Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIII (1918)
- Issue
- Heft 33 (16.8.1918)
- Date
- 1918-08-16
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2651273-2652077-2652109--11697-2669248- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
,,«"**ו Nr. 33 JUED1SC1; Y't 1 i I.J. /4 U i*p 2ST ln •!, 15! ־>« rd W' >i 1c i - ' n :1 c i e r: in 11■■ Ci: in Ho׳ tei i־.־■ n 1• mit •cm der 11 gC Re- :'opa ende;0 in Oiäuiens im Juni lU's cu eißenen f linier• fou r! »tisd!;־n vunsdi. Ort \ :! Quelle r, iniili 6 I leim• iml Sic diese eiben.“ eitcr ünerixa disehen ie fiili■ iliisiinats des oll das IC» Ar• r ■ Kd- D|V'- E 11R• leit des L o 11 cn Areii-Zwi, 1 I’oaieiun ver• •11:1 '..־;i »rl. br an die stischcn g, re dijüdisclic!disciitii in und ,aläsiiiui Lomk״׳ G'isic idisc'ier cn und Bener der i m s k v Morris alc-Zion ipfingcn ersltät ird aus stein- יייו: Nit gröi’cff '11יי'׳’ er iialinu'ii י1■;;״I t ־י!'(.; ■!; ’ Sc■:'1 A•" Handel, Industrie und Landwirtschaft in Palästina zu j stärken. Die Büros werden die Aufgabe haben, die i;csln׳bu״ge״ nach dieser Ridilung hin zu erleichtern, Auskünflc und Ratschläge zu erteilen, durch welche Mittel und Wege die kcminierzielle und industrielle Anniilicrimg an Aegypten mul huropa durchzufiihreu ist. Der Import von Warei» ist vorläufig noch mit ״(■wissen Schwierigkeiten verbunden, •aber cs sind Beniiilmngcn im Gange diese Fragen zu lösen. Jedermann, der ein Inieresse für die Zukunft des Landes hat, ״ird aiienipfnhlen, sich jetzt schon mit diesem Inior- 111,ilions-Büro in Verbindung zu setzen. In der midisten Zukunft werden in Kairo und Alexandrien P n 1 ii sti 11 a* A u s s t e 11 u n ge ״ arnnigHi't werden. 11s wird erwartet, daß die jüdiseben Kolonien!Muster ihrer Produkte zur Ausstellung schicken werde» “ Arabische Prcsscstiinmcn zur englischen Palästinadckl0ratl0n Das Kopcnhagcner Zionistisclie Büro berichtet: I )io a r a b i s e h e Presse in A e g y p t c n bcoduifiigt sich lebhaft mit der englischen Palästiuade- U.iration. Sämtliche großen Zeitungen beurteilen mit!'ribt mul Sachlichkeit die jhmi geschaffene Situation. Die in C.iiro erscheinend(• stark verbreitete Zeitung 11- 111״ a I i lM fragt: ,,. . . Was wird das Schicksal der 1!1 Palästina wohnenden Araber und Christen sein? Wird der Imlenstaat nicht ein Riß im Herzen der .!r. :ihiseheu Nation sein? Was wird uns diese Nachbarsollen wir nun dort unsere des ״Jcsclturuti“ ,1 und auf die als ״Hingeschau, das im Jiiliucft samfl“ veröffentlicht i lichkeit des Rabbiner Dr. Kolm und haiullung seiner politischen Gegner, der Orthodoxie angchüreu, ein charn wirf(: ״ ׳W a r s c h a u, den \>A. Juni W18. \ Persönlichdie Art der Beselbst wenn sic ,tcristiselies Licht 1111,' c Schaft bringen und wie eituesseii vertreten?“ Hierauf antwortet die andere große Zeitung ״E1 - M u k a t a 111": .Wir liabeu von einem Judenstaat nields zu befürchten. Mil der Erklärung llnglands, d;|ß die alte jüdische Hoffnung realisiert werden müsse, hat sie mir ein Recht anerkannt, das niemand den Juden iichmri! kann. Und in der Tat wird niemand dieses Reeld ihm 11 nehmen, so lange liiigknul zu Wasser und zu Lande herrschen wird. Hat nicht dieselbe britische Regierung, die für Freiheit und Recht kämpft, die deichen Rechte den Arabern in Arabien 'und den Armeniern in Armenien /»erkannt? Aber die klugen mul weitschaitcnden zionistischen Führer, wie /. B. l.ord Rothschild, haben es verstanden, auch für die interessen der Araber Sorge zu tragen und gute nach-, barlichc Beziehungen zwischen den beiden Völkern zu schaffen Wir müssen nur Garantien erhalte», daß weder Leidenschaften noch Mißgunst diese soziale Harnionie stören werden.“ Die Zeitung El-Aharain“ schreibt: ״Der Zionismus ist vom Stadium eines Ideals in das Gebiet der iiiteriiatiöna/eii Politik übergCgangen. Als englische Staatsmänner den so lange gehegten Wunsch des jüuischen Volkes erfüllten, haben sie die Juden zugleich aufgeklärt, daß es nunmehr ihre Aufgabe sei, mit iliren Nachbarn in Frieden und Harmonie zu leben, 11״mentlicl1 mit den Arabern und Armeniern, die in gleicher Weise unterdrückte Völker, von denselben Frciheitsidealen wie die Juden durchdrungen sind.“ Die große nationalistische Zeitung ״F. 1-Akbar“ meint: ״. . . . die Türkei und die Zentrnlmädite haben sich als unfähig erwiesen, den Zionismus zu realisieren . . . Unter der Herrschaft der Türken ist die alte Politik von divkle et impera geführt worden, um die gegen einander aufgehetzten Völker leichter unterdriieken zu können. Für die Völker von Syrien wird nunmehr eine neue Politik des Friedens, der Verständigung und der Harmonie beginnen.“ Das angesehene״ in Alexandrien erscheinende ara- »ische Journal ,,1:11 - A 111 r a in‘׳ bringt mit Genugtuung »nd Zustimmung das dem Journal gegebene Interview des alexmulrischen Oberrabbiners. Die Zeitung bctont die Erklärung des Oberrabbiners: ״. . . wir Juden erstreben Palästina weder zwecks Bereicherung, noch zwecks Vergrößerung unserer Macht. Beides läßt sich in der Diaspora leichter erreichen, als in Palästina. Wir streben nach dem Lande, weil unser Herz ihm gehört, weil Gott in uns den Willen gepflanzt hat, ihm in unserem heiligen Lande zu dienen und dort die Wege seiner Wahrheit 7.u ־verkünden“ Der Ueberfaü in Merckawja Aus Damaskus wird berichtet, daß die deutschen Militär- und Zivilbehörden sich wegen des Ueberfallcs die Kolonie Merchawja nachdrücklich im mtcresse der jüdischen Kolonisten bemühen. Es wäre sehr wünschenswert, wenn die türkischen Behörden zu energischem Einschreiten gegen die arabischen Räuber veranlaßt würden.! Rabbiner Dr. Pinchas Kohn und die deutsche Orthodoxie In den letzten Heften der orthodoxen Monatsschrift ur Lehre und Leben im Judentum ״Jeschurun“ der Zeitschrift, Herr Dozent Dr. ___ ׳ eine Aufsut/.seric über ״Zionism״s! Nationalismus und gesetzestreues Judentum“ ver- ,׳Ifentlicht, über dessen erste Teile wir bereits 1111 Leit- ׳'*flikcl von No. 8 dieses Jahrgangs berichten. Die Arbeit Dr. Wohlgemutbs, zu der wir eingehend Stellung nehmen werden, wenn sie vollständig vorlicgt, hatte bereits im ersten Teile seiner Arbeit au der Tätigkeit der beiden deutschen Rabbiner in Polen sdiarfe Kritik geübt. Der eine dieser beiden Rabbiner, Dr. Pinchas Kohn aus Ansbach, richtete daraufhin an den HerausiNbcr des ״JcBcliurun" das folgende Schreiben aus War- . ' LC״rc und Lebe 1« der Herausgeber J■ Wohlge in uth, dieses An I lernt Dozent Dr. W o h 1 g 1• 1111״ h Berlin, Artillcriestrnßc 31. Sehr geehrter Herr Redaktcurl Sie luhen vielleicht die Güte, in der nächsten Nnm mer Ihrer geschätzten Zeitschrift folgendes der OeflYntlichkeit pnitzutcilcn: Ich habe bereits beim Vorsitzenden des provisorischeu Komitees der Agudas-Jisroe! den Antrag gestellt, daß in allernächster Zeit eine öffentliche Versammlung stattiüidct, in der mir Gelegenheit gegeben wird, nicht mich zu rechtfertigen, sondern der deutsche» Ortliodoxie klarzulegen, in welche Situation sie ihre l'rinz.ipien bringt, wenn sie sich weiter in dem zionistisch• nationalistischen Fahrwasser bewegt. Ich werde daun auch die Gelegenheit wahniehmeu, um die Maske denen luTiuilerzureißeii, welche heute sieh in triefendem Pa* triotisiiins iib.erhieten und morgen einen halb verscli'imten Standpunkt einuelimen, indem nie sich1 selbst am krasresleii Lügen strafen. Bis nach Verlauf dieser Sitzung muß ich cs' ablehiicn, den Angriffen, die Sie in Ibfer Zeitschrift gegen mich erheben, zu erwidern, Deshalb für heute nur die kurze Bemerkung, daß ich weder Politiker noch Vcnvaliungsbe,unter bin. Sollten Sie es nun Irgend welchen Gründen ablelmen zu müssen glauben, diese Notiz zu veröffentlichen, wovon Sie mich, bitte, evtl, baldigst benachrichtigen wollen, so würde Ich versuchen müssen, dieselbe in irgend einer deutschen Tageszeitung der Oeffentlidikelt zu unterbreiten, ' In vorzüglicher I lorhnelituug ihr ergebenster Dr, P. Kolm.“ Bei ס(•» I rfah'i i'g'ii, <111• 111 -m mit Hctru Rabbiner Dr. Kolm gemacht hat, braucht es kaum wunder zu nchmen, daß er in dieser Zuschrift offen ableiignet, ein Politiker zu sein. Rabbiner Kolm sdieinl bereits sein Memorandum, das seinerzeit so ungeheueres Aufsehen erregt hat, vergessen zu haben. Dort heißt es bei Besprechung der einzelnen jüdischen Parteien in Polen: ״Die konservative Masse, bisher unpolitisch, nun durch mich politisiert und zwar im p ro po 111 is c 11 e 11 Sinne.“ Daß er im Falle der Verweigerung der Veröffentlichung seines Briefes, der gegen jüdische Persönlichkeiten die Beschuldigung der patriotischen Heuchelei erhebt, mit einer Vcröffentlicbuug in einer deutschen Tageszeitung droht, bestätigt nur aufs neue die Neigungen dieses Rabbiners. Dementsprechend bemerkt auch der Herausgeber des ״Je* scluiriin": ״Ich habe dies ״Eingesandt“ nufgenommen, weil ich auch den Schein vermeiden wollte, als ließe ich den Gegner nicht zu Worte kommen. Nach Ton und Inhalt richtet es sich selbst.“ Der Pfefferslraiidal im polnischen Staatsrat Von den sechs jüdischen Mitgliedern des polnischen Staatsrates sind bekanntlich nur drei gewählt oder von Körperschaften entsandt. Die anderen drei — der extreme Assimilant Eigcr und die Orthodoxen Rabbiner Perlmutter und Moses Pfeffer — sind von den Behörden nominiert. Die Wahl dieser ״Vertreter“, insbesondere des Herrn Pfeffer, der sich bisher auf politischein Gebiete nie betätigt batte!und der jüdischen Oeffentlichkcit völlig unbekannt war, schien vielen un• begreiflich. Insbesondere wuchs dieses Befremden nach der ersten Deklaration des Herrn Pfeffer, die er im Staatsrat im Namen der Orthodoxie verlesen hatte und in der kein Wort über die jüdischen nationalen Forderungen enthalten war, Mit Erstaunen stellte die Presse die Aclmlichkcit dieser orthodoxen Deklaration mit der assimilatorischen fest. In. der erniedrigenden Art, in der Herr Pfeffer seine polnische Treue und Untertänigkeit beteuerte, tauchte das alte Gespenst des polnischen ״Hof- Juden“ auf. Das Auftreten Pfeffcrs rief die Heiterkeit der antisemitischen und die Entrüstung der jüdischen Presse hervor. Der ״Vertreter“ von behördlicher Gnade schien sich aber von dieser Aufnahme seiner Rede in der Presse keineswegs betroffen zu fühlen. Das ״Jü- (lischt• Wort“, das von den deutschen Rabbinern C a r 1 e b a c h und Kohn geleitete Organ der ״Aguifoth- Hnorthodoxiin“ nahm ihn auf das wärmste in Schutz mul seihst der Rabbi von Gora-Knlivarin soll ilun ein Glückwunschschreiben für sein erstes ,.Auftreten gesandt haben. Wie dein mich sei, Pfeffer schien sieh mit dem Erfolge seines Debüt:•; nicht begnügen zu wollen und leistete sich in der Sitzung des Staatsratca vom 25. Juli eine Rede, die alles übcrf.tcigt, was bis jetzt In Polen au jüdischem Verrat׳ und sklavischer Unterwürfigkeit geleistet wurde, Auf der Tagesordnung Gand׳ die Frage der ßiljrc• meinen Bildung. Der jüdische Abgeordnete Prilutzky erwiderte dem Bildung:;׳!;.־!1,■,־.k'r, daß d;;:; von Ihm mit Recht verteidigte Gesetz den Fdm!.:w,׳.ng(r, für die Jft. dir,che Bevölkerung Unheil stifirn mü.::e, frila nicht gleichzeitig den Juden eine nMfonaIr Sehlde gewährt werde. Er wies auf &r» Beispiel der 'Del:ד.,־dien hin, die nur 4 0/0 der Bevölkerung auamachea und bereits eine Schule mit deutscher Uulcrrith׳. .;>r;,d.e zuerksnnt erhielten. Priluizky fragte, warum die’ jüdische J3evblkertiug, die I5°,'<! (h׳r Ges.anitbcvöikciiing da t l..n. Rechtes beraubt werden sollen. •iner Antwort des Ministers;1 f d!w.c berechtigte Frage des jüdischen Verhebrs v'״״aI'1’ Hans eine Erklärung des extremen Assiinilanä'ti Big יז• Priiiilzkv, der‘ eine Schule mit jüdischer UnterncnDspracht•‘verlange, habe kri'1 Rejif, im Namen de: p׳־luischen Gcmmtju Jcitbims zu sprccrcn. ״Polen kann nur ein Nn!i011nlsl.1.1׳l werden und darf kein Attentat aut d i e p o 111 i s c h c Kultur tolerieren . . Das ortliodoxe Judentum, da: 70 <׳> der jü li •clicn Bevölkerung verneint die Forderung Prilut/kys und er- Volksschule mit polnischer Unterrichtsaiismach . firebt eine;■hc “ sprncl Umsonst versuchte Prilutzky, das Haus darauf aufmerksam zu machen, daß Eigcr von niemand gewählt wurde und mir im Namen eines Häufleins a similiertef euer Juden sprechen kann. Der Debatte für geschlossen und Int und vom Volke losgcrh Vorsitzende erklärte die ging zur Tagesordnung über. ’Diese assimilatorische Erklärung׳ Ligen, die er Namen der Orthodoxie abgegeben bitte, zti vert.hligenr. wurde der Orthodoxe Pfeffer vorgeschickt, der seiner Kleidung und Sprache nach viel eher 1111 Anschein eines Vcrtieters der 70״',״ frommer Juden erwecken konnte als der völlig polonisierte Konsul Eigcr. Als im Verlauf der Sitzung׳ das Wohmmgsmieter- AIS llll vtlimu HU OH/Iiii;; *•■ייו w‘,*».י •v. r.ehiit/gcsct/ zur Sprache kam und l'rllutzky darauf aufmerksam machte, daß dieses Oeuu/.esprojekt viel mehr die luteres;en der Hnu^besiizcr als die der Wohmingsinietcr wahinchine, ergrifi Herr Pieifer das Wori zur Verteidigung des Gcset/csproicktcs gegen ״die bolschcwistischen Gelüste des Herrn Prilm/kv“ und bemit/te ״Wir froin- ,rilutzk'vs cn׳. wistis- -. die Gelegenheit, um auf die I).halte ül»er das Schul-, wesen /tiiüchzitkomntcn und die Partei des Herrn Eigcr zu ergreifen. Dabei erklärte er folgendes: meu Juden haben nichts mit den i'ordeiung gemein, Prilutzky möge uns von seiner Verteidigung verschonen, Seil Hunderten Von Jahren wohnen wir polnischen Juden ruhig und friedlich im lande. Seit die Herren• Prilutzky und Jn/kau (die Redakteure der jüdischen Tagcsprcssc) hierher gekommen sind, haben sie das Feuer des Natioualiuuu; eiUfacht, Wir frommen Juden erkennen diesen Nationalismus nicht an. Möge Herr Prilutzky in sein Nest zurückkehren, von dem er gekommen ist! Mein Großvater hatte Güter in Polen und lebte mit den polnischen Herren in Frieden, ich habe Güter in Polen um! ich hoffe, daß auch meine Kinder sic haben werden,“ Dieser zynische Verrat eines ״Vertreters“ der jüdisdicn Orthodoxie an den nationalen Forcier. n;en des polnischen Judentums, das offenkundige Zusammengehen mit der extremsten Abart der polnischen Assimilation, die unverschämte Einteilung der Juden in ״polnische“ und ״hergekommene“ und die krall-antisemitischcn Ausrufe, die den polnischen Boulevardblättern hätten entnomincn sein können, riefen die Einnistung der gcsamten jüdischen Oeffentlichkcit Warschaus und des ganzen Landes hervor. Eine Reibe von Gesellschaften faßten Protestresolutionen gegen die ״Agudath-Haorthodoxim“ und den von ihr inspirierten ״Vertreter“ und verlangten die Zurückziehung des Pfcfferschen Mandates sowie die Nicdcrlcgung seines Amtes. Das Zentralkomitee der Zionisten in Polen veröffentlicht in dieser Angelegenheit folgenden Aufruf: ״Brüder! Zusammen mit den alten Verrätern des jüdischen Volkes, Hand in Hand mit den Assiuiilatoren ist der ״Vertreter“ der ״Agutlath-Haorthodoxim“ gegen unsere nationalen Forderungen, gegen unsere jüdische Volksschule, gegen das heiligste Eigentum des jüdischen Geistes aufgetreten. Durch das jüngste Auftreten des orthodoxen ״Vertreters“ ist nunmehr die Maske von der angeblichen ״Thora-Treue“ gefallen und cs hat sich ihr wahres Gesicht gezeigt. Zu Schimpf und Schande w unle der bittere Kampf, ׳den das jüdische Volk besonders in Polen führt, und dies in einer Zeit, in der der Gedanke der jüdischen nationalen Gieichbercduigung {!ן der ganzen VLcIt reifer wird und in den Nachbarländern ' sogar verwirklicht werden soll. Stark und zahlreich sind noch die äußeren Gegner unserer gerechten Forderungen, aber nicht weniger gcfährhcli sind unsere inneren Feinde, die bereit sind das Fundament unserer nationalen Kultur zu zerstören, die goldenen Fäden unserer Vergangenheit zu zerreißen ״nd r(!cr Zwangsassimilation im Interesse eines kleinen Häufleins von Schmeichlern und Verrätern Hilfe zu leisten. Gefährlich sind die assimilatorischen thora-treuen Führer darum, weil sie die Dreistigkeit haben, im Namen der angeblichen ״Mehrheit“ des jüdischen Volkes in Polen zu sprechen, das nach ihren Versicherungen in einer fremden Kultur untergeben und auf seine eigene Volksschule ver/.lelitdit will, h Juden! Der gegenwärtige Augenblick fordert euch *Vertreter“11lut'*1.ל״ r:,'frcif0'\fB'Ken die unberufene״ ÄX־:' Jl־»l " "״°״,k'י■■״'•5 ״ ו׳י^". "■ fic Oeffentlichkcit wissen, daß das jüdische V<f *1 ״ «!c״ i״ Kinem Kampfe um die jüdische natiomtle Schule, um die jüdische Kultur, mn seine natio. nalcn Rechte einig ist. 81110 nutio- Bringet euere Proteste auf Versammln״! ״,•״״ Möge ein allgemeiner mächtiger Protestruf mchallct״ ״Nieder mit den Verrätern I Nlcdcf mit der Asslmilallonl“ D“ 2'״■«‘״'׳1״ll״ jta ״,«־»״!״״מ, ttwnlMlta,