Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIII (1918)
- Issue
- Heft 54 (13.12.1918)
- Date
- 1918-12-13
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Die jüdische sozialdemokratische Arbeitergruppe Boa le-Zion in Berlin eröffnet am Sonntag, 15. Dez., 7 Uhr abends, in der Linienstr. 159111 deii jüdischen Kulturverein ״Bo roch uw“. Daselbst werden Beitrittserklärungen täglich von S bis 10 abends entgegengenommen. Berlin. Der ilapocl Mazair veranstaltet von Zeit zu Zeit hebräische Konversation sab ende, auf denen besonders Palästina- und A r 1» e i t e r p r o b 1 e m e behandelt werden. Der nächste Abend findet am Sonntag, dem 15. XII. in den Räumen des Hapoci iiazai'r statt. Zur Besprechung kommt ein Aufsatz aus dem in den letzten Tagen aus Palästina eingetroffenen Sammelbuch Haarcz wchaawoda über ״Die neuste Entwicklung des l>a 1 ä s t i n a -1. e b e 11 s״. Gäste willkommen! Berlin. Vor kurzem fand eine General vcr- Sammlung des hebräischen Bcth-Waad statt, in der die zukünftige Tätigkeit der Institution für die Ausbreitung der hebräischen Sprache in Berlin erörtert wurde. Das Haupt referat erstattete Herr Israel R e ichert. Mi der Diskussion beteiligten sich u. a. die Herren E. M. Lipscliüt z, B. K r u p n i k, Dr. Herrn oiii, J. Cohn usw. Dem neugewählten Vorstaml wurde die Aufgabe übertragen, energischer als bisiier sich der hebräischen Arbeit in Berlin zu widmen. Als Aufgaben de» Beth-Waad wurden bezeichnet: Abhaltung regelmäßiger hebräischer Vortragsabende, Einriciittmg eines hebräischen Heimes, Gründung von hebräischeu Kindergärten, und Kursen, Propaganda des hebräischen Gedankens' in der jüdischen Presse und durch Flugblätter, Rundschreiben etc., Veranstaltung öffentlicher Massenversammlungen für den hebräischen Gedanken u. a. m. Die Vorstandschaft hat sich bereits konstituiert und ihre Arbeit aufgenommen. Sie wird regelmäßig über ihre Tätigkeit in der Presse berichten. Berlin. Die Channnkkah-Feier im Kriegsgefangenenlager Düberitz. nahm dieses Mal einen besonders feierlichen Verlauf. Rabbiner Dr. Joseph hielt zunächst einen Vortrag über den Sozialismus im Judentum im Vergleich zu den sozialen Bewegungen der Gegenwart. Darauf wurden die Chanukkah Lichter angezündet, worauf der Seelsorger in hebräischer Rede die Bedeutung des Festes auseinandersetzte. Bei der daran sich anschließenden Theatervorstellung wurde ״Har Kocliba“ und ״Kampsin und Hungerinann“ gegeben. Der Vorsitzende des Lagerkomitecs, Herr caiul. med. Gilmowski, der sich neben dem Geistliehen große Verdienste 11m die geistige und körperliehe Hebung erworben hat, dankte in beredten Worten namens der Gefangenen Herrn Dr. Joseph und stiftete '20 Bäume auf den Namen des Seelsorgers. Berlin. Der Ausschuß für Kricgsstatistik, der von Jen bekannten großen Organisationen bald nach Kriegsausbruch begründet wurde, bemüht sich gegenwärtig, das im Laufe des Krieges gesammelte Material zu vervollständigen und möglichst lückenlos auszugestalten. Infolge der ständig andauernden Ncucinbcriifungen konnten die in fast allen Gemeinden vorgenoimnenen Erhebungen kein abschließendes Resultat liefern. Vor allem war cs unmöglich, das endgültige Schicksal eines jeden Kriegsteilnehmers fcstzustellcn. Jetzt aber, nachdem die Truppen in die Heimat zurückkelircn, gehen die Gemeintlen auf unsere Auffordcrimg hin daran, eine nochmalige Feststellung zu treffen nzw. ihre bisherigen Ermittlungen zu vervollständigen. Wir richten an alle Feldzugsteilnehmer die drin-;;ende Bitte, die Gemeinden ihres Wohnortes bziv. ihrer neuen Niederlassung auf das tatkräftigste zu unterstützen, indem sie sorgfältig alle Angaben ausfüllen, die in unseren Listen enthalten sind, welche von der Gemeinde als Unterlage benutzt Werden. Da es sicherlich jüdische Kriegsteilnehmer geben wird, die nicht von den Gemeinden erfaßt werden, weil sie dort nur vorübergehend ihren Wohnsitz hatten, und keine Angehörigen besitzen, die über sie Auskunft erteilen könnten, wäre es ganz, besonders erwünscht, wenn die jüdischen Feldzugsteilnchmer direkt *n uns •Mitteilungen über alle ihnen bekannten jüdischen K craden, die mit ihnen in der gleichen Abteilung fcüieiit haben, zukommen lassen würden. Es genügen 1ür uns Angaben des Vor- und, Zunamens, des Bcrufes, des Geburtsjahres und des letzten Wohnortes. Sollten genauere Mitteilungen gemacht werden können, so sind sie selbstverständlich sehr willkommen. Wir sprechen die Hoffnung aus, daß cs durch eifrige Mitwirkung der jüdischen Kriegsteilnehmer gelingen wird, ein den Tatsachen entsprechendes Bild von dem Umfang der Beteiligung der deutschen Juden am Heeresdienste in Bälde zu gewinnen. ־ Ausschuß für K ri egsstat i s,t i k. Berlin W 35, Steglitzer Str. 911. Berlin, Der neutrale Jüdische Jugendbund Berlin hatte zum 9. Dezember, eine Versammlung «üt dem Thema: ״Zionisten und Nichtzionisten in Deutschland. Ist eine Vcr- »tiindigung zu erzielen?“ cinbcrufai. Nach kurzen einleitenden Worten des Vorsitzenden der Ver- «mmlung Rechtsanwalt Dr. Apfel, erhielt 1 faulem Dr. Cora Berliner das rat. l)ic Vortra JUE Erwarten sclicilc;־;!, ) 1 >!'׳: tä!;׳;:;eben Nii.1,1- Zionisten vor die V: . ׳, 7. ׳;׳ fj,ic;1 ur,d dort ihre besonderen \7ü. \x. Y׳:X; Ha. i;1 dar;ui das Referat sich .•־.u־׳ch;K\'. ex'::1 L; 1 äa.a badauaric zunächst Dr. Tln.il! . ' ' 1 1־ f'.l. den! der Verstäiuligiuigsnktion im Cohn (Kr.Uowitz.), Mitglied des neutrale 1 lä־;u־e:;;.i verurteilte aufs sc h ä r fs te k;h י׳"י1 de öffentliche 1 ’ r o t e s t e r k 1 ii r u n (׳ >;״!,.'i Vcr!;."::.׳Je ׳;׳egen den Zionismus. 1!ans G 0 3 iהr hab u ui phiizijädlcii Gegensatz /wischen •״ der jcaiaih•:•־.; .male:; und deutschnationalen Auffassun״ in; {laut■׳c!e«1 Indciitum hervor. 1־ u c I! s. Er vcr- Verbünde und err deutsch-nationalen;ns nicht gerüffelt Tdischcn Nation .iii-::::.“ Darauf jüdischen Volksna utnincr das Wort zum Refe- _ ■ — w<11«1-׳cnde besprach eingehend die einzelnen [orderungen des Kopenhagen er Man!lest cs, 1״'*igte die Forderungen nach Palästina und nationaler Autonomie in den lim.״. leimte Gegen ihn polemisierte Gc'neiinrat teidigte die Erklärung der drei klärte mit großer Energie, daß au de Auffassung des deutschen ];:;lentu werden dürfe. ״Die Schaffung einer bedeutet eine Degradierung des Juda betonte Dr. Leie ver die Einheit de; tums, in dessen Gesamtheit sich auch dar. deutsche Judentum cinordnea inib: e. Er setztesich im Ein- /einen mit den Ausführungen von Fräulein Dr. ßcrliner auseinander, hob hervor, daß die Zionisten in Deutschland eine nationale Autonomie nicht forderten und wies wegen der konkreten Forderungen der Zio-, nisten in Deutschland auf dun Artikel in der letzten Nummer der ״Jüdischen Rundschau“ hin. Die Zionisten müßten mit aller Entschiedenheit den Vorwurf zurikkweisen, daß sie 1r.it ihrer Auffassung vorn jüdischen Volkstum den Kampf gegen den Antisemitismus erschwerten. Die Zionisten wollten den Kampf um die Gleichberechtigung in Deutschland mit denselben Argumenten führen, mit denen ihn die Juden in den Ländern der jüdischen Masseasicdlung führten, wo ja auch nach Auffassung tlcr Refercnti'n die Juden mit ihrem Recht auf nationales Soiulcrdar.cin ein Recht auf Bekämpfung des Antisemitismus hätten. Die Art, in der der Zentralvcrcin bisher den Kampf geführt habe, beruhe auf einer fundamentalen Verkennung des Antisemitismus, seines Wesens und seiner Geschichte. Dieser Kampf habe zu einem klaren Mißerfolge geführt, was schon daraus hervorgehe, daß das deutsche Judentum in diesem Augenblicke vor'der Möglichkeit von Pogromen stände. Diese Tatsache kennzeichne am besten die Aussichtslosigkeit der bisherigen Bekämpfung des Antisemitismus. Auch er hoffe, daß cs zu einer Vcrständigung kommen werde und daß sich das deutsche Judentum in dieser Zeit, in der sich das zukünftige Schicksal des ׳ Gesamtjudentums entscheide, nicht freiwillig ausschalteii werde. Den Eindruck dieser Ausführungen verstärkte noch Dr. Urias, ein Mitglied des K. C., der in warmen Worten dafür eintrat, daß siel! heute jeder einzelne zu einem persönlichen aktiven Judentum׳ entscheiden müsse. Gegen ihn oppo- ■ nierte ein jüngeres Mitglied des K. C., der als offizieller Vertreter des Jüdisch-liberalen Jugendvereins Berlin dessen Programm verteidigte. In seinem Schlußwort gab der Leiter der Versammlung, Dr. Apfel, der Erwartung Ausdruck, daß die Versammlung den Anfang einer Verständigung bedeuten werde, und teilte mit, daß die Aussprache demnächst fortgesetzt werde. Berlin. Am Sonnabend, den 7. Dezember fand in Neukölln im Deutschen Wirtshaus eine Ver- Sammlung der Berliner Zionistischen Vereinigung statt, in der Herr Dr. Egon R o s c 11 b e rg über die ״Juden u 11 <1 die Friedenskonferenz.“ referierte. Der Referent erörterte die historischen, politischen und geistigen Vorbedingungen, die zu der gegenwärtigen Lage des jüdischen Volkes geführt haben und ging daim auf die große innere Wandlung innerhalb der Juilcnheit ein, die sich in neuester Zeit in dem Be- Kenntnis der jikJindicn Massen, besonders in Amerika,׳ Rußland und Polen, zum jüdischen Volke ausdrückt. Nur die deutsche Judealieit habe bisher trotz, des Krieges und der Revolution beiseite gestanden. Die fremden Nationen, vor allen Dingen die Mächte der Entente, hätten dem starken nationalen Empfinden der judenscliaft Rechnung getragen, wie die vielfachen Regierungserklärungen beweisen. Das jüdische Volk werde ein von anderen geachtetes Glied des Völkerbundes sein. Und darin werde besserer Schutz gegen 1 den Antisemitismus liegen, als in irgendwelchen anderen Maßregeln. Herr Dr. Rosenberg schloß mit einem Appell, an die Arbeit zu gehen. Man werde Palästina nicht dadurch erwerben, daß cs ein anderer einem schenke. In der Diskussion kam auch ein Gegner, Herr Rosenberg, zu Wort, der seine Ausführungen mit der Mahnung schloß, sich in Deutschlands trübster Zeit a!1z und ausschließlich auf den Boden des deutschen olkstums zu stellen. Herr Mast bäum machte der Zionistischen Organisation in Deutschland die Vcmachlässigung der Propagandaarfccit während des Krieges zum Vorwurf. Herr Glaser wies die Angriffe des Herrn Rosenberg zurück. Er wies darauf hin, daß über kurz oder lang eine Trennung von Kirche und Staat eintreten würde, die eine Gefährdung der heute offiziell anerkannten Religionsgemeinschaft werden würde. Er wies schließlich auf die’ unerträglichen Verhältnisse in den jüdischen Gemeindeverwaltungen hin. Nach einem Schlußwort des Herrn Dr. Rosenberg endete diese erste zionistische Versammlung In Neukölln, deren Erfolg eine Anzahl von Netiamncldungen war. Berlin. Wie zu Purim trat der Z. J. V. auch zu Chaumikknh mit einem ^Konzert in die breite Oeffcntlichkeit. Der Biüthnef-Saal war bis auf den letzten Platz, besetzt. Das Programm •zeigte erste Künstler als Mitwirkende an. Herr Prof. Heinrich Locwe hielt die Festrede. Mit zündenden, wuchtigen Worten verstand er es, dem zumeist aus Assimilnnten bestehenden Publikum ein Bild vom jahrtausendelangen Freiheitskampf des jüdischen Volkes zu geben. Neben d,cm künstlerischen Erfolge ist der finanzielle vorzüglich gewesen. Konnte doch der Z. J. V, 1600 M. an die T s c h 1 c n o w - K o 1 o n i e abführeu. Aber auch mit Ortsgruppe wurden die Wahlen zum 15. Petegicrlentag vorgenornmen. Im Anschluß,hieran wurde ״ns der Versammlung der Wunsch laut, daß die gewannen Delegierten zu der Tagesordnung des• lk־If;;ierU‘nta׳׳es zins'ic!!׳ t Stellung nehmen möchten. Herr Jacob Wollt Icgie Wert darauf, daß auf dem IX׳k’;;ieru־nt«!g die Linrichtimg von jüdischen Volks!; e m e i n d e 11 •n Deutschland anstatt der bi lieiigeu Kullu :gcinciiule» eine eingehende Erörterung crfalucn, da bei der I reniutng von Staat, 1und Kirche die Ge fahr besteht, daß die me* meinden nicht wie bisher ihre Tätigkeit Ausübcn könnten und ein. langsamer Verfall leicht eintreten könne. Iberdurch würde auch das jüdisch-nationale Leben stark beeinflußt und es bestände auch die Möglichkeit, daß durch» eine solche Bildung diesen Volksgemciiukn die Stcuerberechtignng erhalten bliebe. Weiter bezeichnet es der Redner als eine Hauptaufgabe des Delegierten- Ländern der jüdischen Massensiedaber eine nationale Autonomie für die -׳•-•chen Juden ab und verlangte von den deutschen jhonisten, daß sic sich im Kampfe uni die Gleich- ״erechtiguiig und gegen den Antisemitismus Zurück- Altung autcrlcgen möchten. Sie hoffe, daß es zwischen jonisten und Nichtzionisten auf dieser Basis zu einer crstiinüigung kommen werde. Sollte diese aber Wider dem propagandistischen Erfolg auf zufrieden sein. H 1111 C* 410 diesem Wege unsere Cevrcg;־,; Breslau. Die vor.: Beriri: K. J. V. in Mittel- und Nic:h-r:־-c 1 ״ s t i 11 a h i 1 f s w e r k veranstaltet 11.1t bisher über3 ־/äQ M. ergeh; Frankfurt a. /,׳!. in der am 0. nen Mitgliederversammlung der Inges, sich stärker noch ab bisher mit der Paiüstinafragc zu beschäftigen. Herr Direktor Fritz Sondheimer ist der Ansicht, daß die Palästinafrage das A amd O des ganzen Dclegicrtcntagcs bilden müsse; daß die lntercsscnnahme an Palästina die Pflicht jede» Zionisten sei, und, daß man daher alles daran setzen müsse, daß Palästina den Juden auf dem Friedenskongrosse /!!gesichert und zurückgegeben werden müsse. Der Redner verbreitete sich dann auch über die De- Zentralisation der zionistischen Bewegung in Deutschlarid. Auch hier müsse mir kleinen Variationen die Parole ״Los von Berlin“ sein. Die Leitung in Berlin müsse viel mehr als bisher auch die Meinung der Zionistcit in der Provinz berücksichtigen und diese viel mehr zur Arbeit hcran/ichcn, als das bisher geschehen sei. Herr Max Wolf schloß sich den Ausführungen int ganzen an und betonte, daß man heute noch nicht sich an die Fragen des Delegicrtcntages■ binden könne, solange man die Ausführungen auf demselben noch nicht keime. Herr Dr. Ra bin legde das Hauptgewicht seiner Ausführungen auf die Besiedelung Palästinas und forderte die Evolution der deutschen Juden zum national-jüdischen Programm. Es dürfe da bei der Leitung in Berlin keinerlei Schwankungen geben, namentlich soweit cs den geplanten Kongreß der deutschen Juden betreffe; halbe Programme wären mir schädlich. Alsdann ging der Redner auf den doch wohl kurz nach dem Friedens- Schluß zusammcntrctcnilcu allgemeinen zionistischen Kongroß ein und forderte, daß man sich heute schon mit den Aufgaben dieses Kongresses hei der Leitung und auch in den Ortsgruppen beschäftige. An diese Ausführungen schloß sich dann noch eine eingehende Diskussion. Bonn. Am 3. Dezember fand eine General vcr-• Sammlung der Zionistischen Ortsgruppe statt. Der Jahresbericht zeigte, daß trotz äußerer Schwierigkeiten im Vorjahre mancherlei geleistet worden ist. Allwöchentlich waren Zusammenkünfte. Besonders wertvolle Anregungen brachten uns die Diskussionsabende. Zwei öffentliche Versammlungen wurden abgehalten. Wir gaben die Anregung trotz Einberufung d״s rheinisch-vvcstfälischcn Gruppenverbandstags. Das Ergehnis der Sammlungen für Nationalfond imd Hilfswerk überstieg alle Erwartungen. Die Versammlung nahm Stellung zu.den Fragen: Jüdischer Nationalnusschuß und K o n g r e ß b e iv e g u n g. Sie nahm die Wahl zürn Dclcgicrtentag־ vor. Nach Neuwahl des Vorstands wurde der Kassenbericht gegeben, Dortmund. Am Sonnabend, dem 30. Nov., fand im großen Saale des Schwarzen Raben eine öffentliche Volksversammlung gegen die Jude 11progrome statt, die von rund 500 Teilnehmern besucht war. Alles folgte mit gespannter Aufmerksamkeit den Ausführungen der Referenten Cohen und E i c 11 e 11 g r ii 11, die vom historischen und Wirtschaftliehen Gesichtspunkte aus das Verhältnis zwischen Polen und Juden beleuchteten, ln der zum• Schlüsse einstimmig angenommenen Resolution wurde der Protest gegen das kultursehändcrischc Treiben der Polen zum Aufdruck gebracht, die Solidarität mit den östlichen Volksgenossen betont und die Regierungen zum sofortigen Einschreiten aufgefordert. *״ Düsseldorf. Am 4. Dezember veranstaltete die Ortsgruppe in den Räumen der Düsseldorf-Loge eine zahlreich besuchte und wohlgelungene Chanukkahd LCT-?,ic^FcsJ׳rc<ie ,hiclt 9er erste Vorsitzende Rechtsanwalt Dr Gottlie b. Auf Rezitationen und musikalische Darbietungen folj^te ein gemütliches Beisanimcnscin. Mehrere Ncuanmeldungcn von Mitgliedern und ein größerer Ertrag für den Nationalfond als äußerer Erfolg des Abends zu verzeichnen. Wochcnkaleniler. Sonnabend. 14.. Dezember, Tcbcth 5679, Wajigasch. Nacht 4,41 __ Schluß des redaktionellen Teils. sind II. kann der Z. J. V. voll- Acsimilantcn lernten auf;>׳ Jicnücn. .vcrtrncl der A. H. des uruäiicrien für das Parivatc Sammlung Dezember abgehalte- Zionistischen Jüdische sozialdemokratische ArbeiterflruDDe Poale-Zion, Berlin. Dienstag, den 17. Dezember 1918, abends 8 Uhr, Im Kllndworth-Sdiarwenka-Saal: für (tu seinem 1. Todestag). Redner: w Dr. Saul $o!ial (Wien), Mitglied des Jüd. Nallonolrates für Deutsch-Oesterrc Leib Holcndcrsky (Lodz), Mitglied des Lodn-r Stadtrotes. ' a Salman Rubasdiow (Berlin! Eintrittskarten 6 3 Mk, 2 Mk und 1 d.cn Verllä Llnlen!lfa6c »59 im J: *dien Verlag, Sächsische Str. 8. Im Jüdischen Volksh« Drogoneritr.,22, und an der Abendkasse. LN***