Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIII (1918)
- Issue
- Heft 24 (14.6.1918)
- Date
- 1918-06-14
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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WvJ T Godaß andere Gelder garnicht in Anspruch genommen zu werde״ brauchen. Alle diese Bcinü hange 11, den Befehl des Kreischas rückgängig zu jnaclicn, sind bis• iicr erfolglos geblieben. Zugleich wird uns berielitet, daß derartige Evakuierungen im Wloclaweker Kreis bereits an vprschiedencn Orten durdigefiilirt worden seien. Angesichts dieser Verordnung, die wir bestenfalls als Ausfluß amtlicher Unzulänglichkeit bei der Lösung des Ernälmingsprobicms werten können, müssen wir fragen: Ist der Zentralbehörde in Warschau die antisemitische Maßnahme des Wloclaweker Kreiscliefs, die den Ruin Tausender jüdischer Bürger bedeutet, bc• kannt, und was gedenkt sie zu tun, um zu verhindern, daß diese unglücklichen Opfer in das Warschauer Elend zuriiekgeworfeu werdcu? Welchen Sinn hatte die Maßnähme der Zentralbehörde, als sie im vorigen Jahre die IJebendcdehm:{ der armen Bevölkerung Warschaus in die Provinz als eine unausweichliche Notwendigkeit durch führte, wenn sie jetzt zuläßt, daß einer ihrer Beamten aus Gründen der Eniiilmmgsschwicrigkeitcn, denen er in seinem Kreise nicht Herr zu werden im- Staude ist, diese Maßnahme dadurch illusorisch macht, daß er nunmehr einen Strom armer oder minderbemittelter Juden, die in der Provinz sich bereits eine Existenz gegründet hatten, wieder in die Hauptstadt zuriicklreibt? Vor allem aber erhebt sich die Frage, ob ,es cigcntlieh in Polen noch so etwas gibt wie ein Referat für jüdische Angelegenheiten, dessen vollkommenes Versagen in dieser Angelegenheit um so auffälliger ist, als es sich hier ja nicht um Politik, sondern um die Rettung des nackten Lebens vieler 'lausender jüdischer Bürger des Landes handelt. Wir sind gespannt, ob das jüdische Referat zu unserer Frage Stellung achmen wird. Dio jüdische Vertretung in der moldauischen Republik. Die erste Tat der selbständig gewordenen Moldatier Bcssarabicns war die Annulicruiig der Ergcbnissc der bis dahin geltenden offiziellen Volkszählung als Grundlage für die Bestimmung der Vcrtreter/.alii der Beiiarabicn bewohnenden Nationalitäten im bcßarahischcn Parlament. In aller Eile wurde von den neuen moldauischen Behörden eine neue ״Volks- Zahlung" znsammcngestcllt, die den Moldauern 49 % und den Juden mir 13 °;0 der gesamten Bevölkerung 211erkannte. Aber selbst diese Proportion, die von den Moldauern in aller Eile konstruiert war, wurde bei der Verteilung der Sitze im Parlament — im ,,Sfatul Zcriy“ — nicht inuegciialtcn. Von den 130 Abgcordneten nahmen die Moldauer sich 103 Platze, und gaben den anderen nationalen Minoritäten, die seihst der neuen moldauischen Staiisiik zufolge 51 r,'o der Bevölkenmg aiumaehen — insgesamt mir •15 Plätze, von denen die Juden nur 14 erhielten. Charakteristisch war auch hierbei die Art der Verteilung dieser Sitze unter den jüdischen Parteien. Während der Verteilung des Bodens hatte einer der bundistischcn Lokalführer eine breite agitatorische Tätigkeit in den bcßarnbischcn Dörfern geführt und für* den Zusammenschluß des moldaui'.ckc.i Bauerntumgearbeitet. Dadurch gewann dieser bumlis׳ ische Redner das Vertrauen der Moldauer. Er wurde daher auch beauftragt, die H jüdischen Sitze nach seinem Ermessen unter den Juden zu verteilen. Wie diese Verteilung unter solchen Verhältnissen ausfiel, läßt sich leicht denken: der Bund erhielt lOSilzc, die ״Vereinigten Sozialsten“ bekamen zwei und alle sonstigen bürgerlichen Parteien zusammen zwei Sitze. Der Vcr- 1*,<*grvr!y>r*׳;!»rr1*1^«.״r!f׳s^r■^^^ l״ ״!.- ׳.«■.״׳ g Nationales Selbstbestininuingsrecht der Juden in Polen Das laug erwartete Buch von [>r. Max Rosenfeld über die polnische judenfrage ist im Erscheinen be״ritten,!!•.folge der ungemeinen Aktualität, welche die Frage der jüdischen Autonomie besitzt, hat der Autor sich entschlossen, noch vorher das betretende Kapitel aus seinem Buche drucken zu lassen und als selbständige Broschüre unter dem Titel ״Nationales Selbstbestimmung!»: recht der Juden in Polen“ herauszugeben. Der Standpunkt Rosenfclds ist schon aus seinen früheren kleineren Arbeiten bekannt, ln Broschüre und Buch soll er seine theoretische Rechtfertigung und seine Formulierung erfahren. In der Broschüre gibt der Autor zuerst eine höchst instruktive Darstellung der Nationalitätenkäinpfe in Oesterreich und der Versuche zu ihrer Lösung. (Es ist. dazu auz.umcrken, daß die Broschüre schon vor Erscheinen des neuen Buches von Renner, das einen ähnlichen Exkurs enthält, fertig-gestellt war). Von den gemachten Vorschlägen untersucht er, ihrer Bedcutung entsprechend, am genauesten jene Dr. Karl Renn c r s, wobei er die vielfach verbreiteten Mißverständnisse über dessen Konzepiion der Autonomie aufkliirt (insbesondere inbcztig auf die Rolle des Personalitätsprinzips bei Reimer, das für sein System mir Kdnstitutionsgrundlapc ist, nicht aber eine Form, um die Autonomie vom Gebiete zu lösen, nach Art der religöscn Autonomie, wie cs fast alle Schriftsteller־ fälschlich austegteu) und die nameutlieh von böhmischer Seite erhobenen Eiuwiindc gegen das Rcnncrschc Schema erörtert. Einer der hauptsächlichsten dieser Einwändc ist, daß mit Ausschaltung der nationalkulturellen Gebiete aus den Kämpfen der Nationen die Mehrncitsvölker Oesterreichs sich nur mit umso größerer Wucht, als bisher, auf die wirtschaftliche Bedräng״״״ lind ■ Unterjochung des fremdnationalen ״Gegners“ werfen werden. Diesen Einwand muß man mit besonderer treter der Zionisten in der ili:׳.׳,ur..e.1־ v. *Cisc-.inew, Dr. Ko 11 a 11 - Be t צ גו i c i :1, iw, io ׳״:..al d.r.r.e Art der Verteilung Vervnlin־;/• ein, «.!*.: cb'.T .°',5ו;ו Er• folg blieb. Im Namen der Zionisten I״:f;ar.״.bic;1׳s, der Volkspartei, der Or111 o«I•oxic und der jüdiselieii Delegierten des ai jener Zeit tagenden all bella r a b i s c 11 c a K ongres s c* ׳.; der S t a dt c . wurde daraufhin ein Mcmorandiun an rh*. ״b!::L;:l /.c:riy“ gcrichtet, in. dem idargelcgt wurde, daß die Juden gemäß ihrer Zahl das Recht auf 19 Vertreter besitzen. Dabei müßten diese jüdischen Sitze auf folgende Weise vcrteilt werden: die 7 jüdischen Bezirk;stüdie Ccßarnbicns müßten je einen Vertreter lind jede der 4 im Lande wirkenden jüdischen Parteien —־Zionisten, Bund, Orthodoxie und Volkspartei — je 3 Fitze c11!altc:1. lieber das Rcsullat dieser jüdischen Eingabe liegen noch keine Nachrichten vor. Besonderes Befremden erregte die Tatsache, daß hu Ministerkabiiiett der neuen Regierung kein einziger Jude vorhanden ist, trotzdem die Juden die zahlreichste nationale Minorität sind und die besten Kräfte der Intelligenz. besitzen. Der Premier der Republik, Dr. Tschcßorjak erklärte in einem Gespräch mit dem Berichterstatter der in Kischincvz erscheinenden Tageszeitung ״Bes sa rab 51: a ja Shjsn“: ״Die Taisache, daß im Kabinett kein jüdischer Minister vorhanden ist, erklärt sich lediglich dadurch, daß das Kabiuett noch vor der Beteiligung der Juden um Pariament zusammengesetzt wurde.“ Gegenwärtig aber, nachdem das Kabinett seine Form <'1׳׳'־iU:״ habe, sei es suimöglieh, so versicherte der Prem, /die Frage aufz.uwerlcn. Ernennung eines GcneralproLurors und Appellaiionsricliters In Südpalästina Kurz vor Redaktionsschluß erhalten wir folgende telegraphische E1 g e n m c 1 d u n g: Major Norman Bcntwich, hervorragen• der Führer englisch •ägyptisch er Z i o n i s t c 11, ist zum flener Iprokurorund Appel• 1 a t i o 11 s r i c 111 e r in dem von England o k k u p i c r t c 11 Teile Palästinas ernannt worden. Die Liga britischer Juden Im ״Jewish Chroiiiclc" findet sich eine ausführliche Polemik zwischen' dem Herausgeber des Blattes und dem Sekretär der ,.Liga britisch£r Juden.“ Diese Liga ist eine unmittelbar nach der Vcröffcnthdmiig des Briefes Rnlfours an Lord Rothschiid erfolgte Gründung von Gegnern des Zionismus, die sieh besonders dadurch beunruhigt zeigen, daß sie infolge des Aufschwungs der zionistischen Bewegung der jüdischen Nation zugerecluiet werden könnten. Obwolil es nach der BaHour’sehcu Erklärung keinen Zweifel darüber geben konnte, daß, wie ja in der Erklärung ausdrücklich gesagt wurde, die bürgerlichen und politischen Rechte der Juden in keinem Lande angetastet werden sollten, fühlen sich die Mitgli.'d.'r der Liga dennoch in ihrer Stellung als Engländer bedroht. ' Es ist eigentlich nicht mehr zeitgemäß, sich mit Gegnern des Zionismus in eine Diskussion über den Begriif des jüdischen Nationalismus cinzulasscn. Jederman weiß, daß unter jüdischem Nationalismus der Zusammenhang verstanden wird, der die Juden der ganzen Welt verbindet und der nichts anderes ist, als das Bewußtsein ihrer gemeinsamen geschichtlichen Erinncrungcn und ihres gemeinsamen geschichtlichen Zukunfiidcals. Dieses Ideal ist die Wiederaufrichtung der jüdischen Nation in Palästina, Es steht nicht im geringsien Widerspruch zu der Tatsache, daß die Juden Betonung auch auf die jüdische Autonomie anwenden, da die Juden überall nur Miuoritütsualion sind, doch finden wir bei Rosenfebl kein näheres Eingehen auf diesen Punkt. Gegen eine frühere diesbezügliche Bemerkung des Refereulen, daß alle anderen Nationen Retorsion üben könneu und damit eine Waffe gegen jede Art von Vcrgcwal- 'tiguug ihrer eigenen Diaspora besitzen, die Juden als Minderheitsnallon kat cxochcn aber nicht, sagt Rosenicld bloß, daß die nationale Autonomie den Frieden bringe und die Retorsion als ein Gewaltmittel ausschlicßc. Leider kann ich diese Hoffnung nicht -teilen. Speziell im Falle der Juden ist nicht anzuucluncn, daß z, B, die Deutschen und Polen, — nachdem die nationalkulturcllcn Angelegenheiten aus dem Machtkampf ausgcschicden sein, sie also die Juden auch hierin nicht mehr als Mitläufer benötigen werden, andererseits diese Nationen konstituiert der jüdischen gegenüberstehen werden, — nicht den aller,schärfsten wirtschaftlichen Kampf gegen die Juden führen sollten. Allerdings werden diese dazu auch besser gerüstet sein. Eine zweite Schwierigkeit der jüdischen׳ Autonomie liegt in der Frage der Konsütuierung der Nation. Rosenfeld steht auf dem Standpunkt, daß die Kultusgcmcind<Jmairik (in Oesterreich ist die Standesführung noch Sache der konfessionellen Behörden: Geburten, Ehcscliließungen, Todesfälle etc. werden vorn Matrikeiiführer der Kultusgemeindc geführt) die Nationsmatrik bilden müsse, wobei es jedermann frei sieben müsse, aus der Gemeinde auszutreten. Demgegenüber hat die Mehrheit des Zionistischen Exekutivkomitee:: Oesterreichs das Prinzip aufgestcllt, daß die Kciiitifuicrung auf. Grund des ״freien Bekenntnls-cs zur jüdischen Nation“ erfolgen soll. Dagegen wendet Rosenfeld ein, daß bei einer eokhen Konstruktion die Juden doch nicht ״frei“ «ein werden ־;״.; vzälilen, da sie von der Kehrheitsnation B. den Pchn in Oalküu־,), sofern diese ־ein Interesse daran I\,.. .׳s׳.s,g./ f werden dürften eich nicht in den j..dL-huca .wIr. rg.r ck.z.d.ugen. Man gleichzeitig Bürger verschiedener Staaten sind, und die Gefühle der Anhänglichkeit und Zugehörigkeit zu dem Staat, in dem sie leben und an dessen geistiger ׳und wirtschaftlicher Entwicklung sic tcilliaben, bestehen unvermindert fori, auch׳ wenn die Juden für ihre eigene Volk»- und Glaubensgemeinschaft ein freies Dasein in Pa 15siiria erstreben. Aber die Furcht, dieses unausrottbare Cliaraktcristi-!;uni der Assimilanten, läßt das Bekenntnis zur jüdischen Nation immer wieder als drohende Beeinträchtigung der rtaatsbürgcrliehcn Stellung erscheinen, und immer wieder wird der Versuch gemacht, die po.iliven Inhalte des Zionismus, vor allem die kolrmisatorir.chc Arbeit in Palästina, vom Zionismus zu treimen und den Anschein zu erwecken, als ob auch die iiichtzionislisclien Juden sich von jeher für diese Kolonisation eingesetzt hätten. So behaupten die Assimilanten in Deutschland, daß sie an dem Kolonisaiionswcrk hervorragenden Anteil gehabt hätten, und die gleichen Behauptungen stellen jetzt die Mitglieder der ״Liga britischer Juden“ für sich auf. In Wahrheit ist der Zionisimis als treibende Idee auch die Triebkraft des KokmNntionswcikcs gewesen, und von der Gründung der ersten Kolonie an bis zum heutigen Tage war das palästinensische Judentum des neuen Jischuws immer ein zionistisches Judentum: cs war sich seiner nationalen Aufgabe bewußt und ist aus nationalen Gründen nach Palästina gegangen. Außer Baron Edimmd Rothschild in Paris haben fast nur die Zionisten bisher für die Kolonisation Palästinas gearbeitet. Aus dem Zionismus ist das Mcnsschcnmatcrial und auch ein großer Teil des zur Kolonisation notwendigen Kapitals hervorgegangen. Die von Baron Hirsch gegründete ״ICA“ hat von ihren hunderten von Millionen nur sehr unbedeutende Summen zur Kolonisation hergegeben. Von einer wirklich aktiven Anteilnähme deutscher, englischer, amerikanischer oder son״ stiger Juden an der Kolonisation Palästinas war daher nie die Rede, sofern es sich nicht tun bewußte Zio• nisten handelte. Wenn die Assimilanten heute das Bedürfnis vorspüren, sich angesichts der wachsenden Bedeutung des Zionismus, angesichts der politischen Bedeutung, welche dem entstellenden jüdischen Gemeinwesen in Palästina von den Großmächten zugemessen wird, an dem Kolonisationswerk zu beteiligen, und ihre Gegnerschaft gegen den Zionismus aufzugehen, so sollten sie diesen Rückzug nicht durch die irreführen de Behauptung maskieren, daß auch sie stets an der Besiedlung Palästinas mit Juden niifgearbeiSet lütten. Das kann allenfalls die alte Orthodoxie behaupten, aber auch da handelt es sich nicht um Kolonisation und nationale Wiedergeburt, sondern einfach darum, daß frommen Juden durch Spenden Gelegenheit gegeben wurde, in Palästina zu leben. Der Herausgeber des ״Jcwi&h Chronicle“ ist also im Recht, wenn er der ״Liga britischer Juden“ die Frage vorlegt, z« welchem Zweck sie eigentlich gegründet worden ist. Will sic sich an der Kolonisation»• arbeit beteiligen, so könnte sie sicii einfach der zio nistischen Bewegung anschlicßen. Die Wahrheit ist, daß sic das Kolonisaiionswcrk nicht anzugreifen wagt, dennoch aber aus Abneigung gegen den Zionismus mit Scheinargumenten gegen ihn operiert und den Begriff des jüdischen Nationalismus, der sehr einfach und klar ist, zu verwirren strebt, um die Juden von der Teilnähme an d’cr zionistischen Bewegung nbzuschrecken. f- »!■...־»■■,1 —«■"«■ו■ ■ »י»,"■ /■■y kann noch hinz.ufügcn, daß auch ohne solche Nötigung sich im Westen und vielleicht auch im Osten Oesterreichs nur ein Teil der Juden in den jüdischen Naponalkatastcr eintragen lassen wird, so daß dieser die für eine Autonomie nötige Zahl von Menschen nicht .mehr aufweisen können wird. (Oh überhaupt bei der etwaigen Einführung der nationalen Autonomie in Oesterreich es den Juden frcigcstellt sein wird, sich fakultativ national als Juden oder nicht zu bekennen, ist noch sehr fraglich.) Es ist deshalb ganz, klar, daß, wie Roscnfeld es will, eine nationale Autonomie der Juden in irgend einer brauchbaren Form, d. 11. so, daß alle Kräfte zusammenge• faßt werden, nur dann praktisch möglich wäre, wenn die Kullusgcmcindcmntrik, die alle Juden umfaßt, zur Grundläge der Nationskonstituierung genommen werden würde. Da dies aber einer Nötigung eines großen Teils der österreichischen Juden gleichkäme — die sich übrigens sehr heftig zur Wehr setzen würden —, was eine freihcHlicho Partei unbedingt vermeiden muß, so ergibt sich, daß der Kampf für die Autonomie zunächst inncrhalb der Judenschaft ausgetragen werden muß, und, wenn die nationale Partei in diesem Kampfe siegen wird, die Roscufeldchcii Vorschläge, die sich mit den Beschlüssen der russischen Zionisten decken, zur Grundläge genommen werden müßten. Doch sollen die persönlichen Ansichten des Referenten .nicht allzusehr in einer Besprechung hervorgekehrt werden, deren Zweck cs ist, den großen Wert der Roscnfeldschen Arbeit darzutun. Dieser liegt zunächst in der klaren und inhaltsreichen Darstellung der Ge- -schichte und des Wesens der Bestrebungen nach nationaler Autonomie, wodurch es jedem Zioniste!!, endlich einmal möglich gemacht wird, sich über dieses aktuellste Problem der jüdischen Galuthpolitik m informieren. Darüber hinaus gibt aber die Broschüre erstmalig eine ausgezeichnete Analyse des Problems der nationalen Autonomie für die Juden und ein vollständig ausgearbeitetc« Programm für diese.