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Jüdische Rundschau · 1918-12-06 · Heft 52 (6.12.1918) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 52 (6.12.1918)
Date
1918-12-06
Page
– (sequence 3)
Language
German
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ז 8 Nr. 52 JU Seite 405 1; D:-. l. i ־ i f!׳ <*' "י ו) ij h i , ' *ö- L*; .־4 rt'► ״“ P cd". ‘V'*v t 1 i 4ia - c> - ־le:1 ׳ '1 ־1 ־״::I aal ü 1 , 11. ".ו i:־־7 r; d ::י; ,1■ K J. - SX. (11 — ,..,1 m 1 a:n Afücj r» b I a i t, ז he,־- :1. da 3 Sol- 0 ו m i - 1׳t jehilf zn ivorc.% tn; ר!ix t z\\ v u l’che;- C t L» iifc-tiiüf. i* jjra, -,.v 1[:::7י 1 k,.:,1/־ 11׳/a itig;׳ er in ibrigcc ns 1!׳,.$ Fä i - i1׳t «Jas lichter It c!1t er- 1,1: d:'i itt Viel au;׳;:'*, ►er! .'::er!1 lliltdC ׳ r.ic'it I י st Ui*3 es Le- :treaj. -- ג.1 lürden, $<jr;'c:2 1, ,«ÜCen! ge- Schul¬!!tische alir.seu % Umlende» >11 Ant* Or- > 1 i; a - י Ko* jjerliriör 52 i o 1t i c-41 i r 1 eHio "7G; Montag, «len t), IBeaoeaLex iO'ifi, sxhov.Cr, Ürmmr Saal der!*!tllSaarssioata, fiSersbucYjcr:;; ny»׳׳> ך*־,י׳ך ך־-־ך , ׳4 1L׳«_ La.oL mU j #-■־ 1 # .״!׳׳׳ Iי sv « 0 /* J . ■ a 1י’*, י 1 f *״, * «*״ 4• A, ׳ r < ץ־־׳ '״ ״* י*׳״׳ ־־״ "ך ף״# ןי*^ ג," *»,i L.idiiK״4 11 C*ä•» *i» i H!לזד"/ . o n ö J יר־■*,^ |~r {י״־י ■״ <*■־*,־־' r |י*ךי* # ויי► ץיי>׳ ' * ) ■ ''״׳-/ ץ־י-״.־/! f!| ■"I f\ ך־־׳־ו־ז r-״-■־'» V, , ־/ i I: \gg/ 'lg/ frkLi ä fr-, 41 fre-Ot <ן*» ־ירי*/ ץ?■׳ * ך*־״• ד* ־״־׳ ׳: M t!':i!:i!'.־j; - J \*tr imJt imjt . Referent: Kurt Blumesifeld, Freie Aussprache. ritt CS ,/j'Oiiist-on werdon goboton möglichst 1/1 Stunde vor J3e,־jmn zu orschoinoii. ia die Sparkasse zu legen. Als es notwendig wurde, ist er geftolien. Aber wie ein Fluch haftet cs an seinen Fersen. Jettes Land, das er betritt, flammt auf und aus jedem muß er lltkhlen. Er war in Bulgarien, in Oesterreich, in Ungarn und in Deutschland. Und überall bezeichnet ein Feuerstreifen seinen Weg. ln vielen lindern ist die rote Revolution int Aufglühen, ist sie noch ungewiß und verwischt. Aber er weiß doch ganz genau, daß sie einmal stark genug sein wird, um ihn trotz seiner Schlauheit und seines ückles zu vernichten. So hastet er von einem Lande zum anderen ohne Rast und R11I1׳. Entsetzen und Furcht drückt sieh auf seinem Gesichte aus! Nach Ocffming der Grenzen wird er vielleicht nach Frankreich, nach. England und Amerika flüchten, aber er hat auch dort nur sehr wenig Hoffflting, daß er und sein Geldsäckel verschont bleiben werden. Momentan lebt er in Berlin, liier hat er mächtige einflußreiche Freunde, die ihm die .Unver- *chriheit seines Besitzes garantieren. Solange sie natürlieh an der Macht sind. Und dort bittet er täglich den liehen Gott (ob in einer Kirche oder Synngogt weiß ich nicht), er möge ilm nach seinem Tode dodi ins Himmelreich zu sich nehmen, wo der Mensch ruhig leben kann und wo es keine Bolschewiki und Aufrührer gibt. Gott wird ihm die Bitte aller W a h r - 9 cli e i n li ch k c i t nach bald erfüllen, und wir bitten ihn dann, recht selig zu sein und nie mehr aufzueritehen. Ernst Schäfer. Was sagt die deutsche Sozialdemokratie zu einem solchen Schamldokumciit in dem Organ der unabhängigen sozialdemokratischen Partei? Pogromagitationen in Wien Das ״Prager Tnghiatt“ vom 2$. November mehlet: Wien, 23. November. Gestern Abend fand liier eine V ersamnil u n g der neugegrumkten ״Oesterre i chis ehe » Vo ik s p a rt ei“ statt, welche eine Po g ro m ag i t a t io n erzielen wollte. Die Vcrsamm- Jung wurde von Soldaten gesprengt, die Einbcrufcr wurden fürchterlich verprügelt. Wie die ״Milagtszcitung“ mittcilt, wurden gestern Ln Wien F I u g z c 11 e 1 verteilt, die zu J u d e!1 p o g r o - men aufforderten. Das Blatt spricht die Hoffnung aus, daß der Staats rat cjuschrcitcn werde. ״Oestcrreichischcn ״A r b c i t e r z e i - l'eber die Versammlung der Voll.ipartci“ berichtet die Wiener hing“ vom 2d. November: Eine verunglückte Monarchistcuvci׳• s a m m I u n g. I >ie sogenannte ,,Deutsch-österreichische Volkspartci“, die ihren klerikalen I Untermännern als Werkzeug für monarchistische Hetzereien dient, hat Miltwoch Abend beim ״Auge Gottes" in der Nulklorfer Straße eine Versammlung abgehaltcn. Es kamen aber auch viele Sozialdemokraten. Ein Korporal, der den Vorsitz führte, eröl'fnetc die Versammlung mit ein paar diristlichsoziak'u Phrasen. Er wurde oft von Zwischenrufen unterbrochen und als dann ein ״Schriftsteller‘‘ 0rc 1 das Wort ergrilf, um in einer langen Hetzrede gegen die ״Republik der Juden“ die Hetze der Volkspartei gegen die Republik überhaupt zu verschleiern, wurde diese’ Rede oft von minutenlangem Lärm unterbroeheii. Als er etwas von der Wahrheit redete, die *fine Partei suche und anstrebe, wurde ihm die Antwort: ,,Eure Wahrheit ist der Weltkrieg“ und als er von Jüdischen Verbrechern 11 nd Gewalthabern sprach, erschollen laute Rufe: ״Die Verbrecher saßen auf Kaiserlhronen“. Eine kräftige Antwort wurde ihm durch den Sozialdemokraten Ho ff mann zuteil. Er sagte: ״Als Arbeiter will ich dem Schriftsteller antworten. Wir müssen vor allem sagen: Gerichtet wird nicht danach, ob einer ein Christ oder Jude ist, gerichtet *ird nach der Schuld. (Stürmischer Beifall.) Wir müssen Uns fragen: Wer hat die Macht in diesem Staate gehabt? Die Macht hat der Kaiser gehabt: die Macht haben der Gcneralstab gehabt und die verbrecherischen Minister. Diese Leute Waren alle C h r 1 s t e 11. Die guten Christen, allen voran die ״Reichspost“, haben im Jahre WH für den Krieg demonstriert. Jetzt wollen sie wieder fegen die iu!1!>־e l'rciheit hetzen. Ich warne Sie, damit fort zufahren. Heute erleben Sic nur eine unruhige Vtr- «mmlung aber morgen kann cs passieren, daß ihnen das . *:beitende Volk, das diesen furchtbaren Krieg•milgcniacht h-d, eine andere Aufwartung macht. Die Sozialdemokratie hat für die Niederringung des Absolutismus gckämpli h»J gelitten, als es noch nicht so leicht und billig war, *?»der Freiheit zu reden wie jetzt. Ihr gehört darum 1״«.Stimme aller politisch reifen Menschen“ (Stimmscher f all.) Ein Redakteur Germ versuchte nun in einer “H; ״gegen die Juden“ den Eindruck zu Vcrwische״, den die Worte des sozialdemokratischen Spreder p׳ so wie P. O. W. Eine geführt haben. Eben- .’11 die Mitjäicder der den Juden gegenüber.!;latcn der gewesc- 2r Kcrcnski-Epochc }!;ihclten he* alschers hervorgerufen hatten. Er. gelang ilmi aber nicht und er niullie frühzeitig abtreten. Als nach ihm der Vorsitzende noch einmal zu reden anfangen wollte, sprang ein Soldat auf die Tribüne und rief: ״Pfui, Schande! Ein Soldat gibt sich zu nionarchir,tischen Umtrieben her!“ Andere Soldaten folgten seinem Beispiel und stürmten auf die Rednertribüne, Das lsTä!.i1litun mit seinen Anhängern flüchtete nun in überstürzter Hast aus dem Saale... ׳ Zu den judenhetzen in Werschau Aus War schal« schreibt unser Korrespondent: Wie aus den Zeitungen, zu ersehen ist, war die polnische Freiheitsbewegung von einer furchtbaren Hetze auf Juden begleitet. Die Zahl der getöteten Juden in Warschau beträgt neun und. einige sind noch unbekannt. Die Zahl der Verwundeten ist sehr ׳groß und viele haben Schläge bekommen, ohne daß jemand davon Notiz genommen hätte. Ferner wur* den viele Juden unter dem Vorwand einer Rcvklicrung oder Haussuchung ausgeplü nd ert. Unter dem Vorwand, daß Juden den deutschen Soldaten verschiedene Gegenstände abgekauft haben, wurde das jüdische Eigen* tum in einigen Häusern ohne weiteres requiriert. So war es in Warschau. Aus der Provinz liegen bis heute knappe Nachrichten vor. Aber wir wissen schon sicher, daß sich dort ähnliches abgespielt hat und daß dort die Juden hetzen einen noch viel grausanieren Charakter getragen haben. Die Morde, Verwundungen und Plünderungen wurden durch die p o 1 n i s c 11 c bewaffnete Jugend atisge* führt. Die Hauptrolle spielte die von den Zcntralmäch* U׳n gescluifiene polnische Wehrmacht (Legionen.) Diese Jugend und die anderen, die sich freiwillig zum Militärdienst meldeten, sind nicht einheitlich und rekru* 'deren sich aus 3 Kategorien. Erstens sind es die Mitglieder der P.O. W. (der pol* nisclwn Militär-Organisation), eine konspirative, soziaiistisch gefärbte, dem Pilsudski unterstellte Jugendgruppt׳. Es ist zu vermuten, «laß diese keinen Anteil an den J11<lenln׳tz.en genommen haben. Ihre Wut war hauptsächlich ge,gen die Okkupanten gerichtet. Sie wareu es, die die Ekücistnng zugunsten der Zciitralmiichtcfürsten verweigert Ilaben. Ihre Ziele waren «lie Ziele I’ilsiid.ski.•:, die ihn ins üei’.'ingii Pilsudski ' selbst, ]»!ia; eine korrekte Haiinns zweite Kategorie bilden die aus den bürger* liehen Kreisen stammenden, keinen besonderen Idealen huldigenden, schlechthin national gesinnten jungen Leute. Das sind Akademiker, Skautioga, Schuljugend usw. Sie stehen meistens unter dem Einfluß der National- D e m o k r a t c n und worden von den Proklamationen und antisemitischen Prcrr.cartikeln aufgdiclzt. Sie sind naiv und 1 c i cli t si nn ig. Durch entsprechende Befehle können sie leicht gebändigt werden und cs scheint, daß Pilsudski, der das Oberkommando in seinen I iärnlen hatte, Versuche gemacht hat, sic zur Vernunft zu mahnen mul daß « ihm in den letzten Tagen wirklich gelungen ist, einen Teil dieser Jugend zu beruhigen. Die dritte und g c f ä h r 1 i c 11 s t e Kategorie bilden «lie gewesenen Angehörigen der Armee von Dowbor* Musnicici, Das sind polninciic So neu russischen Armee, die während 1! ein polnisches Korps unter der Leitung von Dowbor- Musnicki bikleten, früher gegen die Zent rahnächte, dann gegen «lie Bolschewisten im Anschluß an die Zentralmachte kämpften, Teile von Weißrußland (von Juden bewohnte Städte, z. D. Bohrujsk) besetzten und später von den Zenlralmächten aufgelöst ,wanden. Diese ״Do wborczy k i“ stellen eich jetzt zahlreich in die Reihen der polnischen Armee iir.d unterscheiden sich von den ersten zwei Kategorien dadurch, daß sie bereits geübt sind und große Kriegse׳rk:!m1!1g hinter sich haben. Diese Kategorie iot von einem f u r c h t b a r e n Judenhaß beseelt und schrickt aidit vo? den grausamsten Bluttaten zurück, /.:•fterdara ist in ihren Reihen die Popularität des PT׳־:;״.':*:i nicht sehr groß Ural es ist zu bezweifeln, cb sie ״׳ick seinem' Einflüsse ergeben wcrdui. Die Stell:«! Seite ״Nieder mit Polen“, ״Nieder nut Armee“, ״Nieder mit PiLudri׳“״ und andere boLtlic Wh.iir.ehc Ausrufe ertönten, oder tinfaih brlui geg! hen wurden. Daran ist kein walircGVon Nicht einmal bei den bundisti’.rhcn Dcinoiisir.i.iumn waren!;״!ehe Ausrufe höibnr. Da« Zentralkomitee dc8 Berte in der Presse gegen diese Verl cum- Zeitungen mit Rücksicht auf das jMihiisdm Publikum mal wahrscheinlich auch mit Rücksicht auf die öffentliche Meinung draußen ,!! ״Bundes“ protr' düng, immerliin glauben die die Gewalttaten gegen «lie jr.d; Mit Auraiahr.ie der aoz reft die Zeitungen id! .־, falschen Djz 1 c u c I! t u ar polnischen Presse zu den u;e .'■dgeiirfe: :11 :..1 Organe, rc-ghtric- Vord,Je, aber in der K3 ob von jüdischer :e Fiktion aiifreeht/.iipihaltcM. So;1׳ar wenn polnischen Zeitungen etwas gegen «lie Judeiihet/e ichraheu wollen, behaupten sie, die /puizi’ Geschichte sei eine Provokation der Zionisten und Na* tionalisten, um den jKdnisclicn Ruf zu beschmutzen, und man solle sich von dieser Provokation nicht ver• leiten lassen. Von einem j ü el i s c!1 e n Selbst» c,h u t z gegen eine bewaffnete Militärmacht konnte gar keine Rede sein. Dagegen sorgten wir dafür, daß vorläufig 303 Juden in «hc Bürg erwache nufgenommen wurden, was uns gelungen ist. Natürlich war es so gedacht, daß die Juden einen Bestandteil der allgemeinen Wache bilden und in dieser atifgelien. Dennoch haben sie eine gewisse Form der Souderorganisatön bcibeha'tcn. An den J11dcf1het/11.׳ Haben alle rc cb t s st c 11 e nden polnischen Parteien ein Interesse, in erster Linie die N a t i o 11 a i d c m o k ra t c 11. Alle Parteien, die Stellung gegen den Sozialismus nehmen, haben die Parolen ausgegeben: Der Sozialist — das ist der Jude. Trotzdem die P. P.S. (rechter Flügel der polnische״ sozialistischen Partei) gegenwärtig die herrschende sozialistische Partei ist, der auch Daszynski angehört, und der auch Pilsudski geneigt ist, und trotzdem diese Partei eine judenreine ist und mitunter ein böses Wort gegen die Juden und die jüdischai Sozialisten lanciert, wird immer behauptet, daß der Sozialisnius eine jüdische Sache ist. Sogar die linken demokratischen Richtungen machen sich dadurch beim Publikum populär, daß sic in irgend einer Weise gegen die Juden auftreten. Als der Posener Abgeordnete K o r f a 111 y in einer Volksversammhing sprach, erzählte er, er habe auf seiner Reise durch Alexandrowo bemerkt, daß die Bilder der deutschen Fürsten und Feldherren noch immer in «1er Station ausgehängt seien. Er forderte zwei Juden auf diese zu beseitigen, fand aber keine Unterstützung und mußte deutsche Soldaten dazu veranlassen. Dies war ein raf finietter Ausfall gegen Juden, um den Verdacht abzuschütteln, er hege freundliche Gefüllte den Juden gegenüber. ׳ Zur Schaffung einer jüdisch-nationalen Repräsentanz in Polen An der Sitzung der Agitations-Kommission zur Einberufung «les jüdischen Kongresses in Polen , die Erulc November in Warschau stattfand, nahmen mehr als 30 Vertreter verschiedener professioneller und kultureller Organisationen Warschaus unter dem Vorsitz von R.-A. J. G r ü n b a u m teil. Nachdem der Vertreter der Gemeinde in Kielcc über die Einzelheiten des fürchterlichen j u «I e 11 po g r o ni e s in Kieice und Umgehung, sowie über die Beteiligung der pol-!lisch eu Legionäre nicht allein bej ticr Plünderiing, sondern selbst bei der 0 rga n i$ i c r 11 n g d cs Pogroms berichtet hatte, trat die Sitzung in die Erörtenmg des gegenwärtigen-Standes der Kongreßbewegung in Polen ein. Grünbau in stellte fest, daß in der Provinz eine große Bewegung für die Schaffung einer Repräsentanz lind die Einberufung einer Konferenz bestehe. Trotz, der Schwierigkeiten des Vcrkehrs erhielt die KomniLteon eine große Anzahl telegraphischer und brieflicher Mitteilungen von jüdischen Gemeinden, Ratriiämur״, kulturellen, professionellen und Frauenorganisationen, in dmen diese ihre Zustimmung ,zum Kongreß zum Ausdruck bringen. Die ״Volkspartei“ beschloß, sch an der Arbeit zu beteiligcn und trat mit der Zionistischen Organisation in Verhandlungen ein. Abseits stellen die Sozialist!- sehen Parteien. Die A g u d at 11 - H ao rt hodo x i m dagegen lut der Kongreßbewegung öffentlich den Kampf erklärt, da sie ״eine rein zionistische Sache“ ist Die Sitzung beschloß, den Kongreß Ende Dezember einzubcrufen und sämt'ielie katurdien, profe sat elkn und Frauenorgapis.tonen zur Agitat onsarbeit h. ran/uzLhen. Ein skandalöser Schwindel der Prager Kultusgcmeinderepräsentanz Eine grenzenlose Blamage Der Jüdische Nationalrat im tsehechosiovakisclscn Staate hatte der Repräsentanz der Prager KuItusgcme in«I e den Vorschla״ zemacht, zur Ausarbeitung einer neuen de molTrat isehen Wahiordnung eine Kommission mit paritätischer V c rt rc t u .1 g aller Richtungen einzusetze 11. Auf diesen Vorschlag v.״r seitens «kr Prägcr Kultusrcprasentnnz bis zum 25. November keine Antwort eingegangen. Hingegen hatte das Mitglied «ler Repräsentanz Dr. N. L. Kol.ncr in öffcntlSS Sitzung «las Verlangen des Jüd sclica Nationalrats nach paritätischer Vertretung als ״Frechheit“ bezeichnet. Nun hat die Prager Kultusrepräsentanz endlich ihr Schweigen gebrochen und ist mit einer Veröffcnt ich״״״ nicht an den Nationalrat, sondern an die MitMieder der Träger KuitusgCmeindc und die Kultusgemeinden in Bdmien herangotreten. Das Zirkular dis S t I I

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