Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIII (1918)
- Issue
- Heft 44 (1.11.1918)
- Date
- 1918-11-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 342 T Nr. 44 jU;:\ 13-׳׳;;:KU';': :>..0: :au Die Beschlüsse der österreichischen zionistischen Rcieliskonfercnz Die zionistische Rcichskonfercnz, welche am 20. Oktober iin Saale des Ingenieurmul ArchiicktouVereins in Wien tagte und über die wir bereits in der letzten Nummer kurz berichteten, war aus allen Teilen Oesterreichs stark beschickt. Es waren im ganzen 102 Delegierte und Vertrauensmänner anwesend. Den Vorsitz führte Herr Adolf Stand. 111 dem einleitenden Referate legte Herr Dr. Weitst• 11 der Konferenz den Beschluß des Exekutivkomitees auf Einsetzung eines jüdischen Nationalratcs und Ausschreibung von Wahlen zu einer Nationalversammlung vor. Es sprachen sodann die Herren Dr. Kramer (Czcrnav.it/.), Prof. Engel (Prag). Dr. Alt hach (Mahr.-Ortran). welche über die bisherige politische Aktion in ihren Ländern Ber.clit er• .statteten. Im weiteren Verlaufe der Debatte sprachen die Herren Nathan Eidinger, Dr. Ha Ipern, Adolf Bö lim, Dr, Sehalit. Es wurde eingehend die Lage in den einzelnen auf dein Gebiete des ehemaligen Oesterreich entstehenden Nationalstaaten besprochen und die Möglichkeiten einer jüdischen Politik innerhalb der einzellten territorial abg.-grenzten nationalen Staaten sowie die Möglichkeit eines einheitlichen Prigrumnm und eines taktischen Zusammengehens erwogen. Am Schluß der Vormittagssii/.uug wurde auf Antrag des Herr״ Geller eine Kommission zur Redaktion der zu fassenden Be- Schlüsse und zur Beratung des politischen Programms eingesetzt, welche dem Plenum Bericht zu erstatten hatte. ln der Naehmittngssitzung wurde zunächst die Debatte fortgesetzt. Sodann wurden seitens der Kommission die Resolutionen vorgelegt, welche mit einer von Dr. Krämer beantragten Abänderung angenommen wurden. Beschlüsse: 1. Die R c i c h s ko 11 fc re 11 z der Zionisten Oesterreichs beschließt die Einsetzung eines Jüdischen N a t i o 11 a 1 r a t e s, bestehend aus allen jüdisch-nationalen Reichsrats- und Lamltngsabgeordneten und Delegierten aller jüdischen Parteien, welche auf nationalem Programme stellen. Der Nationalrat hat den Zusammentritt der auf breitester demokratischer Basis zu wählenden konstituicrendcn Nationalversammlung vorz.ubereiteil und gilt bis zum Zusammentritt derselben als einzig legitimierte Vertretungskörpcrschaft für die jüdische Nation. Das Exekutivkomitee konstituiert sich als vorbcreitender Ausschuß und hat den Zusammentritt des Nationalratcs sofort in die Wege zu leiten. 2. Die Rcichskonfercnz fordert die Abgeordneten Dr. Strauche!• und Reizes auf, sich im Abgeofdneteuhaus als Natiouatrat der Juden zu konstituieren. 3. Die zionistische Rcichskonfercnz nimmt für das Vierz.ehiimillioiiciivolk der Juden, das eine untrennbare nationale Einheit bildet, das volle Selbstbestimniungsrecht in Anspruch. Sie fordert die Errichtung einer national cn Heimstätte in Palästina, Sie fordert die volle nationale und bürgerliche Gleichberechtigung für die Juden in allen ihren Wohnländern. Die Rcichskonfercnz verlangt, daß das jüdische Volk gleich allen anderen Nationen zum Friedenskongreß zwecks Vertretung seiner Rechte zugelasscn wird. Die Rcichskonfercnz beschließt ferner, daß das Exekutivkomitee für seine Arbeiten zur Schaffung eines Nationalratcs durch die Mitglieder der Programmkommission zu erweitern ist. Weiter wird beschlossen, daß die Parteileitung bcauftragt wird, eine Vertretung zu der für den 27. d. M. Unberufenen Parteiratssitzung des gaiizisehen Parteirates in Lemberg zu entsenden. Weiters wird das Exekutiv-Komitee beauftragt, ein Büro für die Arbeiten des Nationalratcs zu schaffen und eine groß angelegte Finanzaktion cinzulcitcn. m Am gleichen Tage fand im großen Konzerthaussaal in Wien eine zweite zionistische ManifestationsVersammlung statt, die vor allem diejenigen entschädigen sollte, welche bei der Versammlung am M. keinen Einlaß mehr gefunden haben, Aber wieder mußten viele Hunderte Weggehen, wieder war der große Konzertliaiissaal lange vor Beginn bis auf das letzte Plätzchen dicht gefüllt. Unter atemloser Spannung eröffnet(: Herr Adolf Bö hin die Versammlung. Sodann sprachen Herr Dr. Otto Ab des, Dr. Siegfried Bern f cid, Dr. Alfred Engel (Prag) und Dr. Abraham Sonne. Alb Redner fanden stürmischen Beifall und wurden wieder- 1101t von Zurtimmungskundgcbungcn des Publikums unterbrochen. Zum Schluß erhielt das Wort Herr Dr. Markus Krämer, welcher der Versammlung die Beschlösse der zionistischen Reichskonferenz zur Kenntnis brachte. Die Mitteilung der Einsetzung eines jüdischen Nationalrates wurde mit nicht c 11 d e n w o 11 c n d e in Beifall und Händeklatschen begrüßt. Hierauf schloß der Vorsitzende Herr Adolf Böhm die Vor- Sammlung mit folgender Ansprache: ״jedes Volk, das heute seine Rechte zu wahren sich anschickt, steht einig und geschlossen da. Alle Parteien, welche Differenzen. sie auch immer trennen mögen, schließen sich zusammen, nur bei uns War 1:1 bisher der abnormale Zustand, daß• die Sache des V ־:!;es von einem ganz kleinen Häuflein, von der zirmis;.;en Organisation vertreten sein mußte. Dies nicht n;.: ״!! Widerstand gegen jene Juden, welche ein jüdisches Volkstum nicht anerkennen wollten, sondern, was «och viel schlimmer ist, gegen den dumpfen Widerstand, die Denkfaulheit der großen Masse, Erat im entscheidenden Moment i:.£ c:; der;:־.>!,:.;ti Me, 1 Ür,M>11 gehmgett, diese M;״..׳,־’ mit . .VI s־,,;,hm vaai eie 1׳ ordern«- gen der 7.1011!..;■■:,! zu den Fo rd c rti Jt ״e« d e s g a 11 z e 11 V 1 0׳!c ■e s 7. t! in a c h cn. Mit den J>c- Schlüssen der' fu!:M;,:a ReiaänUMercnz betreten wir den Weg, der uv.:. dn::g tmcl .'.!lein übrig bleibt. Die zionistische Organlvrtioii muß Ach r.:4.-״ dadurch überflüssig machen, d:;!h danach streb•:, daß die Sache 'der Befreiung des V0׳,!:e5־ nicht mehr die Sache eines kleinen Häufleins vo:i Pionieren bleibt, sondern in dem Willen de s ga 11 zc :1 Vol 1cc s sich durchsetzt. Wir hoffen, daß unser siächster Schritt, der zur Bildung des Nationalratcs führt, dies:״, Ergebnis zeiiip.cn wird.“ Im Verlauf zweier Mn::xviver;r.u1.,1״:g';eu in Wien sind ungef.'ihr '.büß neue Mitglieder der zionistisehen Organisation beigHrefcn. r m n m « jfy f *׳,<-.£ ר׳-׳-1•־״■ •׳״׳י- י •י׳-״ g׳v ר־׳ד׳.׳ ... s j'*'-• *** V• Die ״Jüdische Zeitung“ in Wien )neidet: ״Aus der Provinz geht uns eine große Anzahl von Berichten über MaUgcfundcne jüdische Massenvcr- Sammlungen zu, in welchen für die Anerkennung des jüdischen Volkes und seiner Forderungen Kundgebungen beschlosseii wurden. Wir sind leider aus Grumten des Raummangels nicht in der Lage, alle diese Berichte mul Resolutionen vollinhaltlich abzudrucken und müssen uns mit der auszugsweisen Wiedergabe begnügen, ln Galizien wurde allerdings die Abhaltung der größten geplanten Versammlungen, insbesondere in den großen Städten, von der Polizei verboten. Es ist jedenfalls schon aus den vorliegenden Berichten fcstzustellcn, daß die jüdisclinatioiiale Bewegung nie zuvor dagewesene Dimensionen angenommen hat. In allen Städten — auch in Wien — sind a 11 c V c r s a m m - lungen überfüllt, viele hunderte Menschen können keinen Einlaß mehr erhalten, des ganzen Volkes hat sich eine entschlossene Stimmung bemächtigt. Ein erfreu- 1 liclics Symptom ist cs, daß überall alle nationalen Gruppen Zusammengehen, insbesondere die Poalc-Zion, die jüdischen Sozialdemokraten und die natio- 11 a 1 c Orthodoxie ihren Anschluß an die von den Zionisten geführte Aktion erklärt haben.“ Es folgen Berichte aus Droh oby cz, Ta rnopo 1,. Biclitz, Oswiecim, Krakau, RzCszow, Tarnow, Sa neut, Neu-Sandcc, Przcmyslany, Ledziszow, Zalcszcyki, Jaslo, Jaworow, Nowy-Sacz u. v. a. Viele Versammlungen Ln diesen Städten legten feicrliehen Protest gegen das Auftreten des Abgeordneten Dr. Nathan L ö w c 11 31\c i 11 ein, dem kategorisch das Recht- «!!gesprochen wird, tm Namen der Juden Erldärimgen abzugehen. Besonders bemerkenswert ist der scharfe Protest der jüdischen Wähler Drohobyczs und Tarnopols. Protest Dr. Strauch ero ״e״en Dr. Löwenstein Abgeordneter Dr. St rauch er, der gcgcnwärlig In Czernowitz weilt, hat sofort nach Bekanntmachung der Erklärung des AbgeordnctenDr. Löwen st ein jn der Audienz beim Kaiser (siehe letzte ׳Nummer der ״Jüdisclicn Rundschau“) sowohl an den Ministerpräsideuten wie auch au die Kab i n et t s ka n zl e i folgenden Protest gerichtet: 'Eure Exzellenz! Gegen ,tue in den Wiener Blättern publizierte, vom Abgeordneten Dr. Löwcnstein in der Audienz bei Seiner Majestät dem Kaiser namens der galizisclicn Juden abgegebene Erklärung lege ich energischen und feierlichen Protest ein. ׳ 1. Der seinerzeit der überwiegenden Mehrheit der Juden Galiziens vom Polenklub, d. i, einer fremdnationnlen Organisation, aufoktroyierte Abgcord- 11 etc Dr. Löwcnstein ist wohl polnischer, nicht aber jüdischer Vertreter, nicht Abgeordneter des jüdischen Volkes, er ist Mitglied des Polenklubs, also ■einer!fremdnationalen Organisation. Dr. Löwcnstein istdes 11 albauchnichtbcrcchtigt, weder namens der Gesamtjudensciiaft Galiziens noch überhaupt na mens der J u d c 11 ac 11 af t zu sprechen. 2. Die österreichische J u d e 11 s c h a f t ist , in ihrer ungeheuren Mehrheit j üd i s c 1111 at i o 11 a l, die breiten Massen der jüdischen Arbeiter, der größte Teil der jüdischen Intelligenz, die akademische Jugend, die große Mehrheit fast aller bürgerlichen, gewerblichen und wjrtschriftlichen Berufe, — mit al einiger Ausnahme einer ganz dünnen, winzigen oberen Schick, ist jüdischnational; selbst die erdrückende Mehrheit der konservativen Judenschaft ist jüdisch-völkisch; sie wagt aber nicht — mit wenigen Ausnahmen — in Galizien ihre Uebcrzeugung und Anschauung offen zu manifestieren, da eie sonst als ״Laudesfeind“ betrachtet wird und vielfachen Vcrfolgiuigeii preisgegeben lat. 3. Die jüngsten unerhörten Judenpogrome in Galizien seit 18. ,JebiTar d. J. bb in den Monat Mai haben die großen Gefahren gezeigt, denen die Judenschaft Galiziens nurgesetzt ist; ich'habe seihst im Abgeordnetenhaus aus eigenem Antriebe und über Auffor’dcning meiner Vofkggcno::״!! sowie berufener jüdischer Organisationen in mehreren eingehend motivierten Interpellationen J11 den Sitzungen vom 5. und 15. März, 16. und 25., jt;;i d, J. der k. k. Regierung zur Kenntnis gebracht, Eurer Exzellenz brieflich angezeigt und cmir'er.d var. Hilfe gebeten, bisher aber kein er 1 e i A n t w •3 rt er 11 a i t e 111 Die Örterretchische Jsu'.cnsclvii wird de ־.halb gezwungen, diese Vorgänge dem grah',,1 :ak: zur Kenntnis zu bringen und so die waluc Sack;.; *• mit,.״teilen. Uebcrhaupt werden von der Judens.chaft Gali/icr.j und Polens hiücre Klagen über brutale, |׳t. 11 ii 8 s i ff 1־, erniedrige n d c Ü e 11 a n d I u ת g, Ü n. ׳t e rd r iick u n g , Zurücksetzung und Verfolgung in politischer, administrativer, »0• zialcr Beziehung usw. geführt. Welches entsetz• liehe ökonomische Elend, welche schreckliche Notlage und Armut usw., welche unglaubliche Vernadiläwägung in den breiten jüdischen Volkskrdu-n Galiziens herrscht, ist der Oeffcntiiclikeit bekannt: So haben die galizische (Verwaltung und die dortigen Judenführer für die ga• li/.isclie Judenschnft gesorgt! 4. Namens der die überwiegende Mehrheit der oster• rcicbisciicn Juden repräsentierenden national und zk> nistnch organisierten Juden׳■,chaft habe ich als deren Vertreter in der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 4. Oktober d. J. eine programmatische Er• klärung, betreffend die Forderung der Österreich« sehen Juden aus Anlaß der Neugestaltung der politischen und nationalen Verhältnisse, abgegeben. In gleicher Weise habe ich dies in der Budget• debnüe des Abgeordnetenhauses in meiner am 15. Juni 1917 gehaltenen Rede getan: allein die Regierung«! haben — ich will vorläufig jede R l.riziination vcr• meiden —- die Entmziutionen und gerechten Forderungen eines unterdrückten Volkes unbeachtet gelassen, den Notschrei überhört und die Forderungen der Juden übergangen oder in der Judenfrage mit nicht legitimierten sogenannten Repräsentanten des Ju• dentufns verhandelt; die Konsequenzen sind naheliegend und werden nicht ausbleibcn. 5. Als Vertreter des nationalen Judentums, als Oester• reicher wie als Jude, lege ich wiederholt nachdrücklich Verwahrung und Protest gegen die ein• scitige Informierung Seiner Majestät in der Juden frage ein. Die Juden lassen sich nicht zu einer bloßen Religionsgesellschaft herab• drücken, sie sind ein Volk, eine Nation und reklamieren deshalb gleich den anderen österreichischen Nationen ihr Sol bstbc stimmungsrecht. Seine Majestät der Kaiser wünscht den Tatsachen und der Wahrheit gemäß von berufenen, gewählten Vertretern der Juden über die Judenfrage informiert zu werden — und dies ist bis heute nicht gc• s c h c h e n. 6. Vor wenigen Monaten hatte ich mit den nun abgetretenen Ministern Exzellenz Doktor von S e i d I c ז und Grafen Toggenburg in der Judenfragc wieder• holt mehrere Konferenzen, an denen über meinen Vor• schlag einige legitimierte Vertreter bemfener national• jüdischer und zionKt scher Organisationen tcEgenommcn haben; der Rücktritt der früheren Regierung hat diese Verhandlungen unterbrochen. (.Trotz meines motivierten Schreibens an Eure Ex• zcllenz im August d. J. sind d i c s e V e r h a n d 1 u n’g e n bisher nicht wieder aufgenommen wof• den! Auf Grund vorstehender mir ganz kurzer Darrtet• lung bitte ich: Eure Exzellenz wollen geneigtest den Inhalt gegenwärtigen Protestes zur Kenntnis Seiner Ma• jestät bringen und die sich von selbst ergebenen Ver• fügungen schleunigst treffen. Czernowitz, am 14. Oktober 1918. Der Kampf gegen den Wiener Oberrabiner Die Wiener ״Jüdische Zeitung“ schreibt: Das mannhafte Eintreten des Wiener Oberrabbiners Dr. C h a j c s fiir die Rechte des jüdischen Volkes, sein bedingungsloses Bekenntnis zur jüdischen Nation, das er von der Kanzel herab und vor dem Kaiser abgelegt hat, stempelt ihn in den Augen der Macht* haber des Wiener Kultusvorstandcs zum Schädling. So hat denn kurz nach seinem Amtsantritte ein Kesse!• treiben eingesetzt, das den Zweck hat, dem Manne das Leben zu verbittern und ihn schließlich zur Rosignnlion zu {reiben. Die Herren, welche den Angriff führen, glaubten in der Heimlichkeit genügend vorgearbeitet zu haben und haben den ersten offenen Vorstoß gewagt. Auf der Tagesordnung der Kultusvorstnndssitzung von! 20. Oktober stand an erster Stelle die Beantwortung einer Interpel'ation des Vorstehers Dr. Schreiber, welcher ehe nationale Tätigkeit des Oberrabbiners zum Gegenstände hat■ Der Präsident Dr. Stern, der sonst wirklich kein Freund von Interpeliationcn ist, hat nur zu gerne seine Hand zur Bekämpfung des Oberrabbiners geboten und alte Vorbcrciuingcn getroffen, um die Aburteilung recht feierlich und gründlich zu gestalten. Der Verlauf der Sitzung aber hat sein Programm zuschanden gemacht. Fürs erste waren mir 19 von den 36 Vorstandsmitgliedern erschienen. Einige der lautesten Rufer im Streite hatten es vorgezogen, nicht da zu sein. Dr. Stern verlas die Zuschrift des Dr. Schreiber, welche geistvoll mit den Worten begann: ״Träume ich? Der Wiener Oberrabbincr ein Zionist! . . .“ Sodann begründete et in einer halbstündigen Rede, daß er wohl in der zionistischen Frage insofemc!ungelernt habe, als er nichts mehr dagegen hat, daß in Palästina ״eine Zuflucht für die armen Brüder im Osten geschaffen werde", insoferne sei er Zionist (1) geworden, daß er ab« mit allem Nachdrucke jedes nationale Streben bekämpfen müsse und aus allen Kräften bemüht sein werde, die Anerkennung eines jüdischen Volkes zu verhindern. (Was natürlich den wahrheitsliebenden Herrn nicht hindert, in geschlossenem Zirkel immer von einem jüdischen Volke, dem er augehört, zu sprechen.) Er erklärte zum Schlüsse, daß er dem Oberrabbiner bereits per* sönlich seine Mißbilligung ausgedrückt habe. Sodann