Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIII (1918)
- Issue
- Heft 17 (23.4.1918)
- Date
- 1918-04-23
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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\ Seite 120 I U E Z'->! SC, von besonderem Wer!, weil sieh Oeslerrcieh riiudi Rucksiclrten uiif die Türkei gebunden fühlen in;:״ und vorläufig wolil nicht weiter gehen mochte. Die Veröffem- .li :kling erfolgte um׳ zufällig einige Tage nach der engl;- so’>1:11 Erklärung, die Verhandlungen waren schon früher im Gange. Graf Czeniin mag; glaubens gewesen sein, mit seinem Schritt unsere volle Befriedigung zu crimigen. Das ist jedoch unmöglich, solange nicht neben der Sympathieerklärung das Versprechen nbgegeben wird, für die Sicherung unserer unerlälSliciien Redde einzutreten. Wir konstatieren mit Befriedigung die Ireimdliehe Haltung, und hoffen, dal’• Oesterreich :.dilielilicli unsere gerechte Sache vollständig anerkennen und unterstützen wird.“ Fischer stellte fest, (lall der Zionismus nie ein Gegner der Türkei war, vielmehr immer danach gestrebt hat, in ein Freundschaftsverhältnis ־zu ihr zu Irden und in enger Intercssen-Gemcinsehaft mit ihr znsamincnzuarbcitcn. ״Unbcgreifiichcrweise hat uns die Türkei in Palästina Hindernisse in den Weg gelegt. W.r dachten nicht daran, die Souveränitätsrechte der Türkei auzutasten. Sowohl die politische wie die praktische Richtung im Zionismus haben stets die türkische Regierung in ihr Kalkül aufgeiioninien. Her/1 ,wandte sich mit einem Gesuch au den Sultan. Auch hei den Aeiißcningcn T a I a a t 1' a s c ii a s würdigen wir den freundlichen Ton; die positiven Zugeständnisse können unsere Bediirinissc jedoch nicht befriedigen. Talanl Pascha hat hei der Linwauderungsfri'ge die Einschränkungen der Aufnahiiiei'äliigkeit des Landes gemacht. Wir wollen eben das!.and aufnahmefähiger machen — aber seihst freie Einwanderung nach der Türkei und gleiche Bürgerrechte können uns nicht genügen, das ist mehr als selbstverstündlich und bedarf keiner speziellen Abmachungen. Um unsere erstrebte nationale Konzentration in Palüstina durchführen zu können, müssen wir besondere Einrichtungen und Anordnungen treffen, müssen wir manche Begünstigung erlangen können. Wir hoffen, dal) die Türkei nunmehr unseren Wünschen volles Verstämlnis enigegenbriugen wird. Das Militrauen uns gegenüber ist ganz unbegründet. Separatistische Gelüste haben wir nicht. Unser Wunsch ist, ins Land hineinznzicheu. Wir bleiben bestrebt, unser Verhältnis zum Staate so zu gestalten, daß beide Teile keine Voranlassmig zur Unzufriedenheit haben, darin sehen wir die Garantie, dal! wir auch später keine Separationsgelüsie haben werden. Wir meiden unsere Forderungen in aller Oeifeullichkeir an — unser Recht auf unsere I leimat wiegt alle kleinlichen Bedenken tausendmal auf. Es ist unzweifelhaft, daß eine jüdische Niederlassung in Palästina dem Lande, der Bevölkerung und dem" Staate Nutzen bringen wird. Wir sind überzeugi, daß die Türkei an uns viel mehr gewinnen katui, als sie uns geben muß. 'Sie wird zur Einsicht kommen, daß wir das einzige in Frage kommende, notwendige und berechtigte Linwanderungselenieiit für Palästina .sind. Die deutsche Regierung hat auf Grund der türkischen Aeiifleriiugen eine ähnliche Erklärung ab״c- . geben; ihr hochpolitischer Wert ist unbestreitbar, wenn auch diese Erklärung, mit Rücksicht auf den türkischen Bundesgenossen, nicht so ausgefallen ist, um׳ uns zu befriedigen. Wir haben ernstlich Veranlassung, mit der deutsche 11 J utl e 11 p 0 1 i t i k in Polen uii/ufrieden zu sein. Daß in B r c s t - L i t o \v s!; die Jude;!• frage nicht zur Sprache kam, entsprach vielleicht einem beiderseitigen'( Wunsche, aber die Tatsache, daß die Juden trage doch nicht zur Verhandlung k a m , bestellt. Mit Nachdruck muß dagegen hervorgehoben werden, daß die deutsche Regierung unserer palästinensischen Kolonisation während des ganzen Krieges tatkräftiges Wohlwollen und Unterstützung entgegengebracht hat, das stellen wir dankbar fest. Wir erwarteil Von der staatsmännischen Klugheit der deutschen ' Politik, daß sie die Gelegenheit nicht vorühergeheu lassen wird, ohne der Lösung der Judcufrage im z.kmi- *tischen Sinne zuzustimmen. Es ist kein Geheimnis, daß der deutsche Kaiser uns seine Sympathie eutgcgciigcbracht hat. Die Erklärung von Herrn von dem Bus sehe können wir nicht als das letzte Wort der demsciicii Regierung betrachten. Wir erwarten, daß Deutschland seinen grollen Einfluß gehend mache» wird, um im Einvernehmen mit der Türkei solche kuukrctc. Bestimmungen zu treffen, die für eine großzügige Entwicklung Palästinas entsprechend den zionistischen Zielen notwendig sind. Unser Rocht auf Palästina wird oft bestritten, weil unsere Unabhängigkeit weit zurückliegt. Wir haben uns aber niemnh mit Zustande ahgefunden und haben dauernd proU Einem imverjahrbaren Recht ist kein Termin gi wenn lebendige Menschen es vertreten. Die Rech; anderen in Palästina sind für sie nicht von durchaus vitalem Interesse, weder der Staat, noch die nationale Existenz der Laudeseiiiwohiicr wird durch uns buhohi. Unsere nationale Lxis.tenz aber hängt von diesem unserem Recht, vm der Erhaltung, der Entwiekluiigsmöglidikeit im Lande unserer Väter ab. ׳• r *’י ti z ö s i s c h c Regierung hat!;ich oftizieh mit der englischen Erklärung einverstanden erklärt ... s!c ,**«*י ^au״t den allen Traditionen Frankreichs, für die Unterdrücken einzutreten.“ Der Redner tat der starken amerikanisch e ״ und!tali enisch cn Sympathien für den Zionismus dankbare Erwägung. Ebenso stellte er die güiistwc I laltung der Presse, auch eine Großmacht, im aiCcmeineu und der jüdischen im besonderen fest. ״I >as Fazit der Erklärungen bedeutet einen gewaltigen Fortschritt; sie enthalten die Anerkennung des von uns mit unserem Basler Programm vertretenen Prinzip:'״ Aber gerade weil wir wissen, wie bedeutungsvoll jedes Wort’diescr Erklärungen ist, müssen unsere Bestrebungen darauf gerichtet bleiben, d a ß F 1' i e d e n s s c 111 uc i h r ii 11 n 1 i cli c , g le 1 c alle R e g i r. r u n r; e 11 beim die englische o d e r eine w e r t i g c F o r m e I dem diert. ’teilt, e der r ii c k ־ haltlos an erkenn eu, und daß sie dieser Form ei solche konkrete Bcstiin m« ngen zum Inhalt geben, daß die Erfüllung׳■ des Z i o 11 i s m u s g esiclicrt erschein t.“ Fischer hob hierauf die Leistungen von Dr. Weizm a n 11 hervor, der seine Pflicht in so hingebungsvollei Weise erfüllt hat und noch erfüllt. Er hat sich unsierbliehe Verdienste um das jüdische Volk erworben. Daiiii ,gedachte der Redner in begeisterten Worten das Altmeisters Dr. Nord a 11. 111״ Sturm und Not hat Nordaii die ganze Zeit die jüdische 1!offiumg auf Erlösung hochgehalten. Möge sein Wunsch in ITHilluug geilen, möge er demnächst das Exi!^ verlassen und mit uns in unsere Heimat entziehen!" Ls sei mir ein Gebot der Gerechtigkeit, wenn bei dieser Gelegenheit auch der unvcrglcichüehen Treue gedacht werde, mit der Dr. Alexander Marmorck für die Reinheit des zioiiistiscnen Gedankens gekämpft hat. ״Die Regierungen der Großmächte ■scheinen die jiiili- .sehe Lage besser zu erfassen, als die jüdische Großmacht, die das Rocht des jüdischen Volke:; auf eine unabhängige nationale Existenz poch nicht fieimfiiig anei kennen wollte. Von inaiidieii G ro fl j u d c n erfaltreu wir den meisten Widerstand. Trotzdem sind wir in den Einigmigsbestrebungeii unter den Juden glückiiäici'wcise vorwärt• gekommen. Die Ko :1 g reß b c w 0 ־ gu ngcu sind hierfür beredtes Zeugnis. Das Uchcrgrci• feil des Krieges nach Amerika ist wohl die Haupt- Ursache der Verschiebung des dortigen jüdischen Kongresses. Aus Rußland wurde geineidet, daß die Abiiailung des Kongresses verboten wurde. Später ist die Nachricht dementiert worden. In Holland erlebten wir den großen Erfolg der Kongrcßdcmonstration. Die jetzigen Einigkeitsbestrcbungcn sind eine Eutwick- , lüiig.s.siufe, eine Etappe auf dem Wege zum einigen, iiaiioiialeu Judentum. Wir müssen bloß stets dessen eingedenk sein, daß wir keine Kompromißpoülik auf prinzipiellem Gebiet betreiben dürfen. Keine Kompiomisse. Weder *mit den Asräniiiaiitcn, noch mit den Philanthropen, nicht mit den Orthodoxen und nicht mit den Liberalem Unser einfaches nationale.; Programm muß ausgefiili'rt werden, Verwässerung, wie Kuiiiirzioiiismus oder freie Einwanderung nach dem Orient sind schädlich. Wir erstreben eine gesunde Volkswirtschaftliehe Basis für die cinwnudcrudcu Juden in Palästina, eine nationale, öifenilich-rcciitlüh gesicherte Heimstätte. In Detailfragen werden wir selbstverständlich den wirkliehen Veiiiäiinisscn Rechnung tragen müssen mul die Bestimmungen so zu treffen haben, daß sie für alle Beteiiigion annehmbar sind; aber die große Linie darf nicht verlassen werden. . . Ein Zusammenarbeiten mif den anderen jüdischen Organisationen ist für uns nur möglich, wem! sic ihr Palästina-Programm so erweitern, daß es unseren Volksbedtirfnissen entspricht, oder wenn sie den Paiäsiinapiinkt uns ganz überlassen. Ein Zusamlaeiigehcn aber auf Kosten unseres Palästina-Programms, in der i loffmuig, die anderen später zu weiteren Kon- Zessionen zu bewegen, ist nicht bloß vom zionistischen, sondern auch vom rein praktischen Standpunkte falsch, denn an.’iatt den so notwendigen heißersehntcii Frieden und die Einigkeit unter den Juden zu schaffen, bereitet man durch solches Vorgehen erfahrungsgemäß nur neue, unvermeidliche Konflikte vor. Eine prinzipielle reinliehe Scheidung schließt ein wahrhaft freuiulschaftiielics Verhältnis nicht aus. Die Leistungen der anderen Organisationeu kommen den Juden doch immerhin zugute. Aber mitverantwortiieh können wir nur für Arbeiten sein, die mit unserem nationalen Programm übereinstimmen.“ Eiselier wies noch auf das gewaltige Werk hin, das der Zionisten noch wartet. Die jüdische Frage kann nicht von außen, sondern innerhalb der jüdischen Massen ihre Lösung finden. ״Der Weg zum ideal ist für die ganze Menschheit ein Leidensweg. So schwer die Gegenwart uns auch drückt, die .׳!;!:steigende ,große Linie in der Geschichte der Völker halten wir trotz allem waltmduneu können, An nein endlichen Sieg von Recht und Gerechtigkeit wird das jüdische Volk mit allen seinen Kräften mitarbeiten.“ Die Ausführungen des i Icrrn Fischer wurden mit lebhaftem IVifali aufgciiommen, um! cs wurde der Be- 1;ch tu ß gefaßt, das Referat durch Drucklegung zu verbreiten. Aus dem Rcd1c11:;d1nflr,bericht der Föderation, der von Herrn Albert E 11 re 11 f e Id cniatlet wurde, ging hervor, daß das Vcreiurtcben sieh kräftig entwickelt find die Mitglicdcr/alii zugenommen hat. ״Unsere Steilung• nähme war bestimmt durch unsv.rc radikal/,ioiiir.tisclien Anschauungen, die betamdci'eu interesseii als bdgindic Zionistische Föderation 11m.l die streu׳; neutrale I laltung dem Weltkriege gegenüber,“ Ehrcufcld erwähnte und würdigte daun in Kürze die verschiedenen Kcgiertmgscr• klänmgcii liiissiditliui; der zionistischen Bestrebungen in Palästina. Die in Holland ansässigen etwa 500 Zioitisleu aus Belgien bilden nur einen Bruchteil der Mitgliederzalil^ der Föderation in Frieden!־,zeit; das Landeskomitec vertritt;ih^r -muh die Z10nH;h;׳chrt1 Vereine in Brüssel und stellt in Kontakt mit den Mitgliedern London und New York, fa S c 11 c v c n i n g c n nuge;:•!tlcar.cn: der Verein Agufreuen;;rappe, (de Vereine Mis- . i-»! «1 r j Kr. 17 4 . i ierr Selig Groß erdaUete den Bericht der Natioiiaiioiids-Koiiiiiiission, di inziiioige in der Bericht»- pcrioiic — von den vorläufigen Ergebnissen der ״Nachlah“-Aktion abgesehen -- über ISO!!() 1־'raues gesammelt worden sind. Die allgemeine Diskussion betraf liauptsüdilieh die 1 rage der Beteiligung der Zionisten an der V. J.O, l>. Es wurde von den meisten Rednern scharf getadelt, dal diex Zionistische Vereinigung für Dcutsd1Ia.nl und vor allein das Mitglied des E. A.C. ,Herr Dr. Hantke, eine das zionistische Programm absefiwächendc Vereinbannig auf der bekannten Grundlage eingegangen ist, Ein vom Verein A g u d a 111 Zio 11 zu diesem Punkt beantragtes Miiibilligmigsvotum wurde zurückgezogen, nachdem man sieh auf Grund eines Berliner Telegramms, durch das mündliche Aufklärungen in Aussicht gestellt wurden, über die Vertagung der V. J. O. D.-Eragu verständig! hatte. In zweiter Linie wurde in der DLhussioa die Forderung vertreten, daß das Lnndcskonütcc sich tig intensiver mit der Jugendarbeit beschäftige. . Es wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: ״Die in Scheveniugcn am 7. April RU tagende Jaiireskonferenz der F'öderatiou der Zionisten aus Belgien hat mit dankbarer Befriedigtu!׳׳ Kenntnis genommen von der rückhaltlosen Erklärung der engliseli eu Erklüiung, die Verwirklichung des Zionismus aufs kräftig;.te zu unterstützen, von der offiziellen Veröffentlicliimg der Zustimmung der französischen Regierung zu der englischen Erklärung und von den uneingeschränkten Sympathien der Vereinigten Staaten von Amerika, Italiens und ariderer Enlciitesiaatcii für die zionistische Lösung der Jude■- frage; sic würdigt die offizielle Stellungnahme seitens Oesterreichs, Deutschlands und der Türkei als einen bedeutenden politischen Faktor für die Internationale Regelung der Judcufrage, bedauert aber, daß die Erklärungen noch keine genügenden Garantien für die Durch füll ruiig der zionistischen Bestrebungen enthatten, und erwartet, daß bei der Friedenskonferenz alle Mächte die öffentlich-rechtlichen Gauullagen für die Schaffung der jüdischen Heimstätte in Palästina sichern werden.“ Ebenfalls einstimmig wurde der Sozialistischen Internationale für die im Stockholmer Manifest ausgedrückte Forderung der Lösung der Judcufrage als einer nationalen Frage der Dank der Konferenz aus* gesprochen. . Ein von Herrn F. F ro 11 m a 1111 (Verein ״Hnschaclmr“) gestellter Antrag, der Beeinflussung der Kindercrzicliung in nationalem Geiste, Gründung einer iiebräisehen Schule und-Förderung der bestehenden hebräische» Unteniehtskuise durch Vorbereitung und Austeilung von Lehrkräften, Stiftung einer Bibliothek- und LthrmiUcki'oiuls verlangte, wurde dein Landcskomitee als Material überwiesen. In der Abcndsilzung erstattete Herr Oskar Fi sc hei ein Referat über die P a 1 ä s t i 11 a - F r a g e , in dem er die Möglichkeiten einer großzügigen Landwirtschaftliehen und iiuluslricllcu Siedlung/,arbeit in Palästina nach Fiicdenssehhiß behandelte. Heber seinen Vortrag und die sich anschließende Debatte werden wir in der näcfcsteil Nummer berichten. 111 gehobener Stimmung endete nach ei»er Schluß- «!!spräche des Herrn Jean Fischer die Konferenz unter dem Gesäuge der Hatikwah, Diinitr Rizoff 1» 0 111 sind der Föderation dath Zion, eine rach! und Hasel־., noch eine Jugend nahmen fiir den jf.ul bereituiigafomJ Hin] wurde uniäiigst nt. Die Ein- ג wie den Vor- Der plötzliche Tod des bulgarischen Gesandte» in Berlin, Exzellenz Diinitr Rizoff, der am 33. April einem I ierziciden erlegen ist, bedeutet einen unersetzbaren Verlust für die jüdische und zionistische Politik. Ais wahrhafter Diplomat großen Wissens und. tiefschürfenden Blickes, verstand er sein Interesse nicht bloß auf das Seiende und im Augenblick Wirkende zu beschränken, sondern es auch solchen Kräften zuzuwe»* den, deren Keim erst lieranreift und deren Auswirkung der Zukunft; gehört. Welch tiefes _ Verständnis und offenherziges Wohlwollen brachte er *dein neuen Rußlaut! entgegen, weich aulrichtige Freundschaft schenkte er dem Zionismus! Wie wenige seiner Amtsgenosscii, bewahrte er »id» auf seinem verantwortlichen Posten und in seiner hohes Stellung ein waches menschliches Herz, daa allem Höheren und Guten cuigogcnsdilug. Er ließ siel» 4• seinen Ansichten und Taten nicht allein vom Gesichtspunkte augenblicklicher politischer Interessen leiten, *mdem suchte auch dem deiiiokratischeu Ideal »einer Jugend und den ethischen Portulatci! gerecht zu bleiben. Diesf höheren Gebote bewegten ihn auch bei seiner Bereit- Schaft, den Juden und den zionistischen Bestrebung01• seine eiiiüul'irciehe Kraft zu gute kommen zu lasse# Wiiiireml^des letzten Jahres, nachdem sich seine R°i,'*e ruiig dem Weltkriege «!!geschlossen und der Türkei ver büüdct hatte, war uns,seine Freundschaft eine unsdiätz bare Stütze, Erst vor kurzem, als in Bukarest die Frie■ dciishcdingungen mit Rumänien festgclcgt wurden, ließ Rizoff durcit unsere Zeitung seine gewichtige Stimme zu grünsten der Viertelmiliion geknechteter rumänischer Juden vernehmen und war froh, daß seiner Regierung Gelegenheit gegeben war, die Initiative zu deren Befreiimg zu ergreifen. Wir waren auch seiner Unter• Stützung Jn der Stunde der Lösung anderer politischer Probleme, die im Zentrum unseres Sein stehen, gewi»• Ein aufrichtiger Freund ging de ml Judentum und dem Zionismus ■u •iner Stunde verloren, in dsr «da» Hilf« cottat.