Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIII (1918)
- Issue
- Heft 58 (31.12.1918)
- Date
- 1918-12-31
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 58 lumi■ Verstärkung unsirer Presse Vorsorge }jctroffti». •Den cnbnlicidemlen Schritt für die Einstellung des deutschen Judentums in die neue jüdische Entwicklung .׳d>cr sehe ich in dein Plan eines jüdischen Kongresses in Deutsch• laud, über den Herr Blumenfekl ihnen noch herichten wird. Der Jüdische Kongreß wird eine!jemoinsame Plattform für alle Juden in Deutschland schaffen, die sich als Teil des jtklisdien Volkes fühlen. Fr wird damit weit ülu;r die Grenze» der zionistischen Partei hinaus die Möglichkeit einer Einigung■ weiter Kreise der deutschen Judcnhcit erölfiien und def jüdisehen Allgemeinheit /eigen, daß auch die deutsche Judcnhcit die innere Kraft, um/ukrnen, besitzt und daß sic entschlossen ist, gemeinsam mit den Juden aller Länder an der Zukunft des jüdischen Volkes mitzubaucn. Der nationale Zusammenschluß der Judcnhcit ist auf dem Marsche. Ucbcrall in den neuen Staateiigchilden der russischen und österreich-ungarischen Monarchie sind jüdische Nalioiialrati• entstanden. Jüdische Nationalkongtesse sind in Vorbereitung. Aus ihnen wird der jüdische Weltkongreß, die Konstituante des jüdischen Volkes erwachsen. Die Jiuleuhcit DeutseHlaüds wird an dieser Entwicklung den. Anteil haben, der ihrer großen Vergangenheit entspricht, wenn sie den Gedanken des jüdischen Kongresses begreift, den wir ihr vorlegcn. So baut sich vor unseren geistigen Augen eine Ent- Wicklung auf, welche die Judenlieit zu einer neuen, holleren und würdigeren Form der nationalen Existenz führen wird. In mühsamer Kleinarbeit -haben die Zionisten aller Linder mehr als zwei Dezennien hindurch ihre besten Kräfte hergegeben, um das jüdische Volk auf diese Entwicklung vor/ubereiten. Die Arbeit war häufig kleinlich mul nicderdrückeiul und nicht jeder hatte die Spannkraft des Geistes, die wir alle an uuscrcm Lehrer und Meister Theodor Hcrzl bewundern konnten. Meute sind unsere Reihen wieder geschlossen und Tausende neuer Anhänger sind zu uns gestoßen. Und so gehen wir freudig der Zukunft entgegen, ernst im Gedanken an die, welche den Tag der Verheißung, an dem mail den Grundstein des neuen Palästina legen wird, nicht mehr erleben durften, und erfüllt von dem Bewußtsein, daß die Erfüllung von unserer Tatkraft, von unserer Opferwilligkeit abhängen wird, wie es Theodor Her/1 uns vorausgesagt: Nur wenn Ihr es wollt, ist es kein Märchen. Gedenkrede Justizrat Dr. Bodcnhcimers .Den Worten, die der Vorsitzende an den Delegiertentag gerichtet hat, möge der Dank an unsere Toten folgen, an die gefallenen Krieger und Hehlen des jüdisehen Volkes. Schon einmal habe ich an dieser Stelle darauf hingewiesen, von welchen zwiespältigen Oefühlen während des Krieges unsere tapferen Krieger ergriffen waren, wenn sie die Waffen für ihr Vaterland führten, oft für ein Land, das seine jüdischen Untertancu al% Parias 1und Stiefkinder brtiandclle. Aber unsere zionistischen Krieger im Felde waren sich im tiefsten Innern bewußt, daß sie zugleich für die Ehre des jüdischen Volkes, für die Reinheit seines Namens, für seine Aufrichtung und seine Zukunft kämpften. E'ast zu groß ist das Opfer, das uns auferlegl winde, als unsere blühende Jugend für die Ideale anderer Völker zur Schlachtbank geführt wurde. All diese Jahre bat unser Herz vielfachen Märtyrerlod erlitten. Das Schicksof jedes Einzelnen fühlten wir wie ein eigenes Erleben, wir teilten die Empfindungen des weiten Kreises ihrer Blutsverwandten und Ereiinde. Uns;■!!?! ab ־1׳ hielt mir ein Gefüllt aufrecht: es gäbe keine Gerechtigkeit in der Welt und unser Glaube an die sittliche Wcltordniing eines göttlichen Geistes würde auf das Schwerste ersrliültcri, wenn nicht aus dem Blute 1 luuderltauseudcr gefallener jüdischer Männer und Jünglinge eine besscie glücklichere Zukunft für das jüdische Volk erblühen würde. Es fällt mir schwer, aus der Zahl der Kriegsopfer and! nur einen Namen hervornilicbcn, da jeder für sein Teil das Opfer des Lebens auf dem Alfar unseres Ideals gebracht hat, wenn am Ende dieses Krieges wirklieh die neue nationale Heimstätte des jüdischen Volkes aufgcriclitet wird. Dennoch muß ich drei unserer Freunde besonders nennen, die als Opfer des Krieges und seiner Bcgleitcrschcinugcnn von uns geschieden sind. Ich hebe sie hervor, nicht weil sic die Edelsten und Besten unter uns gewesen wären. Jede Wertung an dieser Stelle wäre unbillig und ungerecht. Aber die nahe Beziehung dieser Männer zu der obersten Leitung unserer Organisation erfordert es, damit cs nicht scheine, daß wir undankbar au der Tatsache Vorbeigehen, ein wie reiches und liolfmingsfrohcs Leben sie in den Dienst iles jüdischen Volkes gestellt haben. Ais ersten nenne ich Ecliicl T s c 111 e n o w , den Führer der russischen Zionisten, den zweiten Vorsitzenden der Zionistischen Weltorganisation, der seinen Wohnsitz in Berlin genommen, •um dem Herzen der Bewegung näher zu sein und der mitten im Kampfe für unsere Sache in London gestorben ist. Einer der begeistertsten und treuesten Vorkämpfer unseres Volkes, hat er das Licht der Freiheit noch kurz vor seinem Tode aufleuchtcn sehen. Die Davidsbur« auf dein Berge Zion erglänzte I vor Seinen Augen im frühen Morgenrot eines neuen! jüdischen Tages1, •und eine reiche Ernte erblühte ihm j in Fülle und Pracht für die unermüdliche Arbeit seines I tatcnrcichcn Lebens. i Als zweiter steht vor meinen Augen der maimcsstarke und edle Streiter der zionistischen Jugend, das : Mitglied unseres Zentralkomitees Privatdozent Dr. P c i z aus Königsberg. Ein Mann von den glänzendsten Gaben! des Geistes, eine hervorragende . Heldengestalt, an der < die unserem Ideal zuströmende Jugend, deren Wollen j Ü EDI; tl San 449 nn'o Wirken er mitf-iihl׳•!id 11!uf,.Df 1% mit i״;i:;־.;־,{rr Liebe hing,. Die tückische Keg,•!!!;״ i,m ,':Eil •m :.uhksehtfehle aus einem arlu'it*.;!־»,!:ili;-;.11״ Leb;•:',!;’:!wcggvri:'• cn. Und als dritten jieii.'ie ich <le!1 t,׳:tl:r.'ö;i;;e11, in der Fülle seiner Manne:.kraft d-shmge!.rhi::;ie.;*'!1 Zionisten- («ihrer, das Mitglied des Grollen Aktion׳ konülees, Dr. t Ems Gideon Hey m a a n, Aufrecht, von der Kraft eines unbeugsamen Willens und hob!•11 Geistes gestählt, ging er durch das Leben. Mit einem klaren nüchterne» Verstand verband er ein merkwürdiges Feuer der Begeisterimg. Mutig und opferwillig• stand er 1ms als ITemid zur Seite. Als Gegner war er ehrlich und oben, aber gerecht 111111׳ ohne eine Spur von Empfindliebkeit. Wie so mancher •inif.erer Besten haften auch diese Drei nodi eine schöne •und große Lebensbahn zu erhoffen. Mil Trauer und mit tiefem Schmerz haben wir eine Bulle von I loffmmgeu mit ihnen in die Erda gesenkt. Mit ihnen zugleich aber betrauern wir mich alle die amlern Tausende gefallener JleUlen in den Uimlcrn des Gnlus. Wie aber sollen wir unser Mitgefühl mit den Opfern zu einem angemessenen Ausdruck bringen, die unter dem Ausbruch der schrecklichsten Ausgeburt der Barharei, des wütenden Voikshasses eines verbleSuleten Pöbels gefallen sind? Wie :;ollen wir unserem Grimm, unserer Entrüstung, dem heiligen Zorn der ,beleidigten Menschheit ein Wort prägen, das die Verachtung gegen die Verfolger •und den tiefen Schmerz, über ihre Opfer in eine allgemein gültige und erkennbare Münze prägt? Blutzeugen sind diese Oplcr wie die jüdischen Märtyrer' aller Zeiten, ausgesogen bis auf den Rest ihrer Kraft, von dem polnischen Vampyr milleidlos erdrosselt. Daß sie dem rohen Blutdurst und der wilden Habgier eines Volkes erlegen sind, dem eine neue Freiheit in den Schoß gefallen ist, macht das Schicksal dieser Opfer noch tragischer. Aber die Weltgeschichte ist das Weltgericht. Kein Zeugnis von dem, was in diesen Tagen im polnische» Osten geschehen ist, wird in den Blättern der Geschichte vergessen werden. Uns aller steht erhellend ■das liihl vor Augen, das der Prophet E/eehiel schildert, als ilun der Herr das Tal des Totles zeigte, auf dem unabsehbar sich die Gebeine der Toten des Volke:- Israel ausbreitclen. Was sollen diese Toten? fragt der Prophet. Ihm aber sagt der Herr: ״Gehe hin, Mensclieusoltn, •erfülle sie mit meinem Geist und sie sollen lebendig werden,“ und so geschah es. Wir aber hoffen, daß auch unsere gefalleneu Melden sich wieder beleben werden. Sehen wir nicht jeden Tag sieh ein solches Wunder vollziehen? Sehen wir nicht wie teilnahmslose stumpfe Massen sich mit dem lebendigen Geiste eines Ideals erlüllen? Und auch Ihr, Ihr alle, die Ihr liier versammelt seid, die 1111־ von demselben Geist erfüllt seid, der unsere Freunde diirchglulite, Ihr lebt das Leben unserer gefallend! Brüder weiter, Ihr führt ihr Werk der Erfüllung entgegen. Möge jeder von Euch sich der Größe dieser Verantwortung bewußt sein, daß er nicht nur die Ehre und die Würde des lebenden Geschlechts verteidigt, wenn er für die Ideale des jüdischen Volkes kämpft, sondern ätsch den Namen der verflossenen Geschlechter, unserer Märtyrer und unserer Heide״. Die Morgendämmerung der Freiheit ist im Bcgrilf, der hellen Sonne Platz zu machen. Sorgen wir, daß sie ein Geschlecht aufrechter Männer und Frauen in Israel findet! Wahl des Präsidiums Hierauf schlug Herr Jacob Wolf f, Frankfurt a. M., folgende Liste für das Präsidium vor: Vorsitzender: Dr. Arthur llantke; stellvcrtr. Vorsitzender: Justi/.rat Dr. Bo d e 1111 e i m e r-Cäiln, Dr. Alfred K 1 c e - Berlin, r;׳ilz So 11 d 11 0 i m c r - Frankfurt a. M., Dr. Kol- I e 11 s c 11 e r - Posen, Sanitätsrat Dr. F r a 11 k Altona, Dr. V i e t o r - Hamburg; Schriftführer: Leo Orünthal- Breslau, Dr. I) o 1> r /. y 11 s k i - Beuthen, ()bering. Laud a u- Dresden, Fräulein Grete Krii tu er-Frankfurt a. M., Felix R o s e 11 b 1 ü 11! - Berlin, Studienrat Calv a r v - Crossen, PrivaUfo/.ent Dr. F rä n k c I Marburg. Die vorgeschlagenc Liste wurde einstimmig angcnotumen. Als erster erhielt hierauf Herr Max Wölls tei ne r das Wort, der über die künftigen Aufgaben des Jüdischen Nationalfomis und die Notwendigkeit einer erhöhten Sammeltätigkeit folgende Ausführungen machte: Wollstciner-Berlin: Die neue Phase, in welche die zionistische Bewegung jetzt eingetreten ist, legt ihr jjc unbedingte Pflicht aut, alle Kräfte zu einer erfolgreichen Realisierung der vorhandenen Möglichkeiten e:!r/m׳etzen. So groß, die politischen Möglichkeiten sind, m wird doch ihre Verwirklichung einzig und allein von den Mitteln abhängen, die das Judentum scib.vt für dieses große Ziel aui'bruigm kann. Es kann nicht 'oft und nicht stark geling betont werde־;!., daß die Erfüllung unseres nationalen Ideals letzten Endes, von den, Anstreugungren und Opfern des jüdischen Volkes se'lb'st abhängen wirrt. Insbesondere erwachsen dem jüdischen Nat i o n a I f o 11 <1 durch die neue Situation g e w a 11 i g c Aufgaben. Der Nationnlfoaut als das wichtigste F'iiian/.insirumciit «ierZiouist’ßc’icn V/il Organisation kann seine Mission nur dann eri'iUleu, wenn er sofort nach Friedemwchhiß großzügig Ln Pnl.'istina zu kolonisieren in der Enge ist, Er muß daher tu ganz anderem Mäße als dies bisher geschehen Dt, von uns Zionisten unterstützt werden. Die Zeit der l:!rtnc;1 Spenden muß endgültig vorüber sein, es jetzt, Großen zu schaffen crvva riet. wi rd .:!.eil- ' siltlein neues bedeutende '•Jilg>pR Leit’ zu führen, wirkliche nat.on׳״'!;* Ai Nationalfomt kiicr/11 in der I, r,׳,e r.״in, : lingcn, die Kolonisation;־!.*ich von Auf.: wirklich c nt w ick 1‘u.n!־; r.f iiige len, so müssen ihm auch ii; L:;rL'־;,",L; Vielfaches von den btk.r eng g;>!gs;;c: Verfügung stellen. Die Auibringuag Trrniti dnrchst!- ih'cu. Hol! <.,-r י , ״ X ו• ״ ,״ es 1..01 gemg an aut eine I :sis zu st ei- OA'hniilc•!•, ein;1 Ltsiw.icii, rar der Summe, die man von uns unbedingt nur da 1111 möglich sein, wenn .1ach die vv01‘:,‘ (leien Geuhui.mig ■gciio: seil 1 uE.pi'eelicml mrc.1t 1 mni und Vermögen zur Zahlung einer ouima., ■eiijpo* Heren Summe .verpflichte». Es w.m• cm ( Vtr:־f״;׳ uu .erer Idee, wenn wir in diesem Atigcnbhc״, ihr <us entschiedenste Handeln verlangt, nicht imstande!.cm sollten, die geforderte Summe zu sammeln. Um am:,es Ziel aut alle Fälle zu garantieren, hat die Nationalfoiid-KotutiiE/yan■ für Deutschland und die Koniereiiz der deutschen Vertrauensleute beschlösse», das alte Mittel der Sc 1 b s t b c s t e u e r u!1« im kommenden!.׳ihre mit aller Energie zur Geltung zu bringen. Jeder Zionist soll 1:1:beschallet seiner sonstigen Zuwendungen sieh verpflichten, für das Jahr P)!b einen. Betrag von mindestens 100 M. dem NationalfoirJ zuzufuhren. Daß die allermeisten von um;, von wenigen Ausnahmen abgesehen, hierzu in der Lage sind, darüber bestellt kein Zweifel. Ich erinnere Sie daran•, daß in Oesterreich, , einem vom Kriege viel härter mitgenommenen Laude, im letzten Jahre weit über 1 Million Kronen, aufgcbracht worden sind. IA ist gar keine!־rage, daß in Oesterreich im kommenden Jahre entsprechend den erhöhten Anforderungen auch der doppelte Betrag eingehen wird. Die deutschen Zionisten dürfen hinter diesen Resultaten nicht Zurückbleiben, wenn s:e anders an der lebendigen Verwirklichung unseres Ideals mitarbeiten wollen. Es ist daher unbedingt erforderlich, daß jeder einzelne Zionist sich zu der geforderten Selbstbesteucriuig von 10!) Mark verpflichtet. Selhstverständlieh wird •es jedem unbenommen sein, diese Summe auch in Ratet! zu entrichten, damit sieh auch die weniger bemittelten Gesinnungsgenossen daran beteiligen können. Nach unserer Ueberzeiigung kommen mindestens 10 000 Zionisten.für diese Se'bstbesteuernn« in Betracht. Selbstverständlich erwarten wir von den wohlhabenden Gesinmrugsgeiuisseii einen entsprechend höheren Betrag. An uns ist cs, dafür zu sorgen, daß der großzügige Besiedliingsplau nicht durch den Mangel an Mitteln scheitert. Die Möglichkeiten sind vorhanden, in unserer Hand liegt es, sie zu verwirklichen. Der gegenwärtige historische Augenblick, vi! lleicl.t der bedeutendste jmscrer ganzen Diasporngesdiichtc, verlangt von jedem Ein- /.einen außerordentliche Opfer. Jeder besteuere sich selbst nach seinen Kräften, dann werden auch die, •die vorläufig nicht nach Erez-Israel gehen können, tätig mitsdiaffen au der Wiedcraufrichtung unseres Volkes. Begrüßungen Vor dem Eintritt in die1 politische Debatte «ab der Vorsitzende der Tagung in kurzen Worten seiner Freude darüber Ausdruck, daß der Delegiertentag so zahlreich besucht worden ist. Trotz versehiedcntlicher Warnungen, heute eine solche Veranstaltung cinzubciufcn, habe er im Vertrauen auf die Opferfreudigkeit der Zionisten und de» ollen innewohnenden Drang zu einer rückhaltlosen Aussprache die Tagung eiuberufen. Nun ergebe es sich, daß auf dem 15. Delegiertentag mehr Delegierte sind als auf allen früheren. Er dankte den Delegierten für ihr Erscheinen und begrüßte hierauf die Gäste, vor ollem Herrn Professor War bürg vom E. A.C. *und Herrn Rechtsanwalt R 0 s c n b a u ni •Wilna, Mitglied des großen A. C, die er schon zum zweiten Male seit der Kriegszeit auf Delegierientagungen begrüßen darf. Er glaubt, in aller Namen zu sprechen, wenn er Herrn Rechtsanwalt Rosenbatim namens der deutschen Zionisten versichert, «laß sie ihn mit großer Freude begrüßen. Sie haben in ihm immer einen der besten Vertreter des russischen Zionismus gesehen und hoffen, auch künftig mit ihm gemeinsame Arbeit leisten zu können. Darauf ergriffen die Herren Professor Warburg und Herr Rechtsanwalt Rosenbaum-Wilna zu folgenden Ansprachen das Wort: Professor Warburg: Mein Kollege im Engeren Aktionskomitee, Herr Dr. llantke, hat Ihnen schon als Vorsitzender der Zionistischen Vereinigung Deutsch- Lands einen Ueberbiiek gegeben über die Ziele und Bestrebungen der Zionistischen Weltorganisation, Das E. A, C. legt sehr großen Wert daraui, daß die Arbeiten die hier von den deutschen Delegierten geleistet werden, erfolgrr'ch sind. Habe״, doch die deutsehen Zionisten seit Beginn unserer Bewegung immer zu den besten Stützen unserer Bewegung gehört" I laben doch deutsche Zionisten zu den besten Freunden un-' seres unvergeßlichen Herz! gehört, der sieh von Anfang an auf die bewährte Organisation und die Geschiosseiiheii des deutschen Zionismus verlassen hat Das war auch mit einer der Gründe, die dazu führ- ’ teil, daß ,nach dem Forte Herzls der Sitz der Zentrale der Ziomstisdieii Bewegung nach Deutschland verlort wurde. Das E. A. C. legt den größten Wert d.u aut, «lall die Zionistische Organisation, nicht tl!i° mt l1rc irgendwelche politische Spaltungen und Wirren, und hat es erreicht, daß der Ziani” mus als einzige aller internationalen Bestrebuugen wahrend des Krieges intakt geblichen Dt. Es ist uns gelungen, ־ziemlich unversehrt über den Krieu 11111 wegziliammie 11, und wenn .־,,!eh die Zeutnilmächte durch den Krieg stark gelitten haben und in den Hintergiumt gedrängt sind, so sind wir der festen II w 2r1nl. '*Vt 7■" Z;')!1U״״!'; tkr Zcntralmäehte « H׳ lJal.i . dcr . Zionismus sieh auch innerhalb m .Ä"• J;,hr<i °,d’id der Zentral,!,ächte in 1?wo'!' Y״d '!1י?0,'!, י stj«herein Malte entwickeln wird, der ileutsche Zionismus hat ״anz bestMidere Verpbchtungm und Aufgaben für ׳de Zukmif: Er Imt eine Brücke zu schlagen zwischen den Zio1 ״skm Ost c 11 ropas und denen «les Westens deren 'i m wachsen begonnen hat tw deutsche Zionismus _ hat ferner die Pn-chi ״•״. radc m dm sich je/t bildenden östlichen ’r4״־״!" starrten «11 e •zionistische B'wcfnine• m ״••״ 1,״ " [Wen» m h Sr kol“!״ÄrislKr 8&»*״ 1לS ordentliche ikdeutunp für unsere •v-it-ty■ ו c1״c. a"ßcr• in Palaslhia. Diese Irfalmw«/™ auf Pdw" Au^ibcn trage״ und sie dort ^011^/״ mSf ,1‘1“ **■*־> * »ttasiaöi