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Jüdische Rundschau · 1918-07-05 · Heft 27 (5.7.1918) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 27 (5.7.1918)
Date
1918-07-05
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 208 {^r. 23 Nation sowohl in Rumänien als in üessarabicii garantiert wird. Der Nationalist ist davon überzeugt, daß sein Protest und seine Forderungen Unterstützung durch die gesamtc internationale Demokratie finden vvoä11׳ii, die all ihre Kräfte ainvenden wird, um die Unterdrückung von Völkern durch Regierungen, die Erobcrungszicle im Auge haben, nicht zu dulden.“ Eine Proicslreßoltition der Zionisten in Polen Das ״Kopenhageuer Zionistische Büro“ berichtet: Das Zcuti'uikoiuitec der Zionistischen Organisation in Polen hat auf seiner letzten Sitzung folgende Resolulion angenommen; 1, Das 7. Kapitel des Bukarester Friedensvertra,!;es hat die Gleichberechtigung der Juden m Rumänien noch nicht verwirklicht, zumal die Formulierung dieses Kapitcls den antisemitischen nimänischen Politikern die weitesten Möglichkeiteli gewährt, bezüglich unserer Briider in Rumänien jene Taktik fortzusetzen, die schon seit dem Berliner Vertrag von ihnen angewendet wird. Die Paragraphen sind so formuliert, daß sie mit hülfe böswilliger Interpretation und polizeilicher Schikanicrun• gen einer großen Anzahl rumänischer Juden den Weg zur Gleichberechtigung versperren können. 2. Das 7. Kapitel des Bukarester Friedensvertrages garantiert mit keinem Wort die nationalen Rechte der nimänischen Juden. Diese beiden Umstände in Betracht ziehend, be• schließt das Zentralkomitee der Zionistischen Organi• sation in Polen, sich an das Engere Aktions-Komitee mit dem Anträge zu wenden, seine bisherige energische Arheit zu Gunsten einer vollständigen faktischen GleichberechtiguHg aller Juden ohne Ausnahme, die in Rumäiiieu wohnen und keine andere Staatsangehörigkeit besitzen, sowie für die Sidierstellung ihrer nationalen Rechte fortzuset/eu. Das Zentralkomitee protestiert zugleich aufs schärfste gegen die grausamen Taten der rumänischen Regierungslieliörden gegen die Juden in Bcssarabien und gegen den Anschluß Bcssarabicns an Rumänien, der 300 000 jiidischc Bürger von Bcssarabien, die im Genuß der Gleichherechfigung sind, der antisemitischen rumänischen Regierung ausiiefern würde. Neue Pogrome iu Rußland Die Bürgerkriege in Rußland haben die freien russischen Bürger schon gelehrt, sich an manches Unglück zu gewöhnen. Aber nichts wirkt schmerzlicher sowohl auf die Juden als auch auf die demokratischen Elcmente des Landes als die schrecklichen J11 d c 11 p o gromc, die wie eine Lawine über das Land liercingebrochen sind. Entsetzliche Judenpogrome fanden in Kok a n d, K u r g a 11, S k o b c 1 e w, A11 d i j a 11, Körte, Saryschanc statt und forderten sehr zahlreiche Opfer. 111 den asiatischen Gegenden wurden viele Juden gewaltsam zum Islam bekehrt. Ein sehr trauriges Zeichen ist es, daß nacii den vcrlB-eu.icii Berichten an diesen Popromen sowohl die .lüUmev.iki als auch ihre Gegner Anteil genommen haben. Selbst im Kaukasus, wo schon wegen der geringen Anzahl der jüdischen Bevölkerung״ Pogrome ganz. unbekannt waren, sind bei dem Rückzüge der russischen Truppen blutige Judenverfolgungen ’veranstallet worden, denen sehr viele Juden zum Opfer gcfallen sind. Die Existenz der dortigen fielen ist völlig ruiniert. Die Not ist entsetzlich. Das in Baku gegrümiet'u Hilfskomitee für die Opfer der Pogrome hat die erste Hilfe zur Linderung der Not gebracht. Das russische Judentum hat schon manchen blutigen Judenpogrom gesellen, aber das, was in diesem ״Freiheitsjahre“ vorgeiallen ist, bat seinesgleichen selbst in der jiidisdion Leidensgeschichte nicht. Es ist wahrlich ein Meer von Blut ׳uml Trauer. Tau!ende von unschuldigen jüdischen Opfern haben ihr Leben lassen müssen. Der Jüdische Nation alrat hat den 23, Mai als citteii 1 rauertag des jüdischen Volkes / u tu A 11 d e u k e 11 an die z n 111 r e i e 11 e n O p f e r der Judenpogrome erklärt. Die Krise der Autonomie in der Ukraine (Die zentralistische Politik. — Die Rekonstruicrung des N a t i o n a 1 ra t c s. — In- 11 e r e Kämpfe und äußere G c f a h r.) Der Regierungswechsel in der Ukraina und die krasse Wciduitg nach rechts haT auch die jüd i s c 11 e Auto n o 111 i e vor eine ernste Gefahr gestellt, in den neuen Regierungskrciscti wurden die nationalen Ministerien als überflüssig erklärt. Das jüdische Ministerium wurde nicht aufgehoben, aber der jüdj.seie Minister — W. Ljat/ky -- und sein Cielulfe sahen sieh genötigt, ihre Aemter niederzulegen. Der Reichssekrctärgclulfe Roman!w wurde vom neuen Ministerrat beauftragt, ein”(־ setzes- Projekt über neu zu bildende Rcgicruiigsiu litutioncn, die die nationalen Ministerien ersetzen sollen, vorzubcreuen. Angesichts diese)• Situation sahen sich'die jfidischeu Parteien verpflichtet, unter Zurückstellung ce, l arwistandpunktes sich enger «isammcnzusclilieilcn, mn mit vereinten. Kräften die Keime der <’rrui1־״cncn Autonomie vor der drohenden Gefahr zu schützen. In einer Reihe von Städten wurden von den neuocwähltcn Gemeindeverwaltungen Protestresolutionen geg e 11 d i e z 0 n traJistische Politik des neuen R'e -י ßierimgt Kurses angenommen. Der neue Minister für Handel und Industrie, Vorsitzender des Bärsenkomitees in Odessa und iviiigi. I(«rkt.:u1;wn!t!>. M. Minis,errnles selbst 1 Ministerien gestimmt j ü tl i -s c h e 11 (i c 111 ׳; tiing aus gesell io Her Jüdische von der Regierung 1 ukrainischen Judentums seine Nuiigestaiiimg sor. um sicli zu versammeln, 5t) Mitglieder, Vcrtreier i'iiale-Zimi, Vereiuigie, 1 jede durch 10 Mitglieder, u 1; 1 11; 1. , iu• Abrach i.aüo, v/i:r : i n d c;׳.u s s e 11. N a t i o n ncilvmute Rq t 1 Hl 11 ' c: von d der (jc :ן• des der;;Hionahn r O d cs;1 c r aeimle-Verwai-! r a t, der das einzige 11teiim1:;״r;.׳:n des mußte seihst für im d:;,j geeamfo Judentum k'kamiiiieh zäliile der Nationnlrat der fünf Parteien — Zionisten, .und und VollrajrarU'i —, deren die vom Zeuiraik.v.aiice der eulgeo,;en, eleu war.־״•;; -de 11 Kräfte sprccli «*luten Partei cnDemiet warnen, Diese wülkürliehe Zurammraa-rart mgd: Verhältnissen im!!!;rainiseheu Judentum durcliaus nickt entspricht, machte den Nalfonalrat unpopulär und nahm ihm seine Autorität. Die Zionisten verlangten die Neugestaltung des N a 1 i o » a 1 r a t e s entsprechend den Ergebnissen der inzwischen überall voj'gcnommcneii Wahlen d er Oc ni e i n d e ve rw a 11 n 11 g e 11 mul lohnten bis dahin die aktive Be- (eiligung am Rat ab. Die sozialistischen Parteieu dagegen fanden cs mit ihrem Parlcistawipimkt unvereinbar, die bereits errungene Mm nt den bürgerlichen Parteien eiii/uräumeu. Die Volks partel, die bei den Geineiiidewahlcu nur eine ganz unbedeutende Zahl von Vertretern durehgcbracht hatte, fand cs ebenfalls für besser, sicli den sozialistischen Parteien anzusciiließeit und auf dem Status cpio zu beharren. Die neue Gefahr, die der Autonomie drohte, veranlaßte aber die meisten der Parteien dennoch, ihre Forderungen zu revidieren und einen Ausweg zu iiuden, der den Nationalrat zur wirklichen Repräsentanz des ukrainischen Judentums machen sollte, wie es der Emst der Stunde verlangte. Auf .der S i t-z u 11 g des Nationairaics am 6, Mai, die der Erörterung der neugeschatfenen Lage' gewidmet war, beantragte der Vertreter der ״Volks• partei“ Ljatzky, den Nationalrat durch Verstär- Innig der Zahl der Zionisten und Aufnahme von Vcr• tretern der Orthodoxie (״Acluiut“) zu rekonstruieren. Der Vertreter der Zionisten M. Groß man, erklärte, daß die Gemeiiidewuhlcn in iiirer Gesamtheit eine Major i t ä t der Zionisten ergeben haben. Trotzdem seien die Zionisten bereit, angesichts des Ernstes der Lage auf einige ihnen zukommemic Sitze zu verzichten, wie sie es aueli iu Petersburg־ bei der Schaffung ilcs Natioualratcs getan haben. dir verlangte für die Zionisten 40 Prozent der Sitze und für die Ort ho doxic, die während der Getnciudewahlen 13 Prozent der Stimmen bekommen hatte, ebenfalls nur 10 Prozent der Sitze. Der Vertreter der Poale-Zion, S c r 11 b a w e!, trat für die v o r g c s cj< t a g c n e Rekonstruierung des Nationalrates ein, obgleich die Poale-Zion so einige ihrer. Sitze verlieren Würden. Auch der Vertreter des ״B undc s“, Rates, unterstützte den Vorschlag der Zionisten bezüglicii der Ueberlassinig von 40 Prozent der Sitze an die zionistischen 'Vertreter, trat aber gegen die Zulassung der jüdischen Orthodoxie ein. Gegen jede Acmleniiig tiafea n.:r die ״Ve reinigte 11“ auf. ihr Redner, M L i t w .. k .׳ w, forderte die Soziaii-te.1 au/, die ,',b.c.;. d.r 1.. : , ׳ .; nicht freiwillig auszuliefern mui nach nusischem Muster die l.eitiiug aueli ferner in eigenen Händen zu behalten, dem Willen der Allgemeine^ zum Trotz, Endlich wurde aher der Antrag angenommen. Von den 60 Sitzen des Provisorischen Nationalrates erhielten die Zionisten 21, die B und is ten 10, die Vereinigten 8, die Po a I <-Z i o 11 7, die Orthodoxen 6 und die Volkspartei 5. Ins Prä sicli um des r c k o n.s t r ui e r - ten Natioualratcs wurden gewählt: Kaplan, 1 lindes und Slatopolsky (Zionisten), Latzky (Volkspaviel), Silberfarb (Vereinigte), Garbcr (Ponk-Zion), Rabbiner Aron so 1111 (Aclidut) lind Du sclik an (Bund), Die 1 fauptfragcu des neugeschaffcnen Provisorischen Natioitalrutcs sind die Einberufung des Vorparia- UH■ 11 ts, d, h. des Kongre.״ ■es dar Vertreter aller neugewählten jüdischen Geuicindeii und die Besetzung des jiidiselieu M i ui s tc r i uni s, das ohne Leiter geblieben -ist. Der Einberufung des Vorparlaments, die laut der ursprünglichen Forderung der Zionisten unverrüg!ich vorgenommen werden sollte, wurden inzwischen Schwierigkeiten bereitet, Die sozialistischen Parteien,, die befürchten, daß ein solches Vorparlament, das aus den Vertretern der Gcmcir Jen Sesfcht, ihre Steilung schwächen wird, wollen überhaupt die Einberufung1 vcrzögern. Viel komplizierter war noch die Frage •der Besetzung des Ministeriums. San;liehe Vertreter des National rat es lehnten die verantwortliche Beteiliguug an der gcgcn wä rt ige 11 Regier 1111 p; ab, wollten aber auf dar. M i 1! i nie rl u in selbst, das doch ein Bestandteil dieser ' verzichten. Die Zionisten c Leiter des Ministeriums einen ,oder Geschäftsführer zu wähleuj Minfctcrratcs sein soll. Diese Fra Frage der Person des zu v,׳;;ihc:.1i; Sekretärs oder Gesehä'Rfchrcri rnd vor allem das Tätigkcitqrre,׳׳־׳»*; C den Ministeriums, dar. tief in t'.:n Kc gen mul des noch immer weih :,!:׳.;•'er, einsdiiK'h'el, rief eine err auf einige Sitzungen au׳• das äuiierste erregte, Dnei ׳!• ßnu tcv’erhältn iss« im National das eine fruchtbare Tätigkeit OTögllcI» geworden ist. in epr;!!׳'■ ■ die zionistischen Mitglieder des!'•;iJDchcii t der kein t י.*- -w• C tj c 1 -ivN Mitglied wie ü•׳ r:,n1: 1 ' נ s, c :;c elf Regierung ist, nicht hingen daher vor, als retür des die נ Gehilfen und ג 04•:־,'* ui efe der Kiiiturfra- >r;.c״e111;a1!1ples srvar, die sich Grau Fier auf n iii e K r ä f - ... ». 1•;-,1 ui,w.en oaalralca einen Block mit den Vertretern ,der Orthodoxie und v, fügen!10 über dreißig Stimmen, ihnen stellt der B־׳.o* der Voikspartci, der Poale-Zion, d.r Vereinigte•״ f des Bundes gegenüber, der cbcnfaÜs dreißig^Stiiniig״ zälilt. Die Kräfte jeder dieser beiden Gruppen rdc'.'scn gerade air:, um die Vorscliläge der anderen *!, V(, werfen. Im Zeichen dieser Kräfteverhäitni-'se »landen die s t ii i־ m i s c 11 e!1 Sitzungen vom 20. und ofj; Mai, 24 ״. und 10. Juni, insbesondere der letzten beiden i‘ in denen die Schulpolitik des M i n i s'f c r i 1! m j 1 erörtert wurde. Bekanntlich verlangte das Ministerin,״ ■ % von allen jüdischen Schulen, die die A 11 e r k c 1111 u n u : der Regierung beanspruchen wollen, die!•(,,. ' f ü 11 rung 1! e r j i d i s e h e n S p r a c 11 e als Unter• r i e St t s s p r a c 11 e. Dan Ministerium, das von extre׳• men Jidischisten geleitet war, batte seine Macht benutzt, mn auch• von den Schulen, die die hebräj. , sehe Sprache als1 Unierridilssprachc hatten, die Einführung der j i d i s c 11 e n Unterrichts• spräche zu fordern. Die Zionisten ziisnm. : men mit den Vertretern der Orthodoxie erklärten daher die Abänderung dieser Fordern« ״ a]s Grundbedingung für das neue Ministerium. Der erste Antrag der Zionisten lautete daher: ״Den 1 Kulturanstaitcn, die auf private oder öffentliche 1 nitia-; tiaiive gegründet sind, dürfen infolge ihrer hebräischen oder jütischen Unterricliis -prache keine IL srtiräiikuap.en ’ : ntifcrk'gt werden.“ Diese Foniermig stieß auf einen i entschiedenen Wie! erst and des gegneri•; seiten Blocks. Die Redner dieses Blockes Nowa• \ koivsky. R a f e s und S e r u b a w e I stellten sich aul! den formalen Standpunkt, dafi die Schui|>olitik 1 nicht aus dem gesamten Tätigkeitsprogramm des Ministcriums iierausgcgriffen werden könne und, da auch; die Zionisten die Zeit nicht für geeignet halten, ein neues Arbeitiiprogruiiiiii Voranschlägen, müsse auch die Schulpolitik die alte bleiben. Mit 30 Stimmen gegen 30 wurde der Antrag der Zionisten und der Ort 110• A o x i e a bg e 1 e it n t. Darauf wurde die Knndida• tur des bisherigen Ministers Latzki aufgesteüt, die mit den 30 Stimmen der Zionisten u 11 d Or• thodoxen abgelehnt wurde. In der nächsten Sitzung wurde die Frage des Arbeitsprogramms von neuem erörtert. Die zionisti• sehe Resolution wurde von den Antragstellern so gefaßt, daß keine jüdische Schule, die nicht die hcbTiiischc oder jidischc Sprache zur Unterrichtssprache hat, die Rechte einer R cgi c ru 11 gsschu I c benn• Sprüchen darf. Dieser Resolution schlossen sich auch die Vertreter der Volks partei an und sie vereinigte aul sicli 35 Stimmen. Der Vorsitzende erklärte aber, daß die Fräge der Acnderung der Arbeitspolitik des Ministeriums zu den konstituierenden Fragen gehört, die dem Reglement gemäß nur mit V! aller Stimmen beschlossen werden können. D.e Zionisten zogen zuerst als Zeichen des Protestes ihre Mitglieder aus dem Präsidimn zurück und, ah die Stimmungerregter wurde, verließen die zionistischen Delegierten den Saal. Die beiden sich bekämpfenden Gruppen standen sah aber in den nächsten Sitzungen, wieder in gleicher Stärke gegenüber und paralysieren sich׳ gegenseitig. 1 Vbc: diese Sitzungen seit Mitte Juni, die der Kompete.« lies einz.ubenifemlcn Vorparlaments gewidmet waren, liegen noch keine erschöpfenden Berichte beider Par• telen vor. Inzwischen wurde aber das Schicksal der A 1! t o noinie durchaus nicht sicherer. Am 17. Mai fahle der Ministerrat einen Beschluß ״die Ministerien iür nationale Angelegenheiten ab/uschaffeii“. Das jüdische Ministerium wurde von der Regierung zu einer Konferenz über die Wege der״Durdifülirung dieses Beschlusses Ungeladen. Ah Vertreter wurden die i lerrcii Hi 11 des (Zionisti und Silberfarb (Vereiuigie) entsendet. Die Mitglieder der Konferenz, an der auch Vertreter des großrussischen und des polnischen Ministeriums teilnahmen, vertraten den Standpunkt, daß das nationale Ministerium eine unbedingte Konsequenz der personal• nalionalen Autonomie ist und nicht ohne Schaden für die letztere aufgehoben werden könne. Die Lösung der Frage müsse den tmmduiigsversamiiilungcu der ein• zelneu Nationalitäten überlassen werden. l>er Vertreter der Regierung beauftragte die Delegierten «1er nationalen Ministerien, schriftliche Memoranden zu überreichen. Das Präsidium des jüdischen Natioualratcs hat ein solch«'* Memorandum fcrtiggestcllt und der Regierung üIhu• mittclt. ״Zeire Zion“ Eine zionistische V o 1 k s f r a k t i o n. Unter ״Zcire Zion“ verstand man einst die Vcrciniguiig der zionistischen Jugend iu Rußland, die mit der Passivität der Zionisten der älteren Generation u«• zufrieden ist und eine lebhaftere Tätigkeit auf allgcniein-zionislischcni Gebiete entfaltet. Auf der ersten Konferenz, der ״Zeire Zion“, die während des letzten Kongresses in Wien statüaml, machte sich bereits ein Einfluß der Delegierten der palästinensischen demokratisehen Arbeiterpartei ״Hapoel Ffazair“ auf die ״Zeire Zion“ bemerkbar. Zur Zeit der russischen Revolution ver■ breitete sich diese zionistische demokratische Jugendorganissfioii über alle Städte des jüdischen Ansiedlungsrayons und zählte wahrend der zweiten Konferenz, die im Mai 1917 Di Petersburg abgehaltcn wurde, bereits 20 000 Mitßliedcr. Diese- Konferenz stellte auch fest,, daß sich die junge Organisation nicht allein durch Aktivität und Jugendlichkeit auszcichnen will, sondern auch ein be• solideres* Programm zu entwickeln und zu verteidigen hat, das die öriindung einer besonderen Fraktion innerhalb der zionistischen Weltorganisation, na dt dem. Muster a 1 I

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