Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIII (1918)
- Issue
- Heft 50 (29.11.1918)
- Date
- 1918-11-29
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2651273-2652077-2652126--11858-2669426- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr, 50 Sc«394!.י immrr die Politik der Okkupationsmacht lu'kan!pft, die in I\>le11 die nationale liiik'i'diiickimg der Juden löiclerle, in Litauen den litwiiiisdicu Cliauvinisimts großzog. in der Ukraine durch die I letinniipolilik die ualionnle Autonomie vemiditdc, in Rumänien tinich den Bukarester Frieden die Juden den Bojaren aus• lieferte und in allen Gebieten durch die Militärdiktatur eleu Boden für die anderste Verbiiteniag der Bevölkerung schuf, Poale-Zion; Chasaiiowitsch. LoCker.“ Mittler in <Iiesem Telegramm geäußerten Meinung, daß die gegenwärtigen Ausschreitungen in Polen in einem gewissen Zusammenhang mit der Demoralisierung der polnischen Bevölkerung durch den deutschen Mili• taiismus steilen, erklärte der Redner seine vollkommene Uebereinslimmung. Das gräßliche Schicksal der pulnisehen Juden in diesem Augenblicke sei eines der schlimmsten Teile der Erbschaft des alten deutschen Regimes. Dr. Gähn erklärte, »lall er überzeugt sei, daß der Appell seiner Freunde Cliasauowitscfi und Locker in Stockholm von der deutschen Sozialdemokratie gehört werde. Ein zweites Telegramm, das l)r. (Joint zur Verlesung brachte, war von Ticrvorrrageiulcn Sozialdemokraten der Schweiz ans Zürich gesandt und enthielt eine Mahnung an Daszyuski, alles aut'zuhieien, damit im freien Polen sich nicht die Greuel des Zarismus wiederholen (sieheden vorigen Artikel), Die Antwort, die Dr. Golm vom Obersten Pului sch eil Volks rat in Posen auf die liebermiltlung des Züricher Telegramms hin erhielt und die die Pogromnachrichteu als ״total erfunden“ bezeichnete, nannte Dr. Colin das ״glatte Bestreiten des Ire eh en Lügners". Auf Grund von Ihiicrrcdungcii mit den deutsch• polnischen Reichstags,ibgcordaetcn hat Dr. Cohn den Liiulruck erhalten, daß sie alle cs bezüglich der Juden- (rage als selbstverständlich unschön, daß sich die ]101•' nisehen Juden in das nationale Leben der!,ölen einlügen müßten. Eine Minute nach ihrer eigenen Betreiimg seien sic bereit, alles zu vergessen, was sie trimer an der preußischen Herrschaf!, linier der sie litten, getadelt liaticii. Wie können die Juden dieser polnischen Zwangsnali malNienui” entgegen wirken? Dr. Cohn wies darauf hin, daß die Juden bewiesen hüllen, (lall sie die Kralle, die zur bclhslbchuiipluug einer nationalen Minorität notwendig sind, iai Laute ihrer /weitnusciHljalirigcn Geschichte in einer Weise bewährt hätten, die keinen Zweilei daran lasse, daß sie auch der polnischen lliitenlriiekuiigsmetliode stand halten werden. Ls gehe, alle die 11;1tionnlc.11 Tugenden zu ent wickeln und zu ]»[legen, dir ein Volk in der Zeit de׳.׳ Bedrängnis aufrecht zu erhalten vermögen. Die Tat sa eile könne nicht vv e g ge I e 11 g n e t wer• d c n, d a ß d ie J u d c n ein Volk, eine N ,11 i :> 11 sind. Wenn es jetzt gelte, den unglücklichen üpicru der Pogrome zu lliife zu eilen, so reiche bloße Wohl- Eiligkeit nicht aus. Die Juden dürften sieh nicht damit begnügen, sieh durch Gekksaiimilungeii von der Hilfe durcii S o 1 i d a r i t ä t s b c k 1111 d u n g loszukatilen. Mit dem herablassenden Geist des Wcstjudcnlunis gegenüber seinen os!liehen Brüdern müsse endgültig aufgeräumt werden. Am Schlüsse seiner Hede erinnerte Dr. (John au ilen (.׳eist der Makkabäer, die den Kamp! um die jüdische Freiheit .־lUlnahmeii und zu einem siegreichen 1!ule lühnen. ״Wenn wir in diesen Tagen", sagte Dr. Colin, ״die Lichter des Chanukkatestes entzünden, so mögen wir eingedenk sein, daß der Geist der Makkah.ier es i, der wieder über das jüdische Volk kumuieii und sein ganzes _ Lehen erfüllen muß, .denn nur mit ihm La1;:1 das Volk seine Freiucit׳ erringen. Zünde, jüdisches Volk", so schloß der Redner, ״das Licht der slarken SeibsterlialUing an, auf daß ein neuer Frühling dem Judentum erblühe." Die Versammelten, d׳ie mit steigender Spannung dem Redner getolgt waren, brachen am Schlüsse seiner Rede in nicht emlcmvollendcii euthusialischeii Beifall .aus und ״u ׳׳eileien Dr. (John durch hrlicbeu von de 11 Sitzen eine acgeislerie Ovation. Ais let/ter Redner dieser Versammlung sprach Herr Nahum G o i d 111 a 1111. Lr wies auf die trag.sehe Erscheinung hm, daß, wie zu Anfang des Krieges, auch an seinem Lude, trotz des ungeheuren Umsturzes im Denken mul Fühlen!!er Völker, der Judenpogrom stelle. Trotz- ״tm 111 diesen Tagen die jüdische Idee der Völkervcrbrüdciimg und des Völker! riedens einen tinerliörleu Sieg feiert, erleidet zur gleichen Stunde eben das jüdiselie Volk die unmenschlidisten Qualen des Mordes und Totschlags, kies Raubs und der Plünderung. Nur eine vollkommene Wandlung könne die ״Pogromsiiua• nun“ des jüdischen Volkes au fliehen. Die 11,aliegei tickte Aussicht auf diese grundlegende* Aeiidcrung der jüdisdien Lage durch die AutrichUmg der jüdisch-uaUoualeu Heimstätte in Palästina sei der einzige Lichtpunkl in den Schrecknissen, die der Krieg über das jüdische Volk gebracht hat. Durch die Verwirklichung der Palästina-Idee werde auch die Lage des Diasporajiidentums sieh von Grund, auf bessern. Die heute noch heimatlos irrenden Opfer der blutigen Exzesse werden künftig eine' sie mit offenen Armen emplaiigende Mutter, die eigene Heimat, besitzen. Die Ausführungen Gold marin s wurden vielfach durch Beifall iimerbrociieii, der sich am Schlüsse zu stürmischer Kundgebung steigerte. < I ‘ In den Versammlungen in den Sophieiisäleu sprachen, ebenfalls von enthusiastischem Beifall begleitet, außer Dr. Oscar Cohn und Nah 11 in Gold man n noch die Herren S. Ruhaschow, Julius Kaliski und Leo Herr m n 11 n. Herr Ruhaschow zeigte, dal! alle Versuche, die Pogrome auf z.itiällige und wechselnde politische Situatiuneii in einzelnen Ländern und die Steifung der jüdischen Bevölkerung zu ihnen zurück/.ufühmi, 11״ zulässig seien. Darum dürfe sich das jüdische Volk nicht durch obcrUäüilk'he Erklärungen über die Bednitung der Pogroinbcwcguug täuschen lassen und müsse seinen .Protest immer an die richtige Adresse richten Wenn die!1olca zur Begründung der Pogrome in Polen anführen wollen, da 11 die Juden in dein Kampf gegen die polnische Befreiung auf seiten der Gegner J U Polens prbiukn i;״h:-;׳! ,׳:! c11i.Y״i'.:.d die.' ()-.1a!1|1t11ng nicht rk'ii 'l';i(־־... ,1... :׳. •.e «:׳;״. um iv.cn oer jüdisch so/.i..u-kr .h.! /.;1.;:,1-;.־ .־״Ua I'o;>; z-Zum in Stockholm für «ie Ue׳>״,:;׳:>!.,:״:.!:ml kremeu Polen» beweise, Aller.;!:;:;., sek«. .,1:׳ «He!mmn . und hier• von werden r.ie um h..iucu Fr״ »׳> »׳H..-11 — von den Polen die Anerkenn׳ .■;..־ uml D.:rclm;hr1mg meid 1111־״ ihrer bürgerlichen, somkr.i ,ד:ich ihrer nntlounleii G.eicli berechtig 11n:', eine Fsuvtcruu־׳, du! der Unicvstülztmg der ileiiiokratisdiCii und r.ü.Viii״ tischen Welt sicher ist und im übri;׳cn auch in keinem V/klcrspnich zu de* Gescliiehtc Polens steht, die eine nationale Autonomie der iüiliselu'ii Bevölkert;!!׳!־ rtkannt hat. Wenn früher der Anteil des westlichen und ins• besondere des deutschen judcitlmn:. r.m Schutz und au der Abwehr <n'־׳e11 l־k»׳rr011ie in I!ilfHäligkeil und Wold• tiitigkeit bestaiuicn 11a״e,!,0 könne jetzt dii׳ bri'ulcrliclic liiiie des gesamten Judentums, auch der deutschen Juden, nur in einer kraftvollen Unterstützung der natiourilcn Forderungen des polnischen Judentums bestehen und müsse in erster Linie dadurch erfolgen, daß auch die westlichen Juden für räch scib..t an der Förderung der nationalen Anerkennung des Judentums arbeiten. Herr Julius Ka 1 i s k i, Mitglied der so/i.11dcmok|־ati• sehen Partei, ging von seinen Erlebnissen in Polen aus, die ihm gezeigt‘ haben, daß das Judentum in Polen von einer uiiverwüidlichen Lebenskraft und von einer nationalen Widerstandsfähigkeit ist, die eine Bürgschaft für die Frlialtniig tler nationalen Art und die wiedergehurt des nationalen Lebens gewährt. Eine Unterdrückung der nationalen Ansprüche und Forderungen des Judentums in Polen ist mir durch einen exaltierten Chauvinismus möglich, der auf einer imperialistischen Grundlage beruht, wie er in diesem Umfang vielleicht bei keinem anderen Volk zu finden ist. Wenn man einen Imperialismus, dgr auf der Grundlage einer vollentwickelten Kultur beruht, die auf nationale Minoritäten anziehend wirkt, vielleicht noclt verstehen kann, wo ist die Berechtigung für den polnischen Imperialismus, der keine Achtung vor der nationalen Eigenart des Judentums kennt? Insbesondere soll sich die jüdische Kultur der polnischen gegenüber minderwertig fühlen? Gibt nicht das Bewußtsein, Jude zu sein, überall einen stolzen Rückhalt, auch, wie die Erfahrungen zeigen, i'iii der internationalen Sozialdemokratie? Audi der ׳'eutsche Sozialdemokrat, der Jude ist, weiß, daß er seine freie und geachtete Stellung nur daun sich sichert, wenn er im jüdischen Volkstum wurzelt Und sich als Jude bekennt. Hierbei wies Kaliski auf . die leuchtende Gestalt Ludwig Franks hin, dessen Sicherheit des Wesens und Auftretens in seinem unbeirrbaren jüdischen Volksgefiihl verankert war. Kaliski ging dann zur Forderung des Judentums auf Palästina über und betonte als internationaler Sozialdemokrat, daß das Recht der Juden auf Palästina nicht allein auf historischen Reminiszcnzen beruht, sondern .vor allem auf «1cm Recht der Produktivität, das keinem Volk versagt werden dar!. Palästina, das einstmals ein Land produktiver Ar• beit war, isi verödet, seitdem das jüdische Volk von der ]lakisliinuisisciien Scholle־ vertrieben wurde. Es muß dem jüdischen Volk, das das Geheimnis kennt, welches das Land neuer Fruchtbarkeit erschließt, wiederum die Mög• lidila'it gegeben werden, auf seine Scholle zurückzu• keinen. Die führenden Geister der gesamten Kultur• weil haben diesen Anspruch des jüdisc.nn Volkes auer• kn mit. Nur einen Kreis i!1 der Welt gibt cs, in dem man die Existenz und «las Recht des jüdischen Volkes bestreitet: die deutschen J 11 «1 c 11. Auch diese werden lernen müssen. Die sieghafte Kraft des Juden• ttuns kommt ,:!!her nicht von ihnen. Sic kommt aus dem gesamten Judentum und sie kommt aus dem Osten, wo der lebendige Quell des jüdischen Volkes nicht versiegt ist. j Herr Leo Herrin an 11 führte aus: Als die schreck- | liehen Nachrichten über die Pogrome aus Polen und 1 Galizien kamen, schloß sich «iic Zionistische Vereini- 1 gmig jür Deutschland mit der jüdisch-soziaklemokra* tischen Gruppe Poale-Zian in Deutschland zusammen, um vereinigt und gemeinsam ihre Proteste in die Welt liiuaiisz.tirulen und *die gesamte Kulturweft Europas aufziilörtlern dem Verbrechen ein Ende zu bereiten. Wir sind nicht mehr gesonnen zu bitten und zu beschwören. Jetzt ist «lie Zeit gekommen, wo wir an klage 11 und l ortlern, ׳und wir wissen, daß unsere Forderung Gehör finden wird. Jedes Volk, das unseren Protest überhört, macht sich mitschuldig an dem*־untilgbaren Verbrechen, das begangen wird. A111 Schlüße der drei Versammlungen wurde e i 11־ s t i 111111 i g und mit lang anhaltendem Bcjfall die folgemle Resolution angenommen; ״Die von gier Berliner Zionistischen Vereinigung und der Jüdischen sozialdemokratischen Arbeitergruppt־ Poale-Zion in. die Philharmonie und in die Sophiensale ciiibcmfcnen jüdischen Massenversammlungen vom 25. November 1918 haben mit Empörung und tiefem Schmerz, von «len entsetzlichen Pogromen in Westgalizien und Polen Kenntnis genommen, in «lenen eine seit Jahrzehnten getriebene antisemitische Hetze׳ ihren verwertliehen Ausdruck findet. Das seit Jahrhunderten unter Fremdherrschaft 1cbeiute polnische Volk hat die Stunde Heiner Befreiung durch Haß, ׳Vergewaltigung utvJ Mord beflecken fassen. in enger Verbundenheit mit׳ unseren jüdischen Brü- «lern rufen wir die gesamte KuHurwcit, die Demokratie und das sozialistische Proletariat Polens auf, der Schmach ein Ende zu bereiten und «lie Ansprüche der polnischen Judenhcit auf bargerf'che und nationale Glcichbercchtigung anzticrkenuc'ii timt zu verwirklichen. Die auf den Orm:;h־.Mze11 der Freiheit und Demokratie neu errichtete Weh «'.:;!•f das Verbrechen tler Linterdriiekung und Vergewaltigung der Juden nicht mehr dulden. Die polnische . Demokratie darf sich nicht durch tatenlose (jteic.״.;:«k.;,';׳mt 0:1 Verbrechen mitschuldig machen, das mm• e::.i־!־,.hci1 entweiht.‘‘ Der Sozialislertffilirer Albert Thomas über den Zionismus Der Sozialistenführer Albert Thomas, der im Laufe des Krieges eine Zeitlang fntn/iißisdier Munitioiisminister war, hat sich folgendermaßen über den Z i o n i s m us ausgesprochen: ״In westeuropäischen Ländern wird die zionistische Bewegung manchmal mit Argwohn von denen betrachtet, die als hervorragende Diplomaten oder tieisinnige Deuter staatlicher Probleme gelten möchten. Wird nicht der Zionismus die englischt*» ' Inte!essen gegenüber den traditionellen luteicsscn Frankreichs in Syrien und Palästina unterstützen? Wird er nicht vielleicht gar da; Deutschtum im jüdischen Lande entführen? So werden die vornehmsten Projekte von selbstsüchtigem Ehrgeiz behandelt. In Wirklichkeit können wir durch aufrichtige Unterstützung de; Zionismus, durcii seine Verknüpfung mit der großen Bewegung zur Befreiung der Menschheit, der er entspringt, gerade dazu verhelfen, daß er von allem betreit wird, was ihn zur Erstarrung oder Entartung bringen könnte. Wenn wir Demokraten und Sozialisten den Zionismus mit votier Sympatliic begrüßen, so geschieht das, weil er vor allem die völlige Freiheit der Juden in den Ländern verbürgt, wo sie keine gleichen menschlichen Rechte erlangen konnten. Aber wir begrüßen ihn auch und vor allem, weil der Zionismus eine d.:r höchsten Aeulicrungen und eines der vollendetsten Wahrzeichen des Strebens nach einem freien na• tionalen Leben bedeutet, welche die Ursache des jetzigen Krieges ist und das morgen die Grundläge zum Wiederaufbau der Weit bilden wird. Wenn ein Volk, das seit Jahrhunderten aus seinem Lande gerissen und wie Staub über die Erde verstreut ist, heute sein Heimatland wiederaufbaueit will, um ein Land zu haben, in dem es sielt wieder vereinigen kann, so ist uns das ein Beweis für die neue Macht, die in der nationalen Idee liegt. Der Zionismus ist nicht nur eine abstrakte Idee. Er ist mit jeder Faser mit der modernen Dein״• kratie verbunden. Alle Völker, für die Demokratie nicht nur ein bloßes Wort ist, Engländer, Amerikancr, Franzosen, verlangen seine moralische und materielle Unterstützung. Der Krieg wird ihn zu seinem Ziele führen. Die Liga der Nationen wird n i c 11 ז vollständig sein, wenn nicht das jahrhundertelang unterdrückte jüdische Volk in ihr seinen Platz erhält. Stimmen zu der Erklärung des Präsidenten Wilson Die Erklärung, die Präsident Wilson über den Zionismus abgegeben hat, wurde in Amerika mit hohem!•:tcresr.c nt!fgc;!omnu־n und vielfach kommentiert. Neben dem Aufruf, «len der Vorsitzende der amerikanischen Zionistfederation, Julian W, Mack, an die Juden A:m• rikas richtet, Int sich auch Dr. Stephen S. Wise dar»• her ausgesprochen. ״Die verhältnismäßig kleine Zahl von Juden“, schreibt er, ״die seltsamer Weise bisher go zögert haben, sich der zionistischen Bewegung an׳»• schließen, werden durch die Botschaft des Präsidenten Zuversicht gewinnen, die jeden Zweifel über die Ver. inbarki'it von Amerikanismus und Zionismus zum Schc.ci• gen bringen muß“. Die j i «I i s c h e Presse bringt eingehende Ko״׳• mentare zti der Erklärung. ״Der Tog“ bezeichnet t:c als ״die Stimme des amerikanischen Volkes“. ״JewiHi Daily News“ weist darau! hin, daß tler Zionismus nun tatsächlich zu einem .politischen Faktor gewordi״׳ •sei, der unbedingt auf der Friedenskonferenz zur Sprache kommen müsse. Die großen Tageszeitungen aller amerikv nisehen Staaten widmen «1er Botschaft Artikel, in der da׳ Rechte des jüdischen Volkes aus Palästina voll aner• kannt werden und die Erklärung des Präsidenten mit Sympathie aufgenonimcu wird. Öffentliche Kundgebung der nationalen Juden in Stadt und Provinz Posen Auf Einladung der Pose ne r Z i o n i s t c n I1»"f sich am 20. November eine mehr als tauscndköp!i!K Versammlung im Zoologischen Garten zusammengefu־״ den, um zu den j ü d i s c h e n G e g c n w a r t s f r a g «־" Stellung zu nehmen. Das Mitglied des Großen Aktionskomitees, Recht■"• au wall Dr. Alfred Klee aus Berlin führte, dauern» von begeisterter Zustimmung der Anwesenden b«gc1־ tet, etwa folgendes aus; « Das jüdische Volk verlangt von der Friedens!«»1• ferenz die Wiexicrgutnuicliung eines 2000jähr,'gc» 1 ״' rechts. Palästina muß wieder die nationale t leinistat ז des jüdischen Volkes werden. Hinter dieser Förden»1!-' stellt heute die überwältigende Majorität des K'^:st ל" 1 l־Millione11־Volkes, insbesondere die Majorität *l amerikanischen Juden und der Juden des Ostens. 1• Erfüllung der Forderung ist von den Mäddc״ Entente zugesagt, ihre Berechtigung von den Mm ׳' machten anerkannt. Hinter ihr stehen auch die Sn*