Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 4 (17.1.1919)
- Date
- 1919-01-17
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 36 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 4 Nr. ו!M Rosenbaum gegen die Forderung des Vorredners, eine besondere jüdische Weltorganisation zu schaffen, und meinte, das Zionistische Aktions-Gomitee müsse die Initiative zur Einberufung eines jüdischen Weltkongrosses ergreifen. Hierauf sprachen noch Dr. W i - g o d s k y und Dr. Gutmann - ßialystock. Die letzte Sitzung am 8. Dez., abends, wurde mit lokalen Organisationsfragen ausgefüllt. Unter großem Beifall wurde beschlossen, daß die o f f i - z i e 11 e Sprache der Zionistischen Organisation in Litauen Hebräisch ist, wobei auch Jidisch benutzt werden darf. In das Zentralkomitee für Litauen wurden gewählt: L. J a f f e (Vorsitzender), Dr. B e r - ger, Dr. Regensburg, Herr Sehenjuk, R u d - nicki, Syrkin, Antowill; Holdak, Munds c h i k und R a w i t s c h - Bialystock; N. B a ß - Grodno, Dr. Robinsohn, Dr. F r i e dma n n -Suwalki, Dr. Berger-Wilna. (R.-A. S. Roseubaum ist als Mitgtied des Aktionskomitees zugleich auch Mitglied des Zentralkomitees für Litauen.) Nach begeisterten Schlußreden von R.-A. Rosenbaum und Dr. Jaf f <5 wurde die Konferenz unter Hatikwahgesang geschlossen. Wilna in Händen der B .lscliewiki Wir erfüllten folgenden Bericht: Am 5. Januar, abends 9 Uhr, sind nach kurzem Feuergefecht mit polnischen freiwilligen Truppen die Bolschewik) in Wilna eingerückt und haben von der Stadt Besitz ergriffen. Das Leben in Wilna geht seinen Gang weiter. Die jüdischen Schulen sind g e - öffnet, ebenso alle L ä d e n , Kaffeehäuser usw׳., auch die Zeitungen erscheinen. Versammlungen dürfen dagegen nicht stattfinden. Die Preise sind ungeheuer hoch, weil die BolschewiJd alle Waren beschlagnahincn, aber das Geld nicht dem Händler geben, Sondern es bei einer Bank deponieren, von der monatlieh eine bestimmte Summe abgehoben werden kann. Die Folge ist natürlich eine völlige Unterbindung des Handels. Der größte Teil der Bevölkerung wird allerdings von den beschlagnahmten Vorräten ernährt. Der Kampf der Bolschewiki gegen die jüdisch-nationale Bewegung in Rußland Aus Rußland erhalten wir folgenden Bericht: Das jüdische Kommissariat in der Räteregierung hat vom Beginn seines Bestehens, den Kampf gegen die jüdisch-nationale B e w c - gung und ihre Organe als eins seiner wichtigsten Ziele betrachtet. Die Einberufung des Kongresses wurde verhindert, die großen jüdischen, kulturellen und national-politisehen Gesellschaften wurden unter Kontrolle gestellt, alle jüdischen und russisch-jüdischen Preßorgane wurden verboten. Vor kurzem fand eine Konfere-nz aller bolschewistischer und kommunistischer ״jüdischer Kommissare“ statt, an der zirka 60 Personen teilnahmen, darunter eine Anzahl Bundisten und vVereinigte“, die sich jetzt den Bolschewisten angeschlossen haben. Die Konferenz beschloß, die jüdischen Gemeinden als Nester der Konterrevolution zuschließen, dieMitgliederderGemeinde Verwaltungen auseinanderzu jagen und den gesamten Gemeindeapparat zu bolschewistischen Zwecken zu verwenden, ln der Provinz hat man bereits bf'gonnen, diese Beschlüsse zu verwirklichen. In Petersbürg entsandte der jüdische Kommissar einen Vertreter an die Gemeindeverwaltung, der ihre Tätigkeit zu überwachen iiax. hi M o s k a u hat der Kommissar D i - njend st e ja ,,vorläufig“ versprochen, von Maßregeln gegen die Gemeinde abzusehen. Die Lage der neuen Gemeinden ist aber auch ohnedies eine sehr traurige, da die reichen Mitglieder fast alle ihre Wohnorte verlassen hab׳*n und die zuruckgeblicbene arme Bevölkerung nicht in der Lage ist, bei der gegenwärtigen Teuerung die nötigen Kosten zur Deckung der elementarsten Bedürfnisse, aufzubringen. Die Verfolgungen des Kommissariates erschweren auch die an und für sich schon stark bedrohte Lage der neuen, auf demokratischen Grundlagen aufgebauten Gemeinden. Jetzt beschäftigt sich das Kommissariat mit dem Projekt der Auflösung des Rabbi nats. Eine besondere Aufmerksamkeit widmen die Bolschewiki den ‘Zionisten. Einer der bolschewistisehen Führer, Lissewsky, selbst Jude, erklärte neulich i.11 einer Versammlung־ in Petersburg, die Feinde des Bolschewismus seien diev,Schwarze Humdert“, die linken Sozialrevolutionäre und die Z i öl־*׳ nisten. All ihnen gilt der Kampf der Regierung. An Stelle des eingestellten ״R a s s w j e t s“ wurde den Zionisten jetzt gestattet, eint Ohronika J e w- Feiskoy Jisni“ herauszugeben, die aber bloß Mitteilungen aus dem jüdischen Leben in Rußland und Palästina, ohne Aufsätze und Leitartikel, bringen darf. Von der jüdisch-ukrainischen Delegation zum Friedenskongreß Uns wird geschrieben: * Die Mitgliederder Frieden sdelegation, die vom Vorparlament gewählt worden sind, haben bereits einige Sitzungen abgehalten. Zum Vorsitzenden der Delegation wurde M. M. U ss i s c h k i n gewählt, zum Sekretär M. N. Kr ei n in. Die Delegation gedenkt, sich offiziell an die diplomatischen Vertreter der Großmächte zu wenden und sie über die Aufgaben der Delegation und die Forderungen des jüdischen Volkes an den Friedenskongreß aufklären. Die Mitglieder der Delegation, M. N. Kr eimin, O. O. Grusenberg־ und Rabbiner Ah- Fon so Inn, erteilten dtm Berichterstatter der zionistischen Wochenschrift ״Das Jüdische Volk“ in Kiew eingehende Informationen über die bevorstehenden Arbeiten der Delegation. ״Was Palästina betrifft“ — erklärte O. O. Grusenberg — ״stehe ich gänzlich auf dem Standpunkt der Zionisten, und ich meine, daß die Palästina frage den Hauptpunkt unserer Tätigkeit bilden wird. Da die Zeit zu knapp ist, darf die Delegation nicht warten, bis die anderen Teile des Judentums entsprechende Delegationen gewählt haben. Sie muß ihre Tätigkeit beginnen, und gleichzeitig an alle andere Organe des nationalen Judentums sich mit der Aufforderung wenden, entsprechende Delegationen zu wählen, die ihre Tätigkeit dann koordinieren müssen.“ Ueber die Organisierung der jüdischen Vertretung sprach eingehender M. N. K r e i n i!1. Die gewählte Delegation könne sich wohl nur als Vertreterin des ukrainischen Judentums betrachten. Aehnliche Delegationen müßten auch in den anderen Teilen des ehernaligen Rußlands, sowie in den übrigen Ländern geschaffen werden. Die Initiative zur Wahl der Delegatiori in Großrußland solle die zentrale Verwaltung der Gemeinden übernehmen. Die Mitglieder sämtlieher Delegationen aller Länder müßten dann eine Beratufig abhalten, in der aus ihrer Mitte eine Vertretung von einigen Personen, die sich an die Friedensdelcgation beteiligen, gewählt werden müsse. Alle anderen Mitglieder der Delegationen müßten ein permanentes Organ bilden, das der Vertretung zur Seite stehe. Die Delegation werde die Aufgabe haben, für die beiden Forderungen, die der bürgerlichen und nationalen Gleich!- berechtigung, und die der nationalen Heimstätte in Palästina, gleichmäßig einzutreten. Es sei zu hoffen, daß auch in anderen Ländern dieselben Forderungen erhoben würden. Bedauerlich scheine es, daß das Judentum einiger Länder Westeuropas, das sich bereits die Palästinaforderung zu eigen gemacht habe, nicht den Gedanken der national-politischen Rechte in den Ländern der Diaspora aufgenommen habe. Im selben Sinne äußerte sich auch Rabbiner Ahronsohn. Bekanntlich beteiligten sich! der ״Bund“ und die ״Vereinigten S.o / i a 1 i st e 11“ nicht an derWahl der Delegation und erklärten, sie würden einen anderen Weg zum Friedenskongreß finden, wo sie gegen die Forderungen der Delegation auftreten würden. O. O. Grusenberg erklärte: ״Wir haben kein Recht, sie in ihren Schritten zu stören. Erstens haben wir die politischen Meinungen unserer Gegner zu achten, zweiteils ist die jüdische Lösung ■des Palästinaproblems so gesund und fruchtbar, daß man keine Augst vor Angriffen m haben braucht“. Kr einin jedoch sprach sich schroff gegen die separaten Vertretungen aus. und bemerkte: ״Für mich ist es klar, daß die sozialistischen Parteien getrennt auftreten werden. Dann dürfen sie aber nur in ihrem, und nicht im Namen des gesamten Volkes sprechen. Ein viel größeres Verbrechen wird es aber sein, wenn andere, nicht sozialistische jüdische Parteien separat aufzutreten versuchen. Sollte es nicht gelingen, einen jüdischen Weltkongreß vor dem! Friedenskongreß einzuberufen, so muß er bald nach dem Friedenskongreß zustande kommen, da die Durchführung und Befestigung der errungenen Rechte nicht weniger wichtig, und sicherlich nicht weniger leicht, wie die Erlangung dieser Rechte selbst ist.“ Vom Jüdischen Volksrat In Posen Der Ausschuß des Jüdischen Volksrats in Posen versendet an die Vorstände der Synagogen-Gemeinden der Provinz Posen den folgenden Aufruf: ״Die Umgestaltung der letzten Wochen, die im übrigen Deutschland einen parteipolitischen Charakter trägt, hat in unserer Provinz fast ausschließlich die Gegensatze der Nationalitäten hervorgekehrt. Die Juden durften sich, wollten sie nicht zerrieben werden, in diesem Nationalitätenkampfe nicht auf die eine oder andere Seite stellen, mußten vielmehr die Sorge für ihre eigenen Angelegenheiten, ihre Freiheit, Sicherheit und Rechte selbst in die Hand nehmen. In dieser Erkenntnis haben wir den Jüdischen V o 1 k s r a t gegründet, der von einheitlicher Stelle aus zur Wahrung der persönlichen und nationalen Rechte der Juden in Stadt und Provinz Posen berufen ist. Der Jüdische Volksrat hat in diesem Bestreben die Billigung weitester Kreise der Posener Judenschaft gefunden. Viele Vereine, Organisationen und auswärtige Synagogengemeinden sind uns bereits korporativ beigetreten. Der Jüdische Volksrat ist bei den alten und neuen Behörden als Vertreter der Judenschaft anerkannt. So ist sein Vertreter neben Mitgliedern des deutsehen Volksrats und des polnischen Volksrats in den Beirat des Arbeiter- und Soldaten-Rates berufen worden. Zu den Beratungen von Ausschüssen bei der Regierung, dem Magistrat, dem Polizeipräsidium werden wir hinzugezogen. In der allgemeinen Bürgerwehr bilden wir neben der polnischen und deutschen eine eigene jüdische Gruppe, die mit den anderen Gruppen gemeinsam den Dienst versieht. Zu dem deutschen Volksrat und dem polnischen Volksrat stehen wir in guten Beziehungen. Um die Hebung der wirtschaftlichen Lage der Juden sind wir dauernd bemüht. Auf unsere Veranlassung ist in Verbindung mit den auf diesem Gebiete bereits arbeitenden Organisationen ein jüdisches Arbeitsamt in der Entstehung begriffen. Es ist im Interesse der allgemeinen und gleichmäßigen Wahrung der jüdischen Rechte in der Provinz dringend geboten, daß unser Vorgehen, das auf allen Seiten Anerkennung gefunden hat, auch an anderen Orten ni-cht nur gebilligt, sondern auch nachgeahmt wird. Wir empfehlen deshalb dringend, in Gemeinden, in denen die örtlichen Verhältnisse dies zulassen, die Gründung eigener Jüdischer Volksräte. Wo dies nicht tunlich sein sollte, ersuchen wir wenigstens um korporativen Anschluß an unsere Organisation, damit wir durch ständige Fühlung ein gemeinsames Vorgehen ver■ einbaren können. Die jüdischen Volksräte, die sich bereits in der Provinz gebildet haben, ersuchen wir um Berichte übe! ihre Zusammensetzung, ihre Vorstände, ihre Arbeit»- pläne und bisherige Tätigkeit. Wir werden uns in den nächsten Wochen erlauben, zu einer gemeinsamen Tagung nach Posen einzuladen.“ ״Große öffentliche antizionistische Kundgebung“ Für Sonntag, den 12. Jan., hatte der ״Jüdisch- Liberale Jugendverein Berlin“ zu einer großen öffentlichen, antizioni sti sehen Kundgebung mit den! Thema: ״Wir und Nat i o n a 1 j ude 11“ eingeladen. Diese Versammlung wurde in letzter Stunde abgesagt, so daß bereits zahlreiche Besucher erschienen waren, Einige anwesende Zionisten mieteten daher den Saal und veranstalteten eine Aussprache, in der man grundlegende jüdische Fragen behandelte, und die sich schließlich zu einer großen Kundgebung für den Zionismus gestaltete. In einer Eröffnungsansprache führte R.-A. Dr. Klee zunächst aus, weshalb der von liberaler Seite vorgeschlagene Boykott nicht am Platze wäre, da doch eine freundschaftliche Aussprache nur zur Klärung der Ansichten beitragen könne. Dann sprach der Redner über das Wesen des Nationaljudentums und zeigte, daß der jüdische Nationalismus in keine Parallele zu dem Nationalismus anderer Völker zu stellen sei. Die Juden bilden einen durch gemeinsame Vergangenheit und gemeinsame Gegenwart geschlossenen Menschenkreis, der mit seinen gemeinsamen, großen Aufgaben den Oedanken an eine gemeinsamc, lebendige Zukunft immer verbünden habe und verbinde. Demnach sei die jüdische Gemeinschaft in der Welt ein einheitlicher Cdrganismus, den man nun als Volk oder Nation oder sonstwie bezeichnen könne. Herr Dr. Klee wies hier auf das Beispiel der deutschen Ostinarken hin, in den heute zirka 20000 Juden vor der staatlichen Zuteilung zu Polen stünden. Für die überwiegende Mehrheit der Judenheit gebe es keine andere als nationale Zugehörigkeit, zu der sich alle diejenigen bekennen, in denen das jüdische Ideal, das, was in unserem Schrifttum mit Gemeinbürgschaft bezeichnet ist, wach geblieben sei. Der Redner setzte sich sodann mit dem Missionsgedanken des jüdischen Liberalismus auseinander und wies nach, daß die jüdische geistige Produktivität verschüttet sei, seitdem das jüdische Volk in der Diaspora lebe. Es sei daher notwendig, es wieder in eine natürliche Lage zu versetzen, damit es auf heimatlichem Boden durch ein gemeinsames jüdisches Volksleben sich einen, neuen Kulturkreis schaffe. Der Redner behandelte hierauf das Verhältnis des nationaljüdischen Gedankens zu der Zugehörigkeit zum Deutschturn und zeigte, daß man, sehr wohl als Angehöriger des deutschen Staates am deutschen Kulturleben teilnehmen könne, ohne sich von seiner jüdischen Blutsgemeinschaft zu entfernen. Daher heiße heute die Forderung an die jüdische Jugend, die die Erhaltung der jüdischen Gemeinschaft wolle: ״Zurück zum Judentum.“ Den mit reichem Beifall aufgenommenen Ausführungen des Redners folgte eine Diskussion, in der zunächst Herr Rabbiner Dr. Finck, von orthodoxer Seite, gegenüber dein liberalen Standpunkt, die Einheit des Judentums, betonte. Aus den Reihen der Liberalen sprachen die Herren Woida, Hirschfeld und Berger. Adolf Reifenberg sprach im Namen des von Herrn Berger angegriffenen BI a u - W e i ß. Für den ■nationalen Gedanken traten die Herren Dr. Lelewer und Nahum Gold mann ein. Man beschloß schließlich, diese Aussprache bald fortzusetzen und vertagte die Versammlung. nicht sondeJ jnhaltc Leider danke! europi dern 1 das jt viertai könne! dische Juden Masse sondei überal sehr nehme leben. Kongr den £ Welt, wies ßewej seine bedeu staltur man v jedoch N fall fo fest, Versal lung Jugeu hatten dem vom r zu de gab. die 1 antwo geren trat. drückt herzlic sprach zionis: die b angen Kongi unter nahm. über ' & meine 1919 glaub ist, u knüpf mit zu Neugi L tung Fortsetzung der Kongreßversammlung vom 28. Dezember 1918 Der ״Vorläufige Ausschuß zur Vorbereit ung eines jüdischen Kongresses in Deutschland“ veranstaltete am 1. Januar im Lehrer^ vereinshaus eine Demonstationsversammlung für den Kongreßgedanken, zu der ein äußerst zahlreiches Publikum erschienen war. Der Vorsitzende, Herr R.-A. Grone mann teilte zunächst mit, daß die Ver- Sammlung eine Fortsetzung der am 28. Dezember 1918 im ״Rheingold“ abgehaltenen Veranstaltung sei. Sodann hielt Herr Rieh. Lichtheim über den Jüdischen Volksgedanken und die Notwendigkeit eines Kongresses in Deutschland ein Referat, in dem er zuerst darauf hinwies, daß das Ziel des Zionismus, die Schaffung einer nationalen Heimstätte in Palästina, jetzt Wirklichkeit werde. Er erinnerte an die Erklärung der englischen Regier ung im November 1917 und berichtete von > der Errichtung des offiziellen Zionistischen Büros zur Friedenskonferenz in Paris. An dieser schnellen, und trotz aller logischen Einw ände siegreichen Verwirklichung der zionistischen Idee solle man endlieh erkennen, eine wie ungeheure Kraft die ״Idee“ in der Geschichte darstelle. Die Sammlung eines seit 2000 Jahren über die Erde zerstreuten Volkes sei ein so wunderbarer Vorgang, daß man seine Ursachen nicht in wirtschaftlichen Dingen, sondern im Wiedererwachen des jüdischen Nationalbewußtseins suchen müsse, dessen Gleichzeitigkeit in allen Diasporaländem einen durchaus organischen Zusammenhang darstelle. Daß viele deutsche Juden sich jetzt zu dem Palästinagedanken bekennen, geschehe unter dem Druck des Zionismus. Wie der Brief des Geh. J.-R. Fuchs, des Vorstandes des ״Zentralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“, an den Delegiertentag beweise, lehnen ’die liberalen Kreise den Volksgedanken nicht mehr grundsätzlich ab, sondern erkennen ihn, als für die Massen des Ostens gültig, an. Zweifellos seien die Westjuden stark assimiliert, deswegen aber hören sie doch nicht auf, ein Volk zu sein, allerdings so s« einsti! herrs« die I Juder Verm wirk! Frau« haber keine raten walth sein I derlk Der die I Eins« fasse Steu« 1 hat . viel was gege Ams1 verst Rabt hung Phik rate! zähl! jenei gen, habe und ihrci nied! ist unte mac