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Jüdische Rundschau · 1918-12-03 · Heft 51 (3.12.1918) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 51 (3.12.1918)
Date
1918-12-03
Page
– (sequence 4)
Language
German
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v itc 400 in Italien, an die American Federation ol La Iroti r und die *uialfstisdwn Parteien A tu c r i k ,־! s : ״I>e1 Pogroniorkaii in י i.:'.-z!e!1 und Polen, der wohlwrgankiette grauenhafte Massenmord in Lemberg, der von poinisclten Legionären unter Führung ihrer Offixiere hei unbestreitbarer Billigung dc9 Kommandos, un* tcr offenkundiger Sätadeufreiulc «ter polt!:• circa Bcvölkonmg und nach systematischer Entwaffnung des jüdischen Selbstschutzes. 1n׳׳t raffinierter Grausamkeit «lurcltgefiihi't wurde, bedeutet die «!ringende Gefahr ׳der physischen Vernichtung der jüdischen Bevölkerung durch einen Mordantiscmitlsrmrs, der die Schandtaten des Zarismus fn den Schatten stellt. Die Talsacite, dali Fuglamls Warnung an die Bolen völlig wirkungslos geblieben ist, macken es den Demokratien des Westens, die einzig in der Lage sind, energische Schritte zur Ein- Stellung des Blutbades zu unternehmen, wir ernstes!cn Pflicht״ sofort aktiv dnzugreifeu, falls sic sich nicht durch vve :v v Passivität an den polnischen Verbrechen mitschuldig machen vollen. Wir appellieren dringend an die sozialistischen Parteien und Organisationen Großbrit.1unie.11.‘.. Frankreichs, Italiens und der Vereinigten Staaten, ihrut ganzen Einfluß aufzubieten, um ihre Kegierunge.« zu einer sofortigen militärischen Intervention zwecks Kettung der jüdischen Bevölkerung und anderer nationaler "Minoritäten in Galizien und Polen ztf vertut• lassen.'' * Das Stockholmer Jüdische Korespond e 11 z b ii 10־ meldet vom 1. Dezember: Line Delegation des Jüdisch-Sozialistischen Arbeiterverbami-es Poale-Ziou und der Skaudtn.avis c 11 e n / 1 ס n i s t i 3 eben O r g a 11 i s ,11 i ״ n bc •mitte ihn .a m c r i k a n i s c 11 e 11 und f r a 1t z ö s i s e h e n < 1 c - sandten und überreichte ilmen dir beim Stuekliolmer Protestmi einig׳ .•mgenoinmi'iie Resolution nebst allern Material über Lemberger und sonstige Pogromo 111 Galizien und Polen. Die Mitglieder der Delegation .stellten dar, dafi die gesamte J11.Icn.heil des polnischen Gebietes sich in Lebensgefahr befindet, wenn nicht sofor! seitens der Entente militärisch int ervon irrt wird. Die Delegation wurde äußerst freundlieh empfangen. Die beiden Gesandten versprachen, sowohl die Rc.solution als das Material ihren Regie- Hingen telegraphisch zu übermitteln und den Wunsch nach ■militärischer Intervention tatkräftig zu bel'iirworteit. Die vicftgelesetic Stockholmer .Zeitung ,,Titln ingen‘׳ bringt eilten Leitartikel über den Lemberg er Pogrom, indem sie erklärt, daß diese empörenden Grausanikeitcn imi Fleck־ auf der neuen Freiheit Polens sind und zum Protest der gesamten ־zivilisierten Welt Iter.ausfordern. Die Zeitung ״A f t o n t i d 11 i n g c n'* schreibt, daß die Melzeleien in Lemberg ein Beweis sind, daß das polnische Volk für die Freiheit, die ihm Europa gern zugestanden habe, nicht reif sei. Der bedeutende skandinavi.sr.be Gelehrte A rite verdammt in ״Aftoutidmngen“ die Haltung der intellektuellen und sozialdemokratischen Kreise 'Polens und fragt, wo auch mir ein einziger Pole gegen die Scheußlichkeiten Protest erhoben habe. Fr erklärt, «iafs die Pogrome endgültig die Legende von der pofnMclicu Ritterlichkeit zerstört haben. Ein Appel! des Stockholmer Oberrabiners . Der Stockholmer Oberrabbiner i>r. Ehrenpreis teilte dem ״Jüdischen Pressebüro in Stockholm“ mit, daß er folgendes P rot c s 11 c 1 c g r a m nt an Daszinskv gerichtet habe: ״Bhtieiuk'n Herzens vernehmen wir die Schreckensiiieklungeu über die systematische Vernichtung der wehrlosen jüdischen Bevölkerung, besonders Westgaliziens unter dem in i t s c b tt I d i g c n S c 11 w e i g e n v o n R e ־ gie ruiig und Intelligenz. Eingedenk unserer Zusammenkunft in Siklcrlaijc im Sommer 1Q15 und Ihrer damaligen Erklärungen appelliere ich an Sie namens unzähliger, gleich mir von Schmerz und Zorn Friüliter, diesen Polen befleckenden Metzeleien entgcgeiizutreten. Die zukünftige S t c 11 u n g des polnischen Judentums ist nicht mit Pogrom en zu cu!scheiden. Oberrabbiner Dr. Eh reu pre i s.‘• Protest der Holländischen Sozialdemokratie Das Jüdische Korrcspondcnzbüro im Haag meldet uns telegraphisch: Die H o!ländische, sozialdemokratische Partei richtete an das Auswärtige Amt im Haag ein Sehre iben, in dem es einen Protest der holländischen Regierung gegen die Pogrome in Polen ׳und Galizien fordert׳. Senator van Kol drahtete auf 1111svre Veranlassung Barnes, Hcudtrson, T11 o- «as, B a c 11 i n, ii uysraans, V ä 1t d e r v c 1 d e und Bra'nting. Er ersuchte um militärisches Eingreifen de! Entente. Kl ec re ko per wird eine Interpellation eiab ringen. Eilte polnische Gegenaktion bei der Entente ist stark iin Gange, bas .״Hand eisblad“ in Amsterdam protestier! scharf £Cg<1׳> die Pogrom«:. ■ Protest der jüdischen Studenten in der Schweiz Die ״Tagwacht“, das sozialtlemokralisclte Grßan in Be r1!׳, veröffentlicht am 21. November PMS einen Protest der jüdischen Studentenschaft in ■der Schweiz gegen׳ die Pogrome in Polen, tu den! Protest heißt es: * ' JUEDIGG'IL UU;•;: ■■:״CI-IAU ״Li die .־.er .seine' ׳. ’׳:־:cliv.-trctt Zeit, in der die Zukutdt der Kali.;־.: .:;־;.; d; .a C׳״k1:׳ «Rn Rechter* und der Freiheit genchmE Lt wiui, cii־ ׳.'־-.׳ a wir im Name« der gesamt ei» jüdisch.’!! ‘./11!de;;u׳n':ci::;1T der Schweiz unseren empörten tn;;l cid rihidni Proic׳ i gegen Polen, das mit allen ■Mitteln einer I:n:;;׳!et1 Mnclilpolilik die ekineutarsten Rechte •unr/ercü Voll;:׳:; mit l׳'üßcn tritt. Nach einem raffinierten .System, da,ו; ייach außen in gleißnerisejier und doyjpdzü1:;;־igcr Weise den Schein einer gerechten Orihuuig Vortäuschen will, werden itn Inucrii Polens alle Regungen der als Nation sich fühlenden und um Geltungringenden jüdischen MUlio11cnmasr.cn in beispielloser Weise unterdrückt. Jede freie jüdische Meinungsäußerung in ׳ Presse und Versammlungen wird n i ede rg c s chl ה ge 11. Pogromhetze und wirtschaftlicher Do y ko 11 r,ollen die Juden einschüciuent und zu sittnnnm, willenlosen Werkzeugen der polnische;» Machthaber erniedrigen. In vielen Orten ist der poluisdic Mob, geführt von Studenten u 11 (I Legionären und unter verhüllter Assistenz der leitenden Behörden ‘zur ,grausamen Tat übergegangen. Ra 11 b, PIü ji d e rung tmd vielfach auch Mord au der wehrlosen jüdischen Bevölkerung bezeidtiimi mit blutigen Spuren den Weg Polens zu seiner neuen Freiheit. Das unterdrückteste Volk der Welt grüßt die Fmfreiung eines jeden leidenden Volke?, und keine anderen Gefühle hat es der polni tcv.en Wiedergeburt entgegengehradit. Aber Polen selbst entweiht in seiner größten Stunde das geh eil igle Rcdit der Völker auf Freiheit. Die Welt weiß leider nichts oder viel zu wenig von diesem schmählichen Attentat auf die Sache der m e 11 3 c 111 i c h e n Oer c c h t i g k e i t. Darum erheben wir jüdischen Akademiker unsere Stimme und rufen es vor allen Völkern aus: 1*0 1 en, das freie, befreite Polen, das die Juden 11 i cd c r sc h lägt, ist daran, ein Verbreche« an den neuen Idealen der M e״ se 1111 e i t׳ zu bcg c hc■n. Die jüdische Studentenschaft der Schwei z.“ Aktion der Schweizer Zionisten Die Antwort der polnischen Mission in Bern. Sofort als die Nachrichten über die Pogrome in Galizien und Polen in die Sc 11 we i z gelangten, wurden von zionistischer Seite Aktionen cingelcitct, tun den Pogromen Einhalt zu tun. Von zionistischer Seite wurde aticji bei der polnischen Mission, die in Bern <li!e polnische Gesandtschaft vertritt, in seJiärfstcr Form gegen das Vorgehen der Polen protestiert, F.s ist attzunduncu, daß von dieser Stelle aus die polnische Regierung auf den furchtbaren Eindruck aufmerksam gemacht wurde, den die Judcnex/.essc im 'Ausland ausüben. Die polnische Vertretung in Bern hat jedoch von der j*)!!tischen Vertretung, der sie ihren Bericht weitergab,!־ine Antwort erhalten, die zeigt, daß die Polen nicht atifhören, die a 11 c M e t h o d e 11 e r Abi e 11 g n u n g zu betreiben. Sie glauben heute noch, den Versuch machen zu können, irgend1 jemand in der Welt über den wüsten antisen1i.tisc.11en Charakter der polnischen. Pogromhetze zu täuschen, indem sie darauf Itisnveiscii, daß au eit in anderen Ländern Unruhen gegen die Juden stattgefunden haben. Mit welcher Kühnheit die Polen die Wahrheit zu entstellen wagen, ־zeigt die Behauptung, daß die Ungchciicrlidikcitcu in- Galizien tendenziös übertrieben seien. Die Berichte, die ununterbrochen aus dem ganzen IKtlnisdicn Gebiet ei «laufen und deren Zuverlässigkeit nicht bezweifelt werden kann, beweisen klar und «Jeut-!ich, daß bisher von keiner polnischen Seite ein ernsthafter Widerstand gegen die Ausbreitung der Pogrome erhüben worden ist. ' Wir veröffentlichen nachstehend das von der polni selten Vertretung in Bern den zionistisghen Delegierten in Bern übermittelte Teleg 1׳a in ■in aus W i e 11: 18, November 191?. K rolcwsko-Polskic Predst.iwicielstwo w Bern! \ ■ Bern, Kranigassc 72. Abschrift: Telcgramln: ״Wien, 16. November IS. Zaleski, Polnische Mission, Bern, Judenexzesse Galizien tragen keineswegs Cltaraktcz organisierter politischer Wühlarbeit, sondern sind Ausfluß mit Demobilisierung 'zusammenhängenden Bandenwesens. Bester Beweis -hierfür sind Judg.nexzes.se in Detüscjtböluncn, Slovakci, Mähren, ÖiUlungarn. Zeitungsnachricltieii über Ungeheuerlichkeiten speziell in Galizien, sind tondeiizlö׳.• übertrieben, Menschenopfer in Galizien sind bis nun entgegen allen Meldungen zeltii ־zu beklagen. Lhjuidicnmgskounni: .;ion veibiingt in jdien Orten, wo jtKle11exzer.se atis.rubi'etfU'it drr,11011 otlcr tittsbreclien, Siaiwlfeelit. Wh11׳.:;!» 11 ׳ Ihr die:,bezügliches Telegramm nach Warschau Kegi;,;11׳ng und Krakau weitergekitet um! werden eventuelle I'.iki'itung Warschauer Regierung Lic|11klieru11gs.־m‘׳,':d״!ll v,uv< rzü:;Ii1־h Ihnen zur Kenntnis bringen, Po!Mische Miss ion,“ Pc1» ־i*S *,?,׳",' -•״ ׳* «.*«׳G«, ä.Utin!. -* tf C4 ־-äCil C Das Zi o n ir,t i?c 11 e?. ent ralb&ro in Berlin erhielt vom Jüdischen N a i 1 o n a I r a t in Wien folgendes 1 •e I e f;־ f a in 111 vom ,2t•. November: ' _ __ Nr. 51 ״Aul unser Verlangen nach Abffwluug einer Pr1,. f u n g s k o m 111 i s 0 i 0 n, welch,e die Untersuchung ül>fr die I'ogmmgreucl in Galizien fuhren soll, verwahrt sich das Polnische L i q 11 i d a t io 1»s k 0m j tce jn Krakau gegen die Einmischung in innerpo 111 i s c h c A n g e 1 c g c n h e i t c n. Fs Ist daher ru erwarten, daß von polnischer Seife zur Untcrsuchm!;,!,. Kommission nur solche Juden zugezogen werde« wekhe aus Gründen ihrer polnisch-assirnilaforisdit'i Politik durchaus geneigt sind, die VorfäUe •<1ז vertuschen, oder die unter rücksichtslosem Druck von polnischer Stile .stehen, so daß eine widirheitu getreue Untei'siicluing nicht zu befürchten ist. Ge ge« diese Gefahr m u ß m i t a 11 e n *M i 11 e 1 זו ei*, geschritten werden. Die Pogrome sind «bema wie die Anueniergreuci eine internationale Au. gelegen heit. Es ist unbedingt notwendig, daf. che Untersuchung unter Zuziehung nichtgalD!. s eher Juden unter offizieller B e t e »I j. g u 11 g der Zionistischen Organisation führt wird, Daszynski madit den verleumderischen Versuch, die Polen von der Schuld an «km furchtbaren Verbrechen reinzuwaschcn, indem er die Pogrome mrf Anstiftung von dcutsch-tetcr reich Weber Seite zurückfdhreti will.“ Jüdische Hife aus Schweden . Das Jüdische Preßhüro in Stockholm bcriditet: In Stockholm ist ein J ü d i sc 11 ־ po ti t i sch e* Kom i tee gebildet worden, weidtes aus Vertretern der Zionistischen Organisation in Schweden, d« jt«li>ch־s־ozi.׳dis־lisrlten Arbeiterverbands!*oale-Zlon, des Stockholmer Jüdischen IIi I fsv«;reinl für die vom Kriege betroffenen Juden, der .Stockhol• mer Jüdischen Gemeinde und Vertretern der 11 i c I» t o r g a 11 i s i e r t e n j ii d i s c h e 11 B e v ö I k rting besteht. Das jüdisch-politische Komitee bat s'tdt zur Aufgabe gesetzt, die schwedische Ocffeutlidikcit über die Lage der jüdischen ־ Bevölkerung in («alizien und Polen aufzuklären, bei den Regimmgwi die notwendigeit Scliritte zu unternehmen, Ahttet lür die Pogromonfer zu sdinffen, zwischen dem verfolgten Judentum Galiziens Und Polens und der arideren Länder und auf «ler anderen Seite dem Judentum der neutralen und alliierten Länder eine Vennilthing /» überm'limen. Die Jüdische GcmriwU' in Stockbolm hat lür «iie IVigroniojtfer in Lemberg als erst«• Rate 10ÜOOO östenvichischr Kronen überwit'scn. Zu den Vorgängen in Przemysl Die ״Neue Freie Presse“ vom 21. November mehlet aus Krakau: Die ,p o I n i s ch׳ c T ■e legraphenagentur jnel- «Jet: ,Der l’olnisdL• LiquidationsausschuO erhielt heute vom j iid is c 11 en Na t i o 11 a 1 ra < in Wie « foltfendcs Telegramm: ״lX׳r Kommandant itt Pr.'duysl, Oberstleutnant Theodor Okarznvski, erläßt eilte Proklamatiou an die jüdische Bevölkerung und fordert den Erlag von 3 Millionen Kronen bis 21. ds. 12 Uhr mittags, wid r ig e n f a 11 s־ er 1*1111»«ler nngen der Juden durch seine Soldaten androht. Wirerheben gegen diese Schändlichkeit schärfsten Profest, verständigen gleichzeitig unsere Organisationen in der Schweiz, Haag, Kopenhagen, London und Washington. VI'ir erwarten sofortige Benachrichtigung, daß dieser Befehl in Przemysl rechtzeitig widerrufen und alle Vorkehrungen getroffen werden, um die angekündigten Pogrome zu verhüt«•«. Jüdischer Nat i o n a 1 r a t in Wie n.“ Der I * o 111 i s c h e L i q u i d a 11 o u s a usscltu ß in Krakau hat auf dieses Telegramm mit folgender l)epesclte an den Jüdischen Nationalrat in Wien gcant• wertet: Oberstleutnant Okarzewski verlangte tatsächlich von den Przemysl er Juden drei Millionen Kronen als Kaution, «laß die seitens der Juden bisher gemeinsam mit den Ruthen׳.■« vorgenonuiienen Feindseligkeiten polnischem Militär ge genüber nach Abmarsch der Truppen gegen Lemberg nicht fortgesetzt werden. Uebcr sofortiges Einsclucite« des Polnischen Nationalrates in Przemysl, 11acb(k־m seitens der jüdischen Vertreter vollständige Neutralität zugesagt worden war, wurde diese Verfügung am 19. ds. früh, also 3f> Stunden vor dem Eintreffen des Telcgrammes des Wiener Jüdischen Natiotialrafcs, zurückgezogen. Dies nüttcilcnd, müssen wir uns i« schär(:־,teilt Protest dagegen verwahren, daß solche «mkontrollierten Gerüchte gleichzeitig mit Anfragen über deren Stichhaltigkeit weitergegebcu werden und daß dabei unter der Adresse der polnischen Soldaten Ausdrücke wie ״Schämllichkeiten“ ■und ״PJüuwk'riuigeii" angcwctKk't werdeie Rumänische Pogrome in Ungarn Der ״Pcst er Lloyd“ vx>tn 21. November mcldet: Aus dem Komitat Be s א t c r c e * N an e o <1 trefic» unausgesetzt traurige Mitteilungen über Judcnv e r f ־1 יי g 11 n f; e 11 ein. Fast von überall mußte «Iie jüdische Bevölkerung flüchten. In «ler Stadt Be sst e ree wurde ganz nach russischem Muster ein regelrechter Pogrom veranstaltet. Viele lluiuh'ilc von Fntnilk’11 mußten ilu'c seit Jahrzehnten bewohnte■ Heimat al» Bettler verlassen. Die Juden winden aufgefordert, binnen '21 Stunden alle Dörfer zu räume«. , Cnitada«, eine Gemeinde, itt «tcr die Bevölkerung znin größten Teil jüdischer Konfession ist. wurde ffld utse rltö rt em Vandalismus geplündert. I״ der Stadt Nnssod mußten die jürüscheti Kaufletde vor der Menge, die von eineati rumänischen Offizier angeführt wurde, ihreWaren versteigern. Für Waren w» Werte von 20000 bis 30 000 Kronen erhielten sie 2״״ i f f I 1» 1 _ I 4 L!} 4 % 1 1 | % l l

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