Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIII (1918)
- Issue
- Heft 11 (15.3.1918)
- Date
- 1918-03-15
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 84 % H U i'iucr pro/io11isti!;«'hc11 Haltung DeutsdiLuuB uml OeMrrific'u nicht indtr die Bedenken cntgcgonsteheii, die vor der Erklärung des türkischen Großwesirs l)t ־ f-tchcjj konnten. Er warnt schließlich die Regierungen <itr Zcntralm;.eilte davor, die Entente als alleinige De- Hclifit/erin der jüdischen Kolonisationsbystrobiiiigen in Palästina crsclieinen zu lassen. ״Es wäre ein großer fehler, dies zu übersehen, und bei einer Bewegung, die dar. ganze Judentum und nicht dies allein iuicreessiert, der Entente das angemaßte Protektorat widerspnichslos zu überlassen.“ Ztf diesen Ausführungen bemerkt die Redaktion der ״frankfurter Zeitung“: ״Wir geben dieser Zuschrift, die von einer dem Zionismus nahestehenden Seite :;lammt, Raum, weilcnglisehe Nachrichten vermuten lassen, daß die britische Regierung durch die Begründung eines autonomen jiidi• sehe» Staates in dem von General Allenby besetzten Siidpnlästinn die politische Auswertung des dort ernmgenen militärischen Erfolges versuchen wird. Wenn sieb diese Nachrichten bestätigen, erhält die zionistisehe frage eine aktuelle Bedeutung, da dann mit Sicherheit damit zu rechnen wäre, daß sic bei den künftigen Fricdcnsvcrhandlungcu eine Rolle spielen würde. Die militärische Lage, auf Grund deren die Engländer den namentlich auch! von Amerika aus: geförderten Plan zu verwirklichen beabsichtigen, ist natürlich kein feststehender Wert; die Maßnahmen der Gegner der Türkei werden auf jeden fall beim Fricdensschlull nacluti* prüfen seiq, wobei die Sicherung Her osmanischcn Souveränitäi über Palästina eine selbstverständliche Vormissdztmg bildet. Hie Erklärungen des Groftwesirs, die das Problem der jüdischen Besiedelung des Lande:; ins rechte Lieht stellen, bieten schon jetzt einen wertvollen Beitrag zu seiner Lösung, die nicht einseitig nach Pnrtciforderungcn erfolgen kann, sondern nur mit Berücksichtigung aller tatsächlichen Verhältnisse, zu «hnen die Notwendigkeil der Integrität des osmanisehen Reiches gehört. Die Zionisten werden sicher* lieh ihre Sache fördern, wenn sic sich rückhaltlos auf diesen Boden stellen wollen.“ Aus Palästina Kadi einem1 Bericht aus Damaskus betragen die durchsdniittliehen Gesamtausgaben für die Evakuierlen pro Kopf und Tag Ps. ö.b'J, das sind Ltq. 2.08 pro Seele und Monat. ״In Wirklichkeit“, 60 heißt cs in dem Bericht, ״genügen diese Mittel sehr wenig den wahren Bedürfnissen. Die Evakuierten waren zerstreut über alle Kolonien und wauderten immer von einem Ort zum anderen. So ist es fast unmöglich im Augenblick zu sagen, wieviel Mittel die Evakuierten in jedem einzelnen Ort erhalten haben, andererseits mußte alles in türkischen Pfund und Piastern gezahlt werden, und wir wissen nicht, zu welchem Kurs augenblicklich das Papiergeld steht und wie demzufolge die Lebensmittelpreise sind. Tatsächlich müssen wir schon pro Kopf und pro Monat Ltq. 4 rechnen, während in Damaskus das Brot allein Ltq. 6 pro Kopf und Monat kostet. Während der letzten sechs Monate gab es 220 Tote, das heißt 4.4 0/0 für <> Monate oder 8.8 «/o pro Jahr. Indessen haben die letzten vier Monate — 1. Oktoher bis 1. Februar — ein sehr schlechtes Ergebnis gehabt. Die Evakuierten sind durch die 10 Monate der Wanderung heruntergekommen, und infolge der 1111־ zulänglichen Nahrung, der Kälte, der Qualen der schweren Zeit — auch sind sie fast ohne Kleidung — ergab sich eine sehr große Sterblichkeit.“ Nach einem Telegramm des Kopcnh n g cnc r Büros der Zionistischen Organisation ist der crslc Teil der P a lä st i n a kom m iss io n 1k*- rcits nach Palästina abgereist. Vorsitzender der Komission ist Dr. Wcizman 11, Mitglieder sind Joseph C owcii, Leon Simon, Israel S i c f f und al,• Vertreter der Jewish Territorial Organisation Dr. Eder. Der zweite Teil der Kommission wird, begleitet von Professor Silvaiu Levy als Vertreter der französisehe» Juden, demnächst abreisen. Auf der Jalircskonferenz der englischen Zionistenföderation, die am 2. und 3. Februar m London statt fand, gab der Vorsitzende der Föderation, Herr Dr. Wcizman 11, über Ziel und Zweck «ler Palästinakommission folgende Erklärungen ab: In Anbetracht der kritischen Umstände wurde cs als notwendig erachtet, der britischen Regierung das Gesuch zu unterbreiten, eine Kommission, die die Zionistische Organisation repräsentiert, so schnell wie möglich nach Palästina entsenden zu dürfen. Die Ziele dieser Kommission wurden wie folgt fcstgclegt: Die Kommission soll die Zionistische Organisation 'vertreten und soll den britischen Behörden in Palästina in allen Fragen, , ~|c, JudCI) betreffen oder irgendwie mit der Frage der Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jiidi* sehe Volk gemäß der Erklärung der britischen Regie* י” Verbindung stehen, als beratender Körper dienen. Uie Ziele der jüdischen Kommission sind im einzelnen: , . .]* Die Bildung eines Bindegliedes zwischen den ritisc len Behörden! und der jüdischen, Bevölkerung. *־, D'c. Ordnung des Hilfswerks in Palästina und Md lv1kG!.rtdCr » C1mbd6r<Scru,,ff von ausgewiesenen und evakuierten Personen und Flüdiiiingea. 3* öc!>ulfe bei Wiederherstellung und Entwicklung SSÄä»*' a"s“ci” 0יי״“״ , 4* Beihilfe bei Wiederherstellung von freundachaft- Lehen Beziehungen mit den Arabern und anderen niditjüdischen Oemeinsdiaftcn. JU 5. .Sammln;;״ vor. richte!:;isttimg Eher *!;י Wicklung der jr׳!i׳.:!!e;1 des im .111,gemeinen. Um die oben c;'.7'l neu, müßte er der l',r der militärischen lute;׳ Nachforschungen am:;!;, erwähnten Fragen zu > ,7« zu ko::• ':;ln'.lclitigmig ., zu reis; 1;, .׳r;Sie oben am lä. Ritz a 11 s Büro verbreitet Reut e 1׳ mcidtmg: ״in eines« vom 11 ieie veranstalteten Interview bat das glietl Kapitän Oi'insky Gore, «!er die «tische!־Tage in Pa!,äs',in,a u studiert hat, erklär!, 11 mir.r folgende J e w i s h C b r o * Parlainentsniitft״ re der die national-jii- Aegypten besonders britische Deklaration bedeute die Anerkennung der jüdisch-nationalen Bewegung als einer Volksbewegung durch die Regierung. Sein Motiv für die Anerkennung des Zionismus als Lösung des jü- «lischcn Problems sei der Unmiand, daß die Bibel Palästina als dauernde Heimstätte Israels bezeichne, und daß die lokalen Verhältnisse Palästinas dies verlangen. Er sei der Meinung, daß Juden und Araber in L'iuigktit und mit gegenseitigem Vergehen zusammenarbeiten würden. Die Errichtung einer jüdischen Universität werde ein großer Gewinn für die Juden in Palästina sein, <ia sie ihnen bellen würde, sich in der Zukunft fiir wissenschaftliche, kulturelle und politische Wirksamkeit auszubiklen. Er drückte seine warme Auer* keiimnig für die selbstlose Arbeit der Herren Sokolow und Wei/mami aus und fügte hinzu, die Regierung lege ver!rauen.voll die Zukunft der Juden in deren eigene Hände.“ D* rm Pf?» 1e Iraner um k: :cfclczoiv Zum Tode Dr. Tschlcuows sind dem Aktionsko mit ec nach Berlin noch eine Reihe von Kondole 11 zsehrciben r.ugcgangcu, insbesondere vorn Laudcskoiuitce der ungarischen Zioni* sten, vom Zentralkomitee der Zionistisehen Organisation Bulga ri c 118 und vom Jüdischen Volk »verein ״Zion“ in Mi»hr, Os trau. In dem Schreiben der bulgarischen Zioni* sten heißt es: ״. . . . Wir können Ihnen nicht wiederholen, wie tief uns der Verlust Dr. Tschlenows trifft unil wie wir dies gerade in einem Augenblick empfinden, wo seine außerordentlich sittlichen Fälligkeilen, die ihn zu einem unserer ersten Führer und Lehrer gemacht Laben, uns nötiger als je wären, um «lad historische Werk vorwärts ztil bringen, welches gerade jetzt uns eine neue Acra der stolzen nationalen Wiedergeburt eröffnet. - ■ Sogleich nach dem Empfang der Trauernacliricht!laben wir unsere Freunde in sämtlichen Städten telegraphisch verständigt. Am 10. Februar fand in der Synagoge von Philippopcl ein imposanter Traucrgottcsdicnst statt, bei welchem Rabbiner Samuel Benjamin ia warmen Worten die Persönlichkeit des Verstorbenen würdigte. Wir brauchen Ihnen nicht zu sagen, daß! dieser Unglücksfail, weit entfernt davon, unseren Mut und unsere Kräfte zu schwächen, sic nur verdoppeln wird, damit wir mit aller Energie an der Verwirklichung des Ideals mitarbeiten können, für welches der teure Verstorbene gelebt hat, und für «fas er gestorben ist." Die Föderation der Zionisten aus Belgien veranstaltete am 21. Februar, in Sch e vc n i n g cn , eine Tr au e rk u ndgebu 11 g anläßlich des Todes von Dr. Tsehlenow. Nach einigen einleitenden Worten des Präsidenten Dr. L. Herz, die stehend angehört wurden, ergriff Herr Jean Fischer das Wort. ״Nach meinem Empfinden“, r,0 begann der Redner, ״sollten wir, um unsere großen Toten zu ehren, zttsmnmcntreteii, sie in zwei Sätzen unserem Gedächtnis näherbringen, und dann — schweigend auseiiiaudcrgcbcn. Das wäre vielleicht die eindrucksvollste Art einer Totenfeier. Denn, was man sagt, ist zuviel, was man sagt, ist zu wenig. Aber wir fügenuns der herrschenden Sitte und halten Gedächtnisreden. In Tsehlenow verlieren wir einen Führer, einen der besten Söhne unseres Volkes. Sein Tod ruft in unserer weitverzweigten Organisation, in ganz Rußland, überall, wo sein Name jemals liingedruagcn ist, tiefe Erschütterung und Trauer hervor. Die Leitung ist zwar jetzt bei uns mehreren Händen an veil raut, trotzdem bedeutet Tschienows Da* hingang in diesen! Augenblick einen, nicht zu ersetzenden Verlust. Tsehlenow hat üJ. 1 int Dienste seines Volkes, ähnlich wie Herd und V/olneolm, nidit blaß Popularitiit im gewöhnlichen Sinne erworben, er w,«rde ein Liebling der ursprünglich empfindenden Massen. / Tsehlenow gehörte zu der Sfr.icgoric •von Juden, die man die der ״eiufaeticn .Volljudcn" nennen könnte. In der Ausgeprägtheit, wie uns .dieser Typus in Ttchlciiow entgegentritt, ist er eine Seltenheit. Im Ghetto um! auch im Jmlenvicrtel waren! diese Typen eine gewöhnliche Erscheinung; de ballen ober nicht immer führende Stellungen. Die ck;־ek die Emanzipation geschaffend! V0iV.:lU;1i.::.a;T:־:LT .:r. -die Führung den Gelehrten und Koir ׳־.׳.!C k du.v.tif eiatretenoen sozialen und nntionr.k.1 Sieb..;:. ::;־ca drängten diesen inzwischen seile. 1er g.un tu führenden Stellungen im Ju.r.;;. Nacii einer eh..1 '"־ v; ',’/:;g «Dr zionisti* scheu Täti־׳ die zionisti ״Einen 8■ trug!schient; wir begraben 11C uir r Svir.e Rede: -ein Volk . l.mt, LT 431 ioren. Tecf-lz- Mow bat nicht umarmst gelebt. Sein An«h iikcn wird 1 in ««!,!(iHlchtn. Im gibt nur eme Art, um ihn zu ־ «:liivu: indem wir trachten, «in; :,einer würdig zu zeigen j «,..«;ס Wir, wie er, das Erbe unserer Vater hoelihaiten I die Freiheit unserer Kinder vorln’ieiten, indem wir*! wie er, ohne zu schwanken immer vorwärts schreiten auf «lern mm freien Weg mich Zion, u.uii Einigkeit in Frieden.“ ’ i Dr. Tschlenow-Kolome * Das Hauptbüro des Jüdischen National., fouds versendet folgende Mitteilung: Dar. Aktionskomitee der Zionistischen Organisation hat «len Beschluß gefallt, zur Ehrung des dahiiwcganffciien Führers, Dr. Jcchicl Tsehlenow,’ eine Kolonie in Palästina auf seinen, allen Zioni׳den teuren Namen zu begründen. Durch «he zionistRehcu Verbände in allen Ländern soll allen Zionisten und darüber hinaus den Verehrern Tschlenows Gclegenlnit gegeben werden, ihre Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen. Vorerst ist fiir den Erwerb des erforderlichen Bodens der Betrag von mindestens einer Million Francs innerhalb kurzer Zeit atilzubringen. In Ausführung dieses Beschlusses hat die National• fonds-Vcrwaltung ihre Landesfamnieistcl'cn aufgefordert, die nötigen Maßnahmen zur baldigen Durchführung der Sammlung im Einvernehmen mit den L.atidcsorganisationen zu ergreifen und dahiimtwirkcn, daß das Ergebnis «ler Aktion dem Lebenswerk des großen Toten entspricht. Tschlenows Sinnen und Sorgen galt allen zionistischen Schöpfungen, seine besondere Sympathie und Hingebung widmete er bis zum letzten Atemzug dem Gedanken der Geulatl! Haare/, und damit dem Jüdischen ׳ Nationalfond. Er nahm hervorragen• den Anteil bei Festsetzung der Grundprinzipien des jüdisehen Volksschatzes auf den zionistischen Kongressen. Als Direktor des Nationalfonds hat er sich große und bleibende Verdienste um die Verwaltung umi Mehrung dieses Volksschatzes und di«: Wahrung seiner Grundsätze erworben. Unter dein zaristischen Regime orgnni* sierte er — allen Gefahren zum Trotz — die Sammlungen fiir den jüdischen Nationalfond in Rußland und wurde «ler erfolgreichste Vorkämpfer für die Popularisierung des Nationalfonds in diesem Lande. Sein Liebüngsgcdanke war die Selbsthcstcucrnng jedes einzelnen Juden zugunsten des Jüdischen Nationalfonds und er suchte ihn trotz aller Schwierigkeiten gerade in seinem Lande immer wieder durclmisetzcn. Es liegt daher, neben praktisdi-org.anisatorisdicn Erwägungen, auch im Sinne des Verewigten, daß jeder Zionist und die sonstigen zahlreichen Verehrer Tselilenows zu einer Selbstbcsteucrung veranlaßt werden. Zu diesem Zwecke soll eine Kontingentierung der Gesamtspende für den Boden der Kolonie!.ach Lindern und Orten durcligeführt werden. Es ist in erster Linie darnach zu streben, daß Wohlhabende, eventuell durch Zusammenschluß in Gruppen, sowie Vereine mindestens eine ״Nachlall“, d. s. 100 Dunam — 5000 Francs, spenden. Weite Kreise werden willens sein, für eine Tsclilcnow-Koloiiic mehrere Dunam ä 50 Francs, oder wenigstens einen Dunam beizutragen. Um aber auch den breiteren minderbemittelten Schichten die Beteiligung zu ermöglichen, hat die Nationalfond- Verwaltung beschlossen, eine höherwertige Tsehlenow- Marke herauszugeben, deren Erträgnis für die Tschienow-KoIonic bestimmt ist. Wie im Aufruf des Zionistischen Aktionskomitees Iicrvorgehobcn ist, bleibt der Grund und Boden der Tscblcnow-Kokmie wie aller Grund und Boden, den der Jüdische Nationalfond erwirbt, für ewige Zeiten Gemeinsebaftseigentum, Eigentum des jüdischen Volkes. Es versteht sich von selbst, daß die Aktion für die Tschlcnow-Kolonie in keiner Weise «lie laufenden Sammlungen für den Jüdischen Nationalfond beeinträchtigen■• darf, deren notwendige Stärkung angesichts der bevorstehenden Kolonisatioiisaufgaben die Nationalfond-Verwaltung seit Beginn des Krieges betont hat. Es ist vielmehr zu wünschen, daß die Aktion für die Tschlenow-Kolonie in den weitesten Kreisen unseres Volkes das Verständnis wecken soll für die finanzielle Bereitschaft des natio* nalcn Landfonds. Zu de» Ausschreitungen gegen die Juden in Galizien Aüs einer Reihe von Städten Galiziens liegen Nachrichten vor, die von neuen! zeigen, zu welch erschreckkenden Resultaten die antisemitische Heize gewisser polnischer Kreise geführt hat. Die neueste Pogrombewegung steht im Zusammenhang mit der polnischen Demonstrationsbewegung gegen den Brest-Litowskcr Frieden. Ursprünglich war diese gegen die Ukrainer gerichtet. Im Ucbersehwanjf des patriotischen Eifers stellten aber die geistlichen Agitatoren die Juden als die Hauptschuldigen an allem Unglück Polens hin und lenkten den Zorn der polnischen Bauern auf die jüdischen Geschäfte. In Prysztok forderten die Polen die jüdischen Ladenbesitzer auf, sich an der Demonstration gegen den Brcst-Litowsker Frieden zu beteiligen. Selbstverständlich schlossen sich die Juden dieser Demonstration an. Das hinderte aber die Redner nidit, die Massenansammlungcn zu antisemitischen Zwecken zu benutzen. Als sich die Bauern aus uen Dörfern zur Demonstration versammelt hatten, erklärte der Gcistlidie in öffentlicher Rede, daß die Juden die Schuldigen an dem Frieden sind, und agitierte dafür, daß die Juden im Handel boykottiert werden. Der Geistliche von Lotsen ging noch weiter und zeigte den Bauern den Wtg, wie sie sich M I, 1־