Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIII (1918)
- Issue
- Heft 19 (10.5.1918)
- Date
- 1918-05-10
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 142 Nr. 10 י \ Leitung den obeiUtca Öruudjratz unseres großen FLLrcro 1 befolgt!:3t: der Zionismus kann ur-d darf eich' nldii in di? Wcltpolitik misdicn, er kann sich eicht ca! irßccd : eine einzelne Macht oder Mächtegruppe etützea, ersx cesue Pläne r.1 verwirklichen. Die Juden sind, wenn cic eine «!!jüdische Sache vertreten, notwendig und sclbatver- . sländlich acutral bia aufs Aeußcrste. Sie können : werde» auch deshalb!licht als Zionisten Machtpoülik treiben, weil de, was sie erstreben: die öffentlich rechtlids gesicherte ׳ Heimstätte für das jüdische Vofk in ן Palästina, einzig und allein zum Wolde des ji'tdischea ן Volkes erringen wollen, das nach seiner ruhelosen Wenicrung endlich wieder eine Stätte gesicherter Schaffensj oöglitiikcit besitzen coli. Wird es ilmca ermöglicht, diese Heimstätte cu erriditcs, dann .wird die Entwich- Hing des Lccdca ■und der jüdischen geistig-cittlid'icn Kul-.- ' tur uidit cur Palästina zugute kommen, sondere der; gesamten Zivi'ieatioa. Auf Grund dieser Feststellung können wir in voller Unbefangenheit daran gehen, die Erklärungen zu prüfen, die von den verschiedenen Regierungen den Vertretern der Zioniädisdien Organisation gegeiiftbcr obgegeben; wurden. j AU erste bat die euglUcbe Reglcriiag die ■ zionistisdieu Ziele anerkannt und ihnen vollste Unter- Stützung versprochen. Wir können ßfs Österreichische Juden, die ihrem Vaterlande ergeben sind, und ihre Piiiäiten voll erfüllen, ruhig aussprechen, daß wir diese Erklärang, die an das gesamte jüdische Volk gerichtet ist und keinerlei Spitze gegen das ottomanische Reich enthält, als die erste Eminziation einer Großmacht, in welcher die Ziele des Zionismus volle Billigung finden, begrüßen, ׳ Wir zweifeln nicht daran, daß auch die anderen Grüßmöchte die berechtigten Ansprüche des jüdischen Volkes auf freie Einwanderung und Arbeit In Palästina an erkennen werden, umso mehr cs eicht denkbar ist, daß irgend eine Macht davon eine Gefahr befürchten kann. Vielmehr wird von jeder einsichtigen Regierung darin die schrittweise Lösung der Judenfrage, die in alle» Ländern in irgend einer Form vorlianden ist, gesehen werden können. Mit großer Lenkbarkeit haben wir deshalb die Er klaiung unseres hochgeschätzten früheren Ministers des Aeußcm, Grafen Czernin, die er 8nt 24. November 1917 dem Mitglied des Zionistischen Engeren Aktionskomitees, l)r. Hantke, abgab, entgegengenommen, Graf Czernin lat unserer Organisation die Unterstützung der z.ionis tischen Pläne bei der Regierung der verbündeten Türkei zugesagt. (Lebhafter Beifall.) Wir glauben, daß cs nicht zuletzt dieser Unter- Stützung zu danken ist, wenn der maßgebende Staatstnnun, der am Zionismus an erster Stelle interessierten Macht, Ta Saat Pascha, einem Interviewer zugesagt hat, die Türkei werde die jüdische Einwanderung in den Grenzen der Aufnahmsfähigkeit des Landes und Autonomie im Rahmen der Landesgesetze gewähren. Kurz darauf hat auch der deutsche Unterstaatssekretär von dem Bueeche eine dem Zionismus freundliche Erklärung abgegeben. Die Erklärungen des Großwesiers bilden einen ertreulichen Fortschritt gegenüber den Deutungen, die in den ersten Jahren des Krieges seitens führender Per- Sinnlichkeiten des «Romanischen Reiches den Best reim• gen des Zionismus, sie vollkommen verkeimend, gegeben wurden. Gestützt auf die Reinheit und Größe unserer Sache liegen wir die Zuversicht, daß auch die Staatsmänner der Türkei beginnen werden, den. Zionisnius so einzusciüit/cn, wie er es nach den unzweideutigen Traditionen seiner Politik und seiner klaren Ziele er- . warten kann und, daß unsere Bestrebungen bald in voll- ״jcruMiaal“ ״Sie will die Onkeln nicht, die ihr Bestes doch den Jungen nicht zu sagen wagen, und bedächtig erwägen, wieviel gedroschen Stroh ihnen bekömmlich wäre. Sic fühlt sich so rein und imbedingt in ihren Begeistenmgen und in ihren Werten, daß sie sich eher selbst als Lehrmeister einer Wenn- und Abcr-Welt empfände, denn daß sie einem Beliebigen aus dieser als ihrem Führer folgte. Und wo Jugend nicht so denkt, dort müßte sic cs lernen.׳' Mit diesen stolzen Worten leitet Siegfried Bernfeld seine neue Zeitschrift ein, die er nach dem ebenso stolzen Beinamen Gideons, des jugendlichen Richters in Israel, ״Jerubaal״ nennt. ״Immer war das Unsere elendste Zeit, wenn die alte Generation — wie heute — in ihrem Hause Baal fanpel baute. Aber immer erging dann Jahwes Wort au einen Gideon {Richter 6,25): ״Zerbrich Baals Tempel, der im Hause deines Vaters ist“. Vielleicht macht sich auch beute wieder die Jugend auf wie jene, von der es heißt: ״da nahm Gideon zehn seiner Genossen ' und tat wie ihm der Herr geboten“. Vielleicht wird dann die Generation, von ihrem Baal befreit, wie Gideons Vater Joas dastchen, erschüttert vom Tun der Jugend, segnend und demütig sprechend: ״Jcrubbaal, —■ Ist er Gott, so rechte Baal um sich selbst“. Auf diesen Grundton will die neue Jugendzeitschrift a!)gestimmt sein und man begreift, daß hier den lehriiüiicfi ״Onkeln“ mit־ den eiligen Federn in der Tat kein neues 1 onun für iure behagliche Beredsamkeit geschaffen wurde, ״So nlso denken wir uns den Ton,’ in dem die Aoltcrcn zu den Jüngeren reden. Nicht* für die Jugend werden sic schreiben, sondern a n die Jugend“ Aber vor allem soll die Jugend selbst das Wort erhalten. ״Schüler und Studenten, ebenso wie die er- •־■’־- ־tätige Jugend wc-dcn hier sprechen können, wenn s.e et vis Ern?‘?;' t!r/' ■ •ne», etwa•; Leidenschaftliches etc:׳. An: "22 <!.:?. 7 Staat •er eh:.;■ T". Wir ery.’־״.b.;i ״: Rät.נ clic Ge. . . die;,,di'.cze »v... ... . .•m'.ochiiiout:: Ijcv־: ׳. ..;.,.״; gerccin fcc’,::!;.:..!k:!> den Juden den olle 1 •י*'• י bekundet Word.■ כ LA. Leit der Eins.?: 12: ■; f•L. doa c.ad! ■ den Uriei!: : c'fk׳ '״'• . neuer Siedler er:.־־ '::.ל LQ:'!■: Ußgeh-tederte Ci.lvriri ’ 1.. . cclbat. ' Daria d;t id.'i'.z f;-..L Macht, welcher 1:1 :׳ ׳׳;J: ronderv» der Et:־..־ ״ von L 1:־ Kapital wird Sc-.: •L d.c v״. und zur Dikte (1:5 f:. .:׳c 1 ׳ נ :i ן'־׳״■־ •י-י C.Välcr.־^ c C״r:^h Ul? . v, .M l-I w fCw1׳Z“ /-׳: cor i Q __ *.,'J’ä.U.t.Cf /* » ‘ל v - I״״. i t V *\3כ;ד1;־ czin OnceTc ü«'’.״‘ f ל i ־ -v »v 1 - . -־■ ■ j1-־־* * Arbeit!:onzictri.-rc': י־.4 '2 22.2> •.׳.'־.׳■־ V-, . Q ׳ י:> t!i:;d1r» Vohren r:;;׳J 1 די"', ר׳.’.'.־׳/ ׳ . t r־tgr 1.״ c.'uj.oua!e Werte. Wir *re;׳״' 2״ ■‘> 1 ־.!:׳.-jL. 2 .ד..."־"׳.■:::■ ' in Paf.1:;ti;־,a bilde» *t:J; it de : LL’;1L ־ C2n:j Lr.gc r.idj c'.urdi unsere A.he'.i ה־.ד־ wird, £u Frieden um! Fre־;:;.'..:ä׳־.rt Ll::s. [n c'h.; :::1 Ccwußiccin werden v;ir ßit dt r r.k-ürc.r, L'־■■«,;c״hie uca jüdisdicn VoP.cea cjS Nit:!־.־. ״.־•'.־*:׳:•g r.isJ t;.־;t.ilcdirtc r,ati> nalc Entwicklung ia P:!.' :12:2,;.a *K0’,.k'.reu, U13 eie von allen o .־.ßgeb £,*i!.. X I*iniSiG״£1״.-*)״.. .-i C2•*-י V*C. Daß cli« S;aik c£!r1.£ 1־ l:l V.Cc C2T f £.2 lut,!.'ißt uns Loffca, daß wir nic’.iä p;h,:7.r2li divo-1 catfernf ciml, die VorbeJi :g'trgr» skr ehre Arbeit erfaßen Stiles zu criaagca. Im I linhlii.k cif di; ■ c 3ג;־׳,י׳ g 7., urrcrc Tagtingea eine esbühte .;dcah:׳־g!::::i de irge» ד;ו$ ehre gesteigerte Verarg wo: Ik'Li.Iräi re?. l'A'r rk.;J de>״slb glücklich, konstatieren :.־»!:ör.acn, d:,S מסו erb alb des jüdische0 Volkes eine fxrrr.lfi'gc Ctröi.Tuag nun Zionismus hier ck'.gcsetzi Irrt. tr..rxx: Orgcaisation vor dem Krieg sr1״r eine 1:12122 1כ:ד| im Meere des Ge samt Judentums, co c!;d Ircric C'.,r;,ki die?Aasc.cn zionistisch gesinnt t״-:d;rxere Idee r״t volktümiicn, wie nie zuvor, Le weh dc:.:,ea die i;r״ehrdw'e der Palästinaplcbiezitc Ußd die große, die ganze Welt um fassende Kon gf e ß be v7eg c r. g. tro diese Ia Fluß gekommen ist, bat die Pa|üsti7,&Sordcriseg dcli dtirch'jcsctzt, 0!3 ein Poatolat picht cü? der ZionGten, sondern der geromten J׳udc:::d1afi dca bclreftenücn Landes. 'Auch in Oesterreich tat ehre Kongreßbewogung im Zuge. Unsere Konferene wird eich mit unserer I ialtung zu ihr zu bescliäftigca lirbea. Wefdse RIchteig diese Bewegnn״ euch Immer annctunea v;i!4־ eines ist Bicher: wir können erv/r.ricn, cbfl Euch liier ia Oesterreich die Paläsfinafordenmg unter den Juden keinen Gegner mehr findet. Gerade im Hinblick auf ificce günstige Stimir.cmg jedoch beginnt für uns in Oesterreich eite Zeit raitiosef Arlx'it, Konkrrte •Erfolge köuucn v/ir :::ir erzielen, vreco die Wirkung׳ unserer Idee eich in organi׳:;torischer Energie «usdrückt. Unsere I .־.ndr.mamncimi't bat von jciicf eine besoiulcrc Bedeutung innerhalb der Zionlr.finckea Weltorganisation gelinkt, und gerr/de im ge׳rcnwiirti,״cn Moment wird dicce Bcdcutu״״ ooca crlsuht durch die Benoitdcrhcit der Stellung unseren ■V.r.tcr!*:nlea, das In seinen־, orp.anisclicn Aufbau ein cigcatfimiidKa Gepräge zägl und in der Völkergemeinschaft de? Welt zu einer besonderen Rolle berufen ist, audererreib eher unter den Verbündeten der Türkei eine Sicrvorrrgcncte Stellung cinnimmt. Dazu kommt noch die eigentümliche Ge- Rchlosscnhcit und Zukunftsinögliclikcit den Österreich!- oder Begeistertes zu sagen!!:,facti. Vielleicht wird man manches unreif, übertrieben oder g::.,fc!11n1cif empfinden. Gewiß wird Unausgeglichenheit' in den Heften ccin, viel Frairmentarisdies — ruis Briefen, Reden, Tagebüclicrn, Gesprächen, denn hier äußert sieh Jugend am wertvollsten, — die Zeitschrift ■und Ihre Beiträge werden uiischrifistelicrisch sein: aber wir hoffen, daß eie gerade darum fruchtbar für die jüdische Jugend werden wird. Und das ist ihre einzige Aufgabe: der jüdischen Jugend zu dienen, so v/ie sie selbst ca bestimmen und verantworten will.“ Folgerichtig erkennt Bcrafeld d3 doppelte Erleben unserer .Jugend: ela Jugend und r.b j:ii:sc!1c Jugend: ״Ans dem Widerstreit der äußerer! 1nac>״׳voii erhobenen Anforderungen gegen das innere kalcgorisdie Müssen crwiidist der jugend das Proble.n ihrer Eigenart, die Frage nach' dem Recht der anderen, das Suchen, ob nicht vielleicht eine geistige Welt gerrde dieser Jugendliehen Art bedürfte, wenn die Iicutigc Zweck weit eie möglichst rasch za vernichten gezwungen ist. Der jüdischen Jugend verdoppelt Bich dies Problem jeder jugend. Ihr steht überdies eine nichtjüdischc Welt entgegen, die mit allen abradiilicliui und «:!,gewollten Mitteia ihr Jüdisches als böse, wertlos ur.ü gemein bezeichnet und bekämpft,... Hier wird ihr noch anmaßender die Anforderung aufgekürdet, eich zu verändern, sich erziehen zu lassen, sich aiizüglciclic.i.“ Diese fcstunuir.rciic Aufgg.fat, «1e ciu» die Zeitschrift in erster Linie siel״', ist aber muü durch voibestimmte Prinzipien, nadi denen r.iäi die Lör,;1.1,-־.:vc.־v.t:cl1c zu richten hätten, ein;,...״;',!. Linea f.eikch vri.J gefordert: ׳■״ms Gnciti Geiste :.lägen aic (die l.ö.11.־r«;:cn) ,ge» fühlt, geschaut, gcioi.gc.t cäu. Uiiguii- ,cn a! dem Gegenwärtigen ist seine Qaäte, Sch tLLcr den hei*, tigen Typus der jüdimhen ju:;>nu, Wille zu einem ::tuen, eil!«« freieren, cciU);:c;ci:, wer .:,»iichcrc;!. Empörung gegen den heutigen Äkr,W,u',׳., am hciligslcn gegen seine iiidisrhe Form, Sehnsucht nach einem reineren, ljä!i״ccd5:־׳ frdc1tl:r.r1. Das österreichische Jmkntism bedtu*g v.m.;־ ׳,* cd fenge es uneinig und zerfahren i:t; u;1<a e:? /.cgh.’e einer großen, leben spendenden Idee .־;”;::.,;׳hd)!, wird c» ein Faktor von beachte1!3v,־cri{f" Leder!!: ־g und ein biidiendcr, lebendiger, geisterfui];^ ÜrgrnLmts. Dieses Ziel zu erreichen, rufen wir;;jg r-Q״, j.rc1rn.te sU vervielfachter Anstrengung u0(j beit, d:e cns .Quer alle Schwierigkeiten hinweg zu;n g!. WQe fuhren soll. Wir erwarten, daß von der liciifi;״, ParlGkonferenz ein Ansporn zu gesteigerter, Von Emlm ere:3 erfüllter Tätigkeit ausgehen soll, und daß Eier r:׳.s unsere Bewegung in Oesterreich einen ne,« Aufschwung nehmen wird. Hiermit erkläre ich die Tagung für ■eröüiKt.“ Fs di der Eroffmiiigcanspraclic des Präsidenten wird rar Vabl de® Büros geschritten. Ins Priisküia werdsa 0cwählt: Als Vorsitzender Revisor Taussig, cü Vi'cpräEidcnten die Herren Bechert (Teplit/) u!S llr. Zr/clg (Profinitz), als Sciiriftführer die Iierrea Df. Lesebner (Troppau), Dr, Tisch (Wien), IV, k/c|tec!1. In den l.egitimationsausschidt die Herrn Tfacio (Prag), Schüller (Brünn), H.11o (Wk׳n), Cotiaca erstattete Revisor Tatissig den Bericht de» Ecafrsflamniteei. Unter Berufung auf den jüngst in d;f WizrtcT VcrtrauencmännerverAammlung cr.tattetcn B&. ridtt, (siehe letzte Nummer der ״Jüdiwhcn Riimlsdiau“) ergänzte er denselben durch die Schilderung der 'Fähig, keit in den fetzten Wochen. Als wichtigster Umstand cd anzuführen, daß eine vollständige N cuschöpfung und Ausgeeta Itung des Wiener Zentralöüroo clngcleitet ist. Es wurde ein Sekretariat be• gründet und es werde nunmehr eine straffe Zentralls«. r.1n׳j der gesamten Arbeit geplant. Für die einzelnes Zweige der Arbeit, *. B. Propaganda, innere Verein», arbeif, Erziehung, Jugendarbeit, Palästina, Press»■ usw, eollea ceparate Ressorts mit angcschlo^scncn Arbeit»• kreisen gebihSet werden. Auf diese Wci;e soll ein enger Kontakt mit aßen Ortsgruppen erzielt werden Au» letzter Zeit sind zu erwähnen die Reisen der Hcrrei Dr. Stein in - die Alpenländer, Dr. Abele» nach Brün«, Ing. Ackermann nach Mährisch Ost rau, Geller na ela lliclitz. Als unmittelbares Resultat ditset Bemühungen vronten einige neue Ortsgruppen bcgrünikt und zwar inabesondere in Krems, Steyr, Salibürg und Innsbruck, ferner organisierte sich eint Gruppe galiziacher Zionisten als Sektion II de» Wiener Zentra!Vereins, welcher auch in de» einzelnen Vorstadtbezirken Vorarbeiten für die Begrün• dang von Bcziiksvercincn einfeitete. - Eine Oruppe orthotloxcr Juden aus Galizien hat in Wien einen Verein ״Jischuw Erez Jisracl“ ins Leben gerufen, der den zionistischen Gedanken in den Kreisen der tltoratreue» Juden verbreiten will. Der Verein strebt seine Anerkennung als Fraktion im Rahmen der Weltorgavneatbn tm und hat auch zum zionistischen l^ndesverbami freundschaftliche Beziehungen angeknüpft. Das Zentralkomitee ist auch mit den Vorbereitungen sur Herausgabe von Propaganda material (Flugschritten, Broschüren usw.) beschäftigt. Ein «richtiges Propngnml.imittel ist die Partei presse, die in e^ frculiciicm Aufsclnvung begriffen Dt. Fine energische Werbetätigkeit fiir die Parteipresse ist Pflicht aller Partcigenoiscn. Die Sclickclagitation wird in nachster Zeit 1:1 grohem Umfange aufgenommen werden, d! eich bis jetzt der Aufgabe der Schekelblocks groß» Sdwierlgkcitcn entgegcnstelHen. I>cr vor zwei Wochen in Lemberg tagenden Pancikonferenz hat die westöstcrreiehischc Parteileitung den Wunsch nach einer baldigen Vereinigung aller Glieder der Österreich i sehen Partei ausgcsprochen. Als gemeinsames Organ der drei I anefesver■ t c ■> V"«־ i>. 6d Ei Er i:e!.11 U( 1 C!10 n IS ■'t| X XQ :•* i ■J י 3־ .'M tei fit SÄ m dt %11 E; ßt |K ־fcl!1»! :11 m Ui ■D t w! Mt V , "V . ni : ■di d ■OE : d k ti ■* ' b n d d « ren, unbedingteren Volk. Auflehnung gegen die heutige Menschengemeinschaft, Arbeit für eine gerechtere, gehtgestaltete. Fine Jugend, die keine Auflehnung kennte, wäre keine Jugend, Eine jüdische Jugend aber, die keinen geistigen Inhalt ihrer Empörung wüßte, wfre keine jüdische. Sic muß wissen, daß ihr Volk, daß die Menschheit, daß Jahwe diesen Kampf will. Daß für die jödische Erneuerung wesentlicher, unerläßlicher als Land, Sprache und alle Autonomien eine neue, die altncue, jüdische Seele ist, deren freie Gestaltung und M» Wirkung.“ Schon das vorliegende erste Heft des ״Jerubhaal״׳) zeigt, daß solche Forderungen nicht bloßer Selbstbe- Täuschung, dem Ueberschwang der ersten Schöpfung»־ ״lut entstammen, sondern daß ein starker, in sich ge■ fcstigtcr Wille hinter ihnen steht, dem eine Proklamntio* nichts, ihre Verwirklichung alles ist. Bern feld» EnV wurf: ״Grundsätze für die Organimtion eines ,Biuufei der jüdischen Jugend“, den er ohne weitschweifige Eli» leihing, in knapper, kernhafter Form und Sprache zur Diskussion stellt, ist ein Beweis dafür. Dieser Entwurf kann ziun Ausgangspunkt eines vollkommenes Umschwungs im Leben der jüdischen Jugend werden. Auf nicht viel mehr als einer Seite wird eine ungeahnte in sich geschlossene Welt erschaffen, die Welt einer den Trägern und Mehrern des jüdischen Oeide» dca Meistern, bedingungslos ergebenen Jugend; ein* Welt straffster Unterordnung, nicht unter den Zwang fremder, dos Sinnes entbehrender Gewalten, sonders ,1 , ,), »Jerubbaal, Eine Zeitschrift der jüdischen Jugend.“ l. Jahrgang. Heit I. April 1Ü18. Verlag R. Löwit, Berlin-Wien. Herausgegeben und geleitet von Dr.Sieg• fned Bernfcld. Abonnement viertelj. Mk. 2.80 (K. 3.3Ö), lialbi. Mk. 5.60 (K. 6.60), ganzj, Mk, 11.20 (K. 13.201 Zu beziehen d. d. Jüdischen Verlag, Berlin W 15, Säensisclic Sir.?, oeler den Verlag R. LAwi;, Wien I, Fletepl► markt 1. ׳ . ü u 4 I 8 4 .« ■d ■ i ■ .;J ו י 1 * ß 1 4 f ו i I I I l 1 f i I ' < I ’ i;1 »י 6 t! r