Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIV (1919)
- Issue
- Heft 2 (10.1.1919)
- Date
- 1919-01-10
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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beite lt» J U E DI SC H E RUNDSCHAU Nr. Nr. XV. Delegiertentag der Zionistischen Vereinigung für Deutschland Schlußwort Lichtheims Ich kann meine* Aufgabe als Referent wohl im allgemeinen als gelöst betrachten, denn an mein Re ferat hat sich eine ausführliche Debatte über die Haupt* fragen der Kolonisation geknüpft. Ich müßte stiuidcnlang sprechen, wenn ich wiederum auf all das eingehen wollte, was in der Debatte gesagt wurde, und will mich deshalb auf einige Hauptpunkte beschränken. Die Einwände, welche gegen die Nationalisierung des Bodens vorgebraeht wurden, sind mir vollkommen verständlich. Ich will auf Einzelheiten nicht eingehen, muß aber sagen, daß ich trotz all dieser Einwände keinen besseren Weg sehe, um Bodenspekula* tioneii und Bildung von Großgrundbesitz zu verhindern, als eben die Nationalisierung. Ich glaube, daß diese Idee, daß Palästina nicht Einzelnen, sondern dem gan* zen Volke gehören soll, an sich so groß und Inden tungsvol! ist, daß wir sie fcsthalten sollten. Dieser Gedanke soll gleichsam als ein Panier vor den Toren Palästinas aufgepflanzt werden, und ein jeder, der nach Palästina geht, soll daran erkennen, daß hier der Boden* wucher für immer ausgeschlossen sein soll. Wenn ich in dieser Frage einen radikalen Stand punkt einnehme, so bin ich andererseits kein Sozia*!ist und werde nie einer sein. Meine Gegnerschaft gegen den Sozialismus beruht nicht darauf, daß ich irgend welche kapitalistischen Klasseninteressen vertiefe oder daß ich die Schäden des Kapitalismus nicht begreife, meine Gegnerschaft richtet sich gegen die inaterialistische Geschichtsauffassung. Ich glaube nicht, daß materielle Dinge im Leben der Völker die allein ausschlaggebende Rolle spielen, wie es die materia listische Cieschichtsaufiassung will, und ich glaube, daß gerade in der jüdischen Geschichte mehr von dem (leist mul der Gesinnung zu finden ist, die wir zur Umformung der Welt brauchen, als in all den mo derneu Lehrineinungen, die der Sozialismus in den letzteil Jahrzehnten in Europa hervorgebracht hat. In diesem Punkte stellt meine Anschauung der des M i s * rachi näher als der irgend einer anderen Gruppe. Ich glaube, daß in der jüdischen Geschichte jener Geist der Gerechtigkeit, von dem heute allzu viel und allzu laut die Rede ist, in höherem ,Maße verwirklicht wor den ist, als bei irgend einem anderen Volk, und daß ' dieser Geist bei uns noch lebt. Was Herr ü o 1 d in a 1111 Herr Strauß gesagt haben, mit meiner Grundajischauung. zJalistmus in dem Sinne, in Europa versteht. Es ist ein Grundfehler unserer!).•bat ten, daß das Streben nach sozialer Gerechtigkeit mit bestimmten modernen sozialistischen Theorien verknüpft wird, die man ohne Rücksicht auf die wirklichen Verhältnissc Palästinas dorthin verpflanzen will. Herr Berger hat gefragt: Was ist Sozialismus? und hat darauf geantwortet: Sozialismus ist Einordnung in die Gesamtheit und höchste Produktivität, ln diesem Sinne sind wir alle Sozialisten, aber das ist eben gar nicht Sozialismus. 111 Europa versteht man darunter die Vergesellschaftung der Produktionsmittel, und es ist zwecklos, hierüber zu sprechen, da es in Palästina noch gar nichts gibt, was man vergeselischafteil könnte. Sehr bedauerlich schienen mir die Ausführungen des Herrn .4 r 1 0 s o r o f f. Solche Ausführungen setzen das Niveau der!Debatte herab. Wir müssen ehrlich und mit aller Kraft daran arbeiten, unser Streben nach einer gerechten Ordnung in der Praxis zu verwirkli eben, und ich bin in diesem Punkte, z. B. was die! Na* tionalisierung dos Bodens tm1׳ die Behandlung der Arbeiterfrage betrifft, doch gewiß sehr weit gegangen. Wenn dann Herr Arlosoroff kommt und von ״Reform- und Herr Berger und berührt sich in manchem Das ist aber nicht Sodem man ihn heute in eben“ redet, die Methode, lösen können, sprechen, der Ich hi 11 mit wenn sie es Uebertragung diesen waren (1׳ Nie beteilig! sucht? Sie 1 gicrung auf d 1111, laben ihren Herren! was und die Macht der auszuspielen. Ihre so ist das meiner Meinung nach nicht mit der wir unsere sozialen Probleme All denen, die von dem neuen Geist in Palästina herrschen soll, sage ich: 1111c 11 und werde mit ihnen sein, selbst nicht ziigebt'ii wollen, aber gegen die von Theorien nach Palästina, die von dem Imlustriesozialismus Europas oder vom Agrarkommunismus Rußlands abgeleitet sind, dagegen wehre ich mich im Namen der Verwirklichung des Zionismus. Soviel über den Sozialismus. Was die Orthodoxie betrifft, so würde es mir leid tun, wenn irgend jemand sich durch meine Ausführungen verletzt gefühlt hat. Den Herren vorn M 1 s r a c h i möchte ich' aber eines sagen: Wenn alle 'Orthodoxen so wären wie die Mis* rachisten, so brauchten wir von der Orthodoxie gar nicht zu reden, sondern wir würden uns st;11r leicht über alles verständigen. Leider denken nicht alle Ortho• doxen so, und wir haben auch mit anderen Einflüssen zu rechnen. Auf diesem Gebiet liegen praktische Er fahrungeri vor. Sic wissen, daß vor einigen Monaten in Konstantiiiopel Verhandlungen geführt ‘wurden. An von der Frankfurter Orthohaben sie zu erreichen veralles getan, um die türkische Reorthodoxen Standpunkt fcstzulegcn Regierung im Sinne der Orthodoxie -ordenmg gipfelte in dem Verlange״, daß die oberste jüdische Instanz in Palästina ein Großrahbinat sein solle, dem nicht mir die religiöse, sondern ntic'i die weltliche Rechtsprechung um terstellt werden sollte. Gegen sGche Tendenzen miis- Sen wir!׳ns wehren. Nun zur Frage der Einwanderuiigs/iIfern. Ich hin selbstverständlich gegen jedes Verbot der Einwan derung tmd glaube, daß es für unser aller Gefühl unerträglich wäre, wenn durch äußere Machtmittel die Einwanderung behindert würde. Aber gerade deshalb ist es unsere Pflicht, unser Volk über die wirklichen Möglichkeiten aufzuklären. Wir müssen den Juden überall sagen, wie es mit Palästina steht, und dürfen keine falschen Hoffnungen erwecken. Tun wir das nicht, so versäumen wir unsere Pflicht. Wie steht es denn nun mit meinen Zahlen? Im Laufe der Debatte ist der Gesichtspunkt, den ich aufgestellt habe, verschoben worden. Ich habe ein gro- Bes Kolonisationsprogramm aufgcstellt, aber durch die Ausführungen von einigen der Diskussionsredner' hat es im Laufe der Zeit den Anschein gewonnen, als ob ich die Möglichkeiten der Kolonisation hcrabgesetzt hätte. Das ist ganz falsch. Der Optimist in dieser Versammlung bin ich! Ich habe Ihnen gesagt, daß nach meinen Zahlen innerhalb 30 Jahren 1V-׳ Millionen Menschen in Palästina ansässig gemacht werden können, und daß, wenn wir dieses große Kokmisätionsprogramm durchführen, dennoch in den ersten Jahren jährlich nur ungefähr 20000 Menschen im Durchschnitt eiuzuwandern brauchen. Selbst bei dieser Einwande rung, die viele von Ihnen für zu klein halten, würden wir, wenn sie sich in den nächsten Jahrzehnten niei ner Aufstellung entsprechend steigert, in ein bis zwei Generationen das Ziel erreicht haben, 3 Ms 4 Millionen Juden in Palästina zu sehen. Einer der Diskussionsredner hat behauptet, mein Programm unterschiede sich nicht wesentlich von dem, was wir schon früher in Palästina getan haben. Wie war es denn aber unter der türkischen Herrschaft? Damals betrug der jährliche Einwanderungsüberschuß etwa 2000 Seelen. Wenn wir also von 20 000 jährlich sprechen, so ist das eine Steigerung auf das Zehn■ fache, und wir müssen doch erst abwarten, ob unter der englischen Herrschaft mehr als die zehnfache Zahl einwandern kann als unter der türkischen. Herr Bart h meinte, auf diese Weist: bekamen wir keine Majorität. Das ist nicht richtig, sondern in wenigen Jahrzehnten werden wir viel mehr als die Majorität haben. Es wurde eingewandt, daß wir mit einer Einwanderung anderer Elemente rechnen müßten. Aber wenn wir wirklich bedeutende Rechte als jüdisehe Gemeinschaft bekommen, so wird es unsere erste Aufgabe sein, möglichst viel Boden in unsere Hand zu bekommen, und dadurch werden wir einen starken Druck auf die Regelung der Einwanderung in unserem Sinne ausüben können. Im übrigen sehe ich nicht, welche Elemente in so übergroßer Zahl nach Palästina einwandern könnten, daß es ihnen gelingen sollte, uns den Rang streitig zu machen. Wie kann man von einem Programm, wie ich es aufstelle, behaupteil, daß dies eine ,.Eintröpfelung‘׳ von juden nach Palästina sei? Wenn manche Herren der Meinung sind, daß die möglichst rasche, die sofortige Schaffung einer Majorität von so großer Bedeutung ist, so stehe ich auf dem Standpunkt des Herrn Dr. A 11 e r b a c h , daß Qualität für uns in Palästina mehr als Quantität bedeutet. Schon 200 000 Juden in Palästina wären, wie die Dinge heute liegen, eine Garantie dafür, daß das Land jüdisch wird. Das andere Argument des Herrn Professor Löwe ist ebenfalls sehr wichtig. Lassen Sie nicht zu, daß zehntai!sende oder hunderttausende von Menschen ungewariit nach Palästina fahren, die dann wieder zurüukkehren müßten, voll Erbitterung über die zionistische Bewegung, die nicht einmal im stände war, Klarheit über die palästinensischen Verhältnisse zu verbreiten. Alle Redner sind mit mir der Ansicht, daß bei der übergroßen Zahl von Händlern, die wir haben, eine Aufnahme des gesamten Handelselements nicht möglich ist. Das hat auch Herr T riet sch gesagt. Er meinte nun, daß wir aus den Händlern Industrie tmd Land arbeite!• machen sollen. Ich bin mit Trietsch in dem Punkt gleicher Ansicht, daß ich meine, Industrie kann nur durch Privatinitiative geschaffen werden, und ich sagte, daß wir uns über diesen Punkt keine Koptschmerzen zu machen brauchen, weil die Industrie schon alle Möglichkeiten atiffinden wird. Trotzdem beurteile ich die Aussichten vier Industrie nicht so optimistisch wie die Herren Trietsch und Goslar. Aber das ist nur eine verhältnismäßig unbedeutende Differenz. Anders steht es mit der Frage, ob es überhaupt wünsehenswert ist, daß in Palästina rasch zahlreiche und große Industrien entstehen. Die einen sind dafür, die anderen meinen, daß eine solche Entwicklung nicht gesund wäre. Ich neige mehr zu der letzteren Auffassung und wünsche ein nicht allzu schnelles Tempo der industrialisierung. Mit der Landwirtschaft verhält es sich folgendermaßen: Ich bezweifle sehr, daß man, wie Herr Trietsch vorschlägt, die Händler aus Osteuropa zu Bauern und Landarbeitern in Palästina machen kann. Ich glaube, daß hierfür eine Schulung und Erziehung insbesondere der jüngeren Generation notwendig ist. Bisher haben wir in Palästina nicht zuviel, sondern zu wenig jüdisclic Landarbeiter gehabt, die etwas von der Sache verstanden. Wenn es möglich ist, wie Herr Trietsch dies will, aus den Händlern Landleute zu machen, so steht dies keineswegs im Widerspruch zu meinen Aus führuiigen. Ich habe immer wieder betont, daß wir gar nicht genug tüchtige Kobnisten und Landarbeiter haben können. Meine Skepsis bezieht sich eben darauf, daß uns hier das Menseheuniaterial fehlt. Ich bin daher der Meinung des Herrn Dyk, daß wir eine Reihe von Großbetrieben zur Ausbildung von Arbeitern brau eben mul daß wir überall für diese berufliche Vorherei hing sehr große Summen atifwenden müssen. Herr Rechtsanwalt Rosenbau m hat gestern eine sehr geistreiche Rede gehalten, die teilweise so klang, als sei sie gegen mich gerichtet, die aber eigentlich in den praktischen , Vorschlägen auf das herauskam, was auch ich vorgeschhgyn habe.. Er sprach von der Ansiedlung der russischen Bauern und von 1 Beschaffung der Mittel. Er erzählte uns, daß < russische Staat eine große Bauernkolonisation ohne Geh zustande gebracht habe, indem er Papiere herausgab dafür das Land kaufte, wiederum Papiere herausgafl und dafür Bauern ansiedelte. In ähnlicher Weis« können wir dies auch tun, indem wir uns durch eint. Nationalanleihe oder ähnliche Operationen große Mit, tel beschaffen, sofort möglichst viel Land ankaufen unc die Kolonisten durch Kredite unterstützen. Wir können in diesem Punkte ebenso großzügig Vorgehen wie sei nerzeit die russische Regierung. Nur in einem Punkte sind wir ,in ganz anderer Lage: uns fehlen die Bauern. Ir1 Rußland waren sie zur Stelle, wir aber haben so gu wie gar keine Bauern, sondern müssen sic erst aus bilden und nach Palästina bringen. Das ist der Grund weshalb wir nicht so schnell kolonisieren können. Wenn nun diejenigen Recht haben, die meinen, daß wir in absehbarer Zeit doch viel mehr Leute hinüber bringen können, als ich durchschnittlich für die ersten Jahre vorgeschlagen habe, so frage ich: Was ist damit gewonnen? Für Palästina ist damit vielleicht viel gewonnen, vielleicht auch nicht, falls es sich nämhdi herausstellt, daß eine rasche Industrialisierung kein Glück ist, und daß der agrarische Aufbau des Landes dabei leidet. Für das jüdische Volk in seiner Gesamtheit aber, das 15 Millionen zählt, ist so gut wie gar nichts gewonnen, wenn es gelingt, in den ersten Jahren PM) IHM» Menschen mehr als ich . annehme, hinüberzubringen. Wenn heute gewaltige Menschenmassen im Osten tatsächlich von dort auswandern wollen, so bleibt ihnen nichts anderes übrig, als nach Amerika oder anderen großen Atiswanderungsländern zu gehen, und dann macht es für das jüdische Volk im ganzen keinen großen Unterschied, ob es gelingt, meine Zahlen mehr oder weniger zu steigern. Hüten Sie sielt also davor, das Argument zu gebrauchen, daß durch eine Erhöhung der Einwanderung über das von mir vorgeschlagene Programm hinaus die äußere Lage des' jüdischen oVl kes schon jetzt erheblich geändert werden konnte. Ich wiederhole, daß man durch Industrialisierung und durch rasche Inangriffnahme großer Notstandsarbeiten und Erschließungsarbeiten die Einwanderung in den ersten Jahren vielleicht erheblich steigern kann, notwendigerweise wird dann aber ein gewisser Rückschlag erfolgen müssen, und im Durchschnitt kämen wir dann vielleicht doch wieder zu meinen Zahlen. Was die verschiedenen Anträge und Resolutionen betrifft, so schlage ich vor,. daß Sie sie sämtlich ab'ehneu und zur Tagesordnung übergehen. Ich habe es in meiner Eigenschaft als Referent vermieden, Anträge zu stellen, weil ich es für unsachlich halten würde, nach dieser Aussprache auf dein Delegierfentag ent scheidende Beschlüsse über so schwerwiegende und weittragende Dinge zu fassen, die noch genauerer Un tersüchung bedürfen. Es ist ganz zwecklos, hier solche Resolutionen zu beschließen, denn die Entscheidung wird doch von anderen Faktoren abhäugen, in let'zter Linie von dem jüdischen Volk in Palästina. Ueber den Schluß dieser Sitzung haben wir bereits in der letzten Nummer berichtet. tbedinj riedens teilten, ie deui csomlc x artig( 1 nd zu י ,1fordern c;‘,cht at 1111 der Die jles, w!runde > Ich iertent: er Ich B e Zweiter Tag Nachmittag der Vorsitzende die Resolution zur die einstimmig Zu Beginn der Sitzung verlas von der Kommission redigierte Palästinadebatte. Die Resolution, a n g e n o m m e 11 wurde, lautet: ״Der XV'. Delegiertentag der Zionistischen Vereinigung für Deutschland fordert von ^er Friedenskonferenz die Anerkennung Palästinas als nationaler Heimstätte für das jüdisclte Volk und die Schaffung aller Möglichkeifen für den ungehinderten Aufbau eines jüdischen Gemeinwesens im Lande. Er fühlt sich mit den Zionisten aller Länder in dem Bewußtsein einig, daß die Besiedhing Palästinas mit Aufbietung aller Kräfte und so schnell als die Verhältnisse der Länder es gestatten, durchgeführt werden muß und daß der innere Aufbau der jüdischen Siedlung auf Grund des Selbstbestimm-ungsrechts dem jüdischen Volke selbst überlassen bleiben soll, das seine zukünftige Heimat den in ihm lebenden Tendenzen entsprechend zu entwickeln wünscht. Zwecks Fortführung tler Diskussion über diese Tendenzen soll im Verlauf ״«־>״ ’’ Monaten ein neuer DGegierteniag einberufen weriition, ,ו ach k jjiesoluti ,:enden & D; "reter d 5atkräfti '■len Jud dich un■ und nrü auf der daß tie Juden 1 wiegent lehnen Volkes Die über ei llntersc Fuchs t hat, dal vvescntl Zentral' vorhanc Herrn auch ii Untersc Briefe 1 ich au; freue, 1 quenzei iand ge vom Z< nämlich Brief d Hi! ״Zion den. Zur Vorbereitung seiner Beschlüsse .wird ein Ausschuß von 9 Mitgliedern eingesetzt. Alle vorliegende« Tendenzanträge «erden dem Ausschuß überwiesen.“ Vor dem Referat Kurt Blumcnfelds nahm Herr R.-A. Dr. Klee zu folgender Erklärung das Wort: R.-A. Dr. Klee-Berlin: Wir erhalten soeben von Herrn Geh. Justizrat Fuchs folgendes Schreiben, gerichtet an ilgn! )elegiertentag, das ich Ihnen gern zur Kenntnis bringe: ״An den Delegiertentag der Zionistischen Vereinigung! Nach einer mjr gewordenen Mitteilung hat in der heutigen Sitzung des Delcgierteiitagex Herr Dr. Klee behauptet, der Zentralverein beabsichtige, zur FriedenskonferCnz einen Vertreter zu entsenden, welcher den zionistischen Forderungen entgegentreten solle. Diese Behauptung entspricht nicht den Tatsachen.!11 den Palästinatmd ostjüdischen Fragen sind wesentliehe Untemchicde zwischen der Auffassung des Zen-!ralvereiis und der Zionisten nicht vorhanden. Mit meinen Kollegen int Vorstände des Zentral Vereins erstrebe auch ich die Schaffung einer öffentlich-rechtlieh gesicherten Heimstätte in Palästina■ für alle die, v. eiche jüdisch-national empfinden und die Gewährung einer nationalen Autonomie für die Länder der jüdischen Massen! ietllung, wo im Wege der Volksabstimmung diese begehrt 'wird. Für Deutschland lehnt der Zentralverein nationale Äutcmoiri oder Schäftung einer jüdischen Volksgemeinde Di. die Zul künftig Tandes Auffass treten, des t i; dürfe, Leben De zu der dern ׳ notnie lästina wächst Reicht 1 offenhs nirgenc gelang, lästinai J uden ihrem Wl sehen i muß. jüdisch Freihei nur E und V sind,! dische des c! inalie so ent! Gerade jüdisch jüdisch Zweigt derer ] der Zi Volker Erez I! At 1 icgen: nicht . es 11a! einer i kunft. Ist und d scheu säcblic! ben a׳ X