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Jüdische Rundschau · 1917-04-06 · Heft 14-15 (6.4.1917) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXII (1917)
Issue
Heft 14-15 (6.4.1917)
Date
1917-04-06
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 14/15 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite lt9 5 > die ,dcn. ende im Er. gen) voll, hier ihm, : im rzelt äßen :her- Walt, chen > in ikob!iner saenen gen. i p. :uen Na* M. j י״ l ״1( 11 Rc- •ercr der beit. in- Sei- Hehr U- K «Ins ngs- Uner- .וזי'!211111 f!* sich flikt, eiter Ver- Füllanen rbei- Kk'fj hriceilen od“, ziehdaß u b - rden die 11.'1^ eller irift- I be• ichts «11te dien ielindes nelir h er ״Icl 511 ׳i- »i i. * t über | hier ‘ ׳< nten \ , Sltineu, ו *neu! urch | lent, j wir j listi* j!och j be-! f heiligen Geist“. Die Ursache dieses Uebels sicht Gor• don in der Kluft, die zwischen Ideal und Leben bestand. Seine mahnenden Worte klingen deshalb in einen Ruf nach ׳harmonischer Lebensarbeit aus, bei der Ideal und Leben ineinander verschmelzen und einen neuen Typus von Menschen schaffen. ״Die Lebensfähigkeit eines Ideals", s;1gt Ciordon, ״zeigt sich darin, daß es imstande ist, ein neues l eben d. 11. einen neuen Menschen zu erzeugen,“ Diese radikale I ordenmg von ethischer Lebensvollentlung läßt sich nur da .verwirklichen, wo der Arbeiter selbständig und von anderen tiiuibliiiiigig ist und sein eigenes Leben nach seinem Willen einriclilcn kann. Solche gesunde Zellen von selbständigem Arbeiterleben stellen die Arbeiter- und Sicdhiiigsgenossenschaflen dar. Und j. Sprinzak hat bestimmt recht, wenn er diese als die Oasen in der Wüste des jüdischen Arbeiterlehens bezeichnet. Von diesem Gesichtspunkte aus gewinnt der Auf• satz von J. W i I k a 11 s k i, dem Leiter der Nationalfond- I־'aniien, über die Sicdhingsgciiussciischaft eine aktuelle Bedeutung. Wilkauski, ein aller Verfechter der Kleinbaiieruwirtscliaft, hat es gerade jetzt, wo der Vorzug der Arbeitergenossenschaft so klar zutage trat, cs für nötig befunden, sic einer scharfen Kritik zu unterziehen. Gegen die Oppcnheimcrsdtc Beweisführung, daß die korporative Siedlung die Vorteile der kleinen ti n d großen Wirtschaftsbetriebe in sich vereinige, führt Wilkauski folgerulc Limvämlc ins Feld; 1. Die sorgfältige und individudle Pflege, die in der Kleiiiliauernwirtschaft den Pflanzen zuteil wird, muß in der Sicdiungsgenosscnschaft ausbleiben. Die Genossenschaft schränkt die persönliehe Freiheit und den schöpferischen Unternclmiungsgeist des Fiiizelnen ein und entlieht ihn auch der Vcrantwortung für seine Arbeit, 't. Durch die Verheiratung der Mitglieder tritt ein neues mit den Traditionen der Genossenschaft nicht vertrautes Element ein, das zu Mißhelligkciien führen muß. Bestimmt muß diesen Schwierigkeiten auf irgend eine Weise begegnet werden, doch dünkt uns, daß Wilkanski das soziale Empfinden des neuen jüdischen Arbeiters zu sehr unterschätzt hat. Der jüdische Pionier floh aus dem Golus, weil er der Schrankenlosigkeit seiner individuellen Entfaltung dort satt war. Er kam nach Ercz Israel, um sich einer auf netten gesunden Grundlagen aufgchauten Gesellschaft zur Verfügung zu stellen und sich ihr bcdiugsungslos unterzuordneu. Wer einmal einen tieferen Einblick in das Leben einer Arbeitergenossenscltaft gewonnen hat, der hat bestimmt diesen neuen Genieinschaftsgcist verspürt. Wilkanski seihst konnte sich übrigens dem mächtigen Drang des palästinensischen Arbeiters nach genossenschaftlichem Zusammenschluß nicht verschließen - er gibt die Existenzberechtigung von Okkupatiousgcnosscuschaftcn vollkommen zu, weil es hier weniger auf die intensive llcarbcitung des Bodens als auf die begeisterte Stimmung der Mitglieder ankommt. Wie wertvoll dieser Geist der Gemeinschaft ist, zeigt uns mich der schöne Aufsatz, von Dr. Chatma Meise! über ״Die landwirtschaftliche Er- Ziehung der Mädchen“, den die ״Jüdische Rundschau“ vor kurzem veröffentlicht hat.*) Channa Mciscl, die neue jüdische Pionierin, bat cs sich zur Lebensaufgabe gemacht, das Ideal der Arbeit auf eigener *) ״Jüdische Rundschau“, 1917, Nr. 8 und 9. Jetzt auch als Sonderdruck erschienen, hcrausgcgcbcn vom ״Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit in l'alästina“. So hat Dubnow Perez. lufgefaßt, Und wenn Dubnow es sagt, d um ist cs wohl eitel Wahrheit, und abgesehen von zwei drei Litcratursnchvcrstündigcii haben alle — zu schweigen vom Publikum, aber selbst die literarische Welt - geglaubt, die Novelle sei mißlungen; und manche haben noch hiii/ugcfügt, das Thema liege Rcrez überhaupt nicht. Einem Anderen als Perez hätte diese Moimingsäußcruug Dulmows sicherlich den Mut und die Lust zu weiterem Schaffen genommen und wir könnten auf diese Weise eines unserer besten und größten Talente verloreit haben. Zu unserem Glück und nun Glück für unsere Literatur handelte es sich um Perez, der, abgcsehen von allem anderen, auch eine starke Persönlichkeit war und, wie ich schon oben angcdcutet habe, an sich glaubte. Dulmows Kritik machte auf ilm keinen Eindruck, er ging weiter seinen Weg und schwamm nie mit dem Strom. In den Warschauer jüdisch-litcrnrisclicn Kreisen wurde damals ein Scherzwort kolportiert, das Perez einem seiner Bekannten gegenüber anläßlich dieses Vorfalls geäußert hatte; ״Ich hoffe, die Gojim werden mich noch einmal verstehen lernen," Und 17 bis 18 Jahre sind vergangen. Perez' Hoffnuiig hatte sich erfüllt, Perez wuchs lind wuchs, er wurde größer und immer größer. Die jüdische demokratische Intelligenz, die sich noch vor kurzen! eines jüdischen Wortes geschämt, die bisher ihre Ansichten über jiidische künstlerische Schöpfungen und über jüdische Künstler aus dem russischen ״Woßchod" geschöpft hatte, begann, Perez als ihren geistigen Führer zu betrachten, als ihren Wegweiser. Und die Vertreter dieser Intelligenz begehrten danach, ihren Führer persönlich kennen zu lernen und des Dichtere Worte aus seinen! eigenen Munde zu hören. Sic luden Perez nach Petersburg. Perez’ Aufenthalt in Petersburg war eine Apotheose der jüdisehen Dichtung, des jüdischen Wortes, Die jüdische Intelligenz wußte kaum, wie sic Perez ehren sollte j man trug ihn geradezu auf. Händen und ein vieitausend- Ic&pfiges Publikum aus allen Schichten des Vol¬ Scholle auch in die Reihen der Mädchen zu tragen. Sic will, wie sie sich ausdrückt, den Feldgeruch durch die Fr,111 in das Kolonislenhaus verpflanzen. Die Arbeit«- statte, in der sich die Mädchen zusamincnfandcn. um sich atiszubildcn, konnte und kann nur dank dem dort herrsehenden Geiste der Gemeinschaft gerettet werden. Während die in einer organisierten Gemeinschaft le-!!enden Arbeiter mehr oder minder ihrem Ideale nachlcben können, bähen die alleinstehenden Arbeiter einen schweich Daseinskampf zu bestehen, der ihnen das Lebensideal als ferncrselmtes Land erscheinen läßt. Eine Reihe anslülirlieli gehaltener Briefe von den verschiedensten ■Teilen Palästinas führt uns das mühevolle Leben!und bittere Ringen dieser Arbeiter-Pioniere vor. In diesem verzweifelte״ Kampf erkennen wir alter ein zähes Aushalten »md ein Nichtmifgehenwollen der eroberten nationalen Positionen im Namen des das ganze Lehen ausfüllenden Ideals, das in so schlichten Worten in dem palästinensisdicn Arbeilerliedc zun! Ausdruck kommt: ״Haawoda hi cliajenu“. pilllllllllltllllllllllllltllllllllllllllllllllllllllllllllilllllllllllll^ | Mitglieder-Versammlung | §§ der || | Berliner Zionistischen! Vereinigung. 1 1 Julius Berger: | 1 »Das Baseler Programm“ § J Montag, den 16. April 1917, pünktlich | | ö'/a Uhr abends, im Cofd Austria, § Potsdamer Strafte 28. g Ü Die Versammlung muß um tO'/j Uhr geschlossen g werden. Hä =3 illlllllllllilllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllim A. M. Luncz (Zu seinem 00, Geburtstage.) Von J. Slntchoni Der jugendliche Talmudstiulicrende fühlt sich oft ergriffen von dem Typ eines blinden Gelehrten, zu dem ein R;1l> Scliesehet mul Rah Josef gehörten, die ein Epitheton tragen, das in der üblichen, nicht ganz korrckten Aussprache״ .׳Saggi Nalior“ lautet und vielleicht eine Segensformel: ״Möge sein Licht gedeihen" darstellt. Das Licht der Welt blieb diesen Weisen verschlossen, desto mehr lcuchctctc ihrem nach innen gewandten Blicke das Licht der eigenen Seele und ihre enthusiastische Verehrung der heiligen Lehre hat ps dazu gebracht, daß sic alle Hindernisse, die ihre körperliehe Beschaffenheit ihrer Gelehrsamkeit in den Weg legte, überwanden und bis heute uns als Sterne erster Grolle ain Firmament der jüdischen Tradition entgegenleuchten. Dieser in meinem Kimlesalter mit heiliger Scheu bewunderte Typus erscheint mir vor Augen, wenn ich A. AI. Luncz’ mul seiner Lebensarbeit gedenke. Ein unermüdlicher geistiger Arbeiter, von hohem idealistisehen Schwünge getragen, ein Mann von großen Perspcktivcii, mächtigem Arboitsdrangc und überwältigender kes versammelte sich im Soinmertheatcr, um Perez aus seinen Werken verlesen zu hören. Und bis heute weiß ich nicht, oh es bloßer Zufall oder von Perez beabsichtigt war; das erste, was Perez vertrug, war sein ״Icl s’wa'a“. Und als Perez zu Ende war, erzitterte der ganze Raum von den Beifallskundgebungen, und mit am stärksten klatschte Beifall sein ehemaliger unbarmherziger Kritiker Scmjoii jakowlcwitsch Dubnow , . . II. Im Jahre 1 Gl2, zu Purim, kam Perez auf eine Ein* iadimg zu uns nach Wilna, um einen Vortrag zu halten. Das litauische Jerusalem wußte dem großen jüdischen Dichter die geziemende Ehrung zu erweisen. Von bösen Zungen — und vielleicht waren es keine bösen — hatte Perez gehört, die Wilnacr jüdische Intelligenz sei assimiliert, und deshalb bedeuteten für ihn die Reden, die Dr. Schabad und Dr, Wygodski auf dem Bankett hielten, eine Angenehme licberrasctiung. So hat er es mir damals ausdrücklich gesagt. Zurück nach Warschau sollte Perez in aller Früh mit einem I'ilzug reisen, und so forderte er einige ihm nahestehende Literaten auf, mit ihm die Zeit bis zur Abfahrt des Zuges zu verbringen. Es war im ganzen eine Handvoll Leute; der Redakteur des ״Hasman“ Benzion Katz, Olg in, Rechtsanwalt Tsch e r 11 ic 11 o w, David Ein• h o r 11, B e r g c I s o n, Lipmann Lewin, M. Schallt und ich. Man wollte ihm zu Ehren Reden halten bei einem Gläschen - das ließ Perez nicht zu; ich wollte einen humorvollen Brief vorlesen, den Perez mir einst über Frisdimanns Poem ״Ofir“, das in Scholcm Alejchcms Volksbibliothek veröffentlicht war, geschrieben hatte — das gestattete Perez nicht. Der Orund: Frischniann sei nicht anwesend, da dürfe man auch nicht über seine Fehler sprechen. Ich wollte erzählen, wie Perez jidisch zu schreiben begonnen hat, und wie ich ihm Dienesohn vorgcstcHt habe — auch das verbot Perez; ״Ich lebe noch", meinte er, ״wollen wir lieber fröhlich sein!" Man versuchte lustig zu sein, man Liebe mu1 Palästina der Vergangenheit und der Gegenwart, verdient es dieser bescheidene, seit mehreren IX׳- zennien erblindete Forscher wie selten ein anderer, jungereu und glücklicheren Freunden der Palistiaakundc als Vorbild dnrgestcllt zu werden. Im Gouvernement Kowiio geboren, kam A. M. Luncz als Sechzehnjähriger nach Palästina. In Jerusalem setzte I» seine talnuidischcn Studie״ fort, aber schon in jungen Jahren batte er Interesse Sür die Archäologie und die Geschichte Palästinas von der ältesten Vergangenheit bis zur jüngsten Zeit gewonnen und begann sich als Autodidakt in den Hilfsdisziplinen dieser Wissenschaften aus zubiiden. Schnell genug war er in der Jescliiba als Maskil und Ketzer verschrieen, — eine selhstvcrständliehe Konsequenz der äußerst bildiingsfeimllicheii Anschaumig der damaligen maßgebenden Orthodoxie zu Jerusalem. Doch kümmerte sich der stille Mann dieses Geredes wenig und ging seine Wege. Kaum zwanzigjährig, veröffentlichte er einige kleinere Werke über die Geographie und Topographie Palästinas. Er besorgte auch eine revidierte Neuauflage des seinerzeit viclbeacbteten hebräischen Handbuches der PalästinnLunde ״Tel!not 11 llaarez“ dos I'alästinaforschcrs Josef Schwarz (der um das Jahr 1810 schrieb), mit dem sieh Luncz geistesverwandt fühlte. Später gab er auch das klassische Werk über Palästina ״Kaphtor-waferach neu heraus, das kurz nach 1300 der aus Südfrankrcich stammende Gelehrte Ischtori Haparchi verfaßt hatte und das zu den gediegensten Erzeugnissen der gesamten jüdischen mittelalterlichen Literatur gehört. In seinem ״II a m c a m m c r“ und anderen Vcröffcntlichungen bereicherte Luncz die hebräische Palüstinaknnde mit schätzbaren eigenen Beiträgen. Er faßte den Plan, ein ständiges Organ zur Erforschung Palästinas zu schalfeil und führte sein Vorhaben aus, indem er das periodische Sammelbiich ״Jerusalem", von dem tl Bände erschienen sind, und den populärer gehaltenen jährlich erscheinenden ״Palästinaalmaiiach" gründete (siehe die Besprecliung des letzten während des Krieges erschienenen Bandes in der ״Jüd. Rumlsch." 1916, Nr. 2(>). Bei dem י Mangel an hebräischen Gelehrten, die für das Ideal A. M. Luncz' Sinn haben und die nötigen Vorkenntnisse besitzen, inußte Luncz einen sehr großen Teil des literarischcn Inhalts seiner Sammelwerke selbst liefern und zeigte sich als viclbcwandcrtcr Fachmann in der Geschichte Palästinas im Mittelalter und in der Neuzeit und als großer Keimet in der Topographie der verschiedenen historischen Stätten. Daneben befaßte sieh Luncz mit der Gründung einer Univcrsalbibliothck der hebräischen Literatur, die in Palästina entstand oder sich auf Palästina bezieht, mit besonderer Berücksichtigung der vielen noch uuedierten Itincrare verschiedener Paliistinnrciscnder. Diese grandiose Arbeit, der Luncz bereits früher durch die Ncunusgabc der Werke von Schwarz und Ischtori gedient hatte, ist vorläufig noch im Anfangsstadium. Dazu übernahm Luncz eine neue wissenschaftliche Edition des palästinensischen (jcrusalcmischcn) Talmuds, von der schon mehrere Lieferungen erschienen sind. Der nie rastende Geist des noch jugendlich frischeu Forschers will vor keinen Hindernissen Halt maeben, und die tiefe Liebe zum allgegenwärtigen und stets lebenden Lande der Väter drängt ihn fortwährend zu neuem Schaffen. Mögen dem Seclizigjährigcn noch viele Jahre freudiger Arbeit im Dienste der palästinensischen Wissenschaft bc«chiedcn sein und möge er die Durchfiihrmiß seiner schönen großangclegten Pläne erleben! sang und tanzte. Das war aber gar keine volle Freude, keine chassidischc Freude, wie Perez sie liebte. Mechanisch klang der Gesang, automatisch waren die Tänze, es fehlte der innere Funke, der das Gefühl entflammt. Perez merkte dies wohl und sprach: ״Ich will Luch etwas fragen, meine Lichen, eine kleine Frage. Und wer zu antworten weiß, möge antworten.'‘ Und Perez fragte: ״Vielleicht könnt Ihr mir die verwunderliche Erscheinung erklären, die ich nicht nur hier unter uns beobachte, sondern überall; Ls versammeln sich jüdische Schriftsteller, um in wirklich fröhlicher, herzlicher Stirnmung zu sein, und nie gelingt cs, nie wird es natürlich, nie stammt es aus der Tiefe des Herzens, aus dem innersten Gcini'it." Man überlegte ein Weilchen, dann kamen die Antworten. Einer meinte: Diese Erscheinung sehe man nicht nur bei den jüdischen Schriftstellern, sondern .-weh bei den nichtjüdischen Literaten. Wenn diese sich versammeln, uml die Zeit in geistvoller Fröhlichkeit zuzubringen, gelinge es ebensowenig. Der Grund hierfür liege auf der Hand: Jeder Schriftsteller sei eine abgeschlossene Welt für sich, und diese ver* schieilcncn Wc'ten könnten zu keiner harmonischen Vereinigung gelangen. Beweis hierfür seien berühmte französische Schriftsteller wie Anatole France und andere; Wenn sic das Bedürfnis fühlten, lustig zu sein, holten sic sich eine Sängerin von der Oper . . . Ein anderer wies darauf hin, daß den jüdischen Schriftstellern von Natur die wahre Quelle der Fröhlichkeit fehle; ihnen mangle das Oefühl der jugendlichen Freude. Jüdische Schriftsteller alterten schnell, und das Alter kenne keine ganze, vollkommene Lustigkeit. Noch andere fanden andere Gründe. Aber Perez befriedigte keiner von ihnen, in seiner glänzenden, schlagenden Art widerlegte er alle Antworten, so daß nichts davon bestehen blieb. Nun kam Perez selbst an die Reihe; alle spitzten die Ohren. ״Wißt ihr, -- begann Perez — weshalb die wahre, wirkliche Fröhlichkeit nie unter unseren Schriftstellern

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