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Jüdische Rundschau · 1918-05-31 · Heft 22 (31.5.1918) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 22 (31.5.1918)
Date
1918-05-31
Page
– (sequence 3)
Language
German
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J in: Dl SC H f: RKNDSCH ACT 5:,fiip 167 •i .!:c ):׳ d.־r '1 I ,'die 1 .•״itd .J juoen ü des ] K1:vk, :% :wirft, | Sache 1 nach 7; iind | iu ch! :! 1!:sieht 1 Sache, j 1 u 1! IT /j C 11 t * I t nur,; /;an z timi n e r Sk r e 0 All C B vom t sicher : f a r it «n- 711m l Mehl : r mul ’t die ־ nichts 1i ,״/.t hl (׳ ch g*־ »110111• kti*>«, T 1• 8l> j?״jcI1|1mg von Krailkoiihüusirii, Sendung von Mehl nmi 1 ■]mhrcii Nnhrmv.siuillWu;111׳ hichron, Clicdcrah 11. a. tni• I ‘ v,diii viel zur Ve.in:- er. 11׳;׳ des Ge ,111hlhei!s/״s!11״- /m• Veriin:: 1־r1111;v de; Anzahl der Kranke» und ןca lui. AI ein di.־ Eniährnigrir1; ״• wurde lieht geaml die Ue ׳chaifmig von N liiruugsaiütclu id 11:1- ״t..;,(■>:! scliwer. Die ciii/ige I.ü-miig dieser schrecklichen i'ra e w ire,!'all die Auswanderer Kfar-Saba verlassen, wein ddi! alle, so doch der!;rollte Teil, Einer kleinen Anzahl inl das Va-ser des H 11111־ m■ 1!u!;c.1ü;׳(m, werden ludi <'ie Woliiumgcii genügen. I'ttr sie wird man auch V(m ausw.uH Nahrung beschälfen kömien. Billige ln־• fdl lea 1 ie on Rat 1m l begehen sich zu Fuß nach ( hedeia and :kehnm; allein der;;rollte Teil lomnle den (),; iiich! mehr veria -e1׳, da cs an Wagen und and r<11־ K(1;m:ua:iha1i'1n m'tleln fckl.c. Fs sei en vorläufig noch weile:׳־ tid!';;eaiinie Personen Kf.trSana verlassen. Nur die K! :11:1 eil tl(׳!l Per. oiieu), wie auch die Familie!, unter de ich si.h Kranke heil!11 11 (Jg) Personen), und die l'.aui'ni der Kolonie ($'» Per-onen), sollen bleiben. ׳ru AiisivaiideuT sollen fol :end.׳r1naikn verteilt wer• den: 2 d IVr.-oiieu!:dien nach Aful.11 und von dort nach $ed eh eia oder Meeclia^ 200 nach Chcdcra. 200 nach SicUri >.» /•u u::־w'!׳em tieien Bedauern müssen wir am Schlüsse des 1 hni: ra;ie:1 dalires eine;:rolle Anzahl von Tölen in allen Station der Wanderschaft vcr/eiclincn. Sie alle |;el'e;1 verein «amte, elternlose Kinder, die ohne •cito Hilfe י chlI.h1 ־׳: sind,;,nriiek. Der größte Teil die!er Wais 11־ Kiindet si.ii in K 1 a r Sahn. Fs ist daher unsere hei- Imie Pflicht, für dic.-c Unglücklichen Sorge zu tragen. Fiis allen, die wir im Lande lehen, liegt cs ob, ü'.icr diese Kinder zi waciien, sie z i pflegen und zu erziel! 11, ״e; i'!;l dem Gebote men. cliliehen l'iiMtms und de; (ieiülds der l’.nidcrliclikeit, das uns iunewoluit. Alle dieieui •0!׳, die aus dem WirbeHurtn gerettet worden sin,;, .j!!d verpflichtet, für die Kinder derer zu sorgen, die ׳ m der 'liefe verankmi. Wir venaoehteil h-reiis ein Waisenhaus zu gründen für 30 Waisen der Auswanderer des Zentrums T i 1» c ria? Nun gedenken wir, ein ähnliches Waisenhaus für in Kinder aus!< f;1 r Saba zu griimien. Unsere (11 i; 'er in den Kolonien In'Bilipcn sieh an diesem Werke mit i :׳■r/liclikeit uml walirhalt jüdischer '1 eiliialime, die üIhi alle Mallen ju׳ei•eiiswerl ist. In M i 1 e 11 a 111 i a nah• men die Koloni ten und iure Frauen an der Einrichtung des Hauses und an der Bekleidung der Kinder regen j Anteil. In Sichren veranstaltete die Jugend einen i Aheml zugunsten der Waisen, und der Wand der Ko- Umic versprach, sieh in materieller und geistiger Hin• sieht zu beteiligen. J>abe1 i;t zu bemerken, <la;l eb.m'o, wie wir unser Itilf. werk im ge;e■iwiir.i;en Moment nicht au[ die Fmi- (;raai.n allein he. chriinkcn können, sondern aucU die■ and« m durch den Krieg notdürftig Gewordenen heriicLichti;en nui-sen, es sich ebenso betreffs dcrWai• sei! verstellt. Unsere Hilfe darf nicht nur den Waisen der Auswanderer zugute kommen, sondern den vor- Vaisteu Kindern der Opfer des Krieges überhaupt, lu■• sonders den Waisen unserer Brüder in Safcd und Ti• berias. So gibt es iu Safe.l allein 500 Waisen, deteil Fitem im Ver'anf des K ieges ge.dorben sind. Wir sehen daher ein, da!! wir daran gehen mii s׳n, ein viel urn!asscndcrcs HM’swcrk der Waisen überhaupt ins Le bei! zu rufen. Das Werk werden wir etwa benennen• ״Hilfe für die Waisen d c r O p f e r des K r i e g c s i m L a n d e.“ Wenn das Wcltunglück u:!s sehr viele von unseren Brüdern entrissen bat, so wollen wir weiiigstfms die Zurückgebliebenen, die unsere einzige llofl mmg für die Zukunft sind, retten. Wir gedenken also die G r vl u d u n von W a i s e n h ii usern i n a 11 c n w i e. 111 i g c n Z eniren des L a 11 d e s zu beantragen Wir sind überzeugt, daß dieser Gedanke einen Wide! •-hall in den GemiLern unserer Brüder i;n Lande und im Auslände finden wird. Ball beginnt die Feldarbeit in allen Kolonien, die Arbeit der Fnite und der Fin;aminhmg. Fs mögen also alle diejeni;en, die zur. Arbeit füllig sind (die Auswanderer sowohl a's auch die Einwohner des Ortest unler die Scharen der Arhrücr gehen, damit sie sieh von ihrer eigenen Arbeit ernähren können. Gott seg nete das Land mit guter Ern'.c; viel Arbeit steht nun noch in den Kolonien für den ganzen Sommer bevor. Es besteht also die Möglichkeit, viel Arbeitswillige zu beschäftigen. Fs ist nötig, dali alle, die dem Arbeit/ luiro angehören, sich mit dieser Frage befassen und daß sie sicli Mühe geben, aile zu beschäftigen, die zur .Arbeit fähig sind. Die Teuerung steigert sich i;n ganzen Lande. Die Komitees sind vollauf beschäftigt, Nahrungsmittel bis zur Ernte vorzubereiten, ln den Kolonien Sam»• riens lallten die Bauern den .Entschluß, jedem zu v e י■ bieten, aus der Kalorie irgendwelche Getreideart zu exportieren; sie verptliebten jeden Bauern, dem Emgrationskomüec das gesamte Getreide, das nach Abzug iiircs Hausbedarfs bi; zur Ernte zariickbleibl, zu ve»- kaiFe«. Ebenso he chlossen sie dem Emigrationskoini• tee das neue Getreide — soweit es nicht ab geliefert werden muß — zu verkaufen, nach Abzug desjenigen Teiles, der ihnen für ihren Hausbedarf und für die neue Saat nötig Ist. In Haifa begannen in den letzten Tagen die Preise plötzlich zu sinken, ohne daß jemand de Ursache davon anzugebeu vermag, ebenso wie niemand die Ursache des Stc'gens keimt. Wird sich das Sinken überall verbreiten oder wird es auch liier auf hören und du St©e11 d;r Preise von neuem begir ׳ ־' Wer kann ־׳ wissen? Für!׳:’'.׳״ Fall müsse.. wr vorsichtig 1 ..1 r1'•־ der Vervon Nahrungsm: 1 bis zur neuen _ 1 e. Wir müsr.en die Pri'ir.heweguug scharf bt obnchFn. Nach kurzem begiiml 11 in Ernte der Gerste, wir werden nPo unler den Au;Wanderern Ger.deniiiehl verteilen kirnneu, i’a ׳ u eilt nisdei w.r i er alidasMcld dr D,.r,ait. Von der P.tläsHiin-Kommissioii Die 1:1 Jcru s1׳ lern ein c:r fin׳ Kommission der engli a-heu Zioni teil wurde am 27. April zu einem offiziellen Diner beim G 1! ס v ■! r 11 c 11 r der Stadl eilige• laden. 1; : <1111׳• ihr dort Gelcgeillieit gegelu'ii werden, mit den angc■-•eilen;'.en Pcr:.one11 der anderen Reli.;;iom׳n uml Nationalitäten ziiMimineii/ufreffen. Unter den Ga ten he- Luiden sielt Dr. W 0 i / 111 a n 11, Sylvain L i v y, Major O rm s h y - G o rc , Major J, A. de Rothschild, der (iro'lmufii von Jerusalem Mussn K a z i in Pascha, der Liii1;ermei Ter von Jerusalem EI II u s s e i 11 i, Isin a e 1 Bey El lliisieiui, Arif Pascha Dut li, der Iir/.bischuf Porpliy rios II, der Vi/e-Biir;;er111ei t 'r van Jcrus.ilem M, D. S a I;ו in eh, der Vertreler des ׳; r i c e I! i ־ s c 11 e 11 o r 111 o d o x c 11 Patriarchats, der nrinei i sehe B i s e 11 o f v o n K a i r o Tliorgom K u s 11 ,1׳ g i a 11 als Vertreter des armenischen Patriarchats, der Vertreter des laieiui c!1 - kalho'i eilen Patiiarrlnt; Abu Suan und selibel^ieh Oberstleulnaut Lord William Percy. Der Gouverneur hielt eine A 11 s p rach c, worin er nuscinamierset/ie, daß mit Rücksicht auf enlslnndeuc li rtiimer und Mißverständnisse die Anwesenheit Dr. Weizuiaiitis GeU״;e11!1eit ):eben solle, die verschiedenen Geiiieiiisdiaften in Palästina fiber die Absichten der K o 111 m i s s i o u aufzuklärcn. Prne]!!s;ile des Westens, Spieliernstr 3. Montag 10. Juni 1918, abends pü n kt lieh 8 Uhr Öffentlicher Vortrag: ״Zionismus und Weltpolilik״ Refi-rent! Kurt Bliinicnfcld. Diskussion. Eintritt 50 Pfennig, r— Hierauf hielt Herr Dr. Wcizmann eine längere Rede, iu der er betonte, daß er im Bewußtsein einer gro- 1)011 Veiantworliing spreche. Er widerlegte im cinzcLicn die Meimiii•;, a's oh der ZiriRmu! die Rechte und die Wünsche der Mohammedaner und ChrLtcn in Palästina irgendwie heeinträclit gen könne, und gab demWun ehe A isdruek, daß cs gelingen werde, friedliches und h.-yinoui c' c; Z s ra:vc ab.icn zwisc'ei afiri Bewohn rn des Landes herzustellen. Es sei in Palästina Platz genug, um das Vielfache einer Bevölkerung, wie sie jetzt dort lebe, zu ernähren. Moralin:]! und ökonomisch sei cs in! beiderseitigen Interesse, wenn Juden und Araber in Freundschaft und Frieden miteinander lebten. Nur so sei die Entwicklung des Landes möglich. Er warnte vor falschen Gerüchten und Verläumdungcn. Die Araber sollteil nicht glauben, daß die Juden die Absicht hätten, die oberste politische Gewalt iu Palästina nach dem Krieg zu übernehmen. Er kenne zu gut die Last ind Verant- Wörtlichkeit des Rcgicrcus. Sclbstregiciung sei in unsere!• Zeit eine komplizierte Wissen chalt, die nicht in einem Tage erlernt werden könne. Eine finge und harfc Lehrzeit unter erfahrenen und vcrtraucnswerlcn Lehrern sei notwendig, und die Zionisten wünsc'1t״n, daß die oberste politische Autorität in Palästina von einer der zivilisierten demokratischen Mächte ausgeübt werde, welche zu diesem Zweck von den! Bund der Nationen bestimmt werden sollte. Er wünsche, daß diese Macht so lange Palästina verwalte, bis die Bevölkerung zur Seihstregiemug fähig sei. Zum Schluß führte er aus, daß Araber, Juden und Armenier, diese drei Nationen, welche an! meisten gelitten hätten, in Frieden und Freiheit sich entwickeln müßten. Er wünsche auch, daß Palästina wiederum zu einer Quelle der Wissen chaft und des Idealismtis werde durch die Schaffung einer hebräischen UnK versität in Jerusalem, eines großen intellektuellen Zentrums, das der ganzen Menschheit offen stehen solle und wo die alten Wahrheiten der Propheten in moderner Form wieder ihren Ausdruck finden sollten. Dr. Weizinaniis Rede wurde von dem Gouverneur für den Großmufti ins Arabische übersetzt. Dieser drückte ebenfalls auf Arabisch seine Zustimmung zu Dr. Wcizmanna Worten aus. A ts Palästina (Aus einem Privatbrief.) Alle, die nach Jaffa zurückgckonuncn sind, haben ihre Häuser uml Läden unversehrt gefuudm. Die Lage ist überall befriedigend, ln Jaffa und in Jerusalem wurden die Schulen eröffnet. Dr. Turow ist nach Jerusalem übcrsicdclt. 111 Jaffa wurde das Jüdische Krankenhaus eröffnet. Es wurde dort eine Leih- und Unterstiitzungskasse gegründet, ln Jaf'a und Jerusalem wurden Friedensgerichte organi iert. Da'־! i wurde ein oberes Friedensgericht an das Palästina- Amt »»gegliedert. Für die Verwaltung alter jüdischen Angelegenluiteu in Jaffa und in den Kalmiien wurde ein r״ov isorisch es Zentralkomitee gegründet, j . , .1 s a 1 e m bekommt eine besondere Verwaltung, Es wurden Vorbereitungen gelruffen, im( eine all!:׳ meine Versammlung der Vertreter des gesamien judi;die״ Jisclniws cinziihcrufcn. Das a! ti'C uni pa •sive Wnh.rec 1t wird nur denen ziierkaunt, die licbni eh spicc'ien, lesen und schreiben können. Da;selbe gilt auch für die 1 muui. In Jerusalem fand eine allgemeine Konferenz, aller jüdischen Lehrer :halt. In Pakotina wird überall eitrig!las Erlernen de; I L br.ii eben betrieben, Bür Erwachsene sind Abeiidkur-e eröffnet. Der VV<!rU11״l der F.rk'ärtinj( der ilalivnisclicti Rej;i<rung i׳|11׳u!׳sten des Zion stnus Der italienische Botschafter in London hat Herrn Nnhum Sokolow folgende Erklärung übermittelt: ״Im Aufträge Sr. Fx/ellcuz, des Barons Sonnino, des Miniders des Au ■wlirtigen Seiner Majestät, lia'ie ich die Ehre, Sie davon in Keimt:»; zu setzen, ila'S d:e Regierung Seiner Majestät die Erklärung 11e-!l1tlgi, die durch ilire Vertreter in Washington, Haag und Saloniki bereits abgegeben wurde: daß sie nämiieh alle Ans t r e n g u 11 g c » in a e 11 e 11 w i r d , um die E r r i c h - t!11 ן g eines j ü 11 i s c h - n a t i o 1! a 1 e 11 Z c n t r u m s iu Palästina zu erleichtern, wobei vcrdaiiden werde, dal! dies die rechtliche und politische Lage, die die Juden in allen Ländern genießen, in keiner Weise bccinträchtigen wird.“ Das ״K o p c 1111 a g c n e r Büro der Z i o n i; t i sehen O r g a 11 i s a t i o n‘ hat aus Anlaß der Vciöffentlicliung dieser italienischen Regierungserklärung zu Gunsten des Zionismus folgendes B e 1 c g r a 111 in an die Italienische Z i o 11 i s t e 11 f ö d e r a t ion gerichtet: ״Wir beglückwünschen Sie׳ aufs wärmste aniäkl ch der vom italienischen Botschafter in London soeben niitgcleilten offiziellen Versicherung der iialicui;dien Regierung, daß sie ihr Bede; tun wi:d, um die Errichtung eines jüdisch-nationalen Zentrums in Palästina zu crleichlern. Wir begrüßen cs mit dankbarer Genugtuung, daß Italien, das seiner jüdischen Bevölkerung von jeher vollständige Freiheit und Gleichberechtigung nicht nur im Gesetz, sondern auch tatsächlich gewährt hat, nunmehr .midi den zionistischen Zielen seine Förderung verheißt, deren vollständi g Vcrw ir li :lmng mit Zustimmung al er Völker und Regierungen das jüdische Volk in naher Zukunft zu erleben hofft.“ Mohammedaner und Zionisten Eine Anzahl in England lebender Molia ni m c• datier hatten nach Mitteilung der ״Mo r 11 i 11 g Post“ dem Staatssekretär de; A-.tsw är i:;c 1 Amte.; Mr B a 1 f o u r eine E r k l ä r u 11 g be/iigüch der Zukunft Palästinas überreicht. Die Erklärung ist ein Protest dagegen, daß den Juden eine Ausnahmestellung in Palästina eingeräumt werden soll. Es ist nach Meinung der engliscli jüdisehen Blätter nicht anzunelimen, daß diese Erklärung erlieblichen Eindruck machen wird. Sie enthält antisemitische Wendungen und behauptet unter anderem, daß der Geist der Ausbeutung, durch den sich die jüdische Rasse besonders auszciclme, die Juden in Feindschaft zu ihren Nachbarn bringen werde. ״ Der D!cfjrrientag des schweizerischen Zionistenverbandes In Basel fanden sieh am 9. Mai die Delegierten der schweizerischen Zionistcnvcreinc zu der Jahrcskonferenz zusammen. Noch niemals war die Zahl der Delegierten und Gäste so groß wie dieses Mal. Herr Dr. Lcvy-Biei cröffnete als Präsident des Verbandes tlie Silzung in dem Großratssal. Er verlas zunächst das Begrüßungsschreiben des Regierungsrates des Kantons Basel, das mit großem Beifall aufgcnomnicn wurde. SuBum begrüßte Dr Lev y di־ erschienen Abgeordneten^! ־r Jü.ii!eilen Gemeinde Basel, die Herren D r e y f 1111 - I! ro d s k y und G i n s bürge 1• Hirsch-, ferner den Vorsteher der Adath-Jisracl-Gcnicinde, Herrn J. Kaller. Nach einem energischen Protest gegen die Ausschreitungen, die in den letzteil Wochen gegen die Juden Rumäniens, Bessarabiens, Galiziens und Polens verübt wurden, sowie einen felerliehen Protest gegen die Nichbeachtung der politischen Ansprüche der Juden in den Ländern, in denen jetzt eine Neuordnung der staatlichen Verhältnisse im Gange ist, gedachte der Redner der großen Toten des vergangenen Jahres 11. a. Mendclc Moclicr Sforims, Tschlcuows und Borochows. de, BIr. Drcyfus-Brodsky das Wort, um den L> legicrtcntag zu begrüßen. Er wünschte“ der Tagui einen erfolgreichen uml würdigen Verlauf. Darauf b grüßten noch namens uc־r Agtu’a li-Jisiael-Gemcinde He Kaller und die Blerrcn Dr. jur. Arnstein ui Herr S t e r n - K i 111 c 11 c (letzterer in klangvt Bern H brüiscli) namens der zi misti;cB.cn Vereine 171 Basel d Dclcgicrtcntag. Alle Begrüßungen fanden freumlBc Zustimmung. Man schritt zur Wahl des Bi״ in das nach Vorschlag von Dr. Lcvy die Herr Großrat Dr. Worin ser-Bacl, Dr. David St rau Zunclt und Dr, Arnstcin-Bascl gewühlt \vurd< Als Sekretäre fungierten die Herren D. Weinbaiur Zürich Und stud, jur, Ii, Brnunschwci^ Herr Dr. Worin ser verlas zahlreiche Begr ß 1111 g8schreiben und Telegramme; u a n Kopcnhagcner Büro der Zionisti.chcn Organisat'on' vi N.F.-lairo un Haag, sowie von Zionistcn-Verdnen u vielen Eiirzclpersonen. Herr l>. Laue r-Bicl verlas 1 Protokoll des letzten Delcgicrtcntagcs, das zur Kennt!

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