Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIII (1918)
- Issue
- Heft 51 (3.12.1918)
- Date
- 1918-12-03
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 5 י Sdts 401 I >1 ' r י n! > < t /1s n c\ . er ח i u י \ u י 0י'* / i - •51. R c־* i r - an di? ת .?; » f w der dtN > n , ■ n s >>I - l'tT e - ׳;eil ' eit;er. "זו׳!;n ..wf .';:.I fen- . , )na :י- '? x <>- Imduft 21. \h. :r u ת - C׳u* *ד- Pro- Ub •/ei r:,׳ i tv;cc, ClTUiC.1 Sie rer Naml׳ e er T - t jt;;'1 u 1 ׳.-;.׳ 1\) i" rtN . IM; C.S, in ־11 n Itl ח I;■ ja 300 Kronen. In Olahssentgörgy wurde eia jüdi-clicf Oenieindcfunktionär in die rumänische Kirche geschleppt, wo man ih!1 taufen wollte. Er sträubte s'd! dagegen, worauf mai» ihn furchtbar verprügelte. Eine jüdische Deputation erschien heute fccim hiesigen rumänischen Nationalkomitec und hat 0u rasche Abhilfe. Die Leitung des Komitees c;klärte, jefort strengste Maßnaluncn gegen die Judenpogrome p Ucffca. 'jUIID; Ein Pogrom bei Budapest Budapest, 22. November. Zu einem Pogrom ktin f« in der Gemeinde Pczcl in unmittelbarer Nähe von Budapest. Alle Wohnungen, Läden und Magazine dimiiidicr dortiger jüdischer Kaufleute wurden erbrochen und ausgeplündert. Vier Jude« wurden getötet. 400 000 Kronen Kontribution Die Dudapester Murgenblätter vom 22. November Beiden, daß die Judensdiaft der obcrungaris'chen Stadt Trenczcn durch die tschechischen Truppen ®ft einer Kontributon von 40t)000 Kronen bclegt wurde. Das Dudapester zionistische Landcskomitcc uuternahniSchritte zu einer I n ter vc 11• lion beim tscheclioslovakisehcn Nationalrat, bei dem der Jüdische N a t i o n a l ra t in Prag schon vorher wegen der Exzesse in Süd- und Ostinähren und in der Slovakei vorstellig geworden war. Pogromagitation in Deutschland In Berlin und i!1 anderen deutschen Großstädte»» wird gegenwärtig eine gefährliche antisemitische Agit.ition in Form von Zeitungsartikeln und Flugblättern betrieben. Um eine Vorstellung von der Art dieser Propaganda zu geben, veröffentlichen wir »in Folgenden den Wortlaut eines auf rotein Papier gedruckten Flug- Mattes, das gegenwärtig in Berlin große Verbreitung fiudet. Das HetzlSugblatt lautet: Ende d c 9 Militarismus — Anfang der J u d e n h c r r 9 c I» a f t! 50 Monate haben wir au der Front gestanden, jetzt keinen wir beim und hofften auf Grund der letzten Ereignisse ein freies Deutschland mit einer Volksregicrung au der Spitze zu finden. Was bietet man uns? Eine J ud e n h er rsc h a ft! Die Beteiligung der Juden an den Frontkänipfcn war gleich Null. Ihre Beteiligung au der Rcgicinng beträgt jetzt schon SO <׳/«. Die Verhältniszahl der jüdischen Bevölkerung zur Gesanitbcvölkerung ist D/a %. Augen auf! Kameraden, Ihr kennt die Blutsauger. Kameraden, wer hat sielt freiwillig zur Front gemeldet? Wer hat am meisten da draußen im Dreck gesessen? - Wir. Wer hat sich daheim in die KriegsgcselLschaftcn kineingcdrängt? — Die Juden. Wer hat in den Kantinen und Schreibstuben gcscsscn? — Die Juden. Welche Acrzte haben ihre Glaubensgenossen vor dem Schützengraben geschützt? Wer hat uns, trotzdem wir zerschossen waren, immer wieder k. v. geschrieben? Diese Leute regieren uns also. Sollen sie unsere Zukunft bestimmen? Leute wie Haase, Dr. Kurt Eis- *er, Hirsch, James Simon, Bernstein, Dr. kosen fcid. Schlesinger, Emaimcl Wurm, C0I111, Dr. 15 res in, Katzenstein, Dr. Wcyl, Landsberg usw. usw. haben die Regierung an sich gerissen. Auch in den Soldatcnrätc n führen die Juden das große Wort und das Regicinnt. Vier Jahre lang haben sieh diese Leute von der Front gedrückt. Am 9. November hatten sie Courage, mit der Flinte in der Hand _ uns Frontsoldaten die Kokarden, Achselklappen und Ehrenzeichen heruntcrzureillcn. Kameraden, wir wollen als ein freies Volk auch selhsi bestimmen und von Männern unseres Volkes regiert sein. Welch schlechtes Gewissen diese Leute haben, zeigt die Mitteilung des Herrn Landau auf einer Versamm- Luig der jüdischen Zionisten im Lehrervereinshause »m Alexanderplatz, indem er sagte, daß er Gelegenheit gehabt hätte, in das Material Einsicht zu nehmen, das הסי judengcgncrisclier Seite während des Krieges ge- M'nmeit worden sei. Line Veröffentlichung dieses Materials würde dazu geführt haben, daß man die Juden *ui den Straßen totgcschlagcn hätte. Er bedauerte. da<> sie (die Juden) den Anlaß zu diesem Material!*geben hätten und ermahnte sie zu tiefer Dankbarkeit der Sozialdemokratie gegenüber, deren Sieg die einzige Heining <jcr Juden in Deutschland gewesen wäre. Deswegen ist die Einberufung der Nationalvcrsatnm- “ng dringend notwendig, um Männer unseres Volkes I“1״ unserer Gesinnung in die Regierung hinein zubringen. URser Losungswort muß sein: Deutschland den Deutschen. . Wer mit den schandrnäßige» Zuständen nicht •weiter **".verstanden ist und mit uns arbeiten will, der schreibe »fort an Eisenbahn-Pionier Joseph Knauer, BcrUn-Scliöneberg, Hauptstr. 19, li. ״ _ ״ , Armienuigssoldat Joseph Pelzer, Berlm-Tcinpelhof, ... Friedricli-Wilhcimsir. 8. Mniemvcrfcr Erich Kamrath, Berlin-Friedenau, 1 ßegasstr. 4. י, . , , , t ) . ״ ׳־ ) ׳Tj1} י*י€׳ sr?@ o - ”׳זי ■?*•־־sT**״/ 1“ // *» •4* 4m, ״#üi* My r« 8 C jU o o 4\ ׳} ףלל> י1 \ך *•# <* > *, ,ן«■״. 24 ml 14 M-J/ w!* fcLk iLa^;1191 ־S im IlalsQ7aaaI doc II Mola «old» Borlia» B©ll©v«©strasoe (r״n» Potadamof Platz). \ יי׳'c ״; -r 4/ %* 9^ di N<!1f :7. I: C~* Mittwcd:, doa 25. n,~ ffs» vormittags 9'/j Uhr präzise: Eröffnungsrede Dr. Hantke: ״Die zionistische Entwicklung“. \7ahl des Präsidiums. Ausspraclic. ' . Naclfmittagssitzung■ S1/! Uhr: ״Zionistische Arbeit in Deutschland*V Referent: Kurt Blumenfeld. Ai!.״.spräche. DonnsrstßU» «20a 25. Dooczabcr, VormltlQgesiiznng 9V* Uhr präzise: Fortsetzung der Aussprache. 0 Naclur.iUagssitzung• S'/j Uhr: ״Die Besiedlung1 Palästinas und unsere Vorbereitungsarbeiten.“ Referent wird noch bestimmt. Aussprache. Freitag, ctoa 27. Dcsoober, Voraittagssitcung t ״ Fortsetzung der Aussprache. — Wahlen. Die schamlosen Verleumdungen des Flugblatts riebten sich selbst. Leider ist zu befürchten, daß solche antisemitischen Verhetzungen heute auf fruchtbaren Boden fallen werden. Gerüchte von bevorstehenden Judenhetzen tauchen da und dort auf. Die Rede eines (bundistisehen) Diskutanten auf einer unserer zionistischen Massenversammlungen, die das Flugblalt aniührt, ist vollkommen gefälscht. Der betreffende Redner hat mit seinen Worten vielmehr die antisemitisehe ״Methode'* gegeißelt, nach der bei der ״Judenzähluiig׳* ein für antisemitische Agitation geeignetes ״statistisches Material" angefertigt wurde. Eiie Erklürur.g Frankfurt a. ■M., den 18. November. Geehrte RedaktionI Wegen längerer Abwesenheit von Frankfurt bitte ich nachträglich um gefl. Aufnahme folgender Richtigstdlung: Als mir Herr Perlmutter, einen Durchschlag des Comnuuiiques übergab, ,war er der Meinung, daß das Original, welches er im Wege der Botschaft nach Frankfurt geschickt, dort längst eingetroffen sein muß und daß es sicherlich zu einer Verständigung mit den Deicgationsmitgliedem in Berlin kommen werde. Daß man eine Veröffentlichung der Erklärung nicht abkhnen dürfe, hat Herr Perlmutter mündlich und schriftlich wiederholt betont. Das Communique habe ich der ״Bud. Corr." nicht, ״wie nachträglich behauptet wurde", und nicht mit der Bedingung, daß die Frankfurter Orthodoxie zustimmen werde, sondern mit dem ausdrück liehen Vorbehalt cingcschickt, daß eine Konferenz vorerst über die Art und* Weise der Veröffciitliclumg zu beschließen habe und die ״Bud. Corr.“ erst nach einer von mir erhaltenen Zustimmung von dem Communiqud "Gebrauch machen dürfe. Est später erfuhr ich, daß die Verhandlungen mit den Berliner Herren auf Grundlage d'es mit großer Verspätung eingetroffenen Originals erst kurz vorher begonnen haben. Ich bedauerte cs aufrichtig, d'aß ich der ״Bad. Corr.‘1 den Bericht vorher eingeschickt hatte, rechnete aber mit Bestimmtheit darauf, daß mein Vorbehalt eine vorzeitige Veröffentlichung aussciilicßc, Auch die hiesigen Dclegationsmitglicdcr, denen ich den Sachverhalt mitteilte, waren von dem Geschehenen nicht nur überrnsciit, sondern auch unangenehm berührt. Ein 'später cingetroffencr Jintsdmldigungsbrief, in welchem die ״Bad. .Corr.“ es bedauert, daß während der Ab- Wesenheit des Chefredakteurs durch den Ucbe reifer eines Mitarbeiters der Verstoß vorgekom men sei, konnte das Geschehene nicht mehr rückgängig machen. Das ist der wahre Sachverhalt. Alle an die ״lndiskretion“ geknüpften kritischen Betrachtungen sind lieblose Verdächtigungen., die einer wünschenswerten ersprießlichen Zusammenarbeiten durchaus nicht förder-!ich sein können. Ich hoffe, daß Sie diese meine Rechtfertigung dein g. Lesern der ״Jüdischen, Rundschau“ nicht vorentlialtcn werden. Mit vorzüglicher Hochachtung gez. Rabbiner J. Horowlcz. Anerkennung des Jüdischen Nationalrats durch die ungarische Regierung Von der ungarischen zionistischen Organisation erhalten wir aus Budapest das folgende Telegramm•. Auf Anfrage von Dr. Blank in Mannaיעסיו Sziget an die ungarische Regierung erhielt dci* selbe am 28. ,November die telegraphische Antwort des ungarischen Ministers Jafzi: ״Aner* kenne Berechtigung Jüdischen Nationalrats.“ Deutsch-österreichische zionistische Landsmannschaft Das Engere Aktionskomitee der Zionistischcn Organisation erhielt vom Sckrctaiint des ״Landeskoinitees für Deutsch-Oesterreich" die folgende Mitteilung: Das Imicrüstcrrcichischc Distriktskomitce hat sich in seiner Sitzung vom 1. November 1918 als ״Lande» komitee für Dcutsch-Ocstcrrcich“ konstituiert und zu seinen früheren Agenden, die des Zionistischcn Zentralkomitees für Westösterreich im deutschösterreichischen Staatsgebiete übernommen. Zum Delegiertentag Das Zentralkomitee hat beschlossen, daß während des Dctcgicrtcutages andere zionistische Veranstaltungen (öf- {entliehe Versammlungen otfer interne Sitzungen einreiner Gruppen) nicht stattfinden dürfen. Die uns nahestehenden Verbände werden ersucht, diesem Be- Schluß Rechnung zu tragen. Die Ortsgruppen und Vereine werden dringend gebeten, die Ablieferung der Landesbeit rage, deren Höhe statutengemäß für ihre Vertretung maßgeblich ist, sofort zu veranlassen. Das Zentralkomitee bittet, ihm Anträge fär den Dclcgiertentag möglichst ba'd zuzustdlen. Für Gäste werden Eintrittskarten zum Preise von M. 2.— ausgcgcbcii. Dieselben berechtigen zur Teilnähme an allen Sitzungen. Bestellungen sind unter Ein- Sendung des Betrages von M. 2.- zuzüglich 15 Pf. Porto an die Zionistische Vereinigung für Deutschland Berlin V. 15, Sächsischestraße 8 zu richten. Zur Uebemahme von Mandaten habe» sich bereit erklärt: Isaak Boschwitz, Berlin. Elisabeth Jacob Kid. ’ Nachrichten ךי|* ך?• נ־•«;I מ. t ‘ ן Berlin. Der Zionistische Jugendverein Berlin veranstaltet am Mittwoch, 4 lX־zc1nbcr eine Chanukkabfeier. Die Hälfte des Reinertrages des IS»™ TוchIcnow*Kolonie to'ÄlS Berlin. Im Zionistischen Jugend verein B e r 11 »1 LHei.ijgegciststr. 52) spricht am Dicnsta10 ״ De- To U'jfa dcnft m״rr r a״*S °%1la r &Thcnui ״ nli 7 1 '1, \ °^stc willkommen. renden Mit״liNe? ־CLSC'״MUS dcm FeUle ^üc^him VcrcSÄ 5u »neide?‘ iUrcm Eintrdkn fiiutitC u״n’ ן!S0!1 ״fl’flul71 ..׳ Dezember, 8־/־ Uhr abends ׳timlet »in liapoel-Hazair (RoseritlnlA Sir r* Moa'cs'üL^li 1^S'i״s.sk>״ ™»> Vortrag ‘ voi/ Walter Palästinas statt. Gästt wiilkonimet. ^cs<a,lu״K. 1--.r רי׳ ר r גל י ׳; ג:"־׳ f* י •־ \ י י V;»# *!, jt רן רו "י | יי);! [ \ , 7f I A /f>,. t,״ ןי־ י ,,