Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIII (1918)
- Issue
- Heft 26 (28.6.1918)
- Date
- 1918-06-28
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2651273-2652077-2652102--11632-2669176- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr 26 INI'. * 1 *’in nat- . . SvV,,״ Za", 1^1«״!-:״, ■ d.; die 1,v:; Nie;,!; f H wirklich- -■י י Für ük';־ ״!nkh;ן;, •״' sich t1;e": 'י• Zb!tN׳u. ‘׳ei!!!: ".'1ijiulisc;u.j ' 01'1len. \yic. ■;>sclc1• Ptih jCt/1 Iia|jt;;;.!,r:11l";id1tcn ntcrstüt/np,!s:1c» Hcclitj :lernn lf ־*"ט־ יו zur Fra:;c zsln!״,,״:!;וו;0|1 hat a!kr! hr vielleicht ‘lak'n Scli 1v >-'tnI kommt seine Z\t l:|g jetzt in a'ine Iirklä- Sache des Misehnatioder Alliier• iegncr.-chaft lomml oder ersönlicher <ie1111 man ehe,! Ro!einer poli• 1:11 n;:> :hon an! >1 ■'• «»■»• Abreih 11 habe §eru1־. i!:rf < 1:•]::: deinjj.V.ar:;::!;es f'S ־:'•־ dldlit Id .■rg . hurt |§1׳:d!a :1a!en §k«;d ,keit jja : L' der dar-!Seihst- In Nr. 25 r. At und .;!bücke l ■kt. 1 >!;:1111 auf f iinaa 'S eil :di'jbell• in den 1 1 allen 1 , bi■; an träume. , |׳,ni und : *wird, ist; ,riegeri- ' :,1!:egen 1 | (ereniias;; er Tat ׳ ihm t 1 j!nij: Frie־• jlZalekias ■ | U EDI SC Seite 100 dem Wert ver heil«: Pie Vorstellung! Der Zionismus nichts anderes ״|s die ״Renaissance einer Vorstellung"! Hier steckt das Absurde. Demi vor der Welt als Vorstellung steht die Welt als Willel Der Zionismus ״war“ die nationale Wiedergeburt unseres Volkes! Ais ob diese Wiedergeburt schon eine Wirklichkeit wäre! Vielleicht wird jetzt deutlicher, wo der Gegensatz zwischen Margulies und mir liegt, Für ihn war die Wiedergeburt“ eine Folge der Entwicklung, die min ״, dieser Linie weitergellt und der gegenüber wir konsequenter Weise bloli beobachtende Haltung ein* * nehmen können. Ich aber glaube, daß diese Wiederrn'burt eine I d e e ist, die verwirklicht werden imili und zwar von uns. Jede theoretische Auf- (assi'mg ׳und jede religiöse Ueberzeugmig mag mit Zionismus vereinbar sein, nur jene nicht, die den der Aktion nicht anerkennt. Idealist sein heißt wohl ״sieh mit ganzer Seele in den Dienst einer Idee'stellen"; Margulies scheint die* Tragweite dieser seiner eigenen Worte gar nicht zu merken: den״ wer mit g n n 7. e r Seele der Idee dient, der kann diebt gleichzeitig der empirischen Welt nach dem Gesiiz“ ihrer durch die materiellen Verhältnisse notwendigen Entwicklung dienen. Mit g a n z c r Seele der Idee dienen, heißt, was Margulies ebenfalls nicht zu rstchen erklärt hat, ihr ״unbedingt“ dienen. Es Sein Tun ausschließlich von der Idee liestinvmen lassen, und darauf allein kommt es an. Gewiß kommen auch kleine Inkonsequenzen vor, und Menschen, die theoretisch jede Möglichkeit eines entscheidenden Eiimriffcs des Geistes in das Geschehen leugnen, setzen doch in der Praxis ihres Lebens alles an die Tat. Aber im allgemeinen ist die Wirkung dieser Lehre auf׳ den Maischen lähmend und verderblich und läßt ihn nicht zum! landein kommen, weil er nicht daran glaubt, daß er die Welt zu ändern vermag. Der Zionismus aber ist der aus der Spannung von Idee und Wirklichkeit geborene Wille, die Wirklichkeit nach dem Vorbild der Idee zu ändern. Dieser Wille allerdings, dieser (nicht crkcnntnistheoretisclic, aber ethische) Idealismus, scheint mir ein ’unerläßlicher Bestandteil ziouistischcr Gesinnung. Das jüdische Volk existiert ja nur in einem Zerrbild; diesem Zerrbild gegenüber siebt die Idee Zions. Wer Zion wahrhaft hcrauffiihrcn soll, muß ihm mit ganzer Seele ergeben sein, muß die Bedeutung und Verantwortung seines Handelns und Lebens fühlen, und darf nicht über die Gesetze und Chancen der ״Entwicklung" spintisieren. Zum Zionisinus gehört doch, der Glaube, daß wir Zion er- «cliaftcn werden; wer den nicht hat, kann nicht Zionist sein, sondern wird, mit ehrlichster Absicht, sich um das Zerrbild des heutigen Judentums mühen. Das ist das Grundsätzliche. Eine Abstimmung des Kongresses wird darüber nicht erfolgen. In dieser Hinsicht mag »Herr Margulies beruhigt sein. Unsere Sorge geht tiefer. Es ist die Frage, ob die Seele der jüdischen Menschen entschlossen und gcistcrfiilli genug sein wird, unV, wenn es^giit, Zion allen Gewalten dieser Welt zum Trotz zu er- Robert W c 11 s c h. zwingen. Ein holländischer Protest fen Worten die österreichische R e!•; i c r u 11 g! wegen der Duldung der fortwährenden Exzess;: gegen die Juden in Galizien; er bemerkte hierbei, daß die Haltung; der po 111 i מ c 11 c « Sozialisten zur schär tuten Kritik herntmfordere, und engte, daß, falls sie ihre Stellung zu den Juden nicht ändern und fortfahren, den Juden die ctcincninrr.ten nationalen Rechte zu verweigern und den antisemitischen Cb auvinismus zu ermuntern, für sie kein Platz mehr in der Internationale sei. 11iusichtlicb des Buk a r e s t e r F r i e d c n 5 v e r t r.1־ g e 1; erklärte Senator Van Kol, die in diesem Vertrage enthaltenen. Bestimmun* gen hinsichtlich der Juden seien ein Humbug. ״Die Juden", sagte er wörtlich, ״haben von Deutschland nichts zu erwarten." Ingenieur S. Kaplansky, Bureaumitglied des jiidisdien sozialistischen Verbandes Poalc Zion, führte aus, daß die bürgerliche G Ic ich b c - rechtiguug ohne nationale! Rechte illuso risch sei, und wies nach, daß die Verweigerung der nationalen Rechte an die Juden in Polen und Galizien durch alle polnischen Parteien ohne Ausnahme den Pogrom-Antisemitismus gezüchtet habe; er forderte internationale Garantien für die bürgerlichen und nationalcn Rechte der Juden in Galizien und Polen, die volle Emanzipation der Juden Rumäniens und protestierte gegen das Attentat Rumäniens auf Deßarabicn, In Palästina wandten sie sich dem Ackerbau zu. Anläßlich der Judenpogrome in Galizien und der bekannten Behandlung der Judenfrage im B u k a r e s t c r F ried c 11 fand in Schevening e n eine grolle Protest Versammlung statt. Der sozial!- stinclie Senator Van Kol, Mitglied des intcrnationalen sozialistischen Bureaus, der als llauptsprceher in der Versammlung aultrat, verdammte mit schar- Dazu kommt noch des Volkes Reflex in seiner Seele, der Vielen und des ihr Schicksal verantwortenden I in- *einen, des Königs, die alle seinen Gottesruf im besten Falle mit Lnlsel/en vernahmen, zumeist aber mit Hohn znriiekwiesen, und die, als sich erst das Verhängnis erfüllt, von ihm entweder ein nhcrmcnsehrKlves äußeres Lrlur.niigswundcr Iv’gclireii oder aber in dem Verhäng• nis noch etwas wie die Wirkung eines in seinen Wortcu liegenden Fluches empfinden. Da. aber tritt in dem Bilde der ״Umkehr" eine merkwürdige Wendung «in. Das Gefühl tiefster Vernichtung treibt Jeremias zu einer wilden Anklage gegen den Gott, dem er bisher als Werkzeug gedient, zu einer verzweifelten Verleugnung seiner eigenen Sendung, und knicend bettelt er um die Verzeihung derer, die ihn wie einen Gottverfluchten von sich stoßen. Und jetzt stürzt Daruch herein in den dunklen, kellerartigen Raum, wo sich ein Häuflein Flüchtlinge vor den Masseusehtäehtcrcien in den Straßen Jerusalems geborgen hat, mit der Botschaft, daß die Schergen Nebukadnezars nach dem Propheten fahnden. Gleich darauf erscheinen desselben Abgcsandte, mit allen Zeichen der Ehrerbietung, und tragen Jeremias höchste Ehren an am Hofe des Großkönigs, Die- 6er aber rafft sich auf, und umtönt von dem begeisterten Trotze einer verlorenen Schar, gibt er den Gesandten die geziemende Prophetenantwort, de allerdmgs jiii vorletzten Kapitel des PropUetciibuches weit lapidarer gehalten ist. Aber durch den Augenblick huiwe;,׳gerissen in den Strudel exstatischen Erkenncns veiteintiet er, der sich vom göttlichen Zorne eben erst finster und fluchend abgewandt, auch schon das göttliche Erbarmen. Und mitten im Elend, das er, ohnmächtig verstoßen und bitter hatte vorhersehen müssen, wird er mächtig, hinreißend und milde, der Prophet des Trostes. — 1 Neben diesem Prophetendrama geht aber auch ein zweites: das Drama Israels: das Drama dieser Masse, die du — ein bischen ״Rciuhardtisch" — vor den Stufen der Zio־ bürg und des Tempeln hin- *1. her- ןוייד Berliner Zionistische Vereinigung r em Montag, den 1. Juli 1910 abends pünktlich 8 Uhr Im Klindworih-Scharwenka-Saal Lfllrewsfr. 76. Redner: Nadtuta Goldmann Vorlesung aus Herzls Schriften: Dr. Gustav Krojanker ״Home Rule für Palästina“ ״Daily Mail" vom 21. Mai veröffentlicht einen Ar- (ikei unter der Ucbcrschrift ״Home Ruie für Paläs t i 11 a": Einleitend wird in dem Artikel ausgeführt, daß Palästina unter türkischer Herrschaft in Verfall geraten ist. Die Frage nach der Zukunft Palästinas sei mit de! 1 rage nach der Zukunft der jüdischen Siedlung verbunden. ״Kein jüdischer Staatsmann", fährt der Aufsatz fort, ״verlangt heute die Schaffung eines jüdischen St%ates in Palästina. Alles was er wünscht ist Home Rulc: die Freiheit, die leeren Plätze im Lande auszufüllcn, wo für 1 huulerttausende von neuen Kolonisten Raum vorhanden ist. Die Juden verlangen die Freiheit, das Land zu entwickeln und dort unter dem wohlwollenden Schutze einer großen Macht eine Nation zu werden. Ufbcrall in Palästina sind Zeichen des Erwachens bemerkbar. Die neuen jüdischen Dörfer uml Garten- Städte sind etwas einzig dastehendes, sowohl in bezug auf Bevölkerung wie auf Sprache. Die ersten Kolonisten und die meisten ihrer Nachfolger kamen aus einem Lande, wo cs ein größeres Verbrechen war ein Jude zu sein als ein Mörder. Kaufleute, Handwerker, Studenten, Hausierer waren sie in Rußland gewesen: ln Palästina wurden sie Ackerbaucr und Landarbeiter. Nach allen Erfahrungen der Kolonisation war ihr Vorhaben von vorne herein zum Mißlingen verurteilt. Von der türkischen Regierung erhielten sic keine Stütze. Nach einiger Zeit hörte die Regierung auf, sich m dio Angelegenheiten der Kolonisten liinciii/iiiiüschen, und sie bekamen vollständige Selbstverwaltung. Lokale Administration. Erziehung, Rechtsprechung, alles war ihnen selbst überlassen. Die Regierung existierte bloß als Steuereinnehmer. Diese Kolonien sind praktisch gleichzeitig mit den französischen in Tunis entstanden, die hinter sich die volle Förderung seitens der französischen Regierung hatten. Die jüdischen Kolonien hatten zunächst nichts als die Hilfsquellen von Einzelpersonen, die meist nicht reich waren. Später kamen ihnen europäische jüdische Organisationen und vor allem der Staatsmann und Philantlirop Baron Edmorul de Rothschild zu Hilfe. Aber ein jeder, der beide Länder kennt, gibt zu, daß die Fortschritte Palästinas weitaus größer sind als die der Franzosen in Tunis.“ Neue Gcsellschaftei in Rußland zur wirtschaftlichen Entwicklung Palästinas Vor kurzem konstituierte sich in Petersburg eine ״Gesellschaft zur wirtschaftlichen Wiedcrbelebung Palästinas", die sich durch ihre großzügigen Pläne auszeichnct und in der auch Nicht- Zionisten tätig sind. In wenigen Wodien wuchs die Zahl der Mitglieder in Petersburg und in der Provinz auf 250; darunter sind viele angesehene Finanzmänncr, Ingenieure, Architekten, Agronomen, Jurist(.׳!! und Aerztc. Die Gesellschaft zerfällt in zwei Abteilungen: eine technische und eine agrikulturcllc, die erste unter dem Vorsitz J. Kassels, die andere unter dem Vorsitz des bekannten Agronomen und Dozenten B. Bruzkus. Die technische Abteilung besteht aus vier Sektionen: für Bau, für Elektrotechnik, für Verkehr und für Industrie. 111 dieser Abteilung wird jetzt an Projekten von Kleinbahnen, der Ausnutzung der Wasserenergic des Jordans und des Jarmuks gearbeitet, wie auch an dein Proejkt eines Kurhotels in Jaffa. Die agrikulturcllc Abteilung will sich vorderhand der öcwässerungsfrngc widmen, der die Fachleute eine bcsondere Wichtigkeit beiinesscn. In der Gründuiigsvcr- Sammlung im Februar, die unter dem Vorsitz eines Nicht- Zionisten, des Vorsitzenden des Kongreßkomitccs, M. Krcinin, stattfand, wies dieser darauf hin, daß gegengegenwärtig die Entwicklung Palästinas eine allgcmcineVolksaufgahc sei, an der alle Volkskrälte, ohne Unterschied der Partei, teilzuneh.nen haben. Das Mitglied des großen A. C., Herr Boris Gold berg, entwickelte ein ausführliches Programm der neuen Gesellschaff, die sich weite Ziele steckt. Die Gesellschaft soll die Dünen und Abhänge beforsten, Eisenbahnen und Häfen bauen, Wasserleitungen und Straßenbahnen, elektrischc Beleuchtung und Telephone schaffen, einen Dampferverkehr zwischen den Schwarzcnmccrhäfcn und Palästina cinricliten. Es wurde ein provisorischer Ausschuß gewählt, bestehend aus den Herren: M. Krcinin, (Vorsitz), B. G o 1 d b e r g, B. Hessen, J. Gr ii n - berg (Schatzmeister), M. Ale in i ko w, B. Br uzkus.J. Bruzkus, S. Warscha wer, S. Weißenborg, B. Immcrnia nn, J. Kassel, N. Katzen e 1 so 1111, D. Margolin, A. Pines, M. Pollak, L. Sirwindt. In einer Sitzung dieses Ausschusses wogt und wie ein einziges, tausendköpfiges! Wesen sich gebordet. Wer ist diese Masse? Die der Windhauch eines Gerüchtes für oder wider Aegypten stimmt, zu blutigem Kriegsdurst entfacht oder in heftigstem Schrecken dahinjagt, die unaufhörlich zwischen den Gegcnsätzeii in sich selbst pendelt und doch wie an geheinuiisvolk'ii Fäden in konsequenter Verblendung einem konsequenten Verhängnis cnlgegciilrcibt. Und keiner von ihnen, dein nicht Jerusalem «ein eigen Blut und!.eben wäre, keiner, der nicht mÜteilhäUc an Jcrusalcms Sturz uml der Hoffnung seines Wiederaufbaus. Man mag wenig Jüdisches an dieser Masse finden,, aber dennoch ist cs da: in der brandenden Leidenschaft der Meinung, in den hier nur mehr ins Triviale umgesetzten exstatischen ־Erregungen, in ihrer innigen, passiven Glut des Sdu'cksalscrlcbcns. Und vollends ist cs da in der Gestalt des Propheten selbst, der, obgleich vom Feuer des Unbedingten getrieben, ln der völligen Durchdrungenheit seines Schicksals vom Volkesschicksale, in seiner Vcrstoßcnhcit von allem Gewöhnlich* Menschlichen, in seinem Fanatismus für die geschaute Wahrheit so untrennbar enge in diese mächtige Volkstragödic verwoben ist Und wie ein Wunder, geweckt unter dem! Wunder der Wandlung de®' Prophetcii selbst, erscheint dicse3 Volkes Abschied und Auszug aus Jerusalem, als ein Wandern auf einem unendliehen Weg des Leidens und der Läuterung, der Prüfung und der Erlösung. Und noch ein drittes Motiv, dem historischen Stoffe nach zwar nur mitsclwingcndcs Nebenmotiv, für den Dichter aber und Wahl auch für seine Auffassung der Jcreiniasgcstalt im Vordergründe stehend, — das Pro- .«,cm oes Krieges! Wenn der Prophet immer, mit einem Fuße gleichsam über der Ebene dieser irdischen Ereignisse stellt und andrerseits das Unabwendbare mit ücm menschlichen Teile seiner Seele nicht begreifen kann, so mag andrerseits auch von dem schlichtesten Menschen der Krieg erlebt werden ah ein Wcltcreignis, das, von der klaren Notwendigkeit der '׳ernunft aus betrachtet, nicht sein müßte, das ein kleines! Wort oder eine kleine Verschiebung gewisser Augenblicke verhindert hätte. Diese Art von Stimmung aber wird meisterhaft gezeichnet in der auf den Wällen Jerusalcms geführten nächtliihcn Zwiesprache zweier Kriegcr, von denen der eine in stummer Gedaukendiszipliu nur seinen Befehlen folgt, der andere aus tief* Biem Seclcmlrange die Rätselfrage des Krieges aufwirft. Ganz anders freilich, mit der Gewalt iies U11bedingten, durchwühlt das ganze Volksselücksat die Brust des Propheten, der die Gottesstimme des Friedens als Einzelner und Einziger entgegenrüft dein eieinentaren Toben der Volkstriebc und, ähnlich wie die Hauptgestalt in Kaisers ״Bürgern von Calais“, das Prinzip eines neuen und anderen Mutes für das Leben dem elementaren Mute der blinden Tat gegenüber verkörpert. So treibt cs ihn zu in erstenrnale gegen die drängende Masse, welche dem Abfall von Ncbukadnezar und der Hilfe Aegyptens zujuoelf, und er ruft dem Könige, da dieser eben die Tcmpelslufcn ersteigt, um seine Waffen z״ weilten, die Worte zU- •*J!l,ab *Jas Schwert, Zcdckia! D״ rettest Jerusalem! Friede g.b Israel, Gottes Friede!" und dem ״offiziellen" Phrophctcn Hananja ־die Worte: ״Abtut Gottes Namen vom Krieg, denn nicht Oott führet Krieg, sondern die Menschen". Zum zwei en Male warnt er den KoaD nachts vor den Wallen der Stadt gegenüber den meergieich heranrauschenden Stimmen des Fcindcslagers, das eben die Stadt umgürtet hat - und er heischt von ihm ah erst r die Hand zu bieten für den Frieden. Und i Stunde der letzten Not als Ncbukadnezar eben durch seinen Boten — es ist Baruch, der Jiin״er Jeremias Bedingungen gestellt hat, die der Eime Ir• “ ja der Ehre Gottes widersprechen , K.)n'’8"׳ ״*"Et ־״״h da, Än״ "*״SäS“ “™׳f Scn'W״Tn״‘‘r)ifd«|f d1' ei״licl" F™׳• "i geus gehört diese Szene in ihrer ״״ßeScn Takt:-