Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIII (1918)
- Issue
- Heft 23 (7.6.1918)
- Date
- 1918-06-07
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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s;1 Seite T 74 n £ ז ו ן ׳;dien Drahtzieher zu einer milden AbsdiiitL'Ungj vc!.'iul.iDtcii, •mul der daraufhin vom Ma;;Dlrat der Residenz Warschau zum siaiLUdiL'ii Nnhru!1;;smit.- tcldircldor ernannt wurden Dt? Man 11111IS wirklich nicht die Einzelheiten auf• zahlen, man käme ja auch zu keinem Linde. Mau hat ja nur nötig, die Warschauer, die Linker, die Petrikauer, die Lubliner, die Leniberger polnischen Zeitungen zu lesen und das zusammenzustdlen, wafs sieh dort an Beschimpfungen und Verhetzungen gegen die Juden baitmacht und sich dabei vormstellen, daß dies alles noch die milde Tonart ist, die die Zensur des Kriegszustandes erzwingt. Und dann muß man sich die Zeitschrift ״Polen*‘ vornehmen, die in deutscher Sprache erscheint und die bestimmt ist, vor dem des Polnischen unkimdigen deutschsprachigen Publikum die Interessen Polens zu vertreten, und die nur von dein absoluten Mangel an Antisemitismus bei den Polen weiß, ist es naiv, das deutsche Volk für so ungeheuer dumm zu halten, daß es auf diesen Sc.nvintiel liineiuiiiilt? Wir wagen nicht, die Frage zu be• antworten. Wir wollen nur fe.;btellen, daß die ״Ci urmani a“, führendes Organ der deutschen Zcutrumspartei, den Artikel der Zeitschriit ,>Po len‘‘ abdrnckt, indem sie ihm folgende Einleitung׳ gibt: ״Nachdem deutsche Blätter, die unter jüdischcm Einfluß stehen, . . . die bekannten April- •Vorgänge in Krakau zu Judenpogromen gestempelt halten, dürfte es angemessen sein, eine D.ir.stel• lmig von polnischer S; ite zu veröffentlichen‘‘. Mau eikeimt: Auch die Lüge Ul eine Walle, und auch die eiserne Stirn ist ein Schild. Aber trotzdem glauben wir nicht an diese Waffe*. Wie groß immer auch der polnische Linfluß sein mag, wir sind doch gewiß, daß die ,Wahrheit au den Tag kommt. Und wir ei klären, daß wir, was wir vermögen, dazu tun werden. Darin sollen uns auch die offenen und versteckten Droinnigen, mit denen jener Artikel die jüdische Presse* von ihrer Aufkiiiniiigspflielit abzusciircckeu versucht, nicht' irre machen. Wir nationalen Juden haben es nicht uötig, uns dagegen zu verwahren, wenn der zitierte Artikel uns vorwirft, daß wir versuchen, aus anderen als rein jüdischen Interessen über die Dinge in Polen zu schreiben. Wir waren die ersten auf dein Plan, die dagegen protestiert haben, daß man versuchte, die Frage der polnischen Jaden im Kampf zwi.tchcn Deutschen lind Polen zu verwerten. Wir haben uns immer dagegen ge* wandt, wenn etwa aus der ursprünglichen deutschen Quelle der jüdischen Sprache die politische Ver* Iniiidcidieit der ])olnischjüdiseheu mit den deut• sehen Interessen herauskoiislruiert wurde. Wir 11a* ben diesen Standpunkt nicht weniger scharf gegen seine Vertreter verfochten, auch wenn sie verein* ciuz.elt, wie es vorgekomnicn List, der zionisti* sehen Idee iialiegestanden. Und wir können mit Genugtuung verzeichnen, daß nicht z.utu welligsten dank unserem Auftreten, dem sich die gesamte zionistische Presse einmütig angeschlosseii hat, •jene vereinzelten Versuche einer künstlichen Koni- 01,1 ns; 4, binatioii zwischen dcr.k.c'.:-.;1 t:.. : j liiteres.ien, die in der 'l;vaä:a,r ersten Ki'iegsinonafe .״.,.״;•;c spioni־ verwelkten und hc1!׳!', wenn He existieren, ein!:ehr kümuicrii׳;!!:’, das die grolle Aufmachung mit dem der besä;;[.: Ai di;::! weh Ls ist darum völlig verfehl(, schrift ״Polen“ es jetzt so dursleücn v;ü, als ob wir — wahrv.x hr bald;■!;;::ipt i'.ocii : ־ i! 1 fnliivi), iir Verl.■1,׳׳,״, /■cn v/.’luiil, Hl Urt' Xi'it*״ (riC und;׳ewiß nicht die wahrheitsgetreuen Berichte, l!aftig iliclil zu unserer Freu 'leichten Herzens — veröffentlichen, geschrieben werden, ■um mit Hilfe der polnischen Judenfrage die Interessen der Polen an die LX-ut* sehen ־zu verraten. Wir glauben nicht an die Dauerhaftigkeit auch dieser Lüge, und wir wiederholen, daß wir •unserer Pflicht getreu berichten werden, was sich iu Polen und Galizien mit den Juden begibt. Wie wohl wäre uns, wenn cs etwas Gulcs wäre. Aber cs wird nichts Guter, sein, solange die Polen den Kampf gegen die Juden führen und — ihn verleugnen. Wir sind wahrhaftig nicht für den Kampf zwisehen Polen •und Juden und wir möchten alles tun, , um ihn zu vermeiden. Aber wir werden immer aufs schärfste die Lüge bekämpfen. Es wäre der grofien Vergangenheit des polnischen Volkes wahrhaftig würdiger, wenn cs auch sein Verhältnis zu den Juden 1111101׳• die strenge Beleuchtung der Wahrhuftigkeii Mellen möchte, die ja eine:; Tages doch diiidiiliiiigt‘11 wird. Und was wird man daun sagen vom polnischen Volk? tin Dokument der rtmuinisehen JudcnpoJitik Die ,,!< o p c 1111 מ g c 11 c r Zionistischen Mit* l e i 111 ח;! .• n“ sclirriheii: Mau weiß zur Genüge, mit welchen Kunstgriffen nmi Im'fuhnmgen dt:!• öil'eiitlielnit Meinung die nimiiiiisi-licn MadijlialuT cs verdaisJeu liahcii, ihre wiederhohen Vu׳'.|nvciuu!:;0n wegen der Gewährung der Gleichhe!ed1!i;;m1g ,־in die jüdische Bevölkerung zu umgehen. Mit wdeher Gewissenlosigkeit man noch bis in die letzte /eil die öffentliche Meinung in Humpa zu tiusthcti vernicht hat, dafür liefert du inle.vwaates Dokument den Beweis. Nach Ausbruch der russischen Revolution entstand iu Rußland, sowie in den westeuropäischen Staaten und in Amerika eine lebhafte Bewegung z.u Gunsten der unterdrückten rumänischen Juden. Um die öffentliche Meinung In den mit Rumänien verbündeten Ländern zu beruhigen, erschien nun im Dez. cm her 1017 in Jassy eine aus Regierungs, kreisen stammende Broschüre mit dein Zweck, die rumänische Jmlenpolitik vor den Bimilcsgeiiosien in den l'iiitciitellimlein zu verteidigen. Die Bro eliüre verdient, wenigstens *;ms/ug:.wei׳,e, der Oeffentlielikeii bekamitge• macht mul zugleich grbraiKtinarkt zu werden In dieser tkochüre werden zun'ichst die Juden der Badcnspelmlatioii bezichtigt, die c! 1/1! führen könnte, (lall die Juden ״sich mit l.eiehli;heit des Bodens bemiielitigtcn und so den Verfall der Bauern vcrvollständigen“, Die F'1־age, warum die Einauzijialtoii d.־r ruin.'lnisdien Juden noch nicht dtirchgefiihrl sei, wird mit formalem Ausflüchten beantwortet*, der dahingehende Wunsch der rumänischen Regierung könne ohne Ver• Jelioschua Eisenstadt (Barsilai) Der Name des eben verstorbenen Liseiisfadt Barsilal ist. eng mit der Geschichte der jüdischen Kolo- «isafion in Palästina während der letzten 30 Jahre verknüpft. 111 dieser Zeit wurde im Leben des neuen jüdischen Jischuws kein einziges nützliches und bcdcutendes Unternehmen ohne Eisenstadts Beteiligung und Mithilfe verwirklicht. Es gibt heutigen Tages in Palästina nicht eine Angelegenheit des Volksinteresses, nicht eine Institution auf den verschiedensten ökonomischen und kulturellen Gebieten, die nicht Eisen- Stadt ihr Aufblühen und ihre Entwicklung׳ mit zu verdanken hätte. Und bei manchen palästinensischen Schöpfungen war er selbst der Initiator oder die realisierende Kraft. Von Natur temperamentvoll, von 1111• erscliöpflichcin Jugendfeuer erfüllt, agitatorisch in Wort und Schrift begabt und begeistert für das Ideal der jüdisclmalionalcu Wiederbelebung, verstand er es, ständig m diesem Sinne auch auf andere zu wirken. Als Knmpfnatur schreckte Eisenstadt in seiner Tätigheit für die jüdischnationale Wiedergeburt in Palästina vor keinen! Hindernis und vor keiner Schwieiigkcit zuruck. Nichts war ihm zu unwichtig, wenn es nur zum allgemeinen nationalen Ideal führte. Jede Arbeit . für das Volk war ihm bedeutungsvoll und teuer und das schwerste wurde ihm Idcht, wenn es sich um das beste der zionistischen Bewegung und das Land ihres Endziels handelte. Und das alles leistete Eisenstadt bei einem schweren, . kampfvolleu persönlichen Leben und unter sehr uncr' träglichcn äußeren Verhältnissen, wie aus folgenden . wenigen biographischen Notizen hervorgeht. I. jehoschua Eisenstadt wurde am 6. Elul 1835 in dem litauischen Städtchen Kleck (Miisker Gouv.) gebarea, Ia sciaer Kindheit gesoS er eine traditionelle, streng orthodoxe Erzielnuip, Gegen den Willen seiner faiiathclien Eltern versuchte er in ein rar.;isehes Gyutii.T-mm zu kommen, kuimU׳ stier in ihm nicht lange bleiben: schließlich mußte er sich dem Willen «eines Vaters beugen und die christliche Schule verlassen. Seit jener Zeit bildete sich Eiscnciailt mitodidaktisch weiter und so verfloß seine Jugend -- bis plötzlich Erciguissc eintrafen, die für die weitere Richtung edsea Lebens von einschneidender Bedeutung wurden, Eisenstadt seihst erzählt über diese Ereignisse folgendes: ״Ln iirumiudzwanzigstea Jahre meine:) Lebens geschall etwas, das mich von der gänzlichen Nichtigkeit meiner persönlichen Ir.tcrcrcen überzeugte: die Pogro mc haben mich, obwohl cf: Hebt in netiicr Nähe ausgcbroche» waren, in eine sehr tiefe Trailer versetzt und ich tat eia Gelübde,!nein goaze.» Leben meinem Volke und seiner Erneuerung »:» d Lande seiner Almen zu weihen. Meine hn~;ä!:r.’ge Echz;*.teilt nach Palästina verstärkte eich... Und n mciica dreißigsten Lebensjahr riß ich mich vaa 03 c:e;vea Arbätea los und fuhr nach Palästina.“ Von diesem Aiigcr.kilcb c.o wird Ekcnctcdh Lebea eine Kette verschiedenartigster Anrcjnrgca und Arbciten auf dem Felde 0.2 jüdisclisalio.irdca Erneuerung» gedar.keuu. Zum ersten Mal!:והי r..'־.c״Lrdt f״;• Frühsomcaer 1857 nach Paläsünr.. Er v.w.d dort;:lebt dr.5, sp er sich i!1 seiner PiiKisi:si: ־״.'de. r-.'.gleich rund», ten die »mfrnmdiichc.־. L'rdrturgpa der La ros RothschiidAdministruiäu; zu de;. KM.u.i:ica ihn einen deprimierenden cir.ihad.׳. F er •anders empörte •I:n die Lage der Koionlrtcu U du־ e/sL:; ■;M'-dien Kolonie RiscLon-le-Zion. *-.;n;, u c *, e •nm׳ .H..'r,u:istrr,tor, ein ausgedienter G!Trier Hixoch von den Kolon!:;::.;!,;'•;,ß cg: r.'״e eine;. Vertrag nr.tcrschreiben sollt«!, i.1 cVoi r'e eich!:־:cf'.;■ TrHlöhncr die fremde Erde tc־.;f:rtger! '.".r:g :־■.ußien.” hz'z•- dem dekretierte d:r ,* ohr—* ״'■׳ ״*»• tsgcidicue I-c."0-;׳« CrtkMw Riartaa- 23 .זיז DTaing-.äiiilernng nicht vcrwi.klkht werden. Er t elno lifnr Koiisiiai.'mte könnt• tl!.: Lmar./i; s:m!1 dmcli tiärui, Die l’.rm'.;!;׳at1;,en der Judai eher Länder um die (i.eitli■ bercchli1״u11g ihrer rumänischen B,uder wild als uav.ill• komiurue und eine grgeiatTigo Wirl.inr: a :slö.emle l.imni .eluui;׳ in die bmercii Angdcgcnhciteii dt» Lande» hingt■׳.U lli. ״Da > elii'ii“,!<־* In ißt e . iu der Bu> .<;i;äre ,,vi-imil.ilU ini ׳-, .'die walircn Lhcim!1• Ru minien;, sowie alle tliejt uigcii, die nie.» a;1f1i1׳a:i: u.a 11:1; Lu. der nanäiii. cheu Juden kümmern, vor die.,t tn 1:r.;.ü;zen und hinter• hälligeii Feldzug zu warnen." Das alles ist aber er t die Li-d-.üimg. Der cigmt׳ liehe Kernjnmkt der B.c׳schüre i.t di•!ן:;,, folgende un• erhörte Verleumdung, mit ti ז d..■ /״.,) .che B» vötl.crimg Rumäiiicns kurzerhand d., Laaötsver• rats beschuldigt wird: 111״ der Tat dürfen bestimmte Serien der Frage, die für die Zukunft eine unbestreitbare Wichtigkeit bähen, nicht außer Acht gelassen weiden. In erster Reihe steht, daß die rumänischen Juden infolge ihrer engen wirtschaftlichen Veibinduagcn mit den Aur.tro-Gcriuaiien, sowie infolge ihrer naiüiliehen Abneigung gegen die Russen fast vollzählig gegen 11!; er# Teilnahme am Kriege auf Sciiea der Verbündeten Waren. Sic bildeten recht eigentlich das deutsdifreundUdie i:.le• ment im Lande. Dazu kommt noch, daß in virten Orten des besetzten Gebietes die Juden — ohne selbst• verständlich zu verallgemeinern — mit dem Liiuküngling in so auffallender Weise paktiert und ihre dein ׳,'di• frcmidüchcn Gefühle so weit getrieben haben, daß ihre Haltung direkt den Charakter einer intimen <ic* me in schaft mit dem Feinde gegen die rumänische Bevölkerung angenommen hat.*' Diese Behauptung wagte die schamlose ofiiziö-.c Bro• schüre zu einer /׳eil niit/11 teilen, in der sowohl der . König, wie auch mehrere Rrgivritiigsverhcler sieh jü■ di'.chni I)epiitatiouen gegenüber wiederholt asn•,keimend über die pa!ri«>ti:x!1c Haltung der jüdischen lkviiikcnmu nusgesprodien haben; zu einer Zeit, da mehr als 30(l;X) Juden unter der rumänischen Hahne •standen. Gegenüber dieser frechen Beschuldigung hat die europäische AUT innig da״. Recht zu fragen, weshalb denn die ntmäui.-rfte# Machthaber Her Oeffentlielikeii die Beweise voieuilullen. Statt der Bewerte folgen nun die D r o 11 ti ng c n, die eine regelrechte amtliche Pogmiiivnrheicitnng dar• stellen, wie;de ans den dunkeUten Zeiten d:s zarislischeu Rußlands zur Genüge bekannt isl, und zum Schluß, wieder unter Drohnn;eil ftir das Schicksal der einheimischen Juden, der ״gute Rat“ an die Kulturwelt, sieh ״in die inneren Angelegenheiten Rumäniens eicht ciiizumi-clicn.“ ״Dieser Stand der Dinge", beißt es, ״hat erklärlichen Groll erzeugt- Der im Ausl.iml in Verbimlnng mit _dcr jüdischen Frage unternommene antirumänische Feldzug kann nur dazu beitragen, diese!» Groll neu zu beleben und so eine GemiiUsumnumg zu schaffen, die die Lösung einer heiklen länge nur erschweren kann, einer Frage, deren Regelung zur Zufriedenheit des jüdischen Elements man auf jeden!־all beschlossen hat und deren Vergiftung und Verwirrung eben deshalb unnütz ist. 11! zweiter Reibe ist cs fiir die rumänischen Jude# jetzt nicht mehr von Wichtigkeit, für die ('*leielibereeb• tiguni; zu arbeiten, Weil c! ohnehin benimmt ist, daß sie diese haben werden, Körnten! sic miia.en darüber hinaus trachten, diese Rechte unter Bedingungen zu erbähen, die ihr Lehen in der Mitte der rumänischen Bevölkenmg in Zukunft so leicht als mö pich 1n;t,־lH׳n. Nun ist cs uidcugliar, daß, wenn man alles anwrndcL um die Rumänen im Auslände in Mißkredit z.u bringen, mul wenn diese verleumderische Tätigkeit als jiidisrlie* Manöver dargestellt wird, den Juden in Rumänien mit der zivilen und politischen Gleichberechtigung nicht viel Ic-Zions waren und dieser Giündung alle ihre Kraft« gewidmet hatten, die Kolonie vei lassen sollten. Alle Umwände der Kolonrtteu, daß sie den Hoden als ihr Figonümt hetraclrten und daß Baron Rothschild sie nicht a!» Sklaven gemietet habe, mU/.teu nichts, L)a erwachte In Einenstadt’ der Kämpfer.... Durch zwei feurige Aufsalze, die er im Petersburger ״I i a in c I i z" und in»' Jemsalcmcr ״Hazwi" — Cs war sein erstes jotirna- ,!stischcs Dehnt — über die Lage in ',cn Kolonien de* Barons vcröffentl c’atz, rüttelte er die öffcnticl.c Me'•• nung auf, und von allen Seiten regnete cs Protest« auf Proteste gegen Hirsch wie auch gegen den ״b*- kannten Wohltäter". Eisenstadt aber konnte sich dar* aufhin in Risclion lc-Zion nicht mehr iiaitcn. Hirsch bcfaJif seinem Wirt, ihn auf die Straße zu setzen... Dar.ut ging Eisenstadt in eine andere Kolonie des Barons. I*>r» wurde er fieberkrank. Als der Arzt ihm Chinin verordnet?, und man das aus der Rischoncr Apotheke holen mußte, verbot Hirsch, das Medikament auszuhändigen. Eisen• stadt führte damals eine starke Agitation unter den Kolo■ Birten, sich von der Administration zu befreien, und bewirkte, daß eine geheime Gesellschaft gegründet wurde, die gegen das ganze System der Kothschildsdien Verwaltungen in den Kolonien energisch Front machen tollte. Hirsch erfuhr aber davon und von jener Minute au durfte Elsenstadt in keine Kolonie mehr dea FuS setzen. Ein Jahr lang weilte Eisenstadt in Palästina und der allgemeine Eindruck, den er von dort initnalsn. war kein sehr erfreulicher. Anstatt freier, unabhängiger jüdischer Bauern fand er verkneehtete willenlose Men־ sehen.,. Andererseits schmerzte ihn die Erkenntnis* daß der größte Teil der Kolonisten noch gar nicht seinen Pionierberuf erfaßt und von dem Erneuerung*■ ideal, dem sic als erste Bausteine dienen sollten, keine Ahnung hatten.,. Alle hatten nur den einen Gedan• kca usd die eine Hoffnung: materielle Vorteile *u erringca. Eisenstadt« damalige gedrückte Stimmung zeigt 6id1 ganz deutlich aus dea folgende« höchst diarakt•■;1 i - i 1 1! |• 1:« 1 'G jh ' s t! n i ’■ tl.! t*4 Ju be de j j ■{ eil 1 v: Le;; : ei! ( IV♦ v/i K1 1 uti , 6^ י!־ stj 1 ׳? ' «3 rt י י' fä •: *i ר V i! ,: ,rj . ו- ן 1 I 1