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Jüdische Rundschau · 1918-05-31 · Heft 22 (31.5.1918) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 22 (31.5.1918)
Date
1918-05-31
Page
– (sequence 4)
Language
German
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lUb | U E D S Nr. 22 \;; ü. ״cnommeu wurde. Sodann cr6iatlolc der Veibandspra- ';iidciit Herr Dr. Camille L e v y den Geschäftsbericht, der dieses Ma! *;(׳druckt vorlag. Oer Bericht konnte erfreuliche Tatsachen und Zahlen aufiihrea. So Y(.r aiiem die LWsl'ungeu auf dem Gebiete der Rcorgamsatiou des Vorortes. Es wurde ein Ressort tür den Lez.iUel (Leiter Herr ü, 1־ c 11!׳ r-Lcrii) und ein Res• sort für Presse und Politik (Leilcr Herr Fürsprech (ioetsciiel) eingerichtet. Auf A1.,; 1:1,; des 'ITäsi• Ueuteu wurde ein Knpitalfoud ״Reserve- und Sti־ 11 סו; d i eil f o n d" i״au;;uriert, der 1520 Fr. ergab. Das UH fs werk für Palästina hat schöne Summen cingcbracht. Am 22. Juli 101V tagten in Zürich eine Reihe zionistischer Journalisten, u!1 die Propaganda auf dem Gebiete der Tngespivsso zu erweitern. Der Bericht stellt fest, dal! der Verhand seine Politik in neutraler Weise fuhr( und auch weiterhin Inslrebt sein muh, in dieser Weise zu arbeiten, ״nicht nur weil, wir dard» die Neutralität unseres Landes zu dieser Stellungnalimc verpflichtet sind, sondern auch weil wir auf unsere Ge.minuiig.sgenos.-'cn und ihre lk’/ielum׳;cu zu den verschiedenen Landern Rücksicht nehmen müssen. Von der Einberufung eines Z i <> 11 i s t 0 n ■ rc!p, J!1 d e nlag es in der .Schweiz ist infolge des Eintritte!; Amerikas in den Krieg abgesehen worden. Die Kund■ gebuiiß• der englischen Regierung vom 2. Novem bef U'17 und ihrer Alliierten sowie die der Zentralmücliic wurden von den Zionisten der Schweiz in ihrem vollen Werte geschätzt. Der Vorort Bern hat wacker gearbeitet, um die finanziellen Institute zu stärken. Es M'id eingegaugen: 17,030 Fr. für den Nationalfond; ca. 150!) Fr. für Schekel; 1430,25 Fr. für Lamlcsbciträge; 2200 Fr. für dcn.Bczalel; 1721,15 Fr. für Biidier; 21 35'), 06 Fr. für die Evakuier!(■! in Palästina usw. i's wurden im Laufe des Ikuehtsjahres gegen 12 neue Vereine ■aufgenomm( 11 und es hcrtchl jetzt der Vorliaiul mis 27 Eiii/elvereiiien. Eia Zeichen des schönen F.mporblüliens der zionistischen Bewegung in der Schweiz, Mit Recht durfte der Verbandspriisidcut seine Befriedigütig über die geleistcle Arbeit ati.ssprechen und die Dele,״,lenen hckiutdulcu ihre Zustimmung durch starken Ilcifall, Herr M e s s i 11 g e r - Bern gab Bericht über die ku׳i:H, die anllerorikiillidi günstig nl»M.׳h!iellt und rill Reliiveriiiögea von 27300!) Fr. aiifweisl. Der N11 t ion a I f 1« 11 d Ile ri eh t des Ilen 11 W. S i m <1!:•Zürich machte einen ausgrzcichurlcii Fimiruck und die rr üilgrcicht 11 Sainmlungen unter seiner tatkräftigen I citun;; vmi'den iilNeillg anerkannt. Allg.emeiu war das Be ilaiirin darüber, d,d'. rr 1111 wi«U׳r וויו flieh am;;1״ rl|;ifllicb,11׳ י ..linden keim• 1 .i«u gal». In der Vormittag-41׳• ,.mg׳,Ir., 1 >t J,׳f■;Ieit• idages wird Sodann noch he eido ׳eil, dm beiden Referate der Herren Fürsprech Ondsehel u. d Dr. KlatZkin ein ,;weilen ausfallen zu lassen und in der Naehinittagssit/unjr mit der Generaldebatte zu beginnen. Nnclimitiags begannen die Reden der Delegierten, die sehr aufmerksame Zuhörer fanden. Die Debatte dichte sich »:meist um 1־ r z ie 11 u 11 g s und Propag an d a fra g c n, sowie um die praktische Palästina- Arbeit. Es nahmen daran teil die Herren Dr. Buch• in au n-I’crn; Ci. Frank-Tcrritct; Kotylansky- Biel; Dr. Ol swang er, Ko h 11 Tc rr i tet; Dr. Pink us. A. J. Rom-Zürich; C11 o] a t n i ko w-Biel; K a d i s c h c w i 1 z־St. Gallen; M e i s c 1 s und Jungerw i r 111 - Zürich; J u f f a - mul F i s s.'-Genf; Sam. Bor 11 - stein; D. Weinbaum (der die Laiulcsbeitriige erhöht ha- Ein Ecldpostbaci Im neuen Standort, in neuer Wanderung, erreich,n mich Zeitungen und Zeitschriften aus der Heimat timl dem Lande, in dem ich bis vor kurzem meiner Pflicht zu genügen hatte. .Mein erster Blick füllt in der ״Wilitacr Zeitung“, die das Organ der deutschen'MilitiirverwaUiiug׳ ist, in einer Beriprrchmig ״.Wodcriier Kniturzeit- Schriften“ auf folgende Zeilen: ״Am schnellsten durchgesetzt und die allgemeine Achtung errungen lmt sich die von Mar,in Biiber geschaffene und geleit,te Mountsschnft ״Der Jude“, die heute das Zentrum der Erörterung jüdisch-nationaler Fragen und des grollen iiidisehen Kulturproblems darstcllt. Im zionistKciien Sinne der Kegiicration mul Umschichtung des jüdischen Volkes für die palästinensische Siedelung bespricht sie■ nut Verantwortung und Offenheit, mit Sachkunde und ideeller Durchdringung alle Angelegenheiten der äugen-!dicklichen und der zeitlosen Lage der Jiidenheit und des Judentums, und ist dank ,der allgemeinen Bedentung Martin Bubers und der ihm angesclilosscncn Bewegimg auch den Nichtjudcii stets interessant und gevviluibl'ingeiid. Denn die Art, wie hier nationale Probieine streng wahrhaftig, kritisch und (sub specic humauitati:;) durchdacht werden, kann für jeden Nationalismus und für jede religiöse Anschauung fördernd werden. Die Ausstattung entspricht der Würde des Qcgen- Standes“. P‘c Besprechung* ist ein Zeichen, daß die Zeitschritten der nationalen Bewegung nicht nur int engeich Kreis der Volksgenossen ihre Wirkung tun. Wenn man im eigenen und im fremden La1:d sieht, wie wir taghell und stündlich mit Haß und Unverständnis, mit ׳ Gleichgiltigkeit und Mißdeutung zu kämpfen haben, wie die Anschauung des wahren Wesens neben der Karrikatnr /»rücktritt, 60 kam! man sich, als Jude und als Mensch, heuen, daß besserem Wissen und Verstehen Wc,׳׳c ge bahnt sind, und begreifen, daß mich ,־ruf soldum Wegen gute Politik eines Volkes gemacht wird; Politik, die der zielbewußte Wille zu einer freigestaltetun neuen Zukunft trägt. Wichtiger aber ist, ob unsere Arbeit, die in unseren besten Zeitschriften und Zeitungen zum Wort gelangt, heu will); :י c h a p i r o Glm.ix - de - FotD und Ourc• w i t;1 e Ii-Gcnf (verlangt pdUlir.eirc Er/.!;:’״;!',;;; und heim׳ Vermengung mit den relißiö'ai Dinge n); M. Färb er- Zürich (der die 1 ätigkeil des Vororte- und ,. .'im׳ neutrale I laitunj; anerkennt); Loni; il 1׳ a u n-Luzeru K :1-11:111■ Zürich (der mehr auf die Gewinnung de י־ VoDcs al, auf die Ucldsamuiluugen Wer; legt); It u r s t e i n-Sl. G.1־I1,11׳; Dr. K. E. 1H o c h ׳ .־־:,; (der jeden Sir, it /wische״ Zionisten und Misrachisten vermieden wissen will); Dr. S11־ a וו ß-Zürich; B. F eile r-l'eni; S. Le w i n-St. Gailen; Beiiiift i> r n iithvc I! W e I g-Basel. iss darf l.omdalieft werden, daß die Debatte einen ernsten würdigen Verlauf nahm und dem Vororte viel Anerkeismiag einbnieiilc. Daher konnte das Schlußwort i>r. (-. Lovys sehr kurz sein und die Dadiarge-Lrleilung mit der Aiierkcuming für das Geleistet(; einstimmig erteilt werden. * Da der bisherige Vorort Bern demissionierte, so wurde Basel mit I in!. R. A. Dr. Brau 11 s ch w c i g .ab Präsideiiteii gewählt. Weitere Mitglieder sind: Fürsprech Go et״; diel, Joel Weil, Dr. jur. Werner Bloch, Abraham Hack, P r 11 s c 11 y B I <> c 11, Stern Kimche. In das N.-F.-Kommissarlat wurden fünf Herren mit Herrn Jaques Marx als Präsident gewählt. Als I andeskomiteeinilgliedcr wurden gewählt für Basel: Dr. Arnstein, üroßrat Dr. Wormser, cai'ifl.. jur. B. 1 f v a u n s e h \v e i g; Bern: J, Mcssi n g e r, B. 1־ c l - ler und Dr. Stcndcr; Zürich: Dr. Strauß, W. Sim o n , J. W .e 11 k , D. W e i 111) a u m , B. F e i w e 1, Dr. P i 11 k u s, R 0 m , E. S a d i n s k i, M. Be r 1 o w i t z; Lid; Dr. C, Lcvy, Dr.' Lauer; Genf: Abersohn, G r i! 1! b e 1׳ g; Luzern: B. D ö k ö w; Liestal; Mui ilz L e vy; St. (iaiiem: S. Lew in, i.. Burst ein; LaChauxdcl'onds: Maro ko; ferner Dr. Klntzkin. Herr J, H o r u-Ziiricli sprach den Wunsch aus, daß der iieiigewälilie V(!rort Basel ebenso seine Pflicht tue, wie der bisherige, und Dr. S. B r a u 11 s c 11 vv e 1g, der neue Präsident, gal) in kurzen, herzlichen Worten sein Vorhallen kund, auch seinerseits das Möglichste zu tun, um den Verband nicht nur zu leiten, sondern auch zu!,ärkeii und zu fördern. Hierauf folgte die lk׳- rat 1111;; der Anträge, die teils dem Vororte zur weiteren Eiledigiing überwiesen wurden, teil« sofort angenommen wurden, I iii'.iimmig wurden folgende Resolutionen al־1/:׳pii(׳rt: ״Der I >c|1״׳ies׳|eHtng des schweizerinclicn Zionistenverhemli::; nimmt mit Befriedigung Keimt ui;; von den l׳ü׳ld,uim!:cn der Rcgicrung.'istcllt'ii der europäischen und!!!׳1'וווil,a׳!1׳;ch111׳ Similcii i.owlc der Aibcllcmrgmil•alloiicu, die ׳ ich 1111׳ die i'ördi'niiig der Frriclitmig einer Jüdischnationalen I leiimdäüe in l'aläslimi ini'üJpreclieii, )ii'oklamicrt den Willen des jüdischen Volkes zur Verwirklichung des zionistischen Programmes als Ausdruck seines historischen Ideals «und seiner gerechten und 1mvcr::n!i׳bare11 Ansprüche auf Palästina, erklärt, daß die Errichtung und Garantie einer öffentlli'h-reditlich gesicherten Heimstätte für das jüdische Voll: in Palästina ebenso sehr im wahren Interesse der Weltpolitik liegt, wie die authentische Erklärung und Aucikemumg der ewigen Neutralität und Unantastbarkeit der Schweiz und die Garantie ihrer Unabhängigkeit durch die Signaiarmädiic in der Urkunde vom 20. November IRR» im wahren Interesse der europäischen Politik gelogen hat, und crwarlct, daß bei der Neuregelung der politischen Verhältnisse im nahen Orient die Regierungen Eingang und Einfluß in die breiten Schichten unseres eigenen Volkes findet, ist dies nicht der Fall, wird ihnen hier kein Widerhall und keine lebendige Antwort, dam! ist alle Propaganda unnütz vertan, Fassadenwerk auf׳ schwankendem Grunde. Wie weit unsere Zeitschriften, vor allem die ״J ü - dl s c h e Ru n d s chau ‘ und ״De r J udc'Nv/ährcnd des Kriege:; neue Schichten des deutschen Judentums für unsere Idee geworben haben, weiß ich selbst nicht gut zu .sagen. Eindrücke von gelegentlichen Urlaubs- - reisen in die Heimat lassen hoffen, daß dort viel erreicht worden ist. Wenn sieh in der Heimat wiederholt hat, was ich im Felde, an der Front _ und in der Etappe beobachten konnte, dann mag c3' um die Saat gut;;teilen, die in diesen Jahren gestreut worden ist. Geht doch die ״jüdische Rundschau“ und zu-' snminen mit ihr ״Der Jude“ draußen im Felde von Hand zu Hand, nicht zuletzt in Soldatcnheimcn, Lazaretten und selbst vom in die Schützengraben. Dürfen wir uns aber mit solchen Erfolgen zufrieden ' gehen? Sind uns nicht größere Aufgaben gestellt? Wiederum wandern im deutschen Heer jüdische Soldaten durch fremdes Land, durch Städtchen und Städte, in denen starkes jüdisches Volksleben pulst. Wieviel der geistigen und politischen Arbeit, die in ׳unseren Organen zum Ausdruck kommt, mag bis hier- 11er in die fernste östliche Ukraine gedrungen sein? A11 einem der er:,ton Tage, die ich im freien Verkehr mit Volksgenossen verleben konnte, suchte ich Antwort auf diese Frage. Sie sc!־,eint mir erfreulich genug zu־ sein, um auch der ״Jüdischen Rundschau“ und ihren Lesern wcitergcgcbuii zu werden.' Vor dem Frieden von B;c.־,t-Lif :»v.1.:־:!:einen alle Nach• richten über das jüdische l.'.be׳.; im /;*!,:׳•ad i'mer *Vx1;a« und über Peter:,bürg. U.;.ת;:׳., V:;','; 11׳:. ־10;׳:;׳ in da Ukraine Nim! au:: jener E.'it;;nt tu..0.1,',.kt, Die Miticilu iigen deo Ko p ׳:• uh a g e!1 c r D'iro!; de: Zionistischen O r ׳; r,;1! r ף t i o ,1 ׳,״:״I f.:1r..hei;2c1;a in Petersburg außerordentlich ־׳;!t verwende׳; und wcKei״ geneben worden. So luc mal nidi Ucr ein deutliches Bild von der Haltung r.nd :'::.״!;;׳■g der nationalen Zeit• »chriftiiteratnr in Dcufcchlm.d, und die Vertreter sämtlicln׳r ziviluierten Staaten n,!4 Vidki'iTchaitcn sich für ehe Schaltung einer öffcntüi 11rechtlich gesicherten ilcim-hätte für da* jiidi.dic Volk in Palästina cinsel/cn werden. Du' 21. Delcgierientrag des schweizerischen nisiciivei'handci 1. erbebt entrüstet Protist!;egen die jüngsten Ju. (I(:1t|)1(;g111׳;ue in Galizien und Rrmamrii; 2. er verlangt international garantiert״ Ihirgcrliriie und national(' Rechte tür die jüdischen Massen in 1>ז,. leu und (1a!i/ie11; 3. er fordert von den üaraiiticmächtcn, di׳: die U״. nbhiingigkeit Rumäniens unter der Bedingung der Gleichbcrechtigung der Juden gewährleisteten, daß :.ie Rumänien zur klausclireicn unbeding ten Erfüllung der’im Art. 1( des Berliner Vertrages übernommenen' Ver! fiichtiingeii aiilialten. Nachdem noch St, Gallen aL Kontrollstelle gewählt war, dankte Herr J. Messinge r-Bern Herrn Dr. C. I.evy mul Herrn Dr. Laucr-Bid für ihre kollegiale Mitarbeit, Herr B. I׳'e 11 e r Bern dem Tagespriisidititn, worauf Herr Dr. Wormser der Regie, riing den Dank aussprach für die Uebeihas: mg des Oroßrat.uaak's. Um 7 Uhr abends Schluß der Üelc• gierteiitag. Abends fand im Saifrnnsaale noch ein ״rohes zionistisches Meeting statt, das sehr gut bc• sucht war. Die Reden der Herren Fürsprech tiocts c 11 c!•Basel G rü 11 b c r jr-Geuf, Dr. A r n s t c i n-Bavel, M. Lev v-Licstal, Dr. OI s w a 11 g e r-Bern, Dr. P i n k u s- Zürich, Dr. K. E. Bloch •Basel fanden riesigen wohl• verdienten Beifall. ui•*{ lös üä.gnncü Das jüdi.ehe Leben pulsiert in Bulgarien, bot/ du sechsjälirigcii Krieges, regeln!äßi״. Ja, der genaue Kenner der Verhältnisse tind gute Beobachter der Gcsehchni; wird mit Freuden ein lebhafteres, gesundes und kräftige» 'läaiipo in der Blnt/irkulatioii der jüdisciieit Oiganisatiuiieu konstatieren. Wie in den Ländern des Okzident», sind auch hier die Zionisten der regsamere, iiiipiil• slvere und gedaukciireieh( re, nach politischer und so/i• aler lU'.däUguug tirängeinl«• Feil der Jmlcnlicit. Die b11l(1!,׳ri';cl1en Zionisten wann von jeher II »•-!inner »vii:,teil Wassers mul die Potenz der jüdischen aatin• Halen Strömung׳ in den bulgarischen M issen helurrsclit nicht nur den giin/cii Bilk,111׳, sondern üb! «ue'i «111 den imhcii Oden, 1<״1י1*יו!m׳U׳ro auf die '1 ürl.*׳i und .וןי:1י\י teil eltieii nie!Llleheii 1 i.iflull an•., Die F; fiairo m folge der jüng itcii Ereignisse auf den aull'eis iiKip'iiseheii Kriegsr.cluuiiiloi/en besntuiers exponierten und zu einer besonders wichtigen Tätigkeit berufenen Gcsinnungsgenossen sind zumeist Schiilcr des verdienstvollen Jacob C a 1 e f f aus Philippopd, der in jahrelanger 111• geisterter Arbeit den Boden für die gegenwärtigen zionisti• sehen Möglichkeiten am Suez vorbereitete. Das jüdische Lehen in Bulgarien wird zurzeit von 3 Parteien .geführt: den Zionisten, den Sozialisten ttml den Neutralen. Die zionistische Partei umfaßt die jüdisch-national gesinnten Elemente, die, auf der Basis des Baseler Programms stehend, in enger Fühlung mit der Weltorganisation, emsige, ziclhewußte Realpolitik treiben, ohne die Kulturarbeit zu vernaehl ilUgcu. Nationalfoiul, Oelbamnspende, Goldenes Luch, Nitonalbank, palästinensische Gründungen, Hilfsaktion, Stiftungen, kurz Seit aber die Verbindung da Ukrnina mit Rull-!and zerstört worden ist und neue Verbindungen mit Oesterreich Und Deutschland entstanden, haben au; rkl• reicheren Wegen, als wahrscheinlich den Redaktionen seihst bekannt ist, die ״Jüdische Rundschau“ und ״Der Jude“ ihren Weg hierher gefunden. Ueberall ist die ״Jüdische R u n (i s c h a 11“ aufgetaucht und wird, je seltener die Exemplare sind, umso eifriger gclcwii und besprochen. Ein Strom zionistischer Verbundenheit wird durch sie wcitcrgeleitet und, ob mau mit Zionisten oder Nichtzionisten spricht, inan spürt, daß die politischen I’rin• zipien, für die unser Organ eintritt, den Willen und die Arbeit des jüdischen Volkes auch hier bestimmen und dal! um dieses Gleicbklangs willen die ״jüdische Rundschau‘•‘ überall neue Freunde gewonnen hat. Etwas Besonderes scheint es um die Wirkung des ״Juden“ zu sein. Er hat sich auch liier im fernen Osten eine ganz ungewöhnliche Autorität geschaffen. Das erste Heft des 3. Jahrgangs, das ich durch den l.iel cstlicnst eines Freundes jetzt schon erhalte, wird mir aus den Händen gerissen und von allen Seiten möchte mar wissen, wie man schnell und sicher in den Besitz einer grollen Zahl der Hefte kommen könnte. Mit besonderem 1«■ tcrcsse wird gelesen, was Theodor Belir über die Juden frage in Litauen schreibt. Man vergleicht die Lage in Litauen und in der Ukraine, zieht Schlüsse und präzisiert Forderungen. Bod e n 11 ei ni c r s Erinnerungen an Tschlenöwlö sen bei den Zionisten eine Flut von Reminiszenzen an den Führer aus, dessen Nmnen hier im Glanz war• mer Achtung und Liebe leuchtet. Jakob Kl atz׳ ki ns Würdigung Hermann Cohens gibt den An laß, an die Streitfrage Deutschtum und Judentum anzu• knüpfen und die aktuellsten politischen Konsequenzen 'der Auseinandersetzung der Nationen zu erörtern, die liier in der Ukraine Von Woche zu Woche wechselnde Form findet, Der zionistischen Bewegung Deutschlands shM mit nur,ereil Zeitschriften jedenfalls Werkzeuge gesebaffen, die wir schätzen sollen. Ich habe die Ueberzcugung, daß sie für f י Aufrcchtcrhaltung des nationalen Zusam• menhangs Unschätzbares geleistet haben. Gibt cs nicht Wege, um die WirkUugsmösllchkciten. weitet auszubtu:־o r im Felde. Dr. M a x H i rsch f eld.

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