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Jüdische Rundschau · 1918-08-23 · Heft 34 (23.8.1918) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 34 (23.8.1918)
Date
1918-08-23
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 34 g I i: ךו ■! n ii B־ ־( Ir: ■ v t•'!1 (4 t d. t'l;1 *V, , ׳, 11 •’cs S■ :■:;ז סי• י n, da c des n; ״v י '« •-c » j?! me; | in <;t 1 i* ':ca | «׳׳ zu- V.V:a hnumr •f;•,;.-;er 1 aber t . }liuica ja itii! bi da d 1iij 1 Im ites ] nutio- | ligkeil j Zufal ׳Jude» { nicht I rungs- ( wenn Deut* { d da* i k׳r m! wcam I Vc■/- :1 Be- Juden I also II des lbrf.f M, U ekaimt i-idua נ"[ ח cnener rein zu- 1• 1' radere! sthrt.1, J.'tL'i, np!■ Ut Ja;: in nt!;:•;;׳ •r 1u:׳J t ד Fl 3 ״ ׳!ו, ’ 1 aüh!i»k z!: i. [״:!*r:j .sr'u’llß i I, C 111 111!'-'»־ :11׳ r:ta d״n >1׳:, I veU ן (i € ־ I־;'! ,׳»' d!..!״ י u der *I, *e■e■:: ׳;) ׳׳ *; ' .! > ili i ׳יו*:• c - :׳ 1i ' ן t * 1 ‘: * V r 1 :־ 1 I ' dciieit «r Getreide- und Bodenspekulation mul AuslH'id׳"״! des Bauernstandes naclmagt, nichts mit Antisciiiilisiiiiis zu tun Iialk׳. Alu Beweis dafür lidi.iuplet er, ,BH es ja ,,;;er,ade die ()rgaiiisationeu des rUiUsdeuim!!eil Iwlenluui» seien, die einer i)e<Iinj1111׳j;s!(1:;e11 Freizügigkeil dieses < )sljtideiilimw nach dem Deutschen Reiche Itin im e4;e11eu Interesse‘ lebhaft widerstreben״. Den Ikiveis ihr diese unhaltbare Behauptung, bleibt er allerdiu!fs wieder schuldig. Er glaubt sich vor dem Einjprm'h der deutschen Juden völlig gesichert, wenn er diesen ciiiruunil, dall sie im Gegensatz zu den ruinniiijdien Juden immerhin schon seit Jahrhunderten bodenftämlitf seien. Dali solche Komplimente beim deutschen Judentum keinen Lindruck mehr machen, dafür spricht die Einhelligkeit, mit der die gesamte deutsch-jüdische Presse gegen den (ireiizsehlull auftritl. Gerade in der »ergangenen Woehe hat das Organ der deutsehea Assi* nilation, »las ״I lamburgcr Israelitisehe l'amilienhlatt“, die dentsehen Juden aufgefordert, angesichts der Orcuzfperromallnalimen der ilciitschcn Bciiördcn sich, gleich dem österreichischen Judentum, durch eine öffentliche Kmiilgebung gegen diese Mallualimcn zu verwahren. Selbst das Organ des Geheimen Rcgicrungsratcs Prof. Linhvig Geiger, dem mau im allgemeinen kein allzu energisches Eintreten für jüdische Forderungen nachsagen kam׳, hat sich unserem Protest gegen die Grenzjperre völlig angesclilossen (s. den vorigen Artikel). Der Verfasser (er heillt Alfred Geiser) tischt von «cuein gegen den Judcuparagraph.cn des Bukarcstcr _ Vertrages den von deutschen Antisemiten erhobenen ' Ein« and auf, daß durch diesen Paragraphen die deutsche Politik geschädigt worden sei, da es sich dabei ja irm die Befreiung eines ״im Laude als störendes Fremd* volk empfundenen Elementes“ handle. Er stellt die jegeuwärtige deutschfeindliche Haltung rumänischen Volkes auf die Rechnung des deutschen Eintretens für *lie Befreiung der rumänischen Juden. Also auch hier sind die Juden daran schuld, daß nicht alles gellt, wie es gehen soll. Der Verfasser vergibt, daß sowohl im Deutschen Reichstag als auch in der rumänischen Kammer von berufener Seite ausdrücklich erklärt wurde, daß die Vorschläge zur Lösung der Judenfrage in RuiKir.ien von der rumänischen Regierung gemacht worden find. Die ״Grenzwarte״, in der dieser Auf!atz erschienen ist, nennt sich das Organ der ״Dailsch-baltischeii Gesellschaft“ und des ״V creins f ii r das D e tust h* tum i ui Ausland“, welch letzterem bekanntlich eine Anzahl deutscher Juden angeboren. Werden diese eine solche Auslamlspolitik billigen und dem Verein auch weiterhin Gefolgschaft leisten? Schümm utelil es um die deutsche Polhilf, wenn sic ׳ich muh den Vorschlägen solcher Politiker rielitrl und leider vermciile! sie nicht immer den Anschein, als ob sie sicii nach ihnen richte. Unsere An'galvc wird ts sein, eine solche Politik in ihren wahren Motive» zu entlarven und vor aller Welt ilu־ wahres Gesicht auf/udeckcii. Ein itoafach-niisiiclier Konflikt wc^cn der jidischeu Sprache In unserer Nummer 25 machten wir darauf auftnerk* »am, dati die j i d i s e h e und hehr ii i s c h c S ק r a e 11 e bei der Aufzählung der ztigclasxcncn Korrcsjxmdcnz- 3rlc[ 2, die Errichtung von Elevatoren mit Külilribmic» an den Hafen; ,').die Explodier״«;; der Wasserkräfte i-• Jordan, des Jarumk, der Audja und;mderer I F'exc für Beleuchtung, Trocknung, um( Elektrisierung, der Wege; 4. die Errichtung von Häfen in Jaffa, Haifa «Hi Gaza; 5. Errichtung der notwendigen Verkehrswege, 5txzicll der Wege für die Zufuhrbahnen, die für die Entwicklung des Handels und der Industrie von Ileäernung sind; ().Gründung einer Schiffahrtsgesellschaft iwi'dieii Odessa lind Palästina; 7. Die Exploiticruug der rih« liasqnell,;(, für 11, ilzwecke, Gründung von Kur* ®rhu, Sanatorien, Hotels, etc.; 8. städtische Einriehtun,11:■״: Wasserleitung, Kanalisation, liclcuchtuiigswcncu, 1Vlcf«1u, Straßenbahn usw.; 9. die Erforschung dt« ,üin״ralreichtmus des Landes. Pro(ess»1r 1. Kaliselier liefert eine iuteresnante Arlkii über das Tliema ״P a I ii s t i 11 a .1 u f d e m W e 11 - wc!;e“, Der Autor beleuchtet die grobe Bedeutung, י^" das Land als ein so/ial-jvjlitischcr Mittelpunkt für die Verbindungen zwischen Orient und Okzident hat. B. D. Bruzkus schreibt über die Landwirt- ן c h n f t;״ Palästina und ihre Perspektiven. Ingenieur B. B. Im m ermann untersucht die «Möglichkeitei» der Errichtung von elektrischen Eisenbahnen in Palästina. Am Schluß des Journals werden eine Reihe interessanter Berichte über die Sitzungen der verschiedenen Palästinagescllschaften ver- *Beinlicht. _ ,Te dritte Nummer des Organs (Juli) enthält eine ני״יץ von Spezialarbciteu, die btsond« res Inti rcs.-c verdienci«, $ (g, ßrnn in veröffentlicht eine Aitnit über »,die Voriiereitungcu der landwirtsehaftiiehen Elemente Bjr 0׳alästiiia“. I." A. Kassel bespricht eingehend die ääcl'.stlicgcndeu ״M<H»|ichkcitcn einzelner Industriegebiete ״^,alästina•'. S. A. Egis gibt eine Abhandlung über ״die Tabaiikultur in den jüdischen Kolonien in Pauslina“. s. 1, Meierson schildert ״die Mehl- und 11'0'i'1(»׳־lu!*.t'..)n ן!* |>a!;istina‘‘. — Die Chro 11k des Journals berichtet über eine Reihe von Konferenzen ״der Gesell- ^liait zur Wiedergeburt Palästinas“. Es werde!» außer- 7" ausführliche Ein/clhdtcn über dk* geplante Gründtwg der Palästina-lndustricbank, sowie einer •wäia anderer Gese I diaften zugänglich gemacht. löBDIGC ר.נ!־ Säte 213 sprachen in den neuen Verein'>■ ד ומה:•, .dien Dztiiadv!and mul Rußland fehlen. Wi; wie 1״» c’ef.mf hin, daß dic'.c:* l'ehlen eincni Vev'mt «*;:•1 eliai imtl Hebrliiseheii «t; Korrcspo11<f;׳nz!J>r.״.rl1e zwl:.‘;Treu den lidden (.änderi» gleielikomnit. Wir fu-lonten «!nnrsh, »Saß es! vor allem die Pflithi’ 1k*r ru׳s f ■1 licn Ik׳;1׳ ■,u!;,«■ gewesen wäre, auf die Aufnahme den Jldierhm und I IcbriB eben;11:1 Korrcs|K»mle11zs|n־ache im Intciv;::e der ru;v.i׳;ch-j(l־ »lisdu'H Bürger diesaeita mul jereeeiin der Grenze zu dringen, Nadi einer Meldung de» ״Jüd»; eben Prcßbüros in Stockholm“ ist mmmchr in der gcniiieliteu ru-sischdeiitsichcn Poet- und Telcgraphenkoimniraloii diese Frage von neuem aiifgetaudit. In der Ateldimg heißt es: ״Die russische Ikfegation forderte dk׳ Zulassung sämtlicher Sprachen, während die deutschen Vertreter daran! hinwiescu, daß Deutschland als kricgfül1rc11»lc8!.and tlie Zensur nicht entbehren und infolge Mangels an Zensoren den Postverkehr in lettischer, cslhiiischer, litauischer imii jidlsclier Sprache nicht zulassen könne. Nach einiget־ Zeit änderten die deutschen Vertreter ihren Standpunkt mul erklärten sich für die Zulassung der lettischen, litauischen und esthnischen Sprache, bestanden aber auf den! Ausschluß der jidisehen, und zwar mit der Begründung; ״Es gibt keine Möglichkeit, Uebersctzcr zu finden.“ lnlolge dieser Erklärung verlief die Sitzung sehr stürmisch. Zum Schlüsse erklärte die russische Delegation, daß entweder sämtliche in Rede stehenden vier Sprachen otlcr keine von ihnen ztigclassen wcrckn solle. Die deutsche Regierung setz.t ihre Bemühungen fort, die Regelung auf der von ihr vorgesclilagenen Grundlage zu treffen, die rassische Delegation bcharrt jedoch uncrschütterlich auf ihrem Standpunkt.“ Wir können uns nicht denken, daß die deutsche Delegation tief Kommission auf diesem Standpunkt verharren wird. Denn cs kann ihr doch nicht unbekannt sein, daß es in Deutschland genügend Leute gibt, die des Jidischeu und Hebräischen mächtig sind. Bcsonders auffallend kt der Standpunkt der deutschen De|cgation schon »leshalb, •weil sie ja wissen müßte, daß in den besetzte» Gebieten bereits seit Jahren Zensoren au« Deutschland für die;Mische und hebriäscha Spraclic fuagierc». ״Lästige Frctiida‘* Antisemitismus £9 Usgarn. — Ticra und WecEcrlc gegen di« gr.Bziaclien FUichtRnfc. — Der Verrat der JIdischcn Aesiniltaatc». Bd Bmlmig des MllitiirvcrortfmtugRge’et/cs j» migail :chi'ii Pai lmunit kam es zu Huer imvorhergem׳l1i-m׳n JmlcnrtrlmUe, bei der Graf l'laza »lie »mgarijiiiieii jinh'11 *uf eine eigentümliche Weise gegen aiitisemitisehe UeKcliiildl'ftmgen ,!in Schutz nahm“. Er wie# darauf hin, »laß die Jm'ett geratle in denjenigen Berufen besonders »tark vertreten seien, bei denen durch die Kricgsverhällnisse Vergehen besonders häufig Vorkommen. Dann fuhr Tiszn fort: ,!Wir stehen unletigbnr ifcr Gefahr gegciitiber, »laß die berecldigto Entiilsluiig »ml Verblftcrnng, die gegen diese Handfnugen und gegen diejenigen, die nie begehen, herrschen, einen konfessionellen Charakter aiiiuhmeu. Gegen diese Art muß jedermann Stellung nehmen und jeder ankänipfeii. Wir imlssen das Volk Aufklärer., darin Literarische /4ittdI11!1g lu »len! unter clor Leitung von David Frischmann »1eh«׳mh׳n inid von A, J, Stibel Ix'giihuleten Verlag ״S i f r 111 li.iol.nii“. der sich mit der Ileramgnbe von hebrähclie» I /cberrefzimgeit von Werken der Weltliteratur befaßt, befimltn sich, wie die im s:feichcii Verlag erscheLnemlc VkTteljahrr.schrift ״Hutekufa“ itnkiimligt, bereits folgemle Debersetzungen in» Druck; Leo Tolstoi, Anim Kareniua (über-et/t Von J, A. Triwnse.ii); Anton '1'schecho vz: drei Schvvc- :׳lern (iibiT.et/.t von Ch. •י. Be 1»- A b r a 111); Maurice Mncterlink: ״Monim Vamia“ nuul ״Nonne B.v .iee“ (benfe ülnTselzt von A, S i c i 11 m n 1111), Außer diesen siuil folgfiid»: I leben etzmignweik«* her« ihn druckreif: Leo Tolstoi; Ghndschi Murat uiu! Puschkin: Diamalische Dichtungen (übenetzt von D. Sühimonow i S; 'rurgenjew; ״Koilin" und ״Rauch"’ (L. Ghi! ,,» 11); D n s t o j e w s k v : ״Die Ei nietlrlgtcu uuti Beleidigleu'‘ (S t e i n m a 11 u); Oskar Wilde; ״׳Das Bildnis des Dodau Gray14 (Ta vv I o vv); Knut 1 i a 111 sn 11: ״Pan“ (G 1t a r i s m a 11). Zu Uel)c1\c!zunge11 in Auftrag;׳'cgelKn sind folg'eiiite Werk».•: Goethe: ״Faust“; Auatol France: ״Thais“; Oskar Wilde: ״De profimdis“ (Uebersetzer für diese drei ,Werke: David F r i s c h 111 a!1 n); Georg Rodenbach: ״Das tote Brügge“; Hcinricl» Heine: Le Grand, Bekenntnisse, I lar/rcisf, Reisebilder; August St rindberg: Die Beichte eines Toren; Emil Zola: Gcrminal, Schöpfung, Le »lebaclc; Henrik Ibsen: Brand (Jakob rieh'- 111 a 1111), Peer Gynt, Wenn wir Toten erwachen (Ucber- I larzreise, Reisebilder; August Strindberg: Die Tolstoi: Die Kosaken, Krieg und Frieden, Aufcrsielmiic׳; A ״ akrcon: Gedichte (Saul Tschcrnic ho w s k i); Dos to je ws k i: Die B frier Karämasow; Charles Dickens: David Copperfield; Gustav F laubert: Frau Bovari; Tur;־׳enjew: Die erste l.i, i).•; Tscbechow: Er/iihhtngcn; A. Va 111 b«5 ry: Meine Biographie: A, Micktewicz: Pan Thaddäus; Sfanislaw Przcbyszcwsky: KrÜiken, Der Schnee; Georg Brandes: Ferdinand Lassale, BcaconsMchl, Shakes|K.nre; Lc rmontow: Ein I leid »unserer Zeit; Romain Ho I:»n tl; Jean Christophe. Mit der UcbcrrcT/.ung dieser Werke wurden außer »Jeu Genannten u<xl» beauftragt: M. R u b i n 9 o h 11, M. Be u Fliese r, •N, G r ü 11 b 1 a 11" M. L. L :1 s e b uck, J. L i clit e 11 baum, Dr. A׳ Eric d m a 1111, Jt Ch. J e w i 11 u. a. nidit konfessionelle »)der Rassensymptome zu «f־ blicken. An dieser Arbeit muß »ki« Judentum seinen werktätigen Anteil nehmen." ״Im Kamp gegen ü״» Anlir.cmill.aiitia muß un« ziinilehst das Judentum zu Hilfe eilen . . tlraf Tisz.a wünseht, »laß uic Ke* glmmg Maßnahineu treffe, »laniit «lie Ihhörilcn bet Anweniluug der Vcrordimngen bdrelfcnd die Pretslreibcrel sich gewöhnen, h ö 11 c r e Gc Ids t r a f e 11 z u v erordnen. Ferner müssen sowohl dk• bürgerlichen wie die Militärbehörden dafür sorgen, daß ״die Verkehrtbeiten bd den Enthebungen auf d;13 Minimum rcduziert werden.“ ״Werden auf diesem Gebiete die notwendigen Schritte getan utul werden na ment'ich die Juden uns zu Hilfe kommen, damit die Erlässe auf das strengste cingehalten werden, so werden wir Imstände sein, mit vereinter Kraft der Gciahr de« Antiscmttisnnia zu begegnen.” Dazu bemerkt die Wiener ,,Jüdische Zeitung' :;,Man muß wirklidi über die Naivität des Grafen Tiszn staunen. Er meint, dal! »lie Judenfrage «in Probien» der Judikatur ist und daß der Antisemitismus durch 1'Klmmistrntive Maßnahmen, und zwar notabene gegen die Juden, beseitigt werden konnte. Der Antisemitismus soll also bekämpft werden, indem er von• der Behörde offiziell akzeptiert wird. Irnplicite ist damit gesagt, daß die Juden gegenwärtig gar gewisse Begünstigungen genießen und schonender behandelt werden, was in Hinkunft vermieden werden soll. Dazu soll das Judentum helfen.“ Ministerpräsident W c k c r I c versicherte in der gleichen Sitzung, bezüglich des Antisemitismus mit Tisza gleicher Meinung zu sein, und leistete sich im Laufe seiner Rede folgende’ Acuficrung: ״Man spricht immer \vic»Icr von den Galiziancrn und man schätzt ihre Zahl in Budapest auf 70— 80 000. . . Diese ״lästigen Fremden" werden so bald a'a möglich nach Hause geschickt werden. Id» gehe noch weiter: Eg werden alle Maßnahmen getroffen werden, um die erzielten Gewinne dieser Leute besonders zu besteuern." Dazu schreibt die ״Wiener Morgcnzcitung“ vom 9, Anglist: ״Lästige Fremde!“ Wir werden zu unsere» Gräbern zuriiekkebren, die wir unter den Ruinen Galiziens zurück-gelassen haben, zu tPen verwüsteten Städten und Städtchen, «Jic wir dein Staate zu lieb verlassen mußten um) werden von unserer Wanderschaft diesen Namen mit nach Hause bringen, der ein ewiges Andenken für »lie Art sein wird, mit »1er der ungarische Minister- Präsident mit den Staatsbürgern abgerechnet hat, die um «Ics Staates willen heimatlos geworden und um ein Stück Brot nneli Ungarn gekommen waren.“ Für den «ehnrfen aalisemlthnheii Kur« In Oecter* lelcli und Ungarn äußerst eliaraklcribtHch ist ein Aufsalz 111 «ler ״R e i c 11 s po s t“, der für die Ueberbrtiekung der inncrpolitischen Reibungen zwischen Oesterreich und Ungarn ein wirksames Mittel kennt: die gc- )»!einsame Bekämpfung des gemeinsamen Feindes, »ler Ji► den. ״Man hört,“ so schreibt die Rciclispost, ״drüben jetzt jene Sprache reden, die uns ans »ler Zeit d»r H׳ cl blute Eindruck er- •»׳,; ein des Tis■ des vertraut ist, jene Spraclic, die Brücken schlägt über die ()*äben nalionaler und staatlicher Grenzen. I» der gemeinsamen Abwehr einer gemein• samen Gefahr werden wir einander besser kernen und verstehen lernen. Es ist Arbeit für »kn pulltischen und nationalen Frieden, für die Volksvcrsohnung, die da geleistet wird.“ Einen geradezu niederschmetternde״ hält man von der ilallung des u n g a r»j c 11 e n s in! 11a t io 11»j ude n t um 8 gegenüber diesen halligen antisemitischen, Aeuflenuigeii. So nimmt jüdischer ungarischer AssimiLint in einen» Aufsatz: ״Neuen Pc st er Journals“ die Auffordetirng zas, daß das Judentum •elbst an der Wirksamkeit Antisemitismus mithelfen soll, freudig auf und erklärt ״Die ungarischen Staatsbürger jüdischer Konfcssior waren, wie sie es immer gewesen simf, er•״ Ungarr und daun Juden, und «je wünschen «» am ichn ichskn daß ihr reines IJngartiini von allem fremden j ü «ii $ c 11 e 11 Einschlag e 11 e b a 1 d i g s t ge■ s .111 ׳ bert werde. Man schaffe die cingewanderten gahmcheit Kriegs parasiten über die Grenze, um «he Bilanz der kriegswirbxhaftlichen Kriminalität wird zu giuiMcn «ler ungarischen Judenschnft um eine aus׳ sclilaggebende Laslenpost verbessert werden. Unser«. Judeiischaft weiß sielt mit dem. Ungartuu» so eins im t uhlcn, Denken und Streben, daß ein Antisemitismus m diesen Landen keine Berechtigung und auch keinen Boden haben kann.“ In ähnlichem Stil ist ein Leit• arhkcl im ״Pc st er Lloyd“ gehalten, der ebenstammt, ““ ־11*8"^״״iMschen Asaimilationskrcisen 1 D״ , unß?ri!chf Assimilation scheint sich mit dem Ruhme bedecket» zu wollen, das jüdisihe Volk, ■ 2“ 3 i״״ Luntlcm c1ncn schweren Kampf um «seine Existenz fuhrt, seinen Feinden verräterisch auszuliefem. Der Verband der einheimischen hat an das r umanischc Paria ,״ e n t VOr de beratung des Judcngcselz.es eine Eingabe - Aumrl't 240 i״,ßabC, VVirJ bct0"^ ‘J״« schon׳ August!879 der damalige rumänische Minis Aeußercn Vasilc Boercscu eine Note an «li machte gerichtet hatte, in der er erklärte!\ia die Juden, »he nicht gleich die Einbüraer halte״ wurden, keine Fremden bleibe» Ä “ f! N־Un^'n feierlich abg'e• Vcipfhchtung seien die rumänischen Juden S!n

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