Mengen werdei noch festgesetzt nnd veröffentlicht. Berlin W. 8, den 27. Januar 1919. Friedrichstil•. 167/168. Kriegskommission für rituelle Lebensmittel G. ra. b gez. Freirieh. gez. Blanek.;edaktio! Dienstag yterteljäh! Nun Es . Sei Pa Hatte 1 gönnten: an die Wege 1 als in Volksbt scheu nun sei viel vo schwur ster Z< neuem ihn ni! seiner; ist ein Skepsis ergriff» von ih ist ent! opferv jahrhii die fas sich zi Di Volk 1 psycho Spann! ist in sehen lu״g j die m Nie W über« schied war « Zeit 1 die Ei und r Soeben etfcfjienen: ^Jtoblcinc &e§ nioberneu!^iibentutttä 2)ic f olemtl 8ri<b Sohn—SBatban pat bk gragen: ®taatgnatlon unb ®elbffbeffinmtungärecbt ber ©&lfer, ©irtgooSl unb ©aftbolf, ©ohtslcbcn — 'JJattonalfultur aufgerübtt unb wirb ftc nicht (0 fehlten au« bm Jtntercffenfrei« ber jjioniften Bcrrttninbra!offen. 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(Tic ^riligmig be« 9iamcn« (auf S/cbräif«! ■tibbufcb hartem, b. b. ®efentm• be« gubenimn«. ,,®er j{ioni«!nu«״, fo ftblie§! ber Sluffaij unb bamit ftingt tag Ö1״b au«, ״fff imfer Äibbufcb bafehem"). — frei« 5Bit. 3.—. @01118, $t0tt tt«t» Oiomcttttif non ®d). ÖBrelif. ®oreüt« eigener Stil, feine nreianäjoUtcbe f^altbaftc Slrt, haben feiner ״!*!eben f roBin!" ffreunbe gewonnen itnb fennieicbnen aud) biefc brei ®cfprädk »her ben HioniSmuS. — -f'erUtbcä forgfältig ouägeffattete* §ef(benfbanb(be!t. --- frei« fteif broftbiect >4Hf. 2.—, geb. fif. 2.50. Ieuerung«äuf(f)fag 10%. fort» 1ta!b Tarif. 3üht[<&er «Beclo«, «Betltn SB. 15, eäihfif«( «tr. 8 äbteitung ®uibbonbe(. Verantwortlicher Redakteur: I. V.: Doo Herrmann, Berlin-Wilmersdorf. Jüdische Rundschau G. m. b. H., Berlin W. 15. Druck: Siegfried tkhoiem, Berün-Schöneberg. N daß d dem der F׳ Bund! merk! jeden sehen habei digke die il der V daß! nicht setze Kraft sein berü zöge denc ist e: iL’gt, gern Nov Gru!..an: vers Ver der Gru tunj die stiti nen tnr< siel und stin Jah