Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIII (1918)
- Issue
- Heft 34 (23.8.1918)
- Date
- 1918-08-23
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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rate ld.een zur Oel tun!' kommen 7.u lasse«, ich meine natürlich — 60 fügte *kr Generalsekretär bei — liberal hier nicht in gutem Sinne. Der polnische Staat politischem, freigeistigem Sinne. Der polnische Staat muh vor allein tolerant sein und darf nicht von vornherein alle Missetaten *len Juden anhängen. Aber darüber ist kein Zweifel: Die großen öffentlichen Verbrechendes W u ch ers und der Prostit utiou sind nicht zum mindesten auf das Konto der Juden zu setzen. Ich spreche natürlieh immer von den Juden in Polen und Rußland, fünfte der Generalsekretär bei, um dann fort/.ufahren: Ich habe die teste Ucbcr/eugtmg, daß cs mit der^ Zeit besser wird, wenn die Juden einmal eine gute Scluiic und eine gute Bildung genießen; aber bis dahin muß m an sich vor i h 1!e 11 schützen. Moralisch sind sic sehr zu r ü cl; g c ko m m c!1, und viel Unglück bringen sie in das Land. Ich bin gewiß kein Antisemit und will dem Antisemitismus mellt das Wort reden; jeder Pole aber, der für das Wohl um das Vaterland besorgt ist und besorgt sein muß, muß *׳s vor gewissen Einflüssen zu schützen suchen.“ (Verg ]*•: •he zu diesen Aeußermigen Climeluicki» unsere* Leitartikel und den folgenden Aufsatz.) * Nach Mitteilung des polnischen Ministers des Innern au die Staatsratsabgeordneten E i g e r und W c i ß b I a 11 wird die Rückkehr der Auswanderer nach Polen an zwei Bedingungen geknüpft, 1. an die h' e n n 1111 s der polnischen S p r a c 11 e, 2. an die dauernde Ansässigkeit in Polen. Der Warsdiaucr ״Moment“ schreibt dazu im Hinblick auf die zurückkehrenden Juden: ״Wie kann inan von Nichtpolcn verlange.1, daß sie polnisch sprechen können? Was würden zum Beispiel die Polen sagen, wenn die deutsche Regierung׳ befohlen hätte, die deutschen Bürger!Klinischer Nationalität in der deutschen Sprache zu prüfen, wenn sie heimkehren wollen? Das ist nicht nur ungerecht, 6011־ dem auch unlogisch. Als die Juden, die jetzt zurückkehren wollen, in Polen wohnten, gab es keinen polnischen Staat, also hatten die Nichtpolen damals auch nicht die Pflicht, ja nicht einmal die Möglichkeit, polnisch zu lernen, besonders da die zaiische Regierung das einfach zu verhindern suchte. Auch was den zweiten Punkt betrifft, ist es schwer, durch Papiere nadi/.uweisen, *laß man dauernd in Polen gewohnt hat, da dies auf den russischen Pässen nicht unbedingt vermerkt ist. Man hat Jahrhundertelang in Warschau wohnen und dem Paß nach Bürger irgendeiner beliebigen russischen Stadt sein können, wo der Großvater einmal geboren war. Wenn also die Rückkehr nach Polen mir ständigen Einwohnern des Landes gestattet ist, so darf man sich hierbei nicht nach Sprache und Paß richten, sondern muß auch andere Dokumente, towie ZeiiguisaussagcB gelten lassen.“ * Dem Bericht eines Vertrauensmannes über die Lage der Flüchtlinge in Rowno entnehmen wir folgendes: ״Ich traf dort ein Hundert jüdischer Flüchtlinge, die auf dem Wege nach Polen, und Litauen waren und die man in Rowno zurücklüilt. Viele von ihnen befinden sich dort seit einem Monat und sogar länger. Wegen Mangels an freien Wohnungen treiben sie sich in den Synagogen und verschiedenen Schlupfwinkeln unter den schrecklichsten Verlvältnissen herum, wobei ein größerer Teil von ihnen s«r;r:cl״ j;\ Tz •’■'•!TI *“;׳ ‘,"’r preiagegeben ist. Lei ihre;! 1ä,׳,’.:c’; •u L "!"-י;־•׳ L׳ •* s;־׳r polnische« Delegation, die 0.0 11;rg ocr Rückwandcraiigelegenkcilcn in >T׳n 11.״auj.׳n iiat^eiiiaocn die JuiJen die 11öhui:;che Erklärung: <>*■1!׳^v/‘n“ ^c;;! halb nicht diirdigtlas 1011, weil du Cuatn Beißt,!Rae und beklag(; dich vor deinem Trotzki.“ ״Reic.'t nach euerem Palästina!“ Dies ,sind die Antworten, welche wie im Laufe Von drei Jahren gequälten und mit heißer Sehiisneat zu ihren Familien zuiiickidrebcu.!;׳:! Menschen *׳malten. Es «inil auch viele Kriegsbeschädigte zurück,־ju!nlten worden. So z. B. wurde aus einer Zahl von 25. Kriegsbeschädigten, die ans Kiuachfc mit einem gemeinschaftliehen Reiseseheiu ankamen, eia Jude ausgeschlossen und in Rowno ziirückgehalien. Nachdem ich den Kommismr der polnischen D, 1cgation, den deutschen Kommandanten für Rückwandererangelegenheiteii, den Vorsteher dei litauischen und ukraiiiisch-chohuer Komitees besucht batte, trat *las Bild der neuen Jndenhdze klar zutage. Die Rückkehr der Juden «ach Polen v/ird von der polniycUeu 1)e 1 egation verboten; dh׳.)״ Delegation ist mit Vollmachten der ]Kflnl :che» Regierung tätig und besitzt hinsichtlich der jüdls'.dieu Rückwanderer da• volle Vertraue« sowie die Blllig u 11 g der letztere n. Audi wird von der deutschen Bcliörde gege» diese Tätigkeit kein ßiisprndi oiiobca.“ Sehr oft haben wir in diesem Krieg die traurige Erfahrung gemacht, daß eich deutsche Politiker in der Beurteilung auswärtiger!»olitischer Verhältnisse, wenn dabei die Judenfrage eine Rolle epiclt, von ihren nntiscmitisclieii Instinkten leiten lassen und den maßgebenden deutschen Stell •1t ihre eigene judcufcindlichc Oricutieruiig als *!io der ״tatsächlichen Lage“ cm nächsten kommende .׳urf/udrängen versuchen. D!bei kommt es diesen Politikern keineswegs darauf an, ob ihre Dar- Stellung in der Wirklichkeit Anhaltspunkte hat — wenn sie dabei nur die ersehnte Gelegenheit haben, in einer scheinbar objektiven Form ihr antisemitisches Mütchen zu kühlen. Nur allzu deutlich zeigt sieh in der Art ihrer Beweisführung, daß sic mit ihres Ratschlägen und Oi'icntienuigsversiichen nur den eines Zweck verfolgen: dem Judentum, gleichsam unbeabsichtigt, erneu Schlag zu vcrsclzcn In zwei Dokumenten aus den letzten Tages tritt diese Art deutscher Au«lauds־politilc besonders kraß in die Erscheinmig. Im Berliner roten ״Tag“ vom 6. August will Dr. E. Jenny in längeren Ausführungen, ״Das Jude nt um in der Ukraine“ überschricbcn, ecinc Diese beweisen, daß die •deutsche Auslandspolitik mit dem russischen Judentum im allgemeinen und dem ukrainischen im besonderes als mit ihrem ״cingeflclschteil Feind“ rechnen muß, ״will sie anders nicht den übelsten Fehlrechnungcn verfallen“. Die Gründe, die Dr. Jenny für eine solche Anschauung geltend macht, sind dem bekannten antisemitischen Jargon catnommen. Erstens seien die Juden als die Führer und ״Hetzer“ der Revolution einem ״verbissenen“ Radikalismus verfallen and würden, gleich allen russischen Radikalen das Deutschtum als ״reaktionären Popanz“ hinstelleu (dem Verfasser hätte cs doch auffallen müssen, daß er sich mit dieser Argumentation selbst widerlegt, indem er konstatiert, daß die ״rückschrittlichen Gewallen“, v/ic er sie nennt, allen radikalen Ek׳mentcr. Rußlands — bloß Rußlands? — verhaßt cindg ,% zweite Quelle des DcuUchcnliasses Rer ukrainische 11 Ju*!*.-!, gibt er — ebenfalls nach bekanntem .inliscniiiUcliei [ Rezept — die ״groben Gewinne“ an, die *lic Juden ia ' Rußland gemacht hätten. Die Ausrichten auf ״menopo!. artig sehrankerilosc Ausbeutung“ ließen das ukrainische Judentum mit aller Macht zur Wiedervereinigung «j! Rußland Stadien und *lie iikrainiselie ikvöllwrimj gegen einen eigenen Ukrainerstaat, wie ihn D utsdila!1d wünscht, aufhetzen. ״Man will wieder ins Geschält wo es am üj)pigstcn zu werden verspricht.“ Ein dritte! Motiv ist nach Jenny *lie ״Scheu vor der strenge» Ordnung, die der Deutsche ins Land bringt“. Beweis; Der Jude ״zieht seinen Vorteil aus dem Unheil des Lander,, war mau so im Trüben {Rehen nennt“. Selbst nach den Pogromen gelüste es die Juden, da dies« ״k'tzlich dein Judentum zum Gewinn answ-hlügcn, da das geraubte Gut zu Spottpreisen in die Kanäle des jüdischen I k'blcrhandels läuft“. I lerr Jenny ist sehr schlecht orientiert. Sonst müßte er wirken, daß eigentümlicherweise die Jmlcnpognmie in *1er Ukraine gerade w,ährend der Okkupationszeit fipplg ins Kraut geschossen sind, so daß die ukrainische* Jude» nach seiner Theorie mit der Okkupation ganz z!j. frieden hätten sein können. Aber Svas verschlägt'«? Wc»s nur *lie antisemitische Perversität auf ihre Rechnung kommt. Wenn wir cs für lohnend hielten, den Verfasser von seinem Irrtum abzubringen, so müßten wir ihn über manches aufklären. Z. B. darüber, daß es kein Wunder wäre, wenn die Juden der Ukraine den “Deutsdiei gegenüber eine etwas vorsichtigere Haltung eiiinelmit* würden. Denn das ukrainische Judentum müßte ja mit Blindheit geschlagen sein, wenn cs die Gleichzeitigkeit des Einmarsches der Deutschen in die Ukraine und die Zurückziehung der bereits den nationalen Minderlitit« des Landes gewährten Autonomien, den Sturz, der natio• nalen Ministerien und die Verhinderung der Tätigk'it des 'Jüdischen Nationalrates für einen bloßen Zuial hielte. Tatsache aber ist, daß die ukrainischen Jude* den Deutschen gegenüber sich nicht mehr und nicht weniger feindlich verhalten als alle übrigen Bevölkerung*- teile des Landes. Und cs ist eine Unwahrheit, wenn Jenny behauptet, daß der ukrainische Jude ״dem D.׳ut- *dien bis zum äußersten feindselig gesinnt und da! widerspenstigste Element und der hitzigste Wühler w der Ukraine gegen den deutschen Einfluß“ ist. De» Gipfel des Lächerlichen aber bedeutet es, wen* der Verfasser ain Schluß seiner Ausführungen drn Versudi macht, seine antisemitischen Motive mit der öcmerkung zu beschönigen, daß er nicht gegen die Jaden im allgemeinen zu Felde ziehe, seine Meinungen als® nichts mit Antisemitismus zu tun hätten, sondern de* ״rein örtlichen Verhältnissen erwachsen“ seien. Diese verschämte Art des Antisemitismus, *lie eine bequeme Einteilung der Juden in brave und böse vornimmt, fet längst aus *len Waffengänge« der Judenfeinde bekannt und verfängt nidit mehr. In *1er gleichen Weise glaubt ein in der politisdic* Rundschau der Berliner ״Grenzwarte“ vom 14 Juli gegen die rumänischen Juden erschienener Aufsatz, sich vom Vorwurf des Antisemitismus reinzuwaschen. Auch er spricht von den ״für die Beurteilung allein maßgebenden örtlichen besonder» Verhältnissen" und auch er gibt sich den Auschet*, als ob sein Urteil gegen die rumänischen Jude«, II :1 y * \ i. \ \ Eine all£caeine jüdische Gesellschaft zur wissenschaftlich«! Erforschung Palästinas Im Anschluß an den in unserer heutigen Numnie!׳ veröffentlichten Bericht über die Gründung eines ״jüdischen Vereins zur Erfor- 6 c h u 11 g P a I ä s t i 11 a s“ in Warschau sandte uns Herr Dr. Gurt Nawratzki, einer der Mit begründer dieses Vereins, die folgenden Ausführungen ein. Im Hinblick auf «lie künftige« praktische* großen Aufgaben in Palästina ist eine genaue Kenntnis des Landes unbedingt erforderlich, um in der Praxis Fehler zu vermeiden. Gerade in, jüdischen Kreisen ist bisher das Studium *1er Verhältnisse Palästinas, seiner landcsgeographischen, wirtschaftlichen, technischen, liygicnisciien Bevölkerung■)‘Verhältnisse usw. 6ehr vernachlässig! worden, fm Gegensatz hierzu war in nichtjüdischen Kreisen oft eine größere und eingehendere Kenntnis Palästinas zu beobachten, die besonders durch die verschiedenen niclit-jikiisdicn Forschungsgesell- Schäften vermittelt wurde. Besonders wichtig für die Erforschung Palästinas waren zwei Vereinigungen, die seit 30 rc3׳p. 40 Jahren schon bestehen und unter Berücksichtigung aller wissenschaftlichen Disziplinen Land und Leute zu crforsdien suchten: der ״Palestine Exploration Fund“ in London imd der ״Deutsche Palästina-Verein“ in Berlin. Auch in Paris, Petersburg, Jerusalem, Newyork bestanden;ihn-!kV״• Gesellschaften, deren Publikationen aber mehr speziL'ücreu Forschungen dienten. Dem konnte leider von jüdischer Seile bisher nichts Eigenes entgegeiigestcllt werden, wenn man von kleineren Versuchen absieht. Es erscheint aber gerade Pflicht und Aufgabe der Juden 7.11 sein, die wissenschaftliche Erschließung Palästinas mit zu fördern, außerdem hätte die, flie ■praktische Bedeutung, ('aß die wirtschaftliche Erschließung des Landes indirekt lue 1 von Nutzen zöge. Einige kurze Beispiele mögen dies zeigen: Auf kartographischem Gebiet beispielsweise bcstande;1 bisher nur die vor zirka 40 Jahren von der e:mhseiieu Gesellschaft durcbgdührten Spczialautnahmcn, die tur das WcMjordaniand allein 26 Blätter umfaßten und die als Ergänzung hierzu von der deutschen Gesellschaft in dem gleichen Maßstab diirchgciührtc Landesaufnahme Ostjonlanieirs, von der bis zum Kriege '4 Blätter erschienen waren. Fine eigene kartograpliBdto Aufnahme von jüdischer Seite, über dem! Wichtigkeit Wohl nicht gcsprochcii werden braucht, existierte bisher nicht. Ebenso gering war unsere Tätigkeit, die Kenntnis der Laiidcsverhältui.-sc, z. B. in Bezug auf Bodenqualität. Anbaufäliigkeil, Wasservcrhällnissc, Miueralscbiitze, Bevöfkeningsdichtc usw. zu fördern. Wie wichtig derartige langjährige wissenschaftliche Untersuchungen sind, dürfte ein Beispiel zeigen: Die in Palästina in Zukunft notwendigen großzügigen Bewässerungsanlagen mittelst Uebcrstammg von Flüssen können erst dann durrfigeführt werden, wenn eine mehrjährige genaue Beobachtim;׳; der Was;erst» nd.-iverliältiii.sse in . verschiedenen Monaten mit *len gerade hier großen monatlichen Schwankungen dnrdigeführt worden Id, Vorher können kaum zuverl.'isdg'e Projekte (iiisgearbcitct werde«, Bisher wissen wir über dieses Gebiet 1:0 gut wie nichts. Die wissenschaftliche Erforschung Palästinas dürfte also eine weitgehende Grundlage auch für die praktische Betätigung bilden. •Uin eine Krä 1'tezmplitterung zu vermeiden, ist es wünschenswert, daß in Wie» in Betracht kommenden Ländern gleiche Organisationen gegründet werden, die das wissen;׳,äluftHclie Material miteinander austniisdicn resp. *lie Arbeitsverteilung fesllcgcn und spezielle Aufgaben zur Untersuchung stellen, Vor allem wäre die Hcran/iduing der vi!׳Lm jüdischen Akademiker wünschenswert, *lie statt der fib'ic'Uun Dok’.oraibcite» auf die> vorhandenen Probleme des 'noch unerforschten Palästina!» von dieser Gesellschaft Iiingevucaca werden sollen. Die wissenschaftlichen Sektionen tollen folgendes un!f:!!;sc11: 1. Geographie, 2. Geologie, 3. Klima, 4. Pflanzenwelt, 5. Tierweil, 6. WasiervcrhäHni-ae, 7 :Boden- Verhältnisse, 8. Kartographie, *). Landwirt: clmft, 10. Gewerbe und Industrie, 11. Handel und Verkehr, 12, Ver- Wallung, Rechtsprechung und Steuern, 13. Fr,׳Gene, 14 ' BevöiUerimgsfragcu, lä.^Gesdiichic, 16. Sprachliches, 17. Archäologie. Du: ücsdRehafi Bott «,■:;׳,li Möglichkeit Pu.u’.kationcn veröffentlichen und eine cinSieLileiic IT.kr.eiLEaia dreisprachig herausgeben, ferner eine möglichst komplette PalästinabibHothck schaffen und dafür sorgen, daß 1» Palästina selbst eine möglichst vollständige Sammlung sämtlicher auf Palästina bezug nehmender Bücher mul Biblioiheke» (Karten und Bilder) ziisammcngchracht wird, und drittens ein Bilder- und Lichtbilder,archiv anlegc*, das möglichst alle in Privatbesitz hoiimlliclie Patä■;tina• bilder umfaßt, neben anderen Aufgaben, die altmählici übernommen werden können. Dr. Curt Nawratzki, Eise Pallitiaazeifsclirifi in Rußland Wir haben vor kurzem über die VorbereitunRe* der Palästinnarbcit in Rußland und über den IlcschiuB der Petrograder Gesellschaft ״Die ökonomische W j cd c rg c b u rt“,ei11e Monatsschrift unter dem N'*־ men ״Erez Israel“ in russischer Sprache erscluune« zu lassen, berichtet. Das Journal, von de» bereit» einige Nummern erschienen «ind, wird von der genannten Petrograder und vo* der palästinensischen technischen Ge* Bellschaft in Moskau herauxgrgcben. Als Pn>f gramm des Journals wird die Belcuciitung der Öko• 11 o 111 i s c h e n und technischen P r o b 1 c in c der Wiedergeburt eines jüdischen Palästinas bezeichnet. An erster Steile bringt eines der 1 leite das im i'cbruir 1918 erstattete Referat von B. A. Goldberg über die Industrie Palästinas und die Perspektiven ihrer Entwicklung zum ׳Abdruck. Der Verfasser gibt eine systematische Ucbcrsicht der Industrie in Pa־ Läsiina und eine Erläuterung der wichtigsten Momente der einzelnen Berufszweige. Es werden die Oclprcsscrci, Seifensiederei, der Maschinenbau, der Mühkubelricb timt die Typographie behandelt. Goldherg bcspricht ferner «lie Ausnutzung der Mineralwasser und des künstlichen Eises und die Kistcniiidustrie. Eine große Zukunft!sieht der Autor für die Frciiideniiidustrie: Pa־ kistina ist das zukünftige Land der Touristen. Zum Schluß entwickelt Goldberg das Programm der Gesellschaft ״Di c ökonomische Wied erg«* burt“, die folgenden Gebieten ihre Aufmerksamkeit widmen will: 1. die. Irrigation und Trocknung sumpfiger