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Jüdische Rundschau · 1918-12-13 · Heft 54 (13.12.1918) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 54 (13.12.1918)
Date
1918-12-13
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 422 Nr. 54 $ An alle Juden! Genossen! Brüder! Aus den blutigen Trüiumern, mit denen der ׳vierjährige Krieg die ganze Welt bedeckt lud, wächst ein neues Lehen auf, entsteht eine neue Welt, eine Welt der Freiheit und Gerechtigkeit I Das Volk kommt ztt Wort, das Volk kommt zu Macht, Volksregierungen übernehmen überall die Macht. In L tt b- 1111 umi in Krakau ist die politische Volksrepublik bereits proklamiert worden, dort bat sich bereits eine provisorische Volksrcgierung •gebildet, die in ihrem Atanifest die unbeschränkte bürgerliche Freiheit, die vollständige Gleichstellung aller' Bürger ohne Unterschied der Nation und Religion, die weitgehendsten sozialen Reformen und das sofortige Zusaminoiitrcten der Konstituaute proklamiert, 111 diesem Manifest ist aber die jüdische Nat i o n noch nicht anerkannt wurden, kciuWort ist darin über unsere nationalen Rechte, weder in den Gesetzen, die sofort durchgeführt werden sollen, noch in deiijcn gen Gesct/.csvorsehlägeit, die erst der kommenden Konstituante unterbreitet und von ihr bestätigt werden sollen. Die provisorische Volks rcgierung mit» noch von ganz. Polen anerkannt werden, die Volksrepublik hat sich noch in ganz, Polen zu befestigen. Indem wir s;e stützen und beim Aufbau helfen, müssen wir uns gleichzeitig als e i n 11 c i 11 i c h e n a t i o n a 1 e Körperschaft organisieren und die Verwirklichung unserer nationalen Forderungen kräftig verlangen. Möge das jüdische Volksleben nicht der einzige Schlupfwinkel sein, in dem noch das alte Spinngewebe hängt! Möge das jüdische Leben nicht vergessen werden! Ls darf nicht von bigoneu und Fremden im ersten Drang der revolutioniirc« Begeisterung einfach liquidiert werden. Mögen wir nicht dazu verurteilt sein, erst später nachltolen zu müssen, was jetzt vernachlässigt und vergessen wird. im jüdischen Volksleben mit» auch und gerade jetzt diejenige \) nt wülzung Platz greifen, von der man bei uns in der letzten Zeit soviel spricht. Jüdische V olks g e m e i n d e 11 : Organe der ji'uiisehen Selbstverwaltung müssen geschaffen werden, die alten Gemeindeverwaltungen müssen sofort zu rück treten, ihren Platz müssen neue Vcrwaltungen - auf demokratischer Grundlage gewählt — eimidunen. Unverzüglich muH die Vorbcreitungsarbcit f ii r d e n nationalen jüdischen Kongreß einsetzen, der den jüdischen Volkswillen sowohl in Fragen des jüdischen Lebens in Polen wie auch in der jüdischen Weltfrage, die im Zusammenhänge mit Palästina zur Tagesordnung der nahen Friedenskonferenz gehört, ausdrücken .;oll. Wir fordern noch einmal öffentlich die nationaljüdisclicn Parteien auf, mit uns zusammen ein O r g a n i s a t i 0 n s k o mi t c « zu bilden, das den Kongrell einberufen soll. Die Zeit dazu ist schon da, man darf den Kongreß nicht mehr verschieben, Bis der Kongreß Zusammentritt, soll eine provisorische na t i o 1t a 1 j ii d i s c 11 c Repräsentanz, gebildet werden. Vom ersten Augenblick der Umwälzung an wird gegen uns Juden ,gehetzt, will man die ganze Bewegung als eine jüdische stempeln, und als solche ersticken. Die dunklen Kräfte organisieren sich und möcliten die Volksrepublik Im jüdischen Blute ertränken. Deshalb müssen wir organisiert und stark sein. Gestärkt durch unseren einheitlichen Willen wollen wir kämpfen für unsere nationalen Rechte und für unsere nationale Freiheit. Das Zentralkomitee der Zionistische« Organisation Pole n s. * Wie das Warschauer ״Jüdische Volk'* mit-, teilt, beschloß die Verwaltung der Warschauer Jüsii׳ scheu Gemeinde ihre Mandate ni cd erzu legen und ihre Tätigkeit einzustcllen. *Die Verwaltung hat von ilmem Beschluß dem Ministerium Mitteilung gemacht. Auch die Lodzer Jüdische Gemeindeverwaltung hat demissioniert. Krakau, Die Kultusgemeinde hat die vom Jüdischen Nationalrat für Westgalizicn gestellten Bedingungen angcnominen, Lin aus den nationalen Parteien zusammengesetzter Ausschuß wird im Lhivernchnien mit dem unter Leitung von Dr. Rafael Landau stehenden Kultus- Vorstand eine neue demokratische Wahlordnung und ein Programm für die Volksgemeinde ausarbeiten. Die Neuwahlen sollen so bald als möglich stattfinden, Lemberg. Inmitten der durch den polnisch-ruthenischen Konflikt verursachten Wirren, die die Stadt Lemberg in ein Feldlager verwandelt haben, üi dem der Bürgerkrieg tobt, Haben die nationaljüdischen Parteien sich der Kultusgemeinde bemächtigt. Der mit der Leitung der Kultusgemeinde betraute Regierungskommissar Dr. Parnas wurde ab ge setzt. Die Führung der Geschälte übernahm unter jubelnder Zustimmung des ganzen Volkes ein Komitee, an dessen Spitze die Präsidenten des Jüdischen Nationalrates, die Zionisten Dr. Michael Ringel und Dr. Leon Reich, stehen. Nähere Einzelbeiten fehlen, da die Kommunikation mit Lemberg unterbrochen ist. Przcmysl. Zum Leiter der Kultusgemeinde wurde der bekannte poale-zionistische Führer Dr. Max Rosenfc Id bestellt. JUE D1C, €: * r; U : ״H 0 ״ M A U ZisA _:a Zu einer (־her ni;:״ Erwart m U;:A־::dtsvoHt_;1 Kund• gebini״ ^eül.iltCiC ii «‘!*!2 vau!X’f /־ i o n i 011 6 c h c ח Ort א g r tt p pe in Drei; 11;': 11 ׳1!׳ i. Dr .׳naher V<׳r* anr.laltetc ötfer.Uki:׳' Vcr;n.nri■:::;׳, in der lierr Rechtsauvvait Dr. Alfred Klee aus Feil!11 einen etwa!1/!•stuiidi,gen Vorlr,!(״ über ״!> i c i'o r U er u n gc 1! des jü־ di sc he n Volkes;;;1 die, F ri cde n« kon f c renz“ hielt. Schon der Umstand, daß eine Marscnvcf- Sammlung von über 70ß Juden überhaupt zustande* kommen konnte, bedeutet für D;v״.dcn, das als die jlte I focliburg der Assimilation nnznec'icit i ■t und kaum (10(10 jüdische Seelen zählen öiiriic, einen Erfolg, der bisher noch nie erreicht wurde« ist. And* «ler Bermel! wies ein bisher ungewohnte:; i'iki auf, denn jiehrn bekannten Vertretern der hie.ä-׳cu k־a:־'iü '::!;eil Reiijiotisgcmeiudc war deren Vorstand fest volizähhg er..cI1ienen. Herr Dr. Klee sprach in seiner Iu!;::m1tc11 packenden 11ml temperamentvollen \7ei:r, um! reine Aitslühnmgen wurden immer vo.' ucueni durch minutenlang anhaltende Bciiallsslinmningcii unterbrochen. Wir stehen bereits vor den Toren Palästinas und deshalb ist der entscheidende Augenblick gekommen, wo sich auch das deutsche Judentum in unsere Bewegung citisehalten muß. Sonst besteht die Gefahr, daß es bei der Neugestaltung unserer Zukunft beiseite stellt und schließlich sogar zu einer Sekte mir.aiiet. Die Pflicht, gerade jetzt, trotz des Ernster* der Zeit, an die große üeffe״ihchkeit her,11ו zutreten, ergibt sich aus folgenden zwingenden Gründen: 1. Infolge der starken Beschränkung des Versamm- Ittiigsrechles und der Zensur mußten wir uns während des Krieges viel zu lange Zwang attfcrlcgcn; 2. Wir befinden uns in einer Revolution und die C'ncschichte lehrt, daß Revolutionen gerade auf die Juden nicht die günstigste Wirkung ausgeübt haben. Insucsondere ist ztt befürchten, daß Verschiedene jtn Rausche der Freiheit ihr Judentum absireiieu können. Der gegenwärtige Augenblick ist also besonders berufen, das Judentum zu stärken und zu vereinigen. 3■ Neben der Absplitterung weiter Kreise durch falsche Begriffs,־!uffassting der Freiheit wird eine große Gefahr in der bevorstehenden Trennung von Kirche und Staat erblickt, wenn deren Bedeutung auch nicht überschätzt werden soll. 4. Wir wollen uns endlich brüderlich aussprechen, tun für die Friedenskonferenz, die nicht mehr lange auf sich warten lassen wird, genügend genistet zu sein. Anschließend wurden die bekannten Forderungen an die Friedenskonferenz eingehend besprochen. Am Schluß wurde eine flammender Protest gegen die J u d e 11 pog ro m c in Polen und Galizien zum Ausdruck gebracht. Schließlich wurden von der Versammlung folgende Entschließungen mit allen gegen 8 Stimmen nngenommen: Die Versammlung erklärt ihre Uebercinstiminung mit dem Kopenhagens Manifest der Zionistischen Welt- Organisation und verlangt von der Friedenskonferenz: 1. Die Anerkennung des jüdischen Volkes als gleichberechtigtes Glied der Völkergemeinschaft mit dem Rechte des Beitritts zum Völkerbund. 2. Die 'Schaffung der nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina. 3. Die Gewährung der nationalen Autonomie für die Judenlieit des Ostens, sowie aller anderen Länder, deren jüdische Bevölkerung sie wünscht. Die Versammlung protestiert in der schärfsten Weise gegen die Judenpogrome fn!,ölen und Galizien, durch die das polnische Volk sich in der Stunde seiner nationalen Befreiung befleckt hat. Sic richtet ihren Appell an die gesamte Kiilüirwclt, an den. internationalen Sozialismus und an die polnische Demokratie, den Greueln ein Lude ztt machen und die Ansprüche der polnischen Juden auf bürgerliche und nationale Gleichberechtigung zu verwirklichen. Die Versammlung bittet die siiensisehe Vo I k 8 re gl er u ng. auf die Reichsregic• ru itg «laliin zu wirken, daß eine unparteiische, internationale Kommission mit der Untersuchung der Pogrome betraut wird.; Die Vers a m m 11t 11 g begrüß( d e n Ged a 11 - ken einer jüdischen Kongreßbewegung in D c u t s c h 1 a n d. In der darauffolgenden Aussprache erklärte lierr Justizrat Dr. Johannes Lehman« als Vertreter des Genieindcrates, daß nur ein Bruchteil der deutschen Juden und überhaupt der Juden in anderen Kultur- Staaten sich zum Natioj־alj1:d.!1!U1!n bekennen. Die übrigen deutschen Juden betrachten sieh als unabiöshnre Bestandteile des deutschen Voll;es, begrüßen aber den Gedanken der Schaffung einer reehliid! gesicherten I leim• stiitte für die bedrückten 1'mlen des Or.Diia. Im übrigen hält er es, für sehr beüenididi, in der Zeit, da Deutschlaiul darniederliegi, Sonderwiiaschc geltend zu machen. Die Attseinamknuizur.ge» von Dr, Lehmann lösten bei einem großen Teile der Anwesenden einen derartigen Sturm der Entrüstung aus, daß cs mit Mühe gelang, ihm Redefreiheit zu sichern. Als Nichtzionist bekundete der Merigc zweite Rabbi׳ ner Dr. Gärtner cdm: Sympathie für die Ziele des Zionismus, Vor allem liegt j־m;t der Gedanke Her Erriditung eines kulturelle« Zentrums für das Judentum nahe. Mit einem wirkungsvollen Schlußworte des Referatten endete die Veiv.rumalur.g 1!:־a V;12 Uhr, die außer einem glänzenden Erfolge noch außen ca. 50 neue Mitglieder brachte, Fernerctcl’.teein orthodoxer Verein von etwa€0 Mitgliedern den korporativen B c i t r i 11 in Aussicht. Die Eindrücke der ,Versammlung haben sich als nnchhahend erwiesen, da sie auch;;interner in weiten Kreisen vielfach besprochen wurden. fn Hamburg fr. d i s c 11 c V o! k 5 v c r statt, die von der /״:, Altona cinberufett d i s c 1t e n N a c 1; r i e Sammlung eine So:;־;'־“,; die neuesten De ״•:ד;'■; gegen dieselben i'a r.k öffentlichte. Mit eh;-.;. d an! 0. Dezember eine jü־ s pi ® I u n g im Curio Haus. s»,:ee:;1 Crrgrimpe Hamburgv. ,.Hu!,״׳; ü urger J u 1 s a“ *:;;Her. iar «Ireec Vcr- n.:'r dm:,־!•:,! lassen, welche* vH , ז (l’>׳e׳ro:.־e und die > ,■H : Prof rate vcr-;;ו erf brgarm glich die Versammlung, in der dann zunächst Herr R, A Dr. Victor über das Thema ״Die Schicksals• stunde des deutschen J u d c n t u m s" sprach. Er führte aus, «lall die 'imgcitciire Umwälzung in Deutsch' 1,111:1 nicht ׳ spurlos an «km inneren Verhältnisse» <!« deutschen Juden voriil>erg<׳l1cn «lürle, D.is deutsche Judentum müsse sein Schicksal »eibat in die Hand iiclutu'is umi dazu sei tim■ grundlegende Umgestaltung der Verhältnisse in den Gemeinden und in den repra• scntativcn Organisationen notwendig. Fort mit den Notablen! verlangte Dr. Victor unter dem Beifall der Versammlung und forderte für dar, gesamte jüdische Leben die breiteste demokratische Basis. Dem deutschen Judentum müsse auch Gelegenheit gegeben werden, seine Steilung zum jüdischen Volke selbst m be' stimmen und darum verlange der deutsche Zionismus einen Kongreß aller derjenigen Juden in Deutschland, die sich bewußt /um jüdischen Volke bekennen. Der zweite Redner, Herr C. Z. Klötzel, stellte fest daß das deutsche Judentum jetzt vor eine Frage ge’ stellt sei, die jeder Einzelne nur mit einem glatten ״Ja“ •oder ״Nein“ zu beantworten habe: Ob er sich znrn jüdischen Volke bekenne oder nicht. Dies sei die Schicksalsfrage, Die Antwort, welche die drei Vcr biindc in ihrer Erklärung der ,,jüdischen Deutschen‘' auf diese Frage gegeben haben, könne keinen Anspruch darauf machen, die Antwort des deutschen Judentums zu sein, denn dieses sei von den Herren überhaupt nicht gefragt worden. Die richtige Antwort könne nur so erfolgen, daß jeder Einzelne in freier Scibsthestim Utting sein Votum abgibt. Der Zionismus werde dieses Votum dadurch herbeizwingen, daß er die deutschen Juden aiifrufcn werde, zu einem Kongreß ihre Vertreter zu entsenden, <!cT das Parlament derjenigen Juden in Deutschland werden soll, welche ihrem jüdischen Volkstum nicht entsagen wollen. In der darauffolgenden Aussprache vermieden cs die Sprecher bestimmter orthodoxer Kreise fingst•!ich auf die Frage des Kongresses cinzugchcn. Zum erster* Male beteiligten sich erfreulicherweise and! einige o s t j ii d i s c h c Vertreter an «ler Aus- Sprache, die ausnahmslos sich auf den Boden des Zionismus stellten. Eine improvisierte Willensäußerung ergab mehrere 100 Stimmen für den Kongreß. Auch die Ortsgruppe gewann wieder zahlreiche neue Mitglieder. Veriraucnsniänner-Konferenz des Jüdischen Nationalfonds für Deutschland Wie im vorigen Jahre beabsichtigt die deutsche Zentrale des Jüdischen Nationaifonds auch diesmal eine. Konferenz der Vertrauensm ihn net während des Dclcgicrtentagcs cinzuberufen. Das genauere Datum wird noch bekanntgegeben. Wir brauchen nicht zu betonen, wie außerordentlich wichtig cs ist, die Einkünfte des Nationalfonds in Deutschland mit allen Mitteln zu steigern. Hierzu bedarf es einer gründlichen Ausspräche über die Propaganda-Möglichkeiten in Deutschland. Es ist daher dringend erforderlich, daß jeder unserer Vertrauensleute, der cs irgend ermöglichen kann, sich an der Konferenz beteiligt. Wir bitten alle Vertrauensleute, die voraus* sichtlich auf dein Delegiertcntage in Berlin anwesend sein werden, uns dies zu unserer lnforination unverzüglich niitzuteüen, jüdischer Nationalfond, 1 Zentrale für Deutschland, Wollstciner. #, Mitteilungen des K. J. V. Altona: Hbr. Bbr. erteilt Auskunft Dbr. Luit, Gählerplatz 0, Tel. Hansa 7147. Breslau: Durch kommende Bbr. Bbr. wenden sich an Bbr, Daniel, Höfchenstr. 83, Tel. 8408. Berlin: V. J. St. Has inonaca: Nach Berlin zurückgekelirte Bbr, Bbr. melden sieh telephonisch bei Jakob Lcvy, Norden 2064 oder auf der Kneipe Moabit 8313. Düsseldorf: Durchreisende Bbr. Bbr. wenden sich an Bbr. Michalowski, Flingcrstr. 23, Hamburg: Bbr. Max Lcwy, Loogestieg 13, pt. stellt sich Bbr. Bbr. zur Verfügung. Kiel: Bbr, ilbr. wenden sich an Ernst Lehmann, Mnistr, ö, III. Posen: Treffpunkt Heim des Krieg«• V.J.ßt. Posen, Berliner Str. 5. Königsberg: Bbr. ilbr. wenden sich an Bbr. Konti, Neue Domgassc 33, Tel. 6833. Frankfurt a. M.: Wohnung des V., j. St. ״Saronia" Unterlindaii 21. Stettin: Donnerstag, Stammtisch im ״Alten Luftdichten“, Breite Straße 39, Bbr. Bbr. melden sieh bei Bbr. Petzal, Hohcnzoilcrnstr. 73. Für jüngeren Arzt (Feldhilfsarzt oder ähnlichen) ist Assistcntcnstcllc in einem Barackenlazarett in Ber- I i 11 frei. Betreffender kann militärisch angefordert werden, Arbeitszeit 9-12 vorm. Gelegenheit, sich Privatprnxis zu erwerben. Reflektanten wenden sich an das Präsidium des K. J. V., Sächsische Str. 8. In einer Provinzstndt (Provinz Brandenburg) be stehen gute Nicdcrlassungsinöglfchkcitcn für jüdischen Rechtsanwalt, Ar/t und Zahnarzt. Verhältnismäßig starke jüdische Gemeinde. Zionistische Tätigkeit an leitender Stelle sehr erwünscht und erfolgversprechend. Entfernung Berlin 2 Stunden. Auskunft erteilt das Präs, d. K. J. V. , Eine Firma braucht einige Maschincnteclmiker und Maschineningenieure. Es können Diplomingenieure sem, doch genügt auch Fachschulbildung. Nänercs zu erfahren beim Präsidium des K. J. V. Nachrichten Berlin. Unser Gesinnungsgenosse Leutnant der Re*. Kurt 111 in a n n -Frankfurt a, M. ist in englische Gefangcnschaft geraten. ,,. . Vizcfcldwebel William S a c h a r Berlin (K. J. V.) ist gefallen.

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