Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1918-12-24 · Heft 57 (24.12.1918) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 57 (24.12.1918)
Date
1918-12-24
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2651273-2652077-2652133--11911-2669486
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

f Seite 440 JO fr\ ׳ ן t* i J 1 - Nr. 57 Zeiifragcn 11 Die Wahlen zur Nationalversammlung Die bald zu erwartenden Wahlen zur deutschen Nationalversaminlung stellen uns wieder, und diesmal mit besonderer Scharte, vor die Frage, ob es uns Nationaljiulen geziemt, uns am deutschen politischen Lehen aktiv zn beteiligen, Aktiv — denn so schwach auch der Stimmzettel des einzelnen Wühlers im allgemeinen ins Gewicht fallen mag, so bleibt die Ausübung der Wahl doch ein Akt von symbolischer Tragweite, ein konstitutives Mitwirken am Schicksal des 'deutschen Volkes. Zu dieser Mitwirkung fühlen wir uns grundsätzlich nicht berufen. Unserem Empfinden entspricht letzten lindes der von Sombart geprägte Satz, die Juden sollten sich die restlose bmanzipatioii erringen, aber den Takt hn.it/en, von ihr keinen Gubranrh zu machen. Genau wie wir nach völliger Autonomie in jüdischen Auge« 10|׳e11hcitei1 streben und auch die bestgemeinte uuerbcteiie Einmischung von Nichtjuden durchaus zuriiekzuweisen pflegen, genau so respektieren wir «las Selbstbestiminungsrecht unseres Wirtsvolkes in seinen eigenen Angclegcuhciten und halten es für einen Fehler, wenn Juden sich als Wortführer und Handelnde in diese eiiimischeii. Gegen diese gründsätz.hche Auffassung wird häufig der Einwand vorgebracht, solange der deutsche Zionist hier lebe, also von der deutschen Politik: und Gosctzgebung usw. betroffen werde, so lange habe er auch ein berechtigtes Interesse daran, auf sic, soweit es ihm möglich sei, in seinem Sinne einzuwirken. Wer z. 13. hier im Kriege als Soldat ins Feld mitziehen müsse, der müsse auch die Frage Krieg oder Frieden mit« entscheiden helfe״. Diesen Einwand halte ich nicht 1 für zutreffend. Konsequenzen, die sich für den Zio- ' nisten daraus ergeben, daß er nicht in Palästina, sondern hier lebt, muß er sieb selber zuschreiben, Palästina ist das Land, in dem er dazu berufen ist, nütziirateii und mitzuhandeln. Geht er nicht nach Palästina, sondern bleibt er in Deutschland, so hat er nicht die moralische ׳Berechtigung, daraus irgend etwas zu seinen Gunsten herzuleiten. Ob Deutschland Krieg führe״ will oder ' nicht, ob es Republik oder Monarchie sein, ob es seine ■ Gcselisehaftsvcrfassung sozialistisch otler kapitalistisch gestalten will —■ die Einwirkung an der Entscheidung , solcher Fragen, wie sie sich auch in der Ausübung! des parlamentarischen Wahlrechts ausspricht, darf der, Zionist nicht damit rechtfertigen, daß auch er vom den Folgen betroffen werde. Es steht ihm frei, sich diesen Folgen zu entziehen, indem׳ er Deutschland verläßt. So einfach und restlos wäre die Frage zu lösen, wenn alle «hutschen Jmlen Zionisten wären und man sie deshalb auf ihre wahre Heimat ,yerweisen künnle. Da das aber nicht der Fall ist, können wir-uns mit dieser abstrakten Lösung nicht zufrieden geben. Die L 0 s u 11 g in u ß vielmehr so a u s f a 11 c 11, «I a ß ■ eie der Situation des n i c h t z i ס n i s t i s c 11 e 11 Teils der deutschen Juden gerecht wird. ״Gerecht“ selbstverständlich nicht wie sie, sondein wie wir es verstellen. Sonst wäre die Lösung auch wieder theoretisch —- sehr einfach. Stimmte die Fiktion, in und von der die meisten deutschen Juden leben, nämlich daß sic untrennbar zum deutsehen Volke gehören, so sind sie nicht nur berechtigt, 8011״ dern sogar verpflichtet, siel» mit voller Kraft an seinem politischen Leben zu beteiligen. Wir machen aber ן . diese Fiktion nicht mit, sondern gehen von der Keali-! tat aus, «laß auch die deutschen Juden ein Bestand- | teil des jüdischen Volkes sind, für den wir uns vor der jüdischen Geschichte verantwortlich fühlen. Für diesen Bestandteil haben wir, soweit cs irgend in unserer Macht steht, zu sorgen. Wir müssen bemüht sein, das deutsche Judentum nach Möglichkeit zu erhalten, wir müssen Hemmungen schaffen, innere und ' äußere, die seinen Zerfall wenigstens verlangsamen, wir müssen ihm an positiven Werten zuführen was sich auführen läßt. Wir müssen deshalb eine P o 1 i t i k d c s jüdischen Interesses auch m Deutschland trei-! bin, um der nationalen Erhaltung des deutschen Jo dcntuni* willen. Einige Beispiele mögen «lies erlän tern. Dgr Antisemitismus hat dem Judentum■' 1m״hr Mensche» entführt als /.״geführt, denn■ die meisten streben njich einer Verminderung der־ Widerstände in Irrem Kampf ums Dasein, nur in wenigen ruft die Jf&lzsreswechsGH In kurzem beginnt ein neuer Jahrgang der ״Jüdischen Rundschau“. Trotz der großen Schwierigkeiten erscheint die ״Jüdisdie Rundsdiau" nunmehr zweimal wöchentlich und zwar zunächst ■ ohne Erhöhung des Abonnementspreises. Wir bitten unsere Bezieher, das Abonnement auf die ,Jüdische Rundsdiau“ rechtzeitig zu erneuern, damit in der Zustellung der Zeitung keine Unterbrediung eintritt. Das Vierielfahrsabonnement beträgt in Deutsdüand jMk. 4.S0, im Ausland Mk. 6.S0. ■ l%i,lag der ,JfMdlsdhcn Rsztidschäu?** Feindschaft «len Stolz, w:־.«L\r .sie enger au ihre Ge« meiiischaft fesselt; <k.;11 .11» i:..U1;׳ v.׳ir cm I11tere.1־.־C׳ daran, «lall der A1rii:;e11::;i::mn:, i.,1 diVLeben möglichst gering ist. Vir! ne /,'.:׳״•.׳,׳.׳iuiueii alicV ohne antisemitische Tcmleiiz!:öimcn jikb'.eke Kreise besonders schwer freffen, mul thr.iii «*׳..״־;״!!!:'• den An• reiz, zum Verlassen des. Juden!!׳:;:!•. «’;T.'d;״:! (ein wenn auch jetzt veraltetes Bei:;;!cl: die Lhifimntiig des 1111■ Uterus clausus für die k‘ec־l:i auw;!!';ehaft Latte dem Juden einen «1er wenigen .■i!.־;!<in!ii־'d1|!1 Berufe, die das frühere Regime ihm Heß, m eines״ erheblichen Teile gesperrt und damit eiueii Anlaß mehr zur Taufegeschaffen). Die rechtliche <ie .talUmg «!es Verhält■ nisses zwischen Staat und itirrlie ist von geradezu entscheidender Bedeutung für die Zukunft des «leutsehen Judentums. Wird die Trennung beider radikal diircligefülirl, so sinkt die religiöse (icmcinscliaft zu einem Pifvatverein herab, de svJi Miiglinl zu sein ebenso im freien Belieben jede׳. Hin/elnen ide'nt wie «Ile Mit• gliedseliait im llilfsverdn «k׳r deutschen Juden «)«11׳1־ im Gesangverein 1 lasamir, Was es für «las deutsche׳ Judentum bedeuten würde, wenn die letzte äußere Nü■ iigimg, sieh als Jude zu bekennen — an sich gering genug, aber immerhin doch ein Band, an das mau einmal anknüpfen kann -- wcgfk'lc, bedarf gar keiner Ernrteriing. Die Beispiele ließen sich leicht vermehren. Wir müssen also u in d e s » i c 111 z i o n i s t i s ch e 11 deutschen J u«Lutums will«: n am Platze und in der Lage sein, unseren Einfluß im deutschen öffentli• dien!.eben nuszuülx׳!!. Die taktvolle Zurückhaltung aus theoretischen Gründen ist falsch, solange reale und ideale Güter auf dem Spiele stehen, um die ein Kampf durchaus lohnt. Wqnn man will, kann man das, was hier gefordert wir«!» in der uns geläufigen Terminologie jxrsitiv so ausilrückcii: wir müssen am deutschen 31 a a t s i e b e n so weit teil״ 11 c h m e 11, d a ß w i r <1 a s i 11 Deutsch lau d m ö g ■ I i c 11 e Stück jüdischer nationaler A 111 o 11 o in i e verwirklichen könne n. Ans diesem Prinzip ergibt sich für den konkreten Anlaß, «kr uns liier hcsch:iftij׳t, die praktische Fol• gerinn;, «1:111 «lic Wahl der Partei, und, falls diese Wahl■ gcstaltmig noch in Frage kommt, des Mannes, dem wir unsere Stimme geben, aussöließlidi danach 'zu erfolgen hat, wo wir 1111 s e r e j ii d i s c 11 c 11 luteressen am besten gesichert sehen. Wir haben in unseren Reihen eine Fülle etiler Schwärmer, die wahllos für alles Gute, Schöne und Ed!«׳ ciuireteii und meinen, weil sie einem -is־mus dienen, müßten sie sich allen anderen möglichst auch anverloben. So hat seit dem Kriegsausbruch und besonders seit der Revolution eine Epidemie von Edel-Sozialismus in den Reihen nament• lieh unserer Jugend um sich gegriffen, die man nur staunend betrachten kann. .Es wäre höchst verkehrt, wem! diese Infektion alle Betroffenen veranlassen würde, ihre Stimme sozialistiwrlieu Krimikia’ien zu geben. Eine sozialistische Partei, die uns!;eine Garantien für die Erhaltung 11er öffentlich-rechtlichen Organisation der Ja■ den 111 irgendeiner Form gibt - es braudit nicht die religiöse zu sein - sondern uns nichts als eine auch uns erledigende Trennung von Staat und Kirche nach Hoifmanusdiem Rezept in Aussicht stellt, darf von uns nicht eine Stimme erhalten —!selbst dann nicht, wenn wir nicht bloß schwärmende, sondern überzeugte Sozialisten sind. Denn der zionistische Sozialist Ist Sozialist für das jüdische Volk, und erst muß er für dessen Leben sorgen, che er für seine Sozialisierung eintreten kann. Gewiß werden wir hier überhaupt keine Partei finden, «lie unseren Bedürfnissen restlos entspricht, und wir werden uns darum mit Kotnpromissen abfinden nüisscn (cs sei denn, daß uns ein Proportionalwahlsysti’m «He Möglichkeit gewährt, einen eigenen Kandidaten aufzustellen). Aber immer werden wir uns danach richten, bei welchem Konipromiß für «las «ietöche Judentum rat meisten zu reiten ist. - Das Prinzip des jüdischen Interesses, das wir un״ seren 1 dqutsdi-politischeu Verhalten zu Grunde gelegt sehen möc'hten, scheint uns nicht nur für diesen Zweck ge• eignet, souilern es darf ־Cnseres Erachtens darüber hin• aus Anspruch darauf machen, überhaupt den Maßatab für «ii«■ Teilnahme des deutschen Juden am d 1111 s c he 11 öffentlichen Leben zu bilden, K e i 11 de וו t s ch cs, s o n def tl n 11 r e ln jüdisches Interesse v c r in a g diese Teil 11 a 11 in c z. 11 re c 111 f e rt i g e 11, und wo «las jüdische. Interesse aufhört, «la hört mich die uioralisriu׳ Bereclitifpung zisr Aktivität auf. Die Beteiligung darf «Ir״: nicht so weit!!‘•heu, daß Juden zu Geschäfts• und Wortführern des deutsche■ Volkes werden, nur, Weil sie es besser zu verstell««»- glauben oder von ihrem■ Aktfvitätsdrangc getrieben wertlcn oder meinen, die neue Zeit rufe }«'«len Streiter auf Deck. Denen, die so argumentieren, präsentieren wir unsere nationale Forderung und ver■ weis«■״ sic darauf, daß ihr eigenes Volk ihnen Raum genug gewährt und Menschen dringender braucht als jedes andere, daß aber die Rolle des Bcglückirs anderer V4lker undankbar und un״;• nicht würdig ist. Wo nun in concreto die Grenze zu ziehen sei, bis zu «1er wir geben dürfen, das läßt :ich nicht mit der Sicher• heit einer mathematischen. Erkenntnis sagen. Eine nc״ gaiive darf jedenfalls fesfgentclit werden: Juden gehören auf keinen Posten, «!er mit Fähigkeiten und Anstand allein nicht nusgcfiiilt werden ka:;n, sondern dessen Ausfüllung die Verwurzelen;״15;־ <L. uh,eben Boden zur Voraussetzung hat, weil 11,:,״ vor; ihm aus schöpferisch ins autonome deutsche ld;:u ci־:;,;•elfen muß. Beispiele am; der Tagespolitik, die die:,״״, Kriterium nicht Stidr halten, drängen 11!;:■ ■«,!f.!;;•• <1kr;־׳ca cd mau nicht zu ängstlich und zu cpitzn;:%. Schließlich käme inan sonst dahin, daß kein Jude hier mehr Lehrer oder Anwalt werden dürfte. Man kann «Ion Kreis, innerhalb dessen ein jüdisches Interesse unsere Arbeit in Deutschlantl recht fertigt, ziemlich weit ziehen. Auch wirtschaftliche Gesichtspunkte dürfen nicht iihersehen werden. Die zunehmende Klärung und Festigung unserer nationalen Instinkt«־ wird uns die rechten Ent- Scheidungen finden lassen. Erich Cohn, Berlin, Der Zionismus und die Friedensverliandiungen Wir erhalten von der Föderation «1er Zio״ nisten aus Belgien ein Schreiben, worin wir ersucht werden, den nachstehenden Brief, den die gerannte Föderation an die Herren W ei/mann umt So ko io sv gerichtet hat, zu vcröff«11־tlid11׳n. Der Briet ist vom 10, Dezember datiert und lautet: I lerreu Ch. Wci/utaiiii um! N. Sokolow L o n d o h Sehr geehrte Herren! Nachdem wir am 1. «Is. dem Zionistischen Komitee im Haag־ •unsere Anschauung über die zionistische Ltge niitgeteilt haben, beschlossen •wir am 5. 11s. «ns an Sic direkt zu wenden. Wir telegraphierten Ihnen: .,Unsere Sitzung vom 5. «Is. hat beschlossen, folgen «Je Mitteilung an Sie zu richten: Im kritischsten Augenblick «ler zionistischen Arbeit, von «1er die Zukninit des jüdischen Volkes abhängt, können die Be- Schlüsse der zionistischen Führer nur Geltung haben, wenn sie sich auf die vorhergehende Sanktionierung aller verantwortlichen zionistischen Organe .stützen' können. Eine Konferenz, bestehend aus Zionisten aus nur einigen Ländern kann die Verantwortung für alle Juden nicht übernehmen. Bitte uns zu telegraphieren, wann die konkreten Einzelbestimmungcn der zkmistiseiten Forderungen den kompetenten Organen zur Beratung unterbreitet werden sollen.“ Schon seit langer Zeit erwarten die Zionisten der ganzen Welt und eine stets wachsende Anzahl von Juden als Konsequenz der Erklärung des Herrn Balkxir sehnsüchtig die Veröffentlichung der genauen Angaben «ler Bedingungen, unter denen die Verwirklichung inneres Zieles sich vollziehen soll. Die Nachrichten, daß ein politisches Büro in P.iris errichtet und daß eine Konferenz geplant wird, an der nur Zionisten aus einigen Ländern tdfudunen können, verschärfen nur die Mißstimmung. Die Nachricht, daß die Herren Dir Schtnarja Lev in und Dr. Jacobson bald nach London kommen sollen, ist ebenfalls •iclil geeignet, «lie Gemüter zu beruhigen. Man befürchtet, «laß «las jü«lische Volk vor ein fait accompli gestellt wird, daß «־niste Beschlüsse ohne die notwendige vorhörige Zustimmung tle.r autorisierten Vertreter aller Beteiiigten gefaßt werden. _ Wir können uns nicht über «lic Form, di« «h'c Beratungen haben sollen, ausxprechcn, aber auf die eine oder amicre Weise müssen die kompetenten und speziell zu diesem Zweck autorisierten zionistischen Vertreter die Gelegenheit haben, sich zu äußern. Die Erklärung des Herrn Balfotir wurde «kr Welt präsentiert, wurtte durch das jüdische Volk empfunden als die Ankündigung einer neuen Aera von Freilich und Recht für das jüdische Volk. Wenn «lie zweitausendjährige jüdische Hoffnung Wirklichkeit wenkn soll, muß «las jüdische Volk Herr seines Schicksal« sein können. Es ist deswegen unmöglich, einigen zionistischen Führern, ungeachtet ihrer unbestreitbaren Verdienste uud ihrer grenzenlosen Hingebung, die ganze Verantwortung zu überlassen, und ohne weiteres über die ciulgültigen Bestimmungen der Errichtung der jüdischen llc.mslttc in Palästina zu beschließen. Es wäre• die Verkennung des demokratischen Grundprinzips des Zionismus gcAde im Augenblick, wo die Demokratie in der ganzen Welt gesiegt hat. wir hoffen, daß unser Appell im Verein mit vielen anderen bei Ihnen eine günstige Aufnahme finden wird, und daß Sie ohne Zögern «lie nötigen Schritte unternehmen werden, um eine allgemeine Verständigung der Zionisten aller Länder über die konkreten Forderungen für die Wiederseßliafünacliinig «ler Juden im Land• «kr Väter herbeizuführen. Wir haben beschlossen, allen zionistische■ Ver- ,banden von den Schritten, die wir bei Ihnen Halernoramen haben, Kenntnis zu geben und erwarte» »o schnell als möglich Ihre günstige Antwort. Wir bitten Sic, geehrte Herren, unsere ergebensten zionistischen Gefühle eidgegeiizuneliuien. Das Komitee der Föderation «i«r Zionisten aus Belgien, ge7, Dr. L. Herz Jean Fischer,!Die in diesem Briefe enthaltenen üixlankengiUgc finden sieh auch in anderen Meinungs.uißenuTgcn, so 7.1V in einem Artikel des ״jewish Clironicle“ ii 1.011■ don vom 29. November. Dort beißt cs: י *Die Ankündigung einer internationalen z«m OCR. heu Konferenz, ist eine begrüßenswerte Nachricht, aber bietet Schwierigkeiten. Die Absicht, die Vertretung auf alliierte und neutrale Länder zu beschränken, ist nicht. «1frie«k־״ «teilend und, falls unvermeidlich, so sollte die Ko«- feresiz bis zu dem Zeitpunkt verschoben wcrilen, wo Juden aus allen Ländern ihr werden bciwwhneii können, ts ist schwer zu verstellen, auf welchen GrOtuk.» die Begrenzung beruht und wir sind nicht sicher, daß sie notwendig ist. Wir hätten das verstantkn, so lange noch der Krieg «lauerte, dann wäre das eine fkricksichtigung der vorherrschenden Bedingungen, aber in den gegenwärtigen Umständen scheint es un• läcberhell zu sein, «lie Juden der Zcntratmächtc von der Bcratung über einen Gegenstand von so vitalem gegen- Rundßcha u“ Dienstag, 31. Dezember.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.