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Jüdische Rundschau · 1918-06-07 · Heft 23 (7.6.1918) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 23 (7.6.1918)
Date
1918-06-07
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 3ל ן l JI: D ז S C 11 E RUNDSCHAU Seite 175 J. ‘ r t ci״c *■' ch:ühn a ‘ י" י U.dch! ־ י ג: uitwiii. s ״!•!nie ‘־•-! ׳ יindcä 1 : r!> -«'t’ürc 1 , Sowie ' UBiia. t ' < liiiitcr» ־) i: I* ( 1 : | ' ' eigent. f ־alt• ״il. ":l >-'lC 1S(V 5 5 u s v c r. die \>:־A‘; ,«ß'a •t habet i'' n Juden־! 11 iiiij׳a ׳ ' ־' ai!!;dien '־:l fj•, ,׳en u., ׳״׳, 1״.,a \v.,r ׳ a .0• ac | Ic ׳ ׳1 ״<)' י;‘,; C * illl!■ i:;,r. ” ' v('״; a. '.dl i;lrc ■ ■ 4' 1 > ( , ן ׳; >' n d ic ' ■1 ha; " laa e Rv, a '■via; d.t '־ ac' fj. •a a ״.:.>״c;1-.| r :50 סוס '■ a■; Cilahcr •aa■׳., c 1 m.1.;i x\׳u ‘ ־> V«־:■;;![. 0 11 ס ng e n, X;1 1,;; 11.:f. 11 ־י X l'i;!)• ׳ nd ,a;a 1:a: ,,,, K;a;n,׳.c!1, c׳ ,■־׳,lmt 1,1׳ 1 ׳» ver- ¬ס; me ami- , סן■!, die •cm ( .11.,,;11111; 7.u . ׳,;■ו n;;r er• 11;•׳ mir Zu- ' 1.;,en hall Verwirrung rhcn Jules lei ’.';.'i't-eii־ i.: t , u.d n ־! ai fr• tu י a u Üc־ i air.vc״:*et 711 k ]:*:ii'eiics mi.niua mit;׳ naht viel ihre Kraft« jihen. Alle; den Es ihr 1 i;d sie »1c;t , >a erwjclitf? i, ur! e« Au!• 1 * * * 5 * * * * * 11 1“ u.ni;מ' j 4er.;׳!״r.s•; Kolonien de» itl c e Ms1׳ es Protest« a den יי'״ :e sich dar• lirscl! bclalil ... Dsf-ul ■arons. l*ort 1 verordnet«,;0Ich niu.dr. [reu. lH'c״ <|;n K<׳M freien, *;a^ t!*״*.״*• ]istd.iidaclifS •out *:'•'c'1c5 cm;׳ .*.m1ii1‘J 1,*!mol hu״ 1U:. rt na'• :nl E, i; -דו: 011• r.t rh 11, 1,1 נ,ץ ג• : h;;n;;i»ar 1•Me ג־ xr.riini•■*•, ,; r liicU R:״1.;!cr •׳׳1״xi, 1a 11 <f;; Tcliolfc» sein wird, da sie in Rumänien in einer Umccbunf; von l i a ß u 1> ח Rachsucht leben werden, die dir l.os weniger beneidenswert wird ei- * c b c i n c 11 lassen als zur Zeit ,da sie noch nicht in den Reiben der rumänischen tlürger standen(!)“. Diese gewissenlose me ru in ä n ische n Reg»e r u n g פ k r e i s e 11 stammende Bro-churc bedarf käuc5 weiteren Kommentars. Das traurigste ist, dall dieses Dokument, das die Jiidenpolitik der rumänischen Regierung in aller Schärfe beleuchtet, auch für die Zukunft der rum ä!1 i - s c 1! e n Juden das S e 11 i i m in s t e b e f ii r c 111 e n lallt. Von allen Seiten ist schon darauf liiiigewk-scu worgen daß der Artikel 2:1 des lVikarest.r I*'1ic11ensve1tra״c« eine nicmchenwür ig ׳ Behai dl ng der rt niäni ־d cn J1 denheit durchaus niciit gewährlei>tet. Er wird den runi.inischca Machthabern vielmehr Handhaben bieten, um den weitaus größten Teil der riiiiiäiiKclien Jadcnlieit auch weiterhin in Knechtschaft und ycebtlosigkcit unter ihrer Knute zu halten, sofern das rumänische Volk, sei cs am» eigener Erkenntnis, sei er. unter dem Druck der öffentlichen .Meinung־, in der bevordehemien Session scuir.s Parlaments, itas sieh mit ucr Jmleuiragc zu bcschäbigen haben wird, über die Bestimmungen des Bukarede(־ F'riodensvertrages hinaus die von der gesamten Kultur m e n s c 11 beit geforderte, 11 n verklausulierte G c i c b b c r c c 111 i g u n g aller riuaaniscbeu Juden b c s c 111 ieiit. ♦ Ueber diese Broschüre wird uns feiner von schä!. em»• weit!ז rumäniscli-jüdischer Seite geschrieben: ,.Die Kammer und der Senat, die ihre Sitzungen in Jav;r im Laufe des Jahre:;!17(׳ nbluelten, waren einige AUmate vor Ausbruch des Weltkrieges ztun Zwecke d r Umgestaltung der Verfassung gewählt worden.. Die Regiomiig in Jassv, die beinahe über sämtliche Slmmcn im l'arhiiient verfügte, hatte nur von den Verfassungskam• mera die Ab.-timnumg über das Emanzij alor.sgcs tz zu verlangen, damit die jüdi che Trage zur Losun; gelaugt wäre. Die r.!mm!i che Regi •rang wolle e; aber nicht tun. Als Grund hierfür gab sic an, daß die Verfassuiigskammern nur dazu berufen worden waren, s ch mit der A״ur- und W.iblrec'.itslragc, n'ciit aber mit jener in Bezug auf die Audiinder, das beißt auf die Juden, zu l;c fassen. Das war ein Vornan 1, um sich auch dieses Mal der Notwendigkeit zu entziehen, den Juden die Bii.-;;erredite zu gewähren. Wenn c; die rumäni-chc Regierung aufrichtig und ehrlich gewünscht hätte, die jüdigehe Trage zur Lösung zu bringen, hätte sie nur der Konstituante Vorschlägen brauchen, gelegentlich der Um• ge:׳laltimg des Wahlrechts zu jirii/i.-ieren, daß auch die if/nwu/mer, die nicht Angehörige eines fremden Staates waren, berechn;1 sind, sieb der rmnäuisehen Staatsbürger- *cliaft zu criretieu, und die rumänischen Juden hätten dadurch die Gleichberechtigung erlangt. Uebrigcns g;1h cs wihrend der ruinäiiischen P:1rlamentstn!;u״g im Jahre 1017 einen noch einfacheren Weg für 'Ofc Lösung der jüdischen Trage, der keine Acndcrung der Verfassung erforderte: Die runiiinia-he Reg.iemng hätte sieb nur au die unJrtd;n׳.'te .,Verpflichtung crlunein 8( Len, die Rumänien 107*1/1 SSO übernommen hatte: die ruin ä u i s c 11 c n Juden 11 i c 111 als Ausländer zu betrachten, um die jüdische Trage mit einem Teilerstraf» zu lösen. Die rumänische Veria-mutig bestimmt in Art. 7 »Sc Lage der Ausländer. Indem d.'c rumäimchc Regienmg von dem Standpunkte au •gegangen wäre, daß die nuiifiiii-chcii Juden keine Ausländer s ien, li tte sie die Emanzipation durch ein einfaches Gesetz erwirken könne■. Die nimäiiTdie Regierung bat es aber vorgezogen, . dir T'rage hi; nach Beendigim״ des Kriege» zu veitagen, offen b n r in der Hoff n u 11 g ,’ d .1 ß bei R ü c k ״ kehr normaler Verhältnisse sie genügend Wege und Mittel finden würde, u 111 d i e E in a 11 ־/. i p a j io 11 gänzlich zu vereiteln oder mit der Gewährung einer halben p m a n - z. i p a t i o n <1 a v o n z u k o in 111 e n. Das ist die Wabibcif und nicht die Tormrücksi:Ilten. Immer, wenn die nmiuiihchc Regierung in Bedrängnis war, hat sie in unserer T'rage so gesprochen, mit derselben Scbeinheiligkeit, wie in der Broschüre. Sic sprach immer, wenn sic bcdr'in;t war, von der nötigen Verbrüderung mit den Juden, vergaß aller sofort nach Ablauf der Gefahr, die gemachten Versprechungen, Wenn .ein Nichikeurier 11er rumänischen Verhältnisse eine solche lkosehiire liest, ist er geneigt, an deren Aufrichtig• keit zu glauben. Tür diejenigen aber, die die dortigen Verhältnisse kennen, haben sulche Beteuerungen keinen Wert. — Wir wissen, daß auch nicht die aufrichtigsten unter den rumänischen Politikern — wir sprechen von t Prnclilsäle fies Westens, Spichcrnstr 3. MonUg 10. Juni 1918, *hend» pünktlich8Uhr \ Öffentlicher Vortrag: ״Zionismus und WeHpolilik״ Referent» Kurt Blumcnfcld. Diskiiivion. i v Eintritt SO Pfennig. — Lf3: den •wenigen, die es mit uns gut meinen — d n Mut gehabt b itten, gegen die scharfe Oppo i i!n. die s'ch gegen jeden Versuch einer Lösung unserer Frage gellend gemacht hätte, an/ukiimpfen, und daß schiicßüdi alles beim allen geblieben wäre. Ich habe cs für nötig gehalten, die Behauptungen, die in dieser 11 rose!wre enthalt ווי sind, auf das richtige Maß zurückziifüliren, weil ich Grund zu der Annahme habe, daß die Parteigänger der damaligen Regierung׳ d e c B;oschüre and» im Auslande im gegebenen Augciib ick verbreiten werden. Die Tendenz der Broschüre ist offensichtlich, Sic ist für den Westen bestimmt. Man beschuldigt die jüdische Bevölkerung, daß sie deiiPcligcsinnt sei, um gegen sie in den Ententeländcrn Stimmung zu machen. Im Lande selbst bedroht nun sie mit ewiger Feindschaft. Was entstehen w i r d, we i ß niemand und n i e m a n!1 kann cs vor aus sehe n. Man muß b! a 11t׳ n. daß die Herausgelier der Biwchürc den gewesenen einflußreichsten K e!• sei! angeboren. Diese Kreise werden auf alle Fälle noch lange /׳eit einen großen Einfluß auiübea, trotz den letzten Ereignissen.“ Ritzaun Büro verbreitet unter dem 31. Mai folgende Meldung: ״In de,־ gestrigen Sitzung des Unterhauses fragte ein Mitglied, ob die englische Regierung mit der Lr- Martin•׳, daß rie den F.i •dendr ktat mit Rumäui:n a's i ungültig betrachte, db Absicht habe, auch die B.-'timmmt-'Cii über die jü.li'.chen R'chte b״iscitc zu setzen. Unterstaatssekretär des »Minist ri.uns des Acußercn L׳»rd ris:i' ciicn Bemerkungen, die er damals in seinem Tage- Mich vcr/.cichnctc: ״Sind wir nur dem Gehle, den Francs umt den üasdiiiks zuliebe liierbcrgckommcn? Oder nicht vielmehr, um unsere von Fäulnis zzmiürntc'i Lehens• grumllagen neu auizubauen, einen neuen Geist zu 5 c h a f i c 11 und u n s c r g a n z e s W c s e n z u ä n d c r n und um ähnlicher Dinge willen, die nicht mit Gold atngewo.'eii werden können? Das Trachte mich zu lolr .:׳,dem (iedanken: Wir niii;seit neue M e 11 s c 11 e 11 Indien, die ihre he teil Kräfte und all ihre Gedanken auf dam eine Ziel richten r.ri.scn — das Erneuerungsideal, das allei 1 alles ist und neben dem es nichts gibt. Und i,11 Bewußt;ein, daß die kleine Gesellschaft, die wir jetzt hier i:1 Paüi.tina haben, unmöglich solche »Viensdicn l.ciwornringen kann, b •;cUlolS ich, für eine gewisse Zeit ins Ausland zurückzukehren, u;11 vielleicht dort d.c Meu chen zu finden, die ich suche.“ Lud im »Mai Lk:,3 kehrte Lixndndt nach Rußland zoriicl.. Sem er des Abst. i;cquariier war Odessa u d zidM.ig ia.ul er dort in dar Tat da;, was er suchte... 11 »Mit einem ganzen Bündel von Vorsc'iMg.ui 1ml Pio'cl.icu kam Li-endaJt 11x11 R ,oh ה I und 1 sl alle licfai.lCti 1:1« <1ז;לt der Trage, auf welch׳;■ Wei e die Lage der jüdischen l.aiidarbeilzr in Palästina auf fcs:c Gnnuüa;en ge t l.t wer Ten könne, Ei .eus'.adt ah ein, daß d.c Grundlage der jüilEchen Zukunft in Paiä tlua mir der Arbeiter Et. Sciir bemerkenswert ist die lateache, die nur sehr wenig •n iic.am. ist diß c,;c, de,׳ Piojcktc Li •ensta Its ein Vorläufer von Franz O p p c 11 - b e i 111 e r s ge.!o,-semxhaf;!ic!k׳r Ariieilerkolonic war. Da• «1a!% freilich fand :ich niemand, dr dies b ■achlct bäte. In O e•./״ teilte Eisen t:1dt seine Prnjek.t: d r J«leineu Gruppe von Ci10wevvc-Zi0:1-V1 r.,!.lern mit, die s'c'1 damals dort heia■ den. Zu jener Zeit war das ״CXUs.acr Palhsdiia Kumdee“ nodi nicht gegründet; Odessa, m;l Dr. P i a s k c r an der S, i.z 11 ,׳ ■tte ah r s hon damals die Führung in der ganzen uidegi.Ln A»be i; der rts.dssiicu Gluiwcwc Zion im CTafnt’i und in Palä thiri In cuicr Sitzung von ganz wenigen Menschen referierte Eisenstaut über die Lage in Palästina und entwickelte eingebend den Gedanken, daß der ßo'ci Pa’ä t'nas nur durch jüdi che Arbeiter bcarlvitct werden dir! und daß vor allem ein großer, beson ler■ *r Fond für die Arbeiter gegründet werden muß, Eisen tadts flammende, begeisternde Reden n!aeht־’n starken Ein Irnrk, F.s wurde bald allgemein erkannt, daß man es lii t mit einem ansgc/eielme'.i-n Agitator für 11 ח iiidEcheu Wied ree bu11>׳sge 'anken zu t״n batte. Linen ganz be'omJers tiefen Eindruck machte Lixustad! auf einen der Auwesenden. Es war dies O eher Gitisberg, der spä- ־.er.: A c 11 a d -11 a a ru , der in Li cn tadt 7. mi ers cn Mal ei •cn Mcnxhen mit soviel Begeisterung 11111 e'r.e u so starken, tiefen (Taibcn an di’ Zuk 111 t des jüdi eben Volkes in seinen allen ITstori ,dien Heim sah. Bc:n:rkenswerterwi-he cr/iililt uns L'Ecnstndt in 8 ־inen Lriimermr en, daß bald nach seiner er teil U'gegiumg mit Asds.1 l-l iaain ihn wie ein Bitz der Gadiuke d 1rc‘1ftd׳r, daß dies der Mann ו t, den er suchte, der Mann, ״der der Lr1H׳t1rr1!n׳',sidee i!re a t<* Kr;ft uil inen Schwung /11rück<;e!1cn muß.“ Diese Bekanntschaft Elscnrta.lts mit Achad l l׳;am batte auf beide eine gegen eitig׳• Wirkung. Acl:ad-i iaam, der damals der Literatur noch ganz ferne stand und durchaus keine literarischen Pr triilion״!! batte, verölksitlichtc späler auf Eir.cnstadts Anregung bin und unter de; cn 1111111111 i,u ״llameliz' s ine.i erteil e|KH11־en;arl,emlen Artikel: ,,Nicht dies ist der Weg!“, der seinerzeit gro"e״, Au'selicn erregte und eine ganze Wan T ng im Fnlw'c’.l mg p oz ß de; €110• v.'ewe / imi-Gciinnkeiis bervorrief. Es ist wohl al gern, in bekannt, daß die.er Auf alz der G’un 's‘ in von /־chndi 13.1111.1 wi ifeiei. p. b izi. t s 11-1׳ bi o o b.'sc'ieu Arb ifcn, dem sog־e;־a!11;tcn ״A c 11 a d 11 a a m im n s'*, war. Aiidcrtha b Ja! re ve brachte Lin n;‘ad׳ in R.tßhrid Er re Ate d׳1.־.ch vcrsclii d ■ne Städte und S ä T.c cn und agitierte leidcmchaftl.ch in Sci.ri.t mul Wort für dm ״A r b e i t e r f o 11 U“ und die Unter.,tützuug d.r f.üiic- Robert Ce eil antwortete: ״Wenn Sic die betreffendet» Bcstimm11n;׳(cn lesen wcrlcn,‘ werden *״1* '■*י־' den, daß die liier für die Jaden crreicutc Treihcit äußerst begrenzter und bed.ngter Natur i t und 41aß die Bestimmungen in Wirkllel1k.it eilige,ügt wurden, tun Deutschland weiteren Vorwand zu geben, sic.» in Rt»■ mäniens innere Angclegeiilieiten h.m i izumisclicn. Sr. Majestät Regi: rang hegt gröi.te m; athic für die Befreiung der Juden in Rumänien und ander.wo. Sie wird ihre Zustimmung jedoch mir dem vollständigen Freilicitsprogramiii geben, das die rumänische Regierung selbst bereits früher angenommen hatte und ment dem •im Traktat festgeleglcii begrenzten Programm“. Die von uns oben wiedergegebenen Ansfülirangea einer in dieser Frage kompetenten rumänisch-,üdiscbei» Persönlichkeit zeigen leider, daß die optimislisrhc Meiinnig Lord Robert Cccils bezüglich des ״voi,ständigen Freilieitsprograniins“ der rumäuislicn Reg erimg in der bisherigen Haltung der Rumänen gegenüber der Judenfrage keinerlei Anhaltspunkt hat. Zum Biikaicster Fricdensvcrlrag In einem bemerkenswerten Auf-alz der ״Berliner Neuesten N a c 11 r 1 c 111 e 11“ nimmt Geh. Konsistorialrat Prof. Dr. 11. L. S t r a c k , der schon wieilcrholt sein warmes Interrs-e fnr jüdische Tragen bckündet ha!, zu den die Einaitzipa'bu der rumänischen Juden betreffenden Artikeln des BuUnrestcr 11 iedensverträges Stelimig. l’rofi^sar Strack weist auf die lnannigfachen Versiiumni.se hin, die sich die Regierungen der Zeiitralmächte im Gegensatz zu denen der Ementel.iuder in der Behandlung jüdischer Fragen zuschulden kommen ließen, obwohl cs bereits deutlich in die Ersebeinung getreten sei, daß die Sympathien der Juden auch für die Politik der Zentralinachtc einen nicht zu unterschätzenden Faktor darsteltcn. So habe die deutsehe Diplomatie nicht erkannt, ״wie wichtig es war (und ist), die Juden Polens in ihrer 11icl1t|>olnisci1cn Eigenart zu erhalten und gegen die Polen zu schützen“. Nach der Einnahme Bukarests hatte es — wie Prof. Strack näher auslüiirt -- nur eines Federstriches seitens der deutschen Okkupationsmacht bedurft, um ״die schandbaren Ausnahmebestimmungen, unter denen die nniiäiiiscbcn Juden seufzten, zu beseitigen“. Audi die diesbezüglichen Bemühungen bei den maßgebenden Stcllen seien ohne den wünschenswerten Enulg geblieben. Nicht viel anders habe cs $ cl» mit der Ikipind.ung der zionistischen Palästinafragc seitens der Mittelmächte verhalten. ״Hätte der Vierbund sicli zu ihm (dein Baseler Programm) bekannt, d, h.: hätte die Türkei, unbeschadet ihrer HolieiBrcchtc, für Juden das Linwandcrii und das Erwerben von Grundbesitz in Palästina erleichtert, so wäre die Stimmung der Juden der neutralen Lauder vcrhnndsfraindlich gehl.eben oder geworden ...“ Alle diese günstigen Gelegenheiten seien versäumt worden, Professor S.rack erbebt seine■ warnende Stimme, die neue Gelegenheit, die sich den Zeutialniüchten in der Lniaiizipationsfragc der rainäni.chcn Juden bietet, abermals zu versäumen. ״Ls in zu beidrehten“, sagt er, ״daß der jetzt von! Vierbuml mit Rumänien abgeschlossene Friede ebenso Wer.i ׳ zu einer befriedigende.1 Lösung' der rumänischen Judenirage i'üaren wird. Die tat* sächliche Durchführung des Bezweckten muß s i eil c r g c s t e 111 werden.“ Prof. Strack schließt seine Aiis.üiirungen mit der Warnung: ״Was jetzt gegenüber Rumänien verabsäumt wird, wird uns nicht nur als Felder, sondern als Uebciwulien ausgclegt werden, und zwar sein־ zu unserem Schaden.“ um eine Generation listen zu erziehen, die Lebensinhalte macht, gleich ia seine PT.ne reu 0״ i 111 i in“, der Koloni t.n von Gedera, die sich damals in einer sehr kritischen Lage befanden. Im Spätwinter ISS*) ha.11 Li enstadt z.im zweiten Mal nach Odessa. Das war zu der Zeit, di dort etliche Menscheu, mit Achad-I Iaam an der Spi'.zz, sich heimlich mit der Idee trugen, eine geheime Loge zu gründen,• die unter dem Volk mit dem Zwecke arbeiten sollte, h .־ißer, ctngchungsvolicr Natioaa• das Ern u.ruiigs Lehen zu iiiicm Achad l Iaam weihte Eisenstadt soein nn.l, glich lucl.de.n i.E Loge unter dem Namen ״B 11 e - M usch e“ gegründet war, wurde Liscns'.adt bevollin. chtigt, als Del: gierlcr in die vcrsciiie .cuen Städte zu fahren und unter den bedeuten Istcu, moral.cb höchst teilenden Persönlichkeiten unter dem Volke Mitglieder zu werben. Die Resultate von Liscus'.a.its Rei cn durch das An.dedluiigsravon sind ein besonderes ehr. tivol.es Kapitel in der Ge ch.idite der ״Biic-Mosclic"-Bewegung und der geistigen Zionsliebe. Lude des Jahre; IS'D kam Lis.ne.ad! ein zweites Mal mich Palästina und sk־d,-|.e s'c.1 dort für ständi' an.!iiloipe der Vcrnac.il 1s i:;!111 g s imr persönlichen in,eressen wurde seine mal ne] c Lage;ehr kritisch Damals kamen geiade Seine Trau uni s i ic Kinde; zi ihm u d dadurch war er noch viel mehr been d Lmc Zeit an״ wohnte er mit sein r Fand ia in ciucr’B.rac.c und en hallics Jahr hmdu.ch er,ui,nie er sieh mi, trockenem Biot und Ouven. Lr wurde da.!11 ch n chi eiitimili׳ t sondern setzte seine Arbeiten für da, jüdische Volk mit erhöhtem Fleiß und virnuT.idcr L er i• f. Un. jene Zeit hatte die rus.is.hc Veglerung bereits lic Aibut der (diowewe ..1011 legalisiert mul die kt/icrcit lia.te״ m_Ja f ta eui^ Exekutivkomitee, du, die ganze i a.igKeit in Pala.-tma anführtc. 1:1 die;cm Komitee wiir.x L1.ens.aat zum Sehr t.i; er wurde ihm die ga.ize Leittm׳ üb hintereinander gan Li eiidadt' die b aus Palästina“ heraus, annt und sch ixllich rieben. I ii f J ihre Miefe er ka .11 cn cic in alle Galutli Land

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