Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIII (1918)
- Issue
- Heft 39 (27.9.1918)
- Date
- 1918-09-27
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 303 ־**4 S' c r ־, t ■ 1 . -.־>! t r 1 11 bi . f׳’ er- < 11:• Ern iß, kv ■Hi, erich ,־* ich die len scr?a- Iw ies 1er ive so, ist, cm zu ich;113 CS, len reu nodie 5 di icu 1er mit u.׳n mit Jns in er- 1Ur lern •asiich,!ich iti'J \1na:n! der lern ־iait 3nc, Mt 1tfdtc ton, .len, folk lind den 1 jft- »llen zu lüge sl •: n 'S:e'i K!"'>!״ <־ '01 1h :t Cihh C '.i U Ci'-- LJ C־ Ml-' 1 ‘ 11 T.־i UJ t׳: >! r, י(י .1 Nf; 39___"____ JUEDISC1;;: t .! I t N!* religiösen und sittlichen Forderungen, uns als Volk die Lebenskraft gestärkt und erhalten haben, zeigt eine Inkonsequenz oder Leichtfertigkeit, die erweist, 11a 11 er nicht das V c r a!11 w o r 11 i e 11 k c i t s g e f ü h l besitzt, das ein jeder haben sollte, der geistig selbständig denkend i׳nnu'i<)11ismus gekom men ist. Derjenige, der den Prozeß der geistigen Umstellung durehgcmndit hat, der ge• lernt hat, jüdisch zu denken, die Frage nach dem Nutz und Fionimcn eines Dinges, einer Tat stets im jüdischen Sinne zu stellen, wird sich nie wissend zum Schuldigen machen. Er Ist sieh darüber klar geworden, dall er jiu Sinne der sitfenränea alten jüdischen ücsct/.csfordening seinen Körper rein und gesund für die Ehe halten muH 11111 der Sittlichkeit an sich willen und aus Vormitworlliehkeitsgefüh! gegen die kommende Generation — und er wird, wenn er nicht aus eigener Ucber/ciigiing cs heiligt, das Ueligionsgescfz als Urquelle jüdischer Kraft, als 1 lauplcvoiutioii jüdischen Volksgcistes doch ,('.)nktiereit. _ Belum weil er weilt, dall das Al>-!,ucitcii der Fesseln des Gesetzes, da» doch schließlich Vo 11. s geset/ Ist, eine Assimilation an das umgehende EuropiicMiuu bedeutet, lind er will ja gc• jade kein Assiniilaut sein, keiner der dazu beiträgt, die Sdiul/wchr des Judenvolkes eiiizuireißen. Jüdisch soll unser Privatleben sein, •dazu ist eine Umsleiltmg nötig. Sie ist notig für die, welche nach Palästina gehen wollen und nicht den Kindefglanbcn haben, dall sie dort, ohne ihre Tat, nur durch den Kuli der Mutter Erde wieder Juden werden. Sic muß erst recht von solchen durchgemacht werden, die hier bleiben werden und denen, wie in alter Zeit, die Fa■ milic wieder der Jungbrunnen werden soll, aus dem sie jüdische Kräfte ziehen. Delcgierteiitagc und Jugenuiaguiigcii vermögen auf diesem Gebiet nicht sehr viel zu wirken. Daz.it ist dies alles zu subtil. Aber sie können den äußeren Anstoß vermitteln, dem späterem stillen Kämmerlein, das Besinnen und das Gelöbnis folgt. Hans Goslar. Die Frau in der nationaljüdischen Jugendbewegung Wenn man — noch vor ziemlich kurzer Zeit — in die kleinen Städte kam oder Zutritt zu den kleinen Kreisen erhielt, aus denen sich die großen Städte auf• bauen, traf man allerorten auf eine betrübende Er• scheinung: jüdische Mädchen, die unausgcfüllt und unbdriedigt hcrumsaileii und auf irgendeine Erlösung hoff• ten. ״Was kann ich tun? wie kann ich midi auf jüdischem Gebiet betätigen?“ war die Frage, die einem an jedem neuen Ort aufs neue begegnete. Die innere Leere ihres Lebens hatte etwas wahrhaft Bo drückendes. Diese Mädchen, deren Heimathaus die starken Impulse fehlten, denen ihr Beruf nicht mehr war als ein Broterwerb oder ein Mittel, die Zeit zu 1'1\״ treiben“, hatten wohl gefühlt, daß das Ersterben ihres Judentums ihren ganzem Menschen zur Erstarrung brachte, um! hatten deshalb in der Zeit des beginnenden Zioni5:!:us nach diesem als noch einem neuen Lebensclixicr gegriffen; aber da ihnen der Zionismus nur als cia schöner Zukunftstraum vorschwebte, als eine Wirk• hdii.ut für irgendwelche ״anderen“ oder für ein spiiteres, durch ein Wunder von den bestellenden Vorluihinsscn losgelöstes Ich, wurde audi er ihnen nicht zu einem Quell neuen Lebens. Immer wieder stieß man aui die Erscheinung der Zionistin, die ״früher einmal“ zu Versammlungen gegangen war, ״früher einmal“ Schekel gesammelt und debattiert hatte, um sich endlich, des Treibens überdrüssig, zur Ruhe zu setzen. Noch ist diese Klasse von unausgefülltcn Jüdinnen nicht verschwunden, aber die Zeit ist nicht müßig gewesen und hat neben diese Unerlösten andere gestellt, die aut dem Wege zur Erlösung sind. Neben denen, die noch immer die Wiedergeburt des jüdischen Volkes für einen schönen, fernen• Zukunhstraum halten, sind die herangewachsen, die verstanden haben, daß das nationale Erwachen nicht eine Htiiiimng für morgen oder übermorgen, sondern ein Ereignis von heute, von jeder Stunde des herrschenden Tages ist, ein Ereignis, an dem nicht ״die anderen“, sondern man selbst inii/uwirkcn hat. Wenn auch die Gesamtheit der Frauen sich den Foiiknijigcri der neuen Stunde noch nicht erschlossen hat, so sind es doch Frauen — einzelne Frauen — gewesen, die zuerst hellhörig wurden für die Stimmen, *he das nationaljüdische ideal als eine Forderung zur Selbstbesinnung und Selbstverwaltung verkündeten. Eatte der Zionismus als rein politisdie Idee die Welt der Frau nidit mit neuem Leben zu erfüllen vermocht, 30 lülirte der ״menschliche“ Zionismus an ihr Herz ״«d enthüllte ihr eine Wahrheit, die ihr bislang verb0iMcn geblieben war: die Schuld der Frau am Ver- {a!1 des Judentums und die Notwendigkeit einer Sühne ' dieser Schuld. Als das neu erwachte Nationaljudcntuni 1״,er d״s Schlagwort hfnausgewachsen war, als ״NatKmaljU(1e.< nicht mehr nur das Gegenteil von ״Assi- 1!1‘la11l“ Bedeutete, sondern einen vollen Gehalt von *״ciisclilichcn und völkischen Eigenschaften an/.uiichmen "cffa1׳n, da erst begriff die Jüdin, welcher Quelle menschlieber Unzulänglichkeit ihre Assimilationssucht entströmt und wie dringend das Gebot; der Ein- und Umkehr war. erst verstand sie, daß der Zionismus von ihr nicht ״thr und nicht weniger forderte als: ein anderer Maisch werden Wenn'dieses Bewußtsein nicht n« bei den wenigen, sondern bei den vielen durch gedrungen sein wird! dann w׳rd die Frau reif sein, die Stelle in der Jugend- ^wegung einzunehmai, die ihrer harrt. Schon sind neben den Leergebliebencn und den ^tauschten die aufgewachsen, denen das Ideal zu einer Quelle der PlikV :n t: i'׳;• '::..״;, v.-0;.k.1 ist. Wenn mau jetzt in die!-ל;’:; a ki;d.,;ji:h1, so lindet mau schon alle!u.a.l. ״ 1־V" 111; ״׳, di׳; t;;U1 der neuen Jugendbewegung von g;:.׳.au Kuv.ui m!geschlossen haben; Turnerinnen, V/.aadrerim.ca, Vereins- Schwestern ‘sind erwachsen, dem a der Tum-, der Wunder-, der Mädchcubr.iid einen n.'.rehee/Aveck gibt, nicht ijiir um des körperlichen Sports oder der Ikr.clüftigung mit den geistigen Dingen sdb:.t vriikn, sondern vor allein durch das enge Freundschaft bar,;!, das er zwischen den Gefährtinnen geknüpft hat, und durch das Bewußtsein, daß sowohl die körperliche und geistige Ertüchtigung wie auch die Stärkung der, Karne• radschaftsgefühls kleine Schritte auf dein Wege zu dem großen Ziel sind, Mit der Fesselung dieser jüngsten, frischer,ten Jugend an eine jüdische Gemeinschaft i •t schon unendlich viel gewonnen, aher wir fülilen, daß mit drill Waiider- oder ITirnverciii, dem GiüehicliU- «der I iebräi׳ chkiir.H‘1 noch* mellt alle!* eireiclit i:,t; noch giß es, das Waiidcni, Tinnen, Lernen und Sein im Verein zum bloßen Beginn einer Eriüllimg des ganzen Lebens mit neuem Inhalt zu machen, Aus den Wandrerinnen und Turnerinnen mit den gestählten Körpern und der erhöhten Tatkraft werden Frauen, für welche die Zeit des Lebens un Jugciulverein vorüber ist und die sehnsüchtig' nach Betätigung ihrer Kräfte im Dienste des Judentums verlangen. Die Eigenart des Weihes liegt in der Liebe •zum Ncbciinicnschen, die sic zu einer werktätigen Liebe zu gestalten bestrebt sein muß — im Gegensatz zum Wesen des Mannes, dessen Motor das Streben nach Entfaltung der Idee im Leben ist. Dieser Grundzug des weiblichen Wesens aher bedingt — außer für jene wenigen Auscr* wählten, die mit einer genialen Licbeskraft einen ganz großen Kreis zu umfassen vermögen — eine ßcschrän■ Rung der weiblichen Tätigkeit auf einen Kreis, der eng genug ist, um i!m mit dein Gcfühl zu umspannen; auf den Kreis des eigenen Hauses oder eine Gruppe von Menschen, die irgendwelcher Hilfe bedürfen. In der Entfaltung dieser werktätigen Liebe sollte die Frau ihren Beruf sehen, und je höher entwickelt neben den seelischen ihre geistigen Kräfte sind, desto mehr wird sie dein erwählten Kreise zu geben vermögen. Neben diesem Beruf: der Durchdringung des Hauses mit Menschlichkeit und Jiidischkdt, der Weitergäbe menschlicher und jüdischer Werte an eine Gruppe von Kindern, von Freunden und Freundinnen, von Menschen, die des Zusammenschlusses und der Unter- Weisung bedürfen, mag die Jüdin dann noch immerhin einen Broterwerb oder eine Anwendung ihrer besondrea Talente suchen — jener Beruf wird ihr cigcntlieber Lcbensberiif sein. Mit dem Streben nach jüdischer Nächstenliebe — nicht einer kümmerlichen Wohltätigkeit, sondern dem* Wunsche, dem Nebcnmcnscncn seinen vollen Anteil an allem Guten und Schönen des Lebens zu 6ichcm —• sollten unsre Mädchen in der jüdischen Jugendhcwcgung sichen; sie werden es dann in immer höherem Maße erreichen, daß die Jugendorganisationen, denen sic angehören, sie zur Weitergabe spiritueller Werte ertüchtigen. Lernen um zu lehren! selbst \'as Glück der Freundschaft und der Erhöhung der Persönlichkeit erleben, um es andren initzuteilen! soll die Losung sein, mit der sie sichder Bewegung .!!!schließen. Es berührt sonderbar, wenn noch in diesen Tagen darüber gestritten wird, ob man nationaljüdische Mädchenvereine gründen kanp und soll. Wohl sollen jüdische Mädchen mit allen, die dem Ideal der jüdischen Wiedergehurt zustreben, Männern und Frauen, Gemeinschaft pflegen und über alle trennenden Unterschiede des Geschlechtes, der Bildung, der Arbeit hinweg׳• sich mit jenen im Erlebnis der gemeinsamen Idee, zu manchem Lernen und manchem Tun vereinigen. Aber die niemals den Wunsch verspürt haben, sich mit denen, die ihnen an Alter, Geschlecht und Gesinnung am nächsten stehen, zu vereinigen, um der Verwirklichung des Gedankens nachzustrcbeit, haben auch noch niemals den höchsten Wert der natioiialjüdischcn Jugc1u!bcwet׳׳ung: die Erziehimg zum wahren Oemeinr.chaftskbcn gefühlt. Die Frage nach dem Zusammenschluß jüdischer Miiddien .sollte gar keine Frage der Zweckmäßigkeit sein und von ,kühler Uebcricgung entschieden werden: aus der Sehnsucht nach möglichst inniger Verbundenheit im Streben nach dem gemeinsamen Ziel müssen nationaljüdischc Mädchenvereine entstehen — sind sie stellenweise schon entstanden. Nur müssen nun diese Vereine nicht Nachahmungen der früheren Männervereine sein; solange sie in der Politisierung der Mädchen ihre Aufgabe -sahen, war ihnen keine Lebenskraft beschießen. Erst jetzt, da sie, ergriffen von dein ernsten Geist, der die ganze jüdische Jugend an weht, die Erziehung des Menschen nicht nur zum Wissen um jüdische Dinge, sondern zum« Leben im jüdischen Geiste erstreben, werden 6!e bestehen können. Denn nun werden cie eich auch immer mehr in der Richtung ausbildcn, dem Mädchen in der Arbeit am Nebenmenschen einen Lebensberuf zu schaffen und ihm zu diesem Beruf die nötige Ausrüstung zu geben. Erst wenn die mm vielfach erstehenden Mädchcnvcreinc die jüdischen Frauen wirklich jüdisch und wirklich zu Frauen erziehen, werden cie ihren Zweck ganz erfüllen und der Frau die volle Möglichkeit zur Mitarbeit pxu Werke des .Wiederaufbaues: geben. Unsere Häuser sind ihres jüdischen Charakters beraubt (wohlgemerkt, zum großen Teile durch die Schuld der Frau!), in unsren Gemeinden fehlt die Nächstenliebe, die den 'HilfsbcdiiiTilgen. Eicht 1r״t thtcr milden Or.bc abspeist, sondern ihm bei der Entfaltung seiner, menschlichen Werte jede Hilfe erwdist, Palästina krankt an dun Mangel corglielier Frauenhämle — die Jugendi)cwc;T11n;f soll die Mädchen dahin führen, diese Vereciuikiungen früherer Geschlechter zu (äiluieu, soll ihnen große Schaf fcnsmöglichkcitcn eröffnen. Je mehr die in der jüngsten Epoche der nationaljüdischen Jugendbewegung entstandenen MädchciivercinQ das Wissen um jüdische Dinge: um die jüdische Sprache, Religion, Geschichte und Ucberliefcrung vertiefen, je enger eie die Gemeinschaft von Mensch zu Mensch geßtalten und je mehr sie ihre Mitglieder Ielircn, das ganze Maß geistiger und seelischer Werte, das sic empfangen haben, in den Dienst einer Nächstenliebe zu stelle״, der es gleich gilt, ob ihr Wirkungskreis enger oder weiter ist, desto mehr werden sie die jüdischcn Frauen *zum Schaffen ertiuhtigen, hier sowohl wie in Palästina — denn gerade dort, wo die echte jüdische Gemeinschaft erstehen soll, wird es auf die werktätige Liebe der Frau besonders niikonimcn. Unsere Jugendbewegung ist auf dem Wege, den!•rauen anstatt eines Traumes für Feierstunden einen Lebensberuf zu geben, der auch den Alltag durch Reine Erfüllung mit Streben und Liebe zum Feiertag macht und allen Frauenleben, denen Leere drohte, einen Inhalt schenkt, H c 1 c n c Hanna Cohn. AI Chct ... Die Jugend, die sich zur jüdischen Jugendbewegung gehörig fühlt, wird sich in den kommenden Tagen versammeln. Diese Tagung׳■ wird gewiß ein Bild der Bewegung sein, sei cs im Guten, sei cs im Bösen. Auch die meisten derer, die ihr fernbleiben, werden eine Instanz in ihr erblicken, deren Spruch legitime Bedcirtung besitzt, und auf die man sieh berufen wird. Bald werden wir hören, daß eine neue Epoche begonnen hätte, man wird uns verkünden, daß die Jugend ihre Gumeinschaft erlebt hätte, daß sie sich verantwortlich fühle usw. Es soll aber hier ausgesprochen werden, daß ein Teil der Jugend, und seien es and» nur wenige, diesen Jugendtag verwirft und sidi aus prinzipiellen Gründen von ilun femhaltcn wird. Nicht die äußeren Zeitumsiüudc und die erzwungene Abwesenheit so vieler veranlassen sic dazu, sondern sic verneint die Dignität einer solchen Tagung auf der Grundlage der heutigen deutsch-jüdischen Jugendbewegung ülierliaupt. Welchen Sinn kann der Jugendtag haben? Niemand ist darüber im Zweifel: mir den einer Demonstration. Das Recht der Demonstration hat aher nur, wer gcarbeitet hat. Nicht in Reden ohne Gehalt und Er- Kenntnis, wie sie in unseren Vereinen gehalten werden, oder in der Tradition eines unbestimmten nationalen Willens ohne den Inhalt selbst, den niemand hat, erzeugt sich dieser Anspruch. Die Jugend ist gestaltios und alle ihre Lcboimüußcrungcn ohne Präzision. Sie ist auch nicht das fruchtbare Chaos, als das sic sidi selbst so gerne hinstellt, so jeder Frage ausweichend, die auf eine Bestimmung ihres Lebens gerichtet ist. Das Chaos ist nicht leer wie diese Jugend, die in ihrem dauernden formalen Gerede wie in ihrem Dunkel verkündeten Erlebnis, in der grundsätzliche« Verfälschung ihrer Beziehungen zur Arbeit und zur Natur die einzige Möglichkeit findet, Ihrer Scheinbarkeit die Realität des Gespenstischen ־zu verleihen. Jede Frage, die durch die glänzende Schcinbarkcit hindurch auf den Grund dieses ״jugendlichen“ Lebens sidi bezieht, enthüllt seine Niditigkcit, und darum weicht man diesen Fragen, die immer ein Was und nie ein Wie betreffen, aus. Die Aeltcren und Außenstehenden, die bereitwillig dieser Jugend alle Tugenden zuschrcibcn, die sic zu besitzen vorgibt, vermögen sie nicht zu erschüttern. Aus der Mitte der Jugend selbst muß 6id1 die Frage erheben, die zur Einsicht und Umkehr führt. Jeder frage sich: mit wekhem Recht gehe idi zum Jugendtage? Für die Arbeit kann inan nicht demonstrieren, man kann sic nur leisten. Die Jugend aber demonstriert. Sie demonstriert ihren Willen zur Arbeit nun seit Jahren, und wird ihn auf dem Jugeiidtage noch' ein* mal demonstrieren. Was wird sie sieh und damit allen andern sagen können ohne zu lügen? Nur eins: Das Bekenntnis ihrer Vergelten gegen den Sinn der zionistischcn Bewegung durch Geschwätzigkeit, Untätigkeit und Verantwortungslosigkeit. Aber wer hofft an{ einen solchen Vcrsöhnungstag der Jugendbewegung? Es geht ja nicht um den Widerruf, sondern im Gegenteil um die Erhebung und Verstärkung ihres Anspruchs. Man wird sich sehr bewundern. Das fariicnpräclüigc Bild der ״Strömungen“ und ״Richtungen“ R0 1 und wird sich vor den Augen der ״Alfen“ entrollen. Es ist aber keine Zeit zu farbenprächtigen Versammlungen. Fünf Jahre sind wir Ju״״en die arbeiten wollten, ertrunken Im unendlichen Geschwätz m dem die Jugend sidi auf den kommenden Tag vertröstet hat, der Ihr gehören würde, obwohl sie nidits tat, sidi seiner ׳und seiner Forderung würdi״!׳ zu erweisen. Studenten, Turner, Wanderer und Versammhmpbesudicr ltaben Lieder gesungen: deutsch, jidisdi lj1״J 1,1«*nasch. Es waren die ironischen Grab״-csänge die die Fnedliofsstillc limitierten, die eintrat, wenn £ sie nadi ihrer Arbot fragte, nach dem, wai sie geSgearbeitet und erkannt, nicht gesungen hätten um das jüdische Volkstum in sich zu^ enthalten und* zi״ S Halt zu bringen, zu dem sie sich 1 , , Ehrfurcht und Stille bekanntem 4 tt verstummen. Wir haben keinen Cmmd zum Juki ft‘״״•./Man 1יז^ mit dem Reiditum und der Manig f. tigkeit unserer Strömungen, die unsere Kraft beweisen sollen. Ahm* f!i«»r _ 1 , . . r“• uי-weisen Aber dieser Rdditilm ist ObTcS