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Jüdische Rundschau · 1918-05-17 · Heft 20 (17.5.1918) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 20 (17.5.1918)
Date
1918-05-17
Page
– (sequence 3)
Language
German
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20 JU EPISCHE RUNDSCHAU Seite 15t IMb;!11 81 a U! J' wisie• n ■ ג ז ־. dien (or י F? f , : (V . ' l 1 "1.* ׳*- u wann :li.uulj dr 1' e h v..ü Vcr-pi -1,1 ו dem.!1 des! •v in sein n \ s », r sclii'u ׳ iu,.La las •ס■!, UM 1:4- CS■' 111־ uvl. gl: 1111: Ah- , .11,1:1 II ZUdrill t tu, 1 e IvVb M tsrrcs eiiila1 ׳ cm 'יי Stell'.■' /l t Ai r.ß;׳ 11-1!“ pailia׳ 11; rat zeugiii C.'leu יי•"‘•“י1 י' י!/ IVliiU' כ h u a lei!1• 11 io,;ס scibi-r E er ׳; der;IK4U iIUI 1 ז■ ״IV-r net, ' ־־asic; Auu.1 t/u*n Zl'.'. V ,(l:r SO l iti ,:c Z.UWr; -0ןן Krug des diiii 1׳ rillen slelln onis- 1 :׳nlink, t iit, •c.zt, der opa« CIU“ 1mm 111וe U11<! .,uge und Ulltl;uge!ei CU ,■iner Pro- Seminardirektnr Eberhard gibt bei seiner Würdigimg der Likl,'billigen der Mittelmächte seiner riin'g Ausdruck, daß cs ״in der lat zu wünschen gcwesen Ware daß die türkische und mit ihr die deulseil׳' Regierung di re Abdcltl, 1'ie jüdischen Bestrebungen in i'.0las;ina im Rahmen der aiigrimiucii Rechtsordnung n. 111 Möglichkeit zu fordern, früher ztnn Ausdruck geluadii h.itten, ziiniai da vor nicht langer t׳'rist der ()',1■ rs1k1״i1!nn1Hl,c1׳1־j1dc der •1. (syrischen) Armee und (iv11e1;!!j:111׳ve11׳h 111׳ von Syrien, Dschcina! Pascha, si<1t 11 kein Gegensatz zu dem Standpunkt des Gruß• ׳׳■ dir juili'Chen Sicdluiigshi strebuu); ausgcsprtirildihaend gcgemibergesiellt halle.‘* Obwohl Pirek* iLiliaid ex bigreifheh findet, daß England in dieser ,,eine viel hemmungslosere Sprache•‘ führen kann, er doch vor einer Unterschätzung der Bedeutung ׳n;‘;!i:,dien ITkl.mmg. ״Ob man die englische!1 nelmngeti cmt'aeh als ״Blaguc“ abtun darf, wird der die liMU des (englischen) Ug indaplaiies 11ml i-Arisi'li-ld njekiis aus der (ic-rhii hte der ziuiiisli- Bewegung kenn,, zum iiiimiesicii zweifelhaft eren.'• Der Velin;sei׳ will es dahin gestellt sein , ״ob die Tragweite der jiitlisch-iinlioualcii Interfür unsere Aiilieii!di1,i!c. von der deutschen Re- 1g schon voll eiiigrsrh.iUt wird, oder ob nicht Midi:.ein•‘‘ 111 IV11 sehiaml niuli zu sehr 11,11er tu s.ehls; iinl.t des Koiiicssioiieileii mul der bloß11 .׳ uns: i'im in rli.u'1 gewirkt wird, w.Mn'eud es einen t;i; lieii jmii.eilen Wilieu in sich begreift mul auch oliisUMii mul damit einen politischen l'aktor dariiingin der kriegführenden Mächte und d e Sym- ■erki.ii niigeii der nositr. len Länder von der l'eherm:׳ aiesgelien, ״daß die ji! lisclie Frage zu einer .eiien We'lfrage geworden ist und daß eine ge- ׳ Befrieiiu iing der jüdischen Aiispriidi•: auf l.igeiiuiiu iiiitionaie Kult 111־ im Interesse der Mächte ' lugt.’‘ Wie weit und warum die Förderung ';!1 islma'.Min ciie der Türkei und damit indirekt den ssi 11 der dein ehen Rolitik zu gute kommen kirnverspiidu I iirokior I lu rlu rd in einem besonderen tz einer gri'mdiicUeu BahiuuHung in der gkichen .i-.rift zu mr.eivii hcn. ״ln diesem Augenblick, hik'ßt der Autsalz, .,!null es genügen, darauf hin• ,seit, mit \'ie wunderbarer SchiuTigkeit, diueli die .sereig11ij.se beflügelt, der Zionismus einen Weg׳ ilaufen hat, der \20 ׳01׳ Jahren mit der Herausiig de! sogenannten Baseler Programms hesdiritten wurde und nocii vor wenigen Jahren sieh endlos und dornenvoll zu dehnen schien. Heute ist dem Zionismus, dem SuvbtviiT -eines Gründers Theodor Hem entsprechend, das Wohlwollen aber Völker und die Ziist/iiumiHg׳ der Großmächte zugefallen. . , .“ filier dem Titel ״Da neue Zion“, befassen sich die ״G 11 e m n i t z e r Neuesten Na clir ichten׳• mit der zionistischen F'rage. Der Beitrag geht von der durch die Ereignisse des Krieges verändenen Malunig der M.idiie in ihrer Judenpo’ilik;111:1, Während friilu-r die Regierungen die Juden als ״l)bjekt“ ilner 1‘iiinik förderten duldeten, oder unlerdrüekten, seien jei/1 die Juden Subjekt «der Politik geworden. Der■ Wehl.ricg habe zu einer Revision der Judcnpoiitik der Mächte geführt. ,,!>ic Ju.lrnfrage ist eine intern.di״• nale Frage, vor deren Existenz sich nieni,11111׳ vcr;chlie- Öen kann. Sie kann nur auf dem Wege nationaler Konzeniration gelöst werden. Die große jinli cbe Siedhing in Paiäsiiua wird das Fudc der judenfrage bcdciüci.“ I>ie ״Berliner Abend post“ vom 11. April bringt einen Aufsalz, über ״Die palii-.tineiisische Frage“ linier dem l itel ״ I.» e r j ü n g s t e N a t i o 11 a I i s in u s“ Der Aufsatz, gibt einen Rückblick auf die Lutste Innig und Entwicklung des Zionismus, indem besonders die geistige und körperliche Rcgciicvilioii der palästiiieusisehen I ionier.׳■ hervorgehobeu wird. Auch hier wird die Entwicklung des Zionisiiuw wahrend der Kiiegszeit gewürdigt. Pie'Erklärungen der Milteiniiielue zum Ziolüsnnr, mögen, an gesb'ht der Verfasser, ״inaiidiem /ionislisclieii Ohr als zu platunijcli klingen. Aber trotz.־ dem kann wohl sicherlkli der Zionismus ’ mit einer weilgclicndi 11 Unierstüi/mig durch die Vieibimdsrcgie- »•!!!;'feil rechnen, Fr selbst hat eine loyale und durchans neitlrale Stellung eingenommen, indem er Palästina nach Völkerrecht 11111' als okkupiertes Land betrachtet, über dessen Schicks,'11 die 1־ ricdcuskoufci'cii/. z.u eiltscheiden hat. Damit will er zugleich betonen, daß ihm daran liegt, die Sanktionierung seiner jungen Heimsl.itle nicht aus den Händen einer Machtgruppe, sun- •1 וחי denen der geeinigten Weit ׳zu empfangen.“ Mn dein Zionismus und der Paliistinnfrnge bc• 'seliiifiigcit sielt muh die Königsberger ״l > s t p rc 11 ß i ■ sehe Zeitung“ vom 11, März (Palästina s e 1 b s t a n d i g?) und das ״M e i fl 11 c r T ,1 g c b l a 11“ vom ä, April. (,.Der Zionismus“). Letzteres schreibt u. a.: ״Was noch ־vor kurzem n|s llirngespiiiNt einzelner ()nerköpfc erschien, stellt als Taisadic vor uns. Und was noch nicht erreicht ist, erscheint in ganz anderer Weise wie früher als möglich. Als möglieh erscheint auch die Erfüllung des Traumes der naiioiial-empiindemlen Juden, einen eigenen Staat im Lande der Lrzväier wieder auf/ubaucn,“ Der Autor hoifi, daß es den, Mittelmächten gelingen wird,■ den Juden aus ihrer llaml die Erfüllung ihrer nationalen Wünsche zu gewähren. Von Interesse ist auch ein kurzer Beitrag der in l eip/ig er eiieiiienden Zeilschrift ״Prometheus“, die in ihrer No. vom .'10. März, über ״Die technische f: r s e 11 i i e ß 1111 g Syrien» u 11 d Palästina s“ bcarhtensu er(׳.; Mitteilungen macht. ,,Von neutraler Seile“, 50 heißt es hier, ״ist cs kürzlich ausgesprochen worden: Der Sinaihaibinsel 111111 Siidpaläuinn haben die zwei Kriegsjahrc mehr genützt als 50 Friedeusjnhrc,“!)er Beitrag macht über neuaiigelegtc Bahnen, über neue Bauten und Wasserleitungen etc. interessante* Angaben. Vsn der Zionistischen Kommission Am6. April (raf, wie bereit» gemeldet, die Ziouisti- י ciie Kommission unter Führung von Pr. W c i zmann in Jaffa ein, vzo sie von Vertretern aller Organisationen mul Vereine der Stadt feierlich emplau;,eu wurde. Auf dem Benjamin Rothschild-Boulevard, wohin sieh die KomiiiissioM. begleitet von einer großen Mensrhriuneiige begab, wurde eine Bcgrüßungsadrcsse verlesen, auf die Dr, W e i 1111.111 u unter ungeheuerem F.iilhusi.isinus iu hebräischer Sprache antwortete, Panach hielt h\r. James Rothschild eine Ansprache, die ebenfalls lifgeisicrt aiifgcuoinmcn wurde. Die K'oninuTnioii wurde vom M i 1 i t ä r go 11 v e r ־ «cur von Jaffa empfangen, der bei dieser Gelegenheit wieder seine Sympathie mit den zionistischen Bestrebungeu zum Ausdruck brachte. Am 10, April traf die Kommission iu Jerusalem eia, wo sie vom Militärgouverneur ()!)erst Storr». Vertretern der Jerusalemer Stadtverwaltung, darunter dem Mufti 1!u<t Bürgermeister, ferner dein griechischen Archinrandritcn, dem Erzb iscLo f der armenischen Kirche, deiii Fr«nziskaner-Kustos und verschiedenen, anderen Notablen im Gouvernenrpalais empfangen wurde, Paiiach fand ein Empfang durch die ganze Jüdische Getu e i 11 d e statt, an dem sieh Vertreter aller jüdischen Parteien beteiligten. Verschiedene orthodoxe Rahb i!1 e r hielten Begrüßungsansprachen, auf die Pr. W e i zin a n 11 antwortete. Am folgenden Tag, der als jüdischer Feiertag erklärt wurde, fand eine großartige Dtiiiaiistrat i o n der Jerns deiner Bürger auf dem Skopusherg statt, wo die hebräische Universität errichtet werden soll. Auf verschiedene Ansprachen, in denen die Freude über die Ankunft der Kommission zum Ausdruck ge* bracht wurde, antwortete Dr. W e i 7, m a nn zunächst in hebräischer Sprache und gal» dem Pank der Kornmission hfl• den herzlichen Empfang Au-.driie!.־, den man ihr in Jerusalem bereitet halte. Er erklärte, daß cs seine feste Ueberzetigung sei, daß von dieser Stätte eine neue moralische Krafl ausgehen werde, die zur i lehmig des ganzen jüdischen Volkes führen würde.!11 englischer Sprache fortfahreiul, brachte Pr. Weizmanu daun noch einmal die Dankbarkeit des jüdischen Volkes Ihr die britUche Rrgierim ׳•erkliining zum Ausdruck und erklärte, 11. ß dieser sta dsmiiiinisdic Akt niemal:; ans dem Gedächtnis des jüdischen Volkes schwinden werde, Pr. Weizmaiiii dankte »)■.besondere Lloyd Gcorge, Bnlfotir und Allenby. Seine Keile fand hcgclslcrlcn Beifall. Major Ormsby Gore antwortete im Namen der britischen Regierung, Er dankte Pr. Weizutaun für seine Worte und erklärte, daß ein freies, glückliches und zufriedcucs Palästina nur vom jüdischen Volke aufgebaut werden könne, das in Harmonie mit den übrigen Bevölkernngsgruppen arbeiten werde. Dann sprach Hr. James Rothschild von dem neuen Zeitalter der Erfüllung der allen jüdischen Hoffnungen. Beide Reden waren von enthusiastischem Beifall begleitet. Die ganze Versammlung hlnicrlicß einen tiefen Eindruck bei der Bevölkerung Jerusalems. 111 einer längeren Unterredung, die Major Ornvsby Gore und Pr, Weizmaiin später mit dem Mufti und dem Bürgermeister, den beiden hervorragendsten Vertretern der mohammedanischen Bevölkcrmig der Stadt, hatten, brachten diese ihre Zufriedenheit und Dankbarkeit für die Rede, die Dr. Weizmann gehalten hatte, noch einmal ganz besonders zum Ausdruck. Die Kommission beabsichtigt, demnächst Büro» iu Jerusalem und Jaffa zu eröffnen. Pie Kommission teilt mit, daß große Summen für den Wiederaufbaufond sofort zur Verfügung gcstellt werden müssen, um den Kolonisten langfristige Anleihen 7.u gewähren, was für die Erhaltung des Kolonisafionswerks von absoluter Notwendigkeit sei, Das Kope 11 hage 11 er Büro der Zionisti* sollen Organisation erhielt aus Jerusalem folgendes T c 1 e g r a m in: Pie zionistische Kommission mit Herrn Pr. Weizmanu nn der Spitze ist suchen von einem Besuch in den Kolonien Judäas ziiriiekgekchrt. Inspiziert wurden die Kolonien Ri s c h o n - L e z i o n, Ness- Z i o n a, R c c h o b o t h, E k r o 11, K a s t i 11 i c, G oder a, B c e r - J n c o b, N a ch I a t h -J c 1111 d a 11' und P c - t a eh-T i k w a 11. ln allen Kolonien ist der Kommission ein begeisterter Empfang bereitet worden. Samtliehe inspizierten Kolonien mit Ausnahme von Pctacli- Tikwah befinden sich in einer befriedigenden Lage. In den Kolonien herrscht ein starker Mangel an Men- .-r , 11.!3 v.׳n* hva ׳eiin den der Je II, ul k den T. h, Vf»־ wer el'.O »1. it;ea- De: die ge ט Exdie . ׳י* r iuin der ,ch .1!:. ea! eres zu itürzen, die Sprache der umgebenden Völker mit zum Vor dckii hcranzuzieheii? .Lin sprachlicher l inHiiß die:,ך׳• Umvöil.'ci (nur diese Seite der Wechselwirkung kann uns hier inUu ssk rcn) existiert nämlich ohne Zweifel, auch dort, wo geschlossene jüdische Gemeinschaften mit der uutleren Bevölkerung kulturell und sprachlich ziemlieh gar .;!eins gemein haben. Man denke daran, daß die (ji'e.11zen der 1' latiplaus.prscheii des Jüdischen 8 eh ungefähr mit d״u Sprachgrenzen der Uuvöikcf decken; daran, daß iu 'imdlii.iueu, wo die (w:\Gn1ssiscl1e) Sprache kaum eiin•:, Uuferseiiieu zwischen »3 und sch kennt, dieselbe Ei:׳ •nsehait auch der Sprache der Juden zukommt; daran, daß dieselbe UiiiiimU'i iinj; des s'awiseheii Lautes o iu ö (lies: u), den de polnische Sprache tlurchmndiie, auch die Sprache vier polnischen Juden gegenüber vier der litauischen niiszciciiiiet; d; 0 die südliche Aussprache entvved.'i׳ ä und a, oder ai mul a (in Wörtern Zelt, Wald) iial, :cnadidein c:. sich um mehr niiuüiiisih gefärbte obc. um rein ukrainische Gegenden handelt.'“) 1 i.e Möglichkeit einer fremdsprachlichen Bceiuilusstnig wird von Prilutzki nur einmal, ganz nebenbei erwähnt. In einer Gegend wird das Wort iiut'te zu liuclitc. Das •■oli rulbcnisciier Einfluß sein (S. 45). Trotzdem Prilutzki sieh durchaus klar ist, daß der tciischincrischc Mischmasch, den unsere Zeitungen verbreiten, nicht die Volkssprache ist, daß z. B. die Volks- Sprache iygnt nur nn Sinne ״junge Jahre“ oder ״junge Frau“, nicht aber ״junge Leute“ kennt (S, 23b), daß das Wort ״Abend“ zu m'iwnt geworden ist und fast nur in der stehenden Ansprache ״gyt mnvnt“ cTialteu ist (S. 230), hängt er doch an dem Teitsehmeiischen, nennt cs ״das lilerarisdie Jüdisch“ und durchsetzt seine Sprache mit gräßlichen Germanismen wie: vielleicht, vor- **) Dieser phonetische Einfluß der Umvulkei auf die dialektische Spaltung des Jüdischen wurde von unseren Sprachforschern bisher nicht gewürdigt. Seine Beacht,.ng kann aber große Bedeutung für Verständnis und Klassiüzierung der jüdischen Aussprachen und darüber hinaus für normierende Kuiturtötigkcit gewinnen. läufig, sogar, Mundart. Noch geschmackloser sind aber die ״verjüdischtcu“ deutschen Wörter, ungeschlachtete Neubildungen wie cinsamik, spezicllisch, J.iiiteioaiiiikejt . . , Ganz in der Richtung dieser ״literarischeu Sprache“ liegt c» auch, daß Prilutzki von ״hehräischcn und anderen Fremdwörtern“ spricht (S, 6(1). Wertvoller ist die rein sammelnde und ordnende Seite der Arbeit, die viel reiche», neues Material für den bearbeitenden Forscher birgt. Von den mannigfachen Anregungen will ich Imtwciscn auf den auch in hiesigen philologisch-interessierten Kreisen aufgelniichtcn, aber mm zum enden Male öffentlich■ al» Forderung׳ atifgestellten Gedanken eine» jüdischen Sprachatlanten.') Prilutzki hat eine Aihcit imcruoimiien, die die Kräfte eines l.ir.zelnca weit übersteigt und hat ungewöhnlich viel geleistet. Hoffentlich wird seine unermüdliche vieljährige Pionierarbeit u'eht mehr lange auf eine organisiede philologische Samineiforsditing mit durehgefüiirter Arbeitsteilung zu warte« haben. Jene Gelcbrieuvereinigung, die diese Arbeit unternehmen wird, w׳ird aber auch Jie durch das Buch auch nicht annähernd erschöpften .Sammlungen Prihitzkis als wertvolles, •zum Teil unersetzliebes Material benutzen müssen. Denn der Krieg hat die alten Siedluugsrhter aufgewühlt und die Juden durcheinander geworfen; *icherlfeh wird auch die jüdische Sprache dadurch tiefe Veränderungen erfahren. Isaak Spielrciit, *) Herr Salomo Birnbaum macht mich übrigens aufmerksam, daß eine Kartenskizze bereits vor Jahren von Cisenstadt iu den ״Ut. Atouatsschriflcu“ 1913, gebracht worden kt. Literarische Mitteilungen P.13 erste Heft der Zeitschrift des Kartells Jüdischer Verbindungen ״Pc r j ü d i sch c W i He“ ist erschienen. Pas Hdt enthält folgende Beiträge: Kr. Geleitwort; Dr. Pelz: K. J. V. und Mischehe; l)r. Löwe 118t ein: Politische Bewegungen; Dr. Stein: Philosomiten; S, R u b a s c h o w: Erstlinge der Entjudung 1; Dr. Sternher g: Einwanderung nach Palästina; S. W c i t z m a n n: Alirci! Wolfenstcin; II. Bloch: Drei Sonette; Eiiizclhciten; K, J. Ver FcUlbriefe; K. C-Geist. Pas zweite Hell, das am 1. Juni erscheint, wird enthalten: Dr. Rosenberg: Pie Gründung der Hasmonaea; Pr. Witkowsky: Der Prophetisuius als kultnrgesdiicUtUches Problem; S e 11 w a b a c h c r: Beiufliehe Vorbereitung auf Palästina; Hr. Sternberg; Wissenschaftliche Arbeit im Zioui•m-18; Ariosoruft: Nationale Autonomie und Zionismus; S. Rubaschow, Erstlinge der Entjudung II; Kat zen stein: Gibt cs eine moderne jüdische Nationallitcratiif?; Aus B.icfen des gefallenen Bundesbruders F .,.; Einzelheiten; K J Ver Fcldbriefe. In Vorbereitung sind ein Sonderheft über die national* jüdische Jugendbewegung und eins über berufliche Vorbcreiliing auf Paläslina. Bestelhmgeii nimmt entgegen da» Büro des K. J. V , Berlin W 15, Sächsischeste. 8 Im ״Archiv für W i rtschnftsforschung im Orient“ Jahrg. II, Heft 3/4, erschien ein interessantcr Aufsatz von Reinhard junge über ״Türk i s c h e Lu 1 a v i tn und E111 r o g i m“. Junge weist auf die Bedeutung der rituellen Bedürfnisse der europlüschen und amerikanischen Juden tür gewisse Wirtscliafiszweige iu Palästina hin. Das im Verlag Kiepenheuer, Weimar, erscheinende ״Archiv“ enthält des öftereu Aufsätze, die für die wirtschaftlichen Palästina- Probleme von Wichtigkeit sind , /, IV ״HU IVCUÜML’Ur Ul ״Haseiuloach , Dr, Joseph Klausner, feierte ai ih,. ,‘*r/• C^IS Ji'hiläiim seiner 23 jährigen literarische 1 atigkeit. Am Ahcud, der zu Ehren des Jubilars vc anstaltet wtirdc, snraelien über die literarische Bedeutun und die zionistische Tätigkeit Klausners die Herren h U s s 1 s c h k i ״ , J. Fichmann, N. P i ״ e s s u. a. I wuide beschlossen, zu Ehren »!es Jubilars einen K i!1 dergarten in Moldawanka (Vorstadt von Odcss; mit dem Namen ״Oan Joseph“ zu gründen.

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