Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIII (1918)
- Issue
- Heft 19 (10.5.1918)
- Date
- 1918-05-10
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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"-ז•*־ ״ ’ine lin-;te» erD j u׳,emt.“ ן, ’j..dwit, Dr. UdF (K. 3.3׳)״ t 13.214 s.icB״ 1 ן.'.•! ,.,,■eff־ Nr. 19 J U Ti Dl SC H E RUN DSC H A U Seite 143 bfiH'le besteht gegenwärtig *Jas Exekutivkomitee. in »kr > vorigen Woche weilte das Mitglied des E. A. C, iiei r! I). Ilantke 111 Wien ml iniiite Gelegenheit, alle ein- »dil.'i'.i.ni Fragen in ausführlicher Bciatung mit *low Exekutivkomitee und Zesitralkoniitcc zu besprechen. Air Wahrung jüdischer Rechte hat das Zentralkomitee wiederholt frei *len Behörden intcrvcuiirt. Erwähnt wurde un Bericht neben anderen Falle» Insbesondere die Intervention beim Minister de* Innen! aus Anlaß der tet/.ien Krakauer Vorfälle. Der Referent besprach auch die Bedeutung der vor kurzem erfolgten Ucbcrrcichimg einer programmatischen Denkschrilt an di*׳ *;sterreieliische Regierung. Aus den Ziffern des Berichtes *sei erwähnt, daß das ärztliche Ambulntor.um bis zum heutigen Tage 122 375 kranke Volksgenossen unentgeltlich behandelt hat. Das Palästina - Hilfswerk lat einen Gesaintcingang voa!35 4110,04 Mk, «1 verzeichnen. Zum Schlüsse Achtete der Referent an alle Ciesinmmgsgenossen einen warmen Appell, der l.eitimg die Mittel für eine großzügige Arlicit zur Verfügung zu *teilen. Dazu sei in erster Linie ein entsprechender Kriegsbeitrag erforderlich. jeder al.tivc (Je.,inmingsgenossc müsse diese Notwendigkeit cinsehcn und dem Zentralkomitee einen größeren Monatsbeitrag oder zum mindest einen Jahresbeitrag von mindestens 50 K., womöglich aber mehr, leisten Die Schaffung der 111 aterioüen Voraussetzungen ist die Grundbedingung für die geplante Erweiterung der Agenden und für eine unv• fang reichere, fruchtbare Arbeit. Herr Dr Lcidincr (Troppau) berichtete nameu* des in ä!1 r i s c h - s c 111 e s i 8 c 11 e «t Didriktskomitccs über die Tätigkeit in diesem Distrikt. Dos Düstriktskomitce mußte ’״ach B i e I i t z verlegt werden, was au« geographischen Gründen ungünstig war. Auf Initiative des * Distriktskouiitces werde jetzt eine Reorganisation einzelner Ortsgruppen dutchgcfüiut. Sehr bedeutend׳• Erfolge seien in Mahrisch-Üstrau uud auch in Bielitz erzielt worden. In anderen Städten beginne gleichfalls hoHiuingsvollcs Leben. Die Arbeit sei jetzt sehr erleien׳.crt, weil die Stimmung dem Zionismus sehr günstig ist. jeder sieht heute ein, daß dev Zionismus keine Utopie ist. Einen erfreulichen Aufschwung habe die Jugendbewegung genommen, insbesondere die Blau- W e i ß - Be w e g u 11 g , die eine wertvolle Belebung dci zionistischen Ortsgruppen zur Folge hatte. Die Arbeit der letzten Wodien berechtige zu der Hoffnung, daß da Distrikt sich reorganisieren und Bedeutenderes Kisten wird als bisher. Dr. Singer (Prag) berichtete über die Arbeit im böhmischen Distrikt als Obmann des Distrikt• komitees. Auch hier sei eine rege Tätigkeit entfaltet worden. In verschiedenen Orten seien Vorträge und •Vercauiuifiingrii abgehailen worden, Mitglieder des Distrikt• komitees bereisten wiederholt den Distrikt, Von neuen Vereinen sei der 'Mädchcnvcrcin in Tcplitz zu erwähnen. Vor bl Lagen habe in Prag eine stark besuchte böh• mische Vertrauensmännertagung stattgefunden; in deren Auftrag protestierte der Redner gegen die Einberufung einer Partei konfe re nz, da der böhmische Distrikt einen ordentlichen Parteitag gefordert hat. In der anschließenden Debatte wurde die Tätigkeit des Zentralkomitees, der einzelnen Distriktskomitees und auch einzelner Ortsgruppen einer zum Teil scharfen Kritik unterzogen. Von allen Rednern wurde bedauert, daß der Kontakt der Leitung mit den Vereinen nicht inniger gewesen ist; dagegen wurde anerkannt, daß das Zentralkomitee mit den geringen Mitteln und dem kleinen Apparat Bedeutendes geleistet hat. Es sprachen die Herren Dr. Glanz (Wiener Zionistische unter die in freier Entschließung anerkannte Autorität des Geistes. Die Herstellung der Beziehung zum letzten Sinn gibt dein Entwurf Bemfclds seine über frühere ähnliche Versuche hiiiausragende Bedeutung — gibt fast allen Beiträgen des Heftes die besondere Ucbcrzeugungskraft und den besonderen sittlichen Wert. Denn was wäre die Jugend, wenn sie nicht immer von neuem die Frage nach dem Sinn stellte und dem sekundären Zweckdenken der älteren Generation das wahre Ziel, die Verwirklichung der Idee, entgegensetzte? ״Die Jugend muß die Idee schützen, sic stets von neuem gebären. Wenn die Idee in der Stumpfheit des Part ei leben« zu verblassen droht, wenn politische Zwecke den bekannten Apparat von Taktik, Opportunismus, Bedingtheit und Gebundenheit mobilisieren, dann muß die Jugend mit der ganzen Leidenschaft ' ihrer Seele das Vertrauen au der Idee «ufriciiten, die keiner Mittel, keine* Zwanges bedarf und deren Wahrheit unerschütterlich ist.“ Diese Rolle weist Robcit Welt sch der Jugend in der Politik zu. Sein Aufsatz (״Die Rolle der Jugend in der Politik“) zieht eine scharfe Grenzlinie zwischen ״Politik“ und Politik. Er zeigt, daß die mit Politik bezeichnet« Tätigkeit nicht eine Anhäufung unehrlicher Handlungen sein muß, ״die man als Notwendigkeit sich gefallen läßt, aber von der ein anständiger Bürger »ich besser ferner hält.“ Politik sei vielmehr das Handeln, das sich auf einen für die Gesamtheit erstrebten Zweck richtet, und der Wille zur Durchsetzung diese* Zweckes in *kr Gcmcinschaft um jeden Preis. Die Gefahr der Politik bestehe darin, daß nicht das Gute, das immer für alle gut ist, sondern Neigung und Interesse der mit der Führung der Politik Beauftragten bestimmend werden kann. Zu* leichterer! Durchsetzung einer solchen von ihrem wahren Ziel abirrenden Politik wird von der Gruppe, in deren Hand sich die politische Leitung befindet, der Begriff des ״Patriotismus“ als einer sittlichen Norm ״cingeschmuggelt und durch systematische Beeinflussung das Vereint;fuog), Dr. Lederer (Wien), Dr. Aiiback (AL.brixia>v.rau), Dr. \7 e i « e « (\vicc), D? Tsrta- “ 0 w c » (Wim», fNk'Un li), Sc 15:111 מס (C.Nm), Dr. Uoocnbcrg (Or.1 j), Dr. R11 i e I u c 0 (Mähriccfa. Cteii-.m), Hierauf wvrilä di?. IX:;.'.Ua t;.vlerhrod1c» und Nr den nicF.slm Leg b5;ci::c:,.־cj, di? L'JUAug eit c-..a Referat Strickers aber politische Arbeit zti beginnen. Dementsprechend eiuUittetc SdÄhkäisrat Ingenieur Stricker zu Beginn der uuehr.icn Sitzung dn* Referat über die ümcrpoBtisdie Arbeit dco Zcstrafkoir.iteea, Trotz der Stagnation an politLchcu Leben. •« Kricgsbvrghm mußte da■ Zentralkomitee '׳,eh gewissen pollii;;d1ea Frage« seine Aul vamkeit »iwcmiea, da sich dalfci zcigde, daß such scheinbar m. (xrhiisdie Aktbuen, wie Fiüchtlhg.sfüreorge etc. du i’otitikum Bind. AB daun alle Völlccr ihre Forderungen amncklcten, *hirfteu auch die Juden nicht stumm biciben. tu ausliilirlidieo uud |;n1ndlegcndea IXirkgimge« zeichnete der Redner die unerläßlichen Riditiinicn für eine jinlisdie Politik und den bcsoutlcrcu Charakter inner« halb de» österrcicliisdicu SUatca. ״Da bei una atics nadi Natbneu geordaet ist, und iu ZidaaiSt diese Selbständig- | j Berliner Zionistische Vereinigung, j \ I | Honlag, dm ». Hat 1910. abend« 7 V, Uhr ‘ im Kllndworih-Scliarwcaita-Sad fj ( II LCtzow&if. 76, : |j Vorlesung j י י d. kgt. Hofwbaiuptder« Äffl01d Marli - j || ״Ritualmord in Ungarn" I: j׳| ciao jüdische TregOdla von Arnold Zwelj; |!J Etntrittvkorten «1,9,3, und 1,50 Mk. *Ind. da | t j eine öffentliche Vorlesung des Stückes nicht erlaub! J!! fsl, nur gegen Vorzeigung einer Einladung ln unterem! y Büro, SSdisische Streßs tu haben. I keit der Nationen sicherlich nods Erweitcnuig crfalrren dürfte, können wir für die Juden poliiL-.di nur euf i nationaler Basis etwas erreichen. * Dies gilt nicht nur J in nationalen, kulturellen und ähnlichen Angelegenheiten, I sondern auch bez.üjiiich der faktisdien Durchsetzung der uns gesetzlich ja bereits gewährten Gleichberechtigung; denn hierzu bedarf es der Kontrolle der Behörden und Verwaltungsorgane und eine solche kontrollberechtigte Vertretung kann den Juden nur afci Volk gewährleistet werden. Wir dürfen auch nicht von den wechselnden Beamten abhängen, sondern unser Recht muß in der VerfasKing verbürgt sein. Dabei sind wir un\ dessen bewußt, daß wir nicht ein Vo.11 wie alle anderen fisttrreicliischen Völker sind und daß wir daher auch andere *ter Eigenart unserer nationalen und sozialen Struktur angcjallte Forderungen stellen müssen. Diese Ein« sichten und Resultate jahrelanger Erfahrung sind, für uns von so fundamentaler Bedeutung, daß wir davon nicht abgehen können, tun anderen jüdischen Gruppe« Konzessionen zu machen. Vielmehr sind wir überzeugt, daß diese Wahrheit sich auch bei ihnen durchsetzen muß und werden unter dieser Voraussetzung gerne Gelegenheit nehmen, mit anderen Juden auch in politischen Fragen zusammenzuarbeiten. Das Volk hat auch durcii die Ereignisse der letzten £eit gelernt und ist unserer Argumentation zugänglich. Wir sind über- Bewußtsein der großen Mehrheit tatsächlich überrumpelt. Hier bricht die Politik in den eigensten Bezirk de« Geistes ein, in den Bezirk, wo der Geist frei entscheiden soll und seine Souveränität wahren muß. Der Geist als höchste, unbestechliche Macht kennt keine Verstrickung in Zwecke, er ist auf das eine Wahre gcrichtet, das um seiner selbst willen, um seiner Wahr« heit willen, gilt.... Aber wir jungen Menschen •glaubei! nicht und wollen nicht glauben, daß Idee und Politik Gegensätze sind. Für uns ist Politik der Weg zur Verwirklichung der Idee. Alle Politik muß der Wahrheit dienen, nicht die Wahrheit der Politik. Das ist die Forderung nach Wiederaufrichtung des Geistes im Gemeinschaftsleben.“ Da die entartete Politik cs stets als eine wichtige Aufgabe betrachtet, Macht über die Erziehung der Jugend zu gewinnen, d. h. der Jugend ein ״System der Mccharisiening der Seelen, der Hintergehung des Geistes“ aufzuoktrovieren und zu diesem Zwecke die Schule, die öffentliche Meinung und die patriotisch-loyale Gesinnung schuf, so ist es nach Robert Wcltsch eine Aufgäbe der Politik der Jugend, •die Erziehung der Jugend dieser entarteten Politik zu entreißen. ״Hier Dt der Jugend eigenste Angelegenheit, sie will nicht ein Objekt sein, das für einen Zweck tauglich gemacht wird, sie will den vollen Gehalt ihres Menschentums mit allen Wonnen und allen Lasten der Freiheit ausschöpfen dür* fen, sie will sich nicht verkrüppeln lassen.“ Eine ernste Mahnung an die jüdische, vor allem au die zionistische Jugend, bedeuten Abraham Schwad ron 8 Fragmente eines Vortrags ln einem zionistischen Jugendverein; ״Ucbcr den verstandesraäßigen und den heroisch-fanatischen Zionismus“. Schwadron fürchtet, daß das Volk nicht durch den Zionismus erlöst werden kann, wenn die Zionisten so bleiben, wie sie sind. Er sicht die Aufgabe der zionistisclicu Jugend in der Schaffung eine» acucn Typ» des Zloaütcsi ual der Zimiktäi, des der Auserlesenen, dar Peu«rfrotK, des Stiarozeugt, daß es gelingen wird, eine gnoßo ßewcgur.׳f »1gscalca nascrer poUBichca FordeniBgc» zu entfache».“ Aal SdiSieae!»eines fast zweistündigen Referates stellt« der Redner ira Einvernehmen rnit den Vertretern de• faöfc:״Ld1ca Distrikts namens der Lcitusg dt» Antrag auf Annahme einer politischen Formel weldie zunächst als Vcrhandiungsbasfs für die Verbandfang mit dem galizischen und bukowinaer Laadosverband zu dienen lat. Die anschließende Debatte wwrda vo« Dr. Singer (Prng) eröffnet. Es beteiligten sich׳ su ihr ehe sehr große Zahl von Rednern. Insbesondere die Herren Dr, Altbach (Mähr.-Ostnai), Dr. Rufeisea (Mälir.-Ostrau), Dr. Tisch (Wien), Dr. Jakob Ko hu (Wien), S ü » 9 k i n d (Wien), Adler (Prag), Dr. Steiner (Wien), Dr. Gütig (Prag). Hierauf ergriff das Wort Herr Adolf Böhm (Wien), um iu längeren Ausführungen seinen von dem Referenten ü1 mehreren lAuiklcn abweichenden Standpunkt zu p׳rlzisiercu. Er verweist insbesondere auf die Stfcwieri^• keit fler jxrlitischen Konstruktionen, die nicht nur la unserem Lager, sondern überhaupt in der Österreichhdie■ lArlitik noch ziemlich ungeklärt sind. Er erörterte dl» Frage der nationalen Autonomie und prüfte die nationales Forderungen, die unter Berücksichtigung der «ationaJeB und politischen Reife des Volkes gestellt werden können. Er betont audi die überragende Bedeutung des Pnlästinaprog ramme s, demgegenüber alle Frage« der innercu Politik sekundärer Natur seien Hierauf sprachen nodi u. ». Dr. Tartakowcr ,(Wi«a. Se^־ tioa II), Dr. Singer (Prag), Köret» (Hatedüjah, Wien, hcbräisdi), Dr. Rosenberg (Graz), Dr. Lcecbner (l'roirpau), Dr. T i s c 11 (Wien), Nachdem Sdilußwort des Referenten wird der Antrag Strlfcker-Dr. Singer mit allen gegen eine Stirncac angenommen und ein Zusatzantrag Dr. Rufeisen mit 2Ü gegen 21 Stimmen abgelelint. 129 gelangen nodi zwei Resolutionen der llatechijah bezüg- Üdi Eiuriditung eines hebräischen Sekretär«• atos und einer eigenen Abteilung für hebri« (sehe Sprache und Kultur kn Zcntraibüro zur Anashtne. Iu vorgerückter Stunde kam der Vorsitzende Rcv, Tausaig noch auf die Debatte vom vorhergehenden Abend zurück und gab in kurzen Worten einige geforderte Aufklärungen. Herr Torczyner beantragte Vertrauensvotum für das Zentralkomitee und b©• sonderen Dank an dem Vorsitzenden Rev. Tau691 g, was mit lebhaftem Beifall angenommen wird. Hierauf schloß der Vorsitzende die Sitzung. Die Delegierten verließen die Konferenz mit dem Eindruck, daß für die zionistische Bewegung ehre Zeit intensivster Arbeit anbricht und mit dem Empfinden, dal! in den nun Teil äußerst leidcnscluftiieh geführten Diskussionen der Konferenz die Kraft und Stknmuug des zionistischen Gedankens konzentriert zum Ausdruck kam. Jeder hatte das Bewußtsein, daß es! nur an der Arbeit der einzelnen Ortsgruppen, an der Arbeit jede« einzelnen Gesinnungsgenossen liegt und daß es de* Einsatzes aller Kräfte bedarf, um gerade Im gegenwar־ tigea Moment den wichtigen und entscheidenden Aulgaben gewachsen zu sein. Vermächtnis Unser gefallener Gesinnungsgenosse, Herr Dr. Adoll JacobsoUc in Lüneburg, Leutnant der Reserve gefallen am 17. März d. J., lat dem Jüdische« Nationalfend eine Summe von Mk. 10000!unterlassen; der Betrag ist durch den Vater des Gefallenen, Herrn Kommerzienrat Jacobsohn, Lüneburg, zur Auszahlung gelangt trupps. Nicht einer Elite der Hochnäsige«, der Ana&fkaden, sondern der der Pflicht und der Opfer. Dies bedinge zugleich einen Kampf gegen jene, bei denen zwischen Gesinnung und Tat eine Kluft hermdit. Aber: ״daß nur ja dieser Kampf nicht darin bestelle, daß ihr eine sogenannte Opposition bildet, daß ihr jene in Wort und Schrift kritisiert, daß ihr auf Kongressen und Konferenzen gegen sie auftretet und gegen sie redet. Nein, das sollt ihr nicht I Denn wahrlich, die schönen Reden töten uns — aber die schönen Taten sollen uns beleben 1 Dieser Kamp? bestehe einzig darin: labet taglieh den Zionismus so opfervoll, so steifnackig und heiß, daß die Indolenz, die Faulheit, die Kälte jener Bequemlin ge zuschanden werden!“ Von besonderem Reize und dem Charakter der Zeit- Schrift als einer Zeitschrift auch unserer Jüngeren äugepaßt ist Martin Buber« Beitrag ״Jüdisch Jcben", ein Gespräch zwischen Kiabc und 1 Wirer, dessen Fortectzuug erst das nädistc Heft bringen wird. In lebha ft cm Dialog entrollt Buber das Problem de» Unter- »chieds zwischen der Verbundenheit des deutschen Kimben« mit seinem Deutschtum, des deutseMcbcn-wonendca jüdischen Knaben mit dem Deutschtum und des jüdischlebcn-wollenden mit seinem Judentum. Der Führer, der das Gespräch leitet, weiß dcu tiefsten Empfindungen des Knaben schlichte und klärende Formulierung »u geben. % *,Jung Juda, ein Bericht geistiger Gemeinschaft“ nennt E. Elijaitu Rappeport seine Rekonstruktion de# Verlaufes zweier, schon zehn Jahre zurückliegender Abende im Kreise einiger jugendlich Gesinnter. Der erste Abend, dessep Erlebnis in diesem liefie fcstgchaltc« wind, gewälirt Einblick in die tiefe Wirkung, die Buber» damals in Wien geliaitene Rede ״Das Judentum und die Menschheit“ auf die nach dem Wesen ihre« eigene» Seins suchende jüdische Jugend ausübte. Mannigfache Fragen und Qcd&nken aus dem fttwn Kreta de« Jüdischen Volksheim» in Berin, deren