Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIII (1918)
- Issue
- Heft 23 (7.6.1918)
- Date
- 1918-06-07
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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I Nr. 23 j U E D IS C HE RUN I.) S € i! A U Seite 177 ' : וי SV 1V a n , 1!'«'• 'י J. Ja. י- P •'! r 4י■ i!1 ■ ' *' «in! ,;!ז־',; 1 י' י‘ vh״s!l.; 1! •1 י: י Gier J. i\ .| 1־< ' ■ctuien '■ Von :>*> an "'Vah't; ׳)r n. > V •חי ei)' |! von ni ,Uh»! יי•!/t'iuea er Da.״?; ,,'.׳. I-ui an;•!-,.. 1.״ \c;1i m1־\s : die «nun. : leid ■ ro in -׳ ,nrik; .: ■'livn 11 mir Kti Pa n׳k! ■׳ eine : der einer; vlii 11 ml ס! t lkil'11- L< h r e r- -en. In US (.'iS Criw- ' li ur dene t’i i.e, die 7\! i; .1.1 1; Vcr- •i ■ii ׳ . iuK'l :.(׳ ic dir ,! '.unir ־. tcr ׳. 11 ׳bi;,:. 1;״ und .• Hepa-;1 f.ilJfC Au 1,'cii• . II■itio• dt mit v 1;]St s wird i(.eS׳ Hcra ,j.>;׳.b'.uiet *• ־^richtet neu nketi י' F.;vigni'ce . Va'wirliS!׳ 11,.;;־.cgiückt jr die jü*!je M0rj.'׳c«• 11ii-P.cn, di« 1 Und: cSt mit «kV c . -[!•;,tzciern ר?*c 1 *. >nt uicn ry;;ztf• tisiwe• •de, aber piii Gewalt 5 j;.;rieben. x cf rigid«« Vo'.i.cs hin• xf-i■ ^tcn. -1;er wir״ h,‘״«׳Volh®5׳!■cm letzt» l j tro«.;וין3זגמ3נן3«3£•/.... ׳״■ t ’ UJZ ד &XSBSL.1?. n C2r.JL r׳4״1X“ SCT» *f; •־•י ף•«■ 4^?י( P1N i*i ׳ i t-4 kt y■ 14 '•‘wV.j'J, tj׳* US *V•‘ 1., ' f /"י־־־־\ n י«י ns *•־:״ 5 ־* ־ i t M I 1 \ -.v* «<׳ iw «4•׳T. /; V'Vi: il v> V ') 11׳ die 1)1 jii«, 1(1011 wurden gewählt: der <;lu.1׳ u;;1 i״»■ MiniKtcf 1 )4א .׳ i 1111' r f a r 11, Rechtsanwalt Jini in tim! der Vertreter der Poalc-Ziou R c sv 111/k i. Das jHiÜ .dii־ Ministerium schuf aiteii ein א u / i a 1• 111 ס 11 ״ ,|״ i s c 11 0 s 111s tii 111 zur Frgninduug <!! r htnii;1isvlK'tt und svirlsclui (1.liehen Lage der jiiilt-n in ,!er Ukraine. /um Leiter die--.es Instituts wurde der Schiifiktellrr Jakob Lcsczcinsk'i ernannt. 111 allen gröllercii und kleinen Städten tler Ukraine wtndeti die <i e 111 e i 1111 e 11 neu o ra 11 ii e r t und iircn all;emeiiie, gleiche, geheime, direkte und proportioneilc Wahlen ,11 e u e ,V e 1־ sc aliu n g c 11 gewählt. Von den .;'•« Parteien, die sviiSireiul dieser Wahlen miteinander wetteiferten, erhielten tust in allen größeren Städten die Zionisten <1 i e Mehrheit. In Odessa wurden ״ewäiiit: 35׳ Zionisten, 16 Bundisteii, 11 Ponle-Zio.1, II Orthodoxe, 9 Nalioual-Deiuokratcn, 8 Volksgruppe (Wiiutweiianei), 8 Vereinigte Sozialisten (J. S, und S. S.) und I radikaler F’uale-Ziori. Unter den ge wähl len Zionideu iicfimieii sich: M. M. . U s s y s c 11 k i 11, CI». f>. Binlik, i)r. Moli i lew er, Dr, Pen etc. Die zweitjjrölHe i’artei schciul der Bund oder die Ort ho■ (I 0 x i c zu sein. Die viert‘׳ Steile nehmen in den Wahl (-״:ebnissen die Poale-Zion ein. Daun erst kom inen die übrigen Parieien. Am 5. Mai, bald nach dem Regienmgsiimsiiir/, vor• 1 (emliehtc die Redaktion der zionistischen Wochensclirif! ״A u f der W a c 111“ den kurzen A 11 f r u I': .,/iiii’i-ten, die jü<li!ehe Autonomie in der Ukraine ist it: Qt fahr! Nur in gut organisierten und gefestigten ji.Jiseheu Gemeinden Uegi die Rciumg. Wie einst, so auch jetzt wird.11 die Geineiiulcii zum C11׳inidsiein unseres ualionalen (iebiiudes. Befcsiigl sie und macht sie zum Mittelpunkt des gesamten jüdischen Lebens!“ (neich/viüg!wird auch ׳miigcteilt, dal( angesichts der neuge-.diati'iiicn il.aj’e, <tie die l'fxisteiiz der jiidiscUeu nationalen Autonomie y.u gefährden drolit, von neuem /ivisUieii den jüdischen Parteien Verhandlungen iiln r die Rtküiminnciui'g des א a t i 0 11 a I r a! e s auf den von den Zionisten verlangten Grundlagen geführt,wurden, Die;!111 Natjonnirat beteiligten Parieien (Zionisten, Ortlioihixe, Ihmd, Pualc-Zion, Volksparlei, V'ereinigge) erliieHen Sitze im Nationalrat entsprechend den l:rgc!1- «iisscu der Wahlen zu den Genu indem Wie jetzt mitgcfe/i't wird, sollen in diesem Rat 21 Zionisten, tu Jhnidisfeu, & Vereinigte, 7 Poale-Ziou mul 5 Volki .len s,;n. (1 Plätze sollen für andere Parteien reserviert worden sein. (»leiclizeitig mit der Pcstsetzimg der jüdischen nauoiialen Autonomie, aber unabhängig von ihr wuchs auch die antisemitische Bewegung, die immer erschreckendere Formen annahm und sieh in einer Pogromwellc entlud, in Mirgorod (Gouv. Poljawa) lieien die Bauern über den Rabbiner P’rci'din her und mißhandelten ihn in unerhörter Weise. Die indhehe Bevölkerung in C11 ab na wird andauernd von t u er Bande ukrainischer Bauern terrorisiert, die die j ü d!scheu Häuser in Brand steckt und j ii d i - sehe!1 W o 11111111 gen b e s c h i c 111. In Knnstan- ' i ■!og r.ad wurden 20 Juden verprügelt und 3 er- *clioesen. In den Dörfern Lukjanowka und ׳mioridika faßten die Bauern den Beschluß, die Ich a u s z u w c i s v n. Dieuverwihlerleu Atioichrei11 n 1;■ 1*11 -;clieiüen Ihren llöheptml.t in 1*01 taxva erreicht zu Imben. Angesehene Juden <ler Stadt wurtleii in die Militiirsclmle, <׳escidep|1t mul dort auf 11 um e-n r. c 111 i e 11 e Weise in i li - handelt. Mit Draiitruten wurden greise Juden 1111 d 1F r a a c n g e p r tt g eit. Viele wurden a u S$ g r;1 u s a 111 s t e vor w u n <1 e t 1111 d e r s c 11 o s s e n. Der berühmte russische Schriftsteller und Frciheitskampfer, Wl. Kor ölen ko, veröffentlichte in 11er 10־ kaleu ׳Presse zwei Aufsätze, die die wilden Taten der Poltawaer I loligane schildern und brandmarken. ״Passen wir .ab von der Wildheit und kehren wir zu unserer Menschlichkett -zurück!“, so schließt der Appell Korolenkos. Der Kampf zwischen den ukrainischen und heischewistii.dun Truppen führte zu einem Pogrom und M asscnin o 1־ d in No \v g o r o d -S j c w 0 r s k. Zwischeu den mehr als hundert ermordeten Märtyrer» befindet sich auch der bekannte hebräische ficlirifDldlcr!111(! einer der ersten Begründerund geistigen Führer des Misrachi, Abraham Jakob Slnzki. Fine Interpellation der zionistischen Fraktion in der R.ula die von M, Großrnnnn eingehend begründet wurde, enthält einen Hinweis auf eine Reihe von Grcueltatcn gegen die Juden in den Städten und Städtchen längs der Fiscnbatmlinic Pottawa*Kiew und wirft dem Kommandanten und Kommissaf der Raila Vernachlässigung seiner Amtspflicht vor. Die Interpellation wurde von der Rada einst in»• m i ׳;• a 11 g c n o m m e n. Die Regierung war aber hereits nicht mehr in der Lage, die Anfrage zu bcantworteil und die verlan; kam der Umsturz,!׳teu .Maßregeln zu Irtffcn. Es C, 1 I Ein Agnon-Abend tan hcbriiischcn Belli Wand zu Berlin sprach 1li־.׳;cr Page Herr Israel Reichert über das literarische .'wliaffm 1ie9 jmighebräischen Dichters S. J. Agnon, Der Redner führte ungefähr folgendes aus: Di'־ hebräische Aufkliiruiigsbewcgimg im Osten hi'achk nicht nur ins Beben, sondern auch in die hehi'.iisclie Literatur fremde Formen, Die in den anderen Literaturen übliche Ausdrucks- und SchilderungsweRe v, urde cinfadi übernommen, ohne daß der Eigenart m׳ ■eres Lebens Rechnung getragen worden wäre. Und in der La{ drangen die in fremden Literaturen erzogenen Autoren der Haskala zumeist nicht in das jüdische Leben em und ci war ihnen nicht vergönnt, seine verborgenen ־ rhätzc *ns Tageslicht zu fördern. Nicht nur Karl Emil 1 rau zos, der auf das!.eben des Juden mit den Augen lies Westlers blickte und statt einer Schilderung eine Karikatur dieses Lebens gab, sondern auch die hebräischen Schriftsteller tler I iaskala-Epoche sündigten gegen die W:111141 eil und gaben ein unrichtiges Abbild des’jüdischen Lehens. Erst dm nationale Bewegung schuf auch die nauoualen Schriftsteller, oder richtiger die ersten Juden, denen es gelang, die echten Formen des nationalen Leben» »1 vermitteln. Ein jüdischer Schriftsteller in diesem Sinne ist S. J. Agnon. Das Leben, das er schildert, ist das gleiche, aus dem Pcrcz und Bcrdiczev/shy so viele köstliche Perlen schöpften. Aber mi Gegensatz zu diesen schildert Agnon nicht chassidisclic I ypen, in denen sielt die Ethik des Chassidismus verkörpert und die als ״Uebermcnschcn“ jeder beliebigen Bewegung zum Vorbild dienen können. Die Typen Agnoiis sind aus der Masse genommen, die im Schoße des Cltassidisnms erzogen wurde. Die werktätige Lebensart, die sich unter dem Einfluß des Chassidismus hcrauskrystallisierte, offenbart siel» im Schaffen Agnons, Seine Helden wissen nicht, dafi sie die Bannerträger einer Idee sind. 111 ihr Ciiubiges einfaches Leben zeichnen sich die eigenartigen Furchen ein, die der Chassidismus ins Leben des Volkes Bciciiigung der italienischen Juden nu der ftaläsfinnlcommlsRton Auf der L)uichfalirl nach Palästina hat sich die Pa-! 1 ä s t i n a k o m m i s s i o n der englischen Regierung J zwei Tage in Rom aufgehaltcu. Dr. Weiziuanu bat mit dem Prärtdcüteii des Bundes der jüdischen Gemeinden Italiens, An״cp> Screni, konferiert und hierbei den j Wunsch ausgesprochen, daß die italienischen Juden zw e i : Delegierte zusammen mit der zweiten Gruppe der Kommission nach Palästina entsenden. Dr. Weizmann versprach ferner, daß seine Kommission nach ihrer' Rückkehr aus Palästina in etwa 3 Monaten sielt wiederum in!’.!!;ו auiiiahen wird, um den italienischen luden über ihre Erfolge zu berichten. Der Begründer des intcmalioualen Landwirtschaftliehen Instituts in Rom und Delegierter der Vereinigteu Staaten dort, David 1.111! in, hat in einem Brief an den Präsidenten im Obersten Gerichtshof der Vcreinigten Staaten, Louis Brand cis eine Erklärung über seine Unterstützung des Zionismus abgegeben. Er er- Klärte, daß sein früherer Widerstand /:egen den Zionisums au; der Annahme beruhte, daß die Verwirklichung des Zionismus vom guten Willen der Türken abhängig : sei. jetzt sei die Sachlage aber ganz anders, da die zio•; nistihchcn Ziele unter Fitglamis Führerschaft und Lei- I tun{׳ verwirklicht werden können. Er schreibt seine 1 Bekehrung zum Zionismus der englischen Regierungs-! erkk'irung zu, die er als Ausdruck eines edlen Triebes j ansieht.! ciügcgiaheu hat. Unter den Acrmstcn des Volkes, unter i den Arbeitern, Proletariern und Bedrückten sucht Agnon, j wie seinerzeit die Schöpfer des Chasddismus, den Stoff i für sein poetisches Schaffen. Mit erstaunlicher Kunst zeigt! uns Aguoii das!.eben, die Vorzüge und Felder der indirekt vom Chassidismus beeinflußten großen Masse. Diese für den Fremden und auch für viele volkscntfremdete Söhne unseres Volkes verschlossene Welt offenbart siel» uns in einem neuen Lichte und prägt sich unauslöschlich ein. Agnon schildert nicht nur das Alte, Vergangene, sondern auch das Neue, Werdende. Aber an ihm sind nicht die üblichen Zeichen einer Ucbergangszcit bemerkbar, er ist von einer harmonischen Ganzheit in allen seinen Schöpfungen. Vielleicht, trug dazu sein Aufenthalt in Palästina bei, wo sich Neues und Altes berührt. Zusammen mit Uri, dem Drechsler (Held seiner ersten Erzählung aus dem Leben des alten paiästinciiFisclieii Jisclmws) sitzt in Palästina der junge Naamau, ein Sohn des neuen Geschlechtes. Es ist bemerkenswert, daß Agnon auch in dieser neuen Welt der brausenden Jugend seine jüdische Origiualität bewahrte. Der Eros seiner Helden hat nicht das bekannte europäische Aussehen, Aus den Liebesgeschickten Agnons steigen uns fremd gewordene cx־otische Töne auf, denen wir in unserem Hohen Lied bcgegnen und die wir heute mir noch H» den ,Schöpfungen eines Rabindranath Tagorc finden. Altes und Neues berührt sieb in Agnon und beides in einer unerhört neuen, originellen jüdischen Form. 111 der anschließenden Aussprache wurden Probfeme der nctihebraisclicri Literatur gestreift. Unter anderem betonte Herr Arlosoroff, die Aufgaben unserer Literatur in dieser Epoche sei nicht die hermctische Abschlicßung gegen Form- und Inbaltscintlüsse von außen, sondern umgekehrt, ein lebhafter Ideen- und . Formcnaustausch; iin Galuth habe die Literatur ja an sich keine guten Aulsichten, in einem jüdischen Pa- ProlestiVdcnfcm «• Unter dem Titel ״!:ine Komödie“ bringt die Wiener ״J ״ d i s e h e Zeit 11 n g“ einen Bericht über Unc Ko״• f e re 11 x de-״ ׳Oe s t e r r e i ch i s e h e n Gemeind«• 1» u 11 tl e s“, die dessen Präsidi 11t, I l>׳rr Dr. Stern, cm bel ief und deren I a c airduung iaui־.׳te: ״Stellungnähme gegen die Forderungen der Jüdiscli- Nation a I c ״״. Von den etwa 300 geladene» Gemeindet» waren auf der Konferenz, die am 7. Mai in Wien staltfand, mir •J׳> vertreten. TruS/dem ciöflnete der Präsident die. ,,Konferenz“ des Gemeiudcbnndcs, von dessen Existenz inan bisher kaum etwa» wußte. - Er teilte mit. dafi die öslerreiehische Regierung und die maß,gebenden politi-.chcii Kreise leider den jüdisch na tiuiialen Fonlernn;cn großes Wohlwollen entgegen! tsu gen und diese Forderungen eingehendst prüfen. Schon die lange Dauer mal die Foim der Bes/nedeuugeu gäben zu den ״ärgsten Bdiirehtungeii“ Anlaß, Er bittet daher die erschienenen Vertreter, ihn» das Mandat ■u crtci'.eu, im Namen der weslöMcrreidiischcn Jmlenscludt bei der Regierung P rote'st gegen die F'orderungcu der Jüdisch- Nationalen, insbesondere gegen die Schaffung einer;u diselicu Kurie cinz.ulegcn. Dann sprach Rabbiner Dr. Löwv (Bitiiin) für den Antrag׳ des Präsidenten, Er schilderte, wie vorteilhaft cs sei, daß die Jude* übuail das ״Zünglein an der Wage“ sind. Es sei 80 tierr• lieh eingerichtet, daß die Juden imimr J1iu- und licrla vieren können, dis verschaffe ihnen einen Einfluß, der weil größer ist, ak « direr" Zahl entspräche■. Diesem Zustand wollten die Jüdischnationalen ein Ende bereiten. Das sei ein Verbrechen, dein sofort begegnet werden müsse. Der Herr mit »tiefen idealen Grundsätzen gab auch den Ostjuden den Rat, sich weiter den Polen, trotz ihres Antisemitismus, unbedingt zu lügen. Mit dem Bekenntnis seines Deutschtum» und der Erklärung, daß er im Nam1!־׳ des ״Kulturjmlentums“ gegen den Nationalismus, diesen {;eiben Fleck, protestiere, schloß der Brimncr Scc'cnhirt. Dr. Hilf (M.-Ostrau) erklärte nicht stimmen zu können, da man »len Gemeinde״ nicht die Möglichkeit gegeben habe, »he Angelegenheit zu beraten. Ucbrigens müsse er feststellen, dal! die Assimilation ,bcstrebungen der Juden kläglich gescheitert seien. Der politische Einfluß, von dem Dr. Löwy gesprochen habe, existiere in Wirklichkeit schon längst nicht mehr. Er verlangte die Vertagung, Es dürfe uiclit in so leichtfertiger Fonn'ttber uo wichtige Dinge bcralcn und beschlossen werden. Dr, Grünn e r (Ncunkirchcn) protestierte gleichfalls gegen diese Art der Beratungen. Er will auch die Nationalen hören, bevor er über sic aburtcilcn solle. Dr. Schneeweis CTulln-Klosterncuburg) verwahrte sich entschieden gegen den Antrag des Präsidenten und gegen die Absicht, die Kiilttisgcmeiiulen ohne' vorherige Beratung zu solchen Schritten zu gebrauchen. Dr. Rose 11 bann» (Prag) sprach sich 11«<!')״ die Vertagung aus, die Gefahr sei zu groß, inan müsse sofort zur Regierung gelten und gcgen die nationalen Forderungen protestieren. Sodann ergriff Staalsbalinrat Stricker, Vorstandsmitglied der Wiener Kultusgcmcinde, das Wort, Er erklärte vorerst, lediglich als geladener Gast zu sprechen, di er die Le• gitimation dieser Konferenz nicht anerkennt. Die Herren haben kein Recht, im Namen ihrer Gemeinden *1 8preeben, da, wie ja von vielen Rednern konstatiert wurde, diesen Gemeinden nieht, und nicht einmal den Vorrtän- »*"—*־- ר* - *' - "*" .'**'* tר-י-י~־—■wn» -~r———r—~■a lästina dagegen könnte das von außen Eimlringcnde nützlieh und organisch veraibeitet werden. Herr B. Krup- 11 i k wollte das Eigenartige Agnons »1» «einer Ung« broebenheit selicn, in der unmittelbaren Verbindung zwi• scheu der jüdischen Gasse und dem jüdischen Lnmle. Damit weiche er von der Schule unserer Großen, Men• dclc und Binlik, ab, die erst die Haskala zu überwinden hatten. Im übrigen aber seien die Kunstimperative der europäischen Klassiker, die auch bei unseren Klawikero vorherrschen, etwas Selbstverständliches, wovon sieh Agnon nicht befreit habe und auch nicht befreien toll«. Herr J.»R e i c 11 c r t wies in seinem Schlußwort darauf hin, das mir von einem originellen Dichter «us •olclit Grinidproblcme der neuen hebräischen Literatur *ngeschnitten werden konnten und erinnerte an das Agnon von Buber verliehene Prädikat der Weihe. Die Zuhörer- Schaft zolite dem Referenten Beifall für seine umfassende Interpretation, Soeben erschien im Jüdischen Veritr «i״« d e u t s che U c b c r s c t z n n g des wicWigstea der bi«- her erschienenen Werke von Agnon. Die Uebcrsetzimg des ״Hn,a Heakow Lemi.chor" / Und »las Krumme wird gerade“) ist von ' Max bl rat. ß besorgt und von E. R. We iß «״sgetattet Ehr Juchsche Verlag bereitet auch eine zweit! ל beitete Auflage des Originals vor dif w/hi amm Herbst erscheinen wird. * ° ׳ e -fchi Literarische Mitteilung Nr. 67 der ״M i 11 e i) u n ״ <> n a « ״ lhagener Büros de r Z1 oni s^tfs c h e f nS0p *1“!׳SH It »״Ärz“iSÄg v<täe ÄeXKT״Ä" “״׳ t״ch'i״'״ Dim Mitawcti i!