Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIII (1918)
- Issue
- Heft 57 (24.12.1918)
- Date
- 1918-12-24
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Sei'e 442 Nr. 57 II Völkerbund wird in Zukunft die Siclicrfiiit und Gleichbcrechtigtmg aller großen und kleinen Völker, als» auch der natioimlcy Minoritäten innerhalb der ein/e!11e!1 Staate», verbärgen könne.». Auf diesen Rückhalt verebbten jene lüde 11, die sich nicht zur jüdischen Nation bekennen, hi dieser weltgcscliichlticLen Stunde, in der die Grundlagen aller Wcltpolitik erneuert werden, ist auch eine N e ti - O r i e 111 i e r u 11 g der jüdische 11 Politik eine unerläßliche Notwendigkeit. I)ie bisherige!*olitik der Juden hat Schilfbructk fjclitten und die traurigsten I'ol^cn gehabt. Idente, wo Juden überall verfolgt und in manchen barbarischen Landern sehe'- muigslos hingemo־׳(l1't werden, zeigt sich mit erbarmungsloser Deutlichkeit die verliängnisvollc Fehlerh;»lttekcit der ilislicrigcu jüdischen Politik. Nur durch die Solidari-. tat mit dein ganzen jüdischen Volke, das als•!xilitiseher Machtfaktor von Bedeutung ist und Au- Spruch auf ticilöf vor dem Weltforum 11.11, kann die jüdische Politik auf eine gesunde Basis gestellt werden. in diesem Augenblick, wo die Idee des nationalen Jiidcutumg in der ganzen Welt gesiegt hilf, halten es israelitische Notabein, die an der falschen Politik von gestern die Schuld tragen, für angezeigt, mit der Erkliirung hervorzutreten, daß sie sich ״als Deutsche fühlen“, womit wohl gesagt sein soll, daß sie sieh zum deutschen Volke bekamen. Wir sehen heute die Folgen eines solchen Abirrens von dem für Juden einzig zulässigen Bekenntnisse zur jüdischen Nation gerade in den auf österreichisch-ungarischem Boden entstandenen Staaten mit sinnfälliger Deutlichkeit. Heute müssen es die Juden in Böhmen •und in Ungarn büßen, daß ihre Führer sich als deutsche und ungarische Nationalistcn gebärdet haben. Die Völker haben auch gegen alle nationalen Anbiederungsversuche der Juden bered!• tigles Mißtrauen und können nur eine solche jüdische Politik achten und ernst nehmen, die auf dem offenen 11 nd stolzen Bekenntnis zum jüdischen Volke beruht. Da der Jüdische Nationalrat nur für jene Juden spricht, die sich rum jüdischen Volke bekennen, so steht den Personen, die sich einem anderen Volke zurechnen, keine Berechtigung zu, die Legitimation des Nationalrates anzufechtcn. Diese Personen werden vielmehr ausschließ■• lieh von den Wortführern derjenigen Nation vertreten, zu der sie sich bekennen. Was der Jüdische Nationalrat im deutsch-österreichisehen Staate anstrebt, ist in dem erwähnten Manifest angedcutet. Gegenüber allen ganz. lächerlichen Ent- Stellungen ist daraus klar zu ersehen, daß wir keinen Staat im Staate wollen und auf keines unserer Staatsbürgerrechte verzichten. Wir wollen nur die Sclbstver* wallung jener Angelegenheiten, die ausschließlich das jüdische Volk angchcn, im Wege einer Ausgestaltung der jüdischen Gemeinde. Zur Sicherung unserer jüdisehen Rechte und unserer Staatsbürgerrechte wollen wir die Vertretung in den öffentlichen Körperschaften. Das ist unser Programm, das jeder Jude annehmen muß, der überhaupt eine Zukunft des jüdischen Volkes in unseren Woluiländern wünscht. Wir sind überzeugt, daß nur!unsere Politik geeignet ist eine ehrliche Auseinandersetzung zwisehen uns ,und den Nichtjuden zu fördern und eine Acra des reibungslosen, auf gegenseitiger Achtung beruhenden Zusammenlebens zu inaugurieren. Unter dem Titel ״Unnütze Aufregung“ nimmt die .Prager zionistische ״Sei bst wehr“ Stellung, zu dem Protest einer tschechisch-jüdischen Assimilantengruppe, die gegen den Jüdischen Nationalrat für den tschechoslowakischen Staat Widerspruch erhob. Es heißt dort: Taileyrand hat gesagt, er halte eine politische Nachrieht erst dann für ganz verbürgt, wenn sie die betreffende Regierung dementiert habe. In ähnlicher Weise bemühen sich die sogenannten tschechischen Juden, jeden! jü- ,dischen. Ereignis noch eine besondere Bestätigung zu erteilen: da sie nicht dementieren können, protestieren letzten ״Rozhled“ erregen sie sich folgenderkönnen, werde!» : :2:1!..»: können. Sie Vierdes; <i •״ ,־' (lall trotz ihrer P.;״..-;נ: die voll ihnen S1!>nc;c׳.״äe G״ ... haben. Wir möchten dc.i I .’׳,.!v :» r.s sich nicht durch ihre■ ewigen machen. Sie werde•» ä.י: ׳'.)!:״• t nicht aufhaltcn utul v;״.::r <;•;׳ noch überhaupt einen li;׳v,:Gä;1>׳ ableiiken, der vor.der g. .1;ג׳:,י W Raten möclitcii wir G*;: 11;: wirklich so gar luin >;.'». : nicht weiter »len ׳«:יון;..•::;,.■.( N.u, uiißbraiidieii, daiuii 1'/׳ :;r N.׳":r würdigen Gesclinnc';!.1:; ,״, d des tschechischen Voikca verüben,י, wird... Sollten die Herren r!:;1 wie als Juden trotz ihrer ■viel: rungc.n bet rächten, so möchten es für Juden schon gar tnrelire Din,, als diese dumi.ien Proteste. 4• ' Wie wir berichtet haben, beabsichtigt« sehe Kreise in Amerika unter der Fi;! Philippsoii eine a n i i - n a t i o n a 1 c als Protest gegen dis englische Reg:’ cinzubcrufcn. Diesen Plan Fat man jei aller Wahrscheinlichkeit nach mit Rite; Haltung, die leitende jüdische Pcrcüulidikc der Frage gegenüber ebige World“ veröffentlicht Briefe :n 01 v;! verrite ,.her d: 1 ein!, wir j! wen./־ •־: rcnicin;1 U, £1, .nmuicu 11, zu 13׳ nlmt Weg war, um lu. re Zw wci sie .11 n,... Cf zu für!*!!(: die 1111- ,״!wc'cbc Siüiiie ־.•örtlich genmeht >;:!» noch irgendeisen Eiklä- »111! sagen, daß c zu tun gibt, :11 gewisse jüdirang von Dr. Kor» fer cn2 :.•m1fp־.stalärung zi r.ufgcgcben, »sicht auf die itenta Amerika orntnen haben. ״Jcwish von •Jacob Schiff und Oscar Straus an das a1rünr.tfonafe Komitee. Schiff sclireibt: ״Ich fürchte sehr, daß die Eed'ngttr.gai in Ruß- Land, Polen, Rumänien, Ot-Icrrcidi, viclkidit sogar in Deutschland und anderwärts derart sind, daß die Aussichten für die dortigen Juden — und diese bilden bei weitem den größten Teil der geremten Jtidenhcit — keineswegs günstig sind, und daß aus Gründen, die hier auseinanderzusetzen zu weit führen würde, die aber alle, die sehen wollen, cüirelien werden, den Juden in den genannten Ländern großes Unheil, 0<Ser sogar Leiden bcvorzustchcn scheinen. Die aniciik-Jiiidie Judailieit i;.t gemeinsam mit tk*n c11;;u: Ji.n ur»;f fraii/ög.aöcn 0!auba!׳;gc»o:;:;־t1 allein i״;. .״■:!kg auf die bcal» .idiSDle Schaffung eines Zen. trums hin»»wirken, in da׳. der Jude, den die umnüg. liehen VcriiäUiibec, unter denen er 111 der Diaspora!;vLlit h,;1)1:11!»1:׳g, vertraten leihen, mit der Sicherheit gehen kann, daß er eine sympathische Umgebung und Bcdiiigimgcn finden wird, unter denen er und sein« Naclil.ommai gern leben werden. Der Erfolg dieser Bemühungen wird sicherlich de» b c s t c n u n d k r ä f t i g c n d st c n E r f o 1 g a u f g a n j Israel in allen Teilen der Welt au .iiten, und Ihr Ansinnen, daß die ammk.-iuische Judaihcit 11c| vereinigen 1.011, tun diesen Hem ü 111111 geu ent• j; c ge » zua rb e i t e 11, ist meine!» Erachtens nicht! weniger als wünsche» wert.“ Der Brief des früheren Botsdmfters Oscar St raut lautet: ״Gestatten Sie mir, Ihnen zu sagen, daß id» die Abhaltung einer Kon f crem/,, die der zionis 118c 11 c 11 Arbeit e 111 g cge״ wi rke n soll, für u nk l u g und schädlich halte. Sich einem so Segen?reichen Bestreben zu widersetzen, kann, angesichts der Tatsache, daß Großbritannien, Frankreich und dl* übrigen Alliierten durch ihre höchsten Beamten Zusich*■• nuiga» im Interesse der Juden in Palästina gegeben haben, — gleichviel ob jemand Zionist ist oder nicht — nur schädlich sein und einen Mangel nicht nur an Einigkeit verraten, sondern auch an Anerkennung ftu diese willkommene Zusicherungen, welche die Dankbarkeit nicht nur der Juden als solcher, sondern auch als Amerikaner für diesen ersten bedeutsamen und tatsikhlidien Schritt der alliierten Nationen zur Sicherung der freien Entwickelung unterdrückter National finden sollttag Ich hoffe sehr, daß Ihr Komitee seine beabsichtigt* Aktion aufgeben wird, die, soweit sie in der Erzicking eines Protestes gipfelt, nur Schaden anrichtcn kam, Ich stelle dieses Ansuchen, wie ich. bemerken möchte, nicht als Zionist, da ich dieser Organisation nicht atugehöre, sondern als Amerikaner und .Freund unsere« Volkes. An jedem Wendepunkt unserer Geschichte, seit der Zerstörung Jerusalems, hat sich immer eine klcihc Clique gebildet, welche die zur Erreichung günstiger Resultate so notwendige Solidarität verhindern wollte.“ UtiCi״ 13. sie. Im maßen: ״Wir anerkennen keinen jüdischen Natioaalr.1t! Zu * den Nachrichten, die in den letzten Tagen in den ׳ Tagcsblättcrn veröffentlicht wurden, daß irgend ein fl) >; jüdischer Nationalrat errichtet wurde, der beim Na• : rodny vybor“ interveniert •und diesem ein ausführlichcs Memorandum vorgclegt hat, das die Forderung nach Anerkennung eines selbständigen jüdischen Volkes enthält, erklären wir nachdrücklich, daß wir mit dieser Institution nichts gemein haben, daß sie uns vollkommen fremd ist und daß wir die von ihr erhobene Forderung als unbegründet und gegmstandslos ablehnen. Als Söhne des tschechischen Volkes treten wir gemeinsam mit dem ganzen tschechischen Volk auf und haben bloß Forderungen, die ihm mit uns gemeinsam sind.! Tschechiscli-jüdisdie .politische Vereinigung ׳ Verband der tschechischen fortschrittlichen Juden. Min *ist ganz starr über den Wortschwall! Was ist denn cigenthch geschehen? Keine andere tschechischnationale Partei hat cs für nötig gehalten, zu erklären, nachdrücklich zu erklären, daß sie mit ’dem Jüdischen Nationalrat nichts gemein hat; aber da kommen ״irgendwelche“ Söhne des tschechischen Voltes und teilen cd ' für nötig, das' zu konstatieren, obwohl cs doch niemand . cinfalten kann, daß ein Jüdischer Natiamlrat Söhne dc3 tadscchisfchen Volkes vertreten wird, und überdies erfrechen sich diese Herren — was. auch sonst keiner tschechischen Partei eingefallen ist — eine Forderung &lzu7ch2cn, die gar rieht an sie, sondern an die lichccho- ״No wy DzicnnIIs“ v Aus Wisu icz wird uns folge glaublicher Fall mittelalterlicher D Am 23. November tenc* mit 10 der hiesigen Synagoge eine Vercn: statt, in welcher über die hörigen Vorstehers beraten wurde. Das war di. gab sich daher zu einem OL teil der hiesigen Besatzung müsse die Juden auadnratk nant beschloß, die ״Rcvoh! sticken. So wurde um 1! Ui von einem Militii. Salve in die Luft auf ihren! Vcrr.a.r»; entiliehen wollten, Die Vcrcנ׳ {entliehen Platz;״* biatef Weise vc;׳;; rt1:״ die Sold״!״::, Wohnungen und j, bellen“ hervor, dr, r i ge Greise ui;׳I 2\7öl! Widerstrebenden wurden mit 1 beitet, die Frauen thtreb l'c’. A i.l.jjwll Dezember echrcibt: nder, geradezu unartnrei beriditet: Uhr vormittags in rnr»:l!!:1g der Juden, Absetzung des bisder Kultusgcmeinde ccm, Herrn!mLcquem; er be- :rlcufnant, dem Konraandang und erklärte ihm, man re a ׳»; \VU ־Ir״ V." 1!r»1z־״; •eiben. .1“ im vermitt: :Cit. N Der Oberlcut- Keime zu er- .g3 eie Synagoge :cli Abgabe einer zur»! Verbleiben cn, einigen, die cu:r n. öf- .״r»z rai Privat- 1 v.׳ c 1 v;;( I, «t , 0 1 ׳ Veils c;• ־:ר■:, 11 'sr.lt. c»:״va»״:c'ne Regierung gerichtet daß diese irgendwelchen tachc iarcr Kc;7»;>ele1!z übertragen i;öar.e des tcch.cchbd’.cn Vciii ivebt mit dicacm gcs.d..־e1 U * ilsaai mit ihrem I: •i:e־a säe eben such j!j ׳; ii'.äliirliche /Mauoic:׳. ri Git, ohne daß da «.3 ist. Uns ist rächt tckanr.i chbcF.ca Juden einen Tc; r.at. Jedenfalls sir.d dies rs Li dieser AcgclcgcnF.cl aufgetreten und daß ihr piuca Volke gcrr.cinrc.: ehr'zur Evidenz bzwir d".׳.,«“, das de so!;er; ^Ui de;! t ב fort wurde angekürai schießen werde, Ci; bearbeitet und in brr.k schleppt. i>ort veri..' teil, vvxmacli jeder Ze 1s r.1׳ schossen werden emhe. zuerst erschossen wer;!:»». Z didaten aufgcstci'.t, t!r;l 1r1־.־״ .wehr, welches audi £,T.:\;:.״ ״barmherzige“ Herr. c';;v G Anwcndiaig der P r ü g e 1. Ruf des OherlcutiianLi d Reihe Freiwilliger Arbeit begann. I Vollstreckung pc.;d Alter von 12—72 11 en der Mißte...!;', zur ״Arbeit“ ar.r׳• Schauspiel bot de:;. Cer zu I lg; Verletzungen der i-2 .־ *v« D z * c r« :1 i h Titel an 1:;:. ״... Zu־ fiel ca Tote schlechtj tr :Jobe!1 z i g jähc J!in g cn s. Die 1 s c *a 111; e n Lear-!te!‘;c;;:;';C׳;o fcrtgajifjt. Sod־:fi!»:::; die Vc.iiaftGcn er- W.d[]s v/ürtte'.i 1,1it Knüppel :1• V7c;ra ruf den Richtplatz gc- .ie »Gr GL:r.׳h;.tr»;u!i <te;s Ur- nte Cer ״Re• hfl len“ er- Cor Rabbiner sollte »;! wavdc״ üic Tcdcshan ׳/cj.;'::> 7,1:...־d1Ine!1gc :ki Gliki; regte eich dn.־ נt! Ich« r., welcher die ■r. fc .־י;:!ci,׳ Auf den rhh «.»;״•! eine ganze ...!»:;n׳c ehr Sünfe. Die "?(י!: traf- Juden im;»־•« c *.;•ז, CJ .»a *re .04 tet ch.Ic drei E'ti . »I, I &::!> \7y -0: גד: und gegenwärtig wird der ״No wy Dziennlk“ vor-, nichtct und verbrannt. Dieser Pogrom findet' schon seit längerer Zeit statt. Wir haben bisher in keiner Weise ״Skandal gemacht“, denn wir hatten die Hoffnung, daß cs den ruhigen, nichtöffentlichen Intervenlionen gelingen wird, die weitere ״patriotische“ Arbeit der mehr oder weniger anonymen ״Heiden“ aufzuheben. Da nun aber dieser originelle völlig zeitliche und bisher noch nirgends gesehene Pogrom, anstatt abzunchmen, immer weiter sich ausbreitet, sind wir, wie wohl sehr ungern, gezwungen, gegenüber den Polen und der ganzen Welt öffentlich aufzutreten und feierlich gegen diesen Gewaltakt, für dessen Bezeichnung uns die Worte fehlen, zu •protestieren. Denn die Situation ist wirklich kaum zu fassen; Keine Rcchtsbehördc irt Staate und im Lande tritt gegen unsere Zeitung auf. Sie hatte bisher keinerlei Strafen, sie wird nicht konfinziert, das Postdebit wird ihr belassen und trotz alledem vfird der ״Nowy Dziennlk“ wederden Abonnenten, noch den ZcitungsverschleiBern zugeste llt. Was ist geschehen? Eines Tages erschien eia Telegramm vom Jaroslaucr Betriebsamt oder Irgendeiner anderen Eisenbahnbehörde, mit der Empfcb lt״;g, ״Das Stundenblatt Nowy Dziennlk“ zu vernichten und zu verbrennen — wörtlich: zu vernichten und zu verbrennen. Und so kommt es, daß die Pakete dcJ ״Nowy Dzicnnik“ heute u. a. auf den Stationen Ta rnow, ja roslau und St ro zc vernichtet und verbrannt werden; infolgedessen gehangen die Zeitung!- cxcmplare in die nachfolgenden Ortschaften nicht: Ta ז• now, Bobowa, Strozej Gorlice N eu-Sandec, Jaslo, Biecz, Sanol{, Jaroslau, Przeworsk, Lancut, Lezajek, Rudnik Tarnobszig, Radomisl, Do m b ro w a usw. Wer besorgt die Vernichtung und Verbrennung? Hier kommen wir zuin Kcnipunkt der Angelegenheit. Die Eiscnbahnangcstclltcn, welche die Zeitung vernichten und verbrennen, wissen von ihrem Inhalt, ihrer Riehtung usw. ebenso viel wie darüber, was z. B. rt Guatemala sich zutrügt. Also weshalb besorgen sie diese Vernichtungsarbeit? Weil sic aufgehetzt wurden. Dieselben Faktoren, welche — mittelbar die jüdischen Pogrome im allgemeinen hervorgerufen haben, sind auch die mittelbare Ursache des Pogroms auf den ״Nowy Dzicnnik“. An dieser Stelle schrieben wir sek® ci.inial: Nicht das polnische Volk ist Schuld an den Pogromen, Die polnische Presse und Intelligenz — versteht ׳ sich nicht die ganze — hetzen ununterbrochen fegen die Juden bzw. — wie dies aus taktischen GrüntJ;1 geschieht — gegen die Wucherer, Nationaljuden uni Zior.i Jen, ohne sich darüber War zu sein, daß solche lürtrvkrcr.dca Hetzereien unbedingt Pogrome hervor■* rt;'״t Und natürlich: kaum begann die pol-!'־G"' f,rcr*׳s flogen den ״Nowy Dzicnnik“ zu hetzen, :!cn schon die Depesche aus Jaroslau und schoo 4?!tc׳:.!;>R:3 der jüdlichcn Zeitung; «tatt. Im Md• ^wurden wir auf dem Schcifcrhaufen vcrbranol tußcsdcu» verbräunte inan die hebräisclico Bücher; IJ Ui» l# II