Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 8 (31.1.1919)
- Date
- 1919-01-31
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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8 ‘arte!• * b 'י ־ י t g* vei• Kiwie russ:• der izair“ ihrer nalen ihrer 1 der 1 Pa Pa I-Haipoel•? gt ging I von a־us, noch!rsten rklich!z — rüder ׳rsten ieben ation 1 der erste lange und haiuz der ng“? tsche .•r ist che ׳ch• rdeji• inen, 5t es der 1 den und aente diuin sein ngen nach :fragt haluz ׳roße rden, ichen irlicfa ihres neinder A'UIld lenen!den, Beleien beils- und dem- :igen, »men, 1!1. ‘ im *rünf ti r igten l o in irlust iderrz h cn! für •s,ehr Zerr- -UI- Für- Itung eine ivere 1 belege- .35 .׳ n tatioden ehanw e , aren, :eiten Jüdi- Nr. 8 J U EDI SC H E RUNDSCHAU Seite 67 idieii Nationalfond mi neuen Jisctaub ertf*rten, für lflsere Idee zu begeistern. Prof. Loewe wie* im belontleren auf die dringende Notwendigkeit einer so- Artigen großzügigen Kolonisation hin, zu der das erste xnd wichtigste Mittel ein Bodenkauf größten Stils in Srez Israel sei. Diese Forderung lasse sich aber nur ״füllen, wenn dem Nationalfond auch die erforderlichen Mittel zur Verfügung gestellt würden. Der Nationalfond!abe, um diese Mittel unter allen Umständen mim- »ringen, die Einführung der Selbstbesteuerung beschlossen, und es sei Pflicht jedes Einzelnen, dein las Schicksal seines Volkes am Herzen liege, sieh an der Selbstbesteuerung nach allen Kräften zu beteiligen, [)ie Ausführungen des Redners hatten vollen Erfolg; ns wuiden gegen 4000 M. Selbstbesteuerung gezeichnet, und viele Teilnehmer verlangten orientierende Schriften Iber den Jüdischen Nationalfond. Der Vortrag soll in nächster Zeit in anderen Gegenden Berlins wiederholt werden. Es ist zu hoffen, daß der Gedanke der Selbstbesteuerung zugunsten des Jüdischen Nationalfonds in »eitesten jüdischen Kreisen die größte Unterstützung finden wird. Denn nur wenn die Selbstbesteuerung di großem Maße durchgeführt ist, wird es uns möglieh sein, im Jahre 1919 den von unserem Hauptfiüro geforderten Millionenfond wirklich aufzubringen. Nlederlassungsmöglichkeilen ln einer Kleinstadt Ostpreußens (10 0(» Einwohner) besteht für einen Zahnarzt eine gute Niederlassungsmögfchkeit. — In einer Mittelstadt Ostpreußens (30 000 Einwohner) ist eine Stelle als Assistent bei einem jüdi- «chen Zahnarzt zu besetzen. Auskunft durch die Zio- *istische Vereinigung für Deutschland, Berlin W. 15, SidisiaAe Str. € Mitteilungen des K. J. V. Alle Angehörigen des V. J. St. Berlin, die antäßlieh des Kartelltages nach Berlin kommen, werden gebeten, sich bei Bbr. Elias Fischer (Tel.: Nollenctorf 1539) zu melden, der auch für Quartiere sorgt. Berlin. Der neugegründete Altherren-Bund der Jfanmonae a“ veranstaltet jeden zweiten Montagübend gesellige Zusammenkünfte auf der Kneipe des IC J. V., Turmstraße 8. Durchreisende Bundesbrüuer der Hasmonaea, Jordania und Ivria wollen sich bei Bbr. Hans Herzog, NW. 23, Altonaer Str. 10 (Tel. Moabit 1(108), melden. Nächste Zusammenkunft: 10. Febr. * 1 Nachrichten Berlin. Der ostjüdische Jugendveretn J br iah“ veranstaltet am Sonntag, den 2. Febr., blfc Uhr abends tci Kosenthaler Hol, Kosenthalerstr. 11/12, Zimmer 3. gnen gemütlichen Abend mit Deklamationen, Vorträgen mw. Gäste willkommen. Ber.in. Die Berliner ״Hapoel-Hazalr“-Gruppe veranstaltet am Sonnabend, den 8. Februar, nachm, i Uhr, im Harnioniamaaal, Lützowstr. 35, eine Versammiung mit dem Thema: ״napoel-Hazai'r und die zionistische Jugend/‘ Redner: die Chawerim Ludwig Strauß, Ber Grünblatt, Walter Preuß nad Cüawerah G o I d b e r g. Benin. Im Zionistischen Jugendvereiir Heiligegeist- Str. 52, spricht am Dienstag, den 4. Februar 1919, abends 8 Uhr, Herr Dr. Auerbach über das Thema: ,Kulturarbeit im neuen Palästina.“ Gäste willkommen. Berlin. ״Die Sportabteilung des Jüdisehen Turnvereins Bar Kochba“ ist zur Zeit mit dem Wiederaufbau ihrer Abteilung beschäftigt ln den bisher stattgefundenen zwei Abteilungs-Versammfinigen sind wientige Beschlüsse, besonders im Hin* blick auf straffe Disziplin im Sportbetrieb gefaßt und gleichzeitig in den Statuten, die zum Teil wichtige Aenderungen erfahren haben, zum Ausdruck gebracht worden. Das sportliche Programm besteht aus ״Hailentraining“ jeden Mittwoch 6—8 Uhr abends, in der Turnhalle des Grauen Klosters Neue Friedrichstr. 84, Waldlauf nach vorheriger Bekanntgabe, Hockey- Training jeden Sonntag Vormittag 9y» Uhr auf dein Städtischen Sportplatz, Schönhauser Allee (Hochbahn- Haltestelle Danziger Straße), Umkleidelokal O. Zander, Oaudystr. 10. Mittwoch, den 29. Januar, 8 Uhr abends, fand bei Dobrin, Hackescher Markt, ein Vortrag des Herrn Dr. Schwabe über das Thema Jüdische und sportliche Erziehung i.m Ruderklub ״Ivria“ statt. Zuschriften an Leopold Rose Berlin N. 58, Rhinowerstraße 9. Tel. Norden (11 829) zu richten. Berlin. Am Montag, den 20. Jan., fand in den Sophiensälen die Generalversammlung der Berliner Mi»- rachigruppe statt. Herr Hermann Struck eröffnete die zahlreich besuchte Versammlung mit einer kurzen Gedenkrede anläßlich des Todestages Dr. Tschlenoffs. Sodann erstattete Herr Dr. Pick einen kurzen Bericht aber die Erfolge des Misrachi in letzter Zeit. Herr R.-A. Dr. Barth berichtete über die für den Misrachi und die Misrachi-Jugendgemeinschaft aufgestellten Arbeitsplane, über das in Entstehung begriffene Hein», über Gründung einer Lesehalle und über die Notwendigkeit der Abhaltung ständiger Vorträge und Lehrkurse. Herr Haarpuder vom misradiistischen Verein ״Ti f er et Z i o n“, teilte darauf unter allgemeinem Beifaß mit, daß zwischen ״T e f e r e t Zio n“, die alle Ostjuden Berlins unter der Fahne des Misrachi sammeln wollte, und der Misrachiortsgruppe enieEinigung zu ge- «einsamer Arbeit stattgefunden habe, fn der anschließeoden Diskussion sprachen die Herren Rabb. Dr. Fink, pabb. Hübscher, Arthur M a r c u s, Dr. Rom, Scha* ä—1—■ וווווו!חווווו1וווווווווו1ו1ווווווווווווווו;ו1ו1ו!״,וו״11(1ווווווו״ווושוווווווווו1'1ו!וו1!ו!וחווו11״וו;;ווווו!1ו1:ו11!ווןו1141ווו1ווווווו Versammlungskalender der Berliner Zionistischen Vereinigung BQro: Berlin G, Burgstr. 30. Telefon Norden 9023—9038. Besuduxelt tfigllm außer Sonnabends von 10 2 Uhr, Sonnabend abends noch Sabbefhausgang bis 8 Uhr. Wir bitten die VersammlungsankOndlgungen der Berliner Zionistischen Vereinigung an den SSulen und In der )Qdisdien Rundschau zu beachten. Montag, 3 Februar 1919: ölfenllidie Versammlung des Kongre^ausschusses Lehrervereinsheus, Alexanderslr 41. Beginn 7 ®/4 Uhr. ״Die Osljuden und der jüdische Kongreß in Deutschland." Referent: Arbeltersekreldr Isaak Kornfeld, In jldlsdier Sprache gehalten. Donnerstag, den 6. Februar: Ordentliche Generalversammlung der Berliner Zionistischen Vereinigung Hotel König von Portugal, Burgstr. 16. Beginn 7 Uhr pünktlich. Tagesordnung: ״Rechemdiafisberichi des Vorstandes und Neuwahl." Montag, 10. Februar: Versammlung der neuen Mitglieder der Berliner^ Zionistischen Vereinigung Rosenthalerhof. Rosenlhalersfr. 11. Beginn 7 Uhr. ״Die Grundlagen des Zionismus." Referent: Dr. Leiewer Sonntag, 16. Februar: Die angekfindlgie Kongrebversemmlung feilt aus. iro. Kirschenbann*, Lazarus Barth, R.-A. Dr. o e d, G. Reu ß, Schrägen heim und J a 11 e r über die Wege, die zur Verwirklichung des misrachistisehen Programms zu gehen sind. Darauf erfolgte die Neuwahl des Gesamtvorstandes. Gewählt wurden: R.-A. Dr. Abraham L o e b (Vorsitzender); Arthur Marcus, Lazarus Barth, J. H. Wagner, Leiser Koppel. I. Boschwitz,/. Landau, Haarpuder, Edmund Lewy, Groß, Richter. Zahnarzt Rudolf Stein, Kirschenbaum, Günther Reuli und Ignatz Kimmel. Zuschriften für die Misrachigruppe Berlin sind bis auf weiteres an Herrn Rechtsanwalt Dr. Abraham Loeb. Berlin C. 19, Beuthstr. 1, zu richten. Berlin. Am Donnerstag, den 21 Jan. fand toi Hotel ״König von Portugal“ die außerordentliche und ordentliche Generalversammlung der Berliner Zipaistischen Vereinigung statt. Es war nötig, die Generalversammlung unter diesem Namen einzuberufen, da neben dem Rechenschaftsbericht und der Neuwahl des Vorstandes eine weitgehende Statuteninderung auf der Tagesordnung stand. Zu Beginn der Versammlung erinnerte der Vorsitzende, Herr Dr. R o - ■ enbe rg, daran, daß es sich um die erste General- Versammlung seit vier Jahren handle. Er wies auf die Fortschritte hin, die der zionistische Gedanke und die zionistische Politik während dieser Zeit in der Welt gemacht hat und gedachte mit warmen Worten der 88 Mitglieder, die meist als Opfer des Krieges in diesen Jahren gestorben sind. Der neue Entwurf des Statuts wird einige besonders wichtige Neuerungen bringen. § 2 des neuen Statuts bestimmt: ״Die ״Berliner Zionistische Vereinigung“ zerfällt in Gruppen, und 2war: a) Bezirksgruppen, die nach regionalen Gesichtspunkten gebildet werden, b) Untergruppen aus sonstigen Zweckmäßigkeitsgründen errichtet.“ Die Untergruppen, zu denen Vereinigungen, wie z. B. der Misrachi, der H e r z l - K1 u b, der Zionistische Jugendverei» u. a. m., gehören, sollen dem sich immtr mehr geltend machenden Bestreben Rechnung tragen, sich nicht nur nach rein technischen Gesichtspunkten zu' organisieren, sondern auch auf Grund sachlicher Uebereinstimmung. Es wird freilich notwendig sein, diese Tendenz dadurch zu fördern, daß die Zionistische Vereinigung für Deutschland das Wahlrecht zum Delegiertentag so regelt, daß die Minderheiten tatsächlich zu ihrem Recht kommen. Die Organisationsdebatte drehte sich vornehmlich um die Frage, wie weit die Dezentralisation zu gehen habe. Die Versammlung stellte sich schließlich auf den Standpunkt des Vorstandes, dem Zentralvorstand alle die Funktionen zu übertragen, deren Zentralisation im Interesse des Berliner Zionismus liegt. Die großen Agitationsversammlungen, die Oberleitung der Kulturarbeit, die Kassenführung u. a. m., wird also dem Haupt- Vorstände verbleiben, der aus 5—7 gewählten Mitgliedem und je einem Mitgliede des Vorstandes der ver- *chiedcnen Oruppen gebildet wird. Eine weitere wichtige Statutenänderung ist die Fest- Setzung des Mitgliederbeitrages auf 4 M. vierteljährlich zuzüglich dem Abonnementspreis der ״Jüdischen Rundschau“. Der Preis der Rundschau wird Infolge der sehr erheblichen Mehrkosten auf 22 M. pro Jahr erhöht werden müssen. Bei einem Zwangsabonnement der ״Rundschau“, auf das der Vorstand aus Gründen zionistischer Erziehungsarbeit nicht verzichten zu können glaubt, wird dieselbe an die Mitglieder für 16 M. abgegeben werden. Dem Vorstande ist das Recht gegeben vom Zwangsabonnement der ״Jüdischen Rundschal/‘ dann abzusehen, wenn mehrere Familienangchörige Mitglieder der ״Berliner Zionistischen Verefnigung“ und einer derselben Abonnement der Zeitung ist Auch die jugendgruppen können vom Vorstand# in dieser Hinsicht besonders berücksichtigt werden. Die Generalversammlung, die recht gut besucht war, konnte infolge der neuen Bestimmungen über die Polizeistunde nicht zu Ende geführt werden und wurde auf Donnerstag, den 6. Febr., vertagt. Hamburg-Altona. Ueber das Thema: Ein jüdi scher Kongreß in Deutschland‘1 sprach am 21. Jan. Prof. Heinrich Loewe im großen Saale des Curio-Hauses. Der Redner legte dar, wie während des Krieges eine Nationalisierung׳ des gesamten Judentum* stattgefunden habe, der sieh auch die deutsshen Juden nicht entziehen konnten. Die enge Berührung, in die während des Krieges zahlreiche deutsche Juden mit dem Ostjudentum gekommen sind, die unzweideutige nationale Willenskundgebung der jüdischen Massen, und nicht zuletzt in Aussicht stehende Verwirklichung der zionistischen Ziele in Erez Israel zwingen auch die deutsehen Juden dazu, sich national zu orientieren, wollen sie nicht vollkommen isoliert dasfehen und sich damit selbst zu dauernder Unfruchtbarkeit verurteilen. Det jüdische Kongreß׳ in Deutschland hat den Zweck, die deutsche Judenheit organisch einzugliedern in die jftdische Gesamtheit, die in wohl nicht allzulanger Zeit im jüdischen Welt-Kongreß ihre legitimierte Vertretung vor der Welt finden wird. Der Kongreß verlange von denen, die an ihm teilnehmen, kein Bekenntnis 2ut zionistischen Partei, wohl aber eine Erklärung■, daB sie im Bewußtsein ihrer Zugehörigkeit zum jüdischen Volk an dessen Zukunft mitarbeiten wollen. In der darauf folgenden Debatte wurde der gegnerische Standuukt besonders nachdrücklich von Herrn Dr. Jakob oewenberg vertreten. Im Schlußwort widerlegt« der Redner die Zweifel an der Möglichkeit, sich zum jüdischen Volke zu bekennen und gleichwohl die inneren Beziehungen zum Deutschtum nicht aufzugeben. Eine große Anzahl von Zustimmungserklärungen für den Kongreß bewies, daß der Kongreßgedanke auch in Hamburg Boden faßt. Zwickau, ln der letzten Zeit hat die Zionistische Ortsgruppe Zwickau eine rege Tätigkeit entfaltet Vor kurzem hat eine Versammlung stattgefunden, in der eir. neuer Voisland gewählt wurde. Ferner ist ein Zi©- nistischer Jugendbund gegründet worden, der unter Leitung der Frau Ephraim Sehnittmann und des Hern» Pomeranz steht. Vorstand ist Herr Fe 1 ik. Mit Hilfe der Herren Schocker! jun., Grosser und. Gertei konnte eine Bibliothek eröffnet werden. Häufig wurden Vorlesungen und Vorträge veranstaltet, so sprach Herr Pomeranz vor kurzem über das Thema: ״Der Jude als geistiger Faktor“ und Herr Salomon Zack über ״Achad riaam". Für die Pogromopfer in Galizien und in der Bukowina wurden 1 2 7 6 M. gtsammelt. Würzburg. Am 11. Jan. fand ein Vortrag des Herrn Dr. N u ß b a u m - Nürnberg, der über ״Herzl und sein Werk“ sprach, statt. Dem Referat, das von dem zahF reich erschienenen Publikum mit großem Beifall auigenommen wurde, folgte eine lebhafte Diskussion. Im Schlußwort forderte Herr Dr. Nußbaum zur Gründurig einer Ortsgruppe auf, die am 15. Jan. konstituiert wurde, und der außer den Mitgliedern der seitherigen Jugendgruppe, eine große Anzahl neuer Mitglieder beitraten. Zum 1. Vorsitzenden wurde Herr Weichselbäum gewählt. In einer Vorstandssitzung wurde dann der Arbeitsplan für die nächste Zeit festgelegt. Fürth. Die Misrachi■ Gruppe F ü r t h — N ü r nbe rg hat sich in den letzten Tagen wieder neu ko!*- stituiert und entfaltet eine rege Tätigkeit. Alle Korr#- spondenzen sind an die MisracliTGruppf Fürth, Blumen Straße 29. zu richten. Essen-Ruhr. Am 21. Jan. sprach in einer iS ber aus zahlreich besuchten Versammlung Herr Nahum Gold mann über ״Die Forderungen des jüdischen Volkes auf dem Friedenskong re ß“. Herr Goldman n wies darauf hin, dalf das gesamte Judentum sich während der Kriegsjahre auf eine neue Grundlage gestellt habe. Das Postulat des jüdischen Volkes sei heute bereits von 12 Millionen Juden anerkannt. Die Tatsache der Zulassung ▼ויס Vertretern dieses Volkes zur Friedenskonferenz habe welthistorische Bedeutung. Das bedeutet nicht nur eine Wandlung im Dasein unseres Volkes, sondern hierin dokumentiert sich das Ende des Galuths. ln der Hauptsache sind es drei Forderungen die das jüdische Volk auf dem Kongreß erheben wird: 1. Palästina als Zentrum der Judenheit, 2. nationale Autonomie für die Ostjuden, 3. volle Gleichberechtigung für die Juden in allen Ländern. Der Redner begründete die Berechtigung dieser drei Grund Forderungen eingehend. Von jeher war die Solidarität das stärkste Band. Das deutsche Judentum läuft in der Isoliertheit Gefahr, nicht nur in jüdischer sondern auch in politischer Hinsicht seinen Einfluß zu verlieren. Das Festhalten am Standpunkt des alten Staatsbegriffes, nach dem der Staat alle seine Glieder nur für sich reklamiert, ist heute unmöglich geworden. An die Stelle jenes alten Begriffes ist das Selbst bestimmungsrecht des Individuums getreten. Wir sind gleichzeitig Deutsche und Juden, und niemand kann uns unseren Patriotismus streitig machen, weil wir uns ן als Angehörige des jüdischen Volkes bezeichnen. HetT ן Ooldmann schloß mit der Aufforderung zum An- I Schluß an die Kongreßbewegung unter Hinweis auf ili« Ohne Selbstbesteuerung keine großzügige Kolonisation!