Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1918-12-24 · Heft 57 (24.12.1918) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 57 (24.12.1918)
Date
1918-12-24
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2651273-2652077-2652133--11910-2669485
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

r ר ׳; (/'׳; , « ■ , V /־/ ■■■:ח; i::! :11; ן;1 fcr V, 1 Uii na״•;, , 11 y , . .. « i't c <> > י m; 1it I),. (lU׳n S-v K־'S G s 1' 1! ,ו f; der V; .’iUe] , »Ul;. Ullidc rer s!(•"• i t:,;>:•";'׳ י uab ft. i:.'r!1;11 1 11 j . l>1Uu:, ׳ v de 1 r Und 1:','; re Ar;,.';;’ sie IcU Bartl! . 1'ST Wii:..,. -'II V, oilu . r ö r ü;!. 1 י' führ״ ler Oiihj Auf;;,,;,. ■iiiber, lf. מ «•׳.?•■ )y>u ■ Gg «•) Mager,•, U1H.•־■’ h.'•' tioo: CKl« r. TciUj .ul’i•, fc״! f;[)icner,;״ ■ •rßi1biU׳el .«3, v-, r>״■ ß 0;;יון> 4ל:«ו ״־ ן 11;; ן Nh'.י s^,u tfi UWA*. äa£ ten QnK W\• It *.-־ eh: ’vi -Lf״ II M»־~ fi. i“. ן;•; 7! ׳11 י 11 י־ ״<;■;״ e.'.;■'•'1׳.,t e ־•ü• \ 3* ׳ ־׳״^ r{ j!; , M; | . - \\ ן / i M! [ ־ \■ \ ׳;־; \ 1 0:; A v ׳! ׳ \ i ׳׳ :! .... i’ZkZ*** c.TT V, Redaktion und Verlas: Jüdische Rundschau, Berlin \7, 15, S«,1.1 q 1 e ntr er. c 11*!**r״ tdheint wödicntl. am Freitag. Abonnement bei der Espeditioa und bei allen Poclämtcr.־, vicrtoljährl. Mk.4,50 in Deutschland, in Oesterreich-Ungarn Kr, 8,—, im Ausland ’di;. 6,50 Nummer 57 »erllrs, den 24.* Dezember!91; «t Vi « ■J ן l (10. k C ■ - . OPf.Tcar'nr׳; /r ,49 r, r i *tc l-Ur״'.;:cnto: Berlin Nr. 17592*. Fr..־ Oe Mr. 156030. Anzeigen die etd,'־'״:״׳;b; ■■.■r־.:R-g 70 0/n* Retlihiissrser.cLF.U di*.; 1:1 t'j X/llil• J J» 0.3 PiUi״ ׳*- -^f זז׳! {Jqj• ״Der Elordsr-ms c.v... die Schaffung eine? Cf '.׳ HeiinsiSÜe in Pe?"5r,r*e. »"מ»® 4.&ע8«3-^י•■ v׳ * 25.» 25. und 27. Dezember 1918 im Kaisersaal des Rheingold, Berlin» Bellevneoirasse («in Potsdamar Platz). « Tagesordnung: Mittwoch, den 25. Dezember» vormittags 95/j Uhr präzise: Eröffnungsrede Dr. Hantket ״Die zionistische Entwicklung“. Gedenkrede: Justiz-Rat Dr. Bodenheimer Wahl des Präsidiums. Aussprache. Nachmittagssitzung 37» Uhr: ״Zionistische Arbeit in Deutschland״, Referent: Kurt Blumenfeld Aussprache. Donnerstag, den 26. Dezember, Vormittagssitzung 97* Uhr präzise: Fortsetzung der Aussprache. Nachmittagssitzung'372 Uhr: ״Der Aufbau des jüdischen Palästinas״, Referent: Richard Licbtheim *Aussprache. Freitag, den 27. Dezember, Vormittagssitzung: Fortsetzung der Aussprache. — Wahlen. Wahlergebnisse: Frankfurt a. AI., Atisraclu'gruppe: Benno Kolin. Frankfurt a. M,, Lazarus Bart 11, Berlin, Delegierte; Willi David, Berlin, Lirsatzdclegierte. Düsseldorf: Ing. W e i ß m a 11 n, Düsseldorf, Dclegierter; Beruh. FrieuUnder, Düsseldorf, Ersatzüelcgiertcr. Berlin, MisraeJjigruppc: Hermaiin Struck, Ber-!in, Rabh. Dr. Wilhelm Lcvy, Berlin, Bibliothekar Dr. Hermann Pick, Berlin, Delegierte; Dir. Lipsehiitz, Berlin. Lazarus F*1rtb, Berlin, Willi David, Berlin, Ersatzdelegierte. Jialbcrstadt: Isaak Feuerring, 1 lalberstadt, Siegfries! Hirsch, i lalberstadt, Delegierte. Haiberstadt, Herzi-Club: Victor Bach. Halber- Stadt, Delegierter. Ratibor: Max Piticzowcr, Ratibor, De!c* gierter. Berlin, Miidchcnklubi Erna Neu mann, Berlin, Delegierte; Else Marcus, Ersatzdclcgicrtc. Posen: Dr. C11 o!1 e, Posen, Dr. M a ii a s s e. Posen, Max Mendelsohn, Posen, Delegierte; Hede Baer, Posen, Dir. J. Roscntnal, Posen, Jacob Brandt, Posen, Lrsatzdelegiertc. Posen, Herzl-CIub: Gcorjf Baer, Posen, Delcgierter. Erfurt: Dr. W o! f 11 c i ni, Erfurt, Delegierter, Dipl.-Ing. Elias Schein, Erfurt, lErsatzdelegierter. Breslau: Leo CErünthal, Breslau, Max Kober, Breslau, Dr. Hermann Badt, Dr. Fritz Sterilborg, Breslau, Ludwig Laqucur, Breslau, Delcgierte; Dr. Walter Stdnitz, Hugo Singenuann, Breslau, Lrsatzdelegicrte, Krotoschin-Atilitsch: Margarete Katzencllenbogen, Krotoschin, Delegierte. Berlin, Herzl-CIub: Heinrich Margulics, Berlin, Isaak Feuer ring, Halber stadt, Delegierte; Max Kober, Breslau, Alfred Marcus, Berlin, Ersatzdelcgicrtc. Posen: Zionistischer Mädchenklub: Phylla B a u in g a r d t, Delegierte. Hindenburg: R.-A, öerson, Berlin, Delegierter. Gnesen: R.-A. Ncmann, Gnesen, Delegierter; Eugen Oclsner, Gnesen, Ersatzdelegiertcr. Hannover: R.-A. Her zf cid, Hannover, Otto Lehmann, Hannover, Delegierte. Hohensalza: Rabbiner Dr, Wiesel. Hohcnsalza, Delegierter; Berthold Ooldschinidt, Hamburg, Ersatzdelegierter. Zionist. Mädchenklub, Oströwo: Dr. UoSchc• reck, Posen, z. Zt. Berlin, Delegierter. Wronke: Frau Prof. Locwe, Berlin, Delegierte. Köthen, Anli.: Asscssqr Hurwitz, Köthen •i. Anh., Delegierter. Kattowitz: Joseph L a dit mann, Kattowitz, Dclegierter Stolp I. P.: Dr. :Ludwig Aron, Stolp, Delegierter. Weitere Wahlergebnisse siehe ST. 6 dieser Nummer. £j 1 / iJl ׳ K, *.׳Ati Seit dein letzten ördcntlickcn D:!e״icrter»ta״ der Zionistischen Vcrdnigur.״ für D;־at:ehinnd, der im Jahre 1914 in Lei!,;:;111״;;’..d, liat die Welt eiuni IJiir.iui׳/ crU'ht, wie ihn j:er, die vor 21 Jahren in lk\׳;d ijnG'j.aüöim'iii Judenfrage durch AtiEvlellu»־׳ c״׳;״; für jene Zeit unerhört kühnen Programms eine radikale Uk.ung gaben, kaum zu ahnen vermochten. 1 In den zwanzig Jahren ihres- Bestehens hat die Zionistische Weltorganisation keine größeren Fortschritte aufzuweisen, als jene, die sie während der Kriegsjahrc gemacht hat. Die zionistische Bewegung ist in diesen Jahren zu der großen, alle Teile des jüdischen Volkes ergreifenden und sie ׳zu einer starken nationalen Einheit ־zusammenschweißenden Macht geworden, die der überwältigendcii Aufgabe, die sie sich gestellt hat, der Erneuerung des jüdischen Volkstums irn Lruide der Väter und der Erhaltung und Stärkung der jüdisclien Nation in den Ländern der Zerstreuung, gewachsen ist. An dem Prozeß dieses ungeheueren Wachstums der zionistischen Macht hat auch der Zionismus in Deutschland als organisches Glied des Körpers der Gesamtorgänisaiion seinen Anteil. Zu den für die Gesamtorganir.ation bedeutungsvollen Mofiven des Aufschwungs und Kräfiezuwachscs, wie sie die Zustimmung der überwältigenden Majorität der jüdischen Volksvertreter zu den zionistischen Forderungen und die epochalen Erklärungen der Weltmächte, sowohl der 5ia.־■:וreg:ert!ng'an als der sozialistischen Arbeiterparteien darstellt, kommt noch ein besonderes Moment hinzu, das den Boden für den sieghaften Einzug des Zionismus in die Herzen der Judenhcit vorbereitet hat. Eine große Zahl der jüdischen Soldaten hat der Krieg —- teils als solcher, teils durch den Zufall seines Verlaufes ־— zu einem jüdischen Erlebnis geführt. Wir wollen hier nicht von dem das Gewissen aufrüttelnden Geschicke des Juden sprechen, der als Soldat gezwungen war, seinen Bruder im anderen Lager als ״Feind“ ׳zu betrachten. Diese Tragik teilt das jüdische Volk mit vielen anderen Völkern. Ein tieferes und nachhaltigeres Erlebnis: war cs wohl, wenn den jüdischen ׳Soldaten im Schützengraben dar» Gefühl des Andersseins gegenüber seinen mchtjüdisch.cn Kameraden beschlich tuler vielleicht nie verließ. Vielen Tausenden solcher Juden «tag ,K13> d.lüCX *־־■ den einen unklar, dem anderen deutlich — zum Bewußtsein gekommen sein, daß* dieses Anderssein sich nicht schlechthin durch׳ das Anderssein1 seiner Konfession erklären läßt und inanchcm — das ־wissen wir aus Briefen und Gesprächen —׳ hat die jüdisch-nationale Idee warn ersten Mal irn Schützengraben, also gerade dort, wo die gemeinsame Todesgefahr alle Unterschiede aufaih'ebcn schien, ans Herz gegriffen. Und was dem jüdischen Soldaten aus' Deutschland eine besondere Gelegenheit gab, sich mit der naticnal-jüdicahen Idee b nt und vertraut *zu maclvai, war der 7,1 der Krieg in jene Gegenden O. denen •er das national־:ikijed:1 ב. zu Angesicht sah. Gewiß, war Augenblick, der ihn in •die St,;10 einer unter dein polifirchcn Druck entsetzlich leidenden jiidi Aber unter der Decke ckai äüi;;rc:1 Elends konnte er, wenn er nur da wiiäg Fcl;.v d;r wra־, das große und uners'chC;־..'i:.־.he :Fraavoi ir jener eehöpfcrischeu Kräfte cat;!:;h;'.u, die ci: Volk, zur Nation m־..״'־n. ב Mac.:c mm Der jüdischen n.״lis;v'.;a י1!is 'D aale3״׳: laiid erwachsen mit :'.:r 1:׳ .;׳״ M.tt: d: k;1 jiHFGica Leben Deutsclilcmd:־-• he; Ar':,?A ,,i - יי' ...... ■ , iür״ gaben. Es gilt des F.rie ־ e e־ j.'/'' ».Ki k i ׳.<• 1«... fruchtbar 731 mndrn. '1'': ׳":־ .״,iga Annäherung an die •.e.:■;׳ ' ‘־:: / 1a:t1'J ג;;׳ '.'׳־ zun; nationalen Eev,. ' ' ׳.. Ml ׳. D;rt , . ״ , . ׳ , all, durch den ihn;,;r.ropra führte, in L'011 von Angesicht ca kein günstiger 1 und Wohnungen cf irciiom'nehcn iViT'׳ führte. 'Ancri'cnmmg der Existenz eines jüdischen Vc. •es muß zur Zugchörigkcitscrkiänmg zu unserem Vorne intensiviert werden. Der jüdische Kongre# in Deutschland, dessen Organisierung und Lüftenifimg von zionistischer Seite bcscliloiÄt-n wurde, wird die Plattform abgeben, von der aus sich die Erfaftnmg dieses wertvollen Mcnschenmatcrials am großzügigsten ermöglichen läßt. So ist cs verständlich, daß der ernte Dclcgicrtcntag der Zioiiistir-chcn Vereinigung für fX'iiGchland nach dem Kriege die Frage des jüdischen Kongresr.es in ׳ Deiilsdilaml zu eim־m 1 imiptberatmigsgegenstnnd der Tagung macht. I>urch die politischen Vorgänge der letzten Wochen ist in Deutschland der Boden für eine starke national-jüdische Bewegung uftgeheuer gewachsen. Die Revolution hat eine große Zahl äußerer und innerer Hemmnisse für die Ausbreitung des jüdischen demokratischen Volksgedankcns mit einem Schlage Beseitigt. Ein fast nicht übersehbares Feld fruclitbarster Tätigkeit hat sich den aufbauenden Kräften unserer Organisation eröffnet. Die jüdische Revolution ist auf dem Marsche. Sie wird an die Stelle des engherzigen und eingeengten Kuliusgemeindensystems die das ganze jüdische Leben erfassende und umspannende Macht der jüdischen Volks ge mein de in Deutschland aufrichten. Sie will dem jüdischen Vlke in Deutschland zum Sieg gegen die bisherigen volksfeindlichen jüdischen Führer verhelfen und seinen organischen An- Schluß an den Gesamtkörper des jüdischen Volkes ermöglichen. Im Zeichen des siegenden Zionismus steht auch jener andere gewaltige Fragenkomplex, mit dem sich der deutsche zionistische Delegiertentag eingehend beschäftigen wird: die Probleme des Aufbaus Palästinas. . Das Stadium theoretischer Erörterung für weit in der Zukunft liegende Kolonisntionspjänc ist endgültig vorüber. Eminent praktische Aufgaben liegen vor uns und sie müssen praktisch gelöst werden. Trotzdem ist es aber von der größten und entscheidendsten Bedeutung, in welchem Geiste diese praktischen Aufgaben gelöst werden. Ein Dclcgicrtcntag mag nicht einzelne Fragen des palästinensischen Wirtschaftslcbcns entscheiden, er mag dies den dazu berufenen Fachleuten überlassen wollen. Was aber keinem Fachmann, auch nicht dem bewährtester!, überlassen werden darf, ist der Geist, in welchem eine Lösung der wirtschaftlichen Probleme versucht werden soll. Bei den weitgehenden Meinungsvcischiedenheiten,die unter den Fachleuten auch noch in prinzipiellen Fragen herrscht, ist es durchaus nicht gleichgültig, welcher prinzipiellen Meinung der für die Ausarbeitung des jüdischen Kolonisationswerkes in Palästina bestellte Fachmann huldigt. Richtlinien für den Kolonisationsplan zu geben, ist eine der wichtigsten, wenn nicht die wichtigste Aufgabe einer jeden zionistischen Konferenz dieser Tage. Das jüdische Volk muß das Recht und die Möglichkeit bekommen, auf die Gestaltung seiner nationalen Zukunft in seiner alten Heimat den allein aussclilaggcbcndcn Einfluß zu haben. Es ist unsere tiefste Ucberzcugimg, daß das jüdische Volk in seiner alten Heimat dem Geist der Freiheit und Demokratie einen sicheren, stolzen Hort zu ■er• richten gedenkt. Der Delegiertentag der Zionlstisehen Vereinigung für Deutschland wird beweisen daß die deutschen Zionisten den Geist der Frei• hdt, der das ganze jüdische Volk durchzieht, als den ihren anerkennen und bewähren wollen. Eine neue Zeit ist für unser Volk angebrochen Ucberall steht das jüdische Volk in hartem •Kampfe gegen die niederrciOcnden. äußeren und innerer Mächte. Aber überall hat sich die Kraft dtrjüdi ־. : ■r Volksidee mächtiger erwiesen als die anstünu Gewalt des äußeren und inneren Feindes. 1!T Zeichen dieses Sieges der jüdischen nationalen!da wird auch der Dclcgicrtcntag stehen. Er wirt dem jüdischen Leben in Deutschland einem mach' tigrm Ansporn zu neuer Kraftanspammng und neue; tnt.alUmg geben auf daß das deutsche Judcntun cm .eoendigcs Glied des jüdischen Volkstänze! uiCi ae. 1 , ^[rt ^grüßen den Dciegicrtentag der Zionlsti eenen Verdingung für Deutschland!

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.