Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 6 (24.1.1919)
- Date
- 1919-01-24
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 48 J U EPISCH E RUNDSCHAU Nr. א Projekte nusgearbeitet werden, sollte betont werden, daß alle Unterlagen höchst schwankender Natur sind. Natürlich ist auch in diesem Kähmen eine systematische Palastinakumlc möglich und nützlich. Zweitellos ist das Studium des vorhandenen Information!;- matcrials über Palästina die erste Voraussetzung■ für jeden, der dorthin gehen will, wenn man sich die Notwendigkeit späterer Korrekturen immer vor Augen halt. Sehr erwünscht wäre für die Popularisierung der Pnlastinakenninis die Herausgabe kleinerer, handlieber Broschüren, die das bisher gesammelte Material in übersichtlicher Zusammenstellung und in einer dem Verständnis der breiten Masse angepaßten Form und Sprache zur Darstellung brächten. Diese Broschüren müßten natürlich in allen in Frage kommenden Spraeben, vor allem in jüdischer, erscheinen. So sehr unsere Organisationen die Aufgabe haben, in den Kreisen der Zionisten eine viel eingehendere und genauere Kenntnis Palästinas zu verbreiten, als es bisher geschehen ist, ebenso ergibt sich aus dem Gesagten, daß diese Kenntnis nur von allgemeiner Bedctittuig für die zukünftige Besiedlung’ Palästinas durch Juden sein kann, daß jede spezielle Information, also gerade das, was heule immer wieder verlangt wird, entweder unterbleiben muß oder nur mit größter Vorsicht und allem Vorbehalt gegeben werden darf. Kann also die Informierung derjenigen Elemente, die entschlossen sind, nach Palästina zu gehen, heute nur mit allem Vorbehalt betrieben werden, s׳o ist ihre Organisierting allerdings die Forderung der Stunde. Es stehen atigcnblicdich im Osten Massen bereit, deren stärkstes Verlangen ist, sich bald nach Palästina verpflanzen zu können. Daß gegenwärtig von einer Einwanderung nach Palästina überhaupt keine Rede sein kann, daß jede Auswanderung, sowohl die Einzclner wie die von Gruppen, so lange absolut unterbleiben muß, als »licht die Friedeiisvcrhaudlungen das Schicksal und die zukünftige Gestaltung Palästinas eindeutig umschrieben haben, und daß auch dann jede Auswanderung nur erfolgen kann oder darf im Rahmen der ans diesen Festsetzungen sich ergebenden Not- Wendigkeiten und durch die von den jüdischen Behörden geschaffenen Einrichtungen, hat Licht heim in seinem jüngst hier erschienenen Artikel deutlich genug zum Ausdruck gebracht. Jeder, der nach Palästina gehen will, muß sich klar darüber sein oder muß belehrt werden, daß seine privaten Wünsche und Forderungen hinsichtlich des Zeitpunktes seiner Einwanderung nach Palästina sich ebenso in die Notwendigkeiten der Gemcinschaft einzufügen und sieh ihr unterzuordnen haben, wie das mit seinem ganzen Leben in Palästina später der Fall sein wird. Die aber, denen dies zum Bewußtsein geworden ist und die jetzt mit Sehnsucht im Herzen darauf warten, daß sie bald für Palästina verlangt werden, die nicht wissen, was sie zu tun haben und die gern etwas darüber erfahren möchten, oh sie überhaupt und wann sie voraussichtlich für Palästina gebraucht werden und infolgedessen hinübergehen können, denen kann allerdings, scheint mir, schon einiges gesagt werden, Sie sollten auch jetzt schon so zusammengefaßt und vorbereitet werden, daß ihnen die erzwungene Wartezeit nicht wie eine verlorene oder wie eine Vcrlcgcnhcitsausrede der Zionistischen Organisation erscheint, und daß ihnen die vorbereitende Arbeit für Palästina, die sie jetzt bereits leisten können und müssen, schon wie ein Teil ihrer zukünftigen Arbeit in Palästina Vorkommen mag. Natürlich gilt auch das, was in diesem Zusainmcnhang über die Aussichten der einzelnen Berufe in Palästina gesagt wird, ebenfalls durchaus nur mit dem allgemeinen Vorbehalt, der nach dem oben Gesagten für jede Auskunft über Palästina heute erste Bedingung sein sollte. Die Frage, die arn meisten gestellt wird, und die ja auch die eigentliche Frage unserer zionistischen Jugend in Deutschland heute ist, geht dahin: welche Elc• mente können zuerst oder bald in Palästina gebraucht werden, und was muß man tun, um in die Reihen dieser Menschen hineinzukommen? Die landläufige Antwort lautet, daß am meisten zunächst das!andwirtschaftlich vorgebildete Element in Palästina gebraucht wird, und daß ׳daher landwirtschaftliche Ausbildung das beste Mittel sei, um bald nach Palästina kommen und dort festen Fuß fassen zu können. Nun ist es gewiß, daß wir landwirtschaftlich geschulte ■Elemente nur in sehr geringem Maße haben. Was uns zur Vcrfügung stellt, und was heute zur Auswanderung drängt, sind im Osten Massen von Handwerkern, Krämern, Kaufleuten und allenfalls Arbeitern, und in Deutschland eine palästinafrolic Jugend aus einem Milieu, dem alles andere vertrauter ist als die Landwirtschaft. Man kann allerdings annehmen, daß die jüdische Masse des Ostens zu einem großen Teil, insoweit sie nämlich aus• den kleinen Landstädtcheii und Dörfern kommt, dem Acker und seiner •Bebauung bei weitem nicht 80 fremd gegcnüberstelit, wie die Juden der Großstädte. Zu einem Teil betreiben die Juden in den kleinen Proviuzstädten und Dörfern» des Ostens selbst eine, gewohnlich allerdings nur kleine, Landwirtschaft, zum Teil haben sic sonstwie soviel damit oder mit ihren Produkten zu tun und sind durch ihre bäuerliche Umgebung so sehr mit den Bedingungen der Landwirt- Schaft vertraut, daß mau annehmen kann, daß gerade aus diesen Kreisen sich eine keineswegs unbeträchtliche Zahl von Menschen findet, die nicht nur Lust zur Landwirtschaft haben, sondern auch ein gewisses Maß von Kenntnissen dafür mitbringen. Ich glaube, daß Wir. die angelernten Landarbeiter, die wir mit der wachsenden Entwicklung des Landes brauchen, ohne allzu große Schwierigkeiten bekommen werden, insbesondere, wenn diese Zahl nicht größer sein sollte und nur in der lang- Samen Progression angesetzt werden kann, wie uns eben erst Lichtheim in seinem Referat auf dem Dclegiertentag zu beweisen gesucht hat. Viel mehr werden lins Bauern, gelernte Landwirte fehlen. Daß eine gute landwirtschaftliche Erziehung auch .aus der deutschen jüdischen Jugend diesen Berufen Kräfte zufüliren kann, ist gewiß, allzuviel erwarte ich jedoch nicht. Es erhebt sich, die Frage, ob wir imstande sein werden, der großen Masse״ der Juden, die nach Palästina übersiedeln wollen, schon bald Existeu/.inöglichkcitcn im Lande zu gewähren, auch außerhalb jener landwirtschaftlichen Beschäftigung, für die nach übereinstiinmcndcr Meinung nur ein sehr kleiner Teil zunächst geeignet ist mul auch nur gebraucht Wird. Ich glaube, daß wir in, sehr kurzer Zeit erheblich grö- Ik re Mengen von Juden bei Arbeiten niclittomlWirtschaftliehen Charakters verwenden können, als wir außerdem noch als Landarbeiter und Bauern benötigen. Wenn wir in Palästina einigermaßen das Recht bekommen werden, die wirtschaftliche Entwicklung des Landes in die Hand zu nehmen, so kann es keinem Zweifel untcrlicgcn, daß wir sehr bald, wahrscheinlich vom ersten Augenblick an, vor der Notwendigkeit stehen, große öffentliche Arbeiten vorzimdimeii. Es müssen Straßen und Eisenbahnen gebaut und unterhalten werden. Wasseiieitungen müssen gelegt, Terrassierungen vorgenommen werden, Uelicrlatidlciiutigen müssen gebaut, Flußbetten reguliert, Stauanlagen errichtet werden usw. usw. Dazu kommt die Entsteinung der Accker, der Bau von Häu.yrn und Baracken, bald vielleiclrt auch Hafenbauten, jedenfalls bald ein Hafen- und Speditionsbetrieb, kurzum, eine Menge von öffentlichen Arbeiten, für die in erster Linie ungelernte Arbeiter benötigt werden. Diese Arbeiter brauchen im wesentlichen nichts mitzubringen als Gesundheit, Kraft und guten Willen. Man kann wohl ohne in übertriebene Schätzungen zu vcrfallen, anndiuien, daß für solche Arbeiten sofort viele tausende Kräfte verlangt werden, und daß dieser Bedarf mit der fortschreitenden Entwicklung des Laudes sich eher vermehrt als vermindert Nun steht fest, daß gerade für diese schwere, rein körperliche Arbeit der Jude wenig Neigung und 711111 größten Teil auch wenig körperliche Eignung besitzt. Trotzdem ist es den Deutschen gelungen, im Kriege im besetzten Gebiet im Osten mit zum guten Teil ausschließlich jüdischen Arbeitskräften, die dazu großenteils noch aus dein vollkommen unterernährten Proletariat der polnischen Großstädte stammten, viele Hunderte von Kilometer Eisenbahnen und Straßen zu hauen, große Urwälder zu rorlen, riesige Sägewerke, Sch wellen fahriken, Holzvcrkohlnngsniistaltcn, Marmelndenfabriken und dergl. zu betreiben, wie ja auch ein großer Teil des Eiscnbalmbetriebspersonals im besetzten Gebiet im Osten aus diesen jüdischen Arbeitern bestand. Das konnte erreicht werden im Kriege, wo die Arbeiter zum Teil unter geradezu furchtbaren Verhältnissen und zu entsetzlichen Bedingungen für eine Sache arbeiten mußten, die ihnen ganz fremd oder sogar verhaßt war. Natürlich haben die Behörden und Unteriiehmcr, die mit den Leuten zu ^1111 hatten, nicht genug über sic klagen und ihnen nicht genug Schlechtes nachsagen können. Aber letzten Endes sind doch die Eisenbahnen gebaut und betriehen worden, haben die Sägewerke gearbeitet und wurde die Marmelade geliefert. Wenn das im Krieg und in Polen und unter den angedcuteteii schweren Bedingungen möglich war, sollte dasseihe nicht viel leichter möglich seiii, im jüdischen Palästina, unter Bedingungen, die unter dem Gesichtspunkt des Gemeinwohls des 'jüdischen Volkes aufgcstcllt sind und an deren Festsetzung die Arbeiter entscheidend mitzureden haben und zu einem Zweck, der dem geringsten dieser Arbeiter heilig und teuer ist? Allerdings ist eine sorgfältige Auswahl der Arbciter erforderlich in Bezug auf ihre körperliche Eignung. Es können natürlich nur gesunde und kräftige Menscheu für diese Arbeiten gebraucht Verden, übrigens, wenn cs sein muß — was hoffentlich nicht der Fall ist -- auch Mädchen und Frauen. Diese Auswahl allerdings kann nicht streng genug sein. Nicht nur deshalb, weil das Klima Palästinas sowieso besondere physische Anforderungen stellt, und weil der. unterernährte oder eben noch im labilen Gleichgewicht bcbildliche Körper, bei derartiger Arbeit leicht zusammcnbricht und schweren Schaden nimmt, sondern auch deshalb, weil die an und für sich geringe Neigung für schwere körperliche Arbeit, die sowieso erfalmmgsgemäß die jüdischen Arbeiter leicht entmutigt und sic einer ihnen vertrauteren uiuf aussichtsreicher dünkenden Chance, dem Zwischenhandel, in die Arme treibt, am ersten natürlich den körperlich leistungsschwachen Arbeiter veranlaßt, dieser Arbeit den Rücken zu kehreu und sich einem vielleicht unerwünschten Erwerb hiiizugeben. Allerdings wird dieser Erscheinung, die ivir in Polen sehr häufig beobachteten, nicht zum wenigsten durch eine gerechte Entlohnung und Öchandhing des Arbeiters gesteuert werden können. Dazu kommt in Palästina ein sehr wichtiges Moment, niitnlieh der Umstand, daß gerade die hier besprochene körperliche Arbeit eine sehr gute Vorschule für die landwirtschaftliche Arbeit bildet. Was bei der landwirtschaftlichcn Arbeit zunächst am schwersten fällt, ist ja das rein Körperliche am ihr, die Gewöhnung des Körpers an starke Anspannung und einförmige Arbeit. Das in den öffentlichen Arbeiten körperlich geschulte Arbcitcrelement wird daher eine ausgezeichnete Grundläge eines neuen Landarbeiterstandes in Palästina abgcben. Die Möglichkeit aber, auf diesem! Wege allmäh• lieh zu einem׳ kleinen Häusler oder Bauern zu werden, wird das beste Korrektiv gegen überkommene unsoziale | Neigungen und 'den stärksten Antrieb bilden, der Arbeit I. freu zu bleiben, Daß wir daneben, um den Zwischen- 1• und Kettenhandel mit Gegenständen des täglichen Bc f (larfs in Palästina zu vermeiden und die Neigung des I Juden, in ihn tibcr/.iigehen, zu bekämpfen, zu sehr 1 eingreifenden sozialen Maßnahmen kommen müssen - 1 WfilH'i wichtiger vielleicht noch als die Nationafcie- I rung der Produkt km die des lehensnotwendigen Kon I sums sein wird — ist selbstverständlich. i! Bei der Auswahl muß natürlich insbesondere in der |j! ersten Zeit, auch der Familienstand des Betreffenden eine I j Rolle spielen. Am meisten geeignet sind zunächst un- I! abhängige junge Menschen oder solche Familien, bei I , denen sämtliche Mitglieder oder wenigstens ihr größerer | Teil arbeitsfähig ist. Andererseits brauchen diese Ar L Ixitcrkolonneii nicht wenig Frauen für ehe Besorgung | der Küche, die Reinigung der Untcrkunftsrüumc, die | Wäsche usw. , Jedenfalls glaube ich, daß wir für absehbare Zeit jeden körperlich geeigneten Menschen, der bereit ist, derartige grobe Arbeiten zu vcnichtcn, in Palästina gebrauchen können — und das ist eine keineswegs J kleine Zahl. | Ein nicht unbeträchtliches Element unter den Aus-! j ivaiiderungshistigen bilden die Handwerker. Wir werden wahrscheinlich diejenigen Handwerke, in denen die Juden verhältnismäßig schwach vertreten sind, sofort sehr gut in, Palästina gebrauchen können, d. h. Schlosser, Tischler, Schreiner, Schmiede, Bauhandwerker, auch wohl Bäcker usw., viel weniger dagegen die Handwerke der Bckleidungsbranclicn, zu denen die Juden einen sehr starkeil Prozentsatz stellen, d. h. Schuster, Schneider, Müt־zcn maclier usw. Das heißt, der Bedarf an diesen Hand- , Werkern wird im Gegensatz zu der vorigen Kategorie kleiner sein als das voraussichtlich sehr starke An gebot. Hier könnte nur die Schaffung einer große# Textil- und Konfektionsindustrie helfen, natürlich unter Bedingungen, die mit der sozialen Wohlfahrt des Lau lies im Einklang stehen. Daß Katiflcute in Palästina nötig sein umi ein reiches Tätigkeitsfeld haben werden, obliegt keinem Zweitel. Was vermieden werden muß, ist nicht der Handel an und für sieh, sondern der unproduktive Handei, der Zwischen-, Ketten- und Schleichhandel, der j ausschließlich privaten Erwerbszwecken dienende Handel mit Gegenständen des täglichen Bedarfs, sowie jede Form des Handels, die den Inicressen der Al'gemeinheit zuwider• läuft. Innerhalb dieses Rahmens aber bietet sich dem f soliden Kaufmann in Palästina voraussichtlich oder hoff fentlich ein reiches Fehl der Tätigkeit. Die Masse derjenigen Einwanderer aber, die nichts verstehen als den Handel oder den Kleinhandel, und die zu kör• perlichcr Arbeit unfähig oder unwillig sind, wird die geringsten Möglichkeiten in Palästina haben. Indem wir von den Kaufleuten sprechen, sind wir 1 bei den Berufen angclangt, die speziell für die deutschen j Juden Bedeutung hinsichtlich Palästinas haben. Ich glaube nach wie vor nicht daran, daß vir aus Deutschland jüdische Landarbeiter oder Bauern in größerer Zahl bekommen werden, dagegen glaube ich, (laß unsere jungen zinmstisehen Kauflcutc bei entsprechender Vorbildung sich! recht gut '.׳mich in ihnen vertrauteren Bereifen, als es f der landwirtschaftliche ist, in Palästina betätigen können. Wir brauchen außer Kaufleuten eine gewisse Zahl orga- I nisatoriscli befähigter und geschulter Mitarbeiter für 1 alle möglichen sozialen Arbeiten: in den Aus► und Eini waiideriingsbtiros, als Leiter der Transporte, als Auf- ] scher bei den Arbeiten usw. itsw. Die Eignung für 5 derartige Stellungen ist in erster Linie bedingt durch die Fälligkeit, mit ostjiidischcn Menschen umzugehen. Es darf niemals vergessen werden, daß Palästina der Herkunft seiner Einwohner nach in erster Linie ein üsljtidenlaiid sein wird. Gerade für die deutschen;; Zionisten wird die Möglichkeit, sich in Palästina ein-; zulebcn und fruchtbar dort zu wirken, am meisten ab f hängen von der Art, wie sie es verstehen, sich zu den ostjüdischen Massenmenschen zu stellen. Darum j sollten die jungen deutschen Zionisten, die sich für j Palästina vorlxrciten wollen, durchaus darauf bedacht j sein, in engsten Kontakt mit Ostjuden zu kommen, und! zwar vor allem mit ostjiidischcn Proletariern, deren es j jetzt eine ganze Anzahl in einzelnen deutschen Groß-; städten gibt. Mit ihnen vertraut zu werden, ihre Sprache, | ihre Gewohnheiten, iiire Anschauungen kennen zu lernen 1! und in sicli aufzuiiehmen, ist vielleicht der wichtigste, { jedenfalls der lebendigste Teil der Vorbereitung für : Palästina, die wir uns geben können. Abgesehen aber fl davon sollten natürlich auf die jungen Kauflcutc eine! I ״Berufsumschichtung“ in dem Sinne mit sich vornehme», j | daß sie suchen, aus Branchen, die für Palästina nicht j| oder wenig Bedeutung haben, in solche zu kommen, 11 die für das Land wichtiger sind. Es kann nicht genug! j betont werden, wie wenig die Gesinnung allein genügt und wie notwendig Kenntnisse sind. Eben jetzt, j j wo infolge des Krieges so viele Kauflcutc ihre alten Stellungen verloren haben, und gezwungen sind, sich. I neue zu suchen, könnte eine solche Umschichtung recht I leicht betrieben werden. Hier liegt ein großes, viel- | versprechendes Arbeitsfeld für den Herzl Bund z. ß. j Die Assimilation an die Menschen ist besonders j wichtig auch für die freien Berufe und Akademiker, die j aus Deutschland nach Palästina gehen wollen. In erster Linien, scheint mir, für die Acrzte. Ich glaube, daß mit der j wachsenden Einwanderung ein recht großer Bedarf an gu-; j ten Acrzten, insbesondere auch an Spezialärzte», in! j Palästina sein, wirei. Was wir aber ganz gewiß brauchen j 1 werden, sind beamtete Acrzte״, Krankenkassenärzte, und j ( zwar für Krankenkassen, derer» Mitglieder hauptsächj j