Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIII (1918)
- Issue
- Heft 10 (8.3.1918)
- Date
- 1918-03-08
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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J (ן E I» i SC H E R U N 1)5 C H A U Seite 75 Nr. 10 ״Dculsclie Warschauer ZcJiung“ um der tlci t •du n Ra- {׳i<ru1 gifiklüru: g entgigcnzuw.rken/* Die Acußcruug des i'k׳nu I>r. Haas, so erklärt der Aufsatz, ״der sich Jude nennt, aber für wahrhaft jü.U.cUes Fühlen kein Virstiindnis hat, stellt in schroffem Widerspruch zu dem »oii dem Freiherr» von dem Ems clni-i hsddei.ls'uu: en Oesa״lcn und sie ist in hohem Grade geeignet, die Juden in ׳Roten zu entmutigen, die in neutralen Ländern zu verstimmen und die in den Ländern des Vielverhamles uns vollends feindlich zu machen. Die Dolen sind den Juden (wie auch uns Deutschen) feindlich gesinnt und werden ungezwungen den Juden weder wirischalHiebe Dewcguiigsfre heit noch national-kullurolle Autonomie ״eben. Deutschland alnr hat.e und 11־ t als ״Okkupationsmacht׳'‘ das volle Recht, in eien für Uciitschlaud wichtigen Fragen ein entscheidendes Wort uiitzusprcchcii.“ In äinlriiiglicheii Worten spricht der Verlas■ er die Mahnung aus; ״Möchte die deutsche Verwaltung in Waiscluu uidit erst, wann es zu spät ist, zu der Erkenntui» kommen, daß die Deutschen im Königreich!,״len nur dann für die Zukunft wirksam geschützt werde״, könnt», wenn auch die arideren nationalen Minderheiten daselbst, namentlich die Juden, wirksam geschützt und zufricdeugcstcUl sind.“ Die gleiche Angelegenheit gibt dem Reichstagsnbgeordneten Max Cohcn-Rcuft Veranlassung, in der ״V o s s i s c h e u Z e i t u n g“ vom 23. Februar ״Ostjüdische Fragen“ zu behandeln. Audi (lohen geht von der Ansicht aus, daß die deutsche Verwaltung der besetzten Gebiete der besonderen l.agc der Juden allzu oft aiclit dasjenige Verständnis entgegengebracht habe, ״das, frei vom traditionellen Vorurteil, nötig ge• Wesen wäre, um diese besonders schwierigen Verhältnisse erträglich zu gestalten.“ ״Die Rücksichtnahme, die mau deutscherseits der herrschenden Nation in!,ölen und Lilaiic* zuteil werden lieft, habe keineswegs dazu biige* tragen, das schwere Los der Juden zu bessern. Cohen sieht hi dem in Westeuropa überall erwachenden Vcrstiindnis für den nationalen Charakter und die .sichaus ihm ergebenden nationalen Wünsche der ostjiidisehe» Bevölkerung den einzigen Lichtblick in der düsteren Lage der Juden und erkennt in der Erkläiuug des dcutsehen Auswiir.igcn Amtes vom 5. Januar eine Förderung dieser Wandlung der Meinungen an. Er erklärt, daß der Wortlaut der dcut-chcn Kundgebung so klar ist, daß cs unmöglich ist, sie auf die von den Deutschen besetzten Gebiete des ehemaligen russischen Reiches nicht anzuwemien. ״Es ist,“ so sagt Cohen, ״natiirlieh ganz ausgeschlossen, die nationalen Bestrebungen der Judcu au der einen Steile zu unterstützen, sie au der anderen aber zu unterdrücken, obwohl die Vcrlüiltnisse absolut die gleichen sind. Einer solchen Politik mit doppeltem Roden, dessen sind wir sicher, kann und wird sieh die deutsche Regierung nicht schuldig maeJiru.“ Cohen rbarakieiisiert die Haltung, die sich in de» Erklärung der. ״Waisehauer Deutschen Zeitung“ knndgibt, als ״Gefügigkeit des offiziösen Blattes für polnisehe Winke und Wünsche“. Auch er konstatieit, daß diese Stellungnahme in vollkommenem Widerspruch zu der Erklärung des Auswärtigen Amtes stellt. Obwohl kein Mensel» verlangt, daß die deutsche Regierung, oluic die polnische zu fragen, die nationale Autonomie der polni׳■•dien Juden mit Gewalt durchsetzen und den Polen eine bestimmte Lösung der jüdischen Frage ״auf• zwingen“ solle, so vermag sie sich nach Cohens Mei• nun״ sehr wohl für eine bestimmte Lörung ciuzuset/cn. Deutschland habe das denkbar größte lutere.se au der Herstellung guter Beziehungen zw'sihen dm Angehöiigeu der verschiedenen Nationalitäten der neuen an seiner Oxtgrcnze tindeiieiidcn Staaten. Diese guten Beziehungen seien aber ohne die Anerkennung der Rechte dir naliimricii Mindeiluitm 11'dil möglkU. ״Es wäre“, so führt Gulwii au•;, ״ja and» geradezu unglaublich und ein .schwerer politischer Felder obendrein, Wenn man das Seibsibestinunuiigsrccht der Nationen anerkennt, ja es sogar zur Grundlage der im Osten em/uschlageiulen Politik macht, es aber im Augenblick unter den Tisch fallen laßt,. sobald es sieh um die Anerkennung des SelbsUiestimmiuigsreclits von Minderheiten haudeli“ Im /.weiten Teil seines Aufsatzes wendet Cohen :;eine Aufmerksamkeit auch der Judenfrage in Litauen zii, indem er mit Bedauern konstatiert, daß die deutsche Verwaltung• auch die Wünsche der Juden Litauens nicht י in dm» wünschenswerten Maße berückskhigt. Bereits anfangs Oktober des voiigen Jahres hätten die Juden an die Venvalltmg in Wilna das Ersuchen gericiitet, den Zusammentritt einer Konferenz zu g; »lehmigen, auf der alle jüdischen Angelegenheiten, auih die bisher nicht erfolgte Beteiligung am litauischen Laiidcsrat, bcsprodien werden sollen, Bis heute• sei nicht einmal eine Antwort gegeben worden. Das sei nicht die Art und Weise, in’der mau sich die Zuneigung einer Devölkc* riuig erwirbt, die ohnedies durch den Krieg Fiiichtcr* lichcs erduldet hat. Cohen tritt für die Anerkennung der Juden des Ostens als einer nationalen Minderheit ein. ״Das Deutsehe Reich“, so sagt er, ״darf nicht dulden, daß in der Mein heit befindliche Nationalitäten das Recht der Selbstbestimmung für sieh in Anspruch nehmen, aber durch eine ungehemmte Machlpolitik das Selbsibcstim* iiumgrecht kleinerer, in ihrem Bereuh wohnender Völker riieksichtlos mit Füßen treten.“ I>er Gesetzentwurf der ukrainischen Rada, in welchem den Minoritäten der ukrainischen Republik verfaa-ungsgetnäß die national•.; personale Autonomie gewährt wird, erscheint Cohen als Beispiel dafür, daß Formen gefunden weiden kön* neu, die den Minderheiten eines Staatswesens die Er״ füilun״ ihrer nationalen Forderungen sichern. Der Kongreß der Vereinigten Staaten und die Paiästiaafragc * Am 13. Dezember beantragte George R. Lunn im amerikanischen K o n g r e ß die Annahme einer Resolution, in der es unter anderem heißt; ״Der Kongreß beglück wünscht die britische Regierung anläßlich ihrer klugen Politik, die sie in Verbindung mit dem Erfolge ihrer 1 leere geführt hat, indem sie ain 2. November erklärte, daß sie die Errichtung einer Heim- Stätte für das jüdische Volk in Palästina unterstützen und sich ' für die Erreichung dieses Zieles bemühen werde. Der Kongreß spricht seine Genugtuung aus, daß cs uns und unseren Genossen in diesem Kriege bcschicdcu ist, diesem historischen Unternehmen im Interesse der Ocrcclrlgkcit mul Friihcit unsere volle Unter- Stützung zur glückliche»! Durchführung zu gewähren.׳‘ Der Antrag ist dem Ausschuß für auswiirt i g c Angelegenheiten zur Dchaiiduliig überwiesen worden. Der V01 sitzende dieses Ausschusses H. D. Flood hat erklärt, daß er den Antrag unterstützen werde. Zur Erklärung der französischen Regierung Das ״Ko p e n fi a ge n e r Büro der Zion ist isehen Organisation“ hat anläßlich der französisehen Regienmgserkliirung für die zionistischen Bc- Strebungen folgendes T cl eg r a m m an die französisehe Z io u i s t c ti - F öd e r a t io n gesandt*. ״Wir beglückwünschen Sie und Nahum So ko low aufs licr/liih .te zur Deklaration der französsdien Regie- ■<■•>• .111■!»UL■» “ I. ״ ■" — .׳*»J111■ ׳■ "■"״I״ ■ד» *■«•«!«.*■**«ו■• r« mrmmm jgg> j!!!*■nii■ ju■■ •••*«*Mm■■»•■ »•J rung, die vom jüdischen Volk mit Dankbarkeit auf־ genommen worden wird. Fa gereicht uns zur be&underen Genugtuung, daß auch das fiaiizö i.sihe Volk inil seinen großen Traditionen für Recht und Freiheit dia Berechtigung der zionistischen, Bestrebungen feierlich anerkennt, die, wie wir hoffen, im Einverständnis mit allen Kuliiiriialioiicn in naher Zukunft ihre volle Ver« wirklichung finden werden.“ In der Vorrede zu einer französischen Ausgabe der Rede' Dr. Tschleiiows auf der zionistischert Konferenz in Petrograd schreibt der bekannte französisehe Sozialist Andre Spire: ״Unsere jüdische Elile nennt sich französisch, lu’t sich für fraiizösiscl» mul hat es wahrhaft bewieset!, daß sie es nach Herz und Wahl geworden ist, indem sie Frankreich den besten Teil ihres Blutes, das BSul ihrer Söhne, gab. Aber indem sic den Zionismus bekämpft, bemerkt ft« kaum, daß ihr Egoismus und ihr Unverständnis ei« Manko in ihrer klaren Verpflichtung als Franzosen bedeuten. Möge sie sich doch informieren über die ungeheure zionistische Entwicklung, die seit drei Jahren in England und Amerika stattgefumlcn hat, wo Juden und Nichtjudcu, Bürger und Arbeiter immer wieder die Forderung aufgcsicllt haben, daß, von der persönlichen Freiheit abgesehen, der Friedenskongri ß den Juden in National- Staaten nationale Rechte gibt, und daß ihnen für die Kolonisation Palästinas alle Erleichterungen cingeräiunl werden. . . . Wollen unsere französischen Juden wirklich, daß, wenn das Schicksal Palästinas beim Friedenskongrcl entschieden wird, unsere Regierung, die gegenwärtig dem Zionismus günstig gestimmt zu sein scheint, sieb, durch die französische Judenheit getäuscht, für desintercssiert atu Schicksal der palästinensischen Juden erklärt? Wer aijph immer «1er künftige Besitzer des heiligen Landes sein mag, Frankreich muß den Wunsch haben, seinen Einfluß iin Orient zu bewahren. Das beste Mittel zum Einfluß int Orient ist die Dankbarkeit . . . Wollen unsere französischen Juden wirklich, dafl wenn die Juden auf dem Friedenskongreß das volRtändige Werkzeug zu ihrer Wiedergeburt, ihre Heimatserde, erhallen, daß Frankreich dann keinen Anteil ha» an ihren Scgenswünsclien? . , Aus Palästina Ein Brief aus Gan-Schmuel berichtet Fo'gende»; ״Wir erhielten . . . von der Kolonie Daganiab 600 Francs. Wir kauften dafür Getreide und Futtc* für die Arbeitstiere und bereiteten uns Saatgut für dio Ernte. Di'c Arbeit wird fortgesetzt ganz wie früher. De» Garten wurde neunmal bewässert, was uns in keinen! der vorigen Jahre gelungen ist; diesmal düngen wir auch einen großen Teil des Gartens. Im Laufe der Zeit entfalteten sich ca. 550 junge Bäume, die iin vorige« Jahre gepflanzt wurden. Im allgemeinen entwickelte sich der Garten gut. Die Ernte fiel dieses Jahr dreifach so gut wie in früheren Jahren aus. Wir hoffen auf einen Ertrag von 8 bis 9 Tausend Francs. Bis jetz* hatten wir eine Einnahme am Apfelsinenverkauf in der Hölie von 5000 Francs. Falls die Lage sieb nicht ändert, wird im Verlauf von D/a Monaten das ganze Lager verkauft sein, und daun sind wir in finanzieller Hinsicht gesichert und in der Lage, die Arbeit auf alle» Wirtschaftsgebieten für dasl ganze Jahr forizusetzen. Auch bezüglich der Oclbäuine merkt man eine günstige Sie können sich kaum denken -• so begann Tsehleaow -- ki welch schwerem, drückendem Zustand ich mich in jenen Minuten befand. Einerseits fühlte ich, wie dasjenige, womit mein ganzes Ich verwachsen, was mir I Iciligluin, ja das Aßerhciligste ist, hinfällig und biüehig wird. Andererseits konnte ich midi nicht von der magnetischen Kraft befreien, die auf mich derfinige ausübte, der das Ganze verschuldet hatte. . . In rin uud demselben Atem bc/aulierlc und erbitterte rr midi, zog er mich an und stieß mich ab. Als der gvi'ßte, hartnäckigste Gegner kam er mir vor — wie konnte man aber nicht Sympathie liegen für denjenigen, von dein jedes Wort, jede Bewegung tiefe Ergebenheit an die Volkssache und fisten Glauben atmet, daß das, was er tut und wofür er kiiinpft, den Weg zum Volksglüek bahnt? Id» und alle Unsrigeti litten heute morgen außerordentlich. Ich bin aber sicher, daß e r, daß sein große* Herz nicht weniger, vielleicht sogar mehr leidet. Soweit Tschlcnow. Was er aber wirklich körperliih und geistig ausgestanden hat, am Tage der Abstinimutig •und die darauf folgende Zeit, das waren wahrhaft höllische Qualen. Während der zwei- bis dreistündigen Allst immun״ wechselte seine Geichts'arbe fortwährend. Er saß a>1 seinen Platz zerstreut uud unruhig. Viele Gegner hatte der Ugandavorschiag im Saal, aber die ganze Schwere des Augenblicks lastete gleichsam alhin auf Tschlcnow. Sobald das Ergebnis der Abstimmung bekannt wurde, erhob er sich automatisch von seinem Platz, nahm seine Papiere und Bücher zusammen, griff nach seinem Hut und verließ den Saal. Warum und wohin, das wußte er in jener Minute wohl selbst nicht. Eines empfand er: hier, in diesem Saal kam» er in diesem Augenblick unmöglich bleiben. Hier hat er nichts mehr zu suchen. Tschlcnow ging fort, ohne zu wissen, ob ihm jemand folgt, Er hatte sich darüber mit niemandem verabredet. Sein Fortgehen machte trotzdem grollen Eindruck. Als erste folgten ilua seine Freunde, die mit ihm die Piütertcikiäniii(׳ unter; chrlibeu halt. U. Soft rt bemerkten cs die Anwesenden unten im Saal und oben auf den Galerien und plötzlich fialltc der Saal von brausendem Applaus. Tschlcnow ging ganz gelassen weiter ohne rückwärts zu sehen, iluu nach zogen seine Freunde. Allmählich schloß sich ihnen eine große Schar an. Der Zug ging in den kleinen jKongreßsaal. Tschlcnow setzte sich abseits au ein Fenster und brachte vor großer I Icr/bcklcmiuung kein Wort hervor. Dieser Anblick rührte mehrere Anwesende so sehr, daß sie zu weinen begannen. Als aller ein junger Zionist siel» auf die Tribüne schwang und Herzi scharf zu kritisieren begann, da sprang Tschlcnow auf und sdirie mit fast übermenschlicher Stimme; ״Redet, was ihr wol't, aber ihn, den Führer, waget nicht, anzutasten. Glaubt nicht, daß er sic!» jetzt nach dem Sieg wohl fühlt. Sein edles Herz blutet. Er bleibt für uns groß, selbst in seiner augenblicklichen Ungerechtigkeit!“ Inzwischen wuelis die Erbitterung der Versammelten oli des angenommenen Beschlusses, eine Expedition nach Uganda zu schicken. Es ließen sich Stimmen vernehmen, man möge die Organisation zerreißen, man solle sich ohne Herzi organisieren. Man verlangte, darüber rasch einen Beschluß zu fassen. Die Luft war mit Spreng- Stoff geschwängert. Es genügte ein Funke, um die Organisation entzwei zu reißen. Da war Tschlcnow der erste, der die ganze geschichtliche Verantwortung des Moments fühlte. Dazu nagte an ihm der Gedanke, vielleicht wäre diese gefährliche Stimmung ohne sein heutiges demonstratives Verlassen des Saales nicht so weit gekommen. Er raffte seine letzten Kräfte zusummen und bestieg die Tribüne. Ini Saal wurde es todesstill. Und Tschlcnow begann mit bebender Stimme: ״Hört ihr, Brüder, das Weinen, das vom Korridor herkommt? Das ist unser TriumphI Wir erwarten aber einen noch größeren Sieg,• den Sieg über uns selbst. Wir sind alle augenblicklich so sehr aufgeregt uiid nervös, daß niemand jetzt für seine Taten verantwortlich sein kann. Der kleinste Schritt unsererseits kann unsere vieljährige nationale Arbeit zunichte machen. Deshalb möchte ich Vorschlägen, daß wir jetzt auscinandergeheif, und erst abends, wem» jeder etwas beruhigt sein wird, kommen wir wieder zusammen und beraten uns uro* sichtig, was wir zu tun haben.“ Die Worte wirkten. Das Publikum' verließ still den Saal, verzagt, mit gesenkten Köpfen, wie Trauernde. Es kam die historische Nadit vom 13. A11״t1st E war eine richtige ״Nacht der ־Wacht.“ Die Sitzung be gann abends, im selben kleinen Saal, wo während de letzten Tage Juden saßen und weinten, Zions gedenkend und — endete 5 Uhr in der Früh. Man konnte nocl immer nicht behaupten, daß die Delegierten sieh gan beruhigt hatten. Man spürte noch immer eine Kampfes luft. Dafür aber war Tschlcnow ganz ruhig. Er \va nun sicher, daß die Organisation nicht zerfallen würd< Diese Ruhe, die ihn והו Verlauf der ganzen Nacht Sitzung nicht verließ, drückte sich in der Sachlichkei seiner Reden wie auch in seinem angenehmen, weiche Ton aus. Nur zweimal kam Tschlcnow während die scr Sitzung in große Aufregung, beide Male wegen de Zunahctrctcns an Herzls Person. Während der Sitzun wurde bekanntgegeben, daß Herzi um Erlaubnis bilt. in den Saal zu kommen, und cs fanden sich Leut! die wagten veranschlagen, man solle ihm den Eintri: nicht eher erlauben, als bis er verspreche, dem Beschluss der Neinsager zuzustimmen. Andere beantragten soga man solle ihn ostentativ kühl aufnehmen, •ihn mcht giblte ״? Jd?.d״kr"r־ D" '״־״״'"״י 'י״'4״’ Ä ״Frunde rief er aus, ״seid doch keine Kinde!5 b!nd, ®a.r, "IC 10»stände, ihn zu beleidigen. Ve geßt doch nicht, daß wir cs mit dem Größten unser« Stseir w.jf1 *“1*"י dcm genialen Schöpf, unscicr Weltorganisation“. Nöcii in heftigere Aufr. guug geriet Tschlcnow, als maa Ihm erzählte, daß;