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Jüdische Rundschau · 1917-04-20 · Heft 16 (20.4.1917) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXII (1917)
Issue
Heft 16 (20.4.1917)
Date
1917-04-20
Page
– (sequence 6)
Language
German
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-*#4 Seite 132 J UEDISCH E RUNDSCHAU Nr. 1א der Orden ״Bne Zion“, die Vereinigten Jüdischen Ge- Seilschaften. Zwei Delegierte wühlen: der Unabhängige Orden ״Western Star“, die jüdisch-sozialistische Föderation von Amerika, die jüdisch-sozialistische Arbeiterpartei ״Poalc Zion“, der progressive ״Order of the West“. Je einen Delegierten erhalten: der Verband der ruiniinisclicn Juden, der Council der jüdischen Frauen, die Fakultät des Dropsic College, die Fakultät des 1״ lebrew Union College“, die Fakultät des jüdisch-theologischen Seminars, die Fakultät der Jescliiwah R. Jizchok Hlchonon, die Föderation der jüdischen!:armer, die Föderation der national-radikalen Schulen, die Föderation der zionistischen Vereine von Mittelwest, die Föderation tlcs Tempels ״Bne Jisrael“, die zionistische Frauen- Vereinigung H.ulnssnh, die llistmlruth Ibrith, der Unabhängige Orden ״Britli Sehaloiu“ von Baltimore, der Unabhängige Orden ״Free Sons of Israel“, der Uuithlüiiigige Orden ״Aibeitcrriug von Amerika“, die jüdische sozialistiseli-territorialistische Arbeiterpartei von Amerika, der Orden ״Nates of Joseph“, die Vereinigten Synagogen von Amerika, die orthodoxen Gemeinden. 11. Jalireskonferenz des Zionist Council von Groß-New York Zur II. Jahreskoiiferenz des ״Zionist Council of Ci re ater Ne׳w-Vork", die am 16. Februar in N e vv - V 0 1 k stattfand, waren 88 Delegierte crschieneu, die '10 Vereine repräsentierten. Die Konferenz begann mit einem Volksmccting, bei ׳ dem Dr. Sclimarja Levin der Hauptredner war. Er behandelte ״Die Konzentration <1 c s Z i o 11 i s t i - scheu Gedankens“ und führte aus, daß nicht die Zahl der Anhänger, sondern die Intensität, mit der sie an ihrem Ideal arbeiten, die Stärke des Zionismus bedingt. Nach ihm hielten Rabbi Wolf um! Rabbi Gold im Namen des Misracbi Ansprachen; Prof. Gott heil und Herr Fr 0 men so 11 sprachen namens des Provisor!- sehen Exekutiv-Koiiiitees und Herr Morris Rothen״ b c r g hielt als Vorsitzender des ״Zionist Counci I“ eine Rede. Ein Brief, den Oberrichter Louis D. Braud e i s au den Vorsitzenden gerichtet hatte, wurde unter großem Beifall verlesen. Am Sonntag begannen die Sitzungen des Councils, die durch den Tätigkeitsbericht vom Vorsitzenden Herrn Morris Rothenberg cingclcitet wurden. Er behandelte das Wachstum des CounciB während des letzten Jahres, berichtete über die Vorträge, die der Council angeregt und selbst arrangiert hatte, über die Blumen- und Fhggcntagc, die zum Besten des Jüdischen Nationalfoiwls veranstaltet wurden, über die Volks-Mcetings, die die stattliche Zahl von tiO erreichten. Außerdem wurde der Anteil der Zionisten an der allgemeinen Flilfsarbeit und ihre Tätigkeit für die hebräischen Scliulen behandelt, Herr Edward Spiegel erstattete dann den Bcrieht über ileu ״Jüdischen N a t i oii a I f 011 d“. Die Sammlungen betrugen ungefähr 15 50(» Dollar. Herr R. L e w 111 - E ps t c i n berichtete namens des Finanz- Komitees, daß der Council einen Uebcrschuß von 817,60 Dollar habe, die eingegaugeuen IScträge beliefen sich auf 201)0 Dollar. ln der darauffolgenden Diskussion schlug Herr G o I - denberg vor, den seit längerer Zeit behandelten Plan der Gründung einer Zionistischen Redner-Schule jetzt zur Ausführung zu bringen, um die zionistischen Redner zu veranlassen, sich eine gründliche theoretische Vorbildung anzucignen. Die zweite Sitzung wurde durch ein Referat von Herrn M. Sehe inkin cingclcitet, der über ״Zioni- 8t i sehe Bereitschaft“ sprach. Der Redner be- .handche die Frage der Palästina-Immigration nach dem Kriege, di« er mit der Frage der ״au!bauenden“ Hilfe- Icistung verband. Er verlangte, daß inan die Möglichkeiten zur Errichtung von Immigrantenhäusern schaffe und die Arbeitsaussichten untersuche. Er schlug vor, daß die amerikanischen Zionisten jährlich 500 000 Dollar iür die Arbeit des Provisorischen Zionistischen Komitees aulbriiigcn sollten. Die Neuwahlen ergaben folgende Vorstmidsschaft: Morris Rothenberg,״Vorsitzender; Dr, S. M. Melamcd, Vize-Vorsitzender; E. Abbarbanel, S. Blitz, I. Carmcl, S. Goldenberg, M, Mar* g o I i s A, Spiee Händler, W 0 lf so n und S. Wiesen, Gleichzeitig wird auch berichtet, daß die Pockenkraukiieit gegenwärtig in Jerusalem verbreitet ist. Dr. A. Be 11a 111 veranstaltete daher im Gesundheitsamt wie auch in den Krankenhäusern ״Schaare Zion“ und ״Mcir Rotseliild“ eine unentgeltliche Impfung gegen Pocken. (Vorträge) Dem Beispiel der Lehrer zu Jerusnlcm folgend, hlel* te״ auch die Lehrer des Jaffaer Gymnasiums allwöcheiitlich Sitzungen zur Untersuchung yon Problemen der pädagogischen Theorie und Praxis ab. Von den letzten Vorträgen, die eine lebhafte Diskussion hervorriefen, sind zu erwähnen: ״Die fcthlschc Erziehung in der Schule“, ״Ule ethische Bedeutung des Mathematik- Unterrichts“, ״Der Krieg und die Schule" und ins■» besondere ״Der Talmuduntcrricht in der Mittelschule“. An den Debatten, die sich an den letzteren Vortrag knüpften, beteiligten sieh auch eine Reihe Personen, die keine Lehrer sind. Auch die itltcren Gymnasiasten veranstalteten jeden Sonnabend Vorträge über jüdische und allgemeine Themen. Die letzten Vorträge waren über: ״Einsame Mensehen“ von I lauptniann, ״Moses Heß“ und ״Religion und Nationalismus‘1. (L u n c z * j u b i I ä u nt) In Jerusalem, R 1 8 c 11 o n I e ■ Z i o 11 und R c - c 11 o vv o t h wurde das Jubiläum des alten verdienstvollen Palästuiaforschers A. M. Luncz gefeiert. Geldsendungen aus Amerika in das okkupierte Gebiet und nach Palästina. — Geldvermitt• lung aus Rußland nach Polen. Der Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwisehen Deutschland und Amerika hat selbstverständlich die Frage aktuell gemacht, ob und in welcher Weise cs möge lieh sein wird, von Amerika aus weiter die Geldvermittluiig nach dein okkupierten Gebiet und nach Palästina fortzusetzen. Bekanntlich hat das provisorische zionisti*- sehe Exekutivkomitee in Amerika in allcrgroßzügigstcr Weise ein Ucbcrweisuiigsbüro eingerichtet, durch welches amerikanische Juden an ihre Verwandten im okkupierten Gebiet und nach Palästina - selbstverständlich mich nach Rullland - Unlcrsliitzungsgclder senden, Diesem Uebcrucisungsverkclir, der im Laufe der langen Kriegszeit durch die Vermittlung ganz bedeutender Summen großen Segen gebracht hat, dienen für die Verteilung und Aus- Zahlung der Gelder an die 'Empfangsberechtigten Büros der Zionistischen Organisation. In Warschau z. B. bcsteht am Zionistischen Büro für den Ucberwcisungsverkehr die sogenannte amerikanische Sektion. Es ist im Interesse der unterstützungsbedürftigen jüdischen Bevölkerung besonders erfreulich, daß der Ucbcrweisungsvcrkchr auch unter den gegenwärtigen Umständen fortgesetzt werden kann. Die amerikanischen Zionisten bähe» dafür gesorgt, daß die von ihnen eingerichtete Organisierung des Uebcrwcisnngsverkehrs nicht gestört wird, Wie der ״American Jewish Clironiclc“ vom <l. März mitteilt, liat das ninerikniiische Ministcrium offiziell die Befugnis des provisorischen zionisti« sehen Komitees, Geldbeträge direkt an Personen in den Kriegsgebieten und in Palästina zu befördern, anerkannt und allen, die Unterstützung senden wollen, empfohlen, sieh an die Ueberweisungsabteihmg des provisorischen zionistischen Komitees zu wenden, Der ״American Jewish Chroiiiele״ veröffentlicht den nach folgenden Brief, den das amerikanische Ministerium des Acullercn versendet, wenn es direkt um die Vermittlung von Unterstützmigsgeldcrii gebeten wird: ״Wenn Sie wünschen, Beträge zur Unterstützung der betreffenden Person zu senden, teilen wir Ihnen mit, daß ilas Provisorische Exekutivkomitee für allgemeine zionistische Angelegenheiten imstande ist, Beträge zur Ueherweisung zu befördern, ohne Rücksicht auf den Glauben und die Nationalität des Absenders," Die ungestörte Fortsetzung des diircli die Zionistische Organisation organisierten Uebcrwcisnngsverkehrs ist im besonderen selbstverständlich durch die Tätigkeit des Kopeiiliogcncr Büros der Zionistischen Organisation ermöglich!, E. Spiegel, Leo Aus Palästina (Vom amerikanischen 11 ill s w e r k) Die türkischen Behörden, unter deren Aufsicht das jüdisch-amerikanische Komitee in Jerusalem steht, entsandten ihre Vertreter, die Herren Ismail Chakl-Bcy und Lara f Efendi, ins Komitee. Diese Vertreter der Behörden wollen dafür sorgen, daß die aus Amerika‘ ciiilaufcnilcii Gelder unter allen jüdischen Notleidenden, ohne Unterschied der Gemeinde und Richtung, verteilt werden. (Der Gesundheitszustand) Der Flecktyphus, der im Abnchmen zu sein schien, trat von neuem auf. Nachdem auch einige angesehene Mohammedaner schwer betroffen worden waren, sandte die Regierung eine kleine medizinische Expedition nach Jerusalem, Die Acrztc erließen einen Aufruf an die Bevölkerung über die Beachtung der Reiiihcitsvorschriften und eröffueten ein neues provisorisches Kranken- haus für alle Kranken der Stadt ohne Unterschied der Nationalität. Eine jüdische Gesellschaft zur Pflege der Erholungsbedürftigen, die den Flecktyphus überstanden haben, wurde begründet. Von außerordentlicher Bedeutung für die jüdische Bevöikcrung im Generalgouvernement Warschau ist die Ausdehnung des bisher von der Zionistischen Organisation organisierte« GeldvcrmittlungsVerkehrs von Amerika in das okkupierte Gebiet auf Rußland. Bisher wnr cs den Juden in Palen, die ja zum großen Teil Verwandte und Freunde in Rußland besitzen — ein wesentlicher Teil der jüdische 11 Bevölkerung wurde bekanntlich seinerzeit von der zurüekweichciiden russischen Armee zum Verlassen des LüiuIch genötigt - und auch infolge ihrer früheren Gesell« ((«Verbindungen tum Rullland Geld verlaugen könnten, unmöglich, sieh mit UMcrstüt/.uiigsgesuchen nach Rußland zu wenden, da der direkte Verkehr mit dem mit Deutschland im Kriegszustand bc- Endlichen Rußland unmöglich war. Mit Rücksicht auf die großen Interessen der jüdischen Bevölkerung in Polen, deren Notlage bekannt ist, hat die ,Zionistische Organi- •‘׳•־'tion hei den deutschen Verwaltungsstellen Schritte unternommen, um die Erlaubnis zu erhalten, ähnlich wie zwischen dem okkupierten Gebiet und Amerika einen Geldverniittluiigsiverkehr zwischen Rußland und Polen cinzuriditcn. Diese Erlaubnis ist• von den zuständigen deutschen Behörden der Zionistischen Organisation!nunmehr erteilt worden. Das Zionistische Büro In Warschau hat hierauf sofort mit der systematischen Aufstellung von Listen begonnen, in denen die Adressen aller Per- ׳ s0״cn verzeichnet sind, welche von in Rußland befindheilen Verwandten und Freunden Unterstützungen erbitten Diese Listen werde״ durch das Zionistische Zentralbüro in Berlin an das Kopenhagcncr Büro der Zionisti. sehen Organisation übermittelt, welches die Möglichkeit hat, diese Listen nach Rußland zu befördern. In Ruß. Inml wird ebenfalls die Zionistische Organisation die Verstündigung der Verwandten und die Ucbermittlung der Geldbeträge über Kopenhagen besorgen, Da unter den gegenwärtigen Verhältnissen die Tätigkeit der Zionistisehen Organisation in Rußland nicht mehr wie bisher behindert ist, ist auf einen gute״ Erfolg der ganzen Aktion zu hoffen. Der Stadtrat in Bendzin Die jüdische Bevölkerung in Ikmdziii macht nn• gefiilir 7011 ״ der gesamten Bevölkerung der Stadt aus. Zurzeit der Wahlen zum Stadlrat erklärten sieh die Polen mir unter der Bedingung bereit, an den Wahlen teilzuueltuicu, daß die Polen im Stadtrat eine Majorität erhalten. Das Entgegenkommen der Bend• zincr Juden, den Polen die Hälfte der Sitze im Stailtrat zu überlassen, wurde zurückgewiesen. So sahen sich die Juden von Bendzin gezwungen, die Wahlen zum Stadtrat allein dtirch/uführcn. Am 26. März wurde der Stndtrat von Bendzin, der infolge der Niclitanteiluahuic der Polen an den Wahlen aus 21 jüdischen Ratmännern besteht, eröffnet. Herr Gustav Wein zieher hielt die Eröffnung*, rede, in der er im Namen des Stadtrats sein Bedauern ausdriiekte, daß die polnische Bevölkerung in den Stadtrat keine Delegierten entsandt hat. Zugleich gab er die Versicherung, daß der Bendziner Stadtrat für den Wohlstand der Einwohner der Stadt ohne Unterschied des Glaubens, der Nation und der politischen Anschauungen arbeiten wird. Nachdem alle Ratmänncr den Eid geleistet hatten, daß sic ihr Amt gewissenhaft erfüllen werden, verlas Dr. Salomon Wcinzichcr im Namen von 20 Ratmännern eine Deklaration, in der festgestellt wird, daß die jüdischen Ratmiiuncr von Bendzin im Bewußtsein ihrer 60f» jährigen Zugehörigkeit zum Lande als treue Bürger ihre Arbeit beginnen. Gleichzeitig enthält die Deklaration eine Begrüßung des polnischen Staatsrats als des obersten Organs des Landes. Bn Namen der drei poale-zionistischen Ratmänncr kam eine besondere Deklaration zur Verlesung, in der unter anderem die Eröffnung von Schulen mit jüdischer Unterrichtssprache auf Stadtkosten, die durch die jüdische Bevölkerung selbst verwaltet werden sollen, die Gleichberechtigung für die jüdische Sprache in allen städtischen Institutionen, die Anstellung einer entspreeilenden Zahl von Beamten, die sich mit der jüdischen Bcvölkeriing in jidischer Sprache verständigen können, die Sicherung der Samstags- und Feiertagsruhe der Juden ohne wirtschaftliche Schädigung, die Beschäftigung jüdisclicr Arbeiter bei allen städtischen Arbeiten und die Zulassung jüdischer Beamter zu allen städtischen Acmtem gefordert wird. Auch der bundistiscltc Ratmmin gab eine Dcklaration ab. In ■den Magistrat wählte der Stadtrat zwei polnische und zwei jüdische Magistratsrätc, sodaß die polnischen Magistrntsriitc zusammen mit dem Präsidenten des Magistrats eine Mehrheit bilden könnten. Einer der gewählten polnischen Magistratsrätc hat aber auf sein Amt verzichtet. Die durch die gewaltsame Boykottpolitik der Polen hcrbdgdültrte Tatsache, daß der Bendziner Stadtrat nur atis jüdischen Ratniiiuncrn besteht, hat in der polnischc» Presse großen Unwillen hervorgerufen. Die polnische Zeitung ״Kurier Polski“ spricht sogar von einem ״Bendziner Sanhcdrin“, ״das den Juden noch sehr bittere Früchte bringen könne, von denen die gesamte polnische Judcnlicit genießen wird“. Das versteht die polnische Presse unter bürgerlieber Gleichberechtigung! Der Wahlkampf bei den polnischen Stadtratswalilen in der 6. Kurie Bekanntlich wurden die Wahlberechtigten bei den Wahlen zu den polnischen Stadtverwaltungen in 6 Kurien Ungeteilt, von denen der ersten die Intelligenz, der zweiten die Großindustriellen, der dritten die Händler und Handwerker, der vierten die Hausbesitzer, der fünften die Woluiungsstcucrzalilenden und der sechsten alle übrigen Wähler angehören. In der 6. Kurie wählte fast ausschließlich d ie Arbeiterschaft. Die bürgerlichen Parteien, die den Wahtkainpf in den ersten 5 Kurien miteinander führten, stellten fast überall in der sechsten Kurie keine Kandidaten auf. Die sechste Kurie wurde zum Kampfplatz der Arbeiterparteien, die heftg mileinander um den Wahlsieg rangen, ln der jüdischen Arbeitersclinft spielte sich der Kampf zwischen dem ״Bund“ und den ״Poalc^Zion“ ah. Besonders lebhaft wurde diese Arbeitcrwahlkampagnc in Lodz, Sicdlce, WlozJawek Bendzin und Czenstochau geführt. Von den Dimensionen dieser Wahlkampagne geben die Vorgänge in Lodz eine Vorstellung. Die Poalc-iZiati veranstalteten im Verlauf der Wahlen in verschiedenen Stadtteilen 38 Wahlmcetings, die durch 25 000 Wahlberechtigte besucht waren und auf denen U0 Redncr sprachen. Plakate, Aufrufe und Programme der Poale-Zion wurden in einer Zahl von 145 000 Excmplaren verbreitet. Keine geringere Kampagne entfaltete der ״Bund“. Ihm stand noch sein Parteiorgan ״Lebensfragen“ zur Verfügung. Er genoß die Unterstützung der ״Nca-Assimilantcn“. Derbundistische Führer• Medem kam aus Warschau nach Lodz, um persönlich den Wahlkampf zu leiten. Insgesamt bildeten die jüdischen

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