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Jüdische Rundschau · 1917-04-27 · Heft 17 (27.4.1917) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXII (1917)
Issue
Heft 17 (27.4.1917)
Date
1917-04-27
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 17 Seite 143 DieWahlresultatc in den polnischen Stadträten ln den polnischen Städten des deutschen Okkupatioiisj'ebietes sind die Wahlen in den Stadträten bereits abgeschlossen. Die Resultate der Wahlen sind ungefähr folgende: In den Städten Alexandr 0 w, Ms e 1. o 11 o w uml Uniejow wurde kein einziger Jude in den Stadtrat gewählt. Dagegen boykottierte die polnische Be- Völkerniiß die Wahlen in Touiascliow und Bend- 1( ח , wodurch die Stadlräte ausschließlich aus jüdiscdicn R.itmänncrn bestehen (vgl. ״Jüdische Rundschau" Nr, 16). In s* * yd Io wi ec wurden einer Vereinbarung■ der Polen und der Juden gemäß l'i Juden und!2 Polen m neu Stadtrat gewählt Nach Beendigung der Wahlen \ wo!Je abei die Wall) von 4 jüdischen Ratin.inncrn i mmiiert, weil sie angeblich der polnischen Sprache nicht nu (ieniigc mächtig sind. An ihrer Stelle wurden 4 •’״len Ratmännern ernannt, so (lall der Stadtrat!et/ז aus 10 Polen und 8 Juden besteht. Nur in 7 Städten (in L u b j e 11 j a , Z d u n s k a - \S' n I ,1׳, N;1 i s t a (I t, M i 11 s k - M a s o w j e z, Kowvl, Kot/k und Blaschki), bilden die Juden die Mehrheit im Stadlrat. In •I Städten (T y k o c i 11, W a r k a, W\s/ogrod und L o in z a) bilden die Juden (In H;ili<c der Stadlräte. In allen anderen Stadlei, darunter auch in vielem, wo die Juden die iiberwie- ״ende Mehrheit der Bevölkerung misntachen, gelang cs, nur eine kleine Anzahl von jüdischen Ratmännern zu w.thlen. Verweigerte Staatsunterstützung j 1 Wie in No. 13 der ״Jüdischen Rundschau“ mitgeteilt I »mnle, limtc der Stadtrat in Warschau einen Besehlull gefüllt, auch solchen jüdischen Reservistenfrmien, die keine standesamtlichen Trauscheine beibringen können j und mir über religiöse Zeugnisse verfügen, die Regiel rungsiinterstüt/.uiig zu erteilen. Trotzdem wird de facto | bis jetzt diesen jüdischen Reservistcnfrauen die Regieniiigsuntcrstützmig nicht erteilt. Wie mitgeteilt wird, soll sogar den wenigen jüdischen Rescrvistenfraucn, die aiisnalitnsweisc bis jetzt solche Unterstützung erhalten haben, sie nunmehr entzogen werden. Zur Religionsfrcitieit in Polen Ue polnischen Zeitungen vom 31. März brachten die Verordnung des Leiters der Stadtiniliz in Warschau;111 die Kommissäre, in der die letzteren beauftragt wurden, datur Sorge zu tragen, daß die jüdischen Hausverwalter ihr Amt ,Hielt an Sabbaten und jüdischen Feiertagen ausüheu. Falls ein jüdsieher Hausverwalter sich dieser Verordnung nicht fügen wird, soll er der Miliz zur 1kstrafung: übergeben werden. Diese Verordnung rief eine grobe Unruhe unter den viel.■11 jüdischen Hausverwaltern hervor, die auf diese Weise den Sabbat zu entheiligen gezwungen werden. Die ״Agudaili-Haortliodoviiii“ wandte sich mit einer Bitte .ווו den (',he: der Miliz, die Verordnung, die den Traditioiien widerspreche, aiifzuheben. Die Organisation erhielt eine ablehnende Antwort des Chefs der Stadtmiliz. Die Volkspartei überreichte dem Stadtrat eine Interpellat ton über diese ungesetzliche Verordnung des Chefs der Miliz, die den (irundsiitzen der Religionsfreiheit widerspricht und dahin zielt, Hunderte jüdische Familien zu ruinieren. Die Volkspartei ersuchte den Stadtrat, einen Heschlull zu fassen, nach dem der Magistrat die Aufhchtptg der Verordnung des Mili/clicfs erwirken soll. _ JUEP1SCHE RUNDSCHAU Schckclfage in Polen Hinein Bcschltifl des Zionistischen Zentralkomitees liir Polen gemalt wurden die Choi-liainoed-l age von P.essaeli als SelieKeliage fiir ganz Polen mit Ausnahme Warschaus - bestimmt. Die zionistischen Vereine henützten diese Gelegenheit, um öffentliche zionistische Masseiivers.'iimnhiiigen ahziihalten iiud durch entsprechende Resolutionen die Forderungen und Aufgaben der polniselten Juden der weiten Ocffentlicbkeit diesseits und jenseits des Ozeans ktiiuizugebe״, Lieber das zionistisehe Vnlksmeeting in Lodz wurde in der letzten Nuinmer der ״Jüdischen Rundschau" berichtet, Aehniichc .Berichte liegen auch von einer Reihe kleiner und grober Städte im deutschen Okkupationsgebiet vor. In Vt'loz- I a w v k zog das zionistische Volksmeeting ein Publikum um 1000 Personen an. Als erster Redner trat Redakleur Dr. J. Göttlich aus Warschau auf, der in einem eingehenden Vortrag über den ״Zionismus und sein e (i c g n c r" eine geistvolle Abrechnung mit den von der ״Volkspartei" gegenwärtig verbreiteten lichräiscli-t'ciiKiliclieii uml ,׳intizionislischcii Tendenzen gab. Die Studenten Winkler und Seitschik aus Warschau sprachen von den Pflichten der neuen nationalen jüdischeu Intelligenz ihrem Volke gegenüber. Vor diesem Meeting fand noch ein öffentlicher zionistischer Vortrag von Student Winkler und nach dem Meeting ein gut besuchtes Bankett zu Uhren der Warschauer Gäste statt, an dem auch der bekannte jüdische Bildhauer!,roh < i I i c e 11 s t e i 11, der gegenwärtig eine Studienreise durch Polen macht, toiliiahin. Die Herren Dr. (iottlieb und Student Seitseliik besuchten auch Kutno, wo Dr. Gott lieb in jidisclier und Seitschik in polnischer Sprache auf eiui'i׳ vielbesuchten Versammlung, die unter dem Vorsitz des Präsidenten der jüdischen Gemeinde in Kutno, Herrn Timkowski, statifaml, Ansprachen hielten. Auf einer Versammlung in Za w je r eie sprachen die Herren Hornstein, Spiewak und Herr Schriftsteller F re 11 k. In C z eu s 10 c h;111 fand ein grobes zionistisehes Meeting statt, das über (100 Personen aus den verschiedensten Kreisen der jüdischen Bevölkerung bcsuchten. Einen tiefen Eindruck hinterlicli in Plock die temperamentvolle Rede des Rabbiner J. M. Zlotnik über die Aufgaben und Zwecke des Zionismus. In allen ,öffentlichen zionistischen Versammlungen wurden Resolutionen angenommen, die der in der vorigen Nmunier ms Lodz veiöffent'ichten un :e'ähr entsprechen, indem sie die nationalen Rechte fiir die Juden in Polen und (iaiautien für eine freie Entwicklung der Juden in Palüsiiita verlangen. Falsche Meldung Polnisch-jüdische Blätter bringen unter der Aufschrift ״Eine große zionistische Konferenz in Kopcnhagen“ folgende Meldung der B. W,!).-Korrespondenz aus Kopenhagen: ״Kopenhagen, den 21 ׳. April. Im Zusammenhang mit den Geschehnissen der letzten Zeit hat hier eine grolle zionistische Versammlung stattgcfiiiulen. An der Versammlung haben die bedeutendsten und vornehinsteil zionistischen Führer aller Länder, die die Mögliehkeit batten, zu kommen, teiigenommen. Unter den Teilnehmern befanden sieh Vertreter des Zionistischen Zenlralkoiiiitees in Ruillaiid, Begrüßungen wurden aus sehr vielen Ländern und Städten gesandt, unter anderen! kaut auch ein Begrüßungsschreiben von Dr. ,Mae Nordau, der sich zur Zeit in Madrid befindet. Die Versammlung betrachtete die gegenwärtige l äge des Zionismus und lallte nach Anliörcn der Meiiiimgen der verschiedenen Berichterstatter eine Reihe von lleselilüssen von höchster Bedeutung. Die Konenhageuer 'Zionisten haben liir die Gäste ein großes Ban* kett veranstaltet.'׳ Diese Nachricht der Warschauer Korrespondenz ist vom eisten bis zum letzten Wort vollkommen frei erfuuden. h 12 Dr. Elicscr (Ludwig) Zamenlioff Am letzten Tage des Penuchfestes starb In War• schau im Alter von 57 Jahren der berühmte Schöpfer des ״Esperanto" Herr Dr. Ludwig Z a in e n 11 o f f. Als Sohn Sines Lehrers der deutschen Sprache im Jahre 1850 in Bi'alvstok geboren, iihcrsicdcltc Zamenhoff 1873 mit seinem Vater nach Warschau. Schon in jungen Jahren beschäftigte sicli Dr. Zamenhoff mit der Idee, eine internationale Weltsprache zu schaffen. 1887 gab er sein erstes Werk heraus, in dem er sich das Pseudonym Dr. Esperanto beilegte. Dr. Zamenhoff, der von Beruf Augenarzt war, wurde für seine Idee von vielen Akademien ausgezeichnet und erhielt eine Menge Orden und Dekorationen, unter anderen auch den Nobel-Preis. Der Verstorbene war in den lahmt 1887/88 ein tätiger C 11 o w c w - Z i o 11. Im ״Rasswjet" ist eine Reihe von Aufsätzen aus seiner Feder über die jüdische Renaissance erschienen. In diesen Aufsätzen unterschrieb er sich als ״Hamzoff» 11". Als nacli den Pogro• men in den 80 er Jahren die Frage diskutiert wurde, wohin man die Emigration leiten solle, sprach er sich in einigen Artikeln 1111 ״Rasswiel" entschieden für Palästina aus. Jüdische Hungerdemonstrationen ln New York Der ״American J c w ו s li Ghronicfe" vom 3. März bringt einen Bericht über die traurige Lage der Juden 1111 Eastend von New-York, Die Lage dieser Juden ist verzweifelt. Eine ungeheure Teuerung hat Platz gegriffen, da die Lohnerhöhungen nicht in gleicher Weise gestiegen sind wie die Preise der Lebensmittel. Während die Löhne sieh nur um 7"'o erhöht haben, sind die Lebensmittclprcise um 103״״ gestiegen. Diese unhaltbaren Zustände haben zu Lebensipittclaiifständen geführt. Die Erbitterung der arbeitenden Massen ist deswegen so groll, weil die Ueber/eugting herrscht, daß es sich hier nicht um eine natürliche Stcigcrung der Leheiismittelpreise handelt, sondern daß die Treibereien und Machenschaften der Großhändler, denen die Behörden indolent zuschmien, es sind, die an den ungeheuren Preiserhöhungen schuld sind. Tausende von jüdischen Materialwaren־ und Lebensmiltclkleiiihändlerii werden brotlos, weil der Boykott, den man gegen einen gewissen Teil der Lebensmittel-Großhändler atisgesproeben hat, auch sie in Mitleidenschaft zieht. Man ist zum Teil auf eigenartige Mittel verfallen, um den Unwillen gegen die Behörden und Großhändler aus- «!drücken. Gewisse sozialistische Kreise machten den Vorschlag, die Kinder nicht mehr zur Schule zu schicken, bis die Behörden sich entschlossen hätten, die GroBltämller zur Herabsetzung der [’reise zu zwingen. Diese traurigen Zustände haben auch, wie der ״American Jewish Chronicle" ausführt, einen politischen Hintcrgrum.1. Es sei sehr zu bedauern, daß die Lebensinitteinufstämle zuerst im Eastend stattgefuiiden haben, da doch auch andere Kreise als gerade die jüdischen unter der Lchensniittclteurutig leiden. Denn man sei natürlieh gleich bereit, die Lchensniiltclaufstände auf die Machenschaften von Geheimagenten der Zcntrahnäcbte zuriick/ufüliren. Auch wollen gewisse rechtsstehende po• litischc Parteien einen Zusammenhang zwischen der sozialistischen Färbung der jüdischen Meinung mul den Lcbcnsmittclaufstäiuicn sehen. So unbegründet diese Verdächtigungen sind, schreibt der ״American Jewisli Clironiclc", so können sic doch die Grundlage bilden für Verfolgungen und für Erschwerungen der Lage der Auiii das neue Rußland wird uns die nationale Erlösung nicht bringen“. Dieses durchgreifende Gefühl des Golusscms hinden nicht die Entfaltung eines fiir die jetzigen Umstände reichen literarischen Lehens. Es wird im ״Haam“ sehr viel gerade über die Golusformcn der naben Vergangenheil geschrieben und gedichtet. Es kommt hier vor allem unser greiser M 1 n d c I e zu Worle, mit dein zweiten Teil seines autobiographisch aiiinuteiiden ״Bajamim hahem" (״In jenen Tagen“). 111 den vorliegenden Kapiteln sehilden der Meister ein Milieu, das in seinen Werken bis letz! sonderbarerweise nicht vorkani: die litauische Jcsdiiwa. Aufschlußreich sind die nachgelassenen Er- Innenitigen B11 k i bei! Joglis (״Was meine Augen gesehen und meine Ohren gehört"), über dessen Per• söiihcliki’it, wie auch über die Persönlichkeit des ebenfalls vor kurzem verstorbenen Fabeldichters Tseheminskv (Reh Mordchcle) ״Haatn" mehrere Aufsätze hervorragender Schriftsteller bringt. Für die Freunde der hebräischeu Dichtung Tschemeriuskys wird es interessant sein *u erfahren, daß er ein großes Werk im Hebräischen unter dem Namen ״Ajarnti Motele“ hinterlicli. Auch die Belletristik in ״Haan!" beschäftigt sieh überwiegend mit dem lieben alten Leben im Städtchen, besonders mit der cliassidischen Lebensart. Neue, junge Autoren, die vielversprechend scheinen, melden sich hier erfreulicherweise (A. Führer, B. Epe Iba um). Ein Schutzcugraben-Gcdicht T s c h e r 11 i c h o w s k y s, ein paar hübsche Gedichte einer debütierenden Dichterin Sina Rabinowitz bestätigen aufs neue den Ruf der neuhebräischen Poesie «als des glücklichsten Gebietes 1111• *crer Literatur der Gegenwart. Es wird noch im ״Haam" unter anderem über hebräisei!es Theater, über jüdische bildende Kunst, über Shy- 10k - aber auch über Paul Verlaine geschrieben. Nicht etwa über Verlaine und das Judentum, sondern einfach und gut: ein hebräisches Essay über Verlaine. Solche Essays sind ganz besonders zu begrüßen. B. K. ״Das Erwachen“ Am 15. Mai erscheint die erste Nummer dieser neuen jüdischen Halbmonatsschrift, die unter dem Titel ״Das Erwachen, Organ der juiigjiidisclicii Bewegung“, in Zürieh hcrausgegcbeii wird. ״Unser jetziges Geschlecht heißt es in der Voranzeige - fühlt die Notwendigkeit, sicli ein politisches Urteil über die nciigcschaffcne Lage des jüdischen Volkes, über die Fülle der neuen durch den Krieg hcrvorgcrufcncu Aufgaben und Über die Möglichkeitcn einer radikalen Lösung der Judenfrage zu bilden. Allseitige und gründliche Behandlung der Fragen des jüdischen Lebens vom Standpunkte der jungjüdischen Bewegung ist die Hauptaufgabe unserer Zeitxchrift." Die Mitarbeiteiliste der neuen Zeitschrift ent* hält die bekannten Namen der in der Schweiz befindlichen 'Vertreter des nationalen Judentums,, unter anderen Z. Abersoii, Ben-Ami, Dr. ü. Färbst ein, Berthold F e i w e I, Schmarialm G o r e 1 i k , S. H o r o - de/, ky, Dr. J. Klatzkin, Dr. J. Ltirie, Dr. J. 011 Is c 11 wa :1 ge r, Dr. 8. D. Steinbcrg, Dr. D. Strauß, 1). W e i 11 b a u in und Dr. A. W c i 11 s c h a I. Literarische Mitteilungen 1111 Mariah-Verl.ig, Wien, erschien als erstes Heft der ״Jüdischen K r i c g s h e f t c“, die von Dr. Wllheim Borke I ha ni m er , dem Redakteur der Zeitschrift ״Moriah“, hcrnusgcgebei! werden, ״Unsere F r i e (I e 11 s f r a g e“ von einem Zionisten. Das Komitee ״Pro Causa Judaica" hat eine Propagandabrosehüre lierausgcgcbcn: ״Die Ziele und Wege des Komitees Pro Causa J nd a ica“, Züridi 1917. *) Verlag und Sebriitlcitung: Zürich I, Lintheschergasse 13. Vertretung für Skandinavien und Rußland: L. Issakowitsch, Stockholm, PostnPox 182. Bezugspreis vom 15. Mai bis Schluß des Jahres 6 Franrt. Das Pasteurinstitut in Jerusalem gab vor kurzem das 4. Heit seiner medizinischen Veröffentlichungen heraus. Es ist eine Abhandlung über den Bauchtyphus, verfaßt von dem Leiter des Instituts Herrn Dr. Arie 13 e h a ni. Die Schrift ist dem inzwischen verstorbenen Dr. J. L, K a f 1 e 11 e! s o n zu seinem 70. Geburtstag gewidmet. ״(ja 11 Hajerok“ (Der Gemüsegarten), ein Handbüchlcin für Gemüsebau, erschien vor kurzem in )affa mit folgendem Inhalt: Saisonarbeit, Krankheiten der bommergemiisc, Zur hebräischen Terminologie laiuhvirtscliaftlieber Begriffe, Briefe aus Eii-Gannim und Pcthacb׳ Tikwall. Bemerkungen und Notizen über Bodenbearbeitung, Vieh-, Bienen* und Geflügelzucht u. a. In Neu York erschien in zweiter verbesserter Aufläge die vom poalc-ziouistisclicn Paliistinakomitee herausgegebciie Broschüre von J. Ben Zwi (Abner) ״Der P n l n s t i n a a r h e i t e r ( o 11 d“. Das von den Poale-Zion in Wien eingesetzte jüdische Arbeiterhilfskomitee gab eine Broschüre in jidischcr Sprache heraus: ״Staatliche Hilfeleistung I ü r die Einberufenen und ihre Familie n . Die in einer sehr Icichtvcrstämllichcn Sprache abgefaßte und billig herausgegebene Broschüre hat das Ziel, den Rescrvistcnfamihcn die nötige Aufklärung über ihre Rechte zu erteilen. ln der Ucbcrsctzung von H. D. N o in berg erscliienon in Warschau die ersten zwei Bände von ״Tausend und eine Nacht“ in jidisclier Sprache. Der hebräische und jidischc Dichter Jizchak Katzen e I s o n schrieb eine neue Oper ״F a t i m a“ in ji* dischcr Sprache, die im Volkstlieatcr zu Warschau mit großem Erfolg aufgeführt und von der jüdischen Presse wohl aufgenommen wurde. Die zweite Kriegsnummer der ״Jüdischen Mona t »hefte für Turnen und Sport“ ist erschienen mit Berichten aus den Vereinen des deutschen Kreises. Dem Heft ist eine Beilage des zweiten Kceises der jüdischen Turner»chaft (Westösterreich) angefiigt.

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