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Jüdische Rundschau · 1918-09-27 · Heft 39 (27.9.1918) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 39 (27.9.1918)
Date
1918-09-27
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Nr. 39 Seile 304 gemäßigt oder äußerst radikal rede, ob »d» ,,Muskel“- oder ״Kultur“-״jude“ bin, ob ich in diesem oder in jenem Verband jene ekstatischen Wirbiidrehuagcii um immer de« glcidic« imaginären Punkt mitinache, die man bei «ns ״Bewegung“ jicmit: cs macht wirklich nichts ans. Alle diese Schlagworte dienen gleichmäßig dazu, die Abwesenheit des Mittelpunktes, von dem aus die 7:0nistische Ordnung■ das Leben der Jugend (lurchdrmgcn 1 würde, zu verbergen, Solange dieser innere Mittelpimkt nicht von ihr gefunden ist, bedeutet jede Mer- Stellung eines äußern durch Jugendtage oder ähnliches eine Erschleichung und einen Täusdmngsvcrsucl» gegen sich selbst und gegen andere. Wer am, jugendtag teilnimmt, demonstriert für die Jugendbcwegimg, also für eine höchst zweifelhafte Sache, deren Recht (in der Erkenntnis) mul deren Existenz (in der Arbeit) ilire Verfechter erst ׳"noch zu erweisen haben, und die durch Demonstrationen nicht dekretiert oder geschaffen werden kann. Es gibt junge Zionisten, die den Mut zu solchen Demonstrationen weder selber zu finden noch au andern zu. schätzen vermögen. Die Jugend will das Judentum, will Hebräisch, will Gerechtigkeit. Was Hat sie? Der Jugendtag möge antworten, wem! er besseres ■zu sagen weiß als: Program nie, Bi'mJe, Begeisterung. Wir haben keine Arbeitsprogramme nötig, denn von Handlungen lut nur die Ausführung einen Sinn, wir brauchen keine Bünde, sondern Menschen, die mit sich selber ,pnf äugen, und die ‘tiefste Begeisterung ist Nüchternheit. Das Judentum umü an seiner Lebenskraft den Rausch ent• gelten, mit dem die Jugend die Jahre ihrer Berufung verunreinigt. Dieser Rausch bat tim uns eine Legende gewoben, die mit ihm zerstört werden muß: wir stehen jm Schein einer Größe, die wir nicht haben. Es gilt, die Jugend zu ernüchtern und aufzuwecken: ein Jtigendtag ist gewiß das ungeeignetste Mittel dazu. Von den Einzelnen aus muß sich die Abkehr von der jetzigen Wirrsal vollziehen. Die Arbeit in der Jugend, die auch die einzige an der Jugend ist, lut keine Beziehung zur Öffentlichkeit, wie sic der jugcmltag schon durch seine Ankündigung usurpiert. Aßen Jubelsiingcn, die aus dem ganzen Lande zum Preis unseres Sieges erschallen, steht die tiefere Sicht der Sehenden entgegen, welche ״Siechtum“ sagt. Die Heilung ist in der Hand jedes Einzelnen. ״Gehe, mein Volk״, hinein in deine Kammern und schließe deine Türe hinter dir: verbirg dich eine Zeit.“ Gerhard Schotem. Die Lü^e des Hebräischen Zwanzig Jahre alt ist der Zionismus des .Westens, zwanzig Jahre alt ist die Lüge des Hebräischen. Wührend dieser ׳ Zeit ist unzählige Male vom Sinai aller Tribünen herab unter Donnern und Blitzen der Projuganda und des Beifalls das hohe Gebot des Hebräischen offenbart worden. Und das ,Volk, das am Fuße des Berges stand, sah die Blitze und hörte die Donner — und ging nach Hause, jeglicher nach seinem Zelt, und schlief weiter hinter seinem warmen Ofen. Wie das alte Geschlecht der Emanzipation in den Ssiddur, verbannte man bei uns das Hebräische — was noch tausendmal weniger ist — ins ״Programm“. Angefangen bei der hebräischen Amtssprache unserer Kongrosse, über die Statuten aller blau-weiß getünchten Vereine und Vercindien, mit denen wir ja vom Schicksal unserer Entwicklung so überaus reich gesegnet wurden, bis — in neuester Zeit — hin zum Entwurf von Bertifckls ״Bund der Jugend“. Wieviel Lüge ist in eurem ״Hebräisch als Nationalsprache" begriffen! Lüge euch gegenüber, denn ihr wiegt euch in den Traum einer Krone, die nicht euer ist, ihr heuchelt Werte, die euch nidit wert sind! Wieviel Lüge den andern Juden gegenüber, den von euch verachteten ״Assimilanten“, deren Wurzellosigkeit ihr ständig euer angebliches Haben entgcgcnschlcudert und deren Unwahrheit ihr nur mit eurer Unwahrheit besiegt! Lüge dem Volk gegenüber, dem Volk als der ewigen Geistcseinheit, in dessen Namen und für das ihr sprecht, ohne sein Innerstes ־zu kennen! Und wieviel Lüge dem Hebräischen gegenüber! ln allen andern Völkern, bei den Nordost Slowaken, bei den Kirgisen, liat die Jugend der Nationalbewegiuig!;ich heiß und leidenschaftlich dem geistigen Wollen’ und Weben des Volkes zugewandt, lut sich versenkt in das Geschaffene, teilgenommen am Schaffen, geträumt vom Zu-Schaffendcn, Und bei uns? Wir haben wohl unserer Jugend nicht so viel zu geben wie Nordostslowaken und Kirgisen? Unsere Jugend ist im Anspruch wohl erhaben über das Gewaltige, das vier Jahrtausende in «ns geschaffen haben? ׳Der hebräische Dichter und Schriftsteller geht stumm und unerkannt in eurer Mitte, vin unscheinbarer _ Bettler, während ihr Fremden zu-!ubclt. Er hat kein Volk unter euch, er hat nicht «lie Jugend unter euch, nach der er dürstet. Die hebräische Literatur hat in eurer Seele keinen Raum, während euer Mund sie liebt. Sie ist einsam und findet nidit Widerhall und Rückhalt, deren Jede Üteratur bedarf Sie hat in Perioden — wäre nicht ostjüdische Jugend gewesen ־־— fast das Sdiicksal jener Zie^e pctcilt, von der David Frisdunaim (auch einer) mdlilt, die ihr lxsitzer sehr liebte, ,täglich streichelte, täglich pries, aber — leider — nur nidit fütterte, bis sie — leider — nur verhungerte inmitten seiner Liebe. ^״e vudi,^ Lüge den anderen, Lüge dem Volk Luge der hebräischen Kultur gegenüber! Nimmt es C. * da Wunder, daß Einzelne, scliibolün bod'dot, die tri1״* fch0!}.Sin<I> di<- <|ie Größe der Aufgabe und die Hohe des Zieles und die Kleinheit des Heute regeneinander wagen, sich in Verachtung1 und Trotz von eurer ״Bewegung“ wenden? heute niri.i; Erlös..d ohnehin georg Schaft ist ihr vmentwc'.'i v.rt wirkliclumg g,I" hassen u;U in V träume heute rodro. selbst 11id;t m.'hr denn Jugend Li an die Jugend g! muß, unermüdlich miidlicli .־mfiniea endlich aus dem 1 v.u 1C.1 Ul: Wer o;.jr ׳•: l.U ::: Wer weiß, d־ß :;ron, um sic ringen c;.׳n, 1;,r::r»״״.u»״eh vreesen, uncr- :iürfh'gui, irod er weiß, daß dar Kräfte gegeneinander, air.5 der Glue'’der Seelen, die sich von de» Schlacken reinigt, allen He״:»;mir.:e.1 und filiere Widerständen zum Trotz der s'üirl.e unbesiegbare Wille siel» *ringt, der die Gegenwart von Grund ans imigestaltet um der Zukunft willen, der das ganze Dasein in wunderbarer Erneuerung umformt und wiedergebiert. Dieser Wille wird auch die national-jüdische Jugend Deutschlanda hebräisch machen, warn sie nur einmal die Lüge wird erkannt und anerkannt und die Größe der Erfüllung begriffen liabc«. Viktor Cb. Arlosoroff. ff*~'■ רי|׳| trf> d W Srfä i»Ww (Ein Aufruf zu tätiger Qcdanung.) Der Zionismus in reine» var,d:;:dena2 Formen war von Anfang■ an als umwälzende Tat in unsere!» Golusleben gedacht. Er wollte mit der Passivität des 00liisjuden aufriiumen. Die jüdische Sahnsucht nach Erlösung lut auch in den. traurigsten Zeiten niemals aufgehört — sic war Latent vorhanden. Zionismus ist die Aktivierung dieses־ verborgenen Willens zur Erlösung, die Verwirklichung des Traumes von der Rückkehr nach Zion. Diesen tieferen Sinn des Zionismus haben nur einzelne begriffen und sie haben sidi auch zur Tat durchgerungen und haben ihr Leben der Volksidee geweiht. Das. war, wie immer, die Jugend, die diese Idee in ihrer ganzen Absolutheit erfaßte, — die jungen Biluirn der 80er Jahre. Sie und ihre Nachfolger, die das Golus verlassen und ihr Los mit Palästina verknüpft haben, sind die wirklichen Zlonisten, die wahrhaften Verwirklichet unserer großen Erlösungsidcc. Der Zionismus ist aber im Verlauf seiner Ent- Wicklung, besonders in den Charterjahren, immer mehr von seinem Ziel, von der Verwirklichung, ahgekommen. Der Bewegung drohte eine große Gefahr, die des geistigen Vcrdorrcns des Sichvcrliercns in Worten. Und da stand wieder die Jugend auf und griff als Retterin in die Lage ein. Die neue Bilubcwcgung■ dia nach 1905 in Rußland einsetzte, wollte an die alten Traditionc» der ersten Pioniere anknüpfen. Noch mehr, sie wollte diesen Pioniergcist zum ewigen Erbe der nicht auf Kompromisse eingehenden Jugend machen. In Palästina angelangt, salten sich diese neuen Pioniere bitter enttäuscht. Die jüdische Siedlung im jüdischen Lande, nach der sie sich so sehr gesclint hatten, war leider nur dem Besitze nach jüdisch, die Arbeit, das schaffende Leben wurde von-Fremden bcsorgt. Da erwuchs in der Not eine neue Erkenntnis: wenn das Golus durch die einfache Tat, durch die Uebcrsicdclun״ nach Palästina überwunden werden kann, so kann Palästina selbst nur durch die gesteigerte Tat, durch die Arbeit, errungen werden. Diese Wahrheit in Palästina selbst zu verwirklichen und der Jugend im Goltts zu übermitteln, nahmen diese neuen Pioniere auf sidi, die jetzt, den neuen Forderungen gemäß, in der Arbeiterorganisation ״Hapoei Ha« za fr“ sidi zusammen gefunden hatten. Und dem nltcn Ruf an das Volk: ,/du weclüwscbu et haarez“ (steiget auf und erobert das Land), gesellt eich jetzt der neue: ״alt! wediiwschu ct haawoda“ (steiget auf und erobert die Arbeit), Dieser Ruf zv.% Ercz Israel ergeht Jetzt an die ganze jüdische Jugend, denn nur sie r.lldn, die Jugend, wird den Idealismus aufbringen, der nötig ist, uni die Geburiswehen des neu zu;;cliaffciu'cn Volkslebens in Palästina freiwillig auf eich zu nehmen. Die Jugend muß zeigen, daß c:5 ihr ernst mit dem Zionismus ist, daß sie sidi• mit den zl;;jemcir.cn Phrasen und Liebeserklärungen an des Zionismus und sogar mit der ״Aufualune Palästinas in ihr Lebe;;r programm“ nicht zufrieden gibt — ■de muß schöpferisch eingreifen. In Osteuropa scheint die zionistische Jugend die Größe der gegenwärtigen Stunde begriffen zu lieben. Sie rüstet sich für. dia Zu":1׳;u't, orgrni׳. faxt sich in den ״Hechaha“־Ve1i;"::,:‘c:1 tcul b..rollet cid« für die schwere Arbeit in Pa!;"־:fi1::i vor. Hat sich mich die Jugend Deut.1;c11l׳md.; dic..er grob::! Atrtgdro gewachsen gezeigt? Aus dem ili>׳:lcrog::ro'j :.״brirl cid! aber eine noch schwierigere Fr,״ je: Id: fbcrhr.rpt die westjüdisdic jugcntl für eine Krod.Irobewegroi״ reif? Der ״liechzoll die;;c:־,:ade Keimzelle für den in Palästina aufzucaueuuen «:dioiioiroi Vofkcorganismus abgeben. Aber er ■muß •noch mehr rein, er maß der ■׳ler cur neuen jil.11Ldt.31• Gemein-;:I i’־U:־rol'cr Beziehung eeiii. Er t dro; rd'on.droi Lebens cintreicn, j:r ״ Idbdroii ';::dmllMoria eben Ein-;'.'Fron ״yr;1 Volh.auasscn so frei ui g€ jcinib ero teilt, die ihro ICcu iifnis über das Ostjude: Run! ms der Krieg rlitcratur ro; der .».md irn besten Falle aus den l »iicliem des j üdischtn :rorös- Vor eges sci'.öpft, irr.:־,fände sein, in ein inni,;es Vor- ::(] in hält 1is mit den!arbeitend :n M r,:,en d .3 au uen IW I V«- l.rt;1:1 zu kommen, — denn diese werden doch. wie v/ir Leben hoff cri, die Grundlage der, neuen Lebens bilde: 1 —, uni mit ihnen eine neue cinlici!liehe jüdische Gen: ciusclialt iht, ist zu bilde«? Allgemein ist die irrige Meinu: 1g vermehr, brei ieJ, daß cs genüge, ein guter Landwirt zu sein, um Pionier und Vo:' Schaft in sozirter muß für. die Reh: gegen die äußere flösse verschuld:, Emigration ■sidi "v; machen; er 10112 seiner Kultur wer gend, die meid:;,: scheu Judlnhc״ t LU t״״i: nai ccr Ziaimme acr ::־I rauch en. werden, Front :כ jüsroehcii■ Lcber.s md _ü,q de:1tod'4thlicehe Ju- -'-erteil Kreis:•» der dcut- .:a die den breiten jüdiman im Laude selbst erlernen und erleben. Nichts ist irreführender und gefährlicher als diese Meinung! Gerade in den Kreisen der Jugendbewegung, wo man großen Wert auf das Gemeinschaftsleben legt, hätte man doch wissen müssen, daß man in eine wahre Gemeinschaft — die Bildung einer solchen erstrebt doib der Hcchaluz — schlecht hineinwachsen kann, wenn man ihre Sprache nicht kennt. Mit Sprache ist hier auch nicht Vokabelkenntnis und auch nicht Sprechenkönnen gemeint, sondern mehr das geistige Fluidum, welches den Menschen mit dem schöpferischen Genius seines Volks verwachsen läßt. Wer also sein Hcbräischlernen auf Palästina verschiebt, muß'dort Schiffbruch erleiden. Gerade die erste Zeit ist die kritischste für jeden Neuankömmling, denn dann hat er die schwersten inneren und äußere« Kämpfe zu bestehen. Und gerade während dieser Zeit muß er in der Gemeinschaft schon fest fußen und in ihr den geistigen Halt finden können. Dringender als je appelliert jetzt das jüdische Volk an seine Jugend tu;־(' fordert sic zur Tat auf. Denn nur au: die Tat kommt es jetzt an, wenn die westjüdische Jugend der großen Stunde würdig sein und hinter der jüdischeri Jugend des Ostens nicht Zurückbleiben wilL Die jüdische Tat verlangt jetzt von jedem ־Jugendlichen in Deutschland die tatsächliche Erlernung der hebräischen Sprache und die notwendige Einstellung auf die hebräischc Kultur, eine Annäherung an die Volksmassen (hier ist an eine Arbeit — eine nationale, keine philantropische — ׳unter den vielen jüdischen Arbeiten aus dem Osten gedacht). Als letzte und schwierigste jüdischc Tat wäre die Uebcrsiedelung nach Palästina, um dort ein produktives jüdisches Leben-zu führen. Nidit utn Bekennen geht es jetzt, sondern um Kenntnisse, nicht um das Getue, sondern um die Tat — um die befreiende, schöpferische jüdische Tat. Israel Reichert. Jüdisches Veltshdin Jüdisdics Volkshctnt: der Name cntiiäit eine Verpflichtimg, einen Ruf an alle Juden, der nur von wenigen bisher vernommen wurde und darum nur bescheidcnstc Erfüllung fand. Es sei der Ort, wo alle Juden einer Gemeinde ihre Kraft hinströmen lassen, es sei die Stätte eigener Befruchtung. Noch tragen wir alle Zeichen des Exils, mehr noch der Zerstreuung in unserem Volksdascin. In unserer Sehnsucht haben wir uns die Gemeinschaft Zions erhalten. An ihre Erfüllung tasten wir uns heran, wie Erblindete tun, denn wir wissen nicht mehr und nicht wieder, daß das, was unser Zion bauen wird, uns nahe und jeden Tag erreichbar ist: jüdisches Volt. Unsere Großeltern und Eltern vollzogen einst Scheidungen, aus ihrem Zeitgeist geboren. Es entstand Ost und West, Arm und Reich, Frommheit und Freidenkertum. Scheidungen sehr zeitlicher Natur. Denn als sie dauernd ־zu werden drohten, erwuchs uns ein Mensch: Theodor Hcrzl. Nicht zufällig, sondern notgeboren. Und wies uns die einigende Zukunft. Seitdem wächst Jugend heran, immer noch mit den Merkmalen der Trennung, doch, wie mir scheinen will, nur an ihrem äußeren Habitus diese Zeichen tragend. Denn Jugend, die Zion schaut, die Antrieb aus gcschichtsloscr und dennoch erinncrungstiefercr, ursprünglicher Quelle crliält, kann Scheidung solcher Art nicht meinen. Hier kommt Trennung nur aus dem zufälligen Eingeboren- oder Aufgcnommcnscin in einem bestimmten Mcnsdienkreise. Es entstanden Kreise —• einander unbekannt oder nidit erkannt. Oder cs sind Einzelne noch da, die sprechen: auch ich bin Volk in meiner Sonderheit und ganz in cs einbezogen. Ein jeder ist Volk, ob er eiu Einsamer ist oder irgend einer Gruppe jüdischer Mensdien angchört, aber wirksam wird dieses sein Volk sein erst in seiner Beziehung zu den anderen. So sehr engste Gruppenarbeit, Leben in kleinem Kreist ung notwendig ist, so unerläßlich ist uns auch das Schauen, Erkennen der anderen — und wenn wir können — das Einanderhclfcn: von Mensch zu Mensel» und Kreli zu Kreis, In Berlin, Wien, Leipzig, Warsdiau, Scrajcwo und numdicrortcn sonst sind sdion Anfänge von Voll»■ hciincn. Wa3 geschieht dort? Es ist der Jugend — bisher nur östlicher und vielfad» hilfebedürftiger — eine Stätte bereitet, wo sie spielen, arbeiten kann und Freunde, Führung, Beratung findet. Gruppen von Kindern und Klubs junger Männer und Mädchen bilden sich um einen führcrischen Mensehen. Unzählige solcher Gruppen können werden, die wieder untereinander frcundsdialtlicli verkehren, wenn Führer und herzlich starke, wahre Menschen da sind. Aber!auch die bisher entstandenen Klubs bedürfen mannigfacher Ergänzung. In Bcrlüi z. B., wo vor 2«/8 Jahren der erste Anfang gemacht wurde, ist eine umfangreiche Freundgcmcinschaft erwachsen, der mm, nachden! Klassen- und Erzichungsunterschicde durch gegenscitigcs Vertrauen überwunden sind, Menschen fehlen, die positives Wissen, oft Fachwissen vermitteln können. Kurse für Paliistinakunde; die den jungen Kaufmann,

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