Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1918-02-15 · Heft 7 (15.2.1918) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 7 (15.2.1918)
Date
1918-02-15
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2651273-2652077-2652084--11467-2668993
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

eite 52 r>I .־f ז: t fr Dr. Ecliici Tschlcnow Von Adolf Stand, Wien- Das Judentum beklagt einen großen Verlust. In dem Augenblick, da der furchtbare Krieg■, der dem jüdischen Volk so viel Opfer entriß, sich dem Ende niii'.crt und das jüdische Volk vor großen Problemen stellt, die gelöst werden müssen, in diesem großen Augenblick ist uns ein ganz .Großer entrissen worden. Tsclilcnow ist auf seinem Posten wie ein Soldat ge- Sterben. Nicht zu Hause in Moskau, wo er ein liochgcscliätzter und angesehener Ar/.t war, sondern in LonduA, wohin der Sdiwerkranke mit Anspannung seiner letzte 1» Kräfte gefahren ist, um das zu tun, was er jahrelang tat, Keinem Volk z.n dienen, in London ist Trchlemnv gestorben, nach wichtigen, ernsten Unterhandlungen mit Jüdischen Püiircn und niclitjüiiisehen Staatsmännern. Auf einem hohen Posten stand Tsehlenow. Nicht der blinde Zufall und nicht das Interesse irgend einer Clique hat ihn dort hingestellt. Die Iktätigung für das jüdische Volk, die dreißigjährige ununterbrochene Arbeit, f.in reiner unbefleckter Charakter, große Weiterfahrung und die unendliche Liebe zu seinem Unglückliehen Volk. Tschlcnow ist nicht der Mann von heute. Seit Jahrzehnten kennt man seinen Namen in der jüdisehen Welt, mit Liehe hat die große Zahl seiner Freunde seinen Namen genannt und das ganze jüdische Volk hat mit diesem Namen große 1 toffnungen verknüpft. In den Zeiten vor Hcrzl, in der. Periode der ״Chowewe Zion“ waren cs zwei Männer, die den russisehen Zionismus geführt haben. Tschlcnow und Ufsischkin. Die große konstruktive Arbeit im russischen Sechsmillioncn-Judentmn für die jüdische Renaissanccbcwe־ gung, für die Palästina-Kolonisation, für die geistige Hebung der jüdischen Massen, für die Verbreitung jüdischer I iieratur und Wissenschaft, das alles haben diese beiden Persönlichkeiten geleistet. Im Jahre 1895 schreibt Hcrzl seinen ״Judenstaat‘. Er wollte sieh zuerst von der Arbeit zurückzichcn und zu seinem geliebten Schreibtisch zurückkcnren. Die große Judennot zwingt ihn aber zu einer konsequenten Erfüllung seiner Pflichten, die er selbst •auf sich ge• noinmen hatte und die er später mit seinem teuren Leben bezahlte. Hcrzl sucht Freunde, die mit ihm für den großen Gedanken arbeiten sollen. Die ersten, die er fand, waren Tschlcnow und Ussisclikin. Hcrzl bereitet den großen Weltkongreß vor. Tsclilcnow macht vorbereitende Arbeiten in Rußland. Arbeit in Rußland? Das war eine schwere Sache. Rußland! Das gewaltige Gebiet in Europa und Asien mußte l>earbeitet werden. Große Schwierigkeiten begegneten ihm. Der Staat ist ungeheuer ״roß, der Indiffercntismus der Juden stark und dazu war es im zaristischen Rußland doch nicht möglich, auf eine legale Weise zu arbeiten. Geheim, unterirdisch mußte man arbeiten. Fand man bei jemand eine Nationalbücnsc, so wurde er veruaftet, c neu Schckclhlock — angcklagt. Und wenn einer gar eine klein« Versammlung cinzuberufen versuchte, um das Volk autzuklärcn, wurde er sofort nach Sibirien ן verschleppt. Unter solchen Verhältnissen haben die russi- •j sehen Juden schwere großartige Arbeit für die Wiederkclcbtmg des Volkes geleistet, ungeacutet der unzähligen Hindernisse, die ihnen den Weg verstellten. Und die Arbeit war fruchtbar! Hunderte von russischen Juden kamen zu den Kongressen unter Tschlenows Führung und beeinflußten sie. Aber sie hatten auch das Recht, sie zu beeinflussen, erstens weil nie Mehrzahl der Juden in Rußland wohnen, zweitens weil die großen jüdischen kulturellen und' geistigen Werte, die hebräische Literatur, die jidlsche Literatur, der mächtige Paläslin■ gedanke zum größten Teil in Rußland geschaffen wurden. Im. Namen d׳׳r rus ischen Juden sprach auf den Kongressen ihr k|׳ili; :11־ Vertreter Tschlcnow. Und das tat er auf eine so b im־, kultitrel'.e, intime Art, daß von seiner PcrsönlichU i: eia Hauch v<m Beruhigung und Sicherheit ausströmte 1 -ehl״׳a0v,' war eine selten iuimionischc Persönlichkeit, darin glich er Hcrzl. Er konnte stark, konsequent, rüei.si■ .; 10.י sein, mit seinem Prinzip stehen und fallen, dab.i aber von der anderen Seite zart und liebenswürdig, gemütvoll und nachgiebig. Und doshall» hat er auch so wie Hcrzl gewirkt. Seine Ueber- Zeugung war von einer klaren Quelle, von reinen, starken und heiligen Empfindungen ausgehend, stets offen und frei, hat er sich bei Freunden die stniksten Sympathien, bei Gegnern aber den;;roßten Respekt erworben So ging er jahrzehntelang «eine« Weg. Manchmal brachen starke Konflikte ZwHchcn ־Hehlenow 111׳d ller/l aas. Zuerst hamklte cs sich um die Citarkowcr Fru^e, daun jUiu da* U‘;־aj1d;»-Projekt״ Die beiden Persönlichkeiten füluten einen 8 arken Meinung.- kämpf, ihre Ausdeutungen waren verschieden, ihre Ziele eutgi’gi ו!:;!■•pizt, uutzdem aber behandelten sie sich lebevoll und mit!Gapekt, Für mich, der ich damals noch neu in der Arbeit war, war diese Uit'.erucukcit, m.t der geistige Kämp.'e geführt wurden, belehrend. Ich stand damals auf T»cclciiows Seite (zum ersten Mal ging ich einen anderen VA ׳'als Hcrzl). Im juni 1U11 starb i lerzi. Die Partei war verwaist, durch innere Konflikte geschwächt. Ls drohte c;ne Katastrophe. Dank einiger führender Persönlichkeiten lebte die üev.egvn; auch nach dem Tod des großen Führers weiter. Wolffsohn, Tsclth■now und Uss'.sihhin begannen die Arbeit dort, wo sic der große Tote bcendet hatte, und führten sie weiter. Man kann ruhig sagen, daß nach t terzls Tod kein Zionist so viel Sy.'npatiiic erweckt hat, wie Tschlcnow. Die ״Orstter“ schätzten seine große Liebe zu Zion, seine tiefe Kennt- ‘ nis der jüdischen Kulturwerte, die ״Westler“ bewunderten seine Lebensklugheit uni seine feine Weltkenntnis. Am 1, Aiignai 10i4 r. all Mi»:,!!/!.׳:licht j Zeit einen Führer. Au t. stellt sich Tsdik :)XV, / ,ג <c 11: .. 1 ׳ ju.p.i ־• ■'■<*׳ - : j Polens, Litauen:;, Podoüeur., Vnriydcr,:• v.väs 4 . ..:arat!:.na v/erden durch grau.nuue;uri:d 0 ׳.. k';ן..::!.:.,.־ ft::; Innere Rußlands geschleppt. Eine d nt ־.0־ Pflicht auf sich, den unglückliche:’. 1.1׳ ־:ui zu helfen — die zioni.tische. Die gewaltige Arbeit iif e1״ai.n1 die 210nr.ti'.ehe Partei mul Tr.ei;Know; itet de. Grobe t'OinlrJ werden gcs.'iiiiiucll, man ni.ht nur ff;r die Not des. Körper:•, für Es:.eu, Kleid;;;;״ und Wohnung;1'׳.ein. Audi für die Seele wird . ״caor■,׳.. Für die Kinder werden Schulen gegründet für die Ali:;! [.< a.r. Auf eine ״roß/ligige Weise wurde ihr die mirdhf.'y.e.i Opfer ge* sorgl. <ierade ein Jahr l:;t c;1 her, d 15• dr. znri::il־׳ehe Rußland fiel. Der Zar Wurde verh umt ,und mit itirn die niedrige Idee; die er verkörperte. l).׳r Volke, frh!dii;g kam für Rußland. Das wer ein Sigurd •für clr.n Erwachen der Nationen. Auch das jüdische Volk erwachte. Trelde- :10W stellte sich an die Spitze, um nach Pet».r..burg dc!1 größten Zionisteiikongreß cinzuhennen, der jemals ln Rußland abgchaltcn wurde. Weitblickend und großzügig wie er war, entwickelte er seine Arbeit weit über die Grenzen der Partei, und nicht nur das, er organisiede du־, ganze jüdische Volk. Fr sah die starke Bewegung des amerikanischen Judentums für einen allgemeinen Kongreß, er fühlte die Kreit dieser Bewegung und gab die Losung für einen Kongreß der russisehen Juden aus. Monatelang arbeitete er für die Idee, stellte ein entsprechendes ■ Komitee auf, und da t־r sali, daß die Arbeit auch ohne ihn weifergeführt wer• r: 1! *r i י Klindworlh - Scharv/cttka ־ Lütcov,״;׳aüc 76 Sonnlag, 17. Februar 191Ö, 11'/. Uhr vorm. ׳11 1! «• T. n »,״׳•« - J — ■ף\״׳^י ■׳1־■* *־ ׳ ■״ ' m&JhL WwWi*׳ für m t. ת .«e• f'H ‘,.ן5׳ t: C«f% י־. / 1 <£Ld% w y & i* Gedächtnisrede: Professor Clio Y/&rburjJ Chorgesang — El mole radiomlra. den kann, verließ er Rußland und ging auf einen anderen, ganz anderen Renten. Fr ging nach Kopciihngcn. 11m von dort aus für zwei große Ideen, für den Weltfrieden und für die Lösung der jüdischen Frage zu arbeiten. Krank, gebrochen und geschwächt war nach verschiedenen Operationen der Körper, stark, stolz und aufrecht war sein Geist. Er machte große Reisen, . nach Petersburg, Stockholm, Moskau und London, Diese' beiden großen Ideen erfüllten seine Seele und belebten den kranken Körper. Inmitten der großen Arbeit wurde der noch ziemlich junge, stolze Sohn des alten Volkes! uns entrissen, vor der Erfüllung seiner Idee, vor der Verwirklichung seiner Vc'kehoflnungen. Verwaist steht das jüdische Volk an seinem Grab. Das Unglück, dar! uno Jetzt traf, Ist fast so groß, wie unsere nationale Katastrophe von lOßl. Niehl daß Tsclilcnow für mich dieselbe Bedeutung hätte wie der große I Icr/.l. Keiner «ater uns ist f lerzi vergleichbar. Aber die Zeit ist es, die Zeit großer Schmerzen, ge• waltiger Krisen und geweckter Hoffnungen, die große, starke in ihrem Volk verwurzelte Persönlichkeiten fordert. Eine solche führende Persönlichkeit Ist uns verloren gegangen. Nicht nur seine Partei, das ganze Judentum blickt mit Trauer auf die entschwundene Gestalt. Aber wie wir uns damals, als das Unglück des '20. Tammus uns traf, getröstSt haben, d..ß Hcrzl tot ist, aber das Judentum lebt, «so rufen wir auch heute: Tschlcnow ist 10t, aber das Juden!um lebt! * Und leben wird es, wie Treliicuovv es wollte. (Wiener Morgcnzdtung). groß i;1 unser Verlust! Wer wird uns eden!Lb־er,ta geben?“ ' Iiu ״M oin c n t“ schildert der Redakteur die Witkuiijf l)r. fschlenows auf der I Jclsiugforscr Koniucsa der nir.sir.chen Zionisten, die, von Tsdilenow ein berufen und geleitet, einen Wendepunkt in der Geschieht« m» russischen Zionismus darstcllt. ״Audi du, großer Idealist“, *o klagt das ״Laß»- berger Tageblatt“, ״nuf'-övinem heiligen »dlka Fener, ciioyehe;i so plötzlich! kicGianms ist in der ,zionistischen ItiAvegnnj׳ keine Seltenheit. Irr tsi ihr» Wesen der Bewegung, aber Tschld.'.ow war dt r rcK.U* -״ tu ul reinste, weit der größte und dabei der bescheidenst«. '1 [;Ute ־Tscliteuo׳.■.׳ denn jemai< einen Gegner? ... Mktit litoit geschätzt,;;t'iieht wurde er, von allen uni cU ill .. < irolier, treuer 1 'uhrer, wir schwürt: 11 ca dir, daß, •*GUst wenn die Natur ».ich gi'g.eu uns vtrahwören sollt*, deine Arbeit mdtt um:־.on..l gcwtsm 1,em e.'iut!'“ ״Eine unerschülteriidie Ueberzeugung,“ heißt t* Im Leitartikel der ״Jüdischen Z e i l u n g“ in Wien vom 8. Februar, ״verband sich bei ihm mit Milde und Kon* zilianz der Formen, eine tiefe Kenntnis alles Jüdischen mit moderner Bildung und politischem Weitblick, eia» pedantische Genauigkeit mit warm fühlendem Herzen. Was ihn aber zum unbestrittenen Vertrauensmann alter machte, war seine schwerblütige Gewissenhatugkut, *Ga* tiefe Ehrlichkeit und Treue.“ ״Die Juden des ganzen Erdenrundes“, »ehre.bt di* Berliner ״JüdischePress c“, ״empfinde,« aufs Tietsto, welch herber Verlust der Tod dieses Mannes bedeutet. ״Uelier eine merkwürdige Kraft“, so -ch.Gi.t das Warschauer ״Jüdische Volk“, ״verfügte Tsdilenow, die wenig Sterbliche besitzen. Eine Kraft, dje an/jeht, um sich sammelt, Vertrauen weckt, Sicherheit spendet und Leidenschaften glättet. Eine Kruft, die BcgeLtenmjf in Taten umsetzt, Ekstase in fruchtbare Energie, Stirn־• mm! 1' in Handlung... Es war die Kraft der Liebe und der Milde, der sanften Klugheit und Sachlichkeit, des stillen, bescheidenen Fleißes, des klaren Vcmtandcs gepaart mit einem geraden Willen. Tschleno.v war der gute Geist de:; Zionismus... in ihm feierten Volkstum• lichkcit und Güte ihren Triumph. Deshalb nut er einen so bedeutenden Anteil an dem Sieg des Zionismus.״ ״Nicht bloß Söhne einer Partei sind es“, sagt die ״H a z c f i r a“, ״die jetzt verwaist am frischen Grab* stehen. Die ganze Nation hüllt sieh in IT a ־er um! .,«• weint den Verlust. Denn kein Gebiet der Volksarbeit gab es, auf dein sich Tschlcnow nicht mit der ganzen Wärme seiner Seele beteiligte... Siebenfach kt aber das Unglück, da:; den Zionismus traf.“ Und was aus all diesen zahllosen Nachrufen und Aufsätzen, den angeführten und unerwähnten, aufsieigt, ist die trostlose Trauer und der unermeßliche Schmerz angesichts der unergründlichen Tücke und Grausamkeit, des Geschickes, das den Träumer gerade zu einer Stunde abrief, da der heiße Wunsch seines Hcrzeiir im B*- griff ist, sich zu erfüllen; das der Bewegung in einem Augenblick den Führer nahm, da sie seiner am meisten bedarf. ׳ ־ iraticr um!cgiicpöw Seit dein 3. Februar, dem Tage, da die erschütternde Nachricht über das, Ableben Tsciiienowa die gesamte jü-!tische Welt dun heilte, steht die jiuliedu: Presse, so• weit sie sich schon jetzt .überschauen läßt, völlig׳ unter dem Zeidic'ii der innig den, .־m friclit i. ■'•11: .״ Iraner. Die jüdischen TagazcBu.sgcn jn Warschau' und Lodz 1und die Wochenschriften ' ״II a ze f i ra“ uzd ״Das jüdische Volk“ erschienen sin 5. Februar in schwarzem Trauerram/e. Die Warschauer Tr.geczcitung ״Haiiit" schrieb am Tage, da die Nachricht cinücf: ״F.in .bitteres Stöhnen rill sich gestern aus u׳:r Tiefe Bes jüdir.c! ren Volks- Iierz.ens empor,• eine iicißa Träne fiel ) Litt Wdischrci erscholl..., Dr. T!uh',c1ü>w i:,t rot. ür. Tsdilenow, dessen i lerz eine Quelle war der Li die zu Volk und Land,' zu Vcr:;;:4:11 und .ז.,־,־;,:at. Dr. Tsdilenow, der in <*.־:.* crs.Ba RE 1:3 ti.'wOi 1er — ticii, wie wenigen! — V.;rgc:1 cE: 1 *.::;.I ־;, :der Liebe und Achtung cr.vo:'•,,;-. T ״dieser gute, liebe, hot'.j..1. ._.1 ־ : i. ti »£ Am Tage des Eintreffens der Tratiernaduidit fand in Berlin eine Sitzung des Deutschen Zionistischen Zentralkomitees statt. Kurt nach Eröffnung' der Sitzung erschien Herr Professor Otto War bürg und teilte die traurige Kunde über den Tod Dr. Tschlenows den Versammelten mit. ln tiefer Ergriffenheit widmete Professor Warburg dem Verstorbenen heiße Worte des ehrenden Gedächtnisses, fr schilderte die hohen Charaktereigenschaften und dis große Bedeutung Dr. Tschlenows für das Judentum und den Zionismus und wies auf die tiefe Trauer hin, in die das jüdische Volk und die Zionistische Orgaui• sation durch diesen hcrln'ii Verlust versetzt sind. Nach Professor Warburg« ergriff I lerr Dr. llant ke das Wort. Er!;ab dem großen Schmerze lief deutschen Zionisten über den Tod des unersetzlichen 1'ührcrs in bewegten Worten Ausdruck. Die Versammelten hörten die At> sprachen stehend an. Zum Zeichen der großen Trau*r wurde die Sitzung vom Vorsitzenden unterbrochen. * Am 7. Februar fand unter dem Vorsitz des Herrn Leo Motzkin, Mitglied des Großen Aktionskomitees und des Zionistischen Zentralkomitees für Rußland, in Kopenhagen eine von der Dänischen Zio• niste 11 Vereinigung veranstaltete •Trauerfeier statt, auf der Herr Motzkin dem verstorbenen Freund und Kollegen eine tiefempfundene würdige Gedenkrede hielt. Professor Simonscn, Dr. Rosenblüth und Dr. Bernstein, sowie Vertreter der hiesigen jüdisehen Vereine und Komitees widmeten dein toten Führer warme Worte des Gedenkens. Das Kopenhagen er Büro der Ziauisti* sehen Organisation hat die Traucrbotidiaft vom Tode des Mitglieds seiner Leitung sämtlichen zionistischen Landesverbänden telegraphisch übermittelt. Von den zionistischen Landesverbänden, Gelen zio• nistischen Ortsgruppen und Einzelpersonen gingen Bei• leidstclegrauune. beim Kopcnhagcncr Büro ein, die dvm *' Engeren Aktionskomitee, dem Kopcnhagcncr Büro, dem Zentralkomitee der russischen Zionisten und der Familie des Verstorbenen den Ausdruck herzlichster feilnahm* übermittelten.. Das Kopcnhagcncr Büro erhielt Kondolenzschreiben von der britischen Gesandtschaft und von der spanischen Gesandtschaft in Kopenhagen. Das Engere Aktions-Komitee drahtete an die Familie des Verstorbenen in Moskau: ״Das Aktions-Komitee der Zionistischen Organ»»• tion, tief ,erschüttert voa der unfaßbaren Kunde vom

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.