Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIII (1918)
- Issue
- Heft 38 (20.9.1918)
- Date
- 1918-09-20
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 254 Nr. 38 “T~ rat wird nur zur Konkurrenz führen m:k! die K<»!rleurrenz zu Zusammen:; 10001. Her National!״[■;;;itfi tto!» daher lieber rechtzeitig und freiwillig• auflösen.“ Für die Aufrechcrlialtung dea Nationalrates eptrrii im Namen der Zionisten M. S, A lei וו ui I; o w. ״Da׳» Zentrale Büro der Gemeinde!»,‘' angle der Redner, ״ist in (seinen Aufgaben beschränkt und darf eich seinen Statuten gemäß mit politische[» Fragen nicht befaßen. Die Auflösung des Nationalrates wird also einem Attentat auf die politische Repräsentanz de! riinsiudicn Judentums gleich kommen. Dazu ist gegenwärtig der Nationalrat der einzige Träger der KoiigreiUdce und bat die Verpflichtung, bei der ersten Gelegenheit• den Kongreß ciuzubcrufeii. Die Auflösung des National• raiea wird die Aufhebung der Kongreßidee bedeuten. Die walrrc Vertretung ist der Kongreß, und nur ihm kann der Nationalrat seine *Funktionen übertragen,“ Ucbrigeus schlug der 'Redner vor, eine Konferenz, der gegenwärtig erreichbaren Mitglieder des Kongreßes cin/uberufcu und ihr die Entscheidung über das weitere Schicksal des Nationalrates zu überlassen. Für die Erhaltung des Nationalratcs sprachen ßocl» die Zionisten S. Janowski, B. Goldberg und J. Grün bäum und der Volksgrupplcr K Iei11m;1 an. Für die Auflösung sprachen die Volk'sparteiler Jefxojkin und Stif. Unter den Orthodoxen waren die Meinungen geteilt. J. S. Heller und J. M a r k vor• traten die Ansicht der Zionisten, S. Epstein verteidigte den Vorschlag der Volkspartei. Die Beschlußfassung über die Frage wurde auf die nächste — zehnte — Sitzung vertagt, die ran 25, Juli stattfaml. Zu Beginn der Sitzung wurden die laufenden Fragen erledigt. S. J. janowslcy herichtete über die Tätigkeit der Kommis Ion, die zweck•! Anknüpfung von liexiehungon mit den» Judentum den Auslandes eingesetzt worden war. Der Redner berichtete über die Schritte, die zur Verteidigung der jüdischen Interessen auf dem Friedenskongreß Yintcrnoinmcu werden müssen um! schlug eine Liste der wichtigsten jüdischen Organisationen vor, mit denen sich der Nationalrat in Verbindung zu setzen habe. Darunter sind: Die ״Viod", das amcrikanisclirjüdische Komitee, das Organisationslcoinitee des Jüdischen Kongrosses in Amerika, das vereinigte politische Komitee in England etc. Uebcr die läge der Juden in Finn- 1 a n d referierte M. S, A1 e i n n i k o w. Die Nachricht über die Ausweisung der Juden hat sich nicht bestätigt. Die Gleichberechtigung ist aber «och immer nicht verwirklicht und der Nationalrat muß als politische Repräsentanz des russischen Judentums gegenwärtig seinen Einfluß zugunsten der Emanzipation der finnischen Juden gehend machen. Der Redner berichtete über das Kräftevcrliältnis der Parteien in Finnland. Die stärksten Parteien in» Sejm sind die Agrarier und die Altfinncn, die ausgesprochen antisemitisch sind. Die Jungfinnen imd die Sozialdemokraten sind gegenwärtig im Sejm in der Minderheit. Einen Druck auf den Sejm auszuüben, wäre in zwei Richtungen möglich gewesen: seitens der Rätc-Rcgierung, die jetzt in Unterbandlungen mit der finnischen Regierung steht und seitens der Vertreter der deutschen Juden. Zu diesem Zweck wurde eine besondere Kommission eiligesetzt. Die Debatte über dag weitere Bestehen dc3 N a - tionalrates eröffnete Markon, der im Namen der orthodoxen ״Achduth“ erklärte, daß seine Partei für die weitere Existenz des Rates stimmen werde. Von den Vertretern der Volkspartei war nur ein Mitglied, Herr Perl mann anwesend. Mit allen Stimmen gegen eine wurde eine Resolution gefaßt, dal! die Existenz des Zentralen Büros des Gemeind e Verbandes keine Störung für die Tätigkeit des N a t ä o n a 1 r a t e s und keine Aenderu 11 g in seiner Konstitution uac 1» sich zieh e. P e r 1 m a n 1» erklärte daraufhin, daß die Volkspartei ihre Vertreter aus dem Nationalrat zuiftckziehc und verließ die Sitzung. , In der nächsten Sitzung wurde nach dnem Referat von J. Grün bäum beschlossen, demnächst eine Beratung aller irgendwie erreichbarer Mitglieder des Kongresses einzuberufen. Den Termin der Beratung werden die ׳Mitglieder des Kongresses selbst durch Rundschreiben festsetzen Ein Interview mit I. Rosow Das Mitglied des russischen zionistischen Zentralkomitecs und einer der führenden Persönlichkeiten des russischen Judentums, Herr Israel Rosovr, hat siel» vor kurzem nach Palästina begeben, um dort, auf Veranlassung des russischen Zentralkomitees zusammen mit J. Goldberg an *der von Dr. Weizmaiin geleiteten Zionistischen Kommission teii/.unchmen. Während seines Aufenthalt eg in Stockholm gewährte Herr Rosow einem RedaktionsmiigUed des /«.־ d 13che 11 Preßbüros ein Interview über die gegenwärt lg«• Lage der russischen Juden, die zionistischen Vorlx-reitmigsarbciten in Rußland und über die Aufgaben der Palästiiiakomnnssioii. , t ״Der Friede von Brest-Litowak“, g.wfc Herr Rosow, ״wird vom ■ rußliindischen Judentum als Schnitt ins Herz empfunden. Er bedeutet die Zer- Stückelung des großen Blockes der Ostjudcn und birgt m sich die größten Gefahren für die kulturelle, wirtschaftlich« und politische Entwicklung des jüdischen Volkes. Die ruß'ändiseheu Juden stehen auf dem Standpunkt, daß die NatkmnJiiätcnfragc Rußiar.üj durch eine weitgehende territoriale Autonomie, eroänzt durch die personal-nationale Autonomie der u״- U 1 ־J CP c u.!. 1 .? ־ Wenn c־a:;elne läcii, co rmu c,׳e nicht in OcVi cid» d’’0 in cc» l, : 1; der;clcgea-;;:1 evbr.IPn Ibt heize 1 IliMtomb, 1:11 eil Au• ״lei fl נ über .1־V;;e״'iß Mel- /,׳,.״;hi ',!:!itonrs- /; so gut wie : der Ass.ini- ,';:113 co tmbo uiüidik.cit!:ervomi- ::rer Weine bei den "I ■ t i o; ׳ :!ס ,׳ 4\; e tu [tiden fit Nußge3 ׳und der cogc.inuntcn ״t:;a rireglidic geworden, vtap,4 Handel und Vert •1 o .־.. a 1*׳ ־:..'! 11 :;־ crvG'rte;!, ־ :• ■־/׳ fr:!!!.ere *r : .in. täten 1u,׳J ־ ■ M ä eilte ein:!.. lielten fiuiluj ׳־.׳.; lidicu wird, iure um! forizuenl׳.׳.׳;:!•: Meia1:ng׳sver.;.nii* e Die Forderu:: ton o m 1e : t!; Ausmaß um; U;:t iiiui;׳..,versink ,1! :■!; etrüinung gibt überhaupt iiieiit. lation zur.cigea c; deutend, daß r!s treten wagen, v-rie vcrscli iedcnet» Wal n ■ ■ n ׳ ׳c־z־1; ל Die öko 1:0m Piche La laml ist infolge Ca SLirgcrk.ie, sozialen Revolufl׳!;» eine g־.uz Alle iiidusiricqmKai sind vc kehr völlig lahmgeiegt, Dk: Mehrheit der Juden, die alg ״Bourgeoisie“, als Inäeliigeiiz um! als Jiiucn zugleich leidet, iat, vc;: wcr/geii Aß'-nahmon abgesehen, ins tiefste Eiend gestürzt. Die fin Krieg entstandenen jüdisehai Gemeimreu e/.h'Ci» vor dun ökonomischen Ruin. E9 ist Leine Ucberirclbnng, t-cr.11 behauptet wird, daß dßa gesamte russische Judentum zum Kriegsopfer geworden tut. Entsetzlich ist die Lage dar Krieg9flüeilt- 1111 ge. Ungefähr 75Gut) Seelen Bind buchatäbliclt dem Hungertodc preisgegeben, fall!» cs nicht geiingl, vom Airluide rasche Hilfe heriwizusdiaffen. Die raui;dien Juden können besten- Full;» nur ein ׳Drittel der für die Flüchtlinge nötigen Minimaisitmmen rmlbringcn. Vom Zentralh» 1 fokotnitee in Petrograd hat 'Herr Rosow den Auftrag übernommen, die in Beträcht kommenden jüdischen Kreise des Auslandes für eine großzügige Rettungsaktion zu gewinnen, und er hofft, daß ecin Appell den gewünschten Widerhall wedien werde. Trotz der eo fatalen Umstände lassen die Juden den Mut nicht cinken und setzen den Kampf für ihre Emanzipation, ebenso wie ihre O r g a n i - sat ionsarbeit unverdrossen fort. Von der ungebrocheilen Energie der russischen Judcnhelt zeugte namentlich die Anfang Jul! stattgehabte jüdische Ge n! ei nd ekonferenz in Moskau, cuf der a'lc politischen Richtungen innerhalb der Judenliclt cid» auf einer gemeinsamen Plattform zicam:nen£andcn mul den festen Willen bekundeten, eich von der Not der Zeit nicht unterkriegen zu lassen, auf kein Jota der jüdischcn Rechte zu verzichten und in dem so Schicksalsschweren Moment zusammen- und durclizuhaltcn. Es war für alle Teilnehmer der Konferenz eine Sache der Selbstverständlichkeit, daß der Gedanke des Kongrosses der allrussischen Juden 11 eit keineswega aufgegeben werden darf und daß er bei der erste״ siel» bietendes Gelegenheit verwirklicht werden muß. Der Palästina-Gedanke ankert fest im Herzen der russischen Judenhcit. Die Erklärungen de* englischen, französischen und italienischen Regierung zugunsten des Zionismus wurden von der erdrückenden Mehrheit der russischen Judenlicit mit unbeschreibliehen» Enthusiasmus «ufgenomnicii. Die Tatsache, daß man in politischen und iutdlckiuellca Kreisen Deutschhuidg sie!» für das jüdische Pal;i:־!.i1!awe11c ernst zu Interessieren begonnen hat, hat gleichfalls die Aufmerksanikeit der Juden in Rußland auf rdeii gezogen. Die bekannte Erklärung von dem Buss che 3 hat infolge ihrer unklaren und zurückhaltenden Fassung keinen großen Widerhall wecken können; sie wird mehr als tastender Versuch der deutschen Regierung bctrachtet, sich auf diesem für sie neuen politischen Oebiet zurechtzufinden. Den Standpunkt der ■politisehe« Neutralität der Zionistischen Weltorganisatiou hoclihaltend,!!offen die Zionisten Rußlands, daß die zionistischen Forderungen auf dem rriedenskonpreß von allen Regierungen werden •uiitersliilzt werden. Das russische Judentum verlangt aber auch die Bchaudlung der jüdischen Frage in .ihrem ganzen U m fang auf dem Friedenskongreß und die Sicherstellung de? bürgerlichen Rechte und der nationalen Autonomie der Juden Ost- Europas. Dag Interesse für das praktiache Palästinawerk ist unter den Juden Rußlands außerordentlich stark. Man kann ga׳a11e׳/.u von einer bevor stellen den Mobilisation des Kapitals und der Arbeit für Paliiutiua F.prerhen. Zahlreiche leistiinjrsfähigc Oe-clLehafteii für die ft!;onomioclic Er- Schließung Paliisiin:::! uind bereits gegründet worden oder sind im l:nt׳.׳u׳krn!«:־rigen. . Unia״ den Massen der Juden ist ein Palästina tiberzude; gegeben sein werd: noch an Arbdiü.r.' Uebcr ceiae R worauf es jetzt rr ludmgc'uid!;,:,[ ]■•׳; mul die pollt',;■:!:.. ZtUKTCitCn, t:/ der Palästina!:■.!,...;■ ment nidit 1,::..;;■ rdtunjH*״ f".;• Ji:;; In konnnendai Kreisen ln Palästina zu vo tUludigeii. Rosow get ■;ruf’cr U'i'ang zu!.omdaüercn, nach 111. Wem! die äußeren Bedingungen 1, 1;0 win; cg hier weder an Kapital, ien, noch all. Intelligenz fehlen. .11 er,io 11 csgte Herr Rosow: , ist, den vom Kriege schwer '.:׳•;׳׳s <11.:- Lege 1;u erldchtem Ivkk.l-.wi r;,r «Ile Zukunft vor- :: i'orGciiungszweck 1!׳.’.> ״ß nu.ii den Moü'm -.; ״:...ו: Cm!, Vorbe-; .:u ־«Ci..,. u:ul isdi I״:t eilen cdaclUc mit besonderer Wärme de! grol’eii Untcrstül/iing Amerikas und Englands für di» palästinensische j udenheit. fcrliot der |ödi:dscn Rfic' *s Von der Preöscabtcilung des Vcnval. tווngg c 11 c f m be 1111 Generalgouverncme 111 Warschau erhalten wir die folgenden Ausführungen: ״ln einem, Artikel der ״j üd. i sehe n Rundschau“ vom 23. August 191/ ist u. a. die ücliatiphmtj aufgestellt, daß jüdische Rückwanderer nicht nach Polen zuräckgclaascn werden. Diese Behauptung ist uarichtig. Alle Personen, die vor dem Kriege Ihren Wolui» citz im Gciieralgouvcmcnunt Warschau hatten, dürfen, von ganz besonderen Einzelf.iilen ab;:eschen, in iiiro alten Wohnsitze zurückkchrcii. UnUrsd1iede,־ die nul der Konfession oder Nationalität der Rückwanderer baruhen, dürfen nicht gemacht werden. Es sind auch schon in sehr großer Anzahl Juden, die während des Krieges ausgewandert oder von den Russen vertrieben wo!den waren, in ihre alte!» Wohnsitze zurückgckclirt. Auch da״ polnische Minister!um des Innern hat auf eine An» frage erklärt, daß die von ihm ernannten Riickwan» derungskommissarc keinerlei Unterschied nach Kor» fcssion oder Nationalität machen dürfen. Die Rück- Wanderer müssen vor «!cm Uebcrschrciten der Grenzo wegen der Seuchengefahr einige Zeit in einem Quarat»• tinelager zubriugen. Falls die Aufnahinefähigkeit eines einzelnen Gmiraiitüiielngers zur Aufnahme der nngvkomnicucn Rückwanderer nicht ausreicht, ist׳ bestimmt, daß zunächst Landwirte, dann die Intelligenz, mit b> soliderer Bevorzugung der Acr/.te, sodann Witwen wid Waisen vor allem in das Quaraiitänclagcr aiifgenotnmcn werden sollen. Ls müssen selbstverständlich bei der Organisation der Rückwanderung die wirtschaftliches Bedürfnisse des Landes bcrüri .■mhtigt werden. Ls 111a3 sein, daß, wenn in Einzelfällcn bei besonderem Andrang die Aufnahme in ein Quaraiitänclagcr in der oben geschilderten Reihenfolge erfolgen mußte, bei den nicht Landwirtschaft treibenden jüdischen Rückwanderern Miß- Stimmungen lind falsche Vorstellungen entstanden sind, Es beweist aber die große Zahl der jüdischen Rücl» Wanderer, daß bei der Rückwanderung in das Generalgouvcriiement Warschau konfessionelle Unterschiede nicht gemacht werden. Wenn Zweifel entstehen, oh Rückwanderer vor dem Kriege in Polen ihren Wohnsitz hatten, dann werden* die Gesuche durch die zuständigen Stellen in Warschau geprüft. Auf Grurd dieser Prüfung ist ebenfalls einer großen Zahl von jüdischen Personen di« Rückwanderung gestattet worden. Andererseits kan» aus begreiflichen Gründen Personen, die vor dem Kriege ihre!» Wohnsitz im Generalgouvernement War scluu nicht hatten, die Rückwanderung nicht gestattet werden, gleichgültig welcher Konfession sie angeboren.“ Leider bezieht sich diese Richtigstellung der Presseabteilung des Verwaltungschefs auf Behauptungen, die von uns nicht aufgestellt worden sind. In den Erklärungen der Warschauer Presseabteihmg ist di« Rede davon, daß die Gesuche solcher Rückwanderer, derer» Ansüßigkeit in Polen zweifelhaft ist, von den zuständigen Stellen in ,Warsdiau geprüft werden. Es ist aber nicht gesagt, was mit den Gesuchen geschieht, bei denen die polnische Rückwaudcrung^konnnisrton es nicht für zweifelhaft hält, daß die fraglichen Rück• wanderer vor dem Kriege in Polen nicht aiisäßig waren. Nach unserer Feststellung obliegt nämlich die erste Prüfung der polnischen Rüekwamleiungskomiiiission, die das Recht hat, Gesuche ohne weiteres abzulehnen, wenn ilir die Voraussetzungen zur Genehmigung nicht gegeben erscheinen. Sie kann also Juden, die z. B. iiiro Papiere verloren oder nicht bei sich haben, oline weiteres mit de. Begründung zurück weisen, daß sie in Polen nicht ansäßig gewesen seien — und wir bchaupten, daß diese Praxis in reichlichem Maße geübt wird. Die Rückwanderer, die Hals über Kopf von den russischen Behörden evakuiert worden waren odei in hastiger Eile ihren Wohnort verlassen hatten, sind sehr häufig ihrer Auswcispapicrc verlustig gegangen, ganz abgesehen davon, daß die russischen Beliörder. überhaupt die Paßangelcgeiiheiten in sehr nachlässiger Weise behandelten, so daß für Schikanen, die jetzt die polnische Kommission macht, Tür und Tor offen steht. Werden auch alle derariigen Fälle von den zuständig׳™ Stellen geprüft und wer sind die zuständigen Stellen? Tatsache ist ferner und geht auch au» der amtliehrn Berichtigung hervor, daß die ganze Handhabung der Rückwandcrerzulasumg in den Händen polnischer Behörden liegt. Man braucht nicht in Warschau zu sitzen, um zu wissen, was das in allen Fällen heißt, in denen eg sich um Jeden handelt. Wenn sich eine Forderung aus den obwaltenden Verhältnissen ergibt, so ist es die, daß die deutsche Verwaltung in 1 'ölen durch E n t s c 11 d u 11 g j ü d i s c h e r Vertraueusiniin m:r dafür sorgt, daß dem skandalösen Mißbrauch, den die Polen mit dem ihnen verliehenen Rechte der Entscheidung in RiiCkwandeningsangclegenhcitcu treiben, Einhalt getan wird. Die Tatsache, daß in Rowno Tausende jüdischer Rückwanderer auf die Einlassung nach Polen unter Verhältnissen warten müssen, die die jüdische Gemeinde Kiew zur Entsendung eines Vertrauensmannes zwecks Untersuchung der schreienden Mißstaude and Milderang der unter den Rückwanderern entstandenen Not vcranlaIlten; bleibt bestehen. Nach den Meldungen, die im« zugehen, hat die Rücksprache, die dieser De־ legierte mit den deutschen und polnischen Bel/’r/c!»