Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXIII (1918)
- Issue
- Heft 10 (8.3.1918)
- Date
- 1918-03-08
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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I ** s * Z'Jiit 74 JUEDiSCl■. Nr.!0 polltis-dien Gleidibcredrtig'tmg das Recht erhalt, Öle Form seiner national-politischen Organisation und die Festlegung seiner Rechte als Gesamtheit Im Rahmen des rumänischen Staates und seiner ,Verfassung frei zu bestimmen. Ab״. Heinrich' Reizes hat au den Minister des Aeußern Grafen Czernin folgende Depesche lisch Bukarest geschickt: ״Die gesamte Judenschaft erspartet von den Vertretern der Zentralinächte bei den 1 Friedensverhandlungcn mit Rumänien deren Eintreten für die endliche Durchführung der Glcichberecht!• {jung der Juden •n Rumänien. Artikel 45 des Berliner l/ertrages wurde auch von Oesterreich •Ungarn und Deutschland garantiert. Seine Nichtbeachtung seit 40 fahren durch Rumänien ist schweres Unrecht an Kultur ead Gesinnung.“ Ein Buch über die judenpolitik der rumänischen Regierung■ . Des Kopenhagener Büro der Zionisti* sehen Organisation gibt ein Buch ״Die J uden* Politik der rumänischen Regierung“ von Pr. S. Bernstein in deutscher, französischer und englischer Sprache heraus. Die Schrift behandelt den I/ernichtungskampf, den die rumänische Regierung seit CO’ Jahren gegen die jüdische Bevölkerung Rumäniens führt und bringt eine Fülle in der großen Ocffentlichkcit bisher unbekannten Materials. De Arbeit zerfällt in drei Haupt-Abschnitte, •die Epoche bis zum Berliner Vor- |ra״ von 1878, vom Jahre 1878 bis zum Balkan krieg 1013, von 1913 bis zur Gegenwart. Mit besonderer Ausführlidikeit wird das traurige Kapitel übet־ das Schicksal der rumänischen Juden während des Weltkriege־; bebandelt, in dem auf Grund größtenteils noch unveröflentßchtcr, autcntischcr Berichte die furihtbaren OewaHtaten der rumänischen Machthaber gegen die Juden *» der Hand von Dokumenten und Protokollen durgestellt werden. Das Buch ist eine Anklageschrift gegen die rmnäni- «die Regierung und will die Aufmerksamkeit der Regierangen und Völker in allen Knlturstaatcn auf die Trapödie der rumänischen Judcnlicit lenken, die sich in ihrer ganzen Furchtbarkeit noch heute abspiclt.“ Espfaag Dr. Wclzm&nns beim König von England Herr Dr. Welzmana, der Vorsitzende der englischen Siouistenföderation wurde vom Köuig von England in ^piic« empfangen. Zur polnischen Judenfrage Auf die bekannte Erklärung des stellvertretenden Staatssekretärs von dem Busse! 1c vom 5. Januar war in Eer ״Deutschen Warschauer Zeitung'‘ vom 13. Januar eine Erklärung erschienen, die nicht nur in Cer jüdischen Presse, sondern auch in der deutschen Ocffentlichkcit berechtigtes Aufsehen erregt hat. Dies e Erklärung der ״Deutschen Warschauer Zeitung“, die bekanntlich halbamtlichen Charakter trägt, tiat folgenüea Wortlaut: ״Der Unterstaats•;ckrclär des Auswärtigen Amtes, Freiherr von den? Russdrc, Italic sich vor einiger Zeit gegenüber zwei zionistischen Führern und den Vorfctar.dcmitgliedern des Komitees für den Osten über die Ostjudenfrage geäußert. Ein über die Bedeutung der Erklärung von Professor Franz Oppenheimer in den ״Neuen Jüdischen Mo׳;;.‘.:V: .*׳ ',xrhke:',lir Ar- Ekel kann den Eindruck ,v.l., r.E JE ehe Regierung eine jidr!.c, :קEGE.’.;־׳..vVe .■Vil'momic in Polen schaffen v.ol'e. 1';.־ L'. GE: *Er lA'.i und ergibt sich auch au:, der!:il’A׳-!; des U״U.:.G:n!:•־ J;retiirs keineswegs. Vichnchr vd.J ׳.'.er ץ.:;::,;,;Le GG::i darüber zu cntsclicide;!!;■׳den, ob .Ae ״' E:n Mitbiirger in Polen, wie dir; vor. d..!•;i:E:E,״!nf;ondistisciicn Bewegung augcoA-r'.t v,v.\I, 1׳. ׳:os.'A re Rationalität behandelt und der.:;׳;•irr״.; ein: :׳: ־־•EEG. ׳!;GGrclie Autonomie erhalten soll edrr ob die;Md־■ A: :vö'G:r;.!1;״ gemäß dem in allen KuU0־:־.־Ar/״a *a;,::!:;■ :;.Ga Prinzip der Gleichberechtigung LEG1EJ dm •; An';■::; C.irgern des Landes gleich״«;*:!! r.ia ■!;::Ad!־;:tel kann in diesem Streit der McA;;-T/rn, in dem .־;roh die jüdische Bevölkerung vcr.rddsd:.;: vertritt, sich nicht■ für eine b::d::s;nlc Rc.;.1'. :;r; d.r. Problems einsetzen; es ist insberondore 1:i:At!Ae Abris'.t Deutschlands, dem polnischen Staat eine Lö.;un״ der .Frage aufzuzwingen. LV.:l.v.l;!־.;:u und die dcutf.ehe Okkupaiionsregieruiig haben den \7r;.-':G, <h!S die Christliehe und jüdische B.ivö'.Aenm; in Fehden rniteiarnder khz. Gerade tlcswcge;: n׳־:!'d, di:־ CE’Gngm:k;uc zu dein so umstrittenen Problem den zurt'indigcn Instanzen des Landes überlassen bleiben.“ Diese Erklärung der ״D:1;f:;d:cn \7.:,r;,d;r.:tcr Zeitung“ ist geeignet, Zweifel darüber .r.rii'.mnmcn zu lassen, welches tum eigentlich die Lar, die Juda! des Ostens von der deutschen Regien:;:״ befolgte Politik iri. Denn es' ist Idar ersichtlich; daß. die Auslegung der Er- Wärung des Berliner Auswärtigen Amtes durch das offiziöse Organ der deutschen Verwaltung in Warschau unvereinbar mit der Erklärung reibst ist, die bekanntlich ״die auf ■ Entwicklung ihrer Kultur und 'Eigenart gerichteten Wüns.he der jüdischen Minderheit in den Ländern, in denen die Juden ein stark entwickeltes Elge«lel׳c11 haben, zu: würdigen, ihnen volles Verständnis ciifgegciii'.ubringeii und zu •einer wohlwollenden Uutorrtüt/.ui!״ ihrer diCwbeöiglfthen Eesire* Bungen bereit zu sein“ verspricht. Die jüdische Bevölkerung, 'der besetzten Gebiete hat den Kommentar der ״BeiiUcLsn WaiaAnucf Zcitu׳״;“ mit liöclfdein Befremden ßtifmAir.ti! 1r>üc?et1. War doch die Erklärung de« Auswärtigen Ämter» für sie, nach fast zweijähriger Okütrmlk)», das erste idebibare /.eichen dafür, «laß der dcntwlieu Rrglrmng d1׳:־fkhick■ sal polnischen und litm!;:;׳hr;n Juden «hAt vollkommen gleichgültig i.»t. Um ko größer ruuiitc die Enttäuschung sein, die eie durch die dem Geist der Erklärung entgcße11|;c.iet/.te Auslegung des Warschauer Organs erleben mußte. Die verderbliche, die deutschen lntercs.cn schwer schädigende Wirkung׳ der Wur;.ch aucr Erklflnmg bat auch ein Teil der dcubuf::״ OeiRmtlichkcit richtig erkanut. Führende Organe der deuGcban Presse haben sich in leitenden Aufsätzen mit dieser 'Angelegenheit eingehend befaßt. Die ״Berliner Neuesten Nachrichte»“ vom 16.• Februar veröffentlichen ihren siebente» ״Warschauer Brief“, der den Unteriitcl: ״Schädigung des Anteile ns Deutsch* landsi durch tt ngch3 rißc 1! V/1derepr 11 c 11 gegen eine Erklärung des Auswärtigen Amtes“ trägt. Der Verfasser des Aufsatzes beklagt, daß «da «eclisiiialigcr Warnruf vor einem ful.dien Poknkur» ״oben“ kein Gehör gcftimicn habe, obwohl Inzwischen midi ciukrc große f.olLiccGe Ll'Uler, und zwar ganz viT.ch|׳:dener U chfiag, c׳.J1eu Air,iE;nrtgen und Andeutungen je länger desto entschiedener fcd״ stimmten. Der Autor weist auf die große Bedeutung der uifenllicheß Meinung der jeden der ״:.n7.cn Well hin, die nach seiner Meinung die c.:gli::;f;c Regierung richtig einzindiütrcn gewußt und der sie in ihrer Erkk’.run״!;.;’:":glich ihrer Unterstützung der zionistischen Bestrebungen Rechnung getragen lut. ״Um so wichtiger ist^ 13“, konstatiert der Verfasser, ״daß deutscherseits i.icnA; ge:chk.it, was die Juden mit Grund gegen uns ciimchinen könnte.“ Daß diese vom Standpunkt der deutschen Inter* cr.ccn erforderliche Rücksicht auf die jüdisch: BcvöP!.:cning der besetzten Gebiete vollkommen verunchkic igt wird, dafür bringt der Verfasser drei schlagende Beweise .׳;:!s der letzten Zeit. Als ersten führt er die Erneimung des berüchtigten Antisemiten llski zam Verv7al;cr der Pzoviunticrungsabtcilung durch den Warschauer Mugir.'.rnt an, durch die die Polen, ohne auf den deutsche» Widerspruch zu stoßen, ihren unbeugsamen Willca, auch■■ fernerhin die Juden nacli Mögliclikeit zu bcdrückea, deutlieh dokumentiert haben. Der Verfasser nennt lEki ״einen der schlimmsten Judenhetzer der großen Stadt, dessen aufreizende Reden im Stadtparlament viel Acrger* nis erregte“. Er versteht und spricht es aus, «laß durch, diese Ernennung die zahlreichen j.'iilisil’.cn LeWus niFelliämüer, denen das Dasein schon durdi mehrere Malnahmen sehr erschwert worden war, der Willkür ihre* schlimmsten Feindes prei'gegeben eind. Al; eine» zweite» klaren Beweis dafür, «lall die deutsche Verwaltung ln Polen nicht gewillt ist, die jüdische Bevölkert«״ vor fremden verderblichen Einflüssen zu cdiützca, ücht der Verfasser die Tatsache -an, daß eie dem deutsche» Rabbiner Dr. Pinchas K o!1 n, den er ciaea ^ScbätP ling“ nennt, in seiner die Interessen der pobisehe» Juden sduidigenden Politik mit alle» Sir zu Gebote stehenden Mitteln Unterstützung gewährt. AU Beleg für die eigenartige Politik des Herr■ Rabbiner Kolm zitiert der Verfasser einige Sätze aus des«» bekanntem Memorandum, die er mit entsprechende» Ausrufeand Fragezeichen versieht. E« wirkt wahrhaft criösead, wen» der Verfasser an diese Zitate folgende Betrachtung knüpft: ״Beim Lesen dieser Zeilen muß der unbefangene deutsche Kenner der Verhältnisse eich frage»: wie war es möglich, daß ein Jude das geschrieben trat?( Wie konnte ein Deutscher «las schreibet!?1 Uud wie nun gar ein deutscher J ude?l Und weaa es ccboti ein cliarakteristischfi Merkmal «kr Politik des desilsdic» Rabbiner» war, daß die deutsche Orthothxxle Blei» rer• anlMÜt fühlte, die Angriffe auf «lic litauischen Jude» abzu- Wehren, ein um wie viel bezeidlinemlcrei Sefiatepl.l 15t es, daß «ler cliriullidic Autor des Aufsatzei die litaulselten Juden gegen die Beschuldigungen de» deutsche» orthodoxen Rabbiners in Schutz nehmen muß. Wie sehr die deutsche Verwaltung in Polen eich für die Politik des Rabbiner Kolm einsetzt, sieht der Autor ia der Tatsache, daß sie es den jüdischen Zeitachriftea 1m Generalgouvernement Warschau verböte» fast, da! Memorandum Dr. Kolms abzudrucken oder Cbethaupt zu erwähnen. ״Nicht einmal der zur Verteidigung Keimt bestimmte, also den Tori des Machwerk» cutbalteade Artikel des Frankfurter ״Israelit“ durfte ■bgedruekt werden 1“ Als dritten Beweis, der der eigentliche Ailaß zu Reinem Aufs'atz war, konstatiert der Verfneaer die Erklärung; «ler ״Deutschen Warsduuer Zeitung“. Er spricht idn Befremden aus, daß ״der w«;Uwollende* und wohlbedachten Absicht des deutsche* Auswärtige* Amtes aus Warschau von *eiten eine* zur dortige» deutschen Verwaltung gehörigen Manne* eatgegeng&* arbeitet wird", und nennt als de» ' Verfasser dieser Erklärtu”־; dicsc!i>c Persönlichkeit, die II« •ct:oa ta den bekannten Leitartikel in Nr. 2>! «ler ״Europäisclica Staat*- und Wirtschaft:,zcitung“ angegriffen hat: Reichstag*- abgeordneten Dr. Hm. ״Dieser Herr“, eagt er, ״b!- nutzt seinen Einfluss auf die halbamtliche und durch die deutsche Verwaltung mehr oder weniger eAa'rieae Ein Moment ma den! Leben Dr. Tschlcnom 1. Ga war auf tdau 6. Kongreß zu Basel. 0:1 tu als talsdite nan ersten Male der bekannte Ugandavorcchlag auf, der die Zionistische Organisation ia zwei Leger spaltete, in ״Neinsager“ und ״Jasager“. Die Cleliriieit, zwar keine eclir große, hatten die letzteren. Oie Mehrzahl der mssisclien Mitglieder dca große» Aktions-Ko:nitces waren sehr *darf gegea Uganda aufgetreten. An der Spitze dieser Opposition ctand Tsclde- «ou. Sclion ein paar Tage vor der Abstimmung war ia der russisdien Landsmannschaft ein heftiger Kampf ewischen den beiden Parteien entbrannt. Den Höheprnkt errcidde der Kampf am Vonnittag des Abstinimungstages — am 33. August 1903 —, im kleir.ea Kongreßsaal. Die Ocmüter gerieten ia Erregung, da־ Ciumt schwoll von Minute zu Atinutc' — man zieh daander des Verrats und aller siebe» HöUcnsündta. C3 kam zum Disziplinlosigkeit gegenüber de» Führern. Man vergaß eich förmlich , ,. Zu gleidier Zelt begannen im große* Kongreß- 1a.:J bereits die •Vorbereitungen zur Abstimmung. Eben kam־ Hcrzl herein, cetzte eich auf *einen Präsidentenduld und üljcrsdi mit *einem durdidringendcn Kick der. Schauplatz seines tannmendea Sieges. Unweit von ג:ו1ז saß Tsdiieno-.v, foJcidi wie Kreide. Ein paar ILiraten vorher raunte ihm Herz! folgende eehr scliarfc \7annmg ins Ohr: ״Bcdeulcen Sie, daß diejenigen, die heute mit uns in m einer Frage tuujcinandergehen, tpf.ier ciiit uns uiciit mehr an einen» Tisch *Uzen können.“ in diesem AligaiMId: *türzte einer der Delegierten 012 den Journaiisicntüdi zu und legte gerade ncl«n e.lr — ich bctdligle midi an jenem Kongreß als Herkliier..!atU:r der Pciciabii.'gcr litbrälsdiai Tage:,Zeitung fäE,;:e!iz“ — ein Ideinca offen«, mit Bleistift ge- : In::;ca ZcUclds» *uif den Tlsdi, mit der Bitte, ca irgendwie Dr, Techlcr.ow :1. 1:1 dierem Kettclclien teilte _ eine Oruppc nr,:::«!:cr Delegierter mit, «laß cs im kleinen Kongrcßenal fftrdiic.k'eh :sigihe, und l>at Tsclilenow, womögiidi ״leid: ficnmlcrzukommcn, eor.st könnten cie nie«! für die Ganzheit der Organ!- satioti bürge». Von älcr.d zu I״'r.nu wvr/ictr.t, ״clengte der Zettel an Tschlcnow. Angab Tc־.'.“c::0;7 durch Handbcwegungcn zu versteiien, ct.-li er uiciit veg könne. Eis pnar Minutca cpätc-r g..!> cf von (kr Tribüne ficrsb seine Visitenkarte mit einer Lurzcn Arärro; 1: ״!di kann und darf eicht fort׳ van hier, ׳.vüb.rcr.ü ck'i ein colch tragischer Akt ia unserer l':v.־c!;:׳:׳g :R.“ Er tonnte sich eher nicht rnrä1::!;־.־“ "־ und ging doch. Der Führer vrurde ia /i:.,n ־.״a:h. Ic'1 {:ar.a midi nicht mehr entsinnen, was enich tc!'״:u h:v.o״,_v,;;n ]oaniisüsienfisch tarizirlel1.:. ׳ r״*ä zu fr‘, ,cn. So- EaltJ Tf.chlenow 11c» hicinca fcrt.v.t, fc;.'d1 dort eia Weinen «!3 . . . Und c’la eile ״״ciiitui, nicht bloß die künftigen Nein: ־;;er, c:.:::i׳:r,1 c..:ejrn;;;cn, die fest l»f;:c!1!or,.:eu i;.׳'E:a, ::11 ‘«','....^;100־■ *feflie sich mif due::. St1.׳';l ־;׳..ti 1v:f r.־üt c/:':;cr vaichcn, an1»״c!m1m Stimme: ״L."׳.lcrl “.'t diesem Ort, Ist vor siebt..! Jahren das 1'• ־.;:!ei' '1:;..:.:•;;;.•.'״ cL.1!;־’en worden. Viele heiße, l:clll״׳e Ert "rtea £:1׳::׳:.'׳ d':r.r״j über den Ausdruck ,,öfLiuätls-'.srt.i'.'rti“ c!:.״ ־völiccrreelillidi“ r4;sttgcf;m ün, Ue'. •r eine aber dctvHierle m.m dasial:: t!;ü ■, <.':׳׳> klar: ״in Poläriiiia.“ Sri,:b:m! Tal» kl״':;: J.mrc verflössen 11ml nun k;.:״,״■,׳I 1,:■..; :und will die:« zwei Wone r,1:נ C ... .:.;1:::.»,;״.::■ ז:׳. /,her 11::1ti״, Freaiiöe, r:;:>! rb; :1,״['.‘ 1..:־ die in «Imi S;:aJ u;1J! 1.'.״.׳•” s: ׳׳.1׳;;:;: ': . rc’roa Gewissen! Trörie:: v/l;׳' ׳ .־״; ׳ ' s!■ < ׳׳ « L.k״ auf unserer Seile r.rt,! b״.e :־״״, ,־ r.iic.i Heil,nt, Ln•? 1!.re•.!.“ Ein t1n!:״.c:1tL : 1״' .. " . :: ',.b,!כ Tnd11enov.il, «1u<i n L.'. den! grollen Kongs..! 1, n. Im Ssal hatte *oebea die Abstimmung Bagdaagai. Der Schriftführer Leon Reich rief die Name» der Delegierten einzeln aus. Jede Sekunde klang e* durch den Saal: Nein! Ja! Nein! Jal Eine kurxe Weile ccliicn es, 01s ob der Sieg den Neinsager» cifatlea werde. Das Verhängnis kam aber von einet Seite* von der man es eun wenigsten erwartet lütte. Die Tribüne bestieg der Führer der Misrachistea, der selige Gaon Bus Lids, Rabbi Jizchak-Jakob Reine« end *ließ mit starker, klingender Stimme ein Ja heraus. Das war das Signal für alle anderen rcligiös-geriimmtea Ziooiste*,■ daß cic im Einklang mit itirem Führer stimme» solle*. Ich merkte von der Ferne, daß es Tsdilenow sicht auf *einem Platze hielt und er sehr erregt war. Plötzlich verschwand er. Später erfüllr ich, daß er hinter des Kulimen eine zweiminutcnlange Beratung mit de» russischen Mitgliedern des großen Aktions-Komitees hielt «ad daß 1r;r,n beschloß, Teddenow solle gleich nach der Abelimaumg in ihrer aller Namen eine Protesterklärung vorlcccn. Diese Erklärung hatten bloß sicbea Mitglieder unlerEäiricbeii. Zwei waren dagegen, einer war abv/esend, und ein vierter, von Zweifelsquakn so serwülih, daß 03 einem wehetat ihn cnzuselicn, enthielt *ich der Untcrcchrift. Tzdilcnow kehrte zum PräsidcnientEch zarück und übergab Hcrzl die schriftliche Erklärung mit den Worten: ״Wir sind auf alle Konsequenzen gefaßt“. Dieacii Sachverhalt gab Tsclilenow selbst ausführlich in reiner Broschüre ״Zion und Afrika“ wieder. Ia einem Gespräch am gelben Tage verriet mir Tsdilenow aber sein großes •Bedauern darüber, daß diese seine Worte, zu denen er von niemandem bevollmächtigt war — so gestand er mir damals — vielleicht dem großen Führer Acrgcrnls bereiteten. FJnahe fünfzehn Jahre sind bereit* seither ver- 8frif:!;sa und noch klingt in meinem Ohr das zUternde Vibrieren *einer Stimme nach. So tief prägten •ich *eine- Worte in mein Gcdlchtnt*.