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Jüdische Rundschau · 1918-04-10 · Heft 15 (10.4.1918) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 15 (10.4.1918)
Date
1918-04-10
Page
– (sequence 2)
Language
German
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I düß; alles davon abhängf, daß diese Mrven tliirdt fcsl׳T.v׳A1r/dtc Sympathien dein Staate vcrbumien *bkae Wendung /״'- Demokratie imifl Iji-J.l:-m׳r! sc in einem Nationalitätenstaat wie Oesterreich zur loi:c haken, daß die Regierung über die nationale» Wünsche def' Völker, soweit sie sidi im Rahmen des Staat:;- ganzen befriedigen lassen, nicht tnnwegsehen darf. Nur dann, wenn diese wohlbcgründctcn Forderungen erfüllt werden, kann die Regierung damit rechnen, daß eine freudige Bejahung des Staatsgedankens auch die ei«־ zclncn Völker erfülle. Das schwierige Problem der Neugestaltung der österreichischen Verfassung kann nur dann mit Erfolg gelöst werden, wenn die verantwortliehen -Leiter es aus! diesen Gesichtspunkten in Angriff nehmen. Insbesondere sind nationale Minoritäten darauf angewiesen, einen starken Rückhalt bei der Zen* tralregicrung gegen jede Unterdrückung seitens der Majoritätsnationen zu haben. Das jüdische Volk in Oester• reich ist in der stärksten Weise an einer solchen Fundierung der Politik interessiert. War ja gerade in Galizien und der Bukowina, wo die Juden in großen Massen ur.d in beinahe geschlossenem Kulturkreise leben, das jüdische Volk in nationaler Hinsicht bisher so gut wie rechtlos. Es ist bekannt, daß( bei der. Volles- Zählung das Bekenntnis zur jüdischen Muttcrspradic bestraft wurde, daß — ganz abgesehen von allen anderen Beschränkungen —' z. B. in der Kricgszcit die ungeheuerliche und grausame Bestimmung getroffen wurde, daß die jüdische Schrift in Feldpostbriefen unzulässig sei, sodaß vielen tausenden jüdischer Soldaten, die ihr Blut fürs Vaterland ließen, jede Beziehung zu ihren Angehörigen abgesdmitten war. Die österrcichische Gesetzgebung wollte die jedem Unparltiisehen evidente Existenz des jüdischen Volkes einfach nicht zur Kenntnis nehmen; auf diese primitive Weise kann man aber ein Volk nicht aus der Welt schaffen. Im Kriege hat jeder Soldat, der im Osten kämpfte, gesellen, daß es ein jüdisches Volk gibt, und auch die im Hinterlands blieben, müssen wohl angesichts der jüdischen Flüchtlinge zu dieser Ueberzeugung gekommen sein. Heute kann man die Existenz des jüdischen Volkes ebensowenig mehr vor der Oeffentlichkcit vertuschen, wie die irgend eines anderen Volkes. Mit diesen Tatsachen muß; die Regierung rcdi- Ben, aber auch wir müssen damit rechnen. U'nd 90 war eil ein unerläßliches Gebot der Notwendigkeit, daß die Führer der jüdischen Nationalpartci den Weg zur höchsten Regierungsstelle suchten, um auf die noch immer bestellende Zurücksetzung und Benachteiligung der Juden im öffentlichen, bürgerlichen und nationalen Leben aufmerksam zu machen und, Abhilfe heischend, die Forderungen des Volkes vorzulcgcn. Es konnte siel! bei dieser ersten. Besprechung nur darum handeln, in großen Umrissen die politischen Wünsche vorzutragen, und cs ist mit Genugtuung fcstzustellcn, daß, wie bekanntgegeben wird, die Minister lebhaftes Inter* c.a.e kundgaben und die Erklärung abgnben, die Fordeningea nach Möglichkeit berücksichtigen zu wollen, jeden• feil« aber, anläßlich der Beratungen über die Neuge• sbiltung der Verfassung mich den Vertretern der nationalgesinnten Judenr.eliaft jederzeit Gehör zu schenken. Es ist sicher, daß bei so komplizierten Verhältnisoen wie die der östcrrcidii sehen Innenpolitik diese Erklärung noch keineswegs als eine Erfüllung der konkreten Forderungen »ufgefaßt werden kann. Jedoch kann kein Zweifel darüber bestellen, daß die bisher noch niemals dagewesene Aussprache Gewähr bietet, daß mit dem alten System der Nobilitälspolitik und Hintertreppenjx>!itik auch in jüdischen Dingen gebrochen werden soll. Dies ist gerade bei unserem Volk von ganz bcsoliderer Wichtigkeit, ihm!! nirgends sind die sonst zu Rate gezogenen Aristokraten so volksfremd und ^^׳ווי״״יייןי^יי! י ׳״יי■ 11״יןי»*״י*ן^ף**« taive!traut ״ 1[.;וka; v Wie bei v. Je ' ־ l'.i.her!־;vali, •;■..י jiiui־;,. i;;:n J .׳! י :■ 1 1;־ ■ : . ■ . des Voll:e::!.eine /; ׳ ' - ■ ׳; der Sorge um ihr: i־ . . '. . ׳ ',״.׳ : sie ectdiculcten, tuk« s .׳ 1 ׳• . . ... Beispiel k;11:1 v.o. ״■ ׳ « Hinderung derSci־׳;..,:;'״.״ wiua erwähnt werden, : :׳ ,׳ ■־־ . J ׳ '־ ׳ \ ' י• wiiiahallo sich auf <i»c:e Fo, Kr•" •׳.' ' ׳ ־׳...a' .K!K;* des Landes imtcratätzicn r1׳׳; r.k 1 <k "... .׳ .;״־ e c d; sic durch einige Wiener fR" 1: *'■:1■ .. ־...!•״; vereitelt. Wenn die i;;:,:aa anderen Erfolg gebebt hei,;׳K r.1 ve.i-i;. ' :r«, vR in Hinkunft eine iiluiliU:!: VK׳״•'־״״;״; de :׳.:• ־־׳proebenen Wiinseh.e des jü־!i..:hca V .Uh,; 1.;! i :,נ:־ und daß die Regien:;',:, den P,!::d, «1 ׳»* IH.. auch den Juden ״agcaäRr '1'.': 1."•״..;׳ :׳':״׳ ,־::., es vr'-.c diese Tatsache nid;t nur ein tv.c;:.״!.er Chat,.«, «)::K.n wir können die Zuversicht %12ü 1 « g. r:;d: Wille des Volkes auch zur E!:.K.־.a tu : ־ ׳ ־־;» v .'.־ i. Dieser UiuRar.d aber, so :'::;1 wir 1' ra i, v.vab nicht nur der freien nr.do.u'.ic.i .Kit״,!;;: •g;:;.׳.:.׳cj ,Volkes Vorschub leiste«, e:״:Kr.1 ,..lüde auch J.:s gc.klh* lidw Zusam'menlcbetv der Völker unter der;;״rechten Oberhoheit des Staates fö.־w״ und de.:.' Ck.Ka Heile gereiche«. JeckniRL ist cs r״,־cl:t r.ILr Juden der Monarchie, insbesondere aus;; der v,g,.;!!c׳'..cn Jude;:, sich darüber klar zu werde«, daß die IKvcaaaii des Volkes, vor allein in den J.l.a:se.־.:.icdi;!;*gesj der üct* liehen Kronländcr, für alle jüaackc Füllt«: r.v.::chlrggebend sein nrüsnen. Angcs.'chh. der v/ci.polilicumn Lage ist es offenbar, daß für us«) eine Pflicht der Solidarität in erhöhtem Maße bestellt. Alk* Völker ־״.bcn einen Rückhalt, der machtpolitisch ihic Forderungen stützt. Wir Juden bedürfen der ir.tesgerrhcaa'en und cinheit* liehen Zusammenfassung 51;,t so vnclir, ab die jildisehen' Massen mit ihren ForKri: nur auf unsere Unterstützung angewiesen sind. Kcincsfxta d:0 darf der schmähliche. Zustand weher bestehen, daß die ge• rechten jüdischen Bemühungen um die na'dcnrJcn Rechte von anderen Gruppen der J1״I2n'ueit durchkreuzt werden. Sollte cs doch noch solche Elur.cnte in der Judenheit geben, die aus der r/eb'gw.fdcbie nichts gelernt haben, so mü.s3cn diese Kreise von ׳:"an ungebührlichen Einfluß au sgcschaltet werden. Wir f: Df fei!, daß es unseren Vertretern gelungen ist,;,er Regierung ein für allemal klar zu machen, wer einzig u:K allein das Recht hat, für des jüdische Volk zu sprechen. Die Dci&cckri^c!:*ש ־;:::;,;:.! c:j־ Jiidcnscliaft an die Zziz?fckl>lz:'.z l -? *.A «M ..< <• Wx W Wb J In drei mehrstündigen Kcafcrc-nrc«, und zwar an! 7. Dezember 1017 und am 12. IT•, M.'lr/ fö!3, war den Vertretern der n:0::־!orgauiderten Judensdiaft Oesterreich!; Gelegenluit ,״dreien, der üitcr.-dck;sehen Regierung die F'oriierungen der Nr.lktnr.!j:;'.!en v.irzulcgcn mul sie ausführlich zu begründen. Beil:«:! der Regierung n,■ilimen an diesen liesprecT.'Ungcii, wie bereiti getnekkt, der Minirderpriisiileiit l'r. v, Seidl er und der Minister des Innern Graf Toge nburg , seitens der Jüdisclmationalen ReichRrfgabgcordnctcH Dr. Benno Strauch er, Adolf Stand, iVär.ident des Exekutiv* komitccs der österreichischen Zionisten, und Ingenieur Robert Stricker, Obmann des Jüü;selten National- Vereines, teil. Sk sdiikkrie;! den Stand der Dewegun״ in Oesterreich und gingen sedann auf die einzelnen Punkte des Programm cs ein, welches in r.aev. ׳;leiten* der, an den Chef der Regierung gcriS.Nter Denkschrift enthalten ist. Die ׳״.hibter bewiesen in der '1 ur. ni 1, Vc i Uiv» 1' ׳:׳ den V., 17»•' ul!״, tk.t .׳ gv״״:״vie« Judcmchaft jederzeit Gehör verschaiit Di: n.;;'::el1i־ift ׳hat folgenden Wortlaut: ״D:r und das Gtdcu'icn .des Völkcrstaate«׳ C״c'..:;־,׳ci׳h crford.crn, daß seinen Voiksatäm'rncn «b.1 Recht auf freie ku11 urellc, politische und Wirtschaftliclic Entwicklung im׳ ganzen Reiche, also audi dort, wo sie Minoritäten bilden, dxrcii die Verfassung gewährleistet wird. Zur Errcid.uag di...:es Zider. Et cs notwendig, die Nationen als Sub• j:,!.tc des öi’fcntliclicn Rechtes zu konstituieren ur.d ihnen, soweit dies 1r.it der zentralen Leitung des Staates verei :;bar ist, autonome Rechte In allen national«! An ge* Icgcoiigitcn, ir.sbccor.dcrc aber in kulturellen zu übertrage«. Für die Zugehörigkeit zu einer so ko« s t i t ui e r’tc n Nation ist lediglich die freie, .unbeeinflußt abgegebene E rk 13ruag des Staatsbürgers maßgebend. ln Anerkennung dieser Orundoätze fordern die Vertretcr der national organisierten österreichischen Judensensu: Anerkennung der jüdischen Natioruihtüt und Gewährleistung des freie» Bekenntnisses zu derselben. Trotz der verschiedenen Umgangssprachen bilden die Juden eine nationale Individualität. Bei der Staatliehen Volkszählung wurde bisher nur die Umgangsspräche aufger.osnmcn• und■ nach dieser — im Wider- Spruch zu allen■ wissensdhaftlkhcn Erfahrungen die nationale Zugehörigkeit bestimmt. Dadurch hat ma» cs den österreichischen Juden unmöglich gemacht, sich zu ihren» Voikstume zu bekennen. Sie wurden wie ein herrenloses Gut einfach jenen Nationen zugeschlagcn, die jeweils den Verwaitungsrespektive Zählapparat in Händen haben. Das Bekenntnis zur jüdische» Nationalität wird nicht nurignoriert, 80 n- (lern auch bestraft. So wird z. B. Hörern, welche sich'zur jüdischen Nationalität bekennen, die Aufnahme an die HochsEralcn verweigert. (Vor wenigen Wochen in Kra!;״u.) Aber auch dort, wo sich die Juden einer eigenen Umgangssprache, der jidisehen, bedienen, wurde das Bekenntnis zu derselben verboten und hart bestraft (Galizien), Durch Aufnahme der Rubrik ״Nationalität“ in die Volkszählungsbogen muß dieser unbaltbare Zustand beseitigt werden. Es muß das freie Bekenntnis zur jidischcn und hebräischen Sprache als Um* gangsspraclic gewährleistet werden. Es müssen alle den freien Gebrauch der jidischcn und hebräischen Sprache betreffenden Vc'rbotc und Einschränkungen bescitigt werden. 2. Das Recht der Juden auf ihre Schule, auf Erziehung ihrer Kinder in jüdisch cur Geiste. Die Erridvhirg jüdischer Schulen Jirit allen Oeffentikh• kcitcredvten aus öffentlichen Mitteln überall dort, wo das Bedürfnis nr.chgewicscn wird. Die Leitung und Bcauf• sichtigurig dieser Schulen wird im Rahmen der Staatliehen Schulgesetze und unbeschadet der allgemeinen Staatsaufsicht durch Organe des jüdischen Volkes besorgt. Die östcrreicäiisdien Juden sind heute gezwungen, ihre Kinder in Schulen zu schicken, deren Geist in nationaler Hinsicht deutsch, polnisch, bölimisd! usw., ln religiöser Hinr.R!1t Chrir.tlich ist. l>ic jüdische Erziehung in diesen Schulen ist auf einen, was Lehrkräfte, Lehrmittel Skizzen süs Litauen, Weißrußland und Kurland*) Nicht nur die erstaunlich gute und anschauliche Wiedergabe von Bild und Wort, Ist ln der Druckerei Ober-Ost hcrgestcllt. Audi die Vorrede.... Wer sic gelesen und flüchtig in das Budi sieht, glaubt zuerst die wackeren Schriftsteller und Zeidincr Hinz und Kunz zu finden, Plötzlich entdedet man dennoch Stnieksclie und Eulenbcrgsche Züge, blättert daraufbin ernsthafter interessiert weiter, um mehr und melir Schönes und Edites in dem imposanten, großen 10 Mark- Saiciielband zu finden. , Zwei idealistische Realisten zeigen, wie sie überall «Im Wesentliche zu finden und zu sagen wissen, wie sie immer das fcstlialtcn wollen, was verdient vom Augen- Wickiidien, Vergänglidien zum Ewigen und Unvergängliehen gestempelt zu werden. . Diese Beiden haben uns in diesem Budic eine Unmenge kurzer, prägnanter Studien geschenkt. Struck bringt manche Zeidmungen, deren künstlerischer Wert weit über den Rahmen dieser Erinnerungszeichen an Ober-Ost hinausgehen. Trotz der etwas zu derben und bei zarten Dingen zu ausdruckslosen Reproduktionen, sind einige Blätter wie: Napoleons Hügel, littauisdicr Friedhof, Hafen von Libau, Marktplatz zu Sdiaulen, Orab des Ger Zedek, Nonnenkloster Grodno, Marktplatz Mitau, Markt Bialystock, Stimmungsbalder von solch wechselndem großen stilistischen Reiz, daß man sich Jaror.eh seh.:.t, die Originale bewundern zu dürfen. . V,nlir Poriräi'-tudicn fallen naiüriid! die J-diJenen Typen auf; insbesondere der kräftige, fast *)60 Steinzeiehnungen mit Text von: Hermann Struck und Herbert Eulenberg. Hergestellt in uer Druckerei des Oberbefehlshaber Ost, Verlag von Oeorg Stilke, Berlin NW 7. fröhliche jüdi&dic Fiihrm'r.n, ein v.'t'׳.:״׳!!.׳:r'•;.־? Kontrast zum jüdiuchen Maurer C׳:'..a.:!־';־l׳ den «:■’׳.::il.erg ebenso «,.׳:reifend seine trostlose typ'־,ar.׳ Le;d':;;״;־״;c:,«;׳׳R;t: selbst erzählen laßt... ״und SRsmcrl, der Mr.nrcr, weint und seine Tränen tropfen In die ich;;«־:!:,:•. u;:d er streicht ■und sduniert mit seinen Tränen die Wände zu neuen Häusern...” ■ ' Merkwürdig ist, daß Struck die Polin viel tiefer charakterisierte als die Jtldbi. ״Poch׳!:׳“ r,״׳:t uns nie'.:ב.׳; sie spricht weder zu m:־»־cm v;:_Et nocii zu ur..;:;,er Seele, von ihrem Volke!;{'׳:.:־',:t nid.,:: — fy.nz :־■'׳;•*::eben, daß Etilcnberg ein etva« |':ad;.;d1 g.v.vK ׳.Radcadamiuädei in schlcdttcn ¥ca;äR;d.::a;1. <' a.u 1";1.1 et, enttäuscht Strucks Siudier.kop? and; ob.;: clicc: Cegleit* adresse! Wie anders /,hmja, c'ie Polin. Ganz Rasse, ganz Nationalstolz, brutal, sd;ö.:, v.׳;i:’־ cd..* 1::;d — gefährlich, Euleubcrg nimmt sie eegar et1;.:;■׳ icidd... Stracks jüdische Männer er.lad iu!;;er. '3;:.־,׳ Kr Racke!, und Birute das mnienjunge iiele;:',;: Ei;־a:;sd;e Kind zeigt, daß Struck ein Stückchen Frrmcirxe'.c a.1tuec!־.en kann... Schade, daß jene allzu farblc;e Rr.cliel als einziges weibliebes jüdisches Wesen hier ’ v,׳;■;*.erlabt 1 — l'1:׳cnberg weiß über alles, wau Struck zcid.r.et,!ekendige, vielsagende,Dinge niilmitdlen, Kr ל:c.r.::r. psrc‘.;a'.״״ist':, anekdotisch, mythisch,!11atoriaaa, pbnhaiRah, zerl::t:•;;!!, wie cs ihm gerade ehRi!“; r..׳׳nc!:־;;:l l:r:1t er .':;eh, wie im Gedicht ״Wi!r.:,:r j:ak:n .aKfa.; da:::ban und wird rein aiisichkacaaErK'ai; c!:״K:r gibt es ri.;:,.1־ wieder genug Passagen, in ä;:a,; r;;.» ־,:׳.־״:■.ו, Dk.ä.tcruni Jungensherz ru •:־.; ״kt ׳ at ־׳:: v. Kt <'ד־־י di: ״witrigen“ Er.igK: u ■g.:. k! K..a d r.'.t-, t :;• sciitn Männer!:'.pfc tRr.t;r i־K ... ־־. '״ :»:־.. :R Ihr so gerne alte ־Jade::, K:.’:.׳׳. r?‘, f;; ^״.R. mais Rembrandl —. ״Y.’C. ־.־;*.־ LräJ g.״ Imba.ii, doppelt stark in ihre:; Z'R.־״.״ X.'ci, de das, was wir alle, die vir da׳R ״׳ad.cu »a*.:i durchdenken müssen, «öd; hithar :;׳;,;.:.:cd־,: nrmden 019 die anderen Menschen, dadurch, daß ihnen durch ihre Geburt das *Dasein von vornherein versalzen war. Weil sich in ihren vergrämten Gesichtern das Gefühl ein Fremdling auf der Erde zu sein, das sich auf dem; Antlitz der Besten ausprägt, wunderbar und erschreckend deutlich wiederspiegelf. Weil sich bei ihnen von der " kleinen Fläche des menschlichen Angesichts, die man mit zwei Händen zudeckcn kann, die Tragödie unseres 1 ganzen Geschlcdits ablesen läßt,' Weil i?H d|pn Rkinzcin ihrer Siirn, in dem Blick flircr Augen, in den Fab ten um ihren Mund die scluncrzlichstc der Enttäusdiungen, die wir im Altem von dem Stoppelfeld unserer Träume sammeln müssen, die Enttäuschung über die , Menschheit erhaben susgedrüdrt ist, wie in einem Mor.umcr.t, das!na!! der Erbärmlichkeit der Welt gesetzt hat. Und weil sitfi endlich trotz alle diesem die Hoff- ,׳.urlgacligkeit der Mensclien und die Zuversicht auf ein besseres Jenseits selten ergreifender abmalen läßt als von diesen vergrämten Lippen, die dal Tag mit heiligen Psalmen beginnen Und ihn beschließen, indem sie ein paar dunkle Sprüche aus dem Talmud vor sich lilnflüstcro, als wären damit die Schlüssel zum Paradiese wiedergefunden." — Ein feinsinniger Zug de* Verstehens für Strucks Kunst und für das Seelenantlitz des jüdischen Volkes, das die meisten der flotten, forsehen Erkenner dieses Ostens nur im Zerrbild und in der Erniedrigung für echt und charakteristisch halten!.. Struck ist Jude und Eulenberg Deutscher; und doch tmben beide eine- Heimat, die kein Weltkrieg und kein | Katicaalur.d Rasa entlaß zerstören konnte. Dort in < der Heimat der Kunst, die alleine auf Erden ein Stück Ewigkeit in sich birgt, hausen sie zusammen mit maneben andern, die der Völkerwalasinn aus diesem Paradies nicht vertreiben tonnte. Und aus diesem Reith der ״ewigen Gefülüc“ stammen ihre Arbeiten. Auch diese, alle strömen jenen Geist aus, der tröstet und nulrceht hält. ־ J. F.

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