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Jüdische Rundschau · 1919-01-31 · Heft 8 (31.1.1919) · page 8

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIV (1919)
Issue
Heft 8 (31.1.1919)
Date
1919-01-31
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Stile 68 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. Talmitdstelle, die besagt, daß sieh jede jüdische Generation, die nicht am Neuaufbau mitarbeitet, an der Zerstörung des Tempels mit schuldig macht. In der Diskussion vertraten die Herren Rabbiner Dr. Lange und Dr. Samuel, sowie Rechtsanwalt l>r. Kramhach den bekannten Standpunkt des Zentralvereins. In seinem־ Schlußwort widerlegte Herr Ooldtnann i!1 überzeugendster Weise die Entwände der Gegner. Er erntete sowohl für das Referat als auch für die letzter. Ausführungen den stärksten Beifall der Zuhörerschaff, Der Kongreßgedanke hat nunmehr auch hier in Essen Fuß gefaßt. Die Ortsgruppe hatte an diesem Abend eine Anzahl neuer Mitglieder zu verzeichnen. Nach der Rückkehr der Vorstandsmitglieder aus dem Fehle beginnt sich in unserer Ortsgruppe wieder eine lebhafte. Tätigkeit zu regem Duisburg.!11 einer stark besuchten Versammlung der Zionistischen V e r e i 11 i g u 11 g sprach am 23. Jan. unter großen! Beifall Nahutn Gold manu, Berlin, über ,J ü d i s c h e s V o I k 11 n d d e u t s e h e r Staat“: Die jüdische Gemeinschaft tun lasse Volk und Religion und noch viel mehr, sie sei ein einzigartiges Gebilde, für das sich eine Definition mittels westeuropäischer Begriffe nicht geben lasse. Da die Juden aber auch ein Volk seien, und heute Politik nur auf nationaler . nicht etwa religiöser Grundläge möglich sei, müßten sie, um in der Welt als Subjekt der Politik zur Geltung־׳, zur Anerkennung ihres Anspruchs auf eigene Gestaltung ihres Daseins zu gelangen, den bedeute die Mächten als Volk gegenübertreten. So ,olitisierung des Judentums die Nationalisierung־ des Judentums. Sträube sich gegen diese noch ein Teil der deutschen Judenlieit, so geschehe das aus Bedenken, die auf den! alten norddeutschen Staatsbegriff basierten, der seine höchste wissenschaftliche Begründung bei Hegel gemnden habe: auf der Auffassung, der Staat habe den ganzen Menschen für sich zu reklamieren, woraus folge, daß die diese Forderung des Staats Bestreitenden, z. ö. die internationalen Sozialisten, Pazifisten usw., schlechte Staatsbürger seien. Dieser alte preußische Staatsbegriff sei es, dem diejenigen deutschen Juden verfallen seien, die der Anerkenmmg des jüdischen Volksgedankens noch widerstrebten. Das Ende des Krieges bedeute den Zu1sanimenbruoh jenes spezifisch preußischen Staatsbegriffes, also auch die Ueberwindu.ng der patrioti sehen Bedenken deutscher Juden. Diese Erkenntnis werde d:e deutschen Juden dazu führen, den jüdisehen V o 1 k s g e d a 11 k e 11 zu bejahen, so durch die Delegation des jüdischen Volkes auf der Friedenskonferenz mir vertreten zu sein und der Weit den Anblick des Exodus eines kleinen Bruchteils des Judentu ms zu ersparen. Bruchsal. Am 21. Januar hielten in der ersten öffentlichen Versammlung der kürzlich gegründeten Ortsgruppe die Herren Dr. Leop. Fried b erg (Karlsruhe) und Kurt Gutkind (Mannheim) Vorträge über die ,,politischen und kulturellen Ideen der zio-;daktii rierteljä Nui ל/ isMas allein echte Karlsbader KsZiUji Vor Nachahmungen und Fa!schungenwird gewamr.* bitten unsere verehrliohen Abonnenten und Anhänger unserer Partei, bei eintretendem Bedarf unsere Inserenten zu berGeksichtigen. Dii nistischen Bewegung“. An der Diskussion beteiligten! sieh die Herren Rabb. Dr. Grai misch und R.-A.l Dr. Strauß, die das Deutschtum und die Religion! unter Ablehnung des jüdischen Volksbegriffes als für! sie maßgebend bezcichncten. Herr Dr. ßodenhei. mer (Mannheim) und Dr. Friedberg erwiderten eindrucksvoll, ln Bruchsal, wo es bis vor kurzem noch keine Zionisten gab, wurde das Interesse an der Rlel, zionistischen Sache, das sich schon in der großen Zahl der Besucher (150 Personen) zeigte, sehr gefördert. Bromberg. Am 4. Jan. ist in Brornberg eine Ortsgruppe mit 21 Mitgliedern gegründet worden, deren erste Sitzung am 19. Jan. stattfand. Als provisorischer Vorstand wurden einstimmig gewählt die Herren Dr. Co 11 n, R.-A. M_ ichelsohn, Kurt Rttppin. Fri, Ascher, Frau Z a d e k. Nach Referaten des Herrn Zahnarzt Meyersohn und1 Herrn Kurt Ruppin ergab eine Sammlung der anwesenden Mitglieder einen Grundfonds der Ortsgruppe von 1030,— AL Die Mitgliederzahl erhöhte sich um 14 auf 35. Sobald die poli tischen Verhältnisse es gestatten, soll eine große Propagandaversaimnlung stattfinden, zu welcher Dr. Lek׳■ wer aus Berlin das Referat zu übernehmen sich bereif erklärt hat. Jarotschin. Vor kurzem sprach in Ja ratsch in Herr Hans Werner aus Posen vor einem־ zahlreichen Pub'.i kuru über das Thema: ״Das jüdische Volk und der Friede 11 skongre ß.“ Der Redner fand im Rahmen seiner beifällig aufgenommenen Ausführungen Gelegenheit, auch besonders auf die Verhältnisse in der Ostmark einzugehen. Als Resultat einer dem Vortrage vorangegangenen Besprechung ist die Gründung eines Jüdischen jugendvereins herzuheben. Wochenkalender. Sonnabend, 1. Februar, Adar I, 5670, Mischpatim, Sabbath Rösch chodesdi, 2. Neumondtag Nacht 5.36. Schluß des redaktionellen Teils. M sehe. Woch< stin as der P wir S] nicinei D Englai teil Ja heute regier einer i Erkläi ist in rutiqe men ו bereit Bernhard Hirsch Fina Hirsch geh. Siegeiwachs Vermählte ■״' ץ־־ v Hamborn, im Schebat 5679 Mülheim/Ruhr J r v״ Potsdam Gertrud Hirschbruch Georg Dannemann Verlobte Stettin J C gesucht für hibräisclun Klndsrgarten in Hamburg. Offerten an Dr. M. FlSrtheim, Hambarg, Gr. Theateratr. 34. __J LABORANTIN der anorganischen Chemie, gewandte Analytikerin, sucht Stellg. zum 1. April. — Berlin bevorzugt. — Offerten unter Hannover, Ferd. Wallbrecht- Strasse 15 1• 1. r Zahnarzt Gustav Lang Edith Schonberg ץ" Verlobte Homburg v. d. Hübe Friedberg i. H. fo □□□□□□□ (staatlich geprüft) mit der Berechtigung Kinderbis zum3.Schuljahr zu unterrichten, sucht Anstellung in Hort, Waisenhaus od. Familie zum 1. Mai 19. Offerten unter H. W. an den Welt-Verlag, Berlin W. 35.. Kurfürstenstr. 150. □□□□□□□□ ab Klavierstimmer empfiehlt sich Perei, Jüd Blindenanstalt Telefon: Steglitz 1039. (4ut erhalten© SEDERSCHÜSSEL (Süb.r) eu kaufen gesucht Beschreibung und Freia unter Cbiftra A. 13, Welt - Verlag G. m b. H.. Berlin W. Bo, Kurfürsten» r 160. 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Pfianzenmargarine Zucker Kartoffelmehl Kunsthonig Kaffee-Ersatz Wer die vorgenannten Nahrungsmittel beziehen will, hat seinen Bedarf bis spätestens zum 1. Februar 1919 beim Vorstand der zuständigen israelitischen Gemeinde oder einem ton diesem mit dem Verkauf der Osterwaren betrauten Kleinhändler anzumelden. Die näheren Bedingungen sind beim Vorstand der israelitischen Gemeinde zu erfahren. Die Verkaufspreise und die pro Kopf zur Verteilung gelangenden Mengen werdei noch festgesetzt und veröffentlicht. Illllli'lllll'l' Stiftung zur Unterstützung hilfsbedürftiger jüdischer junger Leute beiderlei Geschlechts, nach ihrer Schulzeit, behufs ihrer weiteren Ausbildung. * Das Kuratorium wird im Frühjahr dieses Jahres Stipendien vergeben und junge Leute besonders berücksichtigen, die sich dem liandelsberufe widmen. Gesuche sind von Eltern bzw. Vormündern bis zum 26. Februar d. J. an den Schriftführer des Kuratoriums, Herrn Friiz Sondheimer, Frankfurt a. M., Bockenheimerlandstraße 25, zu richten. Den Gesuchen sind beizuffigen und zwar im Original oder in beglaubigter Abschrift: 1. Geburtsschein 2. Abgangszeugnis aus der Schule 3. Gesundheitsattest 4. Leumundszeugnis ß. Referenzen. Frankfurt a. Main, den 24. Januar 1919. Das Kuratorium der Arthur Sondheimer > Stiftung Nathan Sondheimer, Vorsitzender. Berlin W.% den 27. Januar 1919. Friedrichstr. 107/168. Kriegskommission für rituelle Lebensmittel G. m. b. H. gez. Freirich. gez. Bl&nck. Soeben erfdjieuen: Safol» iffa^fttt,?ßrolrtetnc &e§ tttobettten ^ubentnittS ®tc ®otemif ffiridß 601jn~91a!t)an hat bic fraßen: Staatsnation unb eetbft&eftimnningäKdjt ber SSbtter, ffiirtäuolf unb ®aftoolf, @0(ugle6en — Üfationaltuitur aufgerübrt mtb wirb fte nicht fo febnett auä bem (>nteref(eufm$ bet 3'°niften oeifcfjrombcn taffen. 3ur Böfung biefer JJrobtcme bietet ülaijtinä iSucft einen Seinrag, Wie et an (ogiirfjer Jtoniequcn, unb MabifalrtmuS ber gorbe־ rungen in unferer gefaniten l'iievatur nichts feineägteidjen hat St. ift wohl auch ber cnßctpebenfte ©ertreter bei• äuffaffung B0m rein formalen mcitiid) potitifeijen, Weit tu« auf Banb nnb Sprache aufgcbautcit gubentum«, momie er in feßarfem ®egen־ fab ju ben ®evtretern be§ »efenhafcen gubcntumS (nnb 3'0ni«־ muä) fteht, mie namentUd) ju *uber unb Stctab ־ $aam. 3 n h a 11: QtriBege eines naiionaien (jnfUnltS. — ®ie ffijiftens• fraqe bcS moberoen gubenmmS. — icaläfiiita als nationales Zentrum. — ®ie naiioitale SHecStbfragc beS ®alutit■ — 8nf» gaben be§ Unterroegg. — Sie tjcroiitfte ®)׳ifienäform. — ®ie jioniftifchc 3u»erfid)t. — S(a|finS ®ud) ift wobt bie rabifatfte Segrünbung beS formalen politifd). metttiUcn 3i0BiämuS. freiä a«f. 9,-. ^amne 1ttib ^evttfalem Bon ■Ougo ä'crgmauit. Stu8 bem Qn^att: ®töjerer 3ioniSmuS. Urtfcve ©tettimg jnm gebifien (eifennt ben ()oben Äulnwttett beä ftibiiehen an). §alune mtb Qenxfatem (äliräcinanberfe^ung mit BerbpcjeMSti). Sie ®ntroidtung ber jübifaßen aeroegmtg (über ®über), ®ie «oaßte Autonomie (ttott ber fojiaten ®erccbtigfeit Bor unb in 3ion). Sie Heiligung beä 'JiamenS (״®er jjconiSmttS ift unfer Stbbujcb bafcftem'T. — ®teiS ü)it. 3.—. Bott Sch. Wovclit. ®orctitS eigener etil, feine metan^olifch.-Wattljafte ärt, haben feiner ״Sieben ®rotiitu" geeunbe gereonnen nnb beberrfefjen auch biefe brei ®efpräche übet ben jjümiSmuä. — 3'Etl',1eS forgfältig auügefcgttete« ®if^entbänbctjen. — ®reis fteif brof^iect , ' ecb. anr. 2.50. SetterungSpfchlag 10°/o. forto na® SEarif. 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