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Jüdische Rundschau · 1918-06-21 · Heft 25 (21.6.1918) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 25 (21.6.1918)
Date
1918-06-21
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 192 Nr. 25 PJL, (Jer englischen Militärbehörde in Anspruch genommen, und das Krankenhaus ״Mi.sgab ladacli“ kann nicht benutzt wurden, da die Türken bei ihren» Abzug -ms Jerusalem alle Medikamente, Instrumente und sonstigen Emriehtiingsgcgensliimle mitgenommen batten. Zur Zeit ist man mit der Neueinrichtung dieses Hospitals besch.'iftigt. Das türkische Papiergeld wird von den Engländern nicht in Zahlung ftcaom1*1en, Audi sonst ist es völlig entwertet, so daß man füiy. 13 türkisdie Pfund nur ein Pfund Sterling erhält; in vielen Geschäften wird es überhaupt nicht angenommen. Die Behörden beabsichtigen, Höchstpreise für sämtliche Lebensmittel eiii/ufiihreu, doch ist es sehr zweifelhaft, ob das eine Wirkung auf die arabischen Kaufleuie ausübeu wird, die vielmehr, wie mau befürchtet, ihre Waren dann nicht auf den Markt bringen werden, Inzwischen b c s c h u I d i g c n die Araber u 11 d d i c Christen die jüdischen Händler, da(» sie die Preise in die Höbe schrauben; doeli ist es in Jerusalem allgemein bekannt, daß diese Iksclmldignug ungerechtfertigt ist, und daß eben die arabischen Besitzer enorme Preise von •den jüdischen Händlern selbst verlangen. Es sind Bestrebungen im Gange, die J e r u s a 1 cmer Juden beit zu vereinigen, docii sind die Vorarbeiten bisher nicht weit gediehen, da die alten Gegensätze zwischen den einzelnen Abteilungen der Gcmeiiide noch immer störend im Wege stehen. Nach dem Tode des Bürgermeisters von Jerusalem, eines Moliamcdaners, ist ein Christ an seiner Stelle zjiin Bürgermeister ernannt worden, was bei der jüdischeu Bevölkerung eine gewisse Erregung hervorgeruien hat, da sie als die numeriscli stärkste auf die Besdzimg dieses Postens Anspruch erhoben hatte. Von der Zionistischen Kommission Den ״K 0 p c n 11 a g e 11 e r Z i o n i s t i s c 11 e n Mitt c i 111 n g e n“ wird telegrafisch aus Jerusalem mitgeteilt: Die Zionistische Kommissio 11 hatte eine Beratung mit den Vertretern der wichtigsten Sektionen der Jüdischen Gemeinde in Jerusalem. Nach längeren Beratungen wurde beschlossen, ein Komitce zu gründen, das die gesamte Juden heit Jerusalems repräsentieren soll. Ferner wird heabsiehtigt, einen Zentral rat in Jerusalem cinzusctz.cn, der in Vertretung der Zionistischen Konimissioii dem Gemeiiulckomitee bei seinen Arbeiten hilfreich zur Seite stellen soll. Eine wichtige Beratung fand ferner zwischen den Mitgliedern der Zionistischen Kommission mul 35 der angesehensten Jerusalemer Rabbiner statt. Dr, Weizmann führte in seiner Ansprache aus, daß die Zionistische Kommission den Wunsch habe, das jüdische Leben in Jerusalem, im Einklang mit dein gesetzestreuen Judentum und unter Berücksichtigung seiner Wünsche, auf eine moderne national-jüdische Basis zu stellen. Von seiten der Rabbiner wurde den Vorschlägen der Zionistischen Kommission Verständnis entgegengebmeht, und es wurde beschlossen, die J esclii bot 11 und Talmud T 11 ora-Sch u 1 e 11 in Jenisalem zu 11 c b ra i s i c rc n, und eine besondere Ko mmission zu ernennen, die die Details der zukünftigen Arbeiten der orthodoxen judenbeit in ständiger Fülllungnnahme mit der Zionistischen Kommission regeln soll. Die Konferenz, beschäftigte sich ferner mit der gegenwärtigen ökonomischen Lage der Jerusalemer Judenheit, und es wurde beschlossen, unver/üglich Mittel zu ergreifen, um den in besonderer Notlage befindlichen Lehrern und Schülern Hilfe zu leisten. jüdischen Ucheriragung von 1. Rawin. Das Büchlein ist hübsch ausgestattet und von L. Rosenberg illustriert. ’ Auf der Bialystoker jüdischen Bühne wurde Stn 11 dBergs Drama ״Der Vater“ in einer jidisehe »1 U e b c r t r a g u n ״ erfolgreich nufgeSührt und bereits öfters wiederholt. Max Brods ״Die Arche Noa 11“ (aus: ״Die Hobe des Gefühls) erscheint gegenwärtig jn hebräischer Uclxrsct/ung von I». Lach «wer in der Warschauer Wochenschrift 11״ a z e f. r a“. Im Verlag der Loge Al-Hamisclimar (Lausanne) erschien die von Dr. Jakob KJatzkin vor kurzem1 in Zürich in der vom! Aktionskomitee der ostjüdischen Organisationen veranstalteten Massenkundgebung geh,11׳- tene Rede unter dem׳ Titel ״Die Judenvcr'folgungen in Galjzien und Rumänien“. Der Rede sind die Beschlüsse der (Protestkundgebung beigelugt. Das Ap'rilhcft der Monatsschrift ״Der J ud enthalt folgende Beiträge: Theodor Bchr: ״Die jud fräste m Litauen“; Albrecht Hcllmann: ״Die Jtu in der Wcltpolitik“; Hans Sachs: ״Der Jude 1 der liourgTO.s“; Ernst Eli jahu Rappeporf. ״Go' V.01K*; M, J ISod c 11111 i in1 c r: ״Erinnerungen rscli.cnow ׳; Michael Weichert: ״Jacob Gordiu 1 das indische Theater“; Jacob Klatzkin: ״Herrn, ooiien; Chassidisehes, mitgeteilt von S. A. 1)0 1 dZcV htV RaU-icl sVl a J f 1 ,.1,י־ . Kuttnel beligmann: ״Zur Frage frieiiiol“'” : A' Fürst; ״Uür alte Wiener Jur Das Maiheft enthält: A.-i.: ״Eine Enttäusch נ>ה1ו ihre Lehre * (Zur Lösung der rumänischen Juc Lage)Am 1tai: ,;Chronik“; Hermann Glenn: 1״ Marx; Fncdnch Tluebcrger: ״Ein Wort zu Erwägungen über Religion“; Samuel Rappapo Bedeutungsvoll ):׳: :I T•:' -m׳b r.ii <!; :er K : fcreu/ War e daß Id r /;!iti k . .,1 eia;;1 J'ivi:;;: von Jerusalemer Ra';■׳.: ni ■g ׳:ii /!:.;>(i 1!:ni Keinen Bestreinmg'eii Ver.iäu ׳:;;ז 1 Ty!11|:;;ii;ie cidgcgcngcbracht wurde, Reuters Büro VvrUib.i f,K;em'.i ״Times״• Telegramm K .־׳ i ro v,31 1,״. M.'.i: Am l’mpirc-Dny 11::t in j e r;1!> a 1 e m eme Feier siattgefnniirii, bei der Vertreter der judenheit von General A11 c 11 b y e:i,p׳f:m;;e:1 wurd e», dem sic eine auf Pergament;:eschri1,'.1u־,c '£ bor.vroiie in einem kostbaren Rilbersriirem übvn'eidifeii. Zwei Rabbiner, welche die Sefardini mul A'׳|.kk׳.:ua ׳.im verlnileu, hielten Ansprachen, auf die General Aller,by erwiderte. Eine weitere Ansprache hielt der Vorsitzende der Zknne.tisehen KotumKsiuii, Dr. W e 1 z. r.1!1!111. Unter den < iiisten befanden sieh die Führer der uictiljü'.Ii.-.ciicu Bevölkerung des von England okkupierten Cidueies, Elite Palästina-V/ocl;e ׳ in Petro;;rcd Vom 21, bis zum 23. April wurde von der zioiüstisehen Organisation in'Petrograd eine Palästina- W o c 1» c veranstaltet, au der fast die ganze jüdische Bevölkerung lebhaften Anteil nahm. In allen Synagogen fanden Abend-Versammlungen statt, in denen nach einer Einleitung durch einen 'feierlichen Gottesdienst Refcrate ü b e r P a 1 ü s t i 11 a erstattet und S a rn m 1 u n g c 11 für den P a 1 ä s t in a ■ Fo 11 d vorgcnommcii wurden. Besonderes Interesse erregte eine Skulpturen- und G c 111 iildcausstcllung 'jüdischer ijKünstler,, die auch in finanzieller Hinsicht außerordentlich erfolgreich war. Den größten Enthusiasmus erregte cs, als bei einer der Veranstaltungen der berühmte russische Sänger Schal jap in eine Reibe jüdischer Volkslieder und schließlich die ״Hatikwah“ sang, in die mehr als 6000 Menschen einstimntten. Alle jüdischen Zeitungen gaben Palästina-Numm c r 11 in hebräischer, jidischer, und russischer Sprache heraus. Am 29. April wurde ein Kursus von Vor- I e s u 1t g cirüber P a 1 ii s t i n a eröffnet. Die Palästina- Begeisterung der gesamten jüdischen Bevölkerung gclangte in dieser Woche zum höchsten Ausdruckf Antisemitischer Volksta״ in Wien %J» Sonntag, am 16, d, Mts״ fand in Wien ein großer d e 111 s ch!1 a t io 11 a 1 c r Volkstag im Wiener Rathaus statt, bei dem w ü s t e a n t i s c 111 i t i s c 11 c Hetz.- reden gehalten wurden, die in der Aufforderung zu Boykott und Pogromen gipfelten. Insbesondere der Abgeordnete Kunschale tat sich dabei hervor. Der Volkstag war durch Flugblätter vorbereitet worden, welche in der aufreizendsten Weise gegen die Verunreinigung des deutschen Wien durch Ausländer und frcnulrassige Elemente, insbesondere die Juden beizten. Im Zusammenhang damit fand auch in der Aula der Wiener Universität eine Verbrüderung der d e u t s cli n a t i o n a l e n mit der katholischen Studentenschaft, die sich immer aufs äußerste befehdet hatten, statt, wobei gleichfalls gegen die Gefährdung des deutschen Charakters der Wiener Universität und gegen alle ״Ucbergriffe der sieh• breit machenden Fremdliuge“ Stellung genommen wurde, in den heutigen Morgcnbiäftcm ist der größte Teil des Berichtes über den Voll.stag konfisziert. Der Jüdische NrJionr.!mt in der Ukrdne Angesichts der neugeschaffenen Lage, die die Existenz der jüdischen nationalen Autonomie in der Ukraine zu gefährden droht, wurden von neuem zwischen den j ii d i s c 11 e u Parteien V e r 11 <111׳ d I u n g c 11 über die Rekonstruierung des Jüdischen National• 1' a t e h in der Ukraine a11׳ f d c 11 v o n den Zionist e n .,Aus dein׳ religiösen Leben der Ostjuden“ (Ehe); Michael W eichert: ״Jacob Gordiu und das jüdische Theater“ (Fortsetzung); Hans ׳Block: ״Zur Volksbildung der westrussisclicn Juden“. Heft 2 (Mai 1918) der Jugendzeitschrift lerubl>aa 1 enthält folgende Beiträge: Martin Üubcr ״Jüdisch leben“ (II); M, J. bin üorion: ״Vom Propiieteu Moses“; Eugen Höflich: ״Leidenschaft: Wort und Tat“; Ernst Elijah« Rap peport: ״Jung Juda" (II); Adolf Stand: ״Gedanken über das Judentum“; Herbert Weichmann: ״Das Dilemma“; Isenö Freistadt: ״Jugendidcale“; Me'ir Wiener: ״Ziele des Zionismus•■; Robert Emil Wciaa; ״Wie ich den Antisemitisniiis erlebte“; Hermann Graf: ״Unser Weg“; Richard Kramer: ״Warum wir siedeln wollen'“; Rudolfine M c 11 ze 1 - Wa 11 ״ch: ״Blau-Wciss im Rahmen der jüdischen Jugendbewegung“; Von hebräischen Lehrbüchern. , Im Verlag von Otto Hendel (Malle a. S.) erschien eine Broschüre von Professor Wilhelm׳ Fo er st er: ״Die internationale Wirksamkeit des Jude 11 tu ms in der Vergangenheit und in der Zukunft.“ Das _ ״G11 ett 01 i cd ch e n" von Hugo Zuckermann ist in einer Vcrtonui)״• von Siegfried Grzyb soeben int Verleg der Musikalienhandlung S. G, Porg c s, Pi ־ag. erschienen. Soeben erschien der 10, C jüdischer Frauen für lästina“. Erhältlich irf IM Burgs.tr. 27, Bürohaus' Börse c: ri cl;t des ״Verbandes Kulturarbeit In Paro des Verbandes, Berlin, Soeben erschien die Blätjer, Monatliche e". Turnvereins P ra;. 1,׳;־Ke׳ Ntun'..סדr der J. T.-V. ■<-•••"; 3,0;^ des jüdischen Xi. ivi. v e r 1 a n 1! t e 11 G r 1111 d Inge 11 geführt. Die am ^1V th)i1::lr.־!t beteiligten Parteien (Zionisten, Ürthodoxo, Iking Poalc-Zion, Volk:,parlei, Vereinigte) erhielten Sit/e eig! sprechend den Ergebnissen der Wahlen zu den qc־ rueiuden. Der Rat besteht aus 21 Zionisten 10 B11 ״ d i s t c (1, 9 V c re i n i gte 11, 7 Poa ] e - Zion 5 A n 11 ii n g c r ״ der V o] k s p״ r t c i und 5 Ortho-’ d o x e 11 (A g 11 d a t h J i s r a c 1). Jfidicclicr Selbstschutz in der Ukraine Das Jüdische Preßbüro i n S t o c k h o 1 m bci richtet: Ein Pctrograder Telegramm des Londoner ״Jewlsli; Chroiiiele“ meldet, daß infolge der durch die letzten j Ereignisse cntslandencu Wirren in der Ukraine die jü- ו (iiseben Gemeinden in Odessa und Kiew die Leitung der jüdischen Angelegenheiten .starken populären Per• 1 söniiehkeilcn anvertraut haben. I lerr M, Ussyschkin unterstützt von sechs zionistischen Mitgliedern ‘des Ödes! saer Stadtverwaltung, hat die Kontrolle über die jüdischen * Angelegenheiten in Odessa übernommen. In Kiew wurde mit der gleichen Aufgabe der zionistische Führer ' Syrkin betraut. Die jüdischen Selbstschut/gruppen! beschützten nun wirksam die jüdische Bevölkerung, soj, daß neue Versuche antisemitischer Ausschreitungen von diesen Scibstschutzgnippcn unterdrückt wurden, bevor; sie einen gefährlichen Umfang angenommen hatten. Die!, Regierung von Skoropadsky bat den Beschluß der aufgelösten Zcntralräda, ein jüdisches Lehrcrsem i n a r in der Ukraine zu errichten, aufgehoben, Vom Zionismus in der Ukraine ן| Die zionistische Arbeit iti der Ukraine ist sehr i| rege. Besonders eifrig wird die Scliekclarbeit betrieben. 14 Einem Sondcrbcriclvt über die Verhältnisse in Sciii- J i tomir entnehmen wir folgendes: Es gibt in Schij •, tomir 40000 Juden. Am Lag-Bcomcr fand in Schi- 4; tomir ein großes Kinderfest statt. 2000 Kinder { zogen, nach Schulen geordnet, mit zionistischen Fahnen ן und Musik nach einem ungefähr 5 km von Schij tomir entfernt gelegenen Wahle, wo sic bei Spiel und J ' Gesang zusammenbiieben. Abends zogen sie in gc- 1' schiosscncm Zuge mit Musik in die Siadt zurück. Das;; < kulturelle Leben der Juden Schitomirs ist sehr stark r ‘ entwickelt. Es existieren eine Reihe jüdischer Schulen | J und ein jüdisches Thtater, י In Odessa fand kürzlich eine zionistische Beratung statt, an der außer den bekannten Führern der Odessaer Zionisten auch die Herren Ingenieur Bruck aus Ekatcrinoslaw, Tomkin aus Elisabethgrad, Syrkin und Machowcr aus Kiew tcilnaluncn. Es wurde beschlossen, im Juli eine Zionistische Konfcrcn z für die Ukraine nach Kiew cinzubcrufcn. Die jüdische Hilfsarbeit in Amerika Auf der Konferenz der New Yorkdr J11denheit, die am) 13. Januar stattfand, teilte der | Vorsitzende Dr. J. L, Mngncs mit, daß die New Cf Yorker Juden Im Jahre 1917 die Summe von 17E. 14 Millionen Dollar fiir jüdische und außerdem ca. 3 Miliio- ן i m nen Dollar für allgemeine Wohltätigkeit in Amerika i j aufgebracht haben. (Hierbei sind die Spenden zur Linderung der Not in den vom Kriege - betroffenen Ländern nicht inbegriffen). Der ״American Jewisli Chronicle“ 1kmerkt hierzu: ״Man darf die Summe der von den amerikanischen Juden außerhalb New Yorks für die gleichen Zwecke aufgebrachten Gelder auf 20 Millionen Dollar schätzen, was einen Gesainlhetrng von 40 Millionen Dollar allein für lokale Wohltätigkeit ergibt, d. 11. eine Summe, die das Jnhresbiidgct von Staaten wie Bulgarien und Serbien übersteigt. Die amerikanische Judenheit kann auf dieses Ergebnis mit Recht stolz sein. 13>/a Dollar pro Kopf der Bevölkerung ist sogar unter den Juden, deren Wohltätigkeit von jeher bcrühmt war, ein Rekord. Die Bürger der kleineren Staaj:| ten zahlen im Durchschnitt nicht mehr für die Aufrechterlmltung ihres Staatsweser». Wir haben immer be- ן| hauptet, daß unsere Ausgaben für Wohltätigkeit allein :| ausreichend wären, um eine jüdische Verwaltung in! | Palästina zu erhalten, und die oben angeführten Zahlen 11 bilden einen Beweis׳ für unsere Behauptung. j:| Noch vor 20’ Jahren wurde der Betrag von 50;ן Millionen Francs, den die zionistischen Führer als not- . | wendig für Palästina hielten, als eine erschreckend hohe > Summe betrachtet, und es schien damals fast unmög• ׳ jj lieh, daß das ganze jüdische Volk diesen Betrag auf- 5 f bringen sollte, jetzt gibt die New Yorker Juden- > y heit, die nur 12 Prozent unseres Volkes^ ausmacht, ' J allein das Doppelte dieser Summe jährlich für lokale j Wohltätigkeit aus.“ i j!1 IT-! r! t f I * I Bas amerikanische Judentum in Ziffern Das ncuerschicnene jüdisel 1 -a 111 erikanisehe ״Jeat Book“ für das Jahr 5678 bringt eine Anzahl neuer statistischer Daten und Mitteilungen, denen wir hier einige neue Angaben von allgemeiner Bedeutung eilt* nehmen. Die Zahl der Juden in den iiord-amerikanisehen Vereinigten Staaten erreichte Im Jahre 1917 3012141 und macht 3 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Die bedeutendste jüdische Gemeinde der Voreinigten Staaten, New York, zählt bereits 1 350 000 Juden. Nach New York kommen Chicago mit 250000 und Philadelphia mit 175 000 Juden. Es folgen Cicvcland und Boston mit je 75 000, Ba 11imore, Newark und St. Louis mit je 50000 Juden und 23 Gemeinden mit einer jüdischen Bevölkerung von 10-50000 Seelen. fl ll

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