Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1918-11-26 · Heft 49 (26.11.1918) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 49 (26.11.1918)
Date
1918-11-26
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2651273-2652077-2652125--11847-2669414
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 384 |י ./ ׳• ־* י*׳ V* * Ä äL U Nr. 49 muß sein Werk selbst tun. Das jüdische Volk, das in Palästina ei richtet werden soll, muß seine gesetzliche Stellung im Bunde der Nationen erhalten und muß von dieser Stelle aus seine Forderungen erheben und die Rechte seiner Staiumesgcnosseu verteidigen. Wir wollen unverzüglich wissen, ob das von der Regierung gebrauchte Wort ״national" tatsächlich zu verstehen ist. Es ist jetzt nicht die Zeit uir Unbestimmtheiten und Zweideutigkeiten. lieber die Jugoslaven oder die Stellung der Tschechoslaven bestehen keine Geheimnisse, und es sollten auch keine über das neue Zion bestehen. Der entscheidende Augenblick ist gekommen. Soll cs eine jüdische Nation geben, welche der Liga der Nationen als gleichberechtigt I U L' D 1 8 ange'nöreii ו :!ul die r.e;ü:!.uuc ceeitzeu toll, Israels Freiiieii zu wahren? WUavi die Antwort ein klares ״Ja" ist, er na gibt es keinen Grund, ״sie zin'üekzulialian. Wenn die Antwort anders ausfällt, so haben die Jaden un1::on;־fc gekämpft, und der i'rieilenskoagreß eröffnet nur ciu neues und vielleicht noch" dunkleres Kapitel ihrer langen Gcschichte in der Diaupora." ״The Ndfcu'* 1113er een Jtlutoelicn Staat Das ״Kopcnhs״encr Zionistische Büro“ teilt eine Glosse der radikalen englischen Zeitschrift ״The Nation" mit, die in ihrer Ausgabe vom 28. Scpteinber eiitlmltei! war: ״Der militärische Beobachter sieht ziemlich ' ktehl auf die Siege in Palästina, die übrige Weit dagegen begrüßt sie mit größerer Wärme. Es Ist kciiia kleine Sache, durch einen ciutigcii Vorstoß ein Ereignis htabel. geführt zu haben, das Jahihunderte lang der Traum t[ef gesamten Christenheit war, geweiht durch Blut und Leidenschaft, durch den Untergang •nächtiger Könige und Heere, und als teuerste 1 lotiuung gehegt, seitdem die Vision eines zweiten Erscheinens auf Erden ve*• siegte. Und es scheint uns der Welt zum Segen z* gereichen. Denn das heilige Land ist bereits einer heiligen Sache gewidmet. Die Eroberer haben es nicht für sich selbst eingenommen. Der Charakter und di* Geschichte der heiligen Stätten würde ein englische« Palästina unmöglich machen, selbst wenn unsere Staat»־ mäuner ein solches wünschten. Aber da» werden *i« nicht. Was auch immer der übrigen Welt beschießen sein mag, 1* a 1 ä s t i na ist zur Heimstätte s c 1 a * ן alten Besitzer bestimmt und steht unter Internationalem Schutz, Das ist wenigsten» tiu* christliche Tat, und außerdem ist *ie auch klug." fTv O׳> ('׳1"-־*• tJ t *Jk. äit■ iA Die Berichte nach legi- Mar• Warschau. Der ״Moment" vom 15. November berichtet: Während der gestrigen sozialtsd sehen Demonstrationeu und Meetings auf dem Sächsischeuplatz. und am Seiiloli betrieben verschiedene dunkle Elemente eine offene antisemitische Agitation und hetzten die christliche Menge gegen die J u 11 e 11, obwohl unter den Demonstranten sehr wenig Juden waren. Die Agitation verfehlte ihre Wirkung nicht. Während der Meetings und nachher wurden mehrere Juden mißhandelt und verhaftet. Unter den Ueherialleuen befindet sich auch der Redakteur der jüdischen Zeitung ״(iloss Zvdowski" S. Woikowitsch. Er stand am Schlosse und sah sieh die Dcmoiistiatioiiszüge an. Ais er nelxm sieh giftige Beschuldigungen gegen die Juden hörte, (etwa die, daß die Juden dem Bolschewismus huldigen mul aiuiLcUes mehr), versuchte er darauf zu erwidern. Sofort stürzte eine Bande Holigaae auf ihn 11ml verprügelte ihn. Ein christlicher Arbeiter, der dabei stand, protestierte gegen diese Gewalttaten, woraufhin die Bande auch ihn miß bandelte. Herr Woikowitsch wurde verhaftet und dem •,Militärgefängiiis abgeführt. Nachdem er sich timiert hatte, wurde er ireigelasseii. Der jüdische Student L. bemerkte an der licke szalkowska lind Zlotastraßc einen P o g r o in n 11 1' r u f der bekannten Organisation, die sich ״Befreinngsarmee‘ nennt. Eingedenk des Beschlusses des S-tniltraies, daß die Verfasser solcher Proklamationen außerhalb der polnisclien Gesellschaft stehen, riß er den Aufruf von der Wand ab. Sogleich erschienen einige bewaffnete Leute, und stürzten sieii au!den Studente ו mit dem Schrei: ״Wer hat dir erlaubt, den Aufruf abzureißen!" Der Student erklärte, daß er als Bürger nicht dulden könne, daß im neuen Polen Aufrufe, die gegen die Juden aufbetzien, auf den Straßen!;leiben sollen. Dadurch reizte er die Le,׳׳ioniire noch mehr. Es sammelte sich eine große Menge an, die laut verlangte, mail möge den Juden sofort erschiefReu. Einer der Legionäre schlug auf den Studenten mit dem Kolben so heftig ein, daß er bctiiubt wurde und zu Boden fiel. Darauf begann eine unbeschrcibliche Szene. Jeder aus der Menge hielt es als seine Pflicht, den Liegenden zu mißhandeln und mit Füllen zu treten, Als man ihn halbtot nach der Gendarmerie brachte, wurde er dort aufs neue gcschlagen und beschimpft. Nach Durchsicht seiner Papicre, und nachdem er versichert hatte, daß er kein Soziulist sei, wurde er frvigelassen. Der Student war in der Redaktion des ״Moment". Sein Aussehen Ist schauererrcgcml. Der ״Moment" vom 17, November berichtet: In der Nacht zum Sonnabend wurde das Hau kwki 20 in dreister Weise überfallen. Um U> 1 nachts kam eine Gruppe von Personen, die in poln i s c h e r* M i I i t ii r u 11 i f o r in gekleidet waren, auf den Nachtwächter, der vor dem Hause Nalevki 20 stand, zu und verlangten, ihnen das Tor zu öffnen. Nach Oeffnung des Tores blieb eine Gruppe draußen, um Wache zu halten, während die anderen in die Wohnung des Brillantenhändlers Schreiber, der 3 Treppen hoch wolmt, eiuzudrmgcn versuchten. Als ihnen der Eintritt verweigert wurde, erklärte״ sie, sic seien Legionäre und müßten Schreiber sofort sprechen, sonst würden sie schießen. Die Frau des Schreiber sagte ihnen durch die 3 iir, daß sie die Legionäre nur in der Gegenwart der Miliz entlassen weide. Da die Legionäre daraufhin drohten, die Wohnung zu beschieße״. lief die Frau auf den Balkon und rief laut um Hilfe. Die Wache draußen schoß zweimal in die Luft, woraufhin eine Patrouille herbei kam. Die Eindringlinge liefen sofort herab und - erklärten der Patrouille, man hätte auf sie von diesem Hause geschossen. Diese Erklärung genügte der Patrouille, um in den jüdischen Wohnungen “ö Hauses eine Haussuchung nach Waffen zu veranstalten. Zuerst kam die Patrouille וון die Wohmmg von Jacob Goldwasser, deren ganze Familie sie terrorisierte. Die!•aniilieiiangeliörigen merkten, •laß die naiissueber einen Revolver verstecken wollten, um ihn gleich darauf zu ״findeii", Da aber Herr Goldwasser sofort Lieht machte, gelang dies nicht. Die Patrouille von Wohnung zu Wohnung, überall unter Drohungen alles schommgslos durch:;eilend. Nirgends wurden Wallen gefunden. Dagegen *.״,| mehrere Wert- Sache״ ״verloren" gegangen, besonders im Gasthause des Hunvitz. Das dauerte die ganze Nacht hindurch. Um . kam die. Reihe an die Wohnung des Israel Lnwls- Der!׳, wohin uie!misslicher mit den Ausrufen Beiiis1 * lU c 8 1 י'.״ b z ״,s chlachte n!" cimlrangiii. Sie wollten durchaus den dort anwesenden Hut-!!־adJ״ Skotlicki.erschießen. Mit groß״ Mühe gc!״״!,- es, die wilden Eindringling« von dieser Tät.abzuhalteii.1 Na- Uhr Als Gegenleistung• bedangen sic sich verschiedene Wureu aus,’ die sie hm Morgen abholen wollten. Im Gasthaus von jaspital schlugen sie die Anwesenden und raubten CßwaVen. Mit tagesgrauen war die Bande versdiwmidcn, Nur zwei von ihnen kamen um 1/4צ Uhr nachmittags noch einmal mul verlangten die versprodienen Waren. Da sic nichts bekamen, erschienen sie am Abend wieder. Die Unruhe der Hausciiiwolmcr ist unbeschreiblich. Sie wandten sich an das Kommissariat, crhicltcnaberkeine Hilfe. Kiel cg. In Ergänzung des Berichtes über den blutigen Progrom in Kiclcc (siehe letzte Nummer) erfahren wir noch: Anläßlich der poHlisdirn Ereignisse vom 9. und 11. November in Deutschland fand am Montag, 0 Uhr abend!, im Gebäude des SlmlUhcaters eine jüdische Versammlung: statt, an der Vertreter aller Richtungen | und Klasse» teilnahmen. Die Redner drückten die Soli- 1 daritüt der jüdischen Bevölkerung mit den breiten Mas- I sen des polnischen Volkes und seinen demokratischen Forderungen aus. Der Saal wurde von Legionären überwacht. Plötzlich kam eine Menge bewaffneter Leute mit Messern und Knüppeln hinein. Sic verjagten die Frauen aus dem Saal, schlossen den Ausgang und überfielen die ruhig Versammelten mit ihren Waffen. Zehn Juden wurden auf der Stelle ermordet, darunter ein Advokat und einer der angesehensten Bürger der Stadt, Vom Saal des Theaters begab sich der atifgereizte Mob mit gezückten, von Blut trtef e 11 (1 e n Messer n auf die Straße und überfiel die in Panik geratenen Juden. Sie brachen die Wohnungen auf, plünderten die Häuser, schlitzten die Kissen auf und schlugen die schutzlosen Einwohner. Eine zweite Gruppe der Holigauc überfiel die jüdischen Läden. Erst um 12 .Uhr nachts kam eine Militärabteilung, die die Unruhen zu unterdrücken begann. 600 jüdi sehe Verwundete .wurden an diesem Abend gezählt. Dieser blutige Tag wurde von einem noch, schrecklicheren abgelöst. Dienstag ist gewöhnlieh Markttag in Kiclcc. Die Bauern aus den bcnachbarten Dörfern, die zum Marktplatz kamen, setzten, von den Agitatoren gehetzt, die furchtbare Arbeit des vorigen Tages fort. Der Berichterstatter der jüdischen Tageszeitung ״Moment“, ein Jude aus Kiclcc, dem cs ׳•elimgcn ist, nach Warschau zu entkommen, berichtet, daß in der Stadt den ganzen Nachmittag eine Friedliofsstille herrschte. Nur die Hoiigane zogen mit gczückten Messern durch die Straßen, sdiautcii jedem Passanten mit einer Laterne ins Gesicht, um zu scheu, ob er Jude sei. jeden Juden, sagten sic, muß man totschlagen und aus dem Fenster werfen Chm duck. Am Sonntag, dem 10. November, veranstaltete die lokale Organisation der Poale Zion eine Vojksvcr- Sammlung in der Synagoge. Von dort begab sich das Publikum singend nach dem Marktplatz. Auf dein Marktplatz standen einige Miliziantcn,- Als die Mainfestamen vorüberzogen, verorclnete der Aeltcstc der Mi- Uzlcute: ״Schießen. Brüder.“ Und die Brüder schossen! Drei jüdische Mädchen, die zufällig .auf dem Marktplätze waren, wurden an Ort und Stelle getötet. Auf die Schlellcrct kamen eine Me11|;־e Bauern aus den Vorstadtr.traßen und aus den Dörfern, bewaffnet mit Aexien und Mistgabeln, und begannen sich für den ״Ueberfall“ auf die Miliz zu rächen Der Führer der Miliz beruhigte die Bauern, daß alles in Ordnung sei, worauf sic sich zurückzogen. Lt.sI . ״׳ der Nähe der Bahnstation Lochow'versammelten sich m der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch die Bauern des Dorfes Lasi, tun das Haus des jüdischen Krämers, verbarrikadierten die Fenster und Türen des Hauses und steckt eit dar, Linus In Brand. Die ganze F a 111 i I i e, die nt!:; 6 Personen bestand — J;1!1 , 11,1;1G e'״t‘ Mutter, eine Tochter und 3 Enkelkinder — kuuvcn um üOCnC'Vt/iCO. . Privntmcldtingen vom 14. November zufolge brach cm Juden nogro in in Sosnowtcc aus. Nähe res ist unbekannt. (Meidling des ״Moment״.). Der Warschauer Am Sonntag, d:•! ״Blind" eilte ׳Pr{)::;: Sprache, die auf den der gemerkt hatte, v f' 3 r-\ A I ys» w tC^HCO» ״Moment" meldet: 1 10. November^ veröffentlichte der;:;:u:051 in j!!!::eher und polnischer Ltra!au״v:.ri׳:iit wurde. Ein Pole, ׳ie ein jüchlvrlicf Jüngling die Proklamatioiicn verteilte, machte einen Legionär darauf »11merksam, der den Jüngling verhaftete. Als eine Grupp* jüdischer Arbeiter die Befreiung ihres Genossen verlangte, wurde eine Anzahl junger Rekruten, mit einigen Legionären an der Spitze, auf sie losgelasscn. Mit dem Geschrei ״Hurra na Sliidow“ überfielen die Rckruten und die Legionäre die jüdischen Arbeiter und b*■ gannen auf sic ioszuschlagen. Der 14 jährige M. Zweig wurde ermordet. Mehr als 10 Einw'ohiicr Wurden schwer verwundet. Besonders eifrig bctei.igtcn sich hieran die tJ y m 11 a s i a s t e n , die ihre eigen«! jüdischen Mitschüler tödlich verwundeten, Grochow. Im Dorfe Grochow. in der Nähe von I\>11cieur, wohnt eine einzige jüdische Familie. Vorige Woclifc überfielen die Bewohner des Dorfes das Haus und «rmordeten den Besitzer Rabbi Aron Orochowcr, seine Frau und 3 Söhne. Die Christin, die bei dem Juden diente, wurde zur Strafe, daß sic bet einem Juden gedient hatte, a u f e c h ä u g v (״Moment“ Nr, 212.) Sulmergiecz. Am 3. November wurden die Oestcrreichcr cntwaflnet. Am 4. veröffentlichte die polnische Gcndarmcii* Plakate: ״Juden dürfen nicht nach 6 Uhr abend» das Haus verlassen," Zur Teilnahme an der Miliz wurden Juden nicht zuge lassen. Am selben Tag* wurden Haussuchungen bei allen Juden veranstallet und nach Gewehren abgesucht. Am 5. unternahmen 20 polnische Soldaten mit Miliziantcn an der Spitze Haussuclmn'׳cn bei allen Juden ohne Ausnahme, Es wurde nach Leder gesucht. Kein einzige» christliches Haus wurde untersucht. Di« Soldaten scheuten sich nicht, selbst beim Rabbiner einzudringen, drängten in die Synagogen und öffne■ ten die thorakalen. Bei den jüdischen Lcdcrhändlern, die Handelsscbeine hatten, wurde das ganze Leder enteignet, ohne daß ein Pfennig dafür bezahlt wurde. (,,Moment" Nr. 212.), Lubomlr. Der Warschauer ״Haint" meldet in Nr. 211 über den Progroin in Lubomir:!Lubomir, ein Städtchen in der Nähe vonCJioIm. besteht aus 90 Prozent Juden, 8 Prozent Ruthcncn mul 2 Prozent Polen. Dank der judcnfcindiichcn AgiiaiMi des Geistlichen, die bereits wiederholt zu antijüdischen Exzessen wälirend de!׳ Russenherrschaft und der östesreichisehcn Okkupation geiiilirt hat, herrschen gespannte Beziehungen zwischen den Juden und den Polen. Al» die Oestcrreichcr sieh zurückziehen mußten, rief der österreichische Koiniunndant Major Steriler die Ver treter der jüdischen, polnischen und ruthcnischcn BevöL kcriuig zu sich, teilte ihnen 'mit, daß er die Stadt ia ihre Hände zurückgebe und schlug ihnen die Schaffung einer Miliz vor. 111 dem Städtchen blieb aber eine Menge Descrtc tirc zurück, die bald nach dem Rückzug der österreichischen Okkupatlonsbchörden die Waffeulager zu plündern begannen. Die Mihz war nicht in der Lage, die Unordnung zu unterdrücken. Am Dien»■ tag-Morgen kam eine ILcpcsciie nach Cholin, daß di# Juden angeblich plündern, worauf der Kommandant van Cholin eine Abteilung von 120 Tschechen nach Lubomir schickte, die Mittwoch früh im Städtchen eintrafen. Um 7 tflir morgens begannen die Soldaten zusanimen mit der Bauernbevölkerung einen regelrechten Jude np rog ro m. Sie drangen in dl# Häuser, plünderten, rissen die Läden auf, demolierten die Waren, Insgesamt wurden 45 jüdische Familien gcschädjgt. 5 S ch w c r v c r w u n.d e t e wurden am selben Tage in hoffnungslosem Zustande nach Cholm gebracht. Eine 45 jährige Frau, Riwke Sedicr, erzählt, daß, als sic in den Stall ging, um die Kühe zu füttern, cm benachbarter Pole auf s-ie znknm, mit einem Revoiver in der Hand, und ohne ein Wort Zu sagen, auf sie schoß und sie ,״ך! Bein verwundete. Lin zweiter Verwundeter, der 35 jährige Jakob Bialer, erzählte, daö einige tscheenische Soldaten, als er über die Straße ging, schossen, und ihm beide Füße verwundeten. Als er blutend am Boden lag, untersuchten die Soldaten seine laschen und nahmen ihm sein Vermögen, 10000 MarK weg. Sein Leben ist in Gefahr. Pogromagitation in Warschau , Der Warschauer ״Moment" vom 14. November druckt folgende Aufrufe ab, die auf den Straßen Warschaus ausgehängt sind: Polnisches v o 1 k 1 Es Ist Uncibörtc» £#־ schellen. Auf polnischen! Boden, im Herzen Polens, m seiner Residenz in Warschau wurden Rufe hörbar, nieder mit dem polnischen Militär, nieder mit Polen. Auf den

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.