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Jüdische Rundschau · 1918-08-30 · Heft 35 (30.8.1918) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 35 (30.8.1918)
Date
1918-08-30
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 270 Kr. 35 J U 1• 1) 1 SC H £;a!Mir A lJ tiicii dci J.- N.• 1;, ״rw.'iig? *.1:;ן יי' ■> ,1: . .;׳־ Forisclnvik•!! umwrer Org.';: ־ ׳; די»f.;:;־• j!1:111) 11h;ohl>nrcr Zeit geling( ü, 'li'.u.l .1 : ״,,יד.׳;'.,׳׳’ i. -.03 ן Maxiimiiii von 1 tl per Lani.lä* ׳!.;ד! J־.’-r :1׳־ errr::!:״n, Der auf Anregung von Herrn Oetli ne r ׳;:,׳.!:׳Fr /.eit propagierte N;1 e 111 a 1! pi s :1 v,־:iin . die:«׳.*r Beziehung von großem N1t:.-:'*׳u 13 \,ar׳.V eich vi 1;« ich! cm.!feit er»! in fcesonderca 1:1 4־1 <׳! I.ד h - B u c11'■ ähnlich dem Goldenen Und!, zwecks E.uir.igiiag von Naeliloth auf den Namen von liin/elnni und Iiidntiiioiii'u׳ zu begründen, hin ׳:vdelui: Euen Würde'!!חס Fmul eine neue und vort volle F.iu;1.<kmc<pu׳Hc erschließen, Ich habe n-idirikk'ich <ih NoVvctuUg!;• 1'. d־r ’;׳. ing 1 i e (I e r 1111 g <1 e r J 11 d i r. cii e n N 111 i o n 11 ה <> n '1 ־ Ä r 1) c i t 111 d 11 s 1• c ״ c I in ii II ie ü e in c i 11 d e 1 c b e a der eiii/cliieii Gemeinden belout, v/e.'i ich überzeugt bin, dal} der Jii>l|.:ci1e Nalionnlfond n!:1׳ mifhüreii muß ein bloßes Anhängsel des zio11i11:hche1j Vereines an sein. Diese dauernde Veikniipfuug ist geeignet, d.u Fortschritt des J.-N.-F. zu hemmea und sein Wacli.xium zu bindern. Solange der J.-N.-F. dem jüdischen Publikum neu wn־;, eo!m׳ge seine Tätigkeit 1!1׳:l seine Anforderungen begrenzt \va■ reu, war es vielleicht nötig und unvermeidlich, tl!ß der Jüdische Nalionalfoml mit seiner iilteren und 0 .irkeren Sehwesteror;;a״isalion eng vcrbu.iileit bleibt. Ii» ist jedoch die /ei! gekommen, daß der J.-N.-F. auf eigenen Füllen nicht und (eine eigene Entwi :kiiuig niininl. 'Mögen wir cs fluch bedauern, so müssen wir doch;;׳esteiien,!1:111 der Zionismu# bei all seiner wachsenden Popubuint noch für lim}׳.re Zeit eine Son* ' derbcwegimg im JmlenUmi!»leihen wird. Was iimrnr die Ursache «ein mag, oh eine verkehrte Lehre vom Jiiilenlimi oiler po'iti •ciic Unreife und Uawis3,mh it cs wird noch lauge «lauern, bevor die Massen des jidisdien Volkes dem poli'i;eben und la!'lua׳l!en Zisnisinus ihre riickliallslosc und iingetoKte Uuterdüt/u 1g geb 11׳ werden. Die Lage des J.-N.-F. ist,!,duck* liclienveisc, davon grundvc: schieden. Di; ganze Judenheit ist ■jetzt in dem Wunsch^•׳■ nach der jiidluium Kolonisation in Frez Icrael vereint;,'!. Der J.-N.-F. kann sich die Volksinneraiiit/.ung in viel höherem Maße sichern, nls di.•3 beim Zionissmn wahrsclieinüch is:. Fs ersehet 1t danitu not ,ve.idig, daß d e Jüdischen Nation;ilfond-Komiiees ii der rein örtlichen Tätigkeil gesondert von den zi>nisiische:1 V» re.'nou b'ei• heil. Fine solche Sonderexistenz würde dem J.-N.-F. nicht mir eine größere Unier.-liilzung sichern, solidem eich fluch schließlich .י1ר eine wirk!che Wohltat für den zionistischen Verein erweisen. Denn die Arbeit des J. - N, - F, würde alle Teile des jüdischen i'iibiikiimu alliiKilificli mit den wahren Zielen und dem Charakter des Zionismus vertraut ni -ckcn und auf diese Weise a!. wi k-imnsics Mittel dienen, KrcJv. unseres Volke:; z. 11 erreichen, die sich außerhalb der zioujs,i.-;.;!1eu Vereine befinden. Di-.״ Bcfi-'üfinr׳^ der zt.nicriIcü/.isclie 11 medizinischen Pal äst i 0 aexp z ä 11 i 011 in London Die B.*::rüß!:!r;׳ der amerikanischen ärztlichen Expeditioii, die Mitte Juli von der Lnglish Zionist federatimi vennr,iahet wurde mul über die wir limitu in der let/ten Ntiinmer kurz beneblet haben, geslaltete sich zu einer eiudmcle vollen Kiiiulgrtnnig. D.;n Vorsitz, führte Lord Rothschild, unterstützt von den Staats •ekie, .'in 11 Barne« und M oud , Koiiiimuuiciir Wedg vrood, dem Parlamentsmitglied Jan Malcolm f:1:di:e;1. Lord Robert C e c i 1, Col. Sir Mark 5 y k c c und Mr. I lerbcrt Samuel hatten Unete c.ino'b i!» denen nie ihr Au .!)!eiben cill-»ci1u!di.;te« Und ihre Cliiickv. iinnelie anrspras.!1cm. Lord Rothschild lk<;rür,D als. erster t!ic a:1n-ri- Manische inedi/ini;die Exjieilition, wobei er bcsomli rs dea Verdien den amerikani .eher 1'ratim au ihrem Zustaiidekommen!;al.ichtc. Da; Uiitcrncluiieii finde die volle Unters1,ülzuii!; der Vereinigen Staaten und d-r c!1;׳ljnche11 Rej'ierun,׳. D.irch das Au-sendcii der Ux- |)editi<m btdic Amerika das!;rolle Fitere;ne bcvvi.s11 .־, das ca mi der Wiederbelebiiiij׳ l’al.idiuas 11:111.*. Dar hinpfam!, den ilir Minister Ikdiour j׳cui buct, und d e Ik';;riili11n;;su׳orte, die Sir Mark Syke*, au sic;,cr.'ud t habe, zeti;;־teil von der ihr!rczol'lcii Aiierkeimmi'f. Auf die politische Bcdcutun!׳ der Mission du/11y;c!1cn, wotfe er anderen 1iberlas;cn und nur auf ihre wi-s.iiselindliehe T1a;:weiie iiinweiscii; sei sie doch rin Beweis für die für!j;esd1riltcnc1׳! Methoden, mit denen die Zioni tea die Probleme Palästina; zu lösen;;cdiiditeii. Mr. Na• than Strauß’ Gesundheitsamt in Jerusalem sei der i:> j'iun voll hypieuischeu In-titutcu gewesen, die für die leidende Bevölkerung von imsdi'it/bnrem Werfe sein würden. Die Pflichten der Expedition würden schwer sein, denn wenn auch die Zionistische Kotmni sion d e jüdischen Kolonien in bcfritdi,;cm!e111 Zudandc ge• fuiideu 11:1tle, so sei doch der Gesumii1eils11׳stand ׳>jn Jerusalem sehr unerfreulich und das Laad habe durch lauge Jahre furchtbar gelitten. Schließlich forderte er zu einem ilodi auf die iir/t'idie Ftxpcui ion und auf die smcrika״iseh־jiidi־.cl1cn Kiiegsfreiwi'.ligcu auf. * Nach ihm ergriff das Mitglied des Miüt.'irkabiiiclts Bflrues da*. Wort. Im Namen der Regierung bcgiiilte er die Expedition und wies auf ihre große moralische und geistige sowie praktische Bedeutung hin. Besondern wünsche er die Mitglieder a!s amerikanische Bürger zu begrüßen. Sie standen im Dienste eines grollen Ideals. Von Palästina sei das Wort der Proplickii, das die Menschheit begeisterte, seien große Wabrlieitcii atisgcgangcn. Palästina solle nun aus einer Wüste wieder in eine Reihe blühender Dörfer verwandelt werden. Es sei ein gliiekiielies Vorzeichen, *laß die erste entscheidende Tat des Zionismus die sei, in den Orient zu gehen 11ml an der Verwirklichung cuies großen Ideals zur 1 lehmig des Volkes ohne Rücksicht auf Klasse oder Glauben 1nitzmvi;kcn. Dt hygienische Mission der Expedition gehe nicht mir die jüdische Rasse, sondern die ״an/.e Welt an, da das Aufblühen Pnlistiuas vun Wert für alle Menschen sei. Der Zionismus werde Paüisiiua wieder zu cincr Quelle der Weisheit und des Idealismus machen. Die englische Regierung habe sieh zu ihrer Politik geg.nüber dem Zionismus entschlossen, weil sie glaube, daß der Zionismus gleichbedeutend sei mit den Zieie.1, nach denen alle edlen Mensch n streben. Die Juden gingen nach Palästina mit einer humanitären Mission, um . einem lauge unterdrückten Volke Gesundheit und Glück zu bringen. Sie b itten einen langen und sdiwie-, rigcit Weg vor sich, doch sei der Grund schon für sie bereitet, denn in den letzten Monaten sei ein lange entbehrtes Gefühl der Sicherheit in Palistina eingekehrt. Die Saat des Fort*d ritte-; brauche mir von edlen Menschen gepflegt zu werden, wie die seien, die er heute im Namen der Regierung und seiner Lwidslcute begrüße. Nach ihm sprach der Kabiuttsminister Sir Alfred Mond seine Freude darüber au;, daß 60 viele niueri- ■■!—ו■» -—״ j* f ■*<■*»»■■»■—t— ׳ «׳—יי——- יי■^hpimi 1—*■׳ ■ <m ww» Fs ist nicht eiiizuschcii, warum die 2—3 Millionen Familien, aus denen sieh da•; jüdische Volk zusammensetzt, nicht den Du rchsch 11i tt s bet r ag von 1 L p c r Fa 11m 1 i e jährlich für den J.-N.- F. abführen sollen. Ls ist nichts als eine Frage der ' Organisation und des Apparates. Das jüdische Volk verausgabt jährlich viele Millionen für die Aufrechtcrlialtiuig von religiösen und üemeiiide-tnstitutioncii. Warum soll es diese Freigiebigkeit nicht auch auf diese große nationale lnstitii.iou erslreckcn? Es unter• liegt keinem Zweifel, daß, wenn wir unserem Volke die vitale Wichtigkeit des J.-N.-F. vor Augen führen, und wenn wir einen entsprechenden lokale« und zentralen Apparat für die Waclicrhultiitig des Volksintcresse; für die Schicksale und Foriscluitle des J.-N.-l׳'. schaffen könnten, er in der Jüdinbeit innerhalb kurzer Zeit die Stellung, einer an.rkannten und unerläßlichen Gcmeiiidiinsiitiitlon bekominen, im Range der Synagoge zunächst stellen und die regelmäßige und fortdauernde Unterstützung jedes Juden und jc'der Jüdin erhalten würde. Unsere Erfahrungen mit dem jüdischen ,,Kriegshilfsfond“ und dem zionistischen ״Vorbereitungsfond“ haben uns gclehrl, daß die Juden bei <;11׳spreci1endcr Agi.a'.ioii geneigt sind, verhältnismäßig große Oedannmen für allgemeine jüdische Zwecke zu geben. Der Horizont des Durchschnilisjiulen ist durch die letzten Ereignisse bedeutend erweitert worden. AllmühJcn tritt er aus dem par.i(U'arislisehen Kchi'Idikrci; bc au.. Bei fortgesetzter Propaganda und Aufklärung über die Weitreichende lleileuiüug der jüdiichcn Prob'cmc kann jeder Jude mit der Zeit ganz, fiir die Sache der jüdischen Kolonisation in Frez Israel gewonnen werden. Ein intensiver P ro p a g n 11 d a f e 1U z ug vermittels des g - sciiricbeneii und gesprochenen Wortes sollte dmcli ade Länder inilcmoinmcn werden! 111 jeder Gemeinde sollten angesehene Komitees gebildet werden. Dic;e Komitees sollten sich nach den bewährten Grundsätzen anderer ('ieiueimleüistitiitionrn betätigen. Außer den alten, bisher vom Jüdischen Nalionnifoiid an,gewaudien K.aiiuiielinclhoden lilifteii ihm diese neuen Koniilees J a 11 r c s b c i t r ii g e und r e g e I m ä ß i g c Z11 w e 11 d u 11 g c n zu sichern. Das Ziel dieser Komitees muß sein, als G e m c i 11 d e i 11 s t i t u t i o 11 e 11 anerkannt zu werden und außer den organisierten Zionisten auch solche in der Gemeinde tätigen Kräfte herauzii/ielicii, die für wciterrckliende jüdische Fragen oft kein Interesse gezeitigt haben. Für einen dauernden Erfolg erscheint es wesentlich, daß diese Komitees folgende zwei Bedingungen erfüllen: 1) die Sache dis Jüdischen Natiouaihmds muß von jeder pall Lehen M.i• nungsverschiedenheil ferngeimUcn werden. Wir b!1 len hei imsm'111 Appell an die tiefer liegenden Sailen des jüdischen׳ Gefühls und der jüdischen i'iliilit rühren. * Die Sache (Lg jüdischen Kolonisation in Erez. Israel muß nicht unbedingt mit dem politischen Zionismus verknüpft sein. 2) Diese Komifees sollten soweit als möglich einen lokalen Charakter haben; Loka's.olz und Lokalpatriotisums sind in jeder Gemeinde sehr stark. Wenn unsere Komitees Erfolg; haben sollen, d.,n.1 1nüs;cn sie mit dem Vorhandensein dieser Empfi.idnugcn rechnen und;ie für ihre Zwecke benutzen■ In jedem Orte muß das Jüdische Nationalfond Komitee trachten, ein integraler Teil de; organischen Ixbens der örtliehe״ C1<11־u׳imle zu werden. Nur dann wird sein Erfolg und seine i)aller gesichert Werden. Die Begründung eines derartigen Netzes von I <kal begrenzten [iiMiiutioiicn wird sofort da; Jahrescinkom- Ais Zeitschriften Zur Palästinafrage Die ״Sozialistischen Monatshefte“, die schon häufig, besonders in den letzten Atonalen, der Jtulciifragc ihre Aufmerksamkeit ztiwamiteii, bringen in ihrem 2. Aiigusihcit einen sein* * beachtenswerten Aufsalz, des;.1 ׳alc•zionistisch! 11 Publizisten Max Rosen- (<•111; ״J ud e n f r a |j e , Palästina und Wcltpo* Ütik.“ Der Amor erklärt einleitend, warum es Europa vor dem Krieg nicht nötig hatte, sich mit der Jiidenfrage zu besciiiifiigcn: Europa befaßte sich aus Tradition nur mit Gefahren und die Juden bildeten für die Diplomaten vom Handwerk keine Gefahr wie etwa die Polen, die Balkanvölker oder die Armenier.!Erst während des Krieges habe sich das jüdLche Problern den kriegführenden Staaten als ein Poütikon ersten Ranges erwiesen. E 11 g 1 a 11 d , das dies als erste Großmaclit erkannt hat, habe zur Sicherung seiner wcllpolitisehen Pläne die interterritoriale Ju.lenl'rage mit großem Geschick lierangezogeii. ״Us wurde zunächst nicht das jüdische Volk, das jüdische Problem in den Kr. i; der weltpolitischen Betrachtungen hineinbezogen, «andern das jüdische Land, zu dein das bewußt nationaljüdisehe Volk hiuslrebt. Palästina hat d.inn die parallel laufenue Juden frage in den Komplex־ cingefügt.“ Rosenfehl stellt fest, daß der an Palästina mcistinteressierte Suiat mich wie vor die Türkei sei. ״Ihr Verhältnis zu dem jüdischen Volk innerhalb *und außerhalb Pa- Uistinas kann nicht als zufriedenstellend angesehen werden. Die direkten Einwanderuugsvcrbolc, die Verfolgimgcu vor mul nach dem Krieg, die-. Steuerlasten mul Stencriiietlioikm, die Ignorierung der BedürfiiLse des Landes bilden Hemmungen, die eine jüdische Neukolonis,1:1011 in dein verwüsteten Land nur schwer und unie*r allen 1nög':ichen Entbehrungen der Kolonisten überwinden könnte.“ Die Frage, wie sich die Türkei zur Juden- und PaUistinafrage stelle, beantwortet Roscufcld: ״Die Türkei als bisherige legitime Besitzen■ ’ des Landes sollte nicht allein mit unverhiadliehen Zu- ¬¬״.)::ה arbeiten, sondern ihren guten Willen den Juden gvgcjiülirr durch ciilnpreiliciHlu T'tifc.*1 |>;'wci«cu. U12,ן da; jetzt umso mehr und unwo ciluicEer, nla die Entente schon einen Vorsprung gewonnen und durch ihre moralische •Erobenuig «Sie öffentliche Meinung der Juden aller D'tmler, «bei־ a*1c'n vieler Nich.judeu in d 11 iieiitraleii Btaalcii für si!*h eiiiitnioiuiiii־« Int.“ Als wichtige Forderung iieiiut Ruse 11 leid ״p!citive, rasch und mit größlcr Wiiilieivlgl.dl <!nicl1;p׳iT1I1rte Erleid!- temi.gen der jüili eaeu 1 »l1v,׳a;1 lerun 1״ )k* Zionisten der Zeutralmäditc B'.el.teii di1.se gerechte und vernünfdge Fordermi;; immer von svuein nuf. Doch ist noch nicht zu konstau'cren, ob und wie die Zentralmächle als engste Bundengenossen der Türkei diese zum Bend.reiten dieses Weges ermuntert haben.“ Fa zweiten Teil seines Aufsatzes b.spricht RosenfclJ die Stellung der englischen Poale-Zionpartei und de» Stockholmer Manifeste« der Holliu.ti'ch-Skaudinavisehen So/iaüstcukonfercn* zur jüdischen Palästini.'rage. m ״Die Bedeutung der Araberfrage für de■ Z i o 11 i s 11111«“ «nacht Fritz S t e r 11 b r r g 411 oneben erseUiciicuen Julilicft de« ״Jndea“ a:11r, Cicgi'iiataud einer Abhandlung. Sternberg unlersucb! die Frage, v,־׳i; sich der Zusammeupra'.l jüdisch-cifopäi'cluz und crabischer Wirischaft vollziehen wird. Er gelar.grt dabei zu dem Schluß, daß Palüsiina das cinaige orieiata-!ische Land ist, ia dcis wahrhaft innere Bezichuugc-11 zwischen den Arabern und den JiuLn, dea Trägern der europäischen Wiriarliarialmltiir, b.aie’hea. Die ktilturclleu Einwirkungen der Juden r.nf die Araber seien geeignet, die at;iri.־.;ten l Iciiuiiungeii für eine WcitiTciiUvicl.luiig der cinlx.'imi.clien Wirischaft s.11 ber-.ii :cu. Bei BF.iiuul'amg der!•'rage, wie ach de.׳; Verhältnis zwiscLe.1 Juden und Arabern .־;iaitcii ■wird, v/e'.:n die Kolonien sich rasch' um ein Violfadici vermUv.-en,!;omrnt Sternberg zu dem Resultat, daß,;-:eh der - Wciierausbau der jüdischen Pflanzungekolorien (V< des gcsaiuiea jüdischen Kolo! 1 icb! sta 11 (Ies) v.o.il auch vcrterüLi ohne Differenzen mit den Arabern vMI .'.־ 11:1!ג.viid!, d..ß dir -der Getr-'idelo'.oiiien jedocli <:n>:;;c R׳;;!:,;:;•׳ .r1;;,T:.'-u בו sich birgt, die die Orgcjüntl;.:: d-ud, letcudvicay:" bezw*. Vcrpffmizung der m׳al11;chcn WiriHcIiaft besviigei» kam. /ua nummfns cml urt it der Verf.«1 t: ״Line arabcrfrctimlliche jüdisdie Politik beruht a's;> nicht nuf der ״Einsicht“ irgend eines Leiters de; jüdixdien Kolonisalioiiswcrkes •.)der auf dem Wirken eft1,er jtkU;elu11 Qrjtauisalioii, ):011111*111 auf den vitalsten jüdischen (Interesse», und mir 1:ie allein wird den Ideen plcs /ioiiismus gcreclil, dem nieht; ferner lioj't, »1*1 ,due Vergcwaligiiiig freut*le׳r Vdlkswirischa.tcit, n!• Errichtung eines neuen kapitalistischen WirisclmitiweseiiÄ.“ * Zur izionistisclien Palästinapolitik «nacht Ur. Jakob Klatzkin im Julilicft des ״Juden“ eine aktuelle ״Bemerkung“. > Er weist auf die Bedeutung der •«■ zL'ilen Umwälzungen hin, die, heule vielleicht noch Zukunftsmusik, ׳zur Zeit des Friedensschlusses Realität ׳geworden sein könnten und fordert eine innere Einstellung auf diese Zukiinft!»olitik. ״Das setzt freilieh voraus, daß j;i,r •elbst uns an dieser werdenden Wi It oricniierea und uns cia Recht auf dic»e Einstellmig siehe™." * •X>i c!Wi rt 1c ha f t« id e a le im Kampfe um das fjüdiache Oc ni ei 11 wes eu“ nennt Rudolf Glanz!im 3. (Juli-) Heft des ״J erubbaal“ einen Aufsatz, der die A r beit als Grundgedanken in den Mittelpunkt der neuen Wirtschaftsgemcinschait gestellt sehen will. Der jüdische ücmcinschafispo'itikcr soll, so fordert Glanz, die einzig mögliche ErbredUspohtik in der Genieinsehaft zum Sieg bringen. ״Der Einzelne wird von der vorigen iWirlscliaftsgeiicratiou niclit mehr erhalten dürfen, «!$ er braucht, um seine Fälligkeiten zu entwickeln. Der!Familie wird innerhalb der Wirtschaftsgemeinschaft nur eine Möglichkeit der Fürsorge fiir die Kinder gelassen »werden, die der eigenen Arbeit. Keine Kapilalsanhäufung »wird es dem Untüchtigen ermögliehen, ׳eine höhere wirtschaftliche Stufe zu erkfiraisra, uds sie seine» Fähigkeiten entspricht.“ t

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