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Jüdische Rundschau · 1918-01-18 · Heft 3 (18.1.1918) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXIII (1918)
Issue
Heft 3 (18.1.1918)
Date
1918-01-18
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 3!rar hi t; Hüll ־11111 Yr incr be- וו! er ccludiese u Kc- 1 zur ,d der J U Eli l S C i i E NUN .': EC IE AU Seite 19 daun würde sich über die Form, wie diesen Ansprüchen I /u genügen sei, reden lassen. Wir wissen, dal» die zionistischen Bestrebungen von dem größeren l'cil der gesamten zivilisierten Welt moralisch unterstützt werden. Das Weseiitlidie, worauf es ankouiml, ist, daß es möglich scheint, schon heute zu einer allgemeinen Verständig ung-über die Zukunft. Palästinas zu gelangen." Die grundsätzliche Forderung, die Herr Kann aufstellt, wird jeder Zionist unterschreiben, ln der Tat ist cs unser Wunsch, zu Abmachungen zu gelangen, welche uns die Sicherheit geben, dal! wir ruhig und ungestört unser Kolonisationswerk in Palästina in weit größerem Maßstab als bisher foitiüiuen können. Auch wir sind der Meinung, daß die englische Erklärung, welci.׳.• den Juden eine nationale lieümt'iUe Siir das;tklbehe Volk in Palästina verheißt, nicht als ,.tiiu: l»ls;;uc‘‘,׳ als Bluff abgetan werden darf. Da die Fng- J lämlcr bereits einen wesentlicher. Teil Palästinas lusetzt hauen und da sie nach den Erklärungen 1.10yd Georges nicht beabsichtigen, das besetzte Gebiet wieder heraus/.ugeben, so könnten sie, falls ihnen die Durchiührung ihrer Absichten gelingen sollte, sehr leicht in die Lage versetzt werden, vor der ganzen Weit zu ן beweisen, ob ihre Zusicherungen ernst gemeint waren j oder nicht. Wir hallen der englischen Regierung nicht ן zu, daß sie so töricht sein könnte, derartig weil,י gellende Versprechungen zu machen, wenn sie beabsichtig! diese Versprechungen nicht zu halten. Das Interesse für den Zionismus ist in der ganzen Welt so stark geworden, und England hat in deutlicher Ahsicht auf Gewinnung der jüdischen Sympathien sieh so weitgehend engagiert, daß ein Bruch so feierlicher Zusagen auch für einen Staat wie England ungünstige Folgen haben mülSle. Wird doch von mancher Seite sogar berichtet, daß die englischen Absichten noch über das hiitausgeheu, was in der Ba 1 io u r' sehen Erklärung niedergclegt ist. So entnehmen wir dem ״israeiit", dem Organ der deutsehen Orthodoxie in Frankhirt a. M., vom X Januar einen Bericht über die Rede Lord Robert Cccils in der Londoner jüdischen Massen- Versammlung, wonach Lord Cccil u. a. folgendes gesagt haben soll: ״Der Grundsatz des SelbstbestiuuiHuigsreeiites der i Nationen und des unbedingten, ja besonderen Schutzes j der kleinen Völker hat cs der englischen Regierung zur unabweisbaren Pflicht gemacht, so zu handeln. Sobald die Zeit gekommen sein wird, den jüdischen Sta.1t zu errichten, würde er ein gesicherter mul imabhängiger Staat sein und zu England keine anderen Be- Ziehungen haben als solche, die nach seinen eigenen Wünschen sein werden. Der einzige Vorbehalt, den England inacSicu müßte, ergäbe sich so unmittelbar aus diesem Grundsatz, daß er gewiß keine Schwierig־- keilen bereiten werde. Er betrifft zweierlei: Erstens das Schicksal der arabischen Bevölkerung Palästinas, zweitens die Frage der christlichen und mohamedanisdien Heiligtümer. Die englische Regierung wird darauf bestehen müssen, bindende Garantien hinsichtlich dieser beiden Punkte zu erhalten. Sie sei überzeugt davon, daß der vom Geist der Humanität und Gerechtigkeit getragene neue jüdische Staat diesen berechtigten Wimsehen in weitestgehendem Umfang entsprechen wird." Es wäre in der Tat unbegreiflich, daß englische Staatsmänner eine solche Sprache führen in dem Augenblick, wo ihre Truppen bereits in Palästina eingedrungen sind und die zionistischen Wünsche in immer bestimmterer Form bei der englischen Regierung von seiten der englischen Juden angenieklct werden, wenn sie *■?.""Jff"—."!?■11’■׳y..""’"■1■‘1 L’ü'L1‘ ׳;׳;11■.■!׳;■■י,BE".' Jl,^g!L!^,!!!S!aLl!g"??■»■J■ ■!—■■??gJ'L_. -J "LJl 1.״Jg disches Drama verlang! zu liegen, und ich glaube, daß wir, obwohl im Besitz einer nationalen Lyrik und einer sich langsam und schwierig konzentrierenden neuen Prosa, noch eine Weile auf diese letzte Dichtform werden warten müssen. Auch Arnold Zweig und die lokalbcgrenzten Themen der. Asch und Pinski etwa sind nur, wem! auch in sich geschlossene, Anfänge, noch nicht vom Fitüchschlag aufgclohtcu Sclbstvcrgessens um- ‘ rauscht. Es mag hier, wo Platzraum sogar schon Skizzierung verbietet, die Andeutung erlaubt sein, daß natürlich das rein Stoffliche, abgesehen von vaterländischen Inhalten (obwohl z, B. der ״Faust׳ eher denn die ״Herruiaimssdilacht" das deutsche Nationaldrama in übervöllüschcm Sinne ist), für die jüdische Etikettierung kein Kriterium bilden wird und kann, so wenig wie etwa der ״Kaufmann von Venedig" eins birgt. Drama — Handlung — Tat erfordert möglichste psychische Zusammciiballung eines innerlichst ganzen Menschen, dem der seelische Atem beim Wurf nicht ausgeht, Bitter ist’s. Nie wird ein kultureller Mischling ein Drama schreiben können, das sich von ihm ins Unpersönliche, seine Volks- und Landesherkunft zu geistigstem Extrakt verdichtenden Menschheitswert löst. Zu kleiner Lyrik, zur Kritik jnag’s reichen; zur letzten Formung, dem Drama, hält der verkittete Riß in ihm nidit die unerträglidie Spannung letzter Hingabe aus. Manfred Georg. Zinn Projekt einer jüdischen Gartenstadt bei Berlin Eine Aufforderung zur Beteiligung an einer Garteustadtbewegung bedarf in jüdischen Kreisen heute noch einer besonderen Begründung. ' Eine unaufhaltsame wirtschaftliche Entwickelung drängt seit Jahrzehnten einen immer größeren Teil der Bevölkerung Deutschlands in die Großstädte. Groß- Berlin hat 4 Millionen Einwohner, Hamburg 1 Million, Leipzig, Köln, Breslau, Dresden, Frankfurt a. Main befinden sich auf dem besten Wege zur ersten Million, weitere 30 Großstädte nähern sich der halben Million. nicht die Absicht haben, ihr Versprechen, soweit sie dazu in der Lage sind, loyal zu erfüllen. Wir haben cs daher auch nicht für klug gehalten, wenn!11 einigen deutschen Organen die englische Rcjticnmgscrklärung ab Bluff bezeichnet wurde. Vielmehr haben wir Deutschland:; öffentliche Meinung wie Deutschlands Regierung immer wieder darauf hingewiesen, wie wünschenswert es wäre, wenn Deutsch-!and sich für die jiidisdieu Wünsche in Palästina, das nach wie vor türkisches Gebiet ist, mit der gleichen Deutlichkeit und Klarheit cinsclzen wollte, wie dies England getan hat, wobei wir keineswegs verkannten, daß cs für England viel leichter ist, den zionistischen Forderungen zu entsprechen, als für Deutschland, welche:: ab Bundesgenosse der Türkei dem ,türkischen Standpunkt in dieser Frage nicht vorgreifen will. Wenn nun Herr Kann, wie aus seinen Acußcrtmgen hmunwht, die krilbcheu Bedenken gegenüber den Erklänmgcu Talaut Paschas an erste Stelle setzt, so mn scii wir dem gegenüber doch betonen, daß eine Unterschätzung dieser Actißeruiigeu in der zionistischen Ocffeiillidikcit keineswegs am Platze ist. Wir wollen nicht vergessen, daß es das erste Mal ist, daß die türkische Regierung sieh überhaupt zu dieser Frage außen. Wir wollen nicht übersehen, daß die türkisehe Regelung erhehiiehe Schwierigkeiten hat, sieb in liicser Sailie־ unbefangen zu äußern, da sie auf ge-• wisse arabische Kreise, welche uns unfreundlich gc- :iinü sind, Rücksicht nimmt, und da von jeher die angebliche Begünstigung des Zionismus, durch• die KoiisiantiiiopkT Zentralregieruug ein widuigvs inner• politisches Kampfmittel für gewisse Oppositionsgruppeii in der Türkei gebildet hat. Wir müssen doch darauf liinwebcn, daß tue Erklärung des Großwesirs einen Bruch mit der bisher verfolgten Stillscliwcigc-Taktik (larstellt, daß sie von dem ersichtlichen Bestreben dile* iicit ist, den jüdischen Wünschen cntgcgcuzukomüicn, mul hei der Eigenart der türkischen Verhältnisse ist dieses Entgegenkommen so beachtlich, daß wir daran für die Zukunft ernste Hoffnungen knüpfen können. Auch die Einzelheiten der türkischen Rcgicrungscrklärimg zeigen, daß die Türkei bereit ist, allmählich den Weg zu betreten, der zu der von Herrn Kann und von jedem Zionisten gewünschten großzügigen Kolonisation in Palästina führen so!!. Ungehinderte Ein- Wanderung und Niederlassung, örtliches Selbstvcrwnlr tungsrccht, das selbstverständlich entsprechend der Zahl und der Bedeutung der Juden mit der Zeit ausgebaut werden muß, und völlige Freiheit des Schul- und ■Unterrichtswesens sind sehr wesentliche Vorbedingungen des jüdischen Kolonisationswerks. Wir haben in unserer Besprechung der türkischen Regierungserklärung bereits darauf hingcwicsen, daß es hauptsächlich auf die Vcrwaltungspraxis ankouiml. Werden die Zusicherungen Talaul Paschas von verständnisvollen, dem1 Zionismus freundlich gesinnten Beamten im Geiste einer freiheitlieben und modernen Entwicklung ausgclegt und durchgeführt, so würden wir damit in der Tat eine wertvolle Basis für unsere Arbeit in Palästina gewonnen haben, mul es würde, wenn erst einmal ein solches grundsätzliches Entgegenkommen der türkischen Regierung erreicht ist, wohl möglich sein, ein Abkommen zu erzielen, welches ganz, im Sinne der von Herrn Kann gewünschten Abmachungen die Gewähr für den Bestand unserer Arbeit gibt, soweit solche Gewähr überlumpt durch Verträge zu erlangen ist. Deshalb möchten wir zu den Aeußerungcii des Herrn Kanu, denen wir teilweise zustimmen können — und gyrr-r-r•-״:•«■:״׳.״״.jii■!.:׳-*״-«■«—.«■»דג 11״ »•■׳—יי״ 1■ ״. .!״י ■■ . ... — Das bedeutet, daß ein immer größer werdender Teil des Volksganzeil, abgeschlossen von Luft und Licht, entzogen den cleineiitarsten Bedingungen, gedeihlicher, physischer und psychischer Entwicklung, in einer Steinwüste seines Daseins Kreise vollenden muß. Das bcdcutet aber vor allem auch, (laß Millionen von Kindern unter den gleichen naturwidrigen Bedingungen ihre Jugend zu verbringen haben, daß sie wesentliches enthehren müssen, was den Tagen der Jugend den gokleneu Schimmer verleiht: Keine großen weiten'Flächen, auf denen sich die Kinder nach Herzenslust tummeln und austoben können, keine Möglichkeit, durch eigene Beobachtung das Entfalten und Wachsen .von Baum mul Strauch kennen zu lernen. So wächst ein Cieschlecht heran, das an Leib und Seele verarmt unu verkümmert trotz aller Anstrengungen, die von seiteil der Eltern, der Schule und der Allgemeinheit gemacht־ werden. Diese ungünstigen Bedingungen schmälern und beeinträchtigen von vornherein den Erfolg der bestangelegten Erzielumgspläne. Diesen Schäden gegenüber ertönt der Ruf: ״Hinaus in die Gartenstadt!" Warum aber eine jüdische Gartenstadt? Zunächst, stellen die Juden bei der oben gesehildcrten, nach der Großstadt gerichteten Bewegung der Bevöikerung Deutschlands ein unverhältnismäßig großes Kontingent. Die kleinen jüdischen Landgemeinden vcröden, die Gemeinde!! der Großstädte, •vor allem die Berliner, wachsen zu Riesengröße, und der Zusammenhang der deutschen Juden lockert sich von Tag zu Tag. Die Weibe der jüdischen Feste versinkt in dem Trubel der Großstadt, der Snbbath verschwindet und auch der Verkehr der Familien unter einander wird durch die Entfernungen der großen Stadt außerordentlieh erschwert. So wächst eine neue Generation heran, die das Judentum mit seinen religiösen unu etliisehen Werten nur noch1 vom Hörensagen kennt, für die eine Sabbath- oder Festtagsstimnumg nur noch eine leere Phrase ist. Seihst in Häusern, in denen jiklisches Leben pulsiert, fehlt außerhalb der vier Wände das verstärkende Echo durch die Gemeinschaft, Wie anders stellt sich das Bild dar, wenn wir uns eine jüdische Gartenstadt in der Nähe einer Großsladt vergegenwärtigen. Ohne die Vorzüge der Großsjadt mit ihren reichen Bildungsmöglichkeiten zu zwar gerade hinsichtlich des programmatischen Punkte» zuslimmen können — doch bc.incrke'n, daß bei gerechter Würdigung der bestehende!! Schwierigkeiten und bei genauer Einsicht in die türkischen Verhältnisse die Erklärungen Talaat Paschas als ein außerordentlich b*• dcutsamer Fortschritt bezeichnet werden müssen. Palästinafrage und Zionismus Der italienische Gesandte in Was hing ton veröffentlichte, wie dem jüdischen Preßbiiro in Stockholm aus Washington telegraphiert wird, einen Brief in der jüdischen!,resse, in dem er mittcilt, daß die italienische Regierung sich vorbchaltlos der Erklärung des englischen Außenminister» Balfour inbe/ng auf die Errichtung eines nationalen Heimes für das jüdische Volk in Palästina ansehließe. Das gleiche Büro veröffentlicht folgendes Telegramm aus New York: Die Konferenz amerikauischer Rabbiner orthodoxer Richtung faßte eiastimmig eine Resolution, die sich für die Errichtung einer jüdischen Heimstätte in Palästina ausspricht. Die Konferenz beschloß, eine Petition an den Präsidenten Wilson und au den Kongreß in Washington zu richten, in der die jüdischen Forderungen zum Fricileiiskongreß begründet werden sollen. Die Konferenz fordert alle orthodoxen jüdischen Organisationen zuiw Anschluß an die Zionistische Organisation auf. . * Das P r o v i s o r i s c 11 e Exekutivkomitee in Amerika (P. E. C.) hat eine Kundgebung an die amerikanischen Juden erlassen, in der cs unter anderen! heißt: Die englische IXklaration ist eine öffentliche Anerkennung dessen, was das jüdische Volk von jeher als seine historische Aufgabe verkündete. Israels ewiges Stichen nach Wiedergeburt in seinem Heimatland« soll vor unseren Augen Wirklichkeit werden. Aber volle Wirklichkeit kann es nur werden durch jüdischen Willen und jüdische Opfcrwilligkcit. Das neue Zion muß von Juden gebaut werden und vo« Juden wird es erbaut werden, weil da» jüdische Volk seit ewigen Zeiten die größte Bereit- Willigkeit zu dem größten Opfern an den Tag legte. So wird das neue Zion den alten Mut und den altes Geist von neuem entflammen. Alle persönlichen lateressen werden in den Hintergrund treten vor den luteressen des Volkes. Die Diaspora bildete Kapitel vou gezwungenen, unberechenbaren Wanderungen, die Rüdskehr nach Zion wird eine gut geordnete, ruhmvolle Heimkehr sein! Nun ist der Weg offen für eine ganze Reihe von praktischen Schritten, die zum Wiedcrbcsit* führen. Es müssen sofort alle Vorbereitungen getroffen werden, um von jeder Entwicklung den größtmöglichsten Nutzen für die nationale Aufgabe zu ziehen. Kein Einziger unter uns darf sieh durch Ungeduld abhalteu lassen! Ereignisse und Verhältnisse müsse* mit nüchterner Klugheit beobachtet werden. Unsere ganze Kraft muß konzentriert werden. Unsere Orgaaisation muß gefestigt werden. Die ganze Summe unserer geistigen und materiellen Mittel muß aufgebracht werden. Eine disziplinierte Armee muß sich bereit halten, um bei jeder Wendung im Gange der Ereignisse Vorteil ziehen zu können. Das nationale Ziel muß als da» höchste alter Ziele hingestcllt werden! Daher ruft das P. E. C. allen Juden zu: Schließt Euch der ZionistK sehen Organisation an! jetzt ist der entscheidend• Moment! Wir brauchen »Menschen zur Tat! Wir brauentbehren, lebt liier eine Jugend, umgeben von Licht und Luft, im eignen Heim, in jüdischer Umgebung, von frühester Kindheit an in den Händen jüdischer Lehrer und im Kreise jüdischer Spielgefährten und Kämeraden, in cificr Gemeinde, deren harmonische und ästiietische Wohnanlagen einen Tempel, eine Schule, erneu geräumigen Sportplatz mit jüdischem Vcrcinshaus uinfassen, die ganz von selbst ein froher Mittelpunkt jüdisehen Lebens werden muß: welch ein Bikl gegenüber dem heutigen Dahiiivegetiercn in jüdischer Beziehung! Wir erwarten von mancher Seite das Bedenken, daß durch unsere Gründung an t ise m׳i t is cheTeadenzen bestärkt werden könnten. Abgesehen davon, daß dies bei der Besonderheit des Vorschlages, den wir zu machen haben, ohnehin in Wegfall kommt, soü man dieses Argument nicht allzu tragisch nehmen. E» erscheint immer da, wo wir als Juden an irgend eine neue Sache herantreten. Es erschien bei der Gründung der Logen, der Studcutenvcreine, der Sportvereine 1m׳i immer hat es sich als nichtig erwiesen. Wenn schließlieh einzelne Zionisten geäußert haben, cs möditen ihre Freunde durch die Beteiligung an einer jüdischeu Gartenstadt bei Berlin von ihrer aktiven Anteilnähme an der Arbeit für Palästina abgelenkt werden, so ist auch diese Befürchtung hinfällig. Für Leute, denen Palästina ein Lebensbedürfnis is! kann eine jüdische Gartenvorstadt niemals ein vollwert 1gcr Ersatz sein, aller jede Intensivierung jüdischen Leben» m den Landern der Zerstreuung muß der Schaffung und dem Ausbau eines jüdischen Kulturzentrums zugute kommen. Weitere Kreise wird interessieren, daß wir bei unseft.11*;. Duc auch an die Verwirklichung des Gedanken» jüdischer K r i e g e r h c i 111 s t ä 11 e n lierangeheu wollen, da wir über genügend billiges Terrain verfügen werden. Auch die Interessenten an Lauben Und und billigen Sommerhäusern werden bei uns auf ihre Rechnung komme״, da wir in absehbarer Zeit nur emen 1 eil des verfügbaren Landes bebauen werden. Bei der Suche nach einem geeigneten Terrain für ,??.P, ״JC, Gartenvorstadt mußte von vornherein darauf Rücksicht genommen werden, daß die Teilnehmer 111 ihrer Mehrzahl von ihrem Beruf täglich nach dem atadtinnern geführt werden. Die Siedclung darf daher nur in der Nähe der Dahn gelegen sein mul, um zu *

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