Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIII (1918)
- Issue
- Heft 20 (17.5.1918)
- Date
- 1918-05-17
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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mm mmmmmmmmm Seit«* 152 |Ü EDI SC II 1«. .!) Nr. 20 udicii, Klciilcrn und Vidi. Finanzielle Hilfe könnte am besten durch eine 1.: 1tp;i'*־isti/.׳;c Anleihe gewährt werden. Die Kom/ni.-slo.'i ist gegenwärtig damit beschäftigt, die betreffs der. Wiederaufbaues gesammelten Materialien .1usz11arbeite!1, und wird demnächst hierüber einen Bericht erstatten. Wie das Provisorische Exelaitiv-Kouvitee mitteilt, nehmen keine amerikanischen Zionisten an der Paliistina-Koimnission teil. Dauerten wird aus Amcrika eine jüdische medizinische Expedition über London nach Palästina gehen, an der Herr Lewin• Epstein teilueluuen wird. Aus Galiläa und Samaria״. an die volle 1 '׳;;!ö;;inaei'kläder Anc1d.cinnm.fr Pal.EMna von seiten Nissan 507ö) ,Liberias und Kolonien in Bevölkerung ver- (Aus einem' Bericht vom 13. ״. . . Die Lage der beiden Städte S a f c d und auch der jüdische n O h e r g a l i I ii a ist trostlos. Die liert den Mut zur Arbeit und /um in ben, <1.1 die Hungersnot unbeschreiblich ist. Wie j;roß wird unser Sehmer/ sein, wenn 1;«>gar eini:;e bieiheu, die es überleben; denn auch diese werden moralisch und seelisch sehr deprimiert sein. Und sie alte haben doch ihren;;roßen Teil zu unserer befreienden Arbeit beigetragen, Tagläglidi vergrößert sieb die Zahl der ücilürfligcu. Die, die vor «Irei Jahren noch zu den wohlhabendsten Kreisen zählten, wünschen jetzt nur ein Rottel Brot wöchentlich. Und die Preise sind so hoch, daß mau zwei Licj, pro Kopf tätlich haben muß und dabo iinnier noch linlhhuugrig bleibt. Die I. a ׳; e ist k r ilisch. Wir haben aber unsere lluilutmg nicht aut• gegeben und wir tränen uns mit dem (iedmikeu, daß andere kommen werden, die unsere Arbeit fortset/en werden.“ j ן י (Telegramm) i ln Sa Ted sind von 1000־ Juden mehr als 3000 1 brotlos. Die V erhungerten haben uns 5/0 neue | W a i s e n zu. .Ha.- •et;. H u 11 ׳_׳ e rund Kr a u k 11 e i! 1 fuhren du• jüdische Gemeinde der Stad: einem raschen und völligen Unten;,mg entgegen. Für Saied muß die Hilfe sofort und telegraphisch beschafft v. erden. Die Trauer uni Dr. Tsciilenaw in Palästina Die jüdischen Führer in Santaria und Galiläa haben an das Aktions-Komitee folgendes Schreiben <;«׳- lichtet: ״Die Nachricht von dem plötzlichen Tode Dr. Ts eitlen« v/s hat uns alle in tiefste Trauer ver•!et/t. Dieser von allen gchehic und j;ca<:htcU• Führer, ׳!er es so /;nt vi 1:.|.uiilcn hat, die leideuschafllidie Siele des Oslju.lui mit dem kiihueu und ausdauernden Lrn:;t des Wesljmlcii zu verbinden, dieser treue und sich aufopfernde Lfini Wladimirowitseh ist uns in dem Augenblick entrissen, wo seine Träume sieh zu verwirklichen begannen und wo wir ihn so nötig braueliien. Ls ist doch ein grausames Geschick, das unsere Führer verfolgt, wenn.es sie auf den I löhcpunkt jlm׳r Tätig* keil kommen, sie das Ziel ihres Lehens fast erreichen, ihr Ideal fast verwirklicht sehen läßt und sie dann ihren Freunden und Kameraden, ihrer Partei und ihrem Volke entreißt, in einem Alter, das noch eine lange Arbeilsdnucr versprach, Moses ist auf dem Berge Nciio ),estorben, von wo aus er das gelohte Land nur von fern erblicken konnie und unser armer Tschlenow ist;!וו den Ufern der Thiinse /;׳estorben, von denen die erste < ffeiilliclie Anerkennung des jüdischen Volkes allste- : angen ist, und von wo aus er schon das neue Jeni■ : •dem von ferne sab. Wenn man bedenkt, daß uns so wenig Menschen verbleiben, die imstande sind uns zu führen in diesen Tagen der Prüfung, deren Lude noch nicht abzuselicn ist, und besonders durch diese düstere Zeit voll von U11vorhcrgcsclienem, das wir noch durchzumachen haben,!0 wird unser Herz von unendlicher Trauer und tiefer Verzweiflung zerrisse״. Habe״ Sie uns nicht einige i i'ostesvvorie zu sagen, um uns bei diesem schweren Pampf zu!;türken, den wir hier führen, einem Kampf um Leben und Todr Möge das erhabene Andenken dieses ruhmreichen t dincs seines Volkes, der als ein Held auf unserem Schlachtfekle;;estorben ist, uns aiifrcchtcrhnhcii und s'B ermutigen, im Kampfe für unser Volk und für unser I and fortzufaliren. Lin Kamerad ist gefallen. Schließen vir die Reihen und vorwärts!“ Zur französische»! Regierungserklärung Die große New Yorker Tageszeitung ״Die Wahr- II ־.■it" schreibt: ,,Frankreich war dasjenige Land, wo der politische Zi uiisnms mit allen ,Mitteln bekämpft worden i;t, sowohl vo 1 seiten der jüdischen Assimilaiitcn, wie von den tr. nzösEclicn klerikalen und imperialistischen Kt Visen, die in ihm eine Gefahr für Frankreichs nationalpolitifdie Interessen erblickt haben. Die Bemühungen, auch ״; Frankreich die Ziele des politischen Zionismus auf.zu-!,!. reri, sind lange Zeit erfolglos geblieben. Verleimt* i.nugen von gegnerischer Seite sind ihnen im Wege;׳.standen, und die jüdischen Massen, die lebendigen r.iger der jüdischen Renaissance, haben in diesem Lande emehlt. Gehindert hat sic auch die Gleichgültigkeit des französischen offiziellen Judentums, das im besten I .׳!;.' der philanthropischen Arbeit in Palästina Verstandms entgegenbrachte. Bei derartig schweren Bedingungen und im Hin- F;1׳ •: auf die־eigc11eri französischen Interessen und Traditiimeit glaubte mau lange nicht rceiit /.iisiimmtm!: Frankreich* zur ciigimci׳״!! 1'iiug und hegte sogar Besorjpiis wegen der jüdischen iiatioiialcit Rediie in ״ . F'raukreidis. 1 leine .stehen wir vor einer neuen int' saclte; die offizielle ״Erklärung der französi-che״ Regieruug zugunsten einer jiiili;cli-nationaleu 1 iiiim-läite in Palästina ist publiziert worden. je sehwerer, der Weg war, der zu diesem Erfolg geführt hat, umso dankbaier nimmt «las jiidisene Volk die Frkläning der französincheit Regienmg entgegen: auf unserem Wege zum Ziele ist ein weiteres I iiiulcriiis beseitigt, größer ist unsere Hoffnung, Märker unser Glaube, heller erstrahlt unsere Zukunft.“ Das Provi s i o n a 1 Zionist L x e e 111 i v c Comittee in New York bat anläßlich der Ran* zösiscbcii Reg'i'.irungserkläruttg zu Gunsten des ZionDtmts folgendes T c 1 e g r a in tu an «he französische Z i o n i s 1 e 11 f ö «I e r a 1 i o 11 gerichtet: ,.Das PiovMounI Zhmiit Lxeemive Onniitee von Amerika begrüßt mit Freude und Genugtuung «lie Er* klüi'iing, die die französische Regierung in Uebcrcin• stiinmiiug mit der I)ri1isd1en Regierung zu Giunden der Lrriehtiiug einer jüdischen I lehiisliitle in Palie'.lina ge- 111,1( 11t hat, Die!;«׳ I landliing stellt mit «lern Geist der t incrhligkeil und Frcihi'il in Linklang, der die flau- Republik von jeher beseelt 11.1t, Zeh, da mau den Juden überall die individuelle vorcmliiclt, war Frankreich unter den ersten die die bürgerliche Gleichberechtigung der .׳iiierkaiinten, und heule spricht Frankreich wiederum in Uebercinstimmung mit!;einen Alliierten das Wort ״Feilieit“ aus, diesmal zu «len uuterdnkktcn kleinen Nationen, Am׳ Vorabend der Erfüllung seiner zweitaiisendjäiirigeii Hoffnungen wendet sich das jiidische Volk mit Dankbarkeit und Hochsehätzung an die Regierung des französischen Volkes, das, wie es selbst immer das Ideal der Freiheit, Brüderlichkeit und Gerechligkeit hochgehaltcn hat. asiati!■ eilen mul ali'ikaüisdiei: Juden zur JD1nd.1rbe<t «״> bilisiert werden, Wir imis.,111 aber einer grollen Zahl von Juden dir• ExisRn/möglichkcit seiiaffen, darum mii seit zugleich mit der Landarbeit alle Möglichkeiten aiisgemitzl werden, die zur ludustiie, dem Gewerbe 1111.1 I Findel führen. Wir müssen schnell zu Werke gehen mul iniUsen dunit begiiiiien, die Bedingungen zu sebaffeii, wodurch die Finv.amknmg niclit bloß derjenigen, die für die Land- Wirtschaft in Betracht kommen, ermöglicht wird, »mdem auch derjenigen, «lie zur Entwicklung von Industrie und Handel notwendig sind. Auf ings können arheitsfällige und arbeitswillige Leute bei der Anlage von Wegen, Bahnen, J fiifen, Elektrizitätswerken usw. aus allen Berufen Besdiälligung finden. Nach Rohstoffen ist noch Doch ist aii/nucbmeii, daß in Palästina gefunden werden kommt auch «lie Anpflanzung in Betracht, wie Baumwolle, 1 zösischc Zur Freiheit Ländern, Juden r.uen und Webereien :11 auf Erfolg, wenn Louis D. Brandeis, Stephen S. Wisc, Z. \Y. 1. e w i 11 - E p s t e i n, Jaeob d e H a a s.‘ jiUii'cskonferenz der Zionisten aas Belgien (Fortsetzung.)!11 der AbeiuEii/ung der Konferenz wurde dem Lamles-Komiiee einstimmig Entlastung erteilt und «ler Dank für seine Tätigkeit ausgesprochen. Alsdann erstattete Herr Oskar Fischer ein Palästina- Referat; «lein wir die folgenden Ausführungen entnehmen: Nacluluti durch die verschiedenen Regieruiigserldii• nmgen der Zionismus seiner Verwirklichung entgegen• /ugclien scheint, muß Palästina in den Vordergrund unseres Denkens gestellt werden, Wenn die uichtjiidi :ehe Welt uns gegenüber ihre PÜii.bt getan haben wirst, wird e; an «Jeu Juden selbst liegen,׳ Palüsliiiu zu einem wirklichen Judeiilaudc zu machen. Die ScliwRrigkciien sind gewaltig, da wir erst die Menseheii hiiihringen »ind alle Bedingungen schaffen müssen, um die Arbeit beginnen zu können. Wir müssen jedoch zur Kraft des jüdischen Volkes Vertrauen haben. Es besteh( jetzt kein Zweifel mehr, daß Palästina noch mehren■ Millionen neue Einwanderer aufiielinicn kann, sobald «lie nötigen Bediitp.ungcn geschaffen sind, Bisher wurde immer mir von «!er landwirtschaftlichen Besiedlung gesprochen. Wir wollen jedoch Palästina zum Vatcrlaiulc machen mul müssen deshalb alle Klasseu und Stände ins Land bringen. Mit «len. bloßen Rechten auf und in Palästina ist noch nicht alles erreicht; hier beginnt erst die Arbeit. Wir müssen «las Vorenvcrbungsrccht auf Boden he• kommen und hauptsächlich auf «iie Staats- und Kröndomänen. Der Nationalfond kann dadurch zu seinen ursprünglichen Aufgaben zurückkehren und Eigcniümci des jüdischen Nationalbodeiis werden. Zum Bodcnerwcrb ■ müssen ״!!er auch große •Privatunternchmungcn ge■ gründet werden. Der Nationalfond allein wird lmmöglieh den ganzen Boden anfkaufen können. Auf keinen Lall jedoch soll der Nationalfond sieh mit Kolonisation befassen; der Nationalfond ist keine Kolonisatbusgcsell• seb.aft. Dazu stillten mächtige Kokmisntionsgcscllscliaf* teil gegründet werden. Cs wäre sehr schön, wenn wir bei der Besitznahme des palästinensischen Bodens auch soziale Probleme lösen könnten. D.cse sind in der i hcoric zwar sehr schön; wir können jedoch dadurch nicht die allgemeine Entwicklung hindern, Die Hauptsadu׳ ist, «laß auf die eine oder andere Weise den ersten Okkupanten Boden uncnlgeltlieli zur Verfügung gestellt wird. 08 darf auch kein Axiom gegen jeden Großgrundbesitz aufgestellt werden. Wir ׳müssen auch Leute mit Kapital ins Land bringen, die willens sind, Boden anfzukaufeii. Das einmal Ina Land gebrachte Kapital muß jeiloe.11 im Laude produktiv bleiben. Palästina ist gewiß ein frnditbareu Land, wenn nur der Boden vorteilhaft au:;,genutzt wird. Mehr .׳da der Getreidebau haben Gemüse und Vkhfuücrkultur eine große Zukunft, luu:pb־,ius>,!ic!1 aber die r»au:״!.u',tur. Das im Lande genügend vorhandene Wasser muß nur durch Drainage tmd Irrigationr.werke reguliert und vorteilhaft atisgenut/.l weiden. Die B a u e r n f r;1 g c ist ehe celnvieri. hier werden wir vorderhand keine Ideal« können. Zurück zur Scholle bleibt sehen Ansiedlung■, wenn dies mein; kann auch «iie jüdische Frag,, iu V werden. Die sthdtLu.::! Eki־.׳,־;.: schwer zur l.incbr'wit u״vr״׳,viK׳:t. aber auch ale verwirklichen r Kern der jüdi- ׳! Leitfaden dient, Kir.^ nicht gelöst rer!;jr.r.cr, aber ״••dh sr.'ltcn die wenig gestiebt worth-n. wohl viel«: Rohstoffe können. Zur Industrie vieler Industriege wachse hak, Hanf, Zuckerrohr usw. Seiden- und D.iuiuivoll :pinn lialicn in Paläslinn gute Aus,ich sie modern tmd groß f ״gelegt wenlen. Lnvälniensv er» ist noch die Möglichkeit von Glas■, Frucht״ mul Geiv.üsi Ivonsci'vcnfabiikalion, von Papier-, Oeltunt Sei- Ruf ibiikatioii. Zur Ik׳trirl1xkr;1lt wo «len wohl die Bcrgl'ln׳»»׳ mit starkem Gefälle aiisgeiiut/t werden kfmucn. Wenn wir uns darauf verlegen wollen, Palästina anfangs nur lomlwirtschaftlich zu entwickeln, Indusirie und Handel «her vernachlässigen, können wir natürlich, nur an ein Mir langsames Tempo «ler Besiedlung denken. Mit unseren Rechten auf und in Palästina müssen wir auch alle Konzessionen und Privilegi«11׳ erlangen, «lie wir daun sidmellmö,״,liebst zur Ausführung bringen müssen, 11. z, mit jüdischen Arbeitskräften sowie mit jüdisdtem Kapi■ tal. Das jüdische Kapital muß ins Land kommen. Es müssen wohl große Summen a fand perdu bergegelten wenlen, denn wir müssen in Palästina dasjenige schnei! schaffen, was in anderen Ländern während Jahrhunderten entstanden ist. Nach Erlangung der סין- Mischen Rechte beginnt erst die Arbeit Wenn d!« zionistischen Finanz-Institutionen als ausHihrcndc F.Tktoren in Betracht kommen stillen, müssen sie von Grand auf reorganisiert werden. Das bisher kleinliche muß einem Zug ins Große Platz machen. Nach diesem Referat berichtete Herr Sebalom Fischer über die bisherigen Versuche des ״H e c 11 a I u z“, junge Leute in I lollaml für die Landwirtschaft Palästinas un«l evtl, verwandte Berufe vor/.ybcrcitcn. Diese Be- Strebungen konnten einstweilen, Hauptsächlich infolge Mangels an geldlicher Unterstützung, nur in äußerst bescheidenem Umfange in die Praxis übertragen werden. Der Redner rieht,te an die Versammlung die Aufforderung, «ler sieh andere Delegierte anselßossen, in Zukunft der Arbeit des 1 leclialuz größeres Interesse c1tt1׳eg11׳t/ul»riugea1 und sie finanziell zu unterstützen, damit eine größere Anzahl lernbegieriger Palästina-Pioniere in Holland für eine nützliche Betätigung in der neuen Volksheimat unterwiesen wenlen könne. In der Pa I ii s t i 11 a - D e b a 11 e ergriff zunächst der als Gast anwesende Leiter de. 1 lauptbiirus des Jüdischen Nationnlfomls, Herr Nathan Groß, das Wort, Er fand, daß die Warnung, man dürfe nicht bei «ler nationalen Siedlmigsarbeit in. Palästina gleich/eilig auch die soziale Frage lösen wollen, da cs sieb zunächst ausschließlich tun die 'nationale Frage handeln müsse, nicht berechtigt sei. Keine nationale Frage läßt sich von sozialen Problemen trennen, am wenigsten die «lei jüdischen Kolonisation in Palästina, •und es wäre ver 11 ii 11 g n i s v o i I, wenn man die sozial c 11 G c brechen des Go Ins nach Palästina übertragen würde. Ohne. selbstverständlich eine städtische Kolonisation aiisschlicßcu zu wollen, niiisie man sich doch iu erster Linie auf die Landwirtschaft stützen, da nur die Agrarkolonisation >••׳■.tional crlial tend wirkt, während eine städtische S. .ß.mgslätigkeit unter Umständen einen zweiten G o I u s; ׳nngen werde. Redner verweist ausführlich auf die deutsche städtische Kolonisation in Böhmen und ihr Wahrzeichen die Universität Prag und «lie spätere Tscliecliisierum׳ der Städte, ebenso auf .Schlesien und Galizien, dagegen auf die Erhaltung der deutschen Dörfer iu der Bukowina, Rußland usw. Fr erinnerte an die Warnung des englischen Unterstaatssekretärs Sir Marc Sykes vor einem Konflikt mit den Arabern, falls die Juden in Palästina nur Unternehmer sein wollten und die Araber als Lohnarbeiter beschäftigen würden. In den Jemeniten die Möglichkeit einer Lösung der jüdischen Landarbeiterfragc zu selten, sei eine Illusion, schon einfach wegen ihrer geringen Anzahl. Fs ist aber in der Tat nicht zu erwarten, daß ostjtklisdic Arbeiter sich mit dem Los eines Lohnarbeiters dauernd zufrie■ den geben werden; sie würden es — mit •Recht! — vorziehen, nach Amerika atiszuwandeni. Warum sollten, da doch die ukrainischen und polnischen Landarbeiter aus dem Dorfe flüchten, die intellektuellen jüdischen städtischen Arbeiter eine Existenz als latidwirischaHliehe Tagelöhner als ideal bei rächten? Das Ideal kann nicht sein, jüdische Städter zu einer niedrigeren Kultursiule hernbzuziehen, sondern di«.■ Landwirtschaft technisch und sozial zu heben. Darin liegt die Bedeutung der A r b e i t e 1' - G e 11 o s s c 11 s c 11 a f t c n, die dem jüdischen Arbeiter den Uebcrgang zur Landwirt■ Schaft nicht zu einem Niedergang, sondern zu einem Auf■ stieg gestalten. Auf die genossenschaftliche Methode, die vorerst nur das aussichtsreichste Experiment ist, will der Redner sich indes so wenig fcstlegcn, wie auf die agrarische Kolonisation allein. Aber sie müsse der Au*■ gangspunkt und die Grundlage unsere( Palästina-Arbeit sein. Er hofft, daß die Nach• f u bf it! ar t*. hu w til «ii *1« II« d I. r ׳■׳ l >! 1׳I