Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1918-07-16 · Heft 30 (16.7.1918) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 30 (16.7.1918)
Date
1918-07-16
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2651273-2652077-2652106--11667-2669215
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

I V Seite 230 Ich bin überzeugt, daß neun Zehntel der Juden die Einbürgerung erhalten werden. Man kann aber nicht verlangen, daß die aus Galizien und Pod o 1 i e n vertriebenen Juden gleich falls Bürger werden. Wir haben von dort nicht die •Aufgeklärtesten und auch nicht die Gebildetsten bekommen, so daß sie nicht aufgcnoimnen werden können; ich finde im Allgemeinen einen großen Unterschied zwischen dem jüdischen Element in der Moldau und dem hier erzen genen. Beim allgemeinen Friedenskongreß wird die Judenfrage jedenfalls erweitert werden. Beim Ausarbeiten der Gesetzesvorlage werde ich Ihre Meinungen mit Wohlwollen prüfen, und so oft Sie mit mir sprechen wollen, werde ich Sie 'mit Vergnügen empfangen. Ich weiß daß ihr Verband die Mehrheit der im Lande befindlichen Juden vertritt und bin mit Vergnügen bere it, jederzeit midi mit Leuten zu unterhalten, die mit mir ernste Dinge zu besprechen wünschen. Die Gesetzesvorlagc wird im kommenden Parlament zur Diskussion gestellt werden, und ich hoffe, daß bis zur Konstituante im nächsten Herbst die Frage geregelt sein wird, so daß die Juden sich an den Wahlen für die Konstituante betdligen sollen. Ich glaube, daß die Juden ein gutes Element sind und mehr Lebhaftigkeit in das politisdie Leben des Landes bringen werden; im Bukarester Advokatenstand gibt cs hervorragende Advokaten, deren Namen mir zu Ohren gelangt sind und die sicherlich gut verwendbare Kräfte abgeben werden. Ich bin gegen die Juden, die sich in den Dienst der Deutschen gestellt haben, nicht aufgebracht, idt verstehe und entschuldige sie sogar. Idi weiß ganz gut, was die Juden während des Krieges in der Moldau zu erdulden hatten, ich weiß ganz gut, was Oberst Morugi in Bcssarabicn treibt, wo die von mir angeordneten Untersuchungen regelmäßig hintertrieben werden und wo ich genötigt bin, um eine streu: fe Untersuchung durch/.ufüliren, von hier aus anzugeben, welcher General damit betraut werden soll. Letztens war ich genötigt, strengstens einzuschrciten, da das jüdische Direktorat(?) aus ßotosaui mich um rasche Intervention gebeten hat. Ich will die Judenfrage lösen: 1. weil ich den Friedcusvertrag wirklich durchführen will; 2. weil ich nicht befürchte, daß ein Körper von 7 Millioncn Seelen 2—3 Hunderttausend Leute nicht verdauen kann; 3. weil ich überzeugt bin, daß die jüdische Jugend welche viel zur Lösung dieser Frage beigetragen hat, dem Lande großen Nutzen bringen wird. IJnterbrciten Sie mir Ihre Denkschrift, wefche ich berücksichtigen werde, und vergessen Sic nicht, darin an die Kinder der Mobilisierten zu erinnern, welche im Gesetz als gleichfalls eingebürgert genannt werden müssen, sowie an diejenigen, die den Feldzug von 1913 mitgcmacht haben. Für die Fallit nach der Moldau richten Sie ein Gesuch an die Deutschen, und icli werde ihnen unverzüglicli die freie Durchfahrt gewähren,“ * Z» dieser Erklärung des rumänischen Minister- Präsidenten wird dem Kopenliagencr Zionislisdicn Büro im Zusammenhang mit dem von uns in Nr. 2t) veröffentlichten Aufsatz des rumänischen Rcgicruugsorgans ״Jassy“ von kompetenter Seite geschrieben: ״Obwohl die auf den ersten Blick ziemlich 11 armlosen Erklärtmgcfi des Herrn Marghilnman durch den später erschienenen Artikel des rumänischen Regicrungs- Or gans gerade in ihren wichtigsten Punkten vollständig dementiert werden, verlohnt es sidi doch, auch seine Worte mit ein paar kurzen Bemerkungen kritisch zu beleuchten, Herr Marghiloman hat vergessen, sich darüber zu äußern, was eigentlich geschehen wird, wenn die V c r w a 11 u 11 g s g e r i c 111 e, die sicherlich zu mehr als drei Vierteln mit Antisemiten besetzt sind, die Einbürgerungs-Gesuche in großer Zahl ablehnen und wenn die Berufungs-Instanz diese Ablehnungen bestütigen sollte, Herr Margnilonian; hat nichts darüber gesagt, wie lange die Prüfung der Akten (es werden viele tausende von Gesuchen geprüft werden müssen) dauern wird. Wird hierfür kein Termin festgeseizt, so besteht die dringende Befürchtung, daß die rumänisehen Behörden die Sache ins Endlose verseil leppen werden. Die Ueberzeuguug des Herrn Marghiloman, daß neun Zehntel der rumänischen Juden die Einbürgerung erhalten werden, ha! praktisch keinen Wert, da alles vom Texte dev Aus'ührungsbestimmungen zum Gesetz und der Art der Verwendung des Gesetzes abhüngen wird. Seine Bemerkungen über ״die vertriebenen Jtiden aus Galizien und Podol i c n“, denen man die Gleichberechtigung nicht geben kann, seine U11terscheidung /.wischen moldauischen und walachisehen Juden zeigen zur Genüge, daß der Herr Ministerpräsident selbst sich schon einige Hintertüren zur Umgehung des Gesetzes offen zu halten wünscht. Diese Bemerkungen sind aber nicht mehr aktuell, da die rumänische Regierungsich, wie aus dem Artikcl ihres offiziösen Organs hcrvorgdit, inzwischen offenbar zu einer Taktik in der Behandlung der- Judenfrage entschlossen hat, die einem glatten Bruch der Bukarester V c r t r a g s b e s t i in 111 u 11 g e 11 gleich ko in in t. Nach Wortlaut und Sinn de«’Arg ü 2 D! G!0;; 11£ , jf ü-.Aü iifccls 28 itn Frieder vre rin׳ '» ״ ׳.?> C. .־•!; ־ Lcb'-T.; Neuregelung «1er Lag:..׳ der Jt: k..:1 1:1 k!״׳uL.i:;.; ״or der li n t i f i z i 1* r 1! 11 ff «u c c V r i c >u e r. r, v o 71 r z!' c 3 v0»;1 rumänischen Park:;;; :nt f.eln. i fciv ioinan, der in seiner Urten׳.;'::׳־.-;f vom 3. Juni noch der Ansicht war, «Laß räch Wehlen zu der Ln Ilcrsbt zusammen Uvlcr..L.;1 i<o;r.'i!:*-1:׳Se z!::»׳ cr:4cn Male auch die Juden Ix-tcalgciS vrikv:;!, hat sich inzwischen anders besonnen, ״Rücksichten auf die konstitutionellen Vor!: chrift e 1 ״ «:neben plöizliclt die Regelu 1!f; der JirJenfragc durch «las zur Zeit tagende Parlament unmöglich, und man v/ill sie daher erst eben dnrd: die im Herbst zureimmenfrctcude Konstituante lösen lassen. Alles was d3־.!־ gegenwärtig tageiule Parlamciit in dieser Frage beschließt, wird nach־' den Ausführungen 003 Rcgicr1u1־״:>*Organs als ״null und nichtig“ fcelrrxiitct werden müsseit und ״ohne praktischen Wert“ sein. Wenn man noch dazu bedenkt, daß cs bei der enormen Arbeitelast, die die Konst;luaiiiq zu bewältigen haben wird, sehr wohl möglich ist, daß ihre Tagung ein oder zwei Jahre «lauern und daß man die jüdische Frage nicht gerade zuerst erledigen wird, so begreift man, daß, wen» mau den Dingen ihren freien Lauf läßt, mit der Gleichberechtigung der rumänischen Juden für absehbare Zeit nicht zu rechnen ist. * Angesichts dieser Haltung der rumänischen Regierutig erhebt die Judenlieit der ganz.cn Welt und mit ihr die gesamte Ocffentlichkeit eine Frage: Was 3agen die Zent ralm acht e zu einer derartige u Umgehung der Bestimmungen des Bukarcster Vertrages? Werden die Regierungen Deutschlands (»•nd Oesterreichs es wirklich 7. ulassen, daß die rumänisehen Machthaber sich aufs neue über ihre klaren Ve rp f 1 i ch tun gen hinwegsetzen? Noch haben Berlin und Wien die Möglielikeit' zum Eingreifen. Die Ju«!enl1eit aller Länder hat an den Bestimmungen des üiiferer,ter Vertrages Kritik geübt; aber man glaubte doch mit Sicherheit darauf rechnen zu dürfen, daß die Zentralmäditc wenigsteiis die Durchführung dieser Bcstiinni if 11 g c n Sickerstellen werden.“ Zur Frage der Emanzipation der rumänischen Juden bringt die ״Vossi sehe Zeitung“ vom 22, Juni die folgenden Drahtmclduugcn Ihres Sonderbericlücrstatters: Bukarest; <22. Juli lieber die Judenfrage äußerte sich der Minister des Acußcrn Ar io 11 einem Berichterstatter gegenüber: Er persönlich hätte gewünscht, daß alle Inteilekt u e 11 e 11, die einen freien Beruf ausüben, Bürger werden können. Die gegenwärtige Lösung der Judenfrage bc• trachtet die Regierung als eine Folge, die;־ich aus den Bedingungen des Friedensvertrages ergibt. Ke Konstituante erst wird dieser Frage eine völlig loyale Lösung im Sinne der iiuiern rumänischen Interessen geben. Der rumänische Handelsininistcr Grigore Cantacuzino äußerte sich zu einem Mitarbeiter der ״Gazeta Bucurcstilor“ über die bevorstehenden Wahlen für die Handelskammern: ״Wir wollen bei den Wahlen keine Politik machen. Jetzt, wo wir im Begriffe sind, der Judenfrage die «lenkbar weitestgehende Lösung zu geben, halten wir;es für notwendig, daß audi jüdische Kau Heute und Industrielle den Handelskämm er n ,uigchören, um gemeinschaftlich mit den übrigen zur Wiederbelebung des Handels beizutragen.“ Die rumänische ,Regierung arbeitet gegenwärtig an der Fertigstellung der Gesetzvorlage‘für die Gleichb e r e c h t i g 1111 g der Juden, Nachfolgende Kategorien von Juden werden, wie das ״Bukarester Tage bl.“ bcrichtet, die vollen politischen Reel!le erhalten: 1. Alle jene, die den Feldzug von. 1916 mitgemneht haben, ohne Rücksicht auf den geleisteten Dienst, selbst dann, wenn sie durch Verfügung der Militärkommandos oder der Rekrutierungsbezirke zu Hause gelassen wurden, 2, Die im Lande Geborenen, deren Eltern gleichfalls im Land geboren wurden, 3, Jene, die den Feldzug von 1913 mitgcmacht haben und •wogen ihres Alters oder aus anderen Gründen im Jahre 1916 nicht mehr mobilisiert wurden. 4. Die Frauen und unmündigen Kinder aller oben Erwähnten. 5. Die Frauen und Kinder, die in dem Augenblicke, wo ihre Männer und Väter «las Bürgerrecht auf Grund des gegenwärtigen NaturaÜsicrungsgcsetzea erhielten, minderjährig waren. 6, Die Angehörigen freier Berufe (Acrzte, Ingenieure, Architekten usw.), die bei der Erklärung der Mobilisierung im Jahre 1916 bereits eine Praxis von 10 Jahren hatten. Neue?0rjv3r.12 in Cm Ukrcine Aus Swcn igorodka wird der Wiener Morgen-- zeitung vom ■13. Juli gemeldet: * Am 5, und 6. Juli fielen Scharen bewaffneter Bauern über die Juden de:; Städtchen.•. Lisiiika (Oouv. Kiew) her und schleppten eine grolle Anzahl von ihnen ins freie: Leid, wo sie in der grausamsten Wciic «'dßbanddicH und mordeten. Nach «lern ProgTome, wunteii 27 Juden getötet und 5t) schwer vorvz u 11 ׳!et «1!:'gefunden, Audi :111:1 i'Huinvii '״;.Tg1;׳ d.-r Uk.׳,:,kouunen bciisiniliigemU: Nachrichten v.m mraiu ihn,,Tomen, Nr. 30 Pc: in;tcrrcich ז Oil KJui der n. be- Oie Pogramagitatiou in Oesterreich zieht Lr״ weitere Kreise. In Nummer 29 haben wir bereits ü. die auf dem deutsch-nationalen Volkstag in Wie Iialtcncn wüsten antisemitischen Hetzreden, <Ee Aufforderung zu Boykott und Pogromen gipfelte" richtet. Besonders war es der Abgeordnete Ku״, scliak, der sieh bei dieser Agitation auszeiduietc Das Beispiel Kunsdiaks hat in der ersten Sit'/tm׳.׳' der cröffneten österreichischen Parlamciitssession «lurd! die Herren Jerzabck und Genossen Nadiahmunl gefunden. Jerzahek versuchte ״die durch den Krieg 1K£ vorgerufenen Mißständc in Oesterreich auf die Schulter der Juden zu wälzciij Gegen die Rede Jcrzabeks pro, testierte der jüdische Abgeordnete Reitzes und wies in einer Anfrage an den Ministerpräsidenten darauf, hin, daß die Einberufcr ,großer Volksversammlungen unter dem patriotischen Deckmantel gegen jüdische Bürger scharfe Angriffe richten, die mit Leichtigkeit eine Pogronistimmung hervorrufen können. Ueber ähnliche Reden, wie die auf dem Wiener deutschen Volkstag gehaltenen, liegen Berichte aus den Provinz-städtcn vor. So meldet die ״Tagespost‘1 io Graz, vom 8. Juli, daß auf dem in Bruck a. IM. ab. gehaltenen deutschen Volkstag der Prälat Dr. Sehe!, lauf, Probst von Bruck, von den Juden als den inneren Feinden des deutschen, Volkes sprach. Die Judciihetze hat auch in Ungarn ein Edia gefunden. ״Es wäre zu wünschen" — so schreibt ein Budapcstcr katholisches Blatt — ״daß die Massen des ungarischen Volkes dem Wiener Beispiele folgen sollten. Der ״Vilag“ protestiert gegen diese von der Zensur und den Behörden geduldete Agitation und webt «!״rauf hin, daß diese in G a l a n t h a bereits günstigen ßufen gefunden habe. Wie das Blatt erfährt, ltabcn dortseit einigen Tagen Straßcndcmonstrahönen stattgefiav• den,wobei sieh Banden bildeten, welche die Galanther Juden mit Messern anfielcn. Polizci und Gendarmerie trafen keine Maßnahmen. Das Blatt protestiert energisch gegen die systematischen Judenhetzer und fordert die Regierung zum Einschreiten auf, Gar! r.Kfl sch Wei die ‘ k*'it ei . 1 ,״f ex is alte Auf tidi Hai seid rieh rate d 1 ( w c öffc sie' stis Rcgicrungsantlseniitisnnis in Finnland Wir haben in unserer letzten Nummer über «lie beiden Dementi berichtet, welche der finnische Gcsandte in Stockholm Gripenberg und die Presseabteitung der f i nn lä nd is che n Gesand• schaft in Berlin den Veröffentlichungen des Ko• penhagencr Zionistischen Büros und des Jüdischen Preßbüros in Stockholm über die antisemitische Haltung der finnischen Regierung gegenüber den Juden entgegen״«- stellt haben. Wir haben bereits darauf hingewieseg daß sich die beiden Dementi in einander widersprechenden Ausführungen um die Wahrheit hcriunzudrückcn ver* suchen. Dazu schreibt das. Kopenliagencr Zionistischc Büro: Der finnische Gesandte in Stockholm hat die Nachricht von der bevorstehenden Ausweisung der jü• dischen Bevölkerung aus Finnland durch das sdnvedisclie Tclcgraphcnbüro offiziell dementieren lassen. Dieses Dementi erfolgte, um die öffentliche Meinung Europas und Amerikas über das Schicksal der finn• ländischen Juden zu beruhigen. Demgegenüber stellen wir folgende Tatsachen fest, die ein grelles Licht auf den zurzeit in Finnland herrschenden, von der Regierung und ihren Beamten ausgehemlcn Antisemitismus werfen: Als Mitte Juni dieses Jahres eine Anzahl von Juden — angeblich weil sie Ru-scn und Fremde waren — aus Finnland ausgewiesen werden sollten, erklärte der Gouverneur von 1 lelsingfors, Ja lau der, bei einer Intervention in dieser Angelegenheit wörtlich: ^,Ich werde Hclsingfors von allen Juden säu* bern.“ Diese Acußerung, die sofort unter der jüdischen Bevölkerung beknnntgeworden ist, hat naitirgemäß eine Panik bei ihr hervorgeruten. Man war fest davon überzeugt, daß der Gouverneur von Heising• fors seine Worte wahr 111adie 11 werde, um so mehr als die fimiliindischc Regierung nichts unversudit läßt, um die Juden in den Augen der Landesbcvölkernng als ,fremdes und schädliches Element hiuzustellcn. Diese Juden hetze wird ganz, nach dem Muster des russischen Zarismus und der rumänischen Regierungspoütik durchgeführt. Die ganze Presse Finnlands beschimpft die jüdischen Kaufleute tagtäglich wegen des angeblichen Schmuggels von Lebensmitteln nach Deutschland, und erst vor ca. 3 Wochen wurden auf Befehl der Regierung sämtliche jüdische Geschäfte durchsucht, um «lie Warenbestände aufzunehmeii. Diese Maßnahme!tat zwar nicht das geringste Anklage* material gegen die Juden ergeben, aber sie hat doch ihren Zweck erreicht. Es kam so weit, daß sogar liberale Zeitungen, wie ״Dagens Press“ und ״Hclsingin Salomat“ gezwungen wurden, antisemitische Artikel von imbckanntet Hand aufzunehmen. In «len letzten Tagen des Juni erschien in der offiziellen Zeitung ,,!Abo Uiulerrettelse“ ein in den kräftigsten Ausdrücken gehaltener Artikel, in dem buchstäblich zu lesen war, die f i n * 11 i 6 c h e n Juden müßten gehängt werden. Ein beliebtes Mittel bei der Judenhefze ist auch die Beschuldigung, die Juden hätten der roten Garde finanzielle Hilfe geleistet. Eine ganze Anzahl Juden sind unter dieser Beschuldigung verhaftet worden, ob* wohl die Behörden ganz genau wissen, daß die roten Gardisten bei den Juden seinerzeit Gelder konfisziert haben. 111 Viborg wurden unter der gleichen Beschul* diguiig zwei völlig unschuldige Juden, denen die rthcfl t i wä W Lr* v« r- ' 0b Re M R«;» י ,I וי י ■i v# l ־ ull 43 l .. 1 / u fk1 öl t'i «3!Sh M fe m | ז Fl :f!t י ru ( 1 סי¬ ן« ' 1; 1;! in 1:' Jt *e ־] li 4-i* f ■ 11.1 d-f y ׳ sc Ai A) ln fi 4t 4; t t } I I 1

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.